<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://eduwiki.cs.upb.de/api.php?action=feedcontributions&amp;feedformat=atom&amp;user=Jwiens3</id>
	<title>Eduwiki - Benutzerbeiträge [de]</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://eduwiki.cs.upb.de/api.php?action=feedcontributions&amp;feedformat=atom&amp;user=Jwiens3"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://eduwiki.cs.upb.de/Spezial:Beitr%C3%A4ge/Jwiens3"/>
	<updated>2026-04-09T09:46:06Z</updated>
	<subtitle>Benutzerbeiträge</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.40.1</generator>
	<entry>
		<id>https://eduwiki.cs.upb.de/index.php?title=ChatGPT:_B%C3%BCrgerratssitzung&amp;diff=3040</id>
		<title>ChatGPT: Bürgerratssitzung</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://eduwiki.cs.upb.de/index.php?title=ChatGPT:_B%C3%BCrgerratssitzung&amp;diff=3040"/>
		<updated>2023-06-27T09:10:15Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Jwiens3: /* Steckbrief der Unterrichtseinheit */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Künstliche Intelligenz findet in immer mehr Bereichen unseres Lebens Anwendung. Im Leben unserer Schüler ist dies ebenfalls der Fall, obwohl sie sich dessen oft nicht bewusst sind. Mit der Veröffentlichung von ChatGPT ist unserer Gesellschaft die Dimension der Wirkmächtigkeit künstlicher Intelligenz neu bewusst geworden. Welche Auswirkungen ChatGPT auf unsere Gesellschaft und auch auf unser persönliches Leben noch haben wird, lässt sich jetzt noch nicht abschätzen. Nichtsdestotrotz breitet sich die Verwendung von ChatGPT und vergleichbarer LLM immer weiter aus. Auch immer mehr Schüler verwenden ChatGPT für verschiedene Aufgaben. Was jedoch hinter ChatGPT steckt, warum die Anfragen oft so gut beantwortet werden, verstehen nur Wenige. In diesem Unterrichtsentwurf soll den Schülern der theoretische Hintergrund, der hinter ChatGPT steht, anschaulich durch einen interaktiven Lehrervortrag vermittelt werden. Darauf soll dann eine Bürgerratssitzung folgen, auf die sich die Schüler in spezifischen Rollen vorbereiten und dann über die Frage diskutieren, ob ChatGPT in Deutschland verboten werden soll. Dadurch lernen die Schüler, sich mit den gesellschaftlichen Auswirkungen von ChatGPT auseinanderzusetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Steckbrief der Unterrichtseinheit ==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Titel:&#039;&#039;&#039; Soll ChatGPT verboten werden? - Thematische Einführung und anschließende Bürgerratssitzung zum Thema &amp;quot;ChatGPT&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Stichworte:&#039;&#039;&#039; [[Datenbewusstsein]], ChatGPT, Chatbots, LLM&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Zielgruppe:&#039;&#039;&#039; Informatik in gymnasialer Oberstufe - Klassengröße: mindestens 9 (Einzelbesetzung der Diskussionsrollen), empfohlen mehr als 18.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Inhaltsfeld:&#039;&#039;&#039; Informatik, Mensch und Gesellschaft&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Vorkenntnisse:&#039;&#039;&#039; Diese Unterrichtseinheit setzt keine besonderen Vorkenntnisse der Lernenden voraus. Bereits vorhandene erste Erfahrungen in der Nutzung von ChatGPT sind wünschenswert, entsprechende erste Erfahrungen können aber auch im Rahmen dieser Unterrichtseinheit gemacht werden. Ein Verständnis der technischen Grundlagen von ChatGPT oder LLMs ist nicht erforderlich, eine Einführung in die Thematik wird in dieser Unterrichtseinheit vermittelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Zeitlicher Umfang:&#039;&#039;&#039; 5 Zeitstunden oder 3 Doppelstunden zu je 90 Minuten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einführung ==&lt;br /&gt;
Hier schreibt Lukas etwas Schlaues :]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Jwiens3</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://eduwiki.cs.upb.de/index.php?title=ChatGPT:_B%C3%BCrgerratssitzung&amp;diff=3039</id>
		<title>ChatGPT: Bürgerratssitzung</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://eduwiki.cs.upb.de/index.php?title=ChatGPT:_B%C3%BCrgerratssitzung&amp;diff=3039"/>
		<updated>2023-06-27T09:09:30Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Jwiens3: /* Einführung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Künstliche Intelligenz findet in immer mehr Bereichen unseres Lebens Anwendung. Im Leben unserer Schüler ist dies ebenfalls der Fall, obwohl sie sich dessen oft nicht bewusst sind. Mit der Veröffentlichung von ChatGPT ist unserer Gesellschaft die Dimension der Wirkmächtigkeit künstlicher Intelligenz neu bewusst geworden. Welche Auswirkungen ChatGPT auf unsere Gesellschaft und auch auf unser persönliches Leben noch haben wird, lässt sich jetzt noch nicht abschätzen. Nichtsdestotrotz breitet sich die Verwendung von ChatGPT und vergleichbarer LLM immer mehr aus. Auch immer mehr Schüler verwenden ChatGPT für verschiedene Aufgaben. Was jedoch hinter ChatGPT steckt, warum die Anfragen oft so gut beantwortet werden, verstehen nur Wenige. In diesem Unterrichtsentwurf soll den Schülern der theoretische Hintergrund, der hinter ChatGPT steht, anschaulich durch einen interaktiven Lehrervortrag vermittelt werden. Darauf soll dann eine Bürgerratssitzung folgen, auf die sich die Schüler in spezifischen Rollen vorbereiten und dann über die Frage diskutieren, ob ChatGPT in Deutschland verboten werden soll. Dadurch lernen die Schüler, sich mit den gesellschaftlichen Auswirkungen von ChatGPT auseinanderzusetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Steckbrief der Unterrichtseinheit ==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Titel:&#039;&#039;&#039; Soll ChatGPT verboten werden? - Thematische Einführung und anschließende Bürgerratssitzung zum Thema &amp;quot;ChatGPT&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Stichworte:&#039;&#039;&#039; [[Datenbewusstsein]], ChatGPT, Chatbots, LLM&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Zielgruppe:&#039;&#039;&#039; Informatik in gymnasialer Oberstufe - Klassengröße: mindestens 9 (Einzelbesetzung der Diskussionsrollen), empfohlen mehr als 18.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Inhaltsfeld:&#039;&#039;&#039; Informatik, Mensch und Gesellschaft&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Vorkenntnisse:&#039;&#039;&#039; Diese Unterrichtseinheit setzt keine besonderen Vorkenntnisse der Lernenden voraus. Bereits vorhandene erste Erfahrungen in der Nutzung von ChatGPT sind wünschenswert, entsprechende erste Erfahrungen können aber auch im Rahmen dieser Unterrichtseinheit gemacht werden. Ein Verständnis der technischen Grundlagen von ChatGPT oder LLMs ist nicht erforderlich, eine Einführung in die Thematik wird in dieser Unterrichtseinheit vermittelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Zeitlicher Umfang:&#039;&#039;&#039; 5 Zeitstunden oder 3 Doppelstunden zu je 90 Minuten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einführung ==&lt;br /&gt;
Hier schreibt Lukas etwas Schlaues :]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Jwiens3</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://eduwiki.cs.upb.de/index.php?title=Unterricht_zu_Instagram&amp;diff=2861</id>
		<title>Unterricht zu Instagram</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://eduwiki.cs.upb.de/index.php?title=Unterricht_zu_Instagram&amp;diff=2861"/>
		<updated>2022-08-16T10:53:17Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Jwiens3: /* Überblick über den Unterrichtsverlauf */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
Bei Schülerinnen und Schülern ist die Nutzung von sozialen Medien weit verbreitet; sie verbringen damit täglich oft mehrere Stunden. Zu den aktuell am häufigsten verwendeten Plattformen gehört Instagram. Viele personenbezogenen Daten werden von den Jugendlichen auf Instagram preisgegeben, ohne dass sie über eventuelle Konsequenzen nachdenken. Dabei ist Instagram ein [[datengetriebenes digitales Artefakt]], welches personenbezogene Daten erhebt und verarbeitet. Es erscheint daher wichtig, vor dem Hintergrund theoretischer Grundlagen des Data-Minings dieses [[Datengetriebenes digitales Artefakt|datengetriebene digitale Artefakt]] aus verschiedenen Perspektiven zu betrachten und dadurch das [[Datenbewusstsein]] der Schülerinnen und Schüler zu fördern. Die Lernenden sollen dabei zu einer selbstbestimmten Interaktion mit diesen Plattformen befähigt werden, also zu einer bewussten Nutzung dieser Plattformen. Auf dieser Seite wird dazu ein Unterrichtsmodul vorgestellt, welches Instagram als Beispiel für ein solches datengetriebene digitales Artefakt aufgreift. Dieses wurde im Rahmen einer Lehrveranstaltung in der Didaktik der Informatik von Studierenden entwickelt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Steckbrief des Unterrichtsmoduls==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Titel:&#039;&#039;&#039; Datenbewusstsein am Beispiel von Instagram&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Stichworte:&#039;&#039;&#039; [[Datenbewusstsein]], [[Data Science]], Internet-Suchmaschine&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Zielgruppe:&#039;&#039;&#039; Lerngruppen aus Informatikkursen der EF aus der gymnasialen Oberstufe - keine Einschränkung der Klassengröße - sowohl homogene als auch heterogene Zusammensetzung möglich&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Inhaltsfeld:&#039;&#039;&#039; &amp;quot;Informatik, Mensch und Gesellschaft&amp;quot; (insbesondere der Schwerpunkt: [[Datenbewusstsein]]), &amp;quot;Daten und Information&amp;quot;, &amp;quot;Informatiksysteme&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Vorkenntnisse:&#039;&#039;&#039; Dieses Unterrichtsmodul setzt einige wenige Vorkenntnisse der Lernenden voraus. Die Verwendung von sozialen Medien, insbesondere Instagram, sollte gebräuchlich sein. Ebenso sollten auch gewisse Grundkenntnisse und ein grundlegendes Bewusstsein für unterschiedliche digitale datengetriebene Artefakte bestehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Zeitlicher Umfang:&#039;&#039;&#039; 4 Unterrichtsstunden a 45 Minuten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gegenstandsbereich (Fachinhalt) des Unterrichtsmoduls==&lt;br /&gt;
Gegenstand der von uns geplanten und durchgeführten Unterrichtseinheit ist das Konzept des Datenbewusstseins. Dieses didaktische Konzept der informatischen Allgemeinbildung bezieht sich auf die alltägliche Interaktion mit den verschiedensten digitalen datengetriebenen Artefakten und das Bewusstsein für das dabei ablaufende Sammeln und Verarbeiten von Nutzerdaten. Das Ziel des Unterrichts ist, die Schülerinnen und Schüler dazu zu bewegen, die eigene Nutzung digitaler datengetriebener Artefakte zu reflektieren und das theoretische Wissen zu vermitteln, um zu verstehen und zu erkennen, an welchen Stellen Daten mit welchen Methoden gewonnen werden und wozu diese Daten genutzt werden. Durch das Vermitteln dieses Wissens soll erzielt werden, dass die Schülerinnen und Schüler, nach einer kritischen Betrachtung verschiedener Perspektiven, selbstbestimmt und bewusst mit ihren Daten in der Interaktion mit digitalen Datengetrieben Artefakten umgehen und ihre Rechte in Bezug auf diese Daten kennen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Überblick über den Verlauf des Unterrichtsmoduls==&lt;br /&gt;
Die Unterrichtseinheit unterteilt sich neben der Einleitung und der Verabschiedung in sechs didaktisch relevante Einheiten. Da die Einleitung und Verabschiedung, neben der ersten Interaktion mit den SuS, dem „Eisbrechen“ und dem Abrunden der Unterrichtseinheit dient, und keine Lernziele oder Kompetenzen erzielen soll, wird im Verlaufe nicht weiter auf sie eingegangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Unterrichtseinheit ist unterteilt in:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
#Einleitung&lt;br /&gt;
#Vorwissen aktivieren&lt;br /&gt;
#Profilanalyse&lt;br /&gt;
#Vortrag&lt;br /&gt;
#Gruppenarbeit&lt;br /&gt;
#Juristische Grundlagen&lt;br /&gt;
#Zukunftsaussichten&lt;br /&gt;
#Verabschiedung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ziele des Unterrichtsmoduls==&lt;br /&gt;
Beginnend mit dem Aktivieren des Vorwissens sollen die SuS durch die Umfragen und die Auswertungen angeregt werden, sich ihr Nutzungsverhalten, insbesondere ihre Nutzungsdauer, bewusst zu machen und kritisch zu hinterfragen. Dies dient dazu, den Blickwinkel der SuS zu öffnen, um in den folgenden Teilen des Unterrichts den Perspektivwechsel zu erleichtern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anschließend werden sie mithilfe der Profilanalyse mit den beispielhaften Nutzerprofilen konfrontiert, um eine Möglichkeit zu haben, sich mit dem Medium auseinanderzusetzten und eine neue Sicht zu erlangen. Da die zeitliche Beschränkung dazu führt, dass eine eher algorithmische Analyse der Struktur des digitalen datengetriebenen Artefaktes nicht vermittelt werden kann, ist es das Ziel, den SuS eine auf logischem Denken basierende Analyse eines Profils zu vermitteln und den SuS ein Gefühl für die Menge an Informationen zu geben, welche aus einem Profil gewonnen werden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem darauffolgenden Vortrag ist es das Ziel, dass die SuS ein Verständnis für den breiteren Kontext des Datengeschäfts erlangen und Fachbegriffe wie „digitaler Doppelgänger“, „Vorratsdatenspeicherung“, „explizite -und implizite Datenerhebung“ mit eigenen Worten erklären und miteinander in Verbindung bringen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Danach ist es das Ziel mittels einer Gruppenarbeit, dass die SuS die verschiedenen Perspektiven und Akteure der Datenverarbeitung kennenlernen und sich in diese hineinversetzen. In der Gruppenarbeit diskutieren sie dann über diese und beim späteren Zusammentragen evaluieren sie die Ziele anderer Akteure und wägen sie mit den eigenen ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun im Abschnitt der juristischen Grundlagen ist es wichtig, die Schülerinnen und Schüler über ihre Rechte in Bezug auf ihre Daten in sozialen Medien aufzuklären. Dazu wird wir kurz auf die theoretischen Grundlagen eingegangen, die es zum Thema DSGVO der EU, BDSG und AGB zu wissen gibt. Die Schülerinnen und Schüler erweitern dadurch nicht nur ihr Fachvokabular, sondern lernen auch, dass sie in Bezug auf den Schutz ihrer personenbezogenen Daten nicht allein gelassen werden. Darauf folgt eine selbständige Arbeitsphase, in welcher die Schülerinnen und Schüler sich die Nutzungsbedingungen von Instagram raussuchen und anhand von Leitfragen erkunden. Die Schülerinnen und Schüler sollen aus dieser Aufgabe lernen, AGB oder Nutzungsbedingungen nach den relevanten Informationen zu scannen und erkennen, wie wichtig es ist, die Vertragsbedingungen, um die es sich dabei handelt, zu erkennen und um in der Lage zu sein, selbstbestimmt und verantwortungsvoll mit den eigenen Daten auf einer Plattform wie Instagram umzugehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Letztendlich ist es die Aufgabe der Zukunftsaussichten, dass die SuS aufmerksamer für neue Entwicklungen im Bereich der Datenverarbeitung werden und reflektieren können, welche der aufgezeigten Zukunftsaussichten möglich und/oder realistisch sind. Dabei entwickeln sie ein Bewusstsein für die Gefahren und Chancen, die eine Weiterentwicklung digitaler datengetriebener Artefakte in eine bestimmte Richtung mit sich bringen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Sachanalyse des Unterrichtsmoduls==&lt;br /&gt;
[[Datei:Dualitätsrekonstruktion zum digitalen datengetriebenen Artefakt Instagram.png|mini|675x675px|Dualitätsrekonstruktion zum digitalen datengetriebenen Artefakt Instagram]]&lt;br /&gt;
Die verschiedenen Unterrichtselemente beschäftigen sich mit unterschiedlichen Inhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorwissen aktivieren: Es werden anonyme Umfragen zum aktuellen Wissensstand und zu den Nutzungsgewohnheiten der SuS von Instagram durchgeführt, um in die Thematik der Unterrichtseinheit einzuleiten und die Ergebnisse anschließend auszuwerten und im Verlauf der folgenden Unterrichtselemente wieder aufzugreifen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Profilanalyse: Die beiden Profile stellen beispielhafte Nutzer dar. Sie sind sehr stereotypisch und mit einem chronologischen Gedanken entwickelt worden, um den SuS eine klare und eher einfach zu erschließende Plattform zu präsentieren. So ergibt sich idealerweise, mithilfe der Bearbeitungszeit, eine Struktur passend zum Analyseprozess und die SuS haben so die Möglichkeit, das eigene Verhalten auf der Plattform zu reflektieren und eine Verbindung zwischen kommerziellen Aspekten und Inhalten der Plattform herzustellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vortrag: Der Inhalt schließt sowohl die Nutzer- als auch die Unternehmensperspektive von Instagrams Geschäftsmodell ein, welche Rolle digitale Doppelgänger in diesem spielen, wie diese konstruiert werden und zu welchen Zwecken sie verwendet werden können. Digitale Doppelgänger beziehen sich auf eine konkrete Person und bestehen aus den gesammelten personenbezogenen Daten der jeweiligen Person. Dabei ist der digitale Doppelgänger nur begrenzt genau in der Abbildung der Realität. Die Daten des digitalen Doppelgängers werden mittels der Instagram App in diesem Beispiel erhoben. Dafür wird in explizite -und implizite Datenerhebung unterschieden. Explizit sind die Daten, die der Nutzer aktiv zum Zweck Daten zur Verfügung zu stellen eingibt. Implizit sind die Daten, die durch Beobachtung, Tracking gewonnen werden oder vom Nutzer mit einem anderen primären Zweck als Daten zur Verfügung zu stellen eingegeben wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gruppenarbeit: Die Gruppenarbeit beschäftigt sich mit den Vorteilen und Nachteilen der Datenverarbeitung aus Sicht der Privatnutzer, der Gesellschaft und der Unternehmen. Die Gruppen haben dazu Arbeitsblätter mit erdachten und / oder realen Szenarien und Situationen bekommen, aus welchen die SuS Vor- oder Nachteile formulieren sollen, die sich durch die technologie Vorratsdatenspeicherung ergeben könnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Juristische Grundlagen: Die seit dem 25. Mai 2018 bestehenden Vorschriften der DSGVO schützen die Grundrechte und Grundfreiheiten natürlicher Personen auf EU-Ebene und lassen dabei Spielraum an einigen Stellen für ihre Mitgliedsstaaten. Es wird insbesondere geregelt, wie Unternehmen die privaten Daten von Personen erheben und verarbeiten. Auf Bundesebene setzt dann das BDSG an und beruht auf den Artikeln 1 und 2 des Grundgesetzes. Speziell wird im BDSG auch die Umsetzung der Datenschutz-Richtlinien der EU für Polizei und Justiz geregelt. Während es sich bei der DSGVO und dem BDSG um Vorschriften und Gesetze handelt, sind die AGB für eine Vielzahl von Fällen anwendbare vorformulierte Vertragsbedingungen, die jedes Unternehmen als eine Vertragspartei im Rahmen der in Deutschland herrschenden Vertragsfreiheit festlegt. In den AGB darf von gesetzlichen Regelungen nur abgewichen werden, wenn dies zum Vorteil des Kunden geschieht. Bei Instagram handelt es sich hierbei um sogenannte Nutzungsbedingungen, denen jeder Nutzer beim Erstellen eines Profils und bei jeder Änderung zustimmt und einwilligt, sich vertraglich an diese zu halten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zukunftsaussichten: In einem Video wird der Zugriff auf persönliche Daten, wie z. B. Daten der Krankenkasse, Adresse und Finanzinformationen, durch einen Pizza-Lieferdienst der Zukunft dargestellt. Dieser Zukunftsausblick dient als Diskussionsgrundlage der folgenden Plenumsdiskussion, welche durch die Lehrperson moderiert wird. Es werden die einzelnen im Video angesprochenen Möglichkeiten der Datenverarbeitung einzeln betrachtet und ein Einblick in schon heute mehr oder weniger gängige Praktiken in den jeweiligen Bereichen gegeben. So wird z. B. das Krankenkassen-Modell angesprochen, welches mithilfe einer Fitness-Uhr die gesundheitsrelevanten Daten der Versicherungsnehmer auswertet und anhand dieser die Höhe der Beiträge reguliert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Didaktische Begründung des Unterrichtsmoduls==&lt;br /&gt;
Die verschiedenen Unterrichtselemente verwenden unterschiedliche Methoden und werden deshalb im Folgenden einzeln betrachtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorwissen aktivieren: Das Aktivieren des Vorwissens erfüllt den Zweck, dass die SUS sich eigene Gedanken zu dem Thema machen und somit sie selbst und die Lehrperson sich ein Bild vom bisherigen Wissenstand machen können, sodass manche Themenbereiche im Verlauf der Unterrichtseinheit vielleicht aufgegriffen werden können. Mit dem digitalen Hilfsmittel Mentimeter können die Ergebnisse einfach eingesehen und übersichtlich für das Plenum präsentiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Profilanalyse: Bei der Profilanalyse ist es essenziell, dass die SuS sich selbst mit dem digitalen Artefakt auseinandersetzen. Da die Analyse der Profile mithilfe der Instagram-Plattform höchstwahrscheinlich zu Unruhe führen würde, werden die Profile anhand einer PDF-Datei zu Verfügung gestellt. Daraus folgt, dass die SuS sich über mehrere Minuten mit den Profilen inhaltlich auseinandersetzen müssen und somit als Lernprodukt unbewusst eine Methodik der Profilanalyse erstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vortrag: Für diesem Abschnitt wurde die Methode des Lehrervortrags gewählt, zum einen damit es Abwechslung in der Unterrichtsgestaltung gibt, zum anderen, weil diese Methode der Erfüllung der Lernziele am ehesten gerecht wird. Die einzelnen Fachbegriffe könnte man den SuS auch in Sachtexten zur Selbsterschließung näherbringen, jedoch bietet der Vortrag die Möglichkeit, diese zusammenhängend als großes Ganzes darstellen, viel eher und natürlicher als andere Methoden. Zum Schluss sollen die SuS die gehörten und trotzdem gelernten Inhalte mit eigenen Worten wiedergeben, wodurch die Lernfortschritte noch einmal gefestigt werden und die Lehrperson einen Überblick über den Lernfortschritt der SuS bekommt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gruppenarbeit: Mit einer Gruppenarbeit wird eine Diskussion der SuS untereinander gefördert. Da es hier um etwas stark Meinungsbasiertes geht, lernen die SuS in einer Gruppenarbeit und im Austausch mit anderen SuS am besten, welche Aspekte der Datenverarbeitung für sie selbst besonders wichtig erscheinen und wie sie sie gegen die eigenen Interessen abwägen. In der Diskussion mit anderen Sus sind sie zudem freier und weniger in der Erarbeitung gezwungen, gewisse Inhalte zu erschließen. Somit kommen auch Aspekte zu tragen, die normalerweise nicht aufkommen würden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Juristische Grundlagen: Die gewählte Methode des kurzen Vortrages zur Vermittlung der theoretischen Grundlagen ist der Kürze der Zeit geschuldet, da sich in so einem Vortrag in kürzerer Zeit mehr Informationen verpacken lassen, als wenn die Schülerinnen und Schüler sich diese selbst anhand von Materialien erarbeiten würden. Eine andere Methode wäre hier nachhaltiger, wir haben allerdings eine gute Balance aus zeitlicher und inhaltlicher Effektivität gesucht. Allerdings werden die Schülerinne und Schüler durch Fragen der Lehrperson mit einbezogen, um den frontalen Charakter dieser Form des Unterrichts etwas aufzulockern. Das Erkunden der Nutzungsbedingungen anhand von Leitfragen dient dem Zweck, dass die Schülerinnen und Schüler unter Anleitung die Erfahrung sammeln, wie umfangreich solche Vertragsbedingungen in der Realität sind. Außerdem wird hier die Brücke zwischen Theorie und Praxis geschlossen, indem die Schülerinnen und Schüler eine AGB kennenlernen, die für sie in ihrer Lebenswelt tatsächlich relevant ist, den meisten aber wenig oder nicht bekannt ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zukunftsaussichten: Um die SUS wieder neu zu motivieren, soll das Video eine Abwechslung zu den vorherigen Vorträgen sein und die Aufmerksamkeit wieder konzentrieren. Die Diskussion der Inhalte des gezeigten Videos im Plenum führt zu einem Austausch der verschiedenen Sichtweisen und kann den SuS bei der Bildung einer eigenen Meinung helfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Überblick über den Unterrichtsverlauf==&lt;br /&gt;
Das Unterrichtsmodul mit den zentralen Aktivitäten, inhaltlichen Schwerpunkten und Fachinhalten in den verschiedenen Phasen wird in der nachfolgenden Grafik zur Übersicht und Orientierung zusammengefasst. Die Materialien, wie etwa Arbeitsblätter und ergänzende Informationen, der verschiedenen Phasen sind in der Tabelle verlinkt.&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+&lt;br /&gt;
Eine 20 min Pause wird flexibel eingeplant. Dabei wird auf den Zustand der SuS und speziell auf ihre Leistungen nach dem Vortrag geachtet. Voraussichtlich befindet sich die Pause nach Phase 4.&lt;br /&gt;
!Zeit (min)&lt;br /&gt;
!&amp;lt;big&amp;gt;PHASEN&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
!&amp;lt;big&amp;gt;INHALTLICHE SCHWERPUNKTE/OPERATIONEN&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
!&amp;lt;big&amp;gt;SOZIAL-/AKTIONSFORM&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
!&amp;lt;big&amp;gt;MEDIEN&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
!INTENTIONEN U. BEGRÜNDUNGEN&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|5&lt;br /&gt;
|1 Einleitung&lt;br /&gt;
|1.1 Einleiten der SuS in das Thema&lt;br /&gt;
1.2 Vorstellungsrunde, jeder erzählt einen „Digitalen Fakt“ von sich (Siehe Anhang),&lt;br /&gt;
1.3 Unterricht eindeutig machen mittels eines roten Fadens(Roadmap)&lt;br /&gt;
|Interaktiver Vortrag&lt;br /&gt;
|Whiteboard&lt;br /&gt;
|Die Transparenz des Unterrichts dient der Förderung der Mitarbeit, außerdem dient der „Eisbrecher“ der Lockerung der Stimmung.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|15&amp;lt;br /&amp;gt;(10)&amp;lt;br /&amp;gt;(5)&lt;br /&gt;
|2 Vorwissen aktivieren&lt;br /&gt;
2.1 Ausfüllen Mentimeter&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.2 Besprechung&lt;br /&gt;
|Den SuS werden mittels Mentimeter gezielte Fragen zum Vorwissen gestellt. Die Ergebnisse werden als 3 Charts und eine Wordcloud ausgegeben. Die Fragen befinden sich im Anhang.&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einzelarbeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
PC&amp;lt;br /&amp;gt;Beamer&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.mentimeter.com/features/word-cloud&amp;amp;#x20;Word&amp;amp;#x20;Cloud&amp;amp;#x20;und&amp;amp;#x20;Fragestellung mentimeter-word-cloud]&lt;br /&gt;
|Die Aktivierung des Vorwissens bereitet die SuS auf die Lernphase vor. So wird die Qualität der Lernprodukte gesteigert.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|25&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;(15)&amp;lt;br /&amp;gt;(5)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(5)&lt;br /&gt;
|3 Auswerten von&lt;br /&gt;
Nutzerprofilen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.1 Analyse der Profile&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.2 Austausch über Profile&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.3 Sicherung&lt;br /&gt;
|Die SuS in zwei Gruppen unterteilt, in denen sie in EA ein zugeteiltes Instagram Profil analysieren sollen. Dies soll in drei Schritten geschen. So lernen sie, über die Informationen&lt;br /&gt;
über die Person und die Interessen, indirekt die Themenbereiche der expliziten und impliziten Datenerhebung kennen.&lt;br /&gt;
|Einzelarbeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Partnerarbeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
|PC &amp;amp; [[:Datei:Arbeitsblatt 7 - Instagram.pdf|Arbeitsblatt 7]],&lt;br /&gt;
Beamer &amp;amp; [[:Datei:Präsentation - Instagram.pdf|Präsentation]], [[:Datei:Material zur Profilanalyse - Instagram.pdf|Material zur Profilanalyse]]&lt;br /&gt;
|Die SuS erfahren durch die eigene Arbeit wie einfach es ist Daten über das Profil zu sammeln und können so die Verbindungen zu eigenen Profilen knüpfen. Außerdem lernen die SuS die Verbindung zwischen einem Profil und der Datenerhebung kennen.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|25&lt;br /&gt;
(10)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(8)&amp;lt;br /&amp;gt;(2)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(5)&lt;br /&gt;
|4 Vortrag&lt;br /&gt;
4.1 Vorstellung 1&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.2 Vertiefung (Videos)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.3 Vorstellung 2&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.4 Sicherung&lt;br /&gt;
|Die Thematik des digitalen Doppelgängers und die dazugehörigen Methodiken.&lt;br /&gt;
Das Vorstellen der „tatsächlichen“ Daten, welche Instagram verarbeitet. Außerdem werden Einschnitte aus „SpiegelMining&lt;br /&gt;
– Reverse Engineering von Spiegel Online (33c3)“ präsentiert.&lt;br /&gt;
|Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
Lehrkörper/Klasse&amp;lt;br /&amp;gt;Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
|Whiteboard&lt;br /&gt;
Beamer&amp;lt;br /&amp;gt;[[:Datei:Arbeitsblatt 6 - Instagram.pdf|Arbeitsblatt 6]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[:Datei:Tafelbilder - Instagram.pdf|Tafelbilder]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;https://youtu.be/-YpwsdRKt8Q&amp;lt;/nowiki&amp;gt; Reverse Engineering von Spiegel-Online (33c3)&lt;br /&gt;
|Die SuS lernen Fachsprache und Thematik genauer kennen und sehen an einem Beispiel wie Daten erhoben und verarbeitet werden können. Außerdem werden sie lernen dies mit den eigenen Daten in den Kontext zu stellen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|45&lt;br /&gt;
(30)&amp;lt;br /&amp;gt;(15)&lt;br /&gt;
|5 Gruppenarbeit&lt;br /&gt;
5.1 Erarbeitungsphase&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5.2 Sicherung&lt;br /&gt;
|Die SuS werden zunächst mittels durchzählen in 5 Gruppen aufgeteilt. Jede Gruppe bekommt eine Perspektive zugeteilt, zu der sie ihre Gedanken in Form einer Mindmap aufschreiben soll (gesellschaftlich positiv, gesellschaftlich negativ, persönlich positiv, persönlich negativ, unternehmerische Sicht). Dazu werden Beispieltexte mit Fallbeispielen gestellt, die als Inspiration dienen sollen, aus denen aber auch Teile übernommen werden dürfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anschließend werden die Ergebnisse im Plenum den anderen Gruppen präsentiert und diskutiert.&lt;br /&gt;
|Gruppenarbeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
|[[:Datei:Arbeitsblatt 1-5 - Instagram.pdf|Arbeitsblatt 1-5]]&lt;br /&gt;
Plakate&lt;br /&gt;
|Den SuS werden auf einem Spektrum die Vor- und Nachteile nahegebracht. So werden sie in einen Diskurs gebracht und haben die Möglichkeit über das eigene Verhalten abzuwägen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|30&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;(5)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;(20)&amp;lt;br /&amp;gt;(5)&lt;br /&gt;
|6 Juristische Grundlagen&lt;br /&gt;
6.1 Thematische Einführung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.2 Erarbeitungsphase 6.3 Sicherung&lt;br /&gt;
|Kurzer Faktencheck zum Thema AGBs und juristische&lt;br /&gt;
Grundlagen (DSGVO, BDSG), Erkundung der AGBs von&lt;br /&gt;
Instagram anhand von Leitfragen. Das Ziel ist folgende Fragestellung beantworten zu können: Wie gehe ich Verantwortungsvoll mit meinen Daten um?&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einzelarbeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beamer &amp;amp; [[:Datei:Präsentation - Instagram.pdf|Präsentation]]&amp;lt;br /&amp;gt;PC&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beamer&lt;br /&gt;
|Die SuS lernen ihre eigenen Rechte und Pflichten bei der Nutzung von Instagram kennen. Außerdem werden ihnen&lt;br /&gt;
Möglichkeiten gezeigt sich besser zu schützen, welches einen datenbewusteren Umgang fördert.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|10&lt;br /&gt;
|7 Zukunftsaussichten&lt;br /&gt;
7.1 Beispielperspektive&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.2 Diskussionsrunde&lt;br /&gt;
|Video: „Pizzabestellung der Zukunft“ - Wie realistisch ist das?&lt;br /&gt;
Besprechen der Zukunftsperspektiven von Big Data, Diskussion im Plenum&lt;br /&gt;
|Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
|Beamer,&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;https://youtu.be/VJ0gBVd0HZs&amp;lt;/nowiki&amp;gt; - Pizzabestellung der Zukunft&lt;br /&gt;
|Die SuS machen sich ein Bild von unterschiedlichen Zukunftsaussichten.&lt;br /&gt;
Dadurch können sie unterschiedliche&lt;br /&gt;
Entwicklungen besser einschätzen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|5&lt;br /&gt;
|8 Verabschiedung&lt;br /&gt;
8.1 Feedback&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8.2 Abmoderation&lt;br /&gt;
|Feedbackbögen: Die SuS nennen, was ihnen gefallen hat und was ihnen nicht gefallen hat. Anschließend folgt die Abmoderation.&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
Einzelarbeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
|Feedbackbogen&lt;br /&gt;
|Dient der Reflektion über den Inhalt.&lt;br /&gt;
Schluss&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Beschreibungen ausgewählter Materialien==&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[:Datei:Arbeitsblatt 1-5 - Instagram.pdf|Arbeitsblatt 1-5]]&lt;br /&gt;
*[[:Datei:Arbeitsblatt 6 - Instagram.pdf|Arbeitsblatt 6]]&lt;br /&gt;
*[[:Datei:Arbeitsblatt 7 - Instagram.pdf|Arbeitsblatt 7]]&lt;br /&gt;
*[[:Datei:Moderation - Instagram.pdf|Moderation]]&lt;br /&gt;
*[[:Datei:Präsentation - Instagram.pdf|Präsentation]]&lt;br /&gt;
*[[:Datei:Tafelbilder - Instagram.pdf|Tafelbilder]]&lt;br /&gt;
*[[:Datei:Material zur Profilanalyse - Instagram.pdf|Material zur Profilanalyse]]&lt;br /&gt;
*https://www.mentimeter.com/features/word-cloud&amp;amp;#x20;Word&amp;amp;#x20;Cloud&amp;amp;#x20;und&amp;amp;#x20;Fragestellung&lt;br /&gt;
*&amp;lt;nowiki&amp;gt;https://youtu.be/-YpwsdRKt8Q&amp;lt;/nowiki&amp;gt; Reverse Engineering von Spiegel-Online (33c3)&lt;br /&gt;
*&amp;lt;nowiki&amp;gt;https://youtu.be/VJ0gBVd0HZs&amp;lt;/nowiki&amp;gt; - Pizzabestellung der Zukunft&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Jwiens3</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://eduwiki.cs.upb.de/index.php?title=Unterricht_zu_Instagram&amp;diff=2860</id>
		<title>Unterricht zu Instagram</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://eduwiki.cs.upb.de/index.php?title=Unterricht_zu_Instagram&amp;diff=2860"/>
		<updated>2022-08-16T10:52:36Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Jwiens3: /* Überblick über den Unterrichtsverlauf */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
Bei Schülerinnen und Schülern ist die Nutzung von sozialen Medien weit verbreitet; sie verbringen damit täglich oft mehrere Stunden. Zu den aktuell am häufigsten verwendeten Plattformen gehört Instagram. Viele personenbezogenen Daten werden von den Jugendlichen auf Instagram preisgegeben, ohne dass sie über eventuelle Konsequenzen nachdenken. Dabei ist Instagram ein [[datengetriebenes digitales Artefakt]], welches personenbezogene Daten erhebt und verarbeitet. Es erscheint daher wichtig, vor dem Hintergrund theoretischer Grundlagen des Data-Minings dieses [[Datengetriebenes digitales Artefakt|datengetriebene digitale Artefakt]] aus verschiedenen Perspektiven zu betrachten und dadurch das [[Datenbewusstsein]] der Schülerinnen und Schüler zu fördern. Die Lernenden sollen dabei zu einer selbstbestimmten Interaktion mit diesen Plattformen befähigt werden, also zu einer bewussten Nutzung dieser Plattformen. Auf dieser Seite wird dazu ein Unterrichtsmodul vorgestellt, welches Instagram als Beispiel für ein solches datengetriebene digitales Artefakt aufgreift. Dieses wurde im Rahmen einer Lehrveranstaltung in der Didaktik der Informatik von Studierenden entwickelt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Steckbrief des Unterrichtsmoduls==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Titel:&#039;&#039;&#039; Datenbewusstsein am Beispiel von Instagram&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Stichworte:&#039;&#039;&#039; [[Datenbewusstsein]], [[Data Science]], Internet-Suchmaschine&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Zielgruppe:&#039;&#039;&#039; Lerngruppen aus Informatikkursen der EF aus der gymnasialen Oberstufe - keine Einschränkung der Klassengröße - sowohl homogene als auch heterogene Zusammensetzung möglich&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Inhaltsfeld:&#039;&#039;&#039; &amp;quot;Informatik, Mensch und Gesellschaft&amp;quot; (insbesondere der Schwerpunkt: [[Datenbewusstsein]]), &amp;quot;Daten und Information&amp;quot;, &amp;quot;Informatiksysteme&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Vorkenntnisse:&#039;&#039;&#039; Dieses Unterrichtsmodul setzt einige wenige Vorkenntnisse der Lernenden voraus. Die Verwendung von sozialen Medien, insbesondere Instagram, sollte gebräuchlich sein. Ebenso sollten auch gewisse Grundkenntnisse und ein grundlegendes Bewusstsein für unterschiedliche digitale datengetriebene Artefakte bestehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Zeitlicher Umfang:&#039;&#039;&#039; 4 Unterrichtsstunden a 45 Minuten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gegenstandsbereich (Fachinhalt) des Unterrichtsmoduls==&lt;br /&gt;
Gegenstand der von uns geplanten und durchgeführten Unterrichtseinheit ist das Konzept des Datenbewusstseins. Dieses didaktische Konzept der informatischen Allgemeinbildung bezieht sich auf die alltägliche Interaktion mit den verschiedensten digitalen datengetriebenen Artefakten und das Bewusstsein für das dabei ablaufende Sammeln und Verarbeiten von Nutzerdaten. Das Ziel des Unterrichts ist, die Schülerinnen und Schüler dazu zu bewegen, die eigene Nutzung digitaler datengetriebener Artefakte zu reflektieren und das theoretische Wissen zu vermitteln, um zu verstehen und zu erkennen, an welchen Stellen Daten mit welchen Methoden gewonnen werden und wozu diese Daten genutzt werden. Durch das Vermitteln dieses Wissens soll erzielt werden, dass die Schülerinnen und Schüler, nach einer kritischen Betrachtung verschiedener Perspektiven, selbstbestimmt und bewusst mit ihren Daten in der Interaktion mit digitalen Datengetrieben Artefakten umgehen und ihre Rechte in Bezug auf diese Daten kennen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Überblick über den Verlauf des Unterrichtsmoduls==&lt;br /&gt;
Die Unterrichtseinheit unterteilt sich neben der Einleitung und der Verabschiedung in sechs didaktisch relevante Einheiten. Da die Einleitung und Verabschiedung, neben der ersten Interaktion mit den SuS, dem „Eisbrechen“ und dem Abrunden der Unterrichtseinheit dient, und keine Lernziele oder Kompetenzen erzielen soll, wird im Verlaufe nicht weiter auf sie eingegangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Unterrichtseinheit ist unterteilt in:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
#Einleitung&lt;br /&gt;
#Vorwissen aktivieren&lt;br /&gt;
#Profilanalyse&lt;br /&gt;
#Vortrag&lt;br /&gt;
#Gruppenarbeit&lt;br /&gt;
#Juristische Grundlagen&lt;br /&gt;
#Zukunftsaussichten&lt;br /&gt;
#Verabschiedung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ziele des Unterrichtsmoduls==&lt;br /&gt;
Beginnend mit dem Aktivieren des Vorwissens sollen die SuS durch die Umfragen und die Auswertungen angeregt werden, sich ihr Nutzungsverhalten, insbesondere ihre Nutzungsdauer, bewusst zu machen und kritisch zu hinterfragen. Dies dient dazu, den Blickwinkel der SuS zu öffnen, um in den folgenden Teilen des Unterrichts den Perspektivwechsel zu erleichtern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anschließend werden sie mithilfe der Profilanalyse mit den beispielhaften Nutzerprofilen konfrontiert, um eine Möglichkeit zu haben, sich mit dem Medium auseinanderzusetzten und eine neue Sicht zu erlangen. Da die zeitliche Beschränkung dazu führt, dass eine eher algorithmische Analyse der Struktur des digitalen datengetriebenen Artefaktes nicht vermittelt werden kann, ist es das Ziel, den SuS eine auf logischem Denken basierende Analyse eines Profils zu vermitteln und den SuS ein Gefühl für die Menge an Informationen zu geben, welche aus einem Profil gewonnen werden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem darauffolgenden Vortrag ist es das Ziel, dass die SuS ein Verständnis für den breiteren Kontext des Datengeschäfts erlangen und Fachbegriffe wie „digitaler Doppelgänger“, „Vorratsdatenspeicherung“, „explizite -und implizite Datenerhebung“ mit eigenen Worten erklären und miteinander in Verbindung bringen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Danach ist es das Ziel mittels einer Gruppenarbeit, dass die SuS die verschiedenen Perspektiven und Akteure der Datenverarbeitung kennenlernen und sich in diese hineinversetzen. In der Gruppenarbeit diskutieren sie dann über diese und beim späteren Zusammentragen evaluieren sie die Ziele anderer Akteure und wägen sie mit den eigenen ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun im Abschnitt der juristischen Grundlagen ist es wichtig, die Schülerinnen und Schüler über ihre Rechte in Bezug auf ihre Daten in sozialen Medien aufzuklären. Dazu wird wir kurz auf die theoretischen Grundlagen eingegangen, die es zum Thema DSGVO der EU, BDSG und AGB zu wissen gibt. Die Schülerinnen und Schüler erweitern dadurch nicht nur ihr Fachvokabular, sondern lernen auch, dass sie in Bezug auf den Schutz ihrer personenbezogenen Daten nicht allein gelassen werden. Darauf folgt eine selbständige Arbeitsphase, in welcher die Schülerinnen und Schüler sich die Nutzungsbedingungen von Instagram raussuchen und anhand von Leitfragen erkunden. Die Schülerinnen und Schüler sollen aus dieser Aufgabe lernen, AGB oder Nutzungsbedingungen nach den relevanten Informationen zu scannen und erkennen, wie wichtig es ist, die Vertragsbedingungen, um die es sich dabei handelt, zu erkennen und um in der Lage zu sein, selbstbestimmt und verantwortungsvoll mit den eigenen Daten auf einer Plattform wie Instagram umzugehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Letztendlich ist es die Aufgabe der Zukunftsaussichten, dass die SuS aufmerksamer für neue Entwicklungen im Bereich der Datenverarbeitung werden und reflektieren können, welche der aufgezeigten Zukunftsaussichten möglich und/oder realistisch sind. Dabei entwickeln sie ein Bewusstsein für die Gefahren und Chancen, die eine Weiterentwicklung digitaler datengetriebener Artefakte in eine bestimmte Richtung mit sich bringen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Sachanalyse des Unterrichtsmoduls==&lt;br /&gt;
[[Datei:Dualitätsrekonstruktion zum digitalen datengetriebenen Artefakt Instagram.png|mini|675x675px|Dualitätsrekonstruktion zum digitalen datengetriebenen Artefakt Instagram]]&lt;br /&gt;
Die verschiedenen Unterrichtselemente beschäftigen sich mit unterschiedlichen Inhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorwissen aktivieren: Es werden anonyme Umfragen zum aktuellen Wissensstand und zu den Nutzungsgewohnheiten der SuS von Instagram durchgeführt, um in die Thematik der Unterrichtseinheit einzuleiten und die Ergebnisse anschließend auszuwerten und im Verlauf der folgenden Unterrichtselemente wieder aufzugreifen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Profilanalyse: Die beiden Profile stellen beispielhafte Nutzer dar. Sie sind sehr stereotypisch und mit einem chronologischen Gedanken entwickelt worden, um den SuS eine klare und eher einfach zu erschließende Plattform zu präsentieren. So ergibt sich idealerweise, mithilfe der Bearbeitungszeit, eine Struktur passend zum Analyseprozess und die SuS haben so die Möglichkeit, das eigene Verhalten auf der Plattform zu reflektieren und eine Verbindung zwischen kommerziellen Aspekten und Inhalten der Plattform herzustellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vortrag: Der Inhalt schließt sowohl die Nutzer- als auch die Unternehmensperspektive von Instagrams Geschäftsmodell ein, welche Rolle digitale Doppelgänger in diesem spielen, wie diese konstruiert werden und zu welchen Zwecken sie verwendet werden können. Digitale Doppelgänger beziehen sich auf eine konkrete Person und bestehen aus den gesammelten personenbezogenen Daten der jeweiligen Person. Dabei ist der digitale Doppelgänger nur begrenzt genau in der Abbildung der Realität. Die Daten des digitalen Doppelgängers werden mittels der Instagram App in diesem Beispiel erhoben. Dafür wird in explizite -und implizite Datenerhebung unterschieden. Explizit sind die Daten, die der Nutzer aktiv zum Zweck Daten zur Verfügung zu stellen eingibt. Implizit sind die Daten, die durch Beobachtung, Tracking gewonnen werden oder vom Nutzer mit einem anderen primären Zweck als Daten zur Verfügung zu stellen eingegeben wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gruppenarbeit: Die Gruppenarbeit beschäftigt sich mit den Vorteilen und Nachteilen der Datenverarbeitung aus Sicht der Privatnutzer, der Gesellschaft und der Unternehmen. Die Gruppen haben dazu Arbeitsblätter mit erdachten und / oder realen Szenarien und Situationen bekommen, aus welchen die SuS Vor- oder Nachteile formulieren sollen, die sich durch die technologie Vorratsdatenspeicherung ergeben könnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Juristische Grundlagen: Die seit dem 25. Mai 2018 bestehenden Vorschriften der DSGVO schützen die Grundrechte und Grundfreiheiten natürlicher Personen auf EU-Ebene und lassen dabei Spielraum an einigen Stellen für ihre Mitgliedsstaaten. Es wird insbesondere geregelt, wie Unternehmen die privaten Daten von Personen erheben und verarbeiten. Auf Bundesebene setzt dann das BDSG an und beruht auf den Artikeln 1 und 2 des Grundgesetzes. Speziell wird im BDSG auch die Umsetzung der Datenschutz-Richtlinien der EU für Polizei und Justiz geregelt. Während es sich bei der DSGVO und dem BDSG um Vorschriften und Gesetze handelt, sind die AGB für eine Vielzahl von Fällen anwendbare vorformulierte Vertragsbedingungen, die jedes Unternehmen als eine Vertragspartei im Rahmen der in Deutschland herrschenden Vertragsfreiheit festlegt. In den AGB darf von gesetzlichen Regelungen nur abgewichen werden, wenn dies zum Vorteil des Kunden geschieht. Bei Instagram handelt es sich hierbei um sogenannte Nutzungsbedingungen, denen jeder Nutzer beim Erstellen eines Profils und bei jeder Änderung zustimmt und einwilligt, sich vertraglich an diese zu halten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zukunftsaussichten: In einem Video wird der Zugriff auf persönliche Daten, wie z. B. Daten der Krankenkasse, Adresse und Finanzinformationen, durch einen Pizza-Lieferdienst der Zukunft dargestellt. Dieser Zukunftsausblick dient als Diskussionsgrundlage der folgenden Plenumsdiskussion, welche durch die Lehrperson moderiert wird. Es werden die einzelnen im Video angesprochenen Möglichkeiten der Datenverarbeitung einzeln betrachtet und ein Einblick in schon heute mehr oder weniger gängige Praktiken in den jeweiligen Bereichen gegeben. So wird z. B. das Krankenkassen-Modell angesprochen, welches mithilfe einer Fitness-Uhr die gesundheitsrelevanten Daten der Versicherungsnehmer auswertet und anhand dieser die Höhe der Beiträge reguliert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Didaktische Begründung des Unterrichtsmoduls==&lt;br /&gt;
Die verschiedenen Unterrichtselemente verwenden unterschiedliche Methoden und werden deshalb im Folgenden einzeln betrachtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorwissen aktivieren: Das Aktivieren des Vorwissens erfüllt den Zweck, dass die SUS sich eigene Gedanken zu dem Thema machen und somit sie selbst und die Lehrperson sich ein Bild vom bisherigen Wissenstand machen können, sodass manche Themenbereiche im Verlauf der Unterrichtseinheit vielleicht aufgegriffen werden können. Mit dem digitalen Hilfsmittel Mentimeter können die Ergebnisse einfach eingesehen und übersichtlich für das Plenum präsentiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Profilanalyse: Bei der Profilanalyse ist es essenziell, dass die SuS sich selbst mit dem digitalen Artefakt auseinandersetzen. Da die Analyse der Profile mithilfe der Instagram-Plattform höchstwahrscheinlich zu Unruhe führen würde, werden die Profile anhand einer PDF-Datei zu Verfügung gestellt. Daraus folgt, dass die SuS sich über mehrere Minuten mit den Profilen inhaltlich auseinandersetzen müssen und somit als Lernprodukt unbewusst eine Methodik der Profilanalyse erstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vortrag: Für diesem Abschnitt wurde die Methode des Lehrervortrags gewählt, zum einen damit es Abwechslung in der Unterrichtsgestaltung gibt, zum anderen, weil diese Methode der Erfüllung der Lernziele am ehesten gerecht wird. Die einzelnen Fachbegriffe könnte man den SuS auch in Sachtexten zur Selbsterschließung näherbringen, jedoch bietet der Vortrag die Möglichkeit, diese zusammenhängend als großes Ganzes darstellen, viel eher und natürlicher als andere Methoden. Zum Schluss sollen die SuS die gehörten und trotzdem gelernten Inhalte mit eigenen Worten wiedergeben, wodurch die Lernfortschritte noch einmal gefestigt werden und die Lehrperson einen Überblick über den Lernfortschritt der SuS bekommt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gruppenarbeit: Mit einer Gruppenarbeit wird eine Diskussion der SuS untereinander gefördert. Da es hier um etwas stark Meinungsbasiertes geht, lernen die SuS in einer Gruppenarbeit und im Austausch mit anderen SuS am besten, welche Aspekte der Datenverarbeitung für sie selbst besonders wichtig erscheinen und wie sie sie gegen die eigenen Interessen abwägen. In der Diskussion mit anderen Sus sind sie zudem freier und weniger in der Erarbeitung gezwungen, gewisse Inhalte zu erschließen. Somit kommen auch Aspekte zu tragen, die normalerweise nicht aufkommen würden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Juristische Grundlagen: Die gewählte Methode des kurzen Vortrages zur Vermittlung der theoretischen Grundlagen ist der Kürze der Zeit geschuldet, da sich in so einem Vortrag in kürzerer Zeit mehr Informationen verpacken lassen, als wenn die Schülerinnen und Schüler sich diese selbst anhand von Materialien erarbeiten würden. Eine andere Methode wäre hier nachhaltiger, wir haben allerdings eine gute Balance aus zeitlicher und inhaltlicher Effektivität gesucht. Allerdings werden die Schülerinne und Schüler durch Fragen der Lehrperson mit einbezogen, um den frontalen Charakter dieser Form des Unterrichts etwas aufzulockern. Das Erkunden der Nutzungsbedingungen anhand von Leitfragen dient dem Zweck, dass die Schülerinnen und Schüler unter Anleitung die Erfahrung sammeln, wie umfangreich solche Vertragsbedingungen in der Realität sind. Außerdem wird hier die Brücke zwischen Theorie und Praxis geschlossen, indem die Schülerinnen und Schüler eine AGB kennenlernen, die für sie in ihrer Lebenswelt tatsächlich relevant ist, den meisten aber wenig oder nicht bekannt ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zukunftsaussichten: Um die SUS wieder neu zu motivieren, soll das Video eine Abwechslung zu den vorherigen Vorträgen sein und die Aufmerksamkeit wieder konzentrieren. Die Diskussion der Inhalte des gezeigten Videos im Plenum führt zu einem Austausch der verschiedenen Sichtweisen und kann den SuS bei der Bildung einer eigenen Meinung helfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Überblick über den Unterrichtsverlauf==&lt;br /&gt;
Das Unterrichtsmodul mit den zentralen Aktivitäten, inhaltlichen Schwerpunkten und Fachinhalten in den verschiedenen Phasen wird in der nachfolgenden Grafik zur Übersicht und Orientierung zusammengefasst. Die Materialien, wie etwa Arbeitsblätter und ergänzende Informationen, der verschiedenen Phasen sind in der Tabelle verlinkt.&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+&lt;br /&gt;
Eine 20 min Pause wird flexibel eingeplant. Dabei wird auf den Zustand der SuS und speziell auf ihre Leistungen nach dem Vortrag geachtet. Voraussichtlich befindet sich die Pause nach Phase 4.&lt;br /&gt;
!Zeit (min)&lt;br /&gt;
!&amp;lt;big&amp;gt;PHASEN&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
!&amp;lt;big&amp;gt;INHALTLICHE SCHWERPUNKTE/OPERATIONEN&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
!&amp;lt;big&amp;gt;SOZIAL-/AKTIONSFORM&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
!&amp;lt;big&amp;gt;MEDIEN&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
!INTENTIONEN U. BEGRÜNDUNGEN&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|5&lt;br /&gt;
|1 Einleitung&lt;br /&gt;
|1.1 Einleiten der SuS in das Thema&lt;br /&gt;
1.2 Vorstellungsrunde, jeder erzählt einen „Digitalen Fakt“ von sich (Siehe Anhang),&lt;br /&gt;
1.3 Unterricht eindeutig machen mittels eines roten Fadens(Roadmap)&lt;br /&gt;
|Interaktiver Vortrag&lt;br /&gt;
|Whiteboard&lt;br /&gt;
|Die Transparenz des Unterrichts dient der Förderung der Mitarbeit, außerdem dient der „Eisbrecher“ der Lockerung der Stimmung.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|15&amp;lt;br /&amp;gt;(10)&amp;lt;br /&amp;gt;(5)&lt;br /&gt;
|2 Vorwissen aktivieren&lt;br /&gt;
2.1 Ausfüllen Mentimeter&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.2 Besprechung&lt;br /&gt;
|Den SuS werden mittels Mentimeter gezielte Fragen zum Vorwissen gestellt. Die Ergebnisse werden als 3 Charts und eine Wordcloud ausgegeben. Die Fragen befinden sich im Anhang.&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einzelarbeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
PC&amp;lt;br /&amp;gt;Beamer&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.mentimeter.com/features/word-cloud&amp;amp;#x20;Word&amp;amp;#x20;Cloud&amp;amp;#x20;und&amp;amp;#x20;Fragestellung mentimeter-word-cloud]&lt;br /&gt;
|Die Aktivierung des Vorwissens bereitet die SuS auf die Lernphase vor. So wird die Qualität der Lernprodukte gesteigert.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|25&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;(15)&amp;lt;br /&amp;gt;(5)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(5)&lt;br /&gt;
|3 Auswerten von&lt;br /&gt;
Nutzerprofilen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.1 Analyse der Profile&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.2 Austausch über Profile&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.3 Sicherung&lt;br /&gt;
|Die SuS in zwei Gruppen unterteilt, in denen sie in EA ein zugeteiltes Instagram Profil analysieren sollen. Dies soll in drei Schritten geschen. So lernen sie, über die Informationen&lt;br /&gt;
über die Person und die Interessen, indirekt die Themenbereiche der expliziten und impliziten Datenerhebung kennen.&lt;br /&gt;
|Einzelarbeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Partnerarbeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
|PC &amp;amp; [[:Datei:Arbeitsblatt 7 - Instagram.pdf|Arbeitsblatt 7]],&lt;br /&gt;
Beamer &amp;amp; [[:Datei:Präsentation - Instagram.pdf|Präsentation]], [[:Datei:Material zur Profilanalyse - Instagram.pdf|Material zur Profilanalyse]]&lt;br /&gt;
|Die SuS erfahren durch die eigene Arbeit wie einfach es ist Daten über das Profil zu sammeln und können so die Verbindungen zu eigenen Profilen knüpfen. Außerdem lernen die SuS die Verbindung zwischen einem Profil und der Datenerhebung kennen.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|25&lt;br /&gt;
(10)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(8)&amp;lt;br /&amp;gt;(2)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(5)&lt;br /&gt;
|4 Vortrag&lt;br /&gt;
4.1 Vorstellung 1&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.2 Vertiefung (Videos)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.3 Vorstellung 2&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.4 Sicherung&lt;br /&gt;
|Die Thematik des digitalen Doppelgängers und die dazugehörigen Methodiken.&lt;br /&gt;
Das Vorstellen der „tatsächlichen“ Daten, welche Instagram verarbeitet. Außerdem werden Einschnitte aus „SpiegelMining&lt;br /&gt;
– Reverse Engineering von Spiegel Online (33c3)“ präsentiert.&lt;br /&gt;
|Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
Lehrkörper/Klasse&amp;lt;br /&amp;gt;Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
|Whiteboard&lt;br /&gt;
Beamer&amp;lt;br /&amp;gt;Whiteboard&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[:Datei:Arbeitsblatt 6 - Instagram.pdf|Arbeitsblatt 6]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[:Datei:Tafelbilder - Instagram.pdf|Tafelbilder]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;https://youtu.be/-YpwsdRKt8Q&amp;lt;/nowiki&amp;gt; Reverse Engineering von Spiegel-Online (33c3)&lt;br /&gt;
|Die SuS lernen Fachsprache und Thematik genauer kennen und sehen an einem Beispiel wie Daten erhoben und verarbeitet werden können. Außerdem werden sie lernen dies mit den eigenen Daten in den Kontext zu stellen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|45&lt;br /&gt;
(30)&amp;lt;br /&amp;gt;(15)&lt;br /&gt;
|5 Gruppenarbeit&lt;br /&gt;
5.1 Erarbeitungsphase&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5.2 Sicherung&lt;br /&gt;
|Die SuS werden zunächst mittels durchzählen in 5 Gruppen aufgeteilt. Jede Gruppe bekommt eine Perspektive zugeteilt, zu der sie ihre Gedanken in Form einer Mindmap aufschreiben soll (gesellschaftlich positiv, gesellschaftlich negativ, persönlich positiv, persönlich negativ, unternehmerische Sicht). Dazu werden Beispieltexte mit Fallbeispielen gestellt, die als Inspiration dienen sollen, aus denen aber auch Teile übernommen werden dürfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anschließend werden die Ergebnisse im Plenum den anderen Gruppen präsentiert und diskutiert.&lt;br /&gt;
|Gruppenarbeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
|[[:Datei:Arbeitsblatt 1-5 - Instagram.pdf|Arbeitsblatt 1-5]]&lt;br /&gt;
Plakate&lt;br /&gt;
|Den SuS werden auf einem Spektrum die Vor- und Nachteile nahegebracht. So werden sie in einen Diskurs gebracht und haben die Möglichkeit über das eigene Verhalten abzuwägen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|30&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;(5)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;(20)&amp;lt;br /&amp;gt;(5)&lt;br /&gt;
|6 Juristische Grundlagen&lt;br /&gt;
6.1 Thematische Einführung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.2 Erarbeitungsphase 6.3 Sicherung&lt;br /&gt;
|Kurzer Faktencheck zum Thema AGBs und juristische&lt;br /&gt;
Grundlagen (DSGVO, BDSG), Erkundung der AGBs von&lt;br /&gt;
Instagram anhand von Leitfragen. Das Ziel ist folgende Fragestellung beantworten zu können: Wie gehe ich Verantwortungsvoll mit meinen Daten um?&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einzelarbeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beamer &amp;amp; [[:Datei:Präsentation - Instagram.pdf|Präsentation]]&amp;lt;br /&amp;gt;PC&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beamer&lt;br /&gt;
|Die SuS lernen ihre eigenen Rechte und Pflichten bei der Nutzung von Instagram kennen. Außerdem werden ihnen&lt;br /&gt;
Möglichkeiten gezeigt sich besser zu schützen, welches einen datenbewusteren Umgang fördert.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|10&lt;br /&gt;
|7 Zukunftsaussichten&lt;br /&gt;
7.1 Beispielperspektive&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.2 Diskussionsrunde&lt;br /&gt;
|Video: „Pizzabestellung der Zukunft“ - Wie realistisch ist das?&lt;br /&gt;
Besprechen der Zukunftsperspektiven von Big Data, Diskussion im Plenum&lt;br /&gt;
|Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
|Beamer,&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;https://youtu.be/VJ0gBVd0HZs&amp;lt;/nowiki&amp;gt; - Pizzabestellung der Zukunft&lt;br /&gt;
|Die SuS machen sich ein Bild von unterschiedlichen Zukunftsaussichten.&lt;br /&gt;
Dadurch können sie unterschiedliche&lt;br /&gt;
Entwicklungen besser einschätzen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|5&lt;br /&gt;
|8 Verabschiedung&lt;br /&gt;
8.1 Feedback&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8.2 Abmoderation&lt;br /&gt;
|Feedbackbögen: Die SuS nennen, was ihnen gefallen hat und was ihnen nicht gefallen hat. Anschließend folgt die Abmoderation.&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
Einzelarbeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
|Feedbackbogen&lt;br /&gt;
|Dient der Reflektion über den Inhalt.&lt;br /&gt;
Schluss&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Beschreibungen ausgewählter Materialien==&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[:Datei:Arbeitsblatt 1-5 - Instagram.pdf|Arbeitsblatt 1-5]]&lt;br /&gt;
*[[:Datei:Arbeitsblatt 6 - Instagram.pdf|Arbeitsblatt 6]]&lt;br /&gt;
*[[:Datei:Arbeitsblatt 7 - Instagram.pdf|Arbeitsblatt 7]]&lt;br /&gt;
*[[:Datei:Moderation - Instagram.pdf|Moderation]]&lt;br /&gt;
*[[:Datei:Präsentation - Instagram.pdf|Präsentation]]&lt;br /&gt;
*[[:Datei:Tafelbilder - Instagram.pdf|Tafelbilder]]&lt;br /&gt;
*[[:Datei:Material zur Profilanalyse - Instagram.pdf|Material zur Profilanalyse]]&lt;br /&gt;
*https://www.mentimeter.com/features/word-cloud&amp;amp;#x20;Word&amp;amp;#x20;Cloud&amp;amp;#x20;und&amp;amp;#x20;Fragestellung&lt;br /&gt;
*&amp;lt;nowiki&amp;gt;https://youtu.be/-YpwsdRKt8Q&amp;lt;/nowiki&amp;gt; Reverse Engineering von Spiegel-Online (33c3)&lt;br /&gt;
*&amp;lt;nowiki&amp;gt;https://youtu.be/VJ0gBVd0HZs&amp;lt;/nowiki&amp;gt; - Pizzabestellung der Zukunft&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Jwiens3</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://eduwiki.cs.upb.de/index.php?title=Unterricht_zu_Instagram&amp;diff=2859</id>
		<title>Unterricht zu Instagram</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://eduwiki.cs.upb.de/index.php?title=Unterricht_zu_Instagram&amp;diff=2859"/>
		<updated>2022-08-16T10:51:32Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Jwiens3: /* Überblick über den Unterrichtsverlauf */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
Bei Schülerinnen und Schülern ist die Nutzung von sozialen Medien weit verbreitet; sie verbringen damit täglich oft mehrere Stunden. Zu den aktuell am häufigsten verwendeten Plattformen gehört Instagram. Viele personenbezogenen Daten werden von den Jugendlichen auf Instagram preisgegeben, ohne dass sie über eventuelle Konsequenzen nachdenken. Dabei ist Instagram ein [[datengetriebenes digitales Artefakt]], welches personenbezogene Daten erhebt und verarbeitet. Es erscheint daher wichtig, vor dem Hintergrund theoretischer Grundlagen des Data-Minings dieses [[Datengetriebenes digitales Artefakt|datengetriebene digitale Artefakt]] aus verschiedenen Perspektiven zu betrachten und dadurch das [[Datenbewusstsein]] der Schülerinnen und Schüler zu fördern. Die Lernenden sollen dabei zu einer selbstbestimmten Interaktion mit diesen Plattformen befähigt werden, also zu einer bewussten Nutzung dieser Plattformen. Auf dieser Seite wird dazu ein Unterrichtsmodul vorgestellt, welches Instagram als Beispiel für ein solches datengetriebene digitales Artefakt aufgreift. Dieses wurde im Rahmen einer Lehrveranstaltung in der Didaktik der Informatik von Studierenden entwickelt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Steckbrief des Unterrichtsmoduls==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Titel:&#039;&#039;&#039; Datenbewusstsein am Beispiel von Instagram&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Stichworte:&#039;&#039;&#039; [[Datenbewusstsein]], [[Data Science]], Internet-Suchmaschine&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Zielgruppe:&#039;&#039;&#039; Lerngruppen aus Informatikkursen der EF aus der gymnasialen Oberstufe - keine Einschränkung der Klassengröße - sowohl homogene als auch heterogene Zusammensetzung möglich&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Inhaltsfeld:&#039;&#039;&#039; &amp;quot;Informatik, Mensch und Gesellschaft&amp;quot; (insbesondere der Schwerpunkt: [[Datenbewusstsein]]), &amp;quot;Daten und Information&amp;quot;, &amp;quot;Informatiksysteme&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Vorkenntnisse:&#039;&#039;&#039; Dieses Unterrichtsmodul setzt einige wenige Vorkenntnisse der Lernenden voraus. Die Verwendung von sozialen Medien, insbesondere Instagram, sollte gebräuchlich sein. Ebenso sollten auch gewisse Grundkenntnisse und ein grundlegendes Bewusstsein für unterschiedliche digitale datengetriebene Artefakte bestehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Zeitlicher Umfang:&#039;&#039;&#039; 4 Unterrichtsstunden a 45 Minuten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gegenstandsbereich (Fachinhalt) des Unterrichtsmoduls==&lt;br /&gt;
Gegenstand der von uns geplanten und durchgeführten Unterrichtseinheit ist das Konzept des Datenbewusstseins. Dieses didaktische Konzept der informatischen Allgemeinbildung bezieht sich auf die alltägliche Interaktion mit den verschiedensten digitalen datengetriebenen Artefakten und das Bewusstsein für das dabei ablaufende Sammeln und Verarbeiten von Nutzerdaten. Das Ziel des Unterrichts ist, die Schülerinnen und Schüler dazu zu bewegen, die eigene Nutzung digitaler datengetriebener Artefakte zu reflektieren und das theoretische Wissen zu vermitteln, um zu verstehen und zu erkennen, an welchen Stellen Daten mit welchen Methoden gewonnen werden und wozu diese Daten genutzt werden. Durch das Vermitteln dieses Wissens soll erzielt werden, dass die Schülerinnen und Schüler, nach einer kritischen Betrachtung verschiedener Perspektiven, selbstbestimmt und bewusst mit ihren Daten in der Interaktion mit digitalen Datengetrieben Artefakten umgehen und ihre Rechte in Bezug auf diese Daten kennen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Überblick über den Verlauf des Unterrichtsmoduls==&lt;br /&gt;
Die Unterrichtseinheit unterteilt sich neben der Einleitung und der Verabschiedung in sechs didaktisch relevante Einheiten. Da die Einleitung und Verabschiedung, neben der ersten Interaktion mit den SuS, dem „Eisbrechen“ und dem Abrunden der Unterrichtseinheit dient, und keine Lernziele oder Kompetenzen erzielen soll, wird im Verlaufe nicht weiter auf sie eingegangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Unterrichtseinheit ist unterteilt in:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
#Einleitung&lt;br /&gt;
#Vorwissen aktivieren&lt;br /&gt;
#Profilanalyse&lt;br /&gt;
#Vortrag&lt;br /&gt;
#Gruppenarbeit&lt;br /&gt;
#Juristische Grundlagen&lt;br /&gt;
#Zukunftsaussichten&lt;br /&gt;
#Verabschiedung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ziele des Unterrichtsmoduls==&lt;br /&gt;
Beginnend mit dem Aktivieren des Vorwissens sollen die SuS durch die Umfragen und die Auswertungen angeregt werden, sich ihr Nutzungsverhalten, insbesondere ihre Nutzungsdauer, bewusst zu machen und kritisch zu hinterfragen. Dies dient dazu, den Blickwinkel der SuS zu öffnen, um in den folgenden Teilen des Unterrichts den Perspektivwechsel zu erleichtern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anschließend werden sie mithilfe der Profilanalyse mit den beispielhaften Nutzerprofilen konfrontiert, um eine Möglichkeit zu haben, sich mit dem Medium auseinanderzusetzten und eine neue Sicht zu erlangen. Da die zeitliche Beschränkung dazu führt, dass eine eher algorithmische Analyse der Struktur des digitalen datengetriebenen Artefaktes nicht vermittelt werden kann, ist es das Ziel, den SuS eine auf logischem Denken basierende Analyse eines Profils zu vermitteln und den SuS ein Gefühl für die Menge an Informationen zu geben, welche aus einem Profil gewonnen werden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem darauffolgenden Vortrag ist es das Ziel, dass die SuS ein Verständnis für den breiteren Kontext des Datengeschäfts erlangen und Fachbegriffe wie „digitaler Doppelgänger“, „Vorratsdatenspeicherung“, „explizite -und implizite Datenerhebung“ mit eigenen Worten erklären und miteinander in Verbindung bringen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Danach ist es das Ziel mittels einer Gruppenarbeit, dass die SuS die verschiedenen Perspektiven und Akteure der Datenverarbeitung kennenlernen und sich in diese hineinversetzen. In der Gruppenarbeit diskutieren sie dann über diese und beim späteren Zusammentragen evaluieren sie die Ziele anderer Akteure und wägen sie mit den eigenen ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun im Abschnitt der juristischen Grundlagen ist es wichtig, die Schülerinnen und Schüler über ihre Rechte in Bezug auf ihre Daten in sozialen Medien aufzuklären. Dazu wird wir kurz auf die theoretischen Grundlagen eingegangen, die es zum Thema DSGVO der EU, BDSG und AGB zu wissen gibt. Die Schülerinnen und Schüler erweitern dadurch nicht nur ihr Fachvokabular, sondern lernen auch, dass sie in Bezug auf den Schutz ihrer personenbezogenen Daten nicht allein gelassen werden. Darauf folgt eine selbständige Arbeitsphase, in welcher die Schülerinnen und Schüler sich die Nutzungsbedingungen von Instagram raussuchen und anhand von Leitfragen erkunden. Die Schülerinnen und Schüler sollen aus dieser Aufgabe lernen, AGB oder Nutzungsbedingungen nach den relevanten Informationen zu scannen und erkennen, wie wichtig es ist, die Vertragsbedingungen, um die es sich dabei handelt, zu erkennen und um in der Lage zu sein, selbstbestimmt und verantwortungsvoll mit den eigenen Daten auf einer Plattform wie Instagram umzugehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Letztendlich ist es die Aufgabe der Zukunftsaussichten, dass die SuS aufmerksamer für neue Entwicklungen im Bereich der Datenverarbeitung werden und reflektieren können, welche der aufgezeigten Zukunftsaussichten möglich und/oder realistisch sind. Dabei entwickeln sie ein Bewusstsein für die Gefahren und Chancen, die eine Weiterentwicklung digitaler datengetriebener Artefakte in eine bestimmte Richtung mit sich bringen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Sachanalyse des Unterrichtsmoduls==&lt;br /&gt;
[[Datei:Dualitätsrekonstruktion zum digitalen datengetriebenen Artefakt Instagram.png|mini|675x675px|Dualitätsrekonstruktion zum digitalen datengetriebenen Artefakt Instagram]]&lt;br /&gt;
Die verschiedenen Unterrichtselemente beschäftigen sich mit unterschiedlichen Inhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorwissen aktivieren: Es werden anonyme Umfragen zum aktuellen Wissensstand und zu den Nutzungsgewohnheiten der SuS von Instagram durchgeführt, um in die Thematik der Unterrichtseinheit einzuleiten und die Ergebnisse anschließend auszuwerten und im Verlauf der folgenden Unterrichtselemente wieder aufzugreifen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Profilanalyse: Die beiden Profile stellen beispielhafte Nutzer dar. Sie sind sehr stereotypisch und mit einem chronologischen Gedanken entwickelt worden, um den SuS eine klare und eher einfach zu erschließende Plattform zu präsentieren. So ergibt sich idealerweise, mithilfe der Bearbeitungszeit, eine Struktur passend zum Analyseprozess und die SuS haben so die Möglichkeit, das eigene Verhalten auf der Plattform zu reflektieren und eine Verbindung zwischen kommerziellen Aspekten und Inhalten der Plattform herzustellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vortrag: Der Inhalt schließt sowohl die Nutzer- als auch die Unternehmensperspektive von Instagrams Geschäftsmodell ein, welche Rolle digitale Doppelgänger in diesem spielen, wie diese konstruiert werden und zu welchen Zwecken sie verwendet werden können. Digitale Doppelgänger beziehen sich auf eine konkrete Person und bestehen aus den gesammelten personenbezogenen Daten der jeweiligen Person. Dabei ist der digitale Doppelgänger nur begrenzt genau in der Abbildung der Realität. Die Daten des digitalen Doppelgängers werden mittels der Instagram App in diesem Beispiel erhoben. Dafür wird in explizite -und implizite Datenerhebung unterschieden. Explizit sind die Daten, die der Nutzer aktiv zum Zweck Daten zur Verfügung zu stellen eingibt. Implizit sind die Daten, die durch Beobachtung, Tracking gewonnen werden oder vom Nutzer mit einem anderen primären Zweck als Daten zur Verfügung zu stellen eingegeben wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gruppenarbeit: Die Gruppenarbeit beschäftigt sich mit den Vorteilen und Nachteilen der Datenverarbeitung aus Sicht der Privatnutzer, der Gesellschaft und der Unternehmen. Die Gruppen haben dazu Arbeitsblätter mit erdachten und / oder realen Szenarien und Situationen bekommen, aus welchen die SuS Vor- oder Nachteile formulieren sollen, die sich durch die technologie Vorratsdatenspeicherung ergeben könnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Juristische Grundlagen: Die seit dem 25. Mai 2018 bestehenden Vorschriften der DSGVO schützen die Grundrechte und Grundfreiheiten natürlicher Personen auf EU-Ebene und lassen dabei Spielraum an einigen Stellen für ihre Mitgliedsstaaten. Es wird insbesondere geregelt, wie Unternehmen die privaten Daten von Personen erheben und verarbeiten. Auf Bundesebene setzt dann das BDSG an und beruht auf den Artikeln 1 und 2 des Grundgesetzes. Speziell wird im BDSG auch die Umsetzung der Datenschutz-Richtlinien der EU für Polizei und Justiz geregelt. Während es sich bei der DSGVO und dem BDSG um Vorschriften und Gesetze handelt, sind die AGB für eine Vielzahl von Fällen anwendbare vorformulierte Vertragsbedingungen, die jedes Unternehmen als eine Vertragspartei im Rahmen der in Deutschland herrschenden Vertragsfreiheit festlegt. In den AGB darf von gesetzlichen Regelungen nur abgewichen werden, wenn dies zum Vorteil des Kunden geschieht. Bei Instagram handelt es sich hierbei um sogenannte Nutzungsbedingungen, denen jeder Nutzer beim Erstellen eines Profils und bei jeder Änderung zustimmt und einwilligt, sich vertraglich an diese zu halten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zukunftsaussichten: In einem Video wird der Zugriff auf persönliche Daten, wie z. B. Daten der Krankenkasse, Adresse und Finanzinformationen, durch einen Pizza-Lieferdienst der Zukunft dargestellt. Dieser Zukunftsausblick dient als Diskussionsgrundlage der folgenden Plenumsdiskussion, welche durch die Lehrperson moderiert wird. Es werden die einzelnen im Video angesprochenen Möglichkeiten der Datenverarbeitung einzeln betrachtet und ein Einblick in schon heute mehr oder weniger gängige Praktiken in den jeweiligen Bereichen gegeben. So wird z. B. das Krankenkassen-Modell angesprochen, welches mithilfe einer Fitness-Uhr die gesundheitsrelevanten Daten der Versicherungsnehmer auswertet und anhand dieser die Höhe der Beiträge reguliert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Didaktische Begründung des Unterrichtsmoduls==&lt;br /&gt;
Die verschiedenen Unterrichtselemente verwenden unterschiedliche Methoden und werden deshalb im Folgenden einzeln betrachtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorwissen aktivieren: Das Aktivieren des Vorwissens erfüllt den Zweck, dass die SUS sich eigene Gedanken zu dem Thema machen und somit sie selbst und die Lehrperson sich ein Bild vom bisherigen Wissenstand machen können, sodass manche Themenbereiche im Verlauf der Unterrichtseinheit vielleicht aufgegriffen werden können. Mit dem digitalen Hilfsmittel Mentimeter können die Ergebnisse einfach eingesehen und übersichtlich für das Plenum präsentiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Profilanalyse: Bei der Profilanalyse ist es essenziell, dass die SuS sich selbst mit dem digitalen Artefakt auseinandersetzen. Da die Analyse der Profile mithilfe der Instagram-Plattform höchstwahrscheinlich zu Unruhe führen würde, werden die Profile anhand einer PDF-Datei zu Verfügung gestellt. Daraus folgt, dass die SuS sich über mehrere Minuten mit den Profilen inhaltlich auseinandersetzen müssen und somit als Lernprodukt unbewusst eine Methodik der Profilanalyse erstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vortrag: Für diesem Abschnitt wurde die Methode des Lehrervortrags gewählt, zum einen damit es Abwechslung in der Unterrichtsgestaltung gibt, zum anderen, weil diese Methode der Erfüllung der Lernziele am ehesten gerecht wird. Die einzelnen Fachbegriffe könnte man den SuS auch in Sachtexten zur Selbsterschließung näherbringen, jedoch bietet der Vortrag die Möglichkeit, diese zusammenhängend als großes Ganzes darstellen, viel eher und natürlicher als andere Methoden. Zum Schluss sollen die SuS die gehörten und trotzdem gelernten Inhalte mit eigenen Worten wiedergeben, wodurch die Lernfortschritte noch einmal gefestigt werden und die Lehrperson einen Überblick über den Lernfortschritt der SuS bekommt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gruppenarbeit: Mit einer Gruppenarbeit wird eine Diskussion der SuS untereinander gefördert. Da es hier um etwas stark Meinungsbasiertes geht, lernen die SuS in einer Gruppenarbeit und im Austausch mit anderen SuS am besten, welche Aspekte der Datenverarbeitung für sie selbst besonders wichtig erscheinen und wie sie sie gegen die eigenen Interessen abwägen. In der Diskussion mit anderen Sus sind sie zudem freier und weniger in der Erarbeitung gezwungen, gewisse Inhalte zu erschließen. Somit kommen auch Aspekte zu tragen, die normalerweise nicht aufkommen würden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Juristische Grundlagen: Die gewählte Methode des kurzen Vortrages zur Vermittlung der theoretischen Grundlagen ist der Kürze der Zeit geschuldet, da sich in so einem Vortrag in kürzerer Zeit mehr Informationen verpacken lassen, als wenn die Schülerinnen und Schüler sich diese selbst anhand von Materialien erarbeiten würden. Eine andere Methode wäre hier nachhaltiger, wir haben allerdings eine gute Balance aus zeitlicher und inhaltlicher Effektivität gesucht. Allerdings werden die Schülerinne und Schüler durch Fragen der Lehrperson mit einbezogen, um den frontalen Charakter dieser Form des Unterrichts etwas aufzulockern. Das Erkunden der Nutzungsbedingungen anhand von Leitfragen dient dem Zweck, dass die Schülerinnen und Schüler unter Anleitung die Erfahrung sammeln, wie umfangreich solche Vertragsbedingungen in der Realität sind. Außerdem wird hier die Brücke zwischen Theorie und Praxis geschlossen, indem die Schülerinnen und Schüler eine AGB kennenlernen, die für sie in ihrer Lebenswelt tatsächlich relevant ist, den meisten aber wenig oder nicht bekannt ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zukunftsaussichten: Um die SUS wieder neu zu motivieren, soll das Video eine Abwechslung zu den vorherigen Vorträgen sein und die Aufmerksamkeit wieder konzentrieren. Die Diskussion der Inhalte des gezeigten Videos im Plenum führt zu einem Austausch der verschiedenen Sichtweisen und kann den SuS bei der Bildung einer eigenen Meinung helfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Überblick über den Unterrichtsverlauf==&lt;br /&gt;
Das Unterrichtsmodul mit den zentralen Aktivitäten, inhaltlichen Schwerpunkten und Fachinhalten in den verschiedenen Phasen wird in der nachfolgenden Grafik zur Übersicht und Orientierung zusammengefasst. Die Materialien, wie etwa Arbeitsblätter und ergänzende Informationen, der verschiedenen Phasen sind in der Tabelle verlinkt.&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+&lt;br /&gt;
Eine 20 min Pause wird flexibel eingeplant. Dabei wird auf den Zustand der SuS und speziell auf ihre Leistungen nach dem Vortrag geachtet. Voraussichtlich befindet sich die Pause nach Phase 4.&lt;br /&gt;
!Zeit (min)&lt;br /&gt;
!&amp;lt;big&amp;gt;PHASEN&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
!&amp;lt;big&amp;gt;INHALTLICHE SCHWERPUNKTE/OPERATIONEN&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
!&amp;lt;big&amp;gt;SOZIAL-/AKTIONSFORM&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
!&amp;lt;big&amp;gt;MEDIEN&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
!INTENTIONEN U. BEGRÜNDUNGEN&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|5&lt;br /&gt;
|1 Einleitung&lt;br /&gt;
|1.1 Einleiten der SuS in das Thema&lt;br /&gt;
1.2 Vorstellungsrunde, jeder erzählt einen „Digitalen Fakt“ von sich (Siehe Anhang),&lt;br /&gt;
1.3 Unterricht eindeutig machen mittels eines roten Fadens(Roadmap)&lt;br /&gt;
|Interaktiver Vortrag&lt;br /&gt;
|Whiteboard&lt;br /&gt;
|Die Transparenz des Unterrichts dient der Förderung der Mitarbeit, außerdem dient der „Eisbrecher“ der Lockerung der Stimmung.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|15&amp;lt;br /&amp;gt;(10)&amp;lt;br /&amp;gt;(5)&lt;br /&gt;
|2 Vorwissen aktivieren&lt;br /&gt;
2.1 Ausfüllen Mentimeter&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.2 Besprechung&lt;br /&gt;
|Den SuS werden mittels Mentimeter gezielte Fragen zum Vorwissen gestellt. Die Ergebnisse werden als 3 Charts und eine Wordcloud ausgegeben. Die Fragen befinden sich im Anhang.&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einzelarbeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
PC&amp;lt;br /&amp;gt;Beamer&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.mentimeter.com/features/word-cloud&amp;amp;#x20;Word&amp;amp;#x20;Cloud&amp;amp;#x20;und&amp;amp;#x20;Fragestellung mentimeter-word-cloud]&lt;br /&gt;
|Die Aktivierung des Vorwissens bereitet die SuS auf die Lernphase vor. So wird die Qualität der Lernprodukte gesteigert.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|25&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;(15)&amp;lt;br /&amp;gt;(5)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(5)&lt;br /&gt;
|3 Auswerten von&lt;br /&gt;
Nutzerprofilen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.1 Analyse der Profile&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.2 Austausch über Profile&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.3 Sicherung&lt;br /&gt;
|Die SuS in zwei Gruppen unterteilt, in denen sie in EA ein zugeteiltes Instagram Profil analysieren sollen. Dies soll in drei Schritten geschen. So lernen sie, über die Informationen&lt;br /&gt;
über die Person und die Interessen, indirekt die Themenbereiche der expliziten und impliziten Datenerhebung kennen.&lt;br /&gt;
|Einzelarbeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Partnerarbeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
|PC &amp;amp; [[:Datei:Arbeitsblatt 7 - Instagram.pdf|Arbeitsblatt 7]],&lt;br /&gt;
Beamer &amp;amp; [[:Datei:Präsentation - Instagram.pdf|Präsentation]],[[:Datei:Material zur Profilanalyse - Instagram.pdf|Material zur Profilanalyse]]&lt;br /&gt;
|Die SuS erfahren durch die eigene Arbeit wie einfach es ist Daten über das Profil zu sammeln und können so die Verbindungen zu eigenen Profilen knüpfen. Außerdem lernen die SuS die Verbindung zwischen einem Profil und der Datenerhebung kennen.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|25&lt;br /&gt;
(10)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(8)&amp;lt;br /&amp;gt;(2)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(5)&lt;br /&gt;
|4 Vortrag&lt;br /&gt;
4.1 Vorstellung 1&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.2 Vertiefung (Videos)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.3 Vorstellung 2&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.4 Sicherung&lt;br /&gt;
|Die Thematik des digitalen Doppelgängers und die dazugehörigen Methodiken.&lt;br /&gt;
Das Vorstellen der „tatsächlichen“ Daten, welche Instagram verarbeitet. Außerdem werden Einschnitte aus „SpiegelMining&lt;br /&gt;
– Reverse Engineering von Spiegel Online (33c3)“ präsentiert.&lt;br /&gt;
|Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
Lehrkörper/Klasse&amp;lt;br /&amp;gt;Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
|Whiteboard&lt;br /&gt;
Beamer&amp;lt;br /&amp;gt;Whiteboard&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[:Datei:Arbeitsblatt 6 - Instagram.pdf|Arbeitsblatt 6]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[:Datei:Tafelbilder - Instagram.pdf|Tafelbilder]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;https://youtu.be/-YpwsdRKt8Q&amp;lt;/nowiki&amp;gt; Reverse Engineering von Spiegel-Online (33c3)&lt;br /&gt;
|Die SuS lernen Fachsprache und Thematik genauer kennen und sehen an einem Beispiel wie Daten erhoben und verarbeitet werden können. Außerdem werden sie lernen dies mit den eigenen Daten in den Kontext zu stellen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|45&lt;br /&gt;
(30)&amp;lt;br /&amp;gt;(15)&lt;br /&gt;
|5 Gruppenarbeit&lt;br /&gt;
5.1 Erarbeitungsphase&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5.2 Sicherung&lt;br /&gt;
|Die SuS werden zunächst mittels durchzählen in 5 Gruppen aufgeteilt. Jede Gruppe bekommt eine Perspektive zugeteilt, zu der sie ihre Gedanken in Form einer Mindmap aufschreiben soll (gesellschaftlich positiv, gesellschaftlich negativ, persönlich positiv, persönlich negativ, unternehmerische Sicht). Dazu werden Beispieltexte mit Fallbeispielen gestellt, die als Inspiration dienen sollen, aus denen aber auch Teile übernommen werden dürfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anschließend werden die Ergebnisse im Plenum den anderen Gruppen präsentiert und diskutiert.&lt;br /&gt;
|Gruppenarbeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
|[[:Datei:Arbeitsblatt 1-5 - Instagram.pdf|Arbeitsblatt 1-5]]&lt;br /&gt;
Plakate&lt;br /&gt;
|Den SuS werden auf einem Spektrum die Vor- und Nachteile nahegebracht. So werden sie in einen Diskurs gebracht und haben die Möglichkeit über das eigene Verhalten abzuwägen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|30&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;(5)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;(20)&amp;lt;br /&amp;gt;(5)&lt;br /&gt;
|6 Juristische Grundlagen&lt;br /&gt;
6.1 Thematische Einführung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.2 Erarbeitungsphase 6.3 Sicherung&lt;br /&gt;
|Kurzer Faktencheck zum Thema AGBs und juristische&lt;br /&gt;
Grundlagen (DSGVO, BDSG), Erkundung der AGBs von&lt;br /&gt;
Instagram anhand von Leitfragen. Das Ziel ist folgende Fragestellung beantworten zu können: Wie gehe ich Verantwortungsvoll mit meinen Daten um?&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einzelarbeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beamer &amp;amp; [[:Datei:Präsentation - Instagram.pdf|Präsentation]]&amp;lt;br /&amp;gt;PC&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beamer&lt;br /&gt;
|Die SuS lernen ihre eigenen Rechte und Pflichten bei der Nutzung von Instagram kennen. Außerdem werden ihnen&lt;br /&gt;
Möglichkeiten gezeigt sich besser zu schützen, welches einen datenbewusteren Umgang fördert.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|10&lt;br /&gt;
|7 Zukunftsaussichten&lt;br /&gt;
7.1 Beispielperspektive&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.2 Diskussionsrunde&lt;br /&gt;
|Video: „Pizzabestellung der Zukunft“ - Wie realistisch ist das?&lt;br /&gt;
Besprechen der Zukunftsperspektiven von Big Data, Diskussion im Plenum&lt;br /&gt;
|Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
|Beamer,&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;https://youtu.be/VJ0gBVd0HZs&amp;lt;/nowiki&amp;gt; - Pizzabestellung der Zukunft&lt;br /&gt;
|Die SuS machen sich ein Bild von unterschiedlichen Zukunftsaussichten.&lt;br /&gt;
Dadurch können sie unterschiedliche&lt;br /&gt;
Entwicklungen besser einschätzen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|5&lt;br /&gt;
|8 Verabschiedung&lt;br /&gt;
8.1 Feedback&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8.2 Abmoderation&lt;br /&gt;
|Feedbackbögen: Die SuS nennen, was ihnen gefallen hat und was ihnen nicht gefallen hat. Anschließend folgt die Abmoderation.&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
Einzelarbeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
|Feedbackbogen&lt;br /&gt;
|Dient der Reflektion über den Inhalt.&lt;br /&gt;
Schluss&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Beschreibungen ausgewählter Materialien==&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[:Datei:Arbeitsblatt 1-5 - Instagram.pdf|Arbeitsblatt 1-5]]&lt;br /&gt;
* [[:Datei:Arbeitsblatt 6 - Instagram.pdf|Arbeitsblatt 6]]&lt;br /&gt;
* [[:Datei:Arbeitsblatt 7 - Instagram.pdf|Arbeitsblatt 7]]&lt;br /&gt;
* [[:Datei:Moderation - Instagram.pdf|Moderation]]&lt;br /&gt;
* [[:Datei:Präsentation - Instagram.pdf|Präsentation]]&lt;br /&gt;
* [[:Datei:Tafelbilder - Instagram.pdf|Tafelbilder]]&lt;br /&gt;
* [[:Datei:Material zur Profilanalyse - Instagram.pdf|Material zur Profilanalyse]]&lt;br /&gt;
* https://www.mentimeter.com/features/word-cloud&amp;amp;#x20;Word&amp;amp;#x20;Cloud&amp;amp;#x20;und&amp;amp;#x20;Fragestellung&lt;br /&gt;
* &amp;lt;nowiki&amp;gt;https://youtu.be/-YpwsdRKt8Q&amp;lt;/nowiki&amp;gt; Reverse Engineering von Spiegel-Online (33c3)&lt;br /&gt;
* &amp;lt;nowiki&amp;gt;https://youtu.be/VJ0gBVd0HZs&amp;lt;/nowiki&amp;gt; - Pizzabestellung der Zukunft&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Jwiens3</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://eduwiki.cs.upb.de/index.php?title=Unterricht_zu_Instagram&amp;diff=2858</id>
		<title>Unterricht zu Instagram</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://eduwiki.cs.upb.de/index.php?title=Unterricht_zu_Instagram&amp;diff=2858"/>
		<updated>2022-08-16T10:31:23Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Jwiens3: /* Beschreibungen ausgewählter Materialien */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
Bei Schülerinnen und Schülern ist die Nutzung von sozialen Medien weit verbreitet; sie verbringen damit täglich oft mehrere Stunden. Zu den aktuell am häufigsten verwendeten Plattformen gehört Instagram. Viele personenbezogenen Daten werden von den Jugendlichen auf Instagram preisgegeben, ohne dass sie über eventuelle Konsequenzen nachdenken. Dabei ist Instagram ein [[datengetriebenes digitales Artefakt]], welches personenbezogene Daten erhebt und verarbeitet. Es erscheint daher wichtig, vor dem Hintergrund theoretischer Grundlagen des Data-Minings dieses [[Datengetriebenes digitales Artefakt|datengetriebene digitale Artefakt]] aus verschiedenen Perspektiven zu betrachten und dadurch das [[Datenbewusstsein]] der Schülerinnen und Schüler zu fördern. Die Lernenden sollen dabei zu einer selbstbestimmten Interaktion mit diesen Plattformen befähigt werden, also zu einer bewussten Nutzung dieser Plattformen. Auf dieser Seite wird dazu ein Unterrichtsmodul vorgestellt, welches Instagram als Beispiel für ein solches datengetriebene digitales Artefakt aufgreift. Dieses wurde im Rahmen einer Lehrveranstaltung in der Didaktik der Informatik von Studierenden entwickelt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Steckbrief des Unterrichtsmoduls==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Titel:&#039;&#039;&#039; Datenbewusstsein am Beispiel von Instagram&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Stichworte:&#039;&#039;&#039; [[Datenbewusstsein]], [[Data Science]], Internet-Suchmaschine&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Zielgruppe:&#039;&#039;&#039; Lerngruppen aus Informatikkursen der EF aus der gymnasialen Oberstufe - keine Einschränkung der Klassengröße - sowohl homogene als auch heterogene Zusammensetzung möglich&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Inhaltsfeld:&#039;&#039;&#039; &amp;quot;Informatik, Mensch und Gesellschaft&amp;quot; (insbesondere der Schwerpunkt: [[Datenbewusstsein]]), &amp;quot;Daten und Information&amp;quot;, &amp;quot;Informatiksysteme&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Vorkenntnisse:&#039;&#039;&#039; Dieses Unterrichtsmodul setzt einige wenige Vorkenntnisse der Lernenden voraus. Die Verwendung von sozialen Medien, insbesondere Instagram, sollte gebräuchlich sein. Ebenso sollten auch gewisse Grundkenntnisse und ein grundlegendes Bewusstsein für unterschiedliche digitale datengetriebene Artefakte bestehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Zeitlicher Umfang:&#039;&#039;&#039; 4 Unterrichtsstunden a 45 Minuten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gegenstandsbereich (Fachinhalt) des Unterrichtsmoduls==&lt;br /&gt;
Gegenstand der von uns geplanten und durchgeführten Unterrichtseinheit ist das Konzept des Datenbewusstseins. Dieses didaktische Konzept der informatischen Allgemeinbildung bezieht sich auf die alltägliche Interaktion mit den verschiedensten digitalen datengetriebenen Artefakten und das Bewusstsein für das dabei ablaufende Sammeln und Verarbeiten von Nutzerdaten. Das Ziel des Unterrichts ist, die Schülerinnen und Schüler dazu zu bewegen, die eigene Nutzung digitaler datengetriebener Artefakte zu reflektieren und das theoretische Wissen zu vermitteln, um zu verstehen und zu erkennen, an welchen Stellen Daten mit welchen Methoden gewonnen werden und wozu diese Daten genutzt werden. Durch das Vermitteln dieses Wissens soll erzielt werden, dass die Schülerinnen und Schüler, nach einer kritischen Betrachtung verschiedener Perspektiven, selbstbestimmt und bewusst mit ihren Daten in der Interaktion mit digitalen Datengetrieben Artefakten umgehen und ihre Rechte in Bezug auf diese Daten kennen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Überblick über den Verlauf des Unterrichtsmoduls==&lt;br /&gt;
Die Unterrichtseinheit unterteilt sich neben der Einleitung und der Verabschiedung in sechs didaktisch relevante Einheiten. Da die Einleitung und Verabschiedung, neben der ersten Interaktion mit den SuS, dem „Eisbrechen“ und dem Abrunden der Unterrichtseinheit dient, und keine Lernziele oder Kompetenzen erzielen soll, wird im Verlaufe nicht weiter auf sie eingegangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Unterrichtseinheit ist unterteilt in:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
#Einleitung&lt;br /&gt;
#Vorwissen aktivieren&lt;br /&gt;
#Profilanalyse&lt;br /&gt;
#Vortrag&lt;br /&gt;
#Gruppenarbeit&lt;br /&gt;
#Juristische Grundlagen&lt;br /&gt;
#Zukunftsaussichten&lt;br /&gt;
#Verabschiedung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ziele des Unterrichtsmoduls==&lt;br /&gt;
Beginnend mit dem Aktivieren des Vorwissens sollen die SuS durch die Umfragen und die Auswertungen angeregt werden, sich ihr Nutzungsverhalten, insbesondere ihre Nutzungsdauer, bewusst zu machen und kritisch zu hinterfragen. Dies dient dazu, den Blickwinkel der SuS zu öffnen, um in den folgenden Teilen des Unterrichts den Perspektivwechsel zu erleichtern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anschließend werden sie mithilfe der Profilanalyse mit den beispielhaften Nutzerprofilen konfrontiert, um eine Möglichkeit zu haben, sich mit dem Medium auseinanderzusetzten und eine neue Sicht zu erlangen. Da die zeitliche Beschränkung dazu führt, dass eine eher algorithmische Analyse der Struktur des digitalen datengetriebenen Artefaktes nicht vermittelt werden kann, ist es das Ziel, den SuS eine auf logischem Denken basierende Analyse eines Profils zu vermitteln und den SuS ein Gefühl für die Menge an Informationen zu geben, welche aus einem Profil gewonnen werden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem darauffolgenden Vortrag ist es das Ziel, dass die SuS ein Verständnis für den breiteren Kontext des Datengeschäfts erlangen und Fachbegriffe wie „digitaler Doppelgänger“, „Vorratsdatenspeicherung“, „explizite -und implizite Datenerhebung“ mit eigenen Worten erklären und miteinander in Verbindung bringen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Danach ist es das Ziel mittels einer Gruppenarbeit, dass die SuS die verschiedenen Perspektiven und Akteure der Datenverarbeitung kennenlernen und sich in diese hineinversetzen. In der Gruppenarbeit diskutieren sie dann über diese und beim späteren Zusammentragen evaluieren sie die Ziele anderer Akteure und wägen sie mit den eigenen ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun im Abschnitt der juristischen Grundlagen ist es wichtig, die Schülerinnen und Schüler über ihre Rechte in Bezug auf ihre Daten in sozialen Medien aufzuklären. Dazu wird wir kurz auf die theoretischen Grundlagen eingegangen, die es zum Thema DSGVO der EU, BDSG und AGB zu wissen gibt. Die Schülerinnen und Schüler erweitern dadurch nicht nur ihr Fachvokabular, sondern lernen auch, dass sie in Bezug auf den Schutz ihrer personenbezogenen Daten nicht allein gelassen werden. Darauf folgt eine selbständige Arbeitsphase, in welcher die Schülerinnen und Schüler sich die Nutzungsbedingungen von Instagram raussuchen und anhand von Leitfragen erkunden. Die Schülerinnen und Schüler sollen aus dieser Aufgabe lernen, AGB oder Nutzungsbedingungen nach den relevanten Informationen zu scannen und erkennen, wie wichtig es ist, die Vertragsbedingungen, um die es sich dabei handelt, zu erkennen und um in der Lage zu sein, selbstbestimmt und verantwortungsvoll mit den eigenen Daten auf einer Plattform wie Instagram umzugehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Letztendlich ist es die Aufgabe der Zukunftsaussichten, dass die SuS aufmerksamer für neue Entwicklungen im Bereich der Datenverarbeitung werden und reflektieren können, welche der aufgezeigten Zukunftsaussichten möglich und/oder realistisch sind. Dabei entwickeln sie ein Bewusstsein für die Gefahren und Chancen, die eine Weiterentwicklung digitaler datengetriebener Artefakte in eine bestimmte Richtung mit sich bringen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Sachanalyse des Unterrichtsmoduls==&lt;br /&gt;
[[Datei:Dualitätsrekonstruktion zum digitalen datengetriebenen Artefakt Instagram.png|mini|675x675px|Dualitätsrekonstruktion zum digitalen datengetriebenen Artefakt Instagram]]&lt;br /&gt;
Die verschiedenen Unterrichtselemente beschäftigen sich mit unterschiedlichen Inhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorwissen aktivieren: Es werden anonyme Umfragen zum aktuellen Wissensstand und zu den Nutzungsgewohnheiten der SuS von Instagram durchgeführt, um in die Thematik der Unterrichtseinheit einzuleiten und die Ergebnisse anschließend auszuwerten und im Verlauf der folgenden Unterrichtselemente wieder aufzugreifen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Profilanalyse: Die beiden Profile stellen beispielhafte Nutzer dar. Sie sind sehr stereotypisch und mit einem chronologischen Gedanken entwickelt worden, um den SuS eine klare und eher einfach zu erschließende Plattform zu präsentieren. So ergibt sich idealerweise, mithilfe der Bearbeitungszeit, eine Struktur passend zum Analyseprozess und die SuS haben so die Möglichkeit, das eigene Verhalten auf der Plattform zu reflektieren und eine Verbindung zwischen kommerziellen Aspekten und Inhalten der Plattform herzustellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vortrag: Der Inhalt schließt sowohl die Nutzer- als auch die Unternehmensperspektive von Instagrams Geschäftsmodell ein, welche Rolle digitale Doppelgänger in diesem spielen, wie diese konstruiert werden und zu welchen Zwecken sie verwendet werden können. Digitale Doppelgänger beziehen sich auf eine konkrete Person und bestehen aus den gesammelten personenbezogenen Daten der jeweiligen Person. Dabei ist der digitale Doppelgänger nur begrenzt genau in der Abbildung der Realität. Die Daten des digitalen Doppelgängers werden mittels der Instagram App in diesem Beispiel erhoben. Dafür wird in explizite -und implizite Datenerhebung unterschieden. Explizit sind die Daten, die der Nutzer aktiv zum Zweck Daten zur Verfügung zu stellen eingibt. Implizit sind die Daten, die durch Beobachtung, Tracking gewonnen werden oder vom Nutzer mit einem anderen primären Zweck als Daten zur Verfügung zu stellen eingegeben wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gruppenarbeit: Die Gruppenarbeit beschäftigt sich mit den Vorteilen und Nachteilen der Datenverarbeitung aus Sicht der Privatnutzer, der Gesellschaft und der Unternehmen. Die Gruppen haben dazu Arbeitsblätter mit erdachten und / oder realen Szenarien und Situationen bekommen, aus welchen die SuS Vor- oder Nachteile formulieren sollen, die sich durch die technologie Vorratsdatenspeicherung ergeben könnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Juristische Grundlagen: Die seit dem 25. Mai 2018 bestehenden Vorschriften der DSGVO schützen die Grundrechte und Grundfreiheiten natürlicher Personen auf EU-Ebene und lassen dabei Spielraum an einigen Stellen für ihre Mitgliedsstaaten. Es wird insbesondere geregelt, wie Unternehmen die privaten Daten von Personen erheben und verarbeiten. Auf Bundesebene setzt dann das BDSG an und beruht auf den Artikeln 1 und 2 des Grundgesetzes. Speziell wird im BDSG auch die Umsetzung der Datenschutz-Richtlinien der EU für Polizei und Justiz geregelt. Während es sich bei der DSGVO und dem BDSG um Vorschriften und Gesetze handelt, sind die AGB für eine Vielzahl von Fällen anwendbare vorformulierte Vertragsbedingungen, die jedes Unternehmen als eine Vertragspartei im Rahmen der in Deutschland herrschenden Vertragsfreiheit festlegt. In den AGB darf von gesetzlichen Regelungen nur abgewichen werden, wenn dies zum Vorteil des Kunden geschieht. Bei Instagram handelt es sich hierbei um sogenannte Nutzungsbedingungen, denen jeder Nutzer beim Erstellen eines Profils und bei jeder Änderung zustimmt und einwilligt, sich vertraglich an diese zu halten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zukunftsaussichten: In einem Video wird der Zugriff auf persönliche Daten, wie z. B. Daten der Krankenkasse, Adresse und Finanzinformationen, durch einen Pizza-Lieferdienst der Zukunft dargestellt. Dieser Zukunftsausblick dient als Diskussionsgrundlage der folgenden Plenumsdiskussion, welche durch die Lehrperson moderiert wird. Es werden die einzelnen im Video angesprochenen Möglichkeiten der Datenverarbeitung einzeln betrachtet und ein Einblick in schon heute mehr oder weniger gängige Praktiken in den jeweiligen Bereichen gegeben. So wird z. B. das Krankenkassen-Modell angesprochen, welches mithilfe einer Fitness-Uhr die gesundheitsrelevanten Daten der Versicherungsnehmer auswertet und anhand dieser die Höhe der Beiträge reguliert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Didaktische Begründung des Unterrichtsmoduls==&lt;br /&gt;
Die verschiedenen Unterrichtselemente verwenden unterschiedliche Methoden und werden deshalb im Folgenden einzeln betrachtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorwissen aktivieren: Das Aktivieren des Vorwissens erfüllt den Zweck, dass die SUS sich eigene Gedanken zu dem Thema machen und somit sie selbst und die Lehrperson sich ein Bild vom bisherigen Wissenstand machen können, sodass manche Themenbereiche im Verlauf der Unterrichtseinheit vielleicht aufgegriffen werden können. Mit dem digitalen Hilfsmittel Mentimeter können die Ergebnisse einfach eingesehen und übersichtlich für das Plenum präsentiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Profilanalyse: Bei der Profilanalyse ist es essenziell, dass die SuS sich selbst mit dem digitalen Artefakt auseinandersetzen. Da die Analyse der Profile mithilfe der Instagram-Plattform höchstwahrscheinlich zu Unruhe führen würde, werden die Profile anhand einer PDF-Datei zu Verfügung gestellt. Daraus folgt, dass die SuS sich über mehrere Minuten mit den Profilen inhaltlich auseinandersetzen müssen und somit als Lernprodukt unbewusst eine Methodik der Profilanalyse erstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vortrag: Für diesem Abschnitt wurde die Methode des Lehrervortrags gewählt, zum einen damit es Abwechslung in der Unterrichtsgestaltung gibt, zum anderen, weil diese Methode der Erfüllung der Lernziele am ehesten gerecht wird. Die einzelnen Fachbegriffe könnte man den SuS auch in Sachtexten zur Selbsterschließung näherbringen, jedoch bietet der Vortrag die Möglichkeit, diese zusammenhängend als großes Ganzes darstellen, viel eher und natürlicher als andere Methoden. Zum Schluss sollen die SuS die gehörten und trotzdem gelernten Inhalte mit eigenen Worten wiedergeben, wodurch die Lernfortschritte noch einmal gefestigt werden und die Lehrperson einen Überblick über den Lernfortschritt der SuS bekommt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gruppenarbeit: Mit einer Gruppenarbeit wird eine Diskussion der SuS untereinander gefördert. Da es hier um etwas stark Meinungsbasiertes geht, lernen die SuS in einer Gruppenarbeit und im Austausch mit anderen SuS am besten, welche Aspekte der Datenverarbeitung für sie selbst besonders wichtig erscheinen und wie sie sie gegen die eigenen Interessen abwägen. In der Diskussion mit anderen Sus sind sie zudem freier und weniger in der Erarbeitung gezwungen, gewisse Inhalte zu erschließen. Somit kommen auch Aspekte zu tragen, die normalerweise nicht aufkommen würden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Juristische Grundlagen: Die gewählte Methode des kurzen Vortrages zur Vermittlung der theoretischen Grundlagen ist der Kürze der Zeit geschuldet, da sich in so einem Vortrag in kürzerer Zeit mehr Informationen verpacken lassen, als wenn die Schülerinnen und Schüler sich diese selbst anhand von Materialien erarbeiten würden. Eine andere Methode wäre hier nachhaltiger, wir haben allerdings eine gute Balance aus zeitlicher und inhaltlicher Effektivität gesucht. Allerdings werden die Schülerinne und Schüler durch Fragen der Lehrperson mit einbezogen, um den frontalen Charakter dieser Form des Unterrichts etwas aufzulockern. Das Erkunden der Nutzungsbedingungen anhand von Leitfragen dient dem Zweck, dass die Schülerinnen und Schüler unter Anleitung die Erfahrung sammeln, wie umfangreich solche Vertragsbedingungen in der Realität sind. Außerdem wird hier die Brücke zwischen Theorie und Praxis geschlossen, indem die Schülerinnen und Schüler eine AGB kennenlernen, die für sie in ihrer Lebenswelt tatsächlich relevant ist, den meisten aber wenig oder nicht bekannt ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zukunftsaussichten: Um die SUS wieder neu zu motivieren, soll das Video eine Abwechslung zu den vorherigen Vorträgen sein und die Aufmerksamkeit wieder konzentrieren. Die Diskussion der Inhalte des gezeigten Videos im Plenum führt zu einem Austausch der verschiedenen Sichtweisen und kann den SuS bei der Bildung einer eigenen Meinung helfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Überblick über den Unterrichtsverlauf==&lt;br /&gt;
Das Unterrichtsmodul mit den zentralen Aktivitäten, inhaltlichen Schwerpunkten und Fachinhalten in den verschiedenen Phasen wird in der nachfolgenden Grafik zur Übersicht und Orientierung zusammengefasst. Die Materialien, wie etwa Arbeitsblätter und ergänzende Informationen, der verschiedenen Phasen sind in der Tabelle verlinkt.&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+&lt;br /&gt;
Eine 20 min Pause wird flexibel eingeplant. Dabei wird auf den Zustand der SuS und speziell auf ihre Leistungen nach dem Vortrag geachtet. Voraussichtlich befindet sich die Pause nach Phase 4.&lt;br /&gt;
!Zeit (min)&lt;br /&gt;
!&amp;lt;big&amp;gt;PHASEN&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
!&amp;lt;big&amp;gt;INHALTLICHE SCHWERPUNKTE/OPERATIONEN&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
!&amp;lt;big&amp;gt;SOZIAL-/AKTIONSFORM&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
!&amp;lt;big&amp;gt;MEDIEN&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
!INTENTIONEN U. BEGRÜNDUNGEN&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|5&lt;br /&gt;
|1 Einleitung&lt;br /&gt;
|1.1 Einleiten der SuS in das Thema&lt;br /&gt;
1.2 Vorstellungsrunde, jeder erzählt einen „Digitalen Fakt“ von sich (Siehe Anhang),&lt;br /&gt;
1.3 Unterricht eindeutig machen mittels eines roten Fadens(Roadmap)&lt;br /&gt;
|Interaktiver Vortrag&lt;br /&gt;
|Whiteboard&lt;br /&gt;
|Die Transparenz des Unterrichts dient der Förderung der Mitarbeit, außerdem dient der „Eisbrecher“ der Lockerung der Stimmung.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|15&amp;lt;br /&amp;gt;(10)&amp;lt;br /&amp;gt;(5)&lt;br /&gt;
|2 Vorwissen aktivieren&lt;br /&gt;
2.1 Ausfüllen Mentimeter&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.2 Besprechung&lt;br /&gt;
|Den SuS werden mittels Mentimeter gezielte Fragen zum Vorwissen gestellt. Die Ergebnisse werden als 3 Charts und eine Wordcloud ausgegeben. Die Fragen befinden sich im Anhang.&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einzelarbeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
PC&amp;lt;br /&amp;gt;Beamer&lt;br /&gt;
|Die Aktivierung des Vorwissens bereitet die SuS auf die Lernphase vor. So wird die Qualität der Lernprodukte gesteigert.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|25&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;(15)&amp;lt;br /&amp;gt;(5)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(5)&lt;br /&gt;
|3 Auswerten von&lt;br /&gt;
Nutzerprofilen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.1 Analyse der Profile&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.2 Austausch über Profile&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.3 Sicherung&lt;br /&gt;
|Die SuS in zwei Gruppen unterteilt, in denen sie in EA ein zugeteiltes Instagram Profil analysieren sollen. Dies soll in drei Schritten geschen. So lernen sie, über die Informationen&lt;br /&gt;
über die Person und die Interessen, indirekt die Themenbereiche der expliziten und impliziten Datenerhebung kennen.&lt;br /&gt;
|Einzelarbeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Partnerarbeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
|PC &amp;amp; [[Unterricht zu Instagram#Arbeitsblatt 7|AB 7]]&lt;br /&gt;
PC &amp;amp; [[Unterricht zu Instagram#Arbeitsblatt 7|AB 7]]&amp;lt;br /&amp;gt;Beamer&lt;br /&gt;
|Die SuS erfahren durch die eigene Arbeit wie einfach es ist Daten über das Profil zu sammeln und können so die Verbindungen zu eigenen Profilen knüpfen. Außerdem lernen die SuS die Verbindung zwischen einem Profil und der Datenerhebung kennen.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|25&lt;br /&gt;
(10)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(8)&amp;lt;br /&amp;gt;(2)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(5)&lt;br /&gt;
|4 Vortrag&lt;br /&gt;
4.1 Vorstellung 1&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.2 Vertiefung (Videos)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.3 Vorstellung 2&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.4 Sicherung&lt;br /&gt;
|Die Thematik des digitalen Doppelgängers und die dazugehörigen Methodiken.&lt;br /&gt;
Das Vorstellen der „tatsächlichen“ Daten, welche Instagram verarbeitet. Außerdem werden Einschnitte aus „SpiegelMining&lt;br /&gt;
– Reverse Engineering von Spiegel Online (33c3)“ präsentiert.&lt;br /&gt;
|Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
Lehrkörper/Klasse&amp;lt;br /&amp;gt;Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
|Whiteboard&lt;br /&gt;
Beamer&amp;lt;br /&amp;gt;Whiteboard&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Unterricht zu Instagram#Arbeitsblatt 6|AB 6]]&lt;br /&gt;
|Die SuS lernen Fachsprache und Thematik genauer kennen und sehen an einem Beispiel wie Daten erhoben und verarbeitet werden können. Außerdem werden sie lernen dies mit den eigenen Daten in den Kontext zu stellen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|45&lt;br /&gt;
(30)&amp;lt;br /&amp;gt;(15)&lt;br /&gt;
|5 Gruppenarbeit&lt;br /&gt;
5.1 Erarbeitungsphase&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5.2 Sicherung&lt;br /&gt;
|Die SuS werden zunächst mittels durchzählen in 5 Gruppen aufgeteilt. Jede Gruppe bekommt eine Perspektive zugeteilt, zu der sie ihre Gedanken in Form einer Mindmap aufschreiben soll (gesellschaftlich positiv, gesellschaftlich negativ, persönlich positiv, persönlich negativ, unternehmerische Sicht). Dazu werden Beispieltexte mit Fallbeispielen gestellt, die als Inspiration dienen sollen, aus denen aber auch Teile übernommen werden dürfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anschließend werden die Ergebnisse im Plenum den anderen Gruppen präsentiert und diskutiert.&lt;br /&gt;
|Gruppenarbeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
|[[Unterricht zu Instagram#Arbeitsblatt 1|AB 1-5]]&lt;br /&gt;
Plakate&lt;br /&gt;
|Den SuS werden auf einem Spektrum die Vor- und Nachteile nahegebracht. So werden sie in einen Diskurs gebracht und haben die Möglichkeit über das eigene Verhalten abzuwägen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|30&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;(5)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;(20)&amp;lt;br /&amp;gt;(5)&lt;br /&gt;
|6 Juristische Grundlagen&lt;br /&gt;
6.1 Thematische Einführung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.2 Erarbeitungsphase 6.3 Sicherung&lt;br /&gt;
|Kurzer Faktencheck zum Thema AGBs und juristische&lt;br /&gt;
Grundlagen (DSGVO, BDSG), Erkundung der AGBs von&lt;br /&gt;
Instagram anhand von Leitfragen. Das Ziel ist folgende Fragestellung beantworten zu können: Wie gehe ich Verantwortungsvoll mit meinen Daten um?&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einzelarbeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beamer&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
PC&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beamer&lt;br /&gt;
|Die SuS lernen ihre eigenen Rechte und Pflichten bei der Nutzung von Instagram kennen. Außerdem werden ihnen&lt;br /&gt;
Möglichkeiten gezeigt sich besser zu schützen, welches einen datenbewusteren Umgang fördert.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|10&lt;br /&gt;
|7 Zukunftsaussichten&lt;br /&gt;
7.1 Beispielperspektive&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.2 Diskussionsrunde&lt;br /&gt;
|Video: „Pizzabestellung der Zukunft“ - Wie realistisch ist das?&lt;br /&gt;
Besprechen der Zukunftsperspektiven von Big Data, Diskussion im Plenum&lt;br /&gt;
|Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
|Beamer&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;Beamer&lt;br /&gt;
|Die SuS machen sich ein Bild von unterschiedlichen Zukunftsaussichten.&lt;br /&gt;
Dadurch können sie unterschiedliche&lt;br /&gt;
Entwicklungen besser einschätzen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|5&lt;br /&gt;
|8 Verabschiedung&lt;br /&gt;
8.1 Feedback&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8.2 Abmoderation&lt;br /&gt;
|Feedbackbögen: Die SuS nennen, was ihnen gefallen hat und was ihnen nicht gefallen hat. Anschließend folgt die Abmoderation.&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
Einzelarbeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
|Feedbackbogen&lt;br /&gt;
|Dient der Reflektion über den Inhalt.&lt;br /&gt;
Schluss&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Beschreibungen ausgewählter Materialien==&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Arbeitsblatt 6 - Instagram.pdf|mini|Arbeitsblatt 6 - Instagram|verweis=Special:FilePath/Arbeitsblatt_6_-_Instagram.pdf]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Arbeitsblatt 7 - Instagram.pdf|mini|Arbeitsblatt 7 - Instagram|verweis=Special:FilePath/Arbeitsblatt_7_-_Instagram.pdf]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Moderation - Instagram.pdf|mini|Moderation - Instagram|verweis=Special:FilePath/Moderation_-_Instagram.pdf]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Arbeitsblatt 1-5 - Instagram.pdf|mini|Arbeitsblatt 1-5 - Instagram|verweis=Special:FilePath/Arbeitsblatt_1-5_-_Instagram.pdf]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Präsentation - Instagram.pdf|mini|Präsentation - Instagram|verweis=Special:FilePath/Präsentation_-_Instagram.pdf]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Tafelbilder - Instagram.pdf|mini|Tafelbilder - Instagram|verweis=Special:FilePath/Tafelbilder_-_Instagram.pdf]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Material zur Profilanalyse - Instagram.pdf|mini|Material zur Profilanalyse - Instagram|verweis=Special:FilePath/Material_zur_Profilanalyse_-_Instagram.pdf]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Jwiens3</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://eduwiki.cs.upb.de/index.php?title=Unterricht_zu_Instagram&amp;diff=2857</id>
		<title>Unterricht zu Instagram</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://eduwiki.cs.upb.de/index.php?title=Unterricht_zu_Instagram&amp;diff=2857"/>
		<updated>2022-08-16T10:29:31Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Jwiens3: /* Beschreibungen ausgewählter Materialien */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
Bei Schülerinnen und Schülern ist die Nutzung von sozialen Medien weit verbreitet; sie verbringen damit täglich oft mehrere Stunden. Zu den aktuell am häufigsten verwendeten Plattformen gehört Instagram. Viele personenbezogenen Daten werden von den Jugendlichen auf Instagram preisgegeben, ohne dass sie über eventuelle Konsequenzen nachdenken. Dabei ist Instagram ein [[datengetriebenes digitales Artefakt]], welches personenbezogene Daten erhebt und verarbeitet. Es erscheint daher wichtig, vor dem Hintergrund theoretischer Grundlagen des Data-Minings dieses [[Datengetriebenes digitales Artefakt|datengetriebene digitale Artefakt]] aus verschiedenen Perspektiven zu betrachten und dadurch das [[Datenbewusstsein]] der Schülerinnen und Schüler zu fördern. Die Lernenden sollen dabei zu einer selbstbestimmten Interaktion mit diesen Plattformen befähigt werden, also zu einer bewussten Nutzung dieser Plattformen. Auf dieser Seite wird dazu ein Unterrichtsmodul vorgestellt, welches Instagram als Beispiel für ein solches datengetriebene digitales Artefakt aufgreift. Dieses wurde im Rahmen einer Lehrveranstaltung in der Didaktik der Informatik von Studierenden entwickelt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Steckbrief des Unterrichtsmoduls==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Titel:&#039;&#039;&#039; Datenbewusstsein am Beispiel von Instagram&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Stichworte:&#039;&#039;&#039; [[Datenbewusstsein]], [[Data Science]], Internet-Suchmaschine&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Zielgruppe:&#039;&#039;&#039; Lerngruppen aus Informatikkursen der EF aus der gymnasialen Oberstufe - keine Einschränkung der Klassengröße - sowohl homogene als auch heterogene Zusammensetzung möglich&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Inhaltsfeld:&#039;&#039;&#039; &amp;quot;Informatik, Mensch und Gesellschaft&amp;quot; (insbesondere der Schwerpunkt: [[Datenbewusstsein]]), &amp;quot;Daten und Information&amp;quot;, &amp;quot;Informatiksysteme&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Vorkenntnisse:&#039;&#039;&#039; Dieses Unterrichtsmodul setzt einige wenige Vorkenntnisse der Lernenden voraus. Die Verwendung von sozialen Medien, insbesondere Instagram, sollte gebräuchlich sein. Ebenso sollten auch gewisse Grundkenntnisse und ein grundlegendes Bewusstsein für unterschiedliche digitale datengetriebene Artefakte bestehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Zeitlicher Umfang:&#039;&#039;&#039; 4 Unterrichtsstunden a 45 Minuten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gegenstandsbereich (Fachinhalt) des Unterrichtsmoduls==&lt;br /&gt;
Gegenstand der von uns geplanten und durchgeführten Unterrichtseinheit ist das Konzept des Datenbewusstseins. Dieses didaktische Konzept der informatischen Allgemeinbildung bezieht sich auf die alltägliche Interaktion mit den verschiedensten digitalen datengetriebenen Artefakten und das Bewusstsein für das dabei ablaufende Sammeln und Verarbeiten von Nutzerdaten. Das Ziel des Unterrichts ist, die Schülerinnen und Schüler dazu zu bewegen, die eigene Nutzung digitaler datengetriebener Artefakte zu reflektieren und das theoretische Wissen zu vermitteln, um zu verstehen und zu erkennen, an welchen Stellen Daten mit welchen Methoden gewonnen werden und wozu diese Daten genutzt werden. Durch das Vermitteln dieses Wissens soll erzielt werden, dass die Schülerinnen und Schüler, nach einer kritischen Betrachtung verschiedener Perspektiven, selbstbestimmt und bewusst mit ihren Daten in der Interaktion mit digitalen Datengetrieben Artefakten umgehen und ihre Rechte in Bezug auf diese Daten kennen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Überblick über den Verlauf des Unterrichtsmoduls==&lt;br /&gt;
Die Unterrichtseinheit unterteilt sich neben der Einleitung und der Verabschiedung in sechs didaktisch relevante Einheiten. Da die Einleitung und Verabschiedung, neben der ersten Interaktion mit den SuS, dem „Eisbrechen“ und dem Abrunden der Unterrichtseinheit dient, und keine Lernziele oder Kompetenzen erzielen soll, wird im Verlaufe nicht weiter auf sie eingegangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Unterrichtseinheit ist unterteilt in:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
#Einleitung&lt;br /&gt;
#Vorwissen aktivieren&lt;br /&gt;
#Profilanalyse&lt;br /&gt;
#Vortrag&lt;br /&gt;
#Gruppenarbeit&lt;br /&gt;
#Juristische Grundlagen&lt;br /&gt;
#Zukunftsaussichten&lt;br /&gt;
#Verabschiedung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ziele des Unterrichtsmoduls==&lt;br /&gt;
Beginnend mit dem Aktivieren des Vorwissens sollen die SuS durch die Umfragen und die Auswertungen angeregt werden, sich ihr Nutzungsverhalten, insbesondere ihre Nutzungsdauer, bewusst zu machen und kritisch zu hinterfragen. Dies dient dazu, den Blickwinkel der SuS zu öffnen, um in den folgenden Teilen des Unterrichts den Perspektivwechsel zu erleichtern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anschließend werden sie mithilfe der Profilanalyse mit den beispielhaften Nutzerprofilen konfrontiert, um eine Möglichkeit zu haben, sich mit dem Medium auseinanderzusetzten und eine neue Sicht zu erlangen. Da die zeitliche Beschränkung dazu führt, dass eine eher algorithmische Analyse der Struktur des digitalen datengetriebenen Artefaktes nicht vermittelt werden kann, ist es das Ziel, den SuS eine auf logischem Denken basierende Analyse eines Profils zu vermitteln und den SuS ein Gefühl für die Menge an Informationen zu geben, welche aus einem Profil gewonnen werden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem darauffolgenden Vortrag ist es das Ziel, dass die SuS ein Verständnis für den breiteren Kontext des Datengeschäfts erlangen und Fachbegriffe wie „digitaler Doppelgänger“, „Vorratsdatenspeicherung“, „explizite -und implizite Datenerhebung“ mit eigenen Worten erklären und miteinander in Verbindung bringen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Danach ist es das Ziel mittels einer Gruppenarbeit, dass die SuS die verschiedenen Perspektiven und Akteure der Datenverarbeitung kennenlernen und sich in diese hineinversetzen. In der Gruppenarbeit diskutieren sie dann über diese und beim späteren Zusammentragen evaluieren sie die Ziele anderer Akteure und wägen sie mit den eigenen ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun im Abschnitt der juristischen Grundlagen ist es wichtig, die Schülerinnen und Schüler über ihre Rechte in Bezug auf ihre Daten in sozialen Medien aufzuklären. Dazu wird wir kurz auf die theoretischen Grundlagen eingegangen, die es zum Thema DSGVO der EU, BDSG und AGB zu wissen gibt. Die Schülerinnen und Schüler erweitern dadurch nicht nur ihr Fachvokabular, sondern lernen auch, dass sie in Bezug auf den Schutz ihrer personenbezogenen Daten nicht allein gelassen werden. Darauf folgt eine selbständige Arbeitsphase, in welcher die Schülerinnen und Schüler sich die Nutzungsbedingungen von Instagram raussuchen und anhand von Leitfragen erkunden. Die Schülerinnen und Schüler sollen aus dieser Aufgabe lernen, AGB oder Nutzungsbedingungen nach den relevanten Informationen zu scannen und erkennen, wie wichtig es ist, die Vertragsbedingungen, um die es sich dabei handelt, zu erkennen und um in der Lage zu sein, selbstbestimmt und verantwortungsvoll mit den eigenen Daten auf einer Plattform wie Instagram umzugehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Letztendlich ist es die Aufgabe der Zukunftsaussichten, dass die SuS aufmerksamer für neue Entwicklungen im Bereich der Datenverarbeitung werden und reflektieren können, welche der aufgezeigten Zukunftsaussichten möglich und/oder realistisch sind. Dabei entwickeln sie ein Bewusstsein für die Gefahren und Chancen, die eine Weiterentwicklung digitaler datengetriebener Artefakte in eine bestimmte Richtung mit sich bringen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Sachanalyse des Unterrichtsmoduls==&lt;br /&gt;
[[Datei:Dualitätsrekonstruktion zum digitalen datengetriebenen Artefakt Instagram.png|mini|675x675px|Dualitätsrekonstruktion zum digitalen datengetriebenen Artefakt Instagram]]&lt;br /&gt;
Die verschiedenen Unterrichtselemente beschäftigen sich mit unterschiedlichen Inhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorwissen aktivieren: Es werden anonyme Umfragen zum aktuellen Wissensstand und zu den Nutzungsgewohnheiten der SuS von Instagram durchgeführt, um in die Thematik der Unterrichtseinheit einzuleiten und die Ergebnisse anschließend auszuwerten und im Verlauf der folgenden Unterrichtselemente wieder aufzugreifen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Profilanalyse: Die beiden Profile stellen beispielhafte Nutzer dar. Sie sind sehr stereotypisch und mit einem chronologischen Gedanken entwickelt worden, um den SuS eine klare und eher einfach zu erschließende Plattform zu präsentieren. So ergibt sich idealerweise, mithilfe der Bearbeitungszeit, eine Struktur passend zum Analyseprozess und die SuS haben so die Möglichkeit, das eigene Verhalten auf der Plattform zu reflektieren und eine Verbindung zwischen kommerziellen Aspekten und Inhalten der Plattform herzustellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vortrag: Der Inhalt schließt sowohl die Nutzer- als auch die Unternehmensperspektive von Instagrams Geschäftsmodell ein, welche Rolle digitale Doppelgänger in diesem spielen, wie diese konstruiert werden und zu welchen Zwecken sie verwendet werden können. Digitale Doppelgänger beziehen sich auf eine konkrete Person und bestehen aus den gesammelten personenbezogenen Daten der jeweiligen Person. Dabei ist der digitale Doppelgänger nur begrenzt genau in der Abbildung der Realität. Die Daten des digitalen Doppelgängers werden mittels der Instagram App in diesem Beispiel erhoben. Dafür wird in explizite -und implizite Datenerhebung unterschieden. Explizit sind die Daten, die der Nutzer aktiv zum Zweck Daten zur Verfügung zu stellen eingibt. Implizit sind die Daten, die durch Beobachtung, Tracking gewonnen werden oder vom Nutzer mit einem anderen primären Zweck als Daten zur Verfügung zu stellen eingegeben wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gruppenarbeit: Die Gruppenarbeit beschäftigt sich mit den Vorteilen und Nachteilen der Datenverarbeitung aus Sicht der Privatnutzer, der Gesellschaft und der Unternehmen. Die Gruppen haben dazu Arbeitsblätter mit erdachten und / oder realen Szenarien und Situationen bekommen, aus welchen die SuS Vor- oder Nachteile formulieren sollen, die sich durch die technologie Vorratsdatenspeicherung ergeben könnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Juristische Grundlagen: Die seit dem 25. Mai 2018 bestehenden Vorschriften der DSGVO schützen die Grundrechte und Grundfreiheiten natürlicher Personen auf EU-Ebene und lassen dabei Spielraum an einigen Stellen für ihre Mitgliedsstaaten. Es wird insbesondere geregelt, wie Unternehmen die privaten Daten von Personen erheben und verarbeiten. Auf Bundesebene setzt dann das BDSG an und beruht auf den Artikeln 1 und 2 des Grundgesetzes. Speziell wird im BDSG auch die Umsetzung der Datenschutz-Richtlinien der EU für Polizei und Justiz geregelt. Während es sich bei der DSGVO und dem BDSG um Vorschriften und Gesetze handelt, sind die AGB für eine Vielzahl von Fällen anwendbare vorformulierte Vertragsbedingungen, die jedes Unternehmen als eine Vertragspartei im Rahmen der in Deutschland herrschenden Vertragsfreiheit festlegt. In den AGB darf von gesetzlichen Regelungen nur abgewichen werden, wenn dies zum Vorteil des Kunden geschieht. Bei Instagram handelt es sich hierbei um sogenannte Nutzungsbedingungen, denen jeder Nutzer beim Erstellen eines Profils und bei jeder Änderung zustimmt und einwilligt, sich vertraglich an diese zu halten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zukunftsaussichten: In einem Video wird der Zugriff auf persönliche Daten, wie z. B. Daten der Krankenkasse, Adresse und Finanzinformationen, durch einen Pizza-Lieferdienst der Zukunft dargestellt. Dieser Zukunftsausblick dient als Diskussionsgrundlage der folgenden Plenumsdiskussion, welche durch die Lehrperson moderiert wird. Es werden die einzelnen im Video angesprochenen Möglichkeiten der Datenverarbeitung einzeln betrachtet und ein Einblick in schon heute mehr oder weniger gängige Praktiken in den jeweiligen Bereichen gegeben. So wird z. B. das Krankenkassen-Modell angesprochen, welches mithilfe einer Fitness-Uhr die gesundheitsrelevanten Daten der Versicherungsnehmer auswertet und anhand dieser die Höhe der Beiträge reguliert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Didaktische Begründung des Unterrichtsmoduls==&lt;br /&gt;
Die verschiedenen Unterrichtselemente verwenden unterschiedliche Methoden und werden deshalb im Folgenden einzeln betrachtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorwissen aktivieren: Das Aktivieren des Vorwissens erfüllt den Zweck, dass die SUS sich eigene Gedanken zu dem Thema machen und somit sie selbst und die Lehrperson sich ein Bild vom bisherigen Wissenstand machen können, sodass manche Themenbereiche im Verlauf der Unterrichtseinheit vielleicht aufgegriffen werden können. Mit dem digitalen Hilfsmittel Mentimeter können die Ergebnisse einfach eingesehen und übersichtlich für das Plenum präsentiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Profilanalyse: Bei der Profilanalyse ist es essenziell, dass die SuS sich selbst mit dem digitalen Artefakt auseinandersetzen. Da die Analyse der Profile mithilfe der Instagram-Plattform höchstwahrscheinlich zu Unruhe führen würde, werden die Profile anhand einer PDF-Datei zu Verfügung gestellt. Daraus folgt, dass die SuS sich über mehrere Minuten mit den Profilen inhaltlich auseinandersetzen müssen und somit als Lernprodukt unbewusst eine Methodik der Profilanalyse erstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vortrag: Für diesem Abschnitt wurde die Methode des Lehrervortrags gewählt, zum einen damit es Abwechslung in der Unterrichtsgestaltung gibt, zum anderen, weil diese Methode der Erfüllung der Lernziele am ehesten gerecht wird. Die einzelnen Fachbegriffe könnte man den SuS auch in Sachtexten zur Selbsterschließung näherbringen, jedoch bietet der Vortrag die Möglichkeit, diese zusammenhängend als großes Ganzes darstellen, viel eher und natürlicher als andere Methoden. Zum Schluss sollen die SuS die gehörten und trotzdem gelernten Inhalte mit eigenen Worten wiedergeben, wodurch die Lernfortschritte noch einmal gefestigt werden und die Lehrperson einen Überblick über den Lernfortschritt der SuS bekommt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gruppenarbeit: Mit einer Gruppenarbeit wird eine Diskussion der SuS untereinander gefördert. Da es hier um etwas stark Meinungsbasiertes geht, lernen die SuS in einer Gruppenarbeit und im Austausch mit anderen SuS am besten, welche Aspekte der Datenverarbeitung für sie selbst besonders wichtig erscheinen und wie sie sie gegen die eigenen Interessen abwägen. In der Diskussion mit anderen Sus sind sie zudem freier und weniger in der Erarbeitung gezwungen, gewisse Inhalte zu erschließen. Somit kommen auch Aspekte zu tragen, die normalerweise nicht aufkommen würden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Juristische Grundlagen: Die gewählte Methode des kurzen Vortrages zur Vermittlung der theoretischen Grundlagen ist der Kürze der Zeit geschuldet, da sich in so einem Vortrag in kürzerer Zeit mehr Informationen verpacken lassen, als wenn die Schülerinnen und Schüler sich diese selbst anhand von Materialien erarbeiten würden. Eine andere Methode wäre hier nachhaltiger, wir haben allerdings eine gute Balance aus zeitlicher und inhaltlicher Effektivität gesucht. Allerdings werden die Schülerinne und Schüler durch Fragen der Lehrperson mit einbezogen, um den frontalen Charakter dieser Form des Unterrichts etwas aufzulockern. Das Erkunden der Nutzungsbedingungen anhand von Leitfragen dient dem Zweck, dass die Schülerinnen und Schüler unter Anleitung die Erfahrung sammeln, wie umfangreich solche Vertragsbedingungen in der Realität sind. Außerdem wird hier die Brücke zwischen Theorie und Praxis geschlossen, indem die Schülerinnen und Schüler eine AGB kennenlernen, die für sie in ihrer Lebenswelt tatsächlich relevant ist, den meisten aber wenig oder nicht bekannt ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zukunftsaussichten: Um die SUS wieder neu zu motivieren, soll das Video eine Abwechslung zu den vorherigen Vorträgen sein und die Aufmerksamkeit wieder konzentrieren. Die Diskussion der Inhalte des gezeigten Videos im Plenum führt zu einem Austausch der verschiedenen Sichtweisen und kann den SuS bei der Bildung einer eigenen Meinung helfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Überblick über den Unterrichtsverlauf==&lt;br /&gt;
Das Unterrichtsmodul mit den zentralen Aktivitäten, inhaltlichen Schwerpunkten und Fachinhalten in den verschiedenen Phasen wird in der nachfolgenden Grafik zur Übersicht und Orientierung zusammengefasst. Die Materialien, wie etwa Arbeitsblätter und ergänzende Informationen, der verschiedenen Phasen sind in der Tabelle verlinkt.&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+&lt;br /&gt;
Eine 20 min Pause wird flexibel eingeplant. Dabei wird auf den Zustand der SuS und speziell auf ihre Leistungen nach dem Vortrag geachtet. Voraussichtlich befindet sich die Pause nach Phase 4.&lt;br /&gt;
!Zeit (min)&lt;br /&gt;
!&amp;lt;big&amp;gt;PHASEN&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
!&amp;lt;big&amp;gt;INHALTLICHE SCHWERPUNKTE/OPERATIONEN&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
!&amp;lt;big&amp;gt;SOZIAL-/AKTIONSFORM&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
!&amp;lt;big&amp;gt;MEDIEN&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
!INTENTIONEN U. BEGRÜNDUNGEN&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|5&lt;br /&gt;
|1 Einleitung&lt;br /&gt;
|1.1 Einleiten der SuS in das Thema&lt;br /&gt;
1.2 Vorstellungsrunde, jeder erzählt einen „Digitalen Fakt“ von sich (Siehe Anhang),&lt;br /&gt;
1.3 Unterricht eindeutig machen mittels eines roten Fadens(Roadmap)&lt;br /&gt;
|Interaktiver Vortrag&lt;br /&gt;
|Whiteboard&lt;br /&gt;
|Die Transparenz des Unterrichts dient der Förderung der Mitarbeit, außerdem dient der „Eisbrecher“ der Lockerung der Stimmung.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|15&amp;lt;br /&amp;gt;(10)&amp;lt;br /&amp;gt;(5)&lt;br /&gt;
|2 Vorwissen aktivieren&lt;br /&gt;
2.1 Ausfüllen Mentimeter&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.2 Besprechung&lt;br /&gt;
|Den SuS werden mittels Mentimeter gezielte Fragen zum Vorwissen gestellt. Die Ergebnisse werden als 3 Charts und eine Wordcloud ausgegeben. Die Fragen befinden sich im Anhang.&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einzelarbeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
PC&amp;lt;br /&amp;gt;Beamer&lt;br /&gt;
|Die Aktivierung des Vorwissens bereitet die SuS auf die Lernphase vor. So wird die Qualität der Lernprodukte gesteigert.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|25&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;(15)&amp;lt;br /&amp;gt;(5)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(5)&lt;br /&gt;
|3 Auswerten von&lt;br /&gt;
Nutzerprofilen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.1 Analyse der Profile&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.2 Austausch über Profile&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.3 Sicherung&lt;br /&gt;
|Die SuS in zwei Gruppen unterteilt, in denen sie in EA ein zugeteiltes Instagram Profil analysieren sollen. Dies soll in drei Schritten geschen. So lernen sie, über die Informationen&lt;br /&gt;
über die Person und die Interessen, indirekt die Themenbereiche der expliziten und impliziten Datenerhebung kennen.&lt;br /&gt;
|Einzelarbeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Partnerarbeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
|PC &amp;amp; [[Unterricht zu Instagram#Arbeitsblatt 7|AB 7]]&lt;br /&gt;
PC &amp;amp; [[Unterricht zu Instagram#Arbeitsblatt 7|AB 7]]&amp;lt;br /&amp;gt;Beamer&lt;br /&gt;
|Die SuS erfahren durch die eigene Arbeit wie einfach es ist Daten über das Profil zu sammeln und können so die Verbindungen zu eigenen Profilen knüpfen. Außerdem lernen die SuS die Verbindung zwischen einem Profil und der Datenerhebung kennen.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|25&lt;br /&gt;
(10)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(8)&amp;lt;br /&amp;gt;(2)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(5)&lt;br /&gt;
|4 Vortrag&lt;br /&gt;
4.1 Vorstellung 1&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.2 Vertiefung (Videos)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.3 Vorstellung 2&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.4 Sicherung&lt;br /&gt;
|Die Thematik des digitalen Doppelgängers und die dazugehörigen Methodiken.&lt;br /&gt;
Das Vorstellen der „tatsächlichen“ Daten, welche Instagram verarbeitet. Außerdem werden Einschnitte aus „SpiegelMining&lt;br /&gt;
– Reverse Engineering von Spiegel Online (33c3)“ präsentiert.&lt;br /&gt;
|Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
Lehrkörper/Klasse&amp;lt;br /&amp;gt;Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
|Whiteboard&lt;br /&gt;
Beamer&amp;lt;br /&amp;gt;Whiteboard&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Unterricht zu Instagram#Arbeitsblatt 6|AB 6]]&lt;br /&gt;
|Die SuS lernen Fachsprache und Thematik genauer kennen und sehen an einem Beispiel wie Daten erhoben und verarbeitet werden können. Außerdem werden sie lernen dies mit den eigenen Daten in den Kontext zu stellen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|45&lt;br /&gt;
(30)&amp;lt;br /&amp;gt;(15)&lt;br /&gt;
|5 Gruppenarbeit&lt;br /&gt;
5.1 Erarbeitungsphase&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5.2 Sicherung&lt;br /&gt;
|Die SuS werden zunächst mittels durchzählen in 5 Gruppen aufgeteilt. Jede Gruppe bekommt eine Perspektive zugeteilt, zu der sie ihre Gedanken in Form einer Mindmap aufschreiben soll (gesellschaftlich positiv, gesellschaftlich negativ, persönlich positiv, persönlich negativ, unternehmerische Sicht). Dazu werden Beispieltexte mit Fallbeispielen gestellt, die als Inspiration dienen sollen, aus denen aber auch Teile übernommen werden dürfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anschließend werden die Ergebnisse im Plenum den anderen Gruppen präsentiert und diskutiert.&lt;br /&gt;
|Gruppenarbeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
|[[Unterricht zu Instagram#Arbeitsblatt 1|AB 1-5]]&lt;br /&gt;
Plakate&lt;br /&gt;
|Den SuS werden auf einem Spektrum die Vor- und Nachteile nahegebracht. So werden sie in einen Diskurs gebracht und haben die Möglichkeit über das eigene Verhalten abzuwägen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|30&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;(5)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;(20)&amp;lt;br /&amp;gt;(5)&lt;br /&gt;
|6 Juristische Grundlagen&lt;br /&gt;
6.1 Thematische Einführung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.2 Erarbeitungsphase 6.3 Sicherung&lt;br /&gt;
|Kurzer Faktencheck zum Thema AGBs und juristische&lt;br /&gt;
Grundlagen (DSGVO, BDSG), Erkundung der AGBs von&lt;br /&gt;
Instagram anhand von Leitfragen. Das Ziel ist folgende Fragestellung beantworten zu können: Wie gehe ich Verantwortungsvoll mit meinen Daten um?&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einzelarbeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beamer&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
PC&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beamer&lt;br /&gt;
|Die SuS lernen ihre eigenen Rechte und Pflichten bei der Nutzung von Instagram kennen. Außerdem werden ihnen&lt;br /&gt;
Möglichkeiten gezeigt sich besser zu schützen, welches einen datenbewusteren Umgang fördert.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|10&lt;br /&gt;
|7 Zukunftsaussichten&lt;br /&gt;
7.1 Beispielperspektive&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.2 Diskussionsrunde&lt;br /&gt;
|Video: „Pizzabestellung der Zukunft“ - Wie realistisch ist das?&lt;br /&gt;
Besprechen der Zukunftsperspektiven von Big Data, Diskussion im Plenum&lt;br /&gt;
|Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
|Beamer&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;Beamer&lt;br /&gt;
|Die SuS machen sich ein Bild von unterschiedlichen Zukunftsaussichten.&lt;br /&gt;
Dadurch können sie unterschiedliche&lt;br /&gt;
Entwicklungen besser einschätzen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|5&lt;br /&gt;
|8 Verabschiedung&lt;br /&gt;
8.1 Feedback&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8.2 Abmoderation&lt;br /&gt;
|Feedbackbögen: Die SuS nennen, was ihnen gefallen hat und was ihnen nicht gefallen hat. Anschließend folgt die Abmoderation.&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
Einzelarbeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
|Feedbackbogen&lt;br /&gt;
|Dient der Reflektion über den Inhalt.&lt;br /&gt;
Schluss&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Beschreibungen ausgewählter Materialien==&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Arbeitsblatt 6 - Instagram.pdf|mini|Arbeitsblatt 6 - Instagram]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Arbeitsblatt 7 - Instagram.pdf|mini|Arbeitsblatt 7 - Instagram]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Moderation - Instagram.pdf|mini|Moderation - Instagram]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Arbeitsblatt 1-5 - Instagram.pdf|mini|Arbeitsblatt 1-5 - Instagram]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Präsentation - Instagram.pdf|mini|Präsentation - Instagram]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Tafelbilder - Instagram.pdf|mini|Tafelbilder - Instagram]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Material zur Profilanalyse - Instagram.pdf|mini|Material zur Profilanalyse - Instagram]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
===Arbeitsblätter===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Arbeitsblatt 1====&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Gesellschaftliche Auswirkungen - negativ&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Aufgabe: Lest die drei Beispieltexte und erstellt eine Mindmap für die negativen Auswirkungen auf die Gesellschaft. Dafür könnt ihr euch auf die Texte und euer eigenes Wissen beziehen. Ihr habt 30 min. Bearbeitungszeit.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[1]Die Regierung des Nord-Südlich gelegenen Landes Arstotzka hat ein Problem – die eigenen Bürger waren zu lange dem Einfluss des Westens ausgesetzt, und fangen an, unangenehme Fragen an die Regierung zu stellen. Der Geheimdienst brauch ein Upgrade. Die Regierung beschließt ein Überwachungsprogramm in Zusammenarbeit mit den besten IT-lern des Landes. Innerhalb von 5 Jahren soll das Internet komplett unter die Kontrolle der Regierung gebracht werden. Nicht nur wird ein großer Filter um das Internet gelegt, der Regierungsunkonforme Inhalte entfernt, es wird auch für jeden Bürger ein Profil angelegt, welches mit allen Aktivitäten dieser Person gefüttert wird. Dazu werden alle Daten erfasst und ausgewertet, die die Person im Internet von sich preisgibt. Dazu zählen auch eigentlich verschlüsselt geglaubte Daten, denn Hersteller von technischen Geräten werden dazu verpflichtet, eine Hintertür für die Regierung in ihren Geräten einzubauen. Textnachrichten, Bilder, Standortdaten, Kontakte etc. werden komplett ausgewertet. Bürgern wird je nach Aktivität eine Punktezahl zugeteilt, bei Regierungsunkonformen Aktivitäten wird die Punktezahl gesengt, bei &amp;quot;gutem Verhalten&amp;quot; steigt er. Bürger mit einem niedrigen Punktestand werden Leistungen wie Kredite, Sozialhilfe und Wohnungssuche erschwert, sie werden eventuell sogar festgenommen. Bürger mit einer hohen Punktezahl bekommen Boni, wie günstigere Kredite. Ganze Websites werden verbannt oder an das Parteibuch angepasst, darunter auch Grenzen bei Google Maps, sogar die Wikipedia wird regierungskonform nachgebaut. Das Land Arstotska ist ein Extrembeispiel und viele andere Länder auf der Erde verurteilen dies öffentlich, doch selbst westliche Länder und einige Unternehmen schielen gespannt auf Teile dieser Technologie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[2]In den USA sind mal wieder Wahlen. Die Bürger des Landes sehen sich oft als Vorreiternation für Demokratie, da das Land auf den Prinzipien der freien und geheimen Wahl gegründet wurde. Doch nach der Wahl kommt ein großer Skandal ans Licht:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Unternehmen Cambridge Analytica wertete Nutzerdaten verschiedener sozialer Netzwerke aus und bestimmte so, wer eher für Trump, welcher eher für Clinton stimmen würde, und wie sicher der Nutzer das tun würde. Das Unternehmen war mit ihrer KI so weit, dass es anhand des Gesichtsausdrucks auf Fotos mit einer erhöhten Genauigkeit feststellen konnte, welche Sexualität die Person hat und welche Partei sie wahrscheinlich wählen würde. Einflussreiche Trump Unterstützer bezahlten das Unternehmen für gezielte Trump-Werbung an unentschiedene Wähler und für das gezielte Schalten von Negativberichten über Clinton an Demokratenwähler. Das schlimmste dabei – die meisten ausgewerteten Daten waren öffentlich zugänglich (ein Teil wurde allerdings auch über eine Datenlücke erworben). Russland sind ähnliche Einmischungen nachgewiesen worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[3]Die Techniker Krankenkasse hat einiges an Konkurrenz. Um einen Wettbewerbsvorteil zu haben, denkt die Chefetage intensiv darüber nach, wie sie die Preise für ihre Kunden besser kalkulieren können. Es braucht nicht viel Überlegung, um festzustellen, dass gesunde Kunden die profitabelsten sind. Wer die Versicherung nicht braucht, der kostet auch nichts. Um diesen Typ Kunden zu finden, und durch Beitragsvorteile an sich zu binden, startet die TK ein Bonusprogramm, bei dem man Punkte bekommt, wenn man gesundheitliche Daten von sich hochlädt oder sich von einem Arzt der TK durchchecken lässt. Diese Punkte können in Ersparnisse auf den Beitrag umgewandelt werden. Raucher, Menschen mit einer ungesunden Ernährung und natürlich auch Menschen mit Behinderungen können so als Risikopatienten für die Kasse erkannt werden. Noch ist das System freiwillig, doch weitere Ideen der Datenerhebung sind in ständiger Diskussion.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Arbeitsblatt 2====&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Gesellschaftliche Auswirkungen - positiv&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Aufgabe: Lest die drei Beispieltexte und erstellt eine Mindmap für die positiven Auswirkungen auf die Gesellschaft. Dafür könnt ihr euch auf die Texte und euer eigenes Wissen beziehen. Ihr habt 30 min. Bearbeitungszeit.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[4]Datenanalysten erforschen eine Art &amp;quot;Pre-Crime&amp;quot; KI. Sie analysieren Bürger in gewissen Bereichen der Stadt mithilfe von Kameras und errechnen daraus Wahrscheinlichkeiten auf ein eventuelles Verbrechen, und ob bereits vorher Polizisten entsendet werden sollen, bzw. welche Personen kontrolliert werden sollen. Wenn alles optimal funktioniert, empfiehlt der Bordcomputer einem Polizisten, wo er öfter Streife fahren muss, und kann so Verbrechen vorbeugen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[5]Das Land USB hat relativ lockere Datenschutzgesetze. Davon profitieren hauptsächlich Softwareunternehmen, welche dadurch in die Region gelockt werden und gigantische Umsätze verbuchen können. Daten sind eben ein lukratives Geschäft, und die Daten werden schließlich größtenteils freiwillig preisgegeben. Es entstehen viele Arbeitsplätze in den USB, und die Steuereinnahmen sind auch nicht zu verachten. Es gibt sogar einen berühmtes Tal, in der sich die datenhungrigen TechUnternehmen niedergelassen haben, das Aluminium Valley.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[6]Ein bekannter deutscher Enthüllungsjournalist und Comedian vom ZDF bereitet eine Sendung über den erfolgreichen Investor Armin Sabov vor. Sein Team und er begeben sich auf Recherche. Durch einen Mix aus Datenleaks und vielen Artikeln aus der Vergangenheit dauert es nicht lange, bis sie einige erschreckende Zusammenhänge und Machenschaften erkennen können und das Netzwerk Sabovs komplett durchleuchten können. Auch werden unter den Daten seitenlange Excel Tabellen gefunden, die die Finanzströme Sabovs darstellen. Durch Analysetools kann sogar daraus ein Steuerbetrug nachgewiesen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[7]Island hat ein kleines Problem. Seit die Wikinger das Land vor 1100 Jahren besiedelten, blieben die Bewohner der Insel meistens unter sich. Kein Wunder also, dass die 334.000 Einwohner ein Inzest-Problem haben. Eine App hilft, ungewollte Begegnungen beim Daten zu vermeiden. Sie zeigt dem Nutzer nach der Eingabe des Namens des Gegenübers den Stammbaum der Person an. So kann man leicht überprüfen, ob man über zu wenige Ecken miteinander verwandt ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Arbeitsblatt 3====&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Persönliche Auswirkungen - negativ&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Aufgabe: Lest die drei Beispieltexte und erstellt eine Mindmap für die negativen Auswirkungen auf das Individuum. Dafür könnt ihr euch auf die Texte und euer eigenes Wissen beziehen. Ihr habt 30 min. Bearbeitungszeit.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[8]Jan hat gerade sein Abi bestanden, und verlässt motiviert die Schule. Mit seiner 2,4 ist er vollkommen zufrieden, und möchte, bevor er ins Berufsleben einsteigt, sich eine kleine Auszeit nehmen. In dieser Zeit feiert er oft und ist viel bei Freunden. Nach einigen Wochen bewirbt er sich bei einem lokalen Unternehmen, welches Elektrobauteile für Roboter herstellt. Dort wollte er schon lange arbeiten, und er wird auch direkt zum Bewerbungsgespräch gerufen. Er weiß, dass die Posten hart umkämpft sind, sieht sich aber guter Dinge und ist vorbereitet. Das Bewerbungsgespräch lief eigentlich gut, doch der Arbeitgeber befragt ihn plötzlich über einige Fotos, die er im Internet aus Jans Vergangenheit gefunden hat. Die Fotos sind nicht mal seine eigenen, Freunde haben wohl Fotos von ihm im Suff als Schnapsleiche gemacht, auch wie er sich Pillen auf einem Konzert einschmeißt und sich über eine Kloschüssel gebeugt erbricht. Die Fotos nutzt der Arbeitgeber als Begründung, dass Jan vielleicht doch eher nicht ins Unternehmen passe, da seine Zuverlässigkeit zu hinterfragen ist. Die Fotos hat er über entsprechende @-verlinkungen auf Jans instagramm Account gefunden. Später googelt Jan frustriert, ob der Arbeitgeber das überhaupt darf, und findet die Story einer Frau, die von ihrem Job gefeuert wurde aufgrund von rassistischen Äußerungen im Netz, die Jahre zurückliegen, und einen Verweis auf §26 BDSG, der besagt, dass tasäschlich legal ist, was Jan und Alice dort passiert ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[9]Lina besucht das Städtische Gymnasium Hannover und hat seit einem Jahr einen Freund. Schon seit einiger Zeit schicken sie sich ab und an mal Nacktfotos hin und her. Sie war eigentlich immer sehr glücklich, aber als es über einige Zeit nicht mehr gut läuft, beschließt Lina, Schluss zu machen. Ihr Freund ist sichtlich sauer und nicht glücklich über diese Nachricht, habe er doch sehr viel für diese Beziehung gegeben. Einige Tage später erfährt sie, dass jene Nacktbilder und sogar ein Sexvideo in der ganzen Schule, ja in der ganzen Stadt unter Jugendlichen im Umlauf sind. Selbst als sie ihre Eltern und die Polizei einschaltet, hilft es nichts. Der Schaden ist angerichtet, und kann nicht mehr rückgängig gemacht werden. Selbst ein paar Jahre später, als sie umgezogen ist, begegnen ihr die Fotos und Videos immer wieder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[10]Emma ist gebürtige Amerikanerin und wohnt noch bei ihren Eltern. Eines Tages schickt die Kette &amp;quot;Target&amp;quot;, bei der sie öfter einkauft, einen Brief zu ihr nach Hause. Eine Werbeanzeige, die ihr dazu gratulierte, bald eine Mutter zu werden, zusammen mit einigen Empfehlungen für entsprechende Produkte. Der Grund für den Brief war das Kaufverhalten von Emma, welches mit dem einer Schwangeren übereinstimmte. Die dafür notwendigen Daten wurden von Target erhoben. Der Vater war außer sich und beschwerte sich bei Target für die Werbung, die zudem ja gar nicht stimmte, da seine Tochter gar nicht schwanger sei. Ein paar Tage später wurde bekannt, dass die Tochter zu diesem Zeitpunkt tatsächlich schwanger war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Arbeitsblatt 4====&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Persönliche Auswirkungen - positiv&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Aufgabe: Lest die drei Beispieltexte und erstellt eine Mindmap für die positiven Auswirkungen auf das Individuum. Dafür könnt ihr euch auf die Texte und euer eigenes Wissen beziehen. Ihr habt 30 min. Bearbeitungszeit.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[11]Michael ist Schüler am Leopoldinum in Detmold. Er ist neu zugezogen und hat noch keine wirklichen Freunde, er ist aber schon in der WhatsApp Gruppe der Klasse. Um sich ein wenig zu vernetzen installiert er sich zum ersten Mal Instagram, kostet ja nix. Nachdem er sich einen Account erstellt hat, bekommt er direkt ein paar Freundschaftsvorschläge. Michael erkennt die Profilbilder und Nutzernamen teilweise wieder, und schaut sich die Profile seiner Klassenkameraden mal genauer an. Er findet das Profil von Achim, seine neuen Posts enthalten teilweise Fotos über das neue Eldenring-Videospiel, welches er auch gerade spielt. Zum Austausch schreibt er ihn an und chattet ein wenig mit ihm. Daraufhin werden auch seine Freundschaftsvorschläge auch genauer, und er entdeckt mehr Klassenkameraden, mit denen er etwas gemeinsam hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[12]Jenny ist Künstler und folgt einigen anderen Künstlern auf Instagram. Während sie so durch ihre Timeline scrollt bleibt sie bei einem Post länger als üblich stehen, und sieht sich das getragene T-shirt in extrem buntem und auffälligen Design einer Frau an, die ihr gemaltes Bild präsentiert. Ein paar Sekunden später scrollt sie schon weiter, die nächste Werbeanzeige, die sie bekommt, ist von einem Onlineshop, welcher ähnliche Kleidungsstücke anbietet. Sie ist interessiert, und schaut sich die Website des Anbieters genauer an, kauft am Schluss dort sogar ein paar Ohrringe und zwei T-Shirts, die sie extrem schön findet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[13]Emir hat sich zum Start des Semesters bei der Uni eingeschrieben, und bevor es los geht möchte er sich noch einen Laptop kaufen, um bei den Vorlesungen mitschreiben zu können. Ein neues Handy kauft er sich dabei gleich auch. Die Einrichtung dieser neuen Geräte fällt ihm nicht schwer, schließlich muss er sich nur mit seinen verschiedenen Accounts anmelden, alle anderen Einstellungen, die er getätigt hat, werden von seinen alten Geräten übertragen. Später setzt er sich dann in die Bahn von Paderborn nach Detmold auf dem Weg zu einem Freund. Bahnfahren ist langweilig, und daher beschäftigt er sich während der Fahrt mit seinem neuen Handy und scrollt durch seine Instagram Reels. Dadurch, dass der Algorithmus genau versteht, was er mag, und was ihn unterhält, kommt es ihm die Zugfahrt deutlich kürzer vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Arbeitsblatt 5====&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Auswirkungen auf die Unternehmen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Aufgabe: Lest die drei Beispieltexte und erstellt eine Mindmap für die Perspektive der Unternehmen. Dafür könnt ihr euch auf die Texte und euer eigenes Wissen beziehen. Ihr habt 30 min. Bearbeitungszeit.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[14]Florian ist Vorsitzender eines Unternehmens, welches Instrumente und Zubehör verkauft. Er lässt auf seiner Website viele Nutzerdaten erheben, und diese automatisch auswerten. Dank dieser Daten weiß er genau, welche Ware gerade viel gekauft wird, und welche er aus dem Sortiment streichen kann, welche er auf die Frontpage packen kann, und von welchen er mehr bestellen muss. Er weiß aber auch, welche Kunden sich Artikel als Favoriten markiert haben, oder länger angesehen haben. Denen schickt er über einen Newsletter und über bezahlte Werbung bei Google gezielt Werbung für diese Produkte. Letztens hat er einen massiven Fehlkauf gemacht, und zu viele Gitarren eines eher unbeliebten Modells bestellt. Durch eine massive Werbekampagne an Nutzer, die laut Nutzerdaten eine neue Gitarre suchen und sich eher weniger auskennen, konnte er die Gitarren jedoch schnell wieder loswerden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[15]Herr Mosseri muss Erfolge melden – in letzter Zeit stagniert Instagram, die Umsätze steigen nur langsam. In einem Vorstandstreffen wird eine neue Strategie beschlossen, die bereits für das chinesische Unternehmen Tik-tok funktioniert hat – kurze Videos in Feeds, perfekt zugeschnitten für den Nutzer. Instagram in diesem Meeting zu einer Fast-Entertainment Plattform umgestaltet. Unter dem Namen &amp;quot;Reels&amp;quot; werden neue Feeds eingeführt, mit Videos von maximal 10 Sekunden Länge. Alle paar Videos gibt es eine Werbeanzeige. Durch die Kürze der Videos und die Nutzerdaten, die Instagram von ihren Nutzern verwertet, kann ohne größeren Aufwand ein sich stetig weiter verbessernder, flexibler Feed angezeigt werden. Nutzer verbringen mehr Zeit auf der Plattform, und sehen damit deutlich mehr Werbeanzeigen. Die Meta Kurse steigen 2020 auf Rekordhöhen, nicht zuletzt dank der Veränderungen bei Instagram.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[3]Die Techniker Krankenkasse hat einiges an Konkurrenz. Um einen Wettbewerbsvorteil zu erhalten, denkt die Chefetage intensiv darüber nach, wie sie die Preise für ihre Kunden besser kalkulieren können. Es braucht nicht viel Überlegung, um festzustellen, dass gesunde Kunden die profitabelsten sind. Wer die Versicherung nicht braucht, der kostet auch nichts. Um diesen Typ Kunden zu finden, und durch Beitragsvorteile an sich zu binden, startet die TK ein Bonusprogramm, bei dem man Punkte bekommt, wenn man gesundheitliche Daten von sich hochlädt oder sich von einem Arzt der TK durchchecken lässt. Diese Punkte können in Ersparnisse auf den Beitrag umgewandelt werden. Raucher, Menschen mit einer ungesunden Ernährung und natürlich auch Menschen mit Behinderungen können so als Risikopatienten für die Kasse erkannt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Arbeitsblatt 6====&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Aufgabe: Beantwortet die folgenden vier Fragen, ihr habt 5 min Zeit.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Was ist ein digitaler Doppelgänger? Erkläre den Begriff kurz mit deinen eigenen Worten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Erkläre den Unterschied zwischen Expliziten und Impliziten Daten in eigenen Worten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Wie funktioniert Instagram Geschäftsmodell? Wer sind die Kunden, was ist das Produkt? Lasse auch gerne eigene Überlegungen mit einfließen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4. Welche zwei Funktionen der Instagram App wurden im Vortrag genannt. Erkläre in eigenen Worten, wie diese Funktionen zusammenhängen. Fallen dir weitere Funktionen der App ein?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Arbeitsblatt 7====&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Wer ist Lisa Lilly?&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgabenstellung:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Analysiert das Instagram-Profile von LisaLilly. Ihr habt dafür 15 Minuten Zeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Achtet dabei z.B. auf…&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
…die Informationen die sich über die Person finden lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
_______________________________________________________________________________________________&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
…die Interessen der Person.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
_______________________________________________________________________________________________&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
…Widersprüche, die sich in den Profilen finden lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
_______________________________________________________________________________________________&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusätzlich könnt ihr euch Gedanken darüber machen, welche Werbung Ihr passend zu den Informationen die Ihr gesammelt habt für diese Personen schalten könntet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
_______________________________________________________________________________________________&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Wer ist moritzm?&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgabenstellung:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Analysiert das Instagram-Profil von moritzm. Ihr habt dafür 15 Minuten Zeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Achtet dabei z.B. auf…&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
…die Informationen die sich über die Person finden lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
______________________________________________________________________________________________&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
…die Interessen der Person.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
______________________________________________________________________________________________&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
…Widersprüche, die sich in den Profilen finden lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
______________________________________________________________________________________________&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusätzlich könnt ihr euch Gedanken darüber machen, welche Werbung Ihr passend zu den Informationen die Ihr gesammelt habt für diese Personen schalten könntet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
______________________________________________________________________________________________&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
===Moderation===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Phase 1: Einleitung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Begrüßung der Klasse&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Vorstellung der Gruppe (Eisbrecher)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
o Name &amp;amp; digitaler Fakt &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
o Vorstellung der Klasse&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
o 1 Durchlauf: Name und das dazugehörige Namensschild&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
o 2 Durchlauf: digitaler Fakt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Roadmap vorstellen (Transparenz) „Überleitung“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Phase 2: Vorwissen aktivieren&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• SuS bitten an die PC’s zu gehen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Die Funktionen von Mentimeter erklären (Anonymität, etc.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Frage 1:&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Woran denkt ihr bei Instagram?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Erklären und auf Fragen eingehen, korrekte Eingabe erklären“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Frage 2:&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie lange am Tag benutzt ihr Instagram?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Antworten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• gar nicht&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• 0 - 30 min&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• 30 - 60 min&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• 1 - 2 Stunden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• 2 - 3 Stunden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Mehr als 3 stunden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Frage 3:&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie alt wart ihr als ihr Instagram das erste Mal installiert habt?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Antworten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Ich besitze keinen Instagram-Account&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Jünger als 12&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• 12&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• 13&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• 14&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• 15&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• 16&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Älter als 16&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Zeigen, wo sie bei ihren Smartphones die Nutzungszeiten finden können“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Frage 4:&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie lange am Tag benutzt ihr Instagram wirklich? Nutzt dafür wenn möglich euer Smartphone.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Antworten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• gar nicht&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• 0 -30 min&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• 30 - 60 min&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• 1 - 2 Stunden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• 2 - 3 Stunden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Mehr als 3 stunden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammentragen der Ergebnisse:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach erfolgreicher Bearbeitung werden die Ergebnisse besprochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wordcloud:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu erwarten sind sehr nutzerorientierte Antworten. Es ist möglich, dass eine unternehmerische Perspektive in den Antworten erscheint, dementsprechend hervorheben und drauf eingehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frage 2-4:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufbereiten und für Phase 6 Sichern. Unregelmäßigkeiten sind zu besprechen und störende Beiträge sind zu überspringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Phase 3: Auswerten von Nutzerprofilen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die SuS werden in Gruppen eingeteilt und ihnen werden die drei Aufgaben gestellt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Analysiert die Instagram-Profile von LisaLilly und moritzm. Achtet dabei z.B. auf…&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Die Informationen, die sich über die Person finden lassen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Die Interessen der Person&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Widersprüche, die sich finden lassen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anschließend werden ihnen die beiden Profile auf den Rechnern präsentiert, wodurch für die SuS die Aufgabenstellung klar ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Bearbeitungszeit werden die Ergebnisse zusammengetragen. Dabei ist es wichtig inhaltliche Fragen zu klären.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Phase 4: Vortrag&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. &#039;&#039;Was ist Instagrams Geschäftsmodell? Wer sind die Kunden und was ist das Produkt?&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
➔ Frage an die Schüler. Bezug auf die Antwort nehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mögliche Antworten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Kunden: Wir // Unternehmen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Produkt: App // Unsere Daten (Digitale Doppelgänger)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nutzerperspektive // Unternehmensperspektive&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Nutzerperspektive ist die, welche die Leute, die ein Instagram-Profil besitzen und nutzen einnehmen. Diese Perspektive sollte den meisten von euch vertraut sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich möchte mit euch erarbeiten, welche andere Perspektive es noch gibt und wie diese aussieht. (Unternehmensperspektive)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. &#039;&#039;Dazu mache ich einen kleinen Sprung: Die Digitalen Doppelgänger, also das Produkt der Un-ternehmensperspektive, was könnte sich hinter diesem Begriff verbergen und was stellt ihr euch dahinter vor?&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
➔ Brainstorming-Frage für die Schüler. Ergebnisse festhalten und in der darauffolgenden Er-klärung des Begriffs darauf Bezug nehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Zusammenfassend lässt sich etwa ein digitaler Doppelgänger mit folgenden wesentlichen Charakteristika beschreiben: Ein digitaler Doppelgänger (1) bezieht sich auf eine konkrete Person; (2) stellt eine Person anhand spezifischer und begrenzter Merkmale dar – ist also kein vollständiges Abbild; (3) ist inmitten der digitalen Doppelgänger anderer Nutzer*innen zu verstehen; (4) wird durch Zusammensetzen – vor allem implizit – erhobener Daten konstruiert und (5) kann für verschiedene primäre und sekundäre Zwecke genutzt werden.“ &amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;L. Höper and C. Schulte, “Datenbewusstsein im Kontext digitaler Kompetenzen für einen selbstbestimmten Umgang mit datengetriebenen digitalen Artefakten,” in INFORMATIK 2021, 2021, pp. 1623–132. doi: 10.18420/informatik2021-136 .&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. &#039;&#039;Bei der Datenerhebung von Instagram werden Daten mithilfe der Interaktion eines Nutzers mit der App gesammelt und daraus wird der digitale Doppelgänger dann konstruiert. Dabei wird in explizite -und implizite Datenerhebung unterschieden.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
➔ Den Schülern die Konzepte expliziter -und impliziter Datenerhebung erklären.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Es kann also wie folgt unterschieden werden: explizit erhobene Daten, wie etwa durch aktive Eingabe durch Nutzer*innen (v.a. provided data), oder (2) implizit erhobene oder generierte Daten, wie etwa durch Beobachtung oder Tracking oder durch Datenverarbeitungsprozesse (observed, derived und inferred data). Beim Nutzen einer Suchmaschine werden beispielsweise durch die Bestätigung einer Eingabe von Suchbegriffen (explizit erhobene Daten) ebenfalls implizit Daten – z.B. ein Zeitstempel – erhoben. Wichtig zu begreifen ist hier vor allem die implizite Erhebung von Daten, so können etwa durch die Verarbeitung einfacher bereits erhobener Daten auch neue umfangreichere Daten generiert werden, zum Beispiel durch Relationierung dieser Daten mit derer anderer Nutzer*innen.“ &amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Welche Beispiele von Daten fallen euch zu expliziter -und impliziter Datenerhebung ein?&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
➔ Frage zum sammeln von Beispielen an die Schüler. Bezug auf Ergebnisse nehmen und Feh-ler korrigieren&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Was verbirgt sich hinter dem Begriff Vorratsdatenspeicherung?&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
➔ Erklärung des Begriffs und Einbettung in den Kontext.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorratsdatenspeicherung ist ein Begriff, der meint, das Unternehmen riesige Massen an Daten von Nutzern speichern. Im Kontext der Datenerhebung der digitalen Doppelgänger bedeutet das, dass alle Daten, die von einem Instagram-Nutzer erhoben werden, gesammelt gespeichert werden, sodass eine große Masse an Daten für die Verwertung bereit liegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Einblick in die Daten eines Instagram-Nutzers.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
➔ Den Schülern personenbezogene Daten von Instagram eines Instagram-Nutzers zeigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;4. Wie können die erhobenen Daten verwertet werden?&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
➔ Erklärung für die Schüler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hinter der Datenverwertung von Instagram stecken verschiedene Algorithmen, die aus den erhobenen Daten Schlüsse für die jeweiligen einzelnen digitalen Doppelgänger und für Gruppen ziehen. Wie diese Daten genau verwertet werden, welche Gruppenmerkmale definiert und betrachtet werden und wie diese Algorithmen funktionieren ist quasi das Geschäftsgeheimnis von Instagram.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Wie kann so Datenverwertung beispielhaft aussehen?&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
➔ [[Unterricht zu Instagram#Zusätzliche Materialien|Video]] zur Datenverarbeitung zeigen (min 1.30 to min 4.20 and min 7.20 to min 12.00 and min 14.30 to min 16.16).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;5. Wie sieht die Unternehmensperspektive von Instagrams Geschäftsmodell aus?&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
➔ Den Schülern die Unternehmensperspektive von Instagram und die Funktion der App er-klären.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gleiche Frage wie am Anfang wieder: Wer sind die Kunden und was ist das Produkt?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kunden sind Unternehmen evtl. die Daten von Instagram kaufen oder die Möglichkeit Werbung zu schalten kaufen. Das Produkt ist dabei die digitalen Doppelgänger und die damit verbundenen Daten oder die direkte Werbefläche in der App von Instagram-Nutzern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die App hat dabei 2 wesentliche Funktionen, die diesem Geschäftsmodell dienlich sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Datenerhebung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Aufmerksamkeits-Einfang&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Interaktion mit der App kann Instagram Daten von Nutzern erheben und daraus persönliche Interessen und weitere Information erschließen. Durch die gewonnenen Erkenntnisse aus der Datenerhebung kann mit Entertainment Angeboten die Aufmerksamkeit der Nutzer besser eingefangen und für längere Zeit behalten werden. Die verbrachte Zeit der Nutzer in der App fördert wiederum die Datenerhebung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;6. Ergebnissicherung der Schüler&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
➔ Es wird ein Hand-out mit Fragen ausgeteilt ([[Unterricht zu Instagram#Arbeitsblatt 6|AB 6]]). Die Schüler antworten auf die Fragen, sichern so ihre neu-gewonnen Erkenntnisse und tragen anschließend ihre Ergebnisse im Plenum zusammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Phase 5: Gruppenarbeit&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die SuS werden mittels Durchzählens in 5 Gruppen unterteilt. Es folgt die Aufgabenstellung „Erstellt eine Mindmap zur persönlich/gesellschaftlich/unternehmerischen negativen-/positiven Perspektive“ Jeder Gruppe wird anschließend ein eigener Bereich zugewiesen und mit Materialien versorgt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Bearbeitungszeit werden die SuS dazu aufgefordert ihre Ergebnisse als Gruppe vorzustellen und so ihre Mitschülerinnen und Mitschüler zu unterrichten. Falsche oder störende Beiträge sind bereits während der Bearbeitungsphase zu unterbinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Phase 6: Juristische Grundlagen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Bewusster Umgang mit Daten in sozialen Medien – Gesetzliche Grundlagen und eingene Verantwortung&#039;&#039; 5 Minuten Präsentation&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
DSGVO – Datenschutzgrundverordnung der Europäischen Union&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Vorschriften zum Schutz natürlicher Personen bei der Verarbeitung personenbezogener Daten und zum freien Verkehr solcher Daten&lt;br /&gt;
*Schützt Grundrechte und Grundfreiheiten n. Pers.&lt;br /&gt;
*Verordnung der EU&lt;br /&gt;
*Reihe von Gesetzen, vom 25. Mai 2018 an anwendbar&lt;br /&gt;
*befassen sich damit, wie Unternehmen die privaten Daten von Einzelpersonen erfassen und handhaben&lt;br /&gt;
*schützt die Grundrechte und Grundfreiheiten natürlicher Personen und insbesondere deren Recht auf Schutz personenbezogener Daten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
BDSG - Bundesdatenschutzgesetz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Ist die gesetzliche Grundlage zum Datenschutz der BRD&lt;br /&gt;
*Beruht auf dem Grundgesetz Artikel 1 und 2&lt;br /&gt;
*Ergänzt die DSGVO in den Bereichen in denen Spielraum gelassen wurde&lt;br /&gt;
*Umsetzung der Datenschutz-Richtlinien für Polizei und Justiz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ABG – Allgemeine Geschäftsbedingungen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Für eine Vielzahl von Fällen anwendbare vorformulierte Vertragsbedingungen&lt;br /&gt;
*Gesetzliche Regelungen dürfen nur in ABG abgeändert werden, wenn dies zum Vorteil des Kunden geschieht&lt;br /&gt;
*Nutzungsbedingungen von Instagram regeln die Nutzung -&amp;gt; bei Nutzung der App willigt jeder Nutzer vertraglich ein sich an diese zu halten und die Bedingungen von Instagram für die Zurverfügungstellung der App zu akzeptieren&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frage: Wer hat schon mal eine AGB gelesen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Aufgabe – Erkundung der Instagram Nutzungsbedingungen anhand von Leitfragen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
20 Minuten Bearbeitungszeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wann wurden die Nutzungsbedingungen zuletzt gändert?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- 4. Januar 2022&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wo ist Meta als Unternehmen gemeldet?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Irland&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie alt muss jemand sein um Instagram nutzen zu dürfen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Min. 13 Jahre&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie verhält es sich mit den Rechten an deinen Inhalten?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Eigentum an den Inhalten verbleibt beim Nutzer&lt;br /&gt;
*Instagram wird eine NICHT-EXKLUSIV, ÜBERTRAGBARE, UNTERLIZENSIERBARE und WELTWEITE Lizenz erteilt die Inhalte für eigene Zwecke zu nutzen (hosten, verwenden, verbreiten, modifizieren, auszuführen, kopieren, öffentlich vorzuführen oder anzuzeigen, zu übersetzen und abgeleitete Werke davon zu erstellen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Welche Daten erhebt Instagram und wo findet man diese Informationen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Datenrichtlinien von Instagram&lt;br /&gt;
*Inhalte (erstellte und geteilte)&lt;br /&gt;
*Kommunikation / Nachrichtenaustausch (PN, Kommentare…)&lt;br /&gt;
*Registrierungsdaten&lt;br /&gt;
*Meta-Daten&lt;br /&gt;
*Daten der Kamera (wenn über Instagram genutzt) werden synchron ausgewertet („um Filter u.ä. zur Verfügung stellen zu können)&lt;br /&gt;
*VERBINDUNG ZU FACEBOOK (Facebookgruppen)&lt;br /&gt;
*Netzwerke und Verbindungen&lt;br /&gt;
*KONTAKTDATEN wenn synchronisiert&lt;br /&gt;
*Nutzungsdaten (Auswertung der Interaktion mit Inhalten, genutzte Funktionen, Nutzungszeit / -dauer)&lt;br /&gt;
*Transaktionen / Käufe (Zahlungsinformationen, Autentifizierungsinformationen, Abrechnungs-, Versand-, und Kontaktangaben)&lt;br /&gt;
*Informationen die andere über dich bereitstellen&lt;br /&gt;
*Geräteinformationen (HW SW, App und Dateinamen, Mausbewegungen, Hintergrund Apps, Geräte Indentifikationsdaten, Signale wie WLAN, Bluetooth, Funkzellentürme, Geräteeinstellungen (GPS, Kamera, Fotos), Netzwerke und Verbindungen, Cookie-Daten der Geräte von denen auf Instagram zugegriffen wird)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusatzfragen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Wie macht Instagram aus diesen Daten Geld? -&amp;gt; personalisierte Werbung, Statistiken für Unternehmen die die Werbung auf Instagram schalten, persönliche Informationen werden nicht weitergegeben&lt;br /&gt;
*Welche (weiteren) Information hat euch überrascht / schockiert?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5 Minuten Besprechung der Ergebnisse&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Eigene Verantwortung)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2 Minuten Präsentation&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Genau überlegen welche Informationen man über sich selbst und andere in sozialen Netzwerken preisgibt (habt Ihr eure Freunde schon mal gefragt ob es ok ist wenn Ihr ein Foto mit Ihrem Gesicht und Namen (Benutzernamen) postet?)&lt;br /&gt;
*Welchen Eindruck vermittelt mein Profil z.B. für potenzielle zukünftige Arbeitsgeber? Sollte ich das Bild von mir im Vollsuff posten?&lt;br /&gt;
*Konto privat stellen, damit nicht jeder eure Daten einsehen kann&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Phase 7: Zukunftsaussichten&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den SuS wird das Video „Pizzabestellung der Zukunft“ [URL:&amp;lt;&amp;lt;nowiki&amp;gt;https://www.youtube.com/watch?v=VJ0gBVd0HZs&amp;lt;/nowiki&amp;gt;&amp;gt;] präsentiert. Anschließend werden die SuS nach ihrer Meinung gefragt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Fragen sind eher frei gestaltet und orientieren sich an den Aussagen der SuS, welche sie über den Verlauf der Unterrichtseinheit getätigt haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Phase 8: Verabschiedung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Verteilung der Feedbackbögen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Abschluss der Einheit mit Verweis auf Quellenpapier&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Tafelbilder===&lt;br /&gt;
??&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Material für die Profilanalyse===&lt;br /&gt;
??&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Zusätzliche Materialien===&lt;br /&gt;
zu Phase 2:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;https://www.mentimeter.com/features/word-cloud&amp;lt;/nowiki&amp;gt; Word Cloud und Fragestellung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
zu Phase 4:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;https://youtu.be/-YpwsdRKt8Q&amp;lt;/nowiki&amp;gt; Reverse Engineering von Spiegel-Online (33c3)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
zu Phase 7:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;https://youtu.be/VJ0gBVd0HZs&amp;lt;/nowiki&amp;gt; - Pizzabestellung der Zukunft&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Jwiens3</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://eduwiki.cs.upb.de/index.php?title=Datei:Material_zur_Profilanalyse_-_Instagram.pdf&amp;diff=2856</id>
		<title>Datei:Material zur Profilanalyse - Instagram.pdf</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://eduwiki.cs.upb.de/index.php?title=Datei:Material_zur_Profilanalyse_-_Instagram.pdf&amp;diff=2856"/>
		<updated>2022-08-16T10:29:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Jwiens3: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Material zur Profilanalyse - Instagram&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Jwiens3</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://eduwiki.cs.upb.de/index.php?title=Datei:Tafelbilder_-_Instagram.pdf&amp;diff=2855</id>
		<title>Datei:Tafelbilder - Instagram.pdf</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://eduwiki.cs.upb.de/index.php?title=Datei:Tafelbilder_-_Instagram.pdf&amp;diff=2855"/>
		<updated>2022-08-16T10:28:54Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Jwiens3: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Tafelbilder - Instagram&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Jwiens3</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://eduwiki.cs.upb.de/index.php?title=Datei:Pr%C3%A4sentation_-_Instagram.pdf&amp;diff=2854</id>
		<title>Datei:Präsentation - Instagram.pdf</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://eduwiki.cs.upb.de/index.php?title=Datei:Pr%C3%A4sentation_-_Instagram.pdf&amp;diff=2854"/>
		<updated>2022-08-16T10:28:26Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Jwiens3: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Präsentation - Instagram&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Jwiens3</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://eduwiki.cs.upb.de/index.php?title=Datei:Moderation_-_Instagram.pdf&amp;diff=2853</id>
		<title>Datei:Moderation - Instagram.pdf</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://eduwiki.cs.upb.de/index.php?title=Datei:Moderation_-_Instagram.pdf&amp;diff=2853"/>
		<updated>2022-08-16T10:27:59Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Jwiens3: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Moderation - Instagram&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Jwiens3</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://eduwiki.cs.upb.de/index.php?title=Datei:Arbeitsblatt_7_-_Instagram.pdf&amp;diff=2852</id>
		<title>Datei:Arbeitsblatt 7 - Instagram.pdf</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://eduwiki.cs.upb.de/index.php?title=Datei:Arbeitsblatt_7_-_Instagram.pdf&amp;diff=2852"/>
		<updated>2022-08-16T10:27:30Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Jwiens3: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Arbeitsblatt 7 - Instagram&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Jwiens3</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://eduwiki.cs.upb.de/index.php?title=Datei:Arbeitsblatt_6_-_Instagram.pdf&amp;diff=2851</id>
		<title>Datei:Arbeitsblatt 6 - Instagram.pdf</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://eduwiki.cs.upb.de/index.php?title=Datei:Arbeitsblatt_6_-_Instagram.pdf&amp;diff=2851"/>
		<updated>2022-08-16T10:26:58Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Jwiens3: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Arbeitsblatt 6 - Instagram&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Jwiens3</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://eduwiki.cs.upb.de/index.php?title=Datei:Arbeitsblatt_1-5_-_Instagram.pdf&amp;diff=2850</id>
		<title>Datei:Arbeitsblatt 1-5 - Instagram.pdf</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://eduwiki.cs.upb.de/index.php?title=Datei:Arbeitsblatt_1-5_-_Instagram.pdf&amp;diff=2850"/>
		<updated>2022-08-16T10:26:11Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Jwiens3: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Arbeitsblatt 1-5 - Instagram&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Jwiens3</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://eduwiki.cs.upb.de/index.php?title=Unterricht_zu_der_Google_Suche&amp;diff=2849</id>
		<title>Unterricht zu der Google Suche</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://eduwiki.cs.upb.de/index.php?title=Unterricht_zu_der_Google_Suche&amp;diff=2849"/>
		<updated>2022-08-16T10:21:28Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Jwiens3: /* Ausgewählte Materialien */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Auf der Suche nach Informationen verwenden Schülerinnen und Schülern fast täglich Internet-Suchmaschinen, wie etwa die Google Suche. Dort findet man zu allen möglichen Themen die verschiedensten Informationen und Inhalte (etwa auch zur Unterhaltung). Dass dabei von Google viele personenbezogenen Daten erhoben und verarbeitet werden, ist vielen Lernenden nicht bewusst. Die Google Suche als [[Datengetriebenes digitales Artefakt|datengetriebenes digitales Artefakt]] erhebt verschiedene Daten explizit und implizit und verarbeitet diese anschließend zu primären und sekundären Zwecken. Hier wird ein Unterrichtsmodul zur Google Suche vorgestellt, welches im Rahmen einer Lehrveranstaltung in der Didaktik der Informatik von Studierenden entwickelt worden ist. Anhand dieses Beispiels soll in diesem Unterrichtsmodul das [[Datenbewusstsein]] der Schülerinnen und Schüler gefördert werden, indem die Lernenden interaktiv herausfinden, welche Daten sie bei der Verwendung der Google Suche preisgeben und indem sie die Vor- und Nachteile der Datenerhebung und -verarbeitung diskutieren. Sie sollen zudem Möglichkeiten kennenlernen, wie bei der Google Suche die Erhebung persönlicher Daten selbst (etwas) verwaltet werden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Steckbrief des Unterrichtsmoduls==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Titel:&#039;&#039;&#039; Erhebung und Verarbeitung von Daten bei Suchmaschinen am Beispiel der Google Suche&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Stichworte:&#039;&#039;&#039; [[Datenbewusstsein]], [[Data Science]], Internet-Suchmaschine&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Zielgruppe:&#039;&#039;&#039; Informatik in Klasse 9 und 10 der Haupt-, Real- und Gesamtschule - keine Einschränkung der Klassengröße - sowohl homogene als auch heterogene Zusammensetzung möglich&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Inhaltsfeld:&#039;&#039;&#039; &amp;quot;Informatik, Mensch und Gesellschaft&amp;quot; (insbesondere der Schwerpunkt: [[Datenbewusstsein]]), &amp;quot;Daten und Information&amp;quot;, &amp;quot;Informatiksysteme&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Vorkenntnisse:&#039;&#039;&#039; Dieses Unterrichtsmodul setzt einige wenige Vorkenntnisse der Lernenden voraus. Das Internet sollte für die Schüler der Zielgruppe kein Neuland sein und die Google-Suche sollte für sie ein gebräuchliches Werkzeug sein. Wünschenswert wäre außerdem auch die Fähigkeit, die Google-Suche systematisch und strukturiert anwenden zu können. Außerdem muss vorausgesetzt werden, dass die Schüler ihren persönlichen Umgang mit der Google-Suche und mit ihren personenbezogenen Daten reflektieren und beurteilen können. Daher auch die Fokussierung auf die neunte bzw. zehnte Jahrgangsstufe. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Zeitlicher Umfang:&#039;&#039;&#039; 4 Unterrichtsstunden a 45 Minuten&lt;br /&gt;
==Gegenstandsbereich (Fachinhalt) des Unterrichtsmoduls==&lt;br /&gt;
Datenbewusstsein ist ein wichtiger Aspekt, besonders im Rahmen von Suchmaschinen. Denn diese sammeln viele Daten der Nutzer zu verschiedenen Zwecken. Welche Daten Google sammelt und zu welchen Zwecken, ist wichtig zu verstehen, damit man sich im Internet bzw. beim Suchen im Internet bewusst damit auseinandersetzt. Da Google im Jahr 2004 an die Börse gegangen ist, ist das Unternehmen ein Gewinnorientiertes. Den Gewinn kann Google nicht durch das “stumpfe” Anzeigen von Ergebnissen zu Suchanfragen erzielen, sondern indem es Daten der Nutzer auswertet und weiterverwendet. Seien es Werbeanzeigen zu anderen Plattformen oder der Verkauf von Nutzerdaten an Dritte zur Gewinnerzielung. &lt;br /&gt;
In diesem Sinne ist es wichtig zu wissen, wie Google uns mit der Darstellung von Suchergebnissen beeinflussen kann. Google erhebt dafür explizit und implizit Daten. Explizit werden der eingegebene Suchbegriff und ggf. verlinkte Google-Konten erhoben. Dadurch können implizit viele weitere Daten gewonnen werden, zum Beispiel welche Interessen man hat oder welche Webseiten sehr beliebt bei den Nutzern sind. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese erhobenen Daten kann Google für verschiedene Zwecke nutzen. Primäre Zwecke sind hierbei, dass Google seine Funktionen weiter anbieten kann. Weiter möchte Google seine Funktionen verbessern und weitere einbinden, zum Beispiel das Wetter oder eine Karte mit weiteren Ergebnissen. Die primären Zwecke dienen also eher der Nutzerperspektive, um die Funktionen für die Nutzer zu verbessern. Sekundäre Zwecke sind bei der Datenerhebung durch Google wirtschaftlich und wissenschaftlich orientiert. Wirtschaftlich sind eben die Anzeige von personalisierter Werbung auf der Ergebnisseite und das Weiterverkaufen von Daten an Dritte. Wissenschaftlich geht es Google um die Analyse des Nutzerverhaltens. Die sekundären Zwecke sind also aus Anbieterperspektive formuliert. Wie man seine persönlichen Daten vor Zugriffen oder Analysen schützen kann, ist eine resultierende Fragestellung.&lt;br /&gt;
==Überblick über den Verlauf des Unterrichtsmoduls==&lt;br /&gt;
Konkret werden die Begriffe der implizit und explizit erhobenen Daten, sowie primäre und sekundäre Zwecke behandelt. Zum Einstieg ins Anwendungsbeispiel Google Suche sollen die SuS in Gruppen am PC Begriffe eingeben und Beobachtungen aufschreiben. Die Ergebnisse werden für spätere Gruppenarbeiten gesichert. Dann lesen die SuS entsprechend aufbereitete Texte zur Datenerhebung und zu den Zwecken und besprechen sich jeweils in den Gruppen, um die Aspekte der Begriffe zusammenzutragen. Außerdem sollen die SuS die erlernten Definitionen und Beispiele auf Google-Suche und den zuvor gesammelten Ideen und Ergebnisse zu der Google-Suche am Anfang anwenden, indem sie die Definition mit dem, was Google nach der Eingabe der Suchbegriffe tut, abgleichen. Da Datenbewusstsein als eines der gesellschaftlichen Themen im Informatikunterricht nur unzureichend behandelt wird, bieten die Begriffe einen Einstieg in das Thema der Auswirkungen von großen Datenmengen. Durch die Anwendung der Begrifflichkeiten auf Google, das Finden von Beispielen der Datenerhebung und dessen Verwendung, können die SuS sich dann mehr diese Datenverarbeitung bewusst machen. Des Weiteren fällt es ihnen auch leichter, die Datenverarbeitung auf andere Bereiche bzw. datengetriebene digitale Artefakte zu übertragen, da die SuS in der letzten Phase Stellung zur Datenerhebung nehmen und sich über Vor- und Nachteile Gedanken machen. Als Zusatz werden noch Einstellungen zum eigenen Datenschutz im Browser erklärt, als Vorschlag der individuellen Anpassung im Alltag.&lt;br /&gt;
==Ziele des Unterrichtsmoduls==&lt;br /&gt;
Die Lernziele und Kompetenzen des Unterrichtsmodul orientieren sich an dem Bildungsanliegen des UNESCO-Weltaktionsprogrammes: “Bildung für nachhaltige Entwicklung”. Bei diesem Bildungsanliegen wird das Ziel verfolgt, dass die SuS die Fähigkeit erlangen, die Auswirkungen des eigenen Handelns auf die Welt zu verstehen und verantwortungsvolle Entscheidungen zu treffen. Da die Auswirkungen des eigenen Handelns bei der Verwendung der Google-Suchmaschine oft unterschätzt werden, zeigt sich hier der Bedarf, die Kompetenz des verantwortungsvollen Handelns durch dieses Unterrichtsmodul anzustreben. Daraus folgen dann folgende Lernziele:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Hauptziel der Unterrichtsstunde ist, dass sich SuS bewusster im Internet verhalten. Dies meint grundlegend, dass sie gezielter in ihrem Alltag nach ihren Interessen im Internet suchen und dabei verstehen, welche Daten währenddessen von ihnen (als des Nutzers/ der Nutzerin) erhoben werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Des Weiteren sollten sie auch den Zweck der Erhebung verstehen bzw. Vermutungen diesbezüglich haben. Also warum Google oder allgemein kostenlose Apps Daten von NutzerInnen erheben und was sie dann mit den erhobenen Daten anfangen. Sie sollten also wissen, dass mit den Daten nicht nur Geld gemacht wird (bspw. durch Verkauf ihrer Daten), sondern auch ein Digitaler Doppelgänger von ihnen erstellt wird, um auf aktuelle Interessen einzugehen und dementsprechend Werbung zu schalten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da sie sich im Internet bzw. auf Google „bewegen“ und damit arbeiten, lernen sie das ddA in voller Funktion kennen. Durch die Analyse sollen sie erkennen, wie und warum Google den eingegebenen Suchbegriff so interpretiert und die entsprechenden Suchergebnisse anzeigt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem erlangten Wissen sollen die SuS diese Erhebungen und dessen Zwecke deuten und bewerten. Dadurch bilden sie sich nicht nur eine eigene Meinung, sondern lernen auch, ihre Meinung zu begründen und durch Argumentationen und Diskussionen durchzusetzen. Hierzu benötigen sie Wissen über Vor- und Nachteile, welche zuvor im Plenum aus Nutzer- und Anbieterperspektive zusammengetragen und erarbeitet werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um sich vor den Nachteilen der Nutzer-Perspektive zu schützen, sollen sie selbst am Computer im Google-Browser nach Möglichkeiten zur Datenschutzeinstellung suchen und den daraus resultierenden Schutz für den eigenen Nutzer notieren und den anderen vorführen. Dadurch werden nicht nur explizit Medienkompetenzen gefördert, sondern auch die Zuordnung des gelernten Wissens im eigenen Sprachgebrauch überdacht und eingebaut. Hinzu kommen weitere Argumentationsstrukturen und die Aneignung strukturierter und überzeugender Sprachkompetenzen.&lt;br /&gt;
==Sachanalyse des Unterrichtsmoduls==&lt;br /&gt;
Viele fachwissenschaftliche Aspekte wurden im Abschnitt [[Unterricht zu der Google Suche|Gegenstandsbereich]] behandelt. Im Folgenden ist die Mindmap zur Dualitätsrekonstruktion dargestellt:&lt;br /&gt;
[[Datei:Dualitätskonstruktion zur Google-Suche.png|mini|1032x1032px|Dualitätskonstruktion zur Google-Suche]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Didaktische Begründung des Unterrichtsmoduls==&lt;br /&gt;
Das Unterrichtsmodul beinhaltet viele Phasen, in denen die SuS zusammenarbeiten sollen. Das fördert die Sozialkompetenz der SuS und hat das Ziel, dass sich die SuS über die Themen und Lösungen austauschen. Dabei können sie verschiedene Lösungsansätze austauschen und darüber nachdenken. Leistungsschwächere SuS können von den leistungsstärkeren in den Arbeitsphasen profitieren. Dadurch wird der Heterogenität der Klasse Rechnung getragen. Auch können die stärkeren SuS bei einigen Arbeitsaufträgen weitere Aufgaben bearbeiten, wenn die anderen SuS noch etwas Zeit fürdie primären Aufgaben benötigen. Zum Beispiel können sich die SuS, die schon die Zwecke der Datenverarbeitung von Google erarbeitet haben, Gedanken über Vor- und Nachteile der Datenerhebung durch Google machen und diese notieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Unterrichtsmodul wurde in die sechs Schritte nach Leisen (2017) unterteilt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
#Im ersten Schritt wird der Lernkontext zu den SuS gebracht, indem sich die SuS zum Einstieg Gedanken zu ihrer kürzlichen Internetrecherche machen. Die SuS können erste Ideen und Beobachtungen zur Google Suche machen, indem sie einige vorgegebene Begriffe eingeben und die Ergebnisseiten analysieren. Die Sicherung nach dieser Phase dient dazu, dass die SuS ihre Ergebnisse in den nächsten Phasen aufgreifen und verknüpfen können.&lt;br /&gt;
#Im nächsten Schritt wird den SuS Lernmaterial gegeben, das sie bearbeiten sollen. Hier wird den SuS erst theoretisches Wissen vermittelt, das sie für den weiteren Ablauf benötigen. Dazu gehört z. B. das Wissen um und die Unterscheidung in explizite und implizite Datenerhebung. Dabei sollen die SuS in Lerngruppen zusammenarbeiten.&lt;br /&gt;
#Im nächsten Schritt werden die neuen Lerninhalte zusammen im Plenum diskutiert. Dabei sollte eine Lehrkraft diese Phase moderieren, damit die SuS ihre neuen Vorstellungen im Diskurs weiter verknüpfen bzw. ggf. korrigieren können.&lt;br /&gt;
#Das theoretisch erlangte Wissen können sie dann auf den Kontext der Google Suche anwenden. Die Zwecke der Datenerhebung werden in einer zweiten Erarbeitungsphase erarbeitet.&lt;br /&gt;
#Im folgenden Schritt werden die Formen und Zwecke der Datenerhebung miteinander vernetzt und durch eine persönliche Reflektion über die Vor- und Nachteile dieser Datenerhebung gefestigt.&lt;br /&gt;
#Durch die Diskussion über verschiedene Maßnahmen des Datenschutzes wird das erarbeitete Wissen im letzten Schritt angewendet und verantwortungsvolles Handeln in diesem Bereich gefördert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Unterrichtsplanung wurden zudem die verschiedenen Aspekte des Curricular Spider Web (2013) berücksichtigt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Der Zeitpunkt des Unterrichts wurde berücksichtigt. An einem Freitag ist die Konzentrationsfähigkeit wahrscheinlich nicht mehr sehr hoch.&lt;br /&gt;
*Auch die lokale Gegebenheit, dass der Raum neu und unbekannt für die Schüler war, wurde berücksichtigt bspw. durch den “Eisbrecher” zu Beginn der Stunde.&lt;br /&gt;
*Da man ausgehen kann, dass sich die Schüler untereinander kennen, konnten verschiedentlich Gruppenarbeitsphasen eingeplant werden.&lt;br /&gt;
*Bezüglich der Lernmedien wurde darauf geachtet, sowohl digitale als auch analoge Elemente in den Unterricht miteinzubinden.&lt;br /&gt;
*Der zentralen Aspekt, warum die Schüler diese Kompetenzen erwerben sollen, wurde schon in den vorherigen Kapiteln betrachtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Überblick über den Unterrichtsverlauf==&lt;br /&gt;
Das Unterrichtsmodul mit den zentralen Aktivitäten, inhaltlichen Schwerpunkten und Fachinhalten in den verschiedenen Phasen wird in der nachfolgenden Grafik zur Übersicht und Orientierung zusammengefasst. Die Materialien, wie etwa Arbeitsblätter und ergänzende Informationen, der verschiedenen Phasen sind in der Tabelle verlinkt.&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+&lt;br /&gt;
!Zeit (min)&lt;br /&gt;
!&amp;lt;big&amp;gt;PHASEN&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
!&amp;lt;big&amp;gt;INHALTLICHE SCHWERPUNKTE/OPERATIONEN&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
!&amp;lt;big&amp;gt;SOZIAL-/AKTIONSFORM&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
!&amp;lt;big&amp;gt;MEDIEN&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
!INTENTIONEN U. BEGRÜNDUNGEN&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|5&lt;br /&gt;
|Vorstellung, Einführung und Eisbrecher&lt;br /&gt;
|Vorstellungsrunde, Frage nach Begriffen, die die SuS diese Woche schon gegoogelt haben&lt;br /&gt;
|Klasse&lt;br /&gt;
|Whiteboard&lt;br /&gt;
|Einführung und Kennenlernen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|5&lt;br /&gt;
|Plan vorstellen&lt;br /&gt;
|Unterrichtsplan, Motivation und Ziele mündlich vorstellen&lt;br /&gt;
|Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
|Whiteboard&lt;br /&gt;
|Ziele und Motivation für die SuS&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|15&lt;br /&gt;
|Googlen von vorgegebenen Suchbegriffen&lt;br /&gt;
|Die SuS googlen vorgegebene Suchbegriffe, z.B. Paderborn, Universität, Schule, Wetter und schreiben Beobachtungen auf&lt;br /&gt;
|Gruppenarbeit&lt;br /&gt;
|[[:Datei:Arbeitsblatt 1 - Google Suche.pdf|Arbeitsblatt 1]], PCs&lt;br /&gt;
|Die Beobachtungen der Suchergebnisse von Google anhand der Leitfragen analysieren&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|15&lt;br /&gt;
|Zusammentragen der Ergebnisse&lt;br /&gt;
|Die SuS stellen kurz als Gruppe die Ergebnisse der Recherche vor (z.B. Schule→ Schulen in PB, …)&lt;br /&gt;
|Klasse&lt;br /&gt;
|Whiteboard&lt;br /&gt;
|Die SuS sollen sehen, dass Google nicht nur eine Suchmaschine ist, siehe Maps, das den Standort verwendet, etc.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|10&lt;br /&gt;
|Arten der Erhebung&lt;br /&gt;
|Frage, was Google überhaupt erhebt → Vorkenntnisse&lt;br /&gt;
|Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
|Whiteboard&lt;br /&gt;
|Weiterführung zum Datenbewusstsein&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|15&lt;br /&gt;
|Datenerhebung&lt;br /&gt;
|Text zu explizit und implizit erhobenen Daten&lt;br /&gt;
|Einzelarbeit&lt;br /&gt;
|[[:Datei:Arbeitsblatt 2 - Google Suche.pdf|Arbeitsblatt 2]]&lt;br /&gt;
|Arten der Datenerhebung verstehen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|10&lt;br /&gt;
|Frage, welche Daten explizit und implizit erhoben wurden&lt;br /&gt;
|Die SuS diskutieren, welche Daten beim vorherigen Googlen erhoben wurden&lt;br /&gt;
|Gruppenarbeit&lt;br /&gt;
|[[:Datei:Arbeitsblatt 2 - Google Suche.pdf|Arbeitsblatt 2]]&lt;br /&gt;
|Datenerhebung bei den speziellen Suchanfragen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|10&lt;br /&gt;
|Zusammentragen&lt;br /&gt;
|Ergebnisse sichern&lt;br /&gt;
|Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
|Beamer, [[:Datei:Arbeitsblatt 2 - Google Suche.pdf|Arbeitsblatt 2]]&lt;br /&gt;
|Verbindung Datenerhebung und Google&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|20&lt;br /&gt;
|Pause&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|10&lt;br /&gt;
|Zwecke&lt;br /&gt;
|Frage, warum Google Daten erhebt und verarbeitet → Vorkenntnisse&lt;br /&gt;
|Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
|Whiteboard&lt;br /&gt;
|Frage nach dem Warum der Datenerhebung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|15&lt;br /&gt;
|Zwecke der Datenerhebung&lt;br /&gt;
|Text zu Zwecken der Datenerhebung und -verarbeitung&lt;br /&gt;
|Einzelarbeit (Aufg. 1-2)&lt;br /&gt;
|[[:Datei:Arbeitsblatt 3 - Google Suche.pdf|Arbeitsblatt 3]]&lt;br /&gt;
|Zwecke der Datenerhebung verstehen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|10&lt;br /&gt;
|Zusammentragen&lt;br /&gt;
|Ergebnisse sichern&lt;br /&gt;
|Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
|Beamer, [[:Datei:Arbeitsblatt 3 - Google Suche.pdf|Arbeitsblatt 3]]&lt;br /&gt;
|Verbindung Zwecke und Google&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|10&lt;br /&gt;
|Persönliche Einordnung der Datenerhebung&lt;br /&gt;
|Die SuS bilden sich eine Meinung zur Datenerhebung, indem Sie Vor- und Nachteile aufschreiben und reflektieren&lt;br /&gt;
|Partnerarbeit (Aufg. 3-4)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gruppenarbeit&lt;br /&gt;
|[[:Datei:Arbeitsblatt 3 - Google Suche.pdf|Arbeitsblatt 3]]&lt;br /&gt;
|Meinung zu Zwecken bei der Datenerhebung beim Googlen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|10&lt;br /&gt;
|Diskussion&lt;br /&gt;
|Diskussion über Datenerhebung und Datenverarbeitung von der Google Suchmaschine&lt;br /&gt;
|Klasse&lt;br /&gt;
|[[:Datei:Arbeitsblatt 3 - Google Suche.pdf|Arbeitsblatt 3]]&lt;br /&gt;
|Vor- und Nachteile der Datenerhebung und Datenverarbeitung diskutieren&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|10&lt;br /&gt;
|Maßnahmen&lt;br /&gt;
|Die SuS lernen Maßnahmen in den eigenen Einstellungen kennen, die die Datenerhebung zumindest einschränken&lt;br /&gt;
|Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
|PC, Beamer, Geräte der SuS&lt;br /&gt;
|Einschränken von Datenerhebung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|10&lt;br /&gt;
|Fazit&lt;br /&gt;
|SuS nach Erkenntnissen fragen, SuS füllen Feedbackbogen aus&lt;br /&gt;
|Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
|Feedbackbogen&lt;br /&gt;
|Schluss&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
==Ausgewählte Materialien==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[:Datei:Arbeitsblatt 1 - Google Suche.pdf|Arbeitsblatt 1]]&lt;br /&gt;
*[[:Datei:Arbeitsblatt 2 - Google Suche.pdf|Arbeitsblatt 2]]&lt;br /&gt;
*[[:Datei:Arbeitsblatt 3 - Google Suche.pdf|Arbeitsblatt 3]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Jwiens3</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://eduwiki.cs.upb.de/index.php?title=Unterricht_zu_der_Google_Suche&amp;diff=2848</id>
		<title>Unterricht zu der Google Suche</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://eduwiki.cs.upb.de/index.php?title=Unterricht_zu_der_Google_Suche&amp;diff=2848"/>
		<updated>2022-08-16T10:21:08Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Jwiens3: /* Ausgewählte Materialien */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Auf der Suche nach Informationen verwenden Schülerinnen und Schülern fast täglich Internet-Suchmaschinen, wie etwa die Google Suche. Dort findet man zu allen möglichen Themen die verschiedensten Informationen und Inhalte (etwa auch zur Unterhaltung). Dass dabei von Google viele personenbezogenen Daten erhoben und verarbeitet werden, ist vielen Lernenden nicht bewusst. Die Google Suche als [[Datengetriebenes digitales Artefakt|datengetriebenes digitales Artefakt]] erhebt verschiedene Daten explizit und implizit und verarbeitet diese anschließend zu primären und sekundären Zwecken. Hier wird ein Unterrichtsmodul zur Google Suche vorgestellt, welches im Rahmen einer Lehrveranstaltung in der Didaktik der Informatik von Studierenden entwickelt worden ist. Anhand dieses Beispiels soll in diesem Unterrichtsmodul das [[Datenbewusstsein]] der Schülerinnen und Schüler gefördert werden, indem die Lernenden interaktiv herausfinden, welche Daten sie bei der Verwendung der Google Suche preisgeben und indem sie die Vor- und Nachteile der Datenerhebung und -verarbeitung diskutieren. Sie sollen zudem Möglichkeiten kennenlernen, wie bei der Google Suche die Erhebung persönlicher Daten selbst (etwas) verwaltet werden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Steckbrief des Unterrichtsmoduls==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Titel:&#039;&#039;&#039; Erhebung und Verarbeitung von Daten bei Suchmaschinen am Beispiel der Google Suche&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Stichworte:&#039;&#039;&#039; [[Datenbewusstsein]], [[Data Science]], Internet-Suchmaschine&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Zielgruppe:&#039;&#039;&#039; Informatik in Klasse 9 und 10 der Haupt-, Real- und Gesamtschule - keine Einschränkung der Klassengröße - sowohl homogene als auch heterogene Zusammensetzung möglich&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Inhaltsfeld:&#039;&#039;&#039; &amp;quot;Informatik, Mensch und Gesellschaft&amp;quot; (insbesondere der Schwerpunkt: [[Datenbewusstsein]]), &amp;quot;Daten und Information&amp;quot;, &amp;quot;Informatiksysteme&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Vorkenntnisse:&#039;&#039;&#039; Dieses Unterrichtsmodul setzt einige wenige Vorkenntnisse der Lernenden voraus. Das Internet sollte für die Schüler der Zielgruppe kein Neuland sein und die Google-Suche sollte für sie ein gebräuchliches Werkzeug sein. Wünschenswert wäre außerdem auch die Fähigkeit, die Google-Suche systematisch und strukturiert anwenden zu können. Außerdem muss vorausgesetzt werden, dass die Schüler ihren persönlichen Umgang mit der Google-Suche und mit ihren personenbezogenen Daten reflektieren und beurteilen können. Daher auch die Fokussierung auf die neunte bzw. zehnte Jahrgangsstufe. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Zeitlicher Umfang:&#039;&#039;&#039; 4 Unterrichtsstunden a 45 Minuten&lt;br /&gt;
==Gegenstandsbereich (Fachinhalt) des Unterrichtsmoduls==&lt;br /&gt;
Datenbewusstsein ist ein wichtiger Aspekt, besonders im Rahmen von Suchmaschinen. Denn diese sammeln viele Daten der Nutzer zu verschiedenen Zwecken. Welche Daten Google sammelt und zu welchen Zwecken, ist wichtig zu verstehen, damit man sich im Internet bzw. beim Suchen im Internet bewusst damit auseinandersetzt. Da Google im Jahr 2004 an die Börse gegangen ist, ist das Unternehmen ein Gewinnorientiertes. Den Gewinn kann Google nicht durch das “stumpfe” Anzeigen von Ergebnissen zu Suchanfragen erzielen, sondern indem es Daten der Nutzer auswertet und weiterverwendet. Seien es Werbeanzeigen zu anderen Plattformen oder der Verkauf von Nutzerdaten an Dritte zur Gewinnerzielung. &lt;br /&gt;
In diesem Sinne ist es wichtig zu wissen, wie Google uns mit der Darstellung von Suchergebnissen beeinflussen kann. Google erhebt dafür explizit und implizit Daten. Explizit werden der eingegebene Suchbegriff und ggf. verlinkte Google-Konten erhoben. Dadurch können implizit viele weitere Daten gewonnen werden, zum Beispiel welche Interessen man hat oder welche Webseiten sehr beliebt bei den Nutzern sind. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese erhobenen Daten kann Google für verschiedene Zwecke nutzen. Primäre Zwecke sind hierbei, dass Google seine Funktionen weiter anbieten kann. Weiter möchte Google seine Funktionen verbessern und weitere einbinden, zum Beispiel das Wetter oder eine Karte mit weiteren Ergebnissen. Die primären Zwecke dienen also eher der Nutzerperspektive, um die Funktionen für die Nutzer zu verbessern. Sekundäre Zwecke sind bei der Datenerhebung durch Google wirtschaftlich und wissenschaftlich orientiert. Wirtschaftlich sind eben die Anzeige von personalisierter Werbung auf der Ergebnisseite und das Weiterverkaufen von Daten an Dritte. Wissenschaftlich geht es Google um die Analyse des Nutzerverhaltens. Die sekundären Zwecke sind also aus Anbieterperspektive formuliert. Wie man seine persönlichen Daten vor Zugriffen oder Analysen schützen kann, ist eine resultierende Fragestellung.&lt;br /&gt;
==Überblick über den Verlauf des Unterrichtsmoduls==&lt;br /&gt;
Konkret werden die Begriffe der implizit und explizit erhobenen Daten, sowie primäre und sekundäre Zwecke behandelt. Zum Einstieg ins Anwendungsbeispiel Google Suche sollen die SuS in Gruppen am PC Begriffe eingeben und Beobachtungen aufschreiben. Die Ergebnisse werden für spätere Gruppenarbeiten gesichert. Dann lesen die SuS entsprechend aufbereitete Texte zur Datenerhebung und zu den Zwecken und besprechen sich jeweils in den Gruppen, um die Aspekte der Begriffe zusammenzutragen. Außerdem sollen die SuS die erlernten Definitionen und Beispiele auf Google-Suche und den zuvor gesammelten Ideen und Ergebnisse zu der Google-Suche am Anfang anwenden, indem sie die Definition mit dem, was Google nach der Eingabe der Suchbegriffe tut, abgleichen. Da Datenbewusstsein als eines der gesellschaftlichen Themen im Informatikunterricht nur unzureichend behandelt wird, bieten die Begriffe einen Einstieg in das Thema der Auswirkungen von großen Datenmengen. Durch die Anwendung der Begrifflichkeiten auf Google, das Finden von Beispielen der Datenerhebung und dessen Verwendung, können die SuS sich dann mehr diese Datenverarbeitung bewusst machen. Des Weiteren fällt es ihnen auch leichter, die Datenverarbeitung auf andere Bereiche bzw. datengetriebene digitale Artefakte zu übertragen, da die SuS in der letzten Phase Stellung zur Datenerhebung nehmen und sich über Vor- und Nachteile Gedanken machen. Als Zusatz werden noch Einstellungen zum eigenen Datenschutz im Browser erklärt, als Vorschlag der individuellen Anpassung im Alltag.&lt;br /&gt;
==Ziele des Unterrichtsmoduls==&lt;br /&gt;
Die Lernziele und Kompetenzen des Unterrichtsmodul orientieren sich an dem Bildungsanliegen des UNESCO-Weltaktionsprogrammes: “Bildung für nachhaltige Entwicklung”. Bei diesem Bildungsanliegen wird das Ziel verfolgt, dass die SuS die Fähigkeit erlangen, die Auswirkungen des eigenen Handelns auf die Welt zu verstehen und verantwortungsvolle Entscheidungen zu treffen. Da die Auswirkungen des eigenen Handelns bei der Verwendung der Google-Suchmaschine oft unterschätzt werden, zeigt sich hier der Bedarf, die Kompetenz des verantwortungsvollen Handelns durch dieses Unterrichtsmodul anzustreben. Daraus folgen dann folgende Lernziele:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Hauptziel der Unterrichtsstunde ist, dass sich SuS bewusster im Internet verhalten. Dies meint grundlegend, dass sie gezielter in ihrem Alltag nach ihren Interessen im Internet suchen und dabei verstehen, welche Daten währenddessen von ihnen (als des Nutzers/ der Nutzerin) erhoben werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Des Weiteren sollten sie auch den Zweck der Erhebung verstehen bzw. Vermutungen diesbezüglich haben. Also warum Google oder allgemein kostenlose Apps Daten von NutzerInnen erheben und was sie dann mit den erhobenen Daten anfangen. Sie sollten also wissen, dass mit den Daten nicht nur Geld gemacht wird (bspw. durch Verkauf ihrer Daten), sondern auch ein Digitaler Doppelgänger von ihnen erstellt wird, um auf aktuelle Interessen einzugehen und dementsprechend Werbung zu schalten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da sie sich im Internet bzw. auf Google „bewegen“ und damit arbeiten, lernen sie das ddA in voller Funktion kennen. Durch die Analyse sollen sie erkennen, wie und warum Google den eingegebenen Suchbegriff so interpretiert und die entsprechenden Suchergebnisse anzeigt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem erlangten Wissen sollen die SuS diese Erhebungen und dessen Zwecke deuten und bewerten. Dadurch bilden sie sich nicht nur eine eigene Meinung, sondern lernen auch, ihre Meinung zu begründen und durch Argumentationen und Diskussionen durchzusetzen. Hierzu benötigen sie Wissen über Vor- und Nachteile, welche zuvor im Plenum aus Nutzer- und Anbieterperspektive zusammengetragen und erarbeitet werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um sich vor den Nachteilen der Nutzer-Perspektive zu schützen, sollen sie selbst am Computer im Google-Browser nach Möglichkeiten zur Datenschutzeinstellung suchen und den daraus resultierenden Schutz für den eigenen Nutzer notieren und den anderen vorführen. Dadurch werden nicht nur explizit Medienkompetenzen gefördert, sondern auch die Zuordnung des gelernten Wissens im eigenen Sprachgebrauch überdacht und eingebaut. Hinzu kommen weitere Argumentationsstrukturen und die Aneignung strukturierter und überzeugender Sprachkompetenzen.&lt;br /&gt;
==Sachanalyse des Unterrichtsmoduls==&lt;br /&gt;
Viele fachwissenschaftliche Aspekte wurden im Abschnitt [[Unterricht zu der Google Suche|Gegenstandsbereich]] behandelt. Im Folgenden ist die Mindmap zur Dualitätsrekonstruktion dargestellt:&lt;br /&gt;
[[Datei:Dualitätskonstruktion zur Google-Suche.png|mini|1032x1032px|Dualitätskonstruktion zur Google-Suche]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Didaktische Begründung des Unterrichtsmoduls==&lt;br /&gt;
Das Unterrichtsmodul beinhaltet viele Phasen, in denen die SuS zusammenarbeiten sollen. Das fördert die Sozialkompetenz der SuS und hat das Ziel, dass sich die SuS über die Themen und Lösungen austauschen. Dabei können sie verschiedene Lösungsansätze austauschen und darüber nachdenken. Leistungsschwächere SuS können von den leistungsstärkeren in den Arbeitsphasen profitieren. Dadurch wird der Heterogenität der Klasse Rechnung getragen. Auch können die stärkeren SuS bei einigen Arbeitsaufträgen weitere Aufgaben bearbeiten, wenn die anderen SuS noch etwas Zeit fürdie primären Aufgaben benötigen. Zum Beispiel können sich die SuS, die schon die Zwecke der Datenverarbeitung von Google erarbeitet haben, Gedanken über Vor- und Nachteile der Datenerhebung durch Google machen und diese notieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Unterrichtsmodul wurde in die sechs Schritte nach Leisen (2017) unterteilt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
#Im ersten Schritt wird der Lernkontext zu den SuS gebracht, indem sich die SuS zum Einstieg Gedanken zu ihrer kürzlichen Internetrecherche machen. Die SuS können erste Ideen und Beobachtungen zur Google Suche machen, indem sie einige vorgegebene Begriffe eingeben und die Ergebnisseiten analysieren. Die Sicherung nach dieser Phase dient dazu, dass die SuS ihre Ergebnisse in den nächsten Phasen aufgreifen und verknüpfen können.&lt;br /&gt;
#Im nächsten Schritt wird den SuS Lernmaterial gegeben, das sie bearbeiten sollen. Hier wird den SuS erst theoretisches Wissen vermittelt, das sie für den weiteren Ablauf benötigen. Dazu gehört z. B. das Wissen um und die Unterscheidung in explizite und implizite Datenerhebung. Dabei sollen die SuS in Lerngruppen zusammenarbeiten.&lt;br /&gt;
#Im nächsten Schritt werden die neuen Lerninhalte zusammen im Plenum diskutiert. Dabei sollte eine Lehrkraft diese Phase moderieren, damit die SuS ihre neuen Vorstellungen im Diskurs weiter verknüpfen bzw. ggf. korrigieren können.&lt;br /&gt;
#Das theoretisch erlangte Wissen können sie dann auf den Kontext der Google Suche anwenden. Die Zwecke der Datenerhebung werden in einer zweiten Erarbeitungsphase erarbeitet.&lt;br /&gt;
#Im folgenden Schritt werden die Formen und Zwecke der Datenerhebung miteinander vernetzt und durch eine persönliche Reflektion über die Vor- und Nachteile dieser Datenerhebung gefestigt.&lt;br /&gt;
#Durch die Diskussion über verschiedene Maßnahmen des Datenschutzes wird das erarbeitete Wissen im letzten Schritt angewendet und verantwortungsvolles Handeln in diesem Bereich gefördert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Unterrichtsplanung wurden zudem die verschiedenen Aspekte des Curricular Spider Web (2013) berücksichtigt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Der Zeitpunkt des Unterrichts wurde berücksichtigt. An einem Freitag ist die Konzentrationsfähigkeit wahrscheinlich nicht mehr sehr hoch.&lt;br /&gt;
*Auch die lokale Gegebenheit, dass der Raum neu und unbekannt für die Schüler war, wurde berücksichtigt bspw. durch den “Eisbrecher” zu Beginn der Stunde.&lt;br /&gt;
*Da man ausgehen kann, dass sich die Schüler untereinander kennen, konnten verschiedentlich Gruppenarbeitsphasen eingeplant werden.&lt;br /&gt;
*Bezüglich der Lernmedien wurde darauf geachtet, sowohl digitale als auch analoge Elemente in den Unterricht miteinzubinden.&lt;br /&gt;
*Der zentralen Aspekt, warum die Schüler diese Kompetenzen erwerben sollen, wurde schon in den vorherigen Kapiteln betrachtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Überblick über den Unterrichtsverlauf==&lt;br /&gt;
Das Unterrichtsmodul mit den zentralen Aktivitäten, inhaltlichen Schwerpunkten und Fachinhalten in den verschiedenen Phasen wird in der nachfolgenden Grafik zur Übersicht und Orientierung zusammengefasst. Die Materialien, wie etwa Arbeitsblätter und ergänzende Informationen, der verschiedenen Phasen sind in der Tabelle verlinkt.&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+&lt;br /&gt;
!Zeit (min)&lt;br /&gt;
!&amp;lt;big&amp;gt;PHASEN&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
!&amp;lt;big&amp;gt;INHALTLICHE SCHWERPUNKTE/OPERATIONEN&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
!&amp;lt;big&amp;gt;SOZIAL-/AKTIONSFORM&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
!&amp;lt;big&amp;gt;MEDIEN&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
!INTENTIONEN U. BEGRÜNDUNGEN&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|5&lt;br /&gt;
|Vorstellung, Einführung und Eisbrecher&lt;br /&gt;
|Vorstellungsrunde, Frage nach Begriffen, die die SuS diese Woche schon gegoogelt haben&lt;br /&gt;
|Klasse&lt;br /&gt;
|Whiteboard&lt;br /&gt;
|Einführung und Kennenlernen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|5&lt;br /&gt;
|Plan vorstellen&lt;br /&gt;
|Unterrichtsplan, Motivation und Ziele mündlich vorstellen&lt;br /&gt;
|Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
|Whiteboard&lt;br /&gt;
|Ziele und Motivation für die SuS&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|15&lt;br /&gt;
|Googlen von vorgegebenen Suchbegriffen&lt;br /&gt;
|Die SuS googlen vorgegebene Suchbegriffe, z.B. Paderborn, Universität, Schule, Wetter und schreiben Beobachtungen auf&lt;br /&gt;
|Gruppenarbeit&lt;br /&gt;
|[[:Datei:Arbeitsblatt 1 - Google Suche.pdf|Arbeitsblatt 1]], PCs&lt;br /&gt;
|Die Beobachtungen der Suchergebnisse von Google anhand der Leitfragen analysieren&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|15&lt;br /&gt;
|Zusammentragen der Ergebnisse&lt;br /&gt;
|Die SuS stellen kurz als Gruppe die Ergebnisse der Recherche vor (z.B. Schule→ Schulen in PB, …)&lt;br /&gt;
|Klasse&lt;br /&gt;
|Whiteboard&lt;br /&gt;
|Die SuS sollen sehen, dass Google nicht nur eine Suchmaschine ist, siehe Maps, das den Standort verwendet, etc.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|10&lt;br /&gt;
|Arten der Erhebung&lt;br /&gt;
|Frage, was Google überhaupt erhebt → Vorkenntnisse&lt;br /&gt;
|Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
|Whiteboard&lt;br /&gt;
|Weiterführung zum Datenbewusstsein&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|15&lt;br /&gt;
|Datenerhebung&lt;br /&gt;
|Text zu explizit und implizit erhobenen Daten&lt;br /&gt;
|Einzelarbeit&lt;br /&gt;
|[[:Datei:Arbeitsblatt 2 - Google Suche.pdf|Arbeitsblatt 2]]&lt;br /&gt;
|Arten der Datenerhebung verstehen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|10&lt;br /&gt;
|Frage, welche Daten explizit und implizit erhoben wurden&lt;br /&gt;
|Die SuS diskutieren, welche Daten beim vorherigen Googlen erhoben wurden&lt;br /&gt;
|Gruppenarbeit&lt;br /&gt;
|[[:Datei:Arbeitsblatt 2 - Google Suche.pdf|Arbeitsblatt 2]]&lt;br /&gt;
|Datenerhebung bei den speziellen Suchanfragen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|10&lt;br /&gt;
|Zusammentragen&lt;br /&gt;
|Ergebnisse sichern&lt;br /&gt;
|Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
|Beamer, [[:Datei:Arbeitsblatt 2 - Google Suche.pdf|Arbeitsblatt 2]]&lt;br /&gt;
|Verbindung Datenerhebung und Google&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|20&lt;br /&gt;
|Pause&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|10&lt;br /&gt;
|Zwecke&lt;br /&gt;
|Frage, warum Google Daten erhebt und verarbeitet → Vorkenntnisse&lt;br /&gt;
|Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
|Whiteboard&lt;br /&gt;
|Frage nach dem Warum der Datenerhebung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|15&lt;br /&gt;
|Zwecke der Datenerhebung&lt;br /&gt;
|Text zu Zwecken der Datenerhebung und -verarbeitung&lt;br /&gt;
|Einzelarbeit (Aufg. 1-2)&lt;br /&gt;
|[[:Datei:Arbeitsblatt 3 - Google Suche.pdf|Arbeitsblatt 3]]&lt;br /&gt;
|Zwecke der Datenerhebung verstehen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|10&lt;br /&gt;
|Zusammentragen&lt;br /&gt;
|Ergebnisse sichern&lt;br /&gt;
|Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
|Beamer, [[:Datei:Arbeitsblatt 3 - Google Suche.pdf|Arbeitsblatt 3]]&lt;br /&gt;
|Verbindung Zwecke und Google&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|10&lt;br /&gt;
|Persönliche Einordnung der Datenerhebung&lt;br /&gt;
|Die SuS bilden sich eine Meinung zur Datenerhebung, indem Sie Vor- und Nachteile aufschreiben und reflektieren&lt;br /&gt;
|Partnerarbeit (Aufg. 3-4)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gruppenarbeit&lt;br /&gt;
|[[:Datei:Arbeitsblatt 3 - Google Suche.pdf|Arbeitsblatt 3]]&lt;br /&gt;
|Meinung zu Zwecken bei der Datenerhebung beim Googlen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|10&lt;br /&gt;
|Diskussion&lt;br /&gt;
|Diskussion über Datenerhebung und Datenverarbeitung von der Google Suchmaschine&lt;br /&gt;
|Klasse&lt;br /&gt;
|[[:Datei:Arbeitsblatt 3 - Google Suche.pdf|Arbeitsblatt 3]]&lt;br /&gt;
|Vor- und Nachteile der Datenerhebung und Datenverarbeitung diskutieren&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|10&lt;br /&gt;
|Maßnahmen&lt;br /&gt;
|Die SuS lernen Maßnahmen in den eigenen Einstellungen kennen, die die Datenerhebung zumindest einschränken&lt;br /&gt;
|Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
|PC, Beamer, Geräte der SuS&lt;br /&gt;
|Einschränken von Datenerhebung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|10&lt;br /&gt;
|Fazit&lt;br /&gt;
|SuS nach Erkenntnissen fragen, SuS füllen Feedbackbogen aus&lt;br /&gt;
|Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
|Feedbackbogen&lt;br /&gt;
|Schluss&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
==Ausgewählte Materialien==&lt;br /&gt;
[[Datei:Arbeitsblatt 1 - Google Suche.pdf|mini|verweis=Special:FilePath/Arbeitsblatt_1_-_Google_Suche.pdf]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Arbeitsblatt 2 - Google Suche.pdf|mini|Arbeitsblatt 2|verweis=Special:FilePath/Arbeitsblatt_2_-_Google_Suche.pdf]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Arbeitsblatt 3 - Google Suche.pdf|mini|Arbeitsblatt 3|verweis=Special:FilePath/Arbeitsblatt_3_-_Google_Suche.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[:Datei:Arbeitsblatt 1 - Google Suche.pdf|Arbeitsblatt 1]]&lt;br /&gt;
*[[:Datei:Arbeitsblatt 2 - Google Suche.pdf|Arbeitsblatt 2]]&lt;br /&gt;
*[[:Datei:Arbeitsblatt 3 - Google Suche.pdf|Arbeitsblatt 3]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Jwiens3</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://eduwiki.cs.upb.de/index.php?title=Unterricht_zu_der_Google_Suche&amp;diff=2847</id>
		<title>Unterricht zu der Google Suche</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://eduwiki.cs.upb.de/index.php?title=Unterricht_zu_der_Google_Suche&amp;diff=2847"/>
		<updated>2022-08-16T10:20:03Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Jwiens3: /* Überblick über den Unterrichtsverlauf */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Auf der Suche nach Informationen verwenden Schülerinnen und Schülern fast täglich Internet-Suchmaschinen, wie etwa die Google Suche. Dort findet man zu allen möglichen Themen die verschiedensten Informationen und Inhalte (etwa auch zur Unterhaltung). Dass dabei von Google viele personenbezogenen Daten erhoben und verarbeitet werden, ist vielen Lernenden nicht bewusst. Die Google Suche als [[Datengetriebenes digitales Artefakt|datengetriebenes digitales Artefakt]] erhebt verschiedene Daten explizit und implizit und verarbeitet diese anschließend zu primären und sekundären Zwecken. Hier wird ein Unterrichtsmodul zur Google Suche vorgestellt, welches im Rahmen einer Lehrveranstaltung in der Didaktik der Informatik von Studierenden entwickelt worden ist. Anhand dieses Beispiels soll in diesem Unterrichtsmodul das [[Datenbewusstsein]] der Schülerinnen und Schüler gefördert werden, indem die Lernenden interaktiv herausfinden, welche Daten sie bei der Verwendung der Google Suche preisgeben und indem sie die Vor- und Nachteile der Datenerhebung und -verarbeitung diskutieren. Sie sollen zudem Möglichkeiten kennenlernen, wie bei der Google Suche die Erhebung persönlicher Daten selbst (etwas) verwaltet werden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Steckbrief des Unterrichtsmoduls==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Titel:&#039;&#039;&#039; Erhebung und Verarbeitung von Daten bei Suchmaschinen am Beispiel der Google Suche&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Stichworte:&#039;&#039;&#039; [[Datenbewusstsein]], [[Data Science]], Internet-Suchmaschine&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Zielgruppe:&#039;&#039;&#039; Informatik in Klasse 9 und 10 der Haupt-, Real- und Gesamtschule - keine Einschränkung der Klassengröße - sowohl homogene als auch heterogene Zusammensetzung möglich&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Inhaltsfeld:&#039;&#039;&#039; &amp;quot;Informatik, Mensch und Gesellschaft&amp;quot; (insbesondere der Schwerpunkt: [[Datenbewusstsein]]), &amp;quot;Daten und Information&amp;quot;, &amp;quot;Informatiksysteme&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Vorkenntnisse:&#039;&#039;&#039; Dieses Unterrichtsmodul setzt einige wenige Vorkenntnisse der Lernenden voraus. Das Internet sollte für die Schüler der Zielgruppe kein Neuland sein und die Google-Suche sollte für sie ein gebräuchliches Werkzeug sein. Wünschenswert wäre außerdem auch die Fähigkeit, die Google-Suche systematisch und strukturiert anwenden zu können. Außerdem muss vorausgesetzt werden, dass die Schüler ihren persönlichen Umgang mit der Google-Suche und mit ihren personenbezogenen Daten reflektieren und beurteilen können. Daher auch die Fokussierung auf die neunte bzw. zehnte Jahrgangsstufe. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Zeitlicher Umfang:&#039;&#039;&#039; 4 Unterrichtsstunden a 45 Minuten&lt;br /&gt;
==Gegenstandsbereich (Fachinhalt) des Unterrichtsmoduls==&lt;br /&gt;
Datenbewusstsein ist ein wichtiger Aspekt, besonders im Rahmen von Suchmaschinen. Denn diese sammeln viele Daten der Nutzer zu verschiedenen Zwecken. Welche Daten Google sammelt und zu welchen Zwecken, ist wichtig zu verstehen, damit man sich im Internet bzw. beim Suchen im Internet bewusst damit auseinandersetzt. Da Google im Jahr 2004 an die Börse gegangen ist, ist das Unternehmen ein Gewinnorientiertes. Den Gewinn kann Google nicht durch das “stumpfe” Anzeigen von Ergebnissen zu Suchanfragen erzielen, sondern indem es Daten der Nutzer auswertet und weiterverwendet. Seien es Werbeanzeigen zu anderen Plattformen oder der Verkauf von Nutzerdaten an Dritte zur Gewinnerzielung. &lt;br /&gt;
In diesem Sinne ist es wichtig zu wissen, wie Google uns mit der Darstellung von Suchergebnissen beeinflussen kann. Google erhebt dafür explizit und implizit Daten. Explizit werden der eingegebene Suchbegriff und ggf. verlinkte Google-Konten erhoben. Dadurch können implizit viele weitere Daten gewonnen werden, zum Beispiel welche Interessen man hat oder welche Webseiten sehr beliebt bei den Nutzern sind. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese erhobenen Daten kann Google für verschiedene Zwecke nutzen. Primäre Zwecke sind hierbei, dass Google seine Funktionen weiter anbieten kann. Weiter möchte Google seine Funktionen verbessern und weitere einbinden, zum Beispiel das Wetter oder eine Karte mit weiteren Ergebnissen. Die primären Zwecke dienen also eher der Nutzerperspektive, um die Funktionen für die Nutzer zu verbessern. Sekundäre Zwecke sind bei der Datenerhebung durch Google wirtschaftlich und wissenschaftlich orientiert. Wirtschaftlich sind eben die Anzeige von personalisierter Werbung auf der Ergebnisseite und das Weiterverkaufen von Daten an Dritte. Wissenschaftlich geht es Google um die Analyse des Nutzerverhaltens. Die sekundären Zwecke sind also aus Anbieterperspektive formuliert. Wie man seine persönlichen Daten vor Zugriffen oder Analysen schützen kann, ist eine resultierende Fragestellung.&lt;br /&gt;
==Überblick über den Verlauf des Unterrichtsmoduls==&lt;br /&gt;
Konkret werden die Begriffe der implizit und explizit erhobenen Daten, sowie primäre und sekundäre Zwecke behandelt. Zum Einstieg ins Anwendungsbeispiel Google Suche sollen die SuS in Gruppen am PC Begriffe eingeben und Beobachtungen aufschreiben. Die Ergebnisse werden für spätere Gruppenarbeiten gesichert. Dann lesen die SuS entsprechend aufbereitete Texte zur Datenerhebung und zu den Zwecken und besprechen sich jeweils in den Gruppen, um die Aspekte der Begriffe zusammenzutragen. Außerdem sollen die SuS die erlernten Definitionen und Beispiele auf Google-Suche und den zuvor gesammelten Ideen und Ergebnisse zu der Google-Suche am Anfang anwenden, indem sie die Definition mit dem, was Google nach der Eingabe der Suchbegriffe tut, abgleichen. Da Datenbewusstsein als eines der gesellschaftlichen Themen im Informatikunterricht nur unzureichend behandelt wird, bieten die Begriffe einen Einstieg in das Thema der Auswirkungen von großen Datenmengen. Durch die Anwendung der Begrifflichkeiten auf Google, das Finden von Beispielen der Datenerhebung und dessen Verwendung, können die SuS sich dann mehr diese Datenverarbeitung bewusst machen. Des Weiteren fällt es ihnen auch leichter, die Datenverarbeitung auf andere Bereiche bzw. datengetriebene digitale Artefakte zu übertragen, da die SuS in der letzten Phase Stellung zur Datenerhebung nehmen und sich über Vor- und Nachteile Gedanken machen. Als Zusatz werden noch Einstellungen zum eigenen Datenschutz im Browser erklärt, als Vorschlag der individuellen Anpassung im Alltag.&lt;br /&gt;
==Ziele des Unterrichtsmoduls==&lt;br /&gt;
Die Lernziele und Kompetenzen des Unterrichtsmodul orientieren sich an dem Bildungsanliegen des UNESCO-Weltaktionsprogrammes: “Bildung für nachhaltige Entwicklung”. Bei diesem Bildungsanliegen wird das Ziel verfolgt, dass die SuS die Fähigkeit erlangen, die Auswirkungen des eigenen Handelns auf die Welt zu verstehen und verantwortungsvolle Entscheidungen zu treffen. Da die Auswirkungen des eigenen Handelns bei der Verwendung der Google-Suchmaschine oft unterschätzt werden, zeigt sich hier der Bedarf, die Kompetenz des verantwortungsvollen Handelns durch dieses Unterrichtsmodul anzustreben. Daraus folgen dann folgende Lernziele:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Hauptziel der Unterrichtsstunde ist, dass sich SuS bewusster im Internet verhalten. Dies meint grundlegend, dass sie gezielter in ihrem Alltag nach ihren Interessen im Internet suchen und dabei verstehen, welche Daten währenddessen von ihnen (als des Nutzers/ der Nutzerin) erhoben werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Des Weiteren sollten sie auch den Zweck der Erhebung verstehen bzw. Vermutungen diesbezüglich haben. Also warum Google oder allgemein kostenlose Apps Daten von NutzerInnen erheben und was sie dann mit den erhobenen Daten anfangen. Sie sollten also wissen, dass mit den Daten nicht nur Geld gemacht wird (bspw. durch Verkauf ihrer Daten), sondern auch ein Digitaler Doppelgänger von ihnen erstellt wird, um auf aktuelle Interessen einzugehen und dementsprechend Werbung zu schalten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da sie sich im Internet bzw. auf Google „bewegen“ und damit arbeiten, lernen sie das ddA in voller Funktion kennen. Durch die Analyse sollen sie erkennen, wie und warum Google den eingegebenen Suchbegriff so interpretiert und die entsprechenden Suchergebnisse anzeigt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem erlangten Wissen sollen die SuS diese Erhebungen und dessen Zwecke deuten und bewerten. Dadurch bilden sie sich nicht nur eine eigene Meinung, sondern lernen auch, ihre Meinung zu begründen und durch Argumentationen und Diskussionen durchzusetzen. Hierzu benötigen sie Wissen über Vor- und Nachteile, welche zuvor im Plenum aus Nutzer- und Anbieterperspektive zusammengetragen und erarbeitet werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um sich vor den Nachteilen der Nutzer-Perspektive zu schützen, sollen sie selbst am Computer im Google-Browser nach Möglichkeiten zur Datenschutzeinstellung suchen und den daraus resultierenden Schutz für den eigenen Nutzer notieren und den anderen vorführen. Dadurch werden nicht nur explizit Medienkompetenzen gefördert, sondern auch die Zuordnung des gelernten Wissens im eigenen Sprachgebrauch überdacht und eingebaut. Hinzu kommen weitere Argumentationsstrukturen und die Aneignung strukturierter und überzeugender Sprachkompetenzen.&lt;br /&gt;
==Sachanalyse des Unterrichtsmoduls==&lt;br /&gt;
Viele fachwissenschaftliche Aspekte wurden im Abschnitt [[Unterricht zu der Google Suche|Gegenstandsbereich]] behandelt. Im Folgenden ist die Mindmap zur Dualitätsrekonstruktion dargestellt:&lt;br /&gt;
[[Datei:Dualitätskonstruktion zur Google-Suche.png|mini|1032x1032px|Dualitätskonstruktion zur Google-Suche]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Didaktische Begründung des Unterrichtsmoduls==&lt;br /&gt;
Das Unterrichtsmodul beinhaltet viele Phasen, in denen die SuS zusammenarbeiten sollen. Das fördert die Sozialkompetenz der SuS und hat das Ziel, dass sich die SuS über die Themen und Lösungen austauschen. Dabei können sie verschiedene Lösungsansätze austauschen und darüber nachdenken. Leistungsschwächere SuS können von den leistungsstärkeren in den Arbeitsphasen profitieren. Dadurch wird der Heterogenität der Klasse Rechnung getragen. Auch können die stärkeren SuS bei einigen Arbeitsaufträgen weitere Aufgaben bearbeiten, wenn die anderen SuS noch etwas Zeit fürdie primären Aufgaben benötigen. Zum Beispiel können sich die SuS, die schon die Zwecke der Datenverarbeitung von Google erarbeitet haben, Gedanken über Vor- und Nachteile der Datenerhebung durch Google machen und diese notieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Unterrichtsmodul wurde in die sechs Schritte nach Leisen (2017) unterteilt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
#Im ersten Schritt wird der Lernkontext zu den SuS gebracht, indem sich die SuS zum Einstieg Gedanken zu ihrer kürzlichen Internetrecherche machen. Die SuS können erste Ideen und Beobachtungen zur Google Suche machen, indem sie einige vorgegebene Begriffe eingeben und die Ergebnisseiten analysieren. Die Sicherung nach dieser Phase dient dazu, dass die SuS ihre Ergebnisse in den nächsten Phasen aufgreifen und verknüpfen können.&lt;br /&gt;
#Im nächsten Schritt wird den SuS Lernmaterial gegeben, das sie bearbeiten sollen. Hier wird den SuS erst theoretisches Wissen vermittelt, das sie für den weiteren Ablauf benötigen. Dazu gehört z. B. das Wissen um und die Unterscheidung in explizite und implizite Datenerhebung. Dabei sollen die SuS in Lerngruppen zusammenarbeiten.&lt;br /&gt;
#Im nächsten Schritt werden die neuen Lerninhalte zusammen im Plenum diskutiert. Dabei sollte eine Lehrkraft diese Phase moderieren, damit die SuS ihre neuen Vorstellungen im Diskurs weiter verknüpfen bzw. ggf. korrigieren können.&lt;br /&gt;
#Das theoretisch erlangte Wissen können sie dann auf den Kontext der Google Suche anwenden. Die Zwecke der Datenerhebung werden in einer zweiten Erarbeitungsphase erarbeitet.&lt;br /&gt;
#Im folgenden Schritt werden die Formen und Zwecke der Datenerhebung miteinander vernetzt und durch eine persönliche Reflektion über die Vor- und Nachteile dieser Datenerhebung gefestigt.&lt;br /&gt;
#Durch die Diskussion über verschiedene Maßnahmen des Datenschutzes wird das erarbeitete Wissen im letzten Schritt angewendet und verantwortungsvolles Handeln in diesem Bereich gefördert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Unterrichtsplanung wurden zudem die verschiedenen Aspekte des Curricular Spider Web (2013) berücksichtigt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Der Zeitpunkt des Unterrichts wurde berücksichtigt. An einem Freitag ist die Konzentrationsfähigkeit wahrscheinlich nicht mehr sehr hoch.&lt;br /&gt;
*Auch die lokale Gegebenheit, dass der Raum neu und unbekannt für die Schüler war, wurde berücksichtigt bspw. durch den “Eisbrecher” zu Beginn der Stunde.&lt;br /&gt;
*Da man ausgehen kann, dass sich die Schüler untereinander kennen, konnten verschiedentlich Gruppenarbeitsphasen eingeplant werden.&lt;br /&gt;
*Bezüglich der Lernmedien wurde darauf geachtet, sowohl digitale als auch analoge Elemente in den Unterricht miteinzubinden.&lt;br /&gt;
*Der zentralen Aspekt, warum die Schüler diese Kompetenzen erwerben sollen, wurde schon in den vorherigen Kapiteln betrachtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Überblick über den Unterrichtsverlauf==&lt;br /&gt;
Das Unterrichtsmodul mit den zentralen Aktivitäten, inhaltlichen Schwerpunkten und Fachinhalten in den verschiedenen Phasen wird in der nachfolgenden Grafik zur Übersicht und Orientierung zusammengefasst. Die Materialien, wie etwa Arbeitsblätter und ergänzende Informationen, der verschiedenen Phasen sind in der Tabelle verlinkt.&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+&lt;br /&gt;
!Zeit (min)&lt;br /&gt;
!&amp;lt;big&amp;gt;PHASEN&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
!&amp;lt;big&amp;gt;INHALTLICHE SCHWERPUNKTE/OPERATIONEN&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
!&amp;lt;big&amp;gt;SOZIAL-/AKTIONSFORM&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
!&amp;lt;big&amp;gt;MEDIEN&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
!INTENTIONEN U. BEGRÜNDUNGEN&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|5&lt;br /&gt;
|Vorstellung, Einführung und Eisbrecher&lt;br /&gt;
|Vorstellungsrunde, Frage nach Begriffen, die die SuS diese Woche schon gegoogelt haben&lt;br /&gt;
|Klasse&lt;br /&gt;
|Whiteboard&lt;br /&gt;
|Einführung und Kennenlernen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|5&lt;br /&gt;
|Plan vorstellen&lt;br /&gt;
|Unterrichtsplan, Motivation und Ziele mündlich vorstellen&lt;br /&gt;
|Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
|Whiteboard&lt;br /&gt;
|Ziele und Motivation für die SuS&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|15&lt;br /&gt;
|Googlen von vorgegebenen Suchbegriffen&lt;br /&gt;
|Die SuS googlen vorgegebene Suchbegriffe, z.B. Paderborn, Universität, Schule, Wetter und schreiben Beobachtungen auf&lt;br /&gt;
|Gruppenarbeit&lt;br /&gt;
|[[:Datei:Arbeitsblatt 1 - Google Suche.pdf|Arbeitsblatt 1]], PCs&lt;br /&gt;
|Die Beobachtungen der Suchergebnisse von Google anhand der Leitfragen analysieren&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|15&lt;br /&gt;
|Zusammentragen der Ergebnisse&lt;br /&gt;
|Die SuS stellen kurz als Gruppe die Ergebnisse der Recherche vor (z.B. Schule→ Schulen in PB, …)&lt;br /&gt;
|Klasse&lt;br /&gt;
|Whiteboard&lt;br /&gt;
|Die SuS sollen sehen, dass Google nicht nur eine Suchmaschine ist, siehe Maps, das den Standort verwendet, etc.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|10&lt;br /&gt;
|Arten der Erhebung&lt;br /&gt;
|Frage, was Google überhaupt erhebt → Vorkenntnisse&lt;br /&gt;
|Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
|Whiteboard&lt;br /&gt;
|Weiterführung zum Datenbewusstsein&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|15&lt;br /&gt;
|Datenerhebung&lt;br /&gt;
|Text zu explizit und implizit erhobenen Daten&lt;br /&gt;
|Einzelarbeit&lt;br /&gt;
|[[:Datei:Arbeitsblatt 2 - Google Suche.pdf|Arbeitsblatt 2]]&lt;br /&gt;
|Arten der Datenerhebung verstehen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|10&lt;br /&gt;
|Frage, welche Daten explizit und implizit erhoben wurden&lt;br /&gt;
|Die SuS diskutieren, welche Daten beim vorherigen Googlen erhoben wurden&lt;br /&gt;
|Gruppenarbeit&lt;br /&gt;
|[[:Datei:Arbeitsblatt 2 - Google Suche.pdf|Arbeitsblatt 2]]&lt;br /&gt;
|Datenerhebung bei den speziellen Suchanfragen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|10&lt;br /&gt;
|Zusammentragen&lt;br /&gt;
|Ergebnisse sichern&lt;br /&gt;
|Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
|Beamer, [[:Datei:Arbeitsblatt 2 - Google Suche.pdf|Arbeitsblatt 2]]&lt;br /&gt;
|Verbindung Datenerhebung und Google&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|20&lt;br /&gt;
|Pause&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|10&lt;br /&gt;
|Zwecke&lt;br /&gt;
|Frage, warum Google Daten erhebt und verarbeitet → Vorkenntnisse&lt;br /&gt;
|Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
|Whiteboard&lt;br /&gt;
|Frage nach dem Warum der Datenerhebung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|15&lt;br /&gt;
|Zwecke der Datenerhebung&lt;br /&gt;
|Text zu Zwecken der Datenerhebung und -verarbeitung&lt;br /&gt;
|Einzelarbeit (Aufg. 1-2)&lt;br /&gt;
|[[:Datei:Arbeitsblatt 3 - Google Suche.pdf|Arbeitsblatt 3]]&lt;br /&gt;
|Zwecke der Datenerhebung verstehen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|10&lt;br /&gt;
|Zusammentragen&lt;br /&gt;
|Ergebnisse sichern&lt;br /&gt;
|Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
|Beamer, [[:Datei:Arbeitsblatt 3 - Google Suche.pdf|Arbeitsblatt 3]]&lt;br /&gt;
|Verbindung Zwecke und Google&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|10&lt;br /&gt;
|Persönliche Einordnung der Datenerhebung&lt;br /&gt;
|Die SuS bilden sich eine Meinung zur Datenerhebung, indem Sie Vor- und Nachteile aufschreiben und reflektieren&lt;br /&gt;
|Partnerarbeit (Aufg. 3-4)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gruppenarbeit&lt;br /&gt;
|[[:Datei:Arbeitsblatt 3 - Google Suche.pdf|Arbeitsblatt 3]]&lt;br /&gt;
|Meinung zu Zwecken bei der Datenerhebung beim Googlen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|10&lt;br /&gt;
|Diskussion&lt;br /&gt;
|Diskussion über Datenerhebung und Datenverarbeitung von der Google Suchmaschine&lt;br /&gt;
|Klasse&lt;br /&gt;
|[[:Datei:Arbeitsblatt 3 - Google Suche.pdf|Arbeitsblatt 3]]&lt;br /&gt;
|Vor- und Nachteile der Datenerhebung und Datenverarbeitung diskutieren&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|10&lt;br /&gt;
|Maßnahmen&lt;br /&gt;
|Die SuS lernen Maßnahmen in den eigenen Einstellungen kennen, die die Datenerhebung zumindest einschränken&lt;br /&gt;
|Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
|PC, Beamer, Geräte der SuS&lt;br /&gt;
|Einschränken von Datenerhebung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|10&lt;br /&gt;
|Fazit&lt;br /&gt;
|SuS nach Erkenntnissen fragen, SuS füllen Feedbackbogen aus&lt;br /&gt;
|Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
|Feedbackbogen&lt;br /&gt;
|Schluss&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
==Ausgewählte Materialien==&lt;br /&gt;
[[Datei:Arbeitsblatt 1 - Google Suche.pdf|mini|verweis=Special:FilePath/Arbeitsblatt_1_-_Google_Suche.pdf]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Arbeitsblatt 2 - Google Suche.pdf|mini|Arbeitsblatt 2|verweis=Special:FilePath/Arbeitsblatt_2_-_Google_Suche.pdf]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Arbeitsblatt 3 - Google Suche.pdf|mini|Arbeitsblatt 3|verweis=Special:FilePath/Arbeitsblatt_3_-_Google_Suche.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[:Datei:Arbeitsblatt 1 - Google Suche.pdf|Arbeitsblatt 1]]&lt;br /&gt;
* [[:Datei:Arbeitsblatt 2 - Google Suche.pdf|Arbeitsblatt 2]]&lt;br /&gt;
* [[:Datei:Arbeitsblatt 3 - Google Suche.pdf|Arbeitsblatt 3]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Jwiens3</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://eduwiki.cs.upb.de/index.php?title=Unterricht_zu_der_Google_Suche&amp;diff=2846</id>
		<title>Unterricht zu der Google Suche</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://eduwiki.cs.upb.de/index.php?title=Unterricht_zu_der_Google_Suche&amp;diff=2846"/>
		<updated>2022-08-16T10:14:41Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Jwiens3: /* Ausgewählte Materialien */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Auf der Suche nach Informationen verwenden Schülerinnen und Schülern fast täglich Internet-Suchmaschinen, wie etwa die Google Suche. Dort findet man zu allen möglichen Themen die verschiedensten Informationen und Inhalte (etwa auch zur Unterhaltung). Dass dabei von Google viele personenbezogenen Daten erhoben und verarbeitet werden, ist vielen Lernenden nicht bewusst. Die Google Suche als [[Datengetriebenes digitales Artefakt|datengetriebenes digitales Artefakt]] erhebt verschiedene Daten explizit und implizit und verarbeitet diese anschließend zu primären und sekundären Zwecken. Hier wird ein Unterrichtsmodul zur Google Suche vorgestellt, welches im Rahmen einer Lehrveranstaltung in der Didaktik der Informatik von Studierenden entwickelt worden ist. Anhand dieses Beispiels soll in diesem Unterrichtsmodul das [[Datenbewusstsein]] der Schülerinnen und Schüler gefördert werden, indem die Lernenden interaktiv herausfinden, welche Daten sie bei der Verwendung der Google Suche preisgeben und indem sie die Vor- und Nachteile der Datenerhebung und -verarbeitung diskutieren. Sie sollen zudem Möglichkeiten kennenlernen, wie bei der Google Suche die Erhebung persönlicher Daten selbst (etwas) verwaltet werden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Steckbrief des Unterrichtsmoduls==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Titel:&#039;&#039;&#039; Erhebung und Verarbeitung von Daten bei Suchmaschinen am Beispiel der Google Suche&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Stichworte:&#039;&#039;&#039; [[Datenbewusstsein]], [[Data Science]], Internet-Suchmaschine&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Zielgruppe:&#039;&#039;&#039; Informatik in Klasse 9 und 10 der Haupt-, Real- und Gesamtschule - keine Einschränkung der Klassengröße - sowohl homogene als auch heterogene Zusammensetzung möglich&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Inhaltsfeld:&#039;&#039;&#039; &amp;quot;Informatik, Mensch und Gesellschaft&amp;quot; (insbesondere der Schwerpunkt: [[Datenbewusstsein]]), &amp;quot;Daten und Information&amp;quot;, &amp;quot;Informatiksysteme&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Vorkenntnisse:&#039;&#039;&#039; Dieses Unterrichtsmodul setzt einige wenige Vorkenntnisse der Lernenden voraus. Das Internet sollte für die Schüler der Zielgruppe kein Neuland sein und die Google-Suche sollte für sie ein gebräuchliches Werkzeug sein. Wünschenswert wäre außerdem auch die Fähigkeit, die Google-Suche systematisch und strukturiert anwenden zu können. Außerdem muss vorausgesetzt werden, dass die Schüler ihren persönlichen Umgang mit der Google-Suche und mit ihren personenbezogenen Daten reflektieren und beurteilen können. Daher auch die Fokussierung auf die neunte bzw. zehnte Jahrgangsstufe. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Zeitlicher Umfang:&#039;&#039;&#039; 4 Unterrichtsstunden a 45 Minuten&lt;br /&gt;
==Gegenstandsbereich (Fachinhalt) des Unterrichtsmoduls==&lt;br /&gt;
Datenbewusstsein ist ein wichtiger Aspekt, besonders im Rahmen von Suchmaschinen. Denn diese sammeln viele Daten der Nutzer zu verschiedenen Zwecken. Welche Daten Google sammelt und zu welchen Zwecken, ist wichtig zu verstehen, damit man sich im Internet bzw. beim Suchen im Internet bewusst damit auseinandersetzt. Da Google im Jahr 2004 an die Börse gegangen ist, ist das Unternehmen ein Gewinnorientiertes. Den Gewinn kann Google nicht durch das “stumpfe” Anzeigen von Ergebnissen zu Suchanfragen erzielen, sondern indem es Daten der Nutzer auswertet und weiterverwendet. Seien es Werbeanzeigen zu anderen Plattformen oder der Verkauf von Nutzerdaten an Dritte zur Gewinnerzielung. &lt;br /&gt;
In diesem Sinne ist es wichtig zu wissen, wie Google uns mit der Darstellung von Suchergebnissen beeinflussen kann. Google erhebt dafür explizit und implizit Daten. Explizit werden der eingegebene Suchbegriff und ggf. verlinkte Google-Konten erhoben. Dadurch können implizit viele weitere Daten gewonnen werden, zum Beispiel welche Interessen man hat oder welche Webseiten sehr beliebt bei den Nutzern sind. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese erhobenen Daten kann Google für verschiedene Zwecke nutzen. Primäre Zwecke sind hierbei, dass Google seine Funktionen weiter anbieten kann. Weiter möchte Google seine Funktionen verbessern und weitere einbinden, zum Beispiel das Wetter oder eine Karte mit weiteren Ergebnissen. Die primären Zwecke dienen also eher der Nutzerperspektive, um die Funktionen für die Nutzer zu verbessern. Sekundäre Zwecke sind bei der Datenerhebung durch Google wirtschaftlich und wissenschaftlich orientiert. Wirtschaftlich sind eben die Anzeige von personalisierter Werbung auf der Ergebnisseite und das Weiterverkaufen von Daten an Dritte. Wissenschaftlich geht es Google um die Analyse des Nutzerverhaltens. Die sekundären Zwecke sind also aus Anbieterperspektive formuliert. Wie man seine persönlichen Daten vor Zugriffen oder Analysen schützen kann, ist eine resultierende Fragestellung.&lt;br /&gt;
==Überblick über den Verlauf des Unterrichtsmoduls==&lt;br /&gt;
Konkret werden die Begriffe der implizit und explizit erhobenen Daten, sowie primäre und sekundäre Zwecke behandelt. Zum Einstieg ins Anwendungsbeispiel Google Suche sollen die SuS in Gruppen am PC Begriffe eingeben und Beobachtungen aufschreiben. Die Ergebnisse werden für spätere Gruppenarbeiten gesichert. Dann lesen die SuS entsprechend aufbereitete Texte zur Datenerhebung und zu den Zwecken und besprechen sich jeweils in den Gruppen, um die Aspekte der Begriffe zusammenzutragen. Außerdem sollen die SuS die erlernten Definitionen und Beispiele auf Google-Suche und den zuvor gesammelten Ideen und Ergebnisse zu der Google-Suche am Anfang anwenden, indem sie die Definition mit dem, was Google nach der Eingabe der Suchbegriffe tut, abgleichen. Da Datenbewusstsein als eines der gesellschaftlichen Themen im Informatikunterricht nur unzureichend behandelt wird, bieten die Begriffe einen Einstieg in das Thema der Auswirkungen von großen Datenmengen. Durch die Anwendung der Begrifflichkeiten auf Google, das Finden von Beispielen der Datenerhebung und dessen Verwendung, können die SuS sich dann mehr diese Datenverarbeitung bewusst machen. Des Weiteren fällt es ihnen auch leichter, die Datenverarbeitung auf andere Bereiche bzw. datengetriebene digitale Artefakte zu übertragen, da die SuS in der letzten Phase Stellung zur Datenerhebung nehmen und sich über Vor- und Nachteile Gedanken machen. Als Zusatz werden noch Einstellungen zum eigenen Datenschutz im Browser erklärt, als Vorschlag der individuellen Anpassung im Alltag.&lt;br /&gt;
==Ziele des Unterrichtsmoduls==&lt;br /&gt;
Die Lernziele und Kompetenzen des Unterrichtsmodul orientieren sich an dem Bildungsanliegen des UNESCO-Weltaktionsprogrammes: “Bildung für nachhaltige Entwicklung”. Bei diesem Bildungsanliegen wird das Ziel verfolgt, dass die SuS die Fähigkeit erlangen, die Auswirkungen des eigenen Handelns auf die Welt zu verstehen und verantwortungsvolle Entscheidungen zu treffen. Da die Auswirkungen des eigenen Handelns bei der Verwendung der Google-Suchmaschine oft unterschätzt werden, zeigt sich hier der Bedarf, die Kompetenz des verantwortungsvollen Handelns durch dieses Unterrichtsmodul anzustreben. Daraus folgen dann folgende Lernziele:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Hauptziel der Unterrichtsstunde ist, dass sich SuS bewusster im Internet verhalten. Dies meint grundlegend, dass sie gezielter in ihrem Alltag nach ihren Interessen im Internet suchen und dabei verstehen, welche Daten währenddessen von ihnen (als des Nutzers/ der Nutzerin) erhoben werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Des Weiteren sollten sie auch den Zweck der Erhebung verstehen bzw. Vermutungen diesbezüglich haben. Also warum Google oder allgemein kostenlose Apps Daten von NutzerInnen erheben und was sie dann mit den erhobenen Daten anfangen. Sie sollten also wissen, dass mit den Daten nicht nur Geld gemacht wird (bspw. durch Verkauf ihrer Daten), sondern auch ein Digitaler Doppelgänger von ihnen erstellt wird, um auf aktuelle Interessen einzugehen und dementsprechend Werbung zu schalten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da sie sich im Internet bzw. auf Google „bewegen“ und damit arbeiten, lernen sie das ddA in voller Funktion kennen. Durch die Analyse sollen sie erkennen, wie und warum Google den eingegebenen Suchbegriff so interpretiert und die entsprechenden Suchergebnisse anzeigt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem erlangten Wissen sollen die SuS diese Erhebungen und dessen Zwecke deuten und bewerten. Dadurch bilden sie sich nicht nur eine eigene Meinung, sondern lernen auch, ihre Meinung zu begründen und durch Argumentationen und Diskussionen durchzusetzen. Hierzu benötigen sie Wissen über Vor- und Nachteile, welche zuvor im Plenum aus Nutzer- und Anbieterperspektive zusammengetragen und erarbeitet werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um sich vor den Nachteilen der Nutzer-Perspektive zu schützen, sollen sie selbst am Computer im Google-Browser nach Möglichkeiten zur Datenschutzeinstellung suchen und den daraus resultierenden Schutz für den eigenen Nutzer notieren und den anderen vorführen. Dadurch werden nicht nur explizit Medienkompetenzen gefördert, sondern auch die Zuordnung des gelernten Wissens im eigenen Sprachgebrauch überdacht und eingebaut. Hinzu kommen weitere Argumentationsstrukturen und die Aneignung strukturierter und überzeugender Sprachkompetenzen.&lt;br /&gt;
==Sachanalyse des Unterrichtsmoduls==&lt;br /&gt;
Viele fachwissenschaftliche Aspekte wurden im Abschnitt [[Unterricht zu der Google Suche|Gegenstandsbereich]] behandelt. Im Folgenden ist die Mindmap zur Dualitätsrekonstruktion dargestellt:&lt;br /&gt;
[[Datei:Dualitätskonstruktion zur Google-Suche.png|mini|1032x1032px|Dualitätskonstruktion zur Google-Suche]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Didaktische Begründung des Unterrichtsmoduls==&lt;br /&gt;
Das Unterrichtsmodul beinhaltet viele Phasen, in denen die SuS zusammenarbeiten sollen. Das fördert die Sozialkompetenz der SuS und hat das Ziel, dass sich die SuS über die Themen und Lösungen austauschen. Dabei können sie verschiedene Lösungsansätze austauschen und darüber nachdenken. Leistungsschwächere SuS können von den leistungsstärkeren in den Arbeitsphasen profitieren. Dadurch wird der Heterogenität der Klasse Rechnung getragen. Auch können die stärkeren SuS bei einigen Arbeitsaufträgen weitere Aufgaben bearbeiten, wenn die anderen SuS noch etwas Zeit fürdie primären Aufgaben benötigen. Zum Beispiel können sich die SuS, die schon die Zwecke der Datenverarbeitung von Google erarbeitet haben, Gedanken über Vor- und Nachteile der Datenerhebung durch Google machen und diese notieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Unterrichtsmodul wurde in die sechs Schritte nach Leisen (2017) unterteilt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
#Im ersten Schritt wird der Lernkontext zu den SuS gebracht, indem sich die SuS zum Einstieg Gedanken zu ihrer kürzlichen Internetrecherche machen. Die SuS können erste Ideen und Beobachtungen zur Google Suche machen, indem sie einige vorgegebene Begriffe eingeben und die Ergebnisseiten analysieren. Die Sicherung nach dieser Phase dient dazu, dass die SuS ihre Ergebnisse in den nächsten Phasen aufgreifen und verknüpfen können.&lt;br /&gt;
#Im nächsten Schritt wird den SuS Lernmaterial gegeben, das sie bearbeiten sollen. Hier wird den SuS erst theoretisches Wissen vermittelt, das sie für den weiteren Ablauf benötigen. Dazu gehört z. B. das Wissen um und die Unterscheidung in explizite und implizite Datenerhebung. Dabei sollen die SuS in Lerngruppen zusammenarbeiten.&lt;br /&gt;
#Im nächsten Schritt werden die neuen Lerninhalte zusammen im Plenum diskutiert. Dabei sollte eine Lehrkraft diese Phase moderieren, damit die SuS ihre neuen Vorstellungen im Diskurs weiter verknüpfen bzw. ggf. korrigieren können.&lt;br /&gt;
#Das theoretisch erlangte Wissen können sie dann auf den Kontext der Google Suche anwenden. Die Zwecke der Datenerhebung werden in einer zweiten Erarbeitungsphase erarbeitet.&lt;br /&gt;
#Im folgenden Schritt werden die Formen und Zwecke der Datenerhebung miteinander vernetzt und durch eine persönliche Reflektion über die Vor- und Nachteile dieser Datenerhebung gefestigt.&lt;br /&gt;
#Durch die Diskussion über verschiedene Maßnahmen des Datenschutzes wird das erarbeitete Wissen im letzten Schritt angewendet und verantwortungsvolles Handeln in diesem Bereich gefördert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Unterrichtsplanung wurden zudem die verschiedenen Aspekte des Curricular Spider Web (2013) berücksichtigt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Der Zeitpunkt des Unterrichts wurde berücksichtigt. An einem Freitag ist die Konzentrationsfähigkeit wahrscheinlich nicht mehr sehr hoch.&lt;br /&gt;
*Auch die lokale Gegebenheit, dass der Raum neu und unbekannt für die Schüler war, wurde berücksichtigt bspw. durch den “Eisbrecher” zu Beginn der Stunde.&lt;br /&gt;
*Da man ausgehen kann, dass sich die Schüler untereinander kennen, konnten verschiedentlich Gruppenarbeitsphasen eingeplant werden.&lt;br /&gt;
*Bezüglich der Lernmedien wurde darauf geachtet, sowohl digitale als auch analoge Elemente in den Unterricht miteinzubinden.&lt;br /&gt;
*Der zentralen Aspekt, warum die Schüler diese Kompetenzen erwerben sollen, wurde schon in den vorherigen Kapiteln betrachtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Überblick über den Unterrichtsverlauf==&lt;br /&gt;
Das Unterrichtsmodul mit den zentralen Aktivitäten, inhaltlichen Schwerpunkten und Fachinhalten in den verschiedenen Phasen wird in der nachfolgenden Grafik zur Übersicht und Orientierung zusammengefasst. Die Materialien, wie etwa Arbeitsblätter und ergänzende Informationen, der verschiedenen Phasen sind in der Tabelle verlinkt.&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+&lt;br /&gt;
!Zeit (min)&lt;br /&gt;
!&amp;lt;big&amp;gt;PHASEN&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
!&amp;lt;big&amp;gt;INHALTLICHE SCHWERPUNKTE/OPERATIONEN&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
!&amp;lt;big&amp;gt;SOZIAL-/AKTIONSFORM&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
!&amp;lt;big&amp;gt;MEDIEN&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
!INTENTIONEN U. BEGRÜNDUNGEN&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|5&lt;br /&gt;
|Vorstellung, Einführung und Eisbrecher&lt;br /&gt;
|Vorstellungsrunde, Frage nach Begriffen, die die SuS diese Woche schon gegoogelt haben&lt;br /&gt;
|Klasse&lt;br /&gt;
|Whiteboard&lt;br /&gt;
|Einführung und Kennenlernen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|5&lt;br /&gt;
|Plan vorstellen&lt;br /&gt;
|Unterrichtsplan, Motivation und Ziele mündlich vorstellen&lt;br /&gt;
|Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
|Whiteboard&lt;br /&gt;
|Ziele und Motivation für die SuS&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|15&lt;br /&gt;
|Googlen von vorgegebenen Suchbegriffen&lt;br /&gt;
|Die SuS googlen vorgegebene Suchbegriffe, z.B. Paderborn, Universität, Schule, Wetter und schreiben Beobachtungen auf&lt;br /&gt;
|Gruppenarbeit&lt;br /&gt;
|[[Datei:Arbeitsblatt 1 - Google Suche.pdf|mini|Arbeitsblatt 1 - Google Suche|verweis=Special:FilePath/Arbeitsblatt_1_-_Google_Suche.pdf]], PCs&lt;br /&gt;
|Die Beobachtungen der Suchergebnisse von Google anhand der Leitfragen analysieren&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|15&lt;br /&gt;
|Zusammentragen der Ergebnisse&lt;br /&gt;
|Die SuS stellen kurz als Gruppe die Ergebnisse der Recherche vor (z.B. Schule→ Schulen in PB, …)&lt;br /&gt;
|Klasse&lt;br /&gt;
|Whiteboard&lt;br /&gt;
|Die SuS sollen sehen, dass Google nicht nur eine Suchmaschine ist, siehe Maps, das den Standort verwendet, etc.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|10&lt;br /&gt;
|Arten der Erhebung&lt;br /&gt;
|Frage, was Google überhaupt erhebt → Vorkenntnisse&lt;br /&gt;
|Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
|Whiteboard&lt;br /&gt;
|Weiterführung zum Datenbewusstsein&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|15&lt;br /&gt;
|Datenerhebung&lt;br /&gt;
|Text zu explizit und implizit erhobenen Daten&lt;br /&gt;
|Einzelarbeit&lt;br /&gt;
|[[:Datei:Arbeitsblatt 2 - Google Suche.pdf|Datei:Arbeitsblatt 2 - Google Suche.pdf]]&lt;br /&gt;
|Arten der Datenerhebung verstehen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|10&lt;br /&gt;
|Frage, welche Daten explizit und implizit erhoben wurden&lt;br /&gt;
|Die SuS diskutieren, welche Daten beim vorherigen Googlen erhoben wurden&lt;br /&gt;
|Gruppenarbeit&lt;br /&gt;
|[[:Datei:Arbeitsblatt 2 - Google Suche.pdf|Datei:Arbeitsblatt 2 - Google Suche.pdf]]&lt;br /&gt;
|Datenerhebung bei den speziellen Suchanfragen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|10&lt;br /&gt;
|Zusammentragen&lt;br /&gt;
|Ergebnisse sichern&lt;br /&gt;
|Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
|Beamer, [[:Datei:Arbeitsblatt 2 - Google Suche.pdf|Datei:Arbeitsblatt 2 - Google Suche.pdf]]&lt;br /&gt;
|Verbindung Datenerhebung und Google&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|20&lt;br /&gt;
|Pause&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|10&lt;br /&gt;
|Zwecke&lt;br /&gt;
|Frage, warum Google Daten erhebt und verarbeitet → Vorkenntnisse&lt;br /&gt;
|Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
|Whiteboard&lt;br /&gt;
|Frage nach dem Warum der Datenerhebung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|15&lt;br /&gt;
|Zwecke der Datenerhebung&lt;br /&gt;
|Text zu Zwecken der Datenerhebung und -verarbeitung&lt;br /&gt;
|Einzelarbeit (Aufg. 1-2)&lt;br /&gt;
|[[:Datei:Arbeitsblatt 3 - Google Suche.pdf|Datei:Arbeitsblatt 3 - Google Suche.pdf]]&lt;br /&gt;
|Zwecke der Datenerhebung verstehen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|10&lt;br /&gt;
|Zusammentragen&lt;br /&gt;
|Ergebnisse sichern&lt;br /&gt;
|Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
|Beamer, [[:Datei:Arbeitsblatt 3 - Google Suche.pdf|Datei:Arbeitsblatt 3 - Google Suche.pdf]]&lt;br /&gt;
|Verbindung Zwecke und Google&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|10&lt;br /&gt;
|Persönliche Einordnung der Datenerhebung&lt;br /&gt;
|Die SuS bilden sich eine Meinung zur Datenerhebung, indem Sie Vor- und Nachteile aufschreiben und reflektieren&lt;br /&gt;
|Partnerarbeit (Aufg. 3-4)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gruppenarbeit&lt;br /&gt;
|[[:Datei:Arbeitsblatt 3 - Google Suche.pdf|Datei:Arbeitsblatt 3 - Google Suche.pdf]]&lt;br /&gt;
|Meinung zu Zwecken bei der Datenerhebung beim Googlen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|10&lt;br /&gt;
|Diskussion&lt;br /&gt;
|Diskussion über Datenerhebung und Datenverarbeitung von der Google Suchmaschine&lt;br /&gt;
|Klasse&lt;br /&gt;
|[[:Datei:Arbeitsblatt 3 - Google Suche.pdf|Datei:Arbeitsblatt 3 - Google Suche.pdf]]&lt;br /&gt;
|Vor- und Nachteile der Datenerhebung und Datenverarbeitung diskutieren&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|10&lt;br /&gt;
|Maßnahmen&lt;br /&gt;
|Die SuS lernen Maßnahmen in den eigenen Einstellungen kennen, die die Datenerhebung zumindest einschränken&lt;br /&gt;
|Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
|PC, Beamer, Geräte der SuS&lt;br /&gt;
|Einschränken von Datenerhebung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|10&lt;br /&gt;
|Fazit&lt;br /&gt;
|SuS nach Erkenntnissen fragen, SuS füllen Feedbackbogen aus&lt;br /&gt;
|Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
|Feedbackbogen&lt;br /&gt;
|Schluss&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
==Ausgewählte Materialien==&lt;br /&gt;
[[Datei:Arbeitsblatt 1 - Google Suche.pdf|mini|Arbeitsblatt 1|verweis=Special:FilePath/Arbeitsblatt_1_-_Google_Suche.pdf]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Arbeitsblatt 2 - Google Suche.pdf|mini|Arbeitsblatt 2|verweis=Special:FilePath/Arbeitsblatt_2_-_Google_Suche.pdf]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Arbeitsblatt 3 - Google Suche.pdf|mini|Arbeitsblatt 3|verweis=Special:FilePath/Arbeitsblatt_3_-_Google_Suche.pdf]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Jwiens3</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://eduwiki.cs.upb.de/index.php?title=Unterricht_zu_der_Google_Suche&amp;diff=2845</id>
		<title>Unterricht zu der Google Suche</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://eduwiki.cs.upb.de/index.php?title=Unterricht_zu_der_Google_Suche&amp;diff=2845"/>
		<updated>2022-08-16T10:14:07Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Jwiens3: /* Überblick über den Unterrichtsverlauf */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Auf der Suche nach Informationen verwenden Schülerinnen und Schülern fast täglich Internet-Suchmaschinen, wie etwa die Google Suche. Dort findet man zu allen möglichen Themen die verschiedensten Informationen und Inhalte (etwa auch zur Unterhaltung). Dass dabei von Google viele personenbezogenen Daten erhoben und verarbeitet werden, ist vielen Lernenden nicht bewusst. Die Google Suche als [[Datengetriebenes digitales Artefakt|datengetriebenes digitales Artefakt]] erhebt verschiedene Daten explizit und implizit und verarbeitet diese anschließend zu primären und sekundären Zwecken. Hier wird ein Unterrichtsmodul zur Google Suche vorgestellt, welches im Rahmen einer Lehrveranstaltung in der Didaktik der Informatik von Studierenden entwickelt worden ist. Anhand dieses Beispiels soll in diesem Unterrichtsmodul das [[Datenbewusstsein]] der Schülerinnen und Schüler gefördert werden, indem die Lernenden interaktiv herausfinden, welche Daten sie bei der Verwendung der Google Suche preisgeben und indem sie die Vor- und Nachteile der Datenerhebung und -verarbeitung diskutieren. Sie sollen zudem Möglichkeiten kennenlernen, wie bei der Google Suche die Erhebung persönlicher Daten selbst (etwas) verwaltet werden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Steckbrief des Unterrichtsmoduls==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Titel:&#039;&#039;&#039; Erhebung und Verarbeitung von Daten bei Suchmaschinen am Beispiel der Google Suche&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Stichworte:&#039;&#039;&#039; [[Datenbewusstsein]], [[Data Science]], Internet-Suchmaschine&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Zielgruppe:&#039;&#039;&#039; Informatik in Klasse 9 und 10 der Haupt-, Real- und Gesamtschule - keine Einschränkung der Klassengröße - sowohl homogene als auch heterogene Zusammensetzung möglich&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Inhaltsfeld:&#039;&#039;&#039; &amp;quot;Informatik, Mensch und Gesellschaft&amp;quot; (insbesondere der Schwerpunkt: [[Datenbewusstsein]]), &amp;quot;Daten und Information&amp;quot;, &amp;quot;Informatiksysteme&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Vorkenntnisse:&#039;&#039;&#039; Dieses Unterrichtsmodul setzt einige wenige Vorkenntnisse der Lernenden voraus. Das Internet sollte für die Schüler der Zielgruppe kein Neuland sein und die Google-Suche sollte für sie ein gebräuchliches Werkzeug sein. Wünschenswert wäre außerdem auch die Fähigkeit, die Google-Suche systematisch und strukturiert anwenden zu können. Außerdem muss vorausgesetzt werden, dass die Schüler ihren persönlichen Umgang mit der Google-Suche und mit ihren personenbezogenen Daten reflektieren und beurteilen können. Daher auch die Fokussierung auf die neunte bzw. zehnte Jahrgangsstufe. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Zeitlicher Umfang:&#039;&#039;&#039; 4 Unterrichtsstunden a 45 Minuten&lt;br /&gt;
==Gegenstandsbereich (Fachinhalt) des Unterrichtsmoduls==&lt;br /&gt;
Datenbewusstsein ist ein wichtiger Aspekt, besonders im Rahmen von Suchmaschinen. Denn diese sammeln viele Daten der Nutzer zu verschiedenen Zwecken. Welche Daten Google sammelt und zu welchen Zwecken, ist wichtig zu verstehen, damit man sich im Internet bzw. beim Suchen im Internet bewusst damit auseinandersetzt. Da Google im Jahr 2004 an die Börse gegangen ist, ist das Unternehmen ein Gewinnorientiertes. Den Gewinn kann Google nicht durch das “stumpfe” Anzeigen von Ergebnissen zu Suchanfragen erzielen, sondern indem es Daten der Nutzer auswertet und weiterverwendet. Seien es Werbeanzeigen zu anderen Plattformen oder der Verkauf von Nutzerdaten an Dritte zur Gewinnerzielung. &lt;br /&gt;
In diesem Sinne ist es wichtig zu wissen, wie Google uns mit der Darstellung von Suchergebnissen beeinflussen kann. Google erhebt dafür explizit und implizit Daten. Explizit werden der eingegebene Suchbegriff und ggf. verlinkte Google-Konten erhoben. Dadurch können implizit viele weitere Daten gewonnen werden, zum Beispiel welche Interessen man hat oder welche Webseiten sehr beliebt bei den Nutzern sind. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese erhobenen Daten kann Google für verschiedene Zwecke nutzen. Primäre Zwecke sind hierbei, dass Google seine Funktionen weiter anbieten kann. Weiter möchte Google seine Funktionen verbessern und weitere einbinden, zum Beispiel das Wetter oder eine Karte mit weiteren Ergebnissen. Die primären Zwecke dienen also eher der Nutzerperspektive, um die Funktionen für die Nutzer zu verbessern. Sekundäre Zwecke sind bei der Datenerhebung durch Google wirtschaftlich und wissenschaftlich orientiert. Wirtschaftlich sind eben die Anzeige von personalisierter Werbung auf der Ergebnisseite und das Weiterverkaufen von Daten an Dritte. Wissenschaftlich geht es Google um die Analyse des Nutzerverhaltens. Die sekundären Zwecke sind also aus Anbieterperspektive formuliert. Wie man seine persönlichen Daten vor Zugriffen oder Analysen schützen kann, ist eine resultierende Fragestellung.&lt;br /&gt;
==Überblick über den Verlauf des Unterrichtsmoduls==&lt;br /&gt;
Konkret werden die Begriffe der implizit und explizit erhobenen Daten, sowie primäre und sekundäre Zwecke behandelt. Zum Einstieg ins Anwendungsbeispiel Google Suche sollen die SuS in Gruppen am PC Begriffe eingeben und Beobachtungen aufschreiben. Die Ergebnisse werden für spätere Gruppenarbeiten gesichert. Dann lesen die SuS entsprechend aufbereitete Texte zur Datenerhebung und zu den Zwecken und besprechen sich jeweils in den Gruppen, um die Aspekte der Begriffe zusammenzutragen. Außerdem sollen die SuS die erlernten Definitionen und Beispiele auf Google-Suche und den zuvor gesammelten Ideen und Ergebnisse zu der Google-Suche am Anfang anwenden, indem sie die Definition mit dem, was Google nach der Eingabe der Suchbegriffe tut, abgleichen. Da Datenbewusstsein als eines der gesellschaftlichen Themen im Informatikunterricht nur unzureichend behandelt wird, bieten die Begriffe einen Einstieg in das Thema der Auswirkungen von großen Datenmengen. Durch die Anwendung der Begrifflichkeiten auf Google, das Finden von Beispielen der Datenerhebung und dessen Verwendung, können die SuS sich dann mehr diese Datenverarbeitung bewusst machen. Des Weiteren fällt es ihnen auch leichter, die Datenverarbeitung auf andere Bereiche bzw. datengetriebene digitale Artefakte zu übertragen, da die SuS in der letzten Phase Stellung zur Datenerhebung nehmen und sich über Vor- und Nachteile Gedanken machen. Als Zusatz werden noch Einstellungen zum eigenen Datenschutz im Browser erklärt, als Vorschlag der individuellen Anpassung im Alltag.&lt;br /&gt;
==Ziele des Unterrichtsmoduls==&lt;br /&gt;
Die Lernziele und Kompetenzen des Unterrichtsmodul orientieren sich an dem Bildungsanliegen des UNESCO-Weltaktionsprogrammes: “Bildung für nachhaltige Entwicklung”. Bei diesem Bildungsanliegen wird das Ziel verfolgt, dass die SuS die Fähigkeit erlangen, die Auswirkungen des eigenen Handelns auf die Welt zu verstehen und verantwortungsvolle Entscheidungen zu treffen. Da die Auswirkungen des eigenen Handelns bei der Verwendung der Google-Suchmaschine oft unterschätzt werden, zeigt sich hier der Bedarf, die Kompetenz des verantwortungsvollen Handelns durch dieses Unterrichtsmodul anzustreben. Daraus folgen dann folgende Lernziele:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Hauptziel der Unterrichtsstunde ist, dass sich SuS bewusster im Internet verhalten. Dies meint grundlegend, dass sie gezielter in ihrem Alltag nach ihren Interessen im Internet suchen und dabei verstehen, welche Daten währenddessen von ihnen (als des Nutzers/ der Nutzerin) erhoben werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Des Weiteren sollten sie auch den Zweck der Erhebung verstehen bzw. Vermutungen diesbezüglich haben. Also warum Google oder allgemein kostenlose Apps Daten von NutzerInnen erheben und was sie dann mit den erhobenen Daten anfangen. Sie sollten also wissen, dass mit den Daten nicht nur Geld gemacht wird (bspw. durch Verkauf ihrer Daten), sondern auch ein Digitaler Doppelgänger von ihnen erstellt wird, um auf aktuelle Interessen einzugehen und dementsprechend Werbung zu schalten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da sie sich im Internet bzw. auf Google „bewegen“ und damit arbeiten, lernen sie das ddA in voller Funktion kennen. Durch die Analyse sollen sie erkennen, wie und warum Google den eingegebenen Suchbegriff so interpretiert und die entsprechenden Suchergebnisse anzeigt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem erlangten Wissen sollen die SuS diese Erhebungen und dessen Zwecke deuten und bewerten. Dadurch bilden sie sich nicht nur eine eigene Meinung, sondern lernen auch, ihre Meinung zu begründen und durch Argumentationen und Diskussionen durchzusetzen. Hierzu benötigen sie Wissen über Vor- und Nachteile, welche zuvor im Plenum aus Nutzer- und Anbieterperspektive zusammengetragen und erarbeitet werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um sich vor den Nachteilen der Nutzer-Perspektive zu schützen, sollen sie selbst am Computer im Google-Browser nach Möglichkeiten zur Datenschutzeinstellung suchen und den daraus resultierenden Schutz für den eigenen Nutzer notieren und den anderen vorführen. Dadurch werden nicht nur explizit Medienkompetenzen gefördert, sondern auch die Zuordnung des gelernten Wissens im eigenen Sprachgebrauch überdacht und eingebaut. Hinzu kommen weitere Argumentationsstrukturen und die Aneignung strukturierter und überzeugender Sprachkompetenzen.&lt;br /&gt;
==Sachanalyse des Unterrichtsmoduls==&lt;br /&gt;
Viele fachwissenschaftliche Aspekte wurden im Abschnitt [[Unterricht zu der Google Suche|Gegenstandsbereich]] behandelt. Im Folgenden ist die Mindmap zur Dualitätsrekonstruktion dargestellt:&lt;br /&gt;
[[Datei:Dualitätskonstruktion zur Google-Suche.png|mini|1032x1032px|Dualitätskonstruktion zur Google-Suche]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Didaktische Begründung des Unterrichtsmoduls==&lt;br /&gt;
Das Unterrichtsmodul beinhaltet viele Phasen, in denen die SuS zusammenarbeiten sollen. Das fördert die Sozialkompetenz der SuS und hat das Ziel, dass sich die SuS über die Themen und Lösungen austauschen. Dabei können sie verschiedene Lösungsansätze austauschen und darüber nachdenken. Leistungsschwächere SuS können von den leistungsstärkeren in den Arbeitsphasen profitieren. Dadurch wird der Heterogenität der Klasse Rechnung getragen. Auch können die stärkeren SuS bei einigen Arbeitsaufträgen weitere Aufgaben bearbeiten, wenn die anderen SuS noch etwas Zeit fürdie primären Aufgaben benötigen. Zum Beispiel können sich die SuS, die schon die Zwecke der Datenverarbeitung von Google erarbeitet haben, Gedanken über Vor- und Nachteile der Datenerhebung durch Google machen und diese notieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Unterrichtsmodul wurde in die sechs Schritte nach Leisen (2017) unterteilt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
#Im ersten Schritt wird der Lernkontext zu den SuS gebracht, indem sich die SuS zum Einstieg Gedanken zu ihrer kürzlichen Internetrecherche machen. Die SuS können erste Ideen und Beobachtungen zur Google Suche machen, indem sie einige vorgegebene Begriffe eingeben und die Ergebnisseiten analysieren. Die Sicherung nach dieser Phase dient dazu, dass die SuS ihre Ergebnisse in den nächsten Phasen aufgreifen und verknüpfen können.&lt;br /&gt;
#Im nächsten Schritt wird den SuS Lernmaterial gegeben, das sie bearbeiten sollen. Hier wird den SuS erst theoretisches Wissen vermittelt, das sie für den weiteren Ablauf benötigen. Dazu gehört z. B. das Wissen um und die Unterscheidung in explizite und implizite Datenerhebung. Dabei sollen die SuS in Lerngruppen zusammenarbeiten.&lt;br /&gt;
#Im nächsten Schritt werden die neuen Lerninhalte zusammen im Plenum diskutiert. Dabei sollte eine Lehrkraft diese Phase moderieren, damit die SuS ihre neuen Vorstellungen im Diskurs weiter verknüpfen bzw. ggf. korrigieren können.&lt;br /&gt;
#Das theoretisch erlangte Wissen können sie dann auf den Kontext der Google Suche anwenden. Die Zwecke der Datenerhebung werden in einer zweiten Erarbeitungsphase erarbeitet.&lt;br /&gt;
#Im folgenden Schritt werden die Formen und Zwecke der Datenerhebung miteinander vernetzt und durch eine persönliche Reflektion über die Vor- und Nachteile dieser Datenerhebung gefestigt.&lt;br /&gt;
#Durch die Diskussion über verschiedene Maßnahmen des Datenschutzes wird das erarbeitete Wissen im letzten Schritt angewendet und verantwortungsvolles Handeln in diesem Bereich gefördert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Unterrichtsplanung wurden zudem die verschiedenen Aspekte des Curricular Spider Web (2013) berücksichtigt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Der Zeitpunkt des Unterrichts wurde berücksichtigt. An einem Freitag ist die Konzentrationsfähigkeit wahrscheinlich nicht mehr sehr hoch.&lt;br /&gt;
*Auch die lokale Gegebenheit, dass der Raum neu und unbekannt für die Schüler war, wurde berücksichtigt bspw. durch den “Eisbrecher” zu Beginn der Stunde.&lt;br /&gt;
*Da man ausgehen kann, dass sich die Schüler untereinander kennen, konnten verschiedentlich Gruppenarbeitsphasen eingeplant werden.&lt;br /&gt;
*Bezüglich der Lernmedien wurde darauf geachtet, sowohl digitale als auch analoge Elemente in den Unterricht miteinzubinden.&lt;br /&gt;
*Der zentralen Aspekt, warum die Schüler diese Kompetenzen erwerben sollen, wurde schon in den vorherigen Kapiteln betrachtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Überblick über den Unterrichtsverlauf==&lt;br /&gt;
Das Unterrichtsmodul mit den zentralen Aktivitäten, inhaltlichen Schwerpunkten und Fachinhalten in den verschiedenen Phasen wird in der nachfolgenden Grafik zur Übersicht und Orientierung zusammengefasst. Die Materialien, wie etwa Arbeitsblätter und ergänzende Informationen, der verschiedenen Phasen sind in der Tabelle verlinkt.&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+&lt;br /&gt;
!Zeit (min)&lt;br /&gt;
!&amp;lt;big&amp;gt;PHASEN&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
!&amp;lt;big&amp;gt;INHALTLICHE SCHWERPUNKTE/OPERATIONEN&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
!&amp;lt;big&amp;gt;SOZIAL-/AKTIONSFORM&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
!&amp;lt;big&amp;gt;MEDIEN&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
!INTENTIONEN U. BEGRÜNDUNGEN&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|5&lt;br /&gt;
|Vorstellung, Einführung und Eisbrecher&lt;br /&gt;
|Vorstellungsrunde, Frage nach Begriffen, die die SuS diese Woche schon gegoogelt haben&lt;br /&gt;
|Klasse&lt;br /&gt;
|Whiteboard&lt;br /&gt;
|Einführung und Kennenlernen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|5&lt;br /&gt;
|Plan vorstellen&lt;br /&gt;
|Unterrichtsplan, Motivation und Ziele mündlich vorstellen&lt;br /&gt;
|Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
|Whiteboard&lt;br /&gt;
|Ziele und Motivation für die SuS&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|15&lt;br /&gt;
|Googlen von vorgegebenen Suchbegriffen&lt;br /&gt;
|Die SuS googlen vorgegebene Suchbegriffe, z.B. Paderborn, Universität, Schule, Wetter und schreiben Beobachtungen auf&lt;br /&gt;
|Gruppenarbeit&lt;br /&gt;
|[[Datei:Arbeitsblatt 1 - Google Suche.pdf|mini|Arbeitsblatt 1 - Google Suche|verweis=Special:FilePath/Arbeitsblatt_1_-_Google_Suche.pdf]]PCs&lt;br /&gt;
|Die Beobachtungen der Suchergebnisse von Google anhand der Leitfragen analysieren&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|15&lt;br /&gt;
|Zusammentragen der Ergebnisse&lt;br /&gt;
|Die SuS stellen kurz als Gruppe die Ergebnisse der Recherche vor (z.B. Schule→ Schulen in PB, …)&lt;br /&gt;
|Klasse&lt;br /&gt;
|Whiteboard&lt;br /&gt;
|Die SuS sollen sehen, dass Google nicht nur eine Suchmaschine ist, siehe Maps, das den Standort verwendet, etc.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|10&lt;br /&gt;
|Arten der Erhebung&lt;br /&gt;
|Frage, was Google überhaupt erhebt → Vorkenntnisse&lt;br /&gt;
|Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
|Whiteboard&lt;br /&gt;
|Weiterführung zum Datenbewusstsein&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|15&lt;br /&gt;
|Datenerhebung&lt;br /&gt;
|Text zu explizit und implizit erhobenen Daten&lt;br /&gt;
|Einzelarbeit&lt;br /&gt;
|[[:Datei:Arbeitsblatt 2 - Google Suche.pdf|Datei:Arbeitsblatt 2 - Google Suche.pdf]]&lt;br /&gt;
|Arten der Datenerhebung verstehen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|10&lt;br /&gt;
|Frage, welche Daten explizit und implizit erhoben wurden&lt;br /&gt;
|Die SuS diskutieren, welche Daten beim vorherigen Googlen erhoben wurden&lt;br /&gt;
|Gruppenarbeit&lt;br /&gt;
|[[:Datei:Arbeitsblatt 2 - Google Suche.pdf|Datei:Arbeitsblatt 2 - Google Suche.pdf]]&lt;br /&gt;
|Datenerhebung bei den speziellen Suchanfragen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|10&lt;br /&gt;
|Zusammentragen&lt;br /&gt;
|Ergebnisse sichern&lt;br /&gt;
|Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
|Beamer, [[:Datei:Arbeitsblatt 2 - Google Suche.pdf|Datei:Arbeitsblatt 2 - Google Suche.pdf]]&lt;br /&gt;
|Verbindung Datenerhebung und Google&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|20&lt;br /&gt;
|Pause&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|10&lt;br /&gt;
|Zwecke&lt;br /&gt;
|Frage, warum Google Daten erhebt und verarbeitet → Vorkenntnisse&lt;br /&gt;
|Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
|Whiteboard&lt;br /&gt;
|Frage nach dem Warum der Datenerhebung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|15&lt;br /&gt;
|Zwecke der Datenerhebung&lt;br /&gt;
|Text zu Zwecken der Datenerhebung und -verarbeitung&lt;br /&gt;
|Einzelarbeit (Aufg. 1-2)&lt;br /&gt;
|[[:Datei:Arbeitsblatt 3 - Google Suche.pdf|Datei:Arbeitsblatt 3 - Google Suche.pdf]]&lt;br /&gt;
|Zwecke der Datenerhebung verstehen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|10&lt;br /&gt;
|Zusammentragen&lt;br /&gt;
|Ergebnisse sichern&lt;br /&gt;
|Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
|Beamer, [[:Datei:Arbeitsblatt 3 - Google Suche.pdf|Datei:Arbeitsblatt 3 - Google Suche.pdf]]&lt;br /&gt;
|Verbindung Zwecke und Google&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|10&lt;br /&gt;
|Persönliche Einordnung der Datenerhebung&lt;br /&gt;
|Die SuS bilden sich eine Meinung zur Datenerhebung, indem Sie Vor- und Nachteile aufschreiben und reflektieren&lt;br /&gt;
|Partnerarbeit (Aufg. 3-4)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gruppenarbeit&lt;br /&gt;
|[[:Datei:Arbeitsblatt 3 - Google Suche.pdf|Datei:Arbeitsblatt 3 - Google Suche.pdf]]&lt;br /&gt;
|Meinung zu Zwecken bei der Datenerhebung beim Googlen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|10&lt;br /&gt;
|Diskussion&lt;br /&gt;
|Diskussion über Datenerhebung und Datenverarbeitung von der Google Suchmaschine&lt;br /&gt;
|Klasse&lt;br /&gt;
|[[:Datei:Arbeitsblatt 3 - Google Suche.pdf|Datei:Arbeitsblatt 3 - Google Suche.pdf]]&lt;br /&gt;
|Vor- und Nachteile der Datenerhebung und Datenverarbeitung diskutieren&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|10&lt;br /&gt;
|Maßnahmen&lt;br /&gt;
|Die SuS lernen Maßnahmen in den eigenen Einstellungen kennen, die die Datenerhebung zumindest einschränken&lt;br /&gt;
|Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
|PC, Beamer, Geräte der SuS&lt;br /&gt;
|Einschränken von Datenerhebung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|10&lt;br /&gt;
|Fazit&lt;br /&gt;
|SuS nach Erkenntnissen fragen, SuS füllen Feedbackbogen aus&lt;br /&gt;
|Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
|Feedbackbogen&lt;br /&gt;
|Schluss&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
==Ausgewählte Materialien==&lt;br /&gt;
[[Datei:Arbeitsblatt 1 - Google Suche.pdf|mini|Arbeitsblatt 1|verweis=Special:FilePath/Arbeitsblatt_1_-_Google_Suche.pdf]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Arbeitsblatt 2 - Google Suche.pdf|mini|Arbeitsblatt 2|verweis=Special:FilePath/Arbeitsblatt_2_-_Google_Suche.pdf]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Arbeitsblatt 3 - Google Suche.pdf|mini|Arbeitsblatt 3|verweis=Special:FilePath/Arbeitsblatt_3_-_Google_Suche.pdf]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Jwiens3</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://eduwiki.cs.upb.de/index.php?title=Unterricht_zu_der_Google_Suche&amp;diff=2844</id>
		<title>Unterricht zu der Google Suche</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://eduwiki.cs.upb.de/index.php?title=Unterricht_zu_der_Google_Suche&amp;diff=2844"/>
		<updated>2022-08-16T10:13:18Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Jwiens3: /* Ausgewählte Materialien */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Auf der Suche nach Informationen verwenden Schülerinnen und Schülern fast täglich Internet-Suchmaschinen, wie etwa die Google Suche. Dort findet man zu allen möglichen Themen die verschiedensten Informationen und Inhalte (etwa auch zur Unterhaltung). Dass dabei von Google viele personenbezogenen Daten erhoben und verarbeitet werden, ist vielen Lernenden nicht bewusst. Die Google Suche als [[Datengetriebenes digitales Artefakt|datengetriebenes digitales Artefakt]] erhebt verschiedene Daten explizit und implizit und verarbeitet diese anschließend zu primären und sekundären Zwecken. Hier wird ein Unterrichtsmodul zur Google Suche vorgestellt, welches im Rahmen einer Lehrveranstaltung in der Didaktik der Informatik von Studierenden entwickelt worden ist. Anhand dieses Beispiels soll in diesem Unterrichtsmodul das [[Datenbewusstsein]] der Schülerinnen und Schüler gefördert werden, indem die Lernenden interaktiv herausfinden, welche Daten sie bei der Verwendung der Google Suche preisgeben und indem sie die Vor- und Nachteile der Datenerhebung und -verarbeitung diskutieren. Sie sollen zudem Möglichkeiten kennenlernen, wie bei der Google Suche die Erhebung persönlicher Daten selbst (etwas) verwaltet werden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Steckbrief des Unterrichtsmoduls==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Titel:&#039;&#039;&#039; Erhebung und Verarbeitung von Daten bei Suchmaschinen am Beispiel der Google Suche&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Stichworte:&#039;&#039;&#039; [[Datenbewusstsein]], [[Data Science]], Internet-Suchmaschine&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Zielgruppe:&#039;&#039;&#039; Informatik in Klasse 9 und 10 der Haupt-, Real- und Gesamtschule - keine Einschränkung der Klassengröße - sowohl homogene als auch heterogene Zusammensetzung möglich&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Inhaltsfeld:&#039;&#039;&#039; &amp;quot;Informatik, Mensch und Gesellschaft&amp;quot; (insbesondere der Schwerpunkt: [[Datenbewusstsein]]), &amp;quot;Daten und Information&amp;quot;, &amp;quot;Informatiksysteme&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Vorkenntnisse:&#039;&#039;&#039; Dieses Unterrichtsmodul setzt einige wenige Vorkenntnisse der Lernenden voraus. Das Internet sollte für die Schüler der Zielgruppe kein Neuland sein und die Google-Suche sollte für sie ein gebräuchliches Werkzeug sein. Wünschenswert wäre außerdem auch die Fähigkeit, die Google-Suche systematisch und strukturiert anwenden zu können. Außerdem muss vorausgesetzt werden, dass die Schüler ihren persönlichen Umgang mit der Google-Suche und mit ihren personenbezogenen Daten reflektieren und beurteilen können. Daher auch die Fokussierung auf die neunte bzw. zehnte Jahrgangsstufe. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Zeitlicher Umfang:&#039;&#039;&#039; 4 Unterrichtsstunden a 45 Minuten&lt;br /&gt;
==Gegenstandsbereich (Fachinhalt) des Unterrichtsmoduls==&lt;br /&gt;
Datenbewusstsein ist ein wichtiger Aspekt, besonders im Rahmen von Suchmaschinen. Denn diese sammeln viele Daten der Nutzer zu verschiedenen Zwecken. Welche Daten Google sammelt und zu welchen Zwecken, ist wichtig zu verstehen, damit man sich im Internet bzw. beim Suchen im Internet bewusst damit auseinandersetzt. Da Google im Jahr 2004 an die Börse gegangen ist, ist das Unternehmen ein Gewinnorientiertes. Den Gewinn kann Google nicht durch das “stumpfe” Anzeigen von Ergebnissen zu Suchanfragen erzielen, sondern indem es Daten der Nutzer auswertet und weiterverwendet. Seien es Werbeanzeigen zu anderen Plattformen oder der Verkauf von Nutzerdaten an Dritte zur Gewinnerzielung. &lt;br /&gt;
In diesem Sinne ist es wichtig zu wissen, wie Google uns mit der Darstellung von Suchergebnissen beeinflussen kann. Google erhebt dafür explizit und implizit Daten. Explizit werden der eingegebene Suchbegriff und ggf. verlinkte Google-Konten erhoben. Dadurch können implizit viele weitere Daten gewonnen werden, zum Beispiel welche Interessen man hat oder welche Webseiten sehr beliebt bei den Nutzern sind. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese erhobenen Daten kann Google für verschiedene Zwecke nutzen. Primäre Zwecke sind hierbei, dass Google seine Funktionen weiter anbieten kann. Weiter möchte Google seine Funktionen verbessern und weitere einbinden, zum Beispiel das Wetter oder eine Karte mit weiteren Ergebnissen. Die primären Zwecke dienen also eher der Nutzerperspektive, um die Funktionen für die Nutzer zu verbessern. Sekundäre Zwecke sind bei der Datenerhebung durch Google wirtschaftlich und wissenschaftlich orientiert. Wirtschaftlich sind eben die Anzeige von personalisierter Werbung auf der Ergebnisseite und das Weiterverkaufen von Daten an Dritte. Wissenschaftlich geht es Google um die Analyse des Nutzerverhaltens. Die sekundären Zwecke sind also aus Anbieterperspektive formuliert. Wie man seine persönlichen Daten vor Zugriffen oder Analysen schützen kann, ist eine resultierende Fragestellung.&lt;br /&gt;
==Überblick über den Verlauf des Unterrichtsmoduls==&lt;br /&gt;
Konkret werden die Begriffe der implizit und explizit erhobenen Daten, sowie primäre und sekundäre Zwecke behandelt. Zum Einstieg ins Anwendungsbeispiel Google Suche sollen die SuS in Gruppen am PC Begriffe eingeben und Beobachtungen aufschreiben. Die Ergebnisse werden für spätere Gruppenarbeiten gesichert. Dann lesen die SuS entsprechend aufbereitete Texte zur Datenerhebung und zu den Zwecken und besprechen sich jeweils in den Gruppen, um die Aspekte der Begriffe zusammenzutragen. Außerdem sollen die SuS die erlernten Definitionen und Beispiele auf Google-Suche und den zuvor gesammelten Ideen und Ergebnisse zu der Google-Suche am Anfang anwenden, indem sie die Definition mit dem, was Google nach der Eingabe der Suchbegriffe tut, abgleichen. Da Datenbewusstsein als eines der gesellschaftlichen Themen im Informatikunterricht nur unzureichend behandelt wird, bieten die Begriffe einen Einstieg in das Thema der Auswirkungen von großen Datenmengen. Durch die Anwendung der Begrifflichkeiten auf Google, das Finden von Beispielen der Datenerhebung und dessen Verwendung, können die SuS sich dann mehr diese Datenverarbeitung bewusst machen. Des Weiteren fällt es ihnen auch leichter, die Datenverarbeitung auf andere Bereiche bzw. datengetriebene digitale Artefakte zu übertragen, da die SuS in der letzten Phase Stellung zur Datenerhebung nehmen und sich über Vor- und Nachteile Gedanken machen. Als Zusatz werden noch Einstellungen zum eigenen Datenschutz im Browser erklärt, als Vorschlag der individuellen Anpassung im Alltag.&lt;br /&gt;
==Ziele des Unterrichtsmoduls==&lt;br /&gt;
Die Lernziele und Kompetenzen des Unterrichtsmodul orientieren sich an dem Bildungsanliegen des UNESCO-Weltaktionsprogrammes: “Bildung für nachhaltige Entwicklung”. Bei diesem Bildungsanliegen wird das Ziel verfolgt, dass die SuS die Fähigkeit erlangen, die Auswirkungen des eigenen Handelns auf die Welt zu verstehen und verantwortungsvolle Entscheidungen zu treffen. Da die Auswirkungen des eigenen Handelns bei der Verwendung der Google-Suchmaschine oft unterschätzt werden, zeigt sich hier der Bedarf, die Kompetenz des verantwortungsvollen Handelns durch dieses Unterrichtsmodul anzustreben. Daraus folgen dann folgende Lernziele:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Hauptziel der Unterrichtsstunde ist, dass sich SuS bewusster im Internet verhalten. Dies meint grundlegend, dass sie gezielter in ihrem Alltag nach ihren Interessen im Internet suchen und dabei verstehen, welche Daten währenddessen von ihnen (als des Nutzers/ der Nutzerin) erhoben werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Des Weiteren sollten sie auch den Zweck der Erhebung verstehen bzw. Vermutungen diesbezüglich haben. Also warum Google oder allgemein kostenlose Apps Daten von NutzerInnen erheben und was sie dann mit den erhobenen Daten anfangen. Sie sollten also wissen, dass mit den Daten nicht nur Geld gemacht wird (bspw. durch Verkauf ihrer Daten), sondern auch ein Digitaler Doppelgänger von ihnen erstellt wird, um auf aktuelle Interessen einzugehen und dementsprechend Werbung zu schalten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da sie sich im Internet bzw. auf Google „bewegen“ und damit arbeiten, lernen sie das ddA in voller Funktion kennen. Durch die Analyse sollen sie erkennen, wie und warum Google den eingegebenen Suchbegriff so interpretiert und die entsprechenden Suchergebnisse anzeigt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem erlangten Wissen sollen die SuS diese Erhebungen und dessen Zwecke deuten und bewerten. Dadurch bilden sie sich nicht nur eine eigene Meinung, sondern lernen auch, ihre Meinung zu begründen und durch Argumentationen und Diskussionen durchzusetzen. Hierzu benötigen sie Wissen über Vor- und Nachteile, welche zuvor im Plenum aus Nutzer- und Anbieterperspektive zusammengetragen und erarbeitet werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um sich vor den Nachteilen der Nutzer-Perspektive zu schützen, sollen sie selbst am Computer im Google-Browser nach Möglichkeiten zur Datenschutzeinstellung suchen und den daraus resultierenden Schutz für den eigenen Nutzer notieren und den anderen vorführen. Dadurch werden nicht nur explizit Medienkompetenzen gefördert, sondern auch die Zuordnung des gelernten Wissens im eigenen Sprachgebrauch überdacht und eingebaut. Hinzu kommen weitere Argumentationsstrukturen und die Aneignung strukturierter und überzeugender Sprachkompetenzen.&lt;br /&gt;
==Sachanalyse des Unterrichtsmoduls==&lt;br /&gt;
Viele fachwissenschaftliche Aspekte wurden im Abschnitt [[Unterricht zu der Google Suche|Gegenstandsbereich]] behandelt. Im Folgenden ist die Mindmap zur Dualitätsrekonstruktion dargestellt:&lt;br /&gt;
[[Datei:Dualitätskonstruktion zur Google-Suche.png|mini|1032x1032px|Dualitätskonstruktion zur Google-Suche]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Didaktische Begründung des Unterrichtsmoduls==&lt;br /&gt;
Das Unterrichtsmodul beinhaltet viele Phasen, in denen die SuS zusammenarbeiten sollen. Das fördert die Sozialkompetenz der SuS und hat das Ziel, dass sich die SuS über die Themen und Lösungen austauschen. Dabei können sie verschiedene Lösungsansätze austauschen und darüber nachdenken. Leistungsschwächere SuS können von den leistungsstärkeren in den Arbeitsphasen profitieren. Dadurch wird der Heterogenität der Klasse Rechnung getragen. Auch können die stärkeren SuS bei einigen Arbeitsaufträgen weitere Aufgaben bearbeiten, wenn die anderen SuS noch etwas Zeit fürdie primären Aufgaben benötigen. Zum Beispiel können sich die SuS, die schon die Zwecke der Datenverarbeitung von Google erarbeitet haben, Gedanken über Vor- und Nachteile der Datenerhebung durch Google machen und diese notieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Unterrichtsmodul wurde in die sechs Schritte nach Leisen (2017) unterteilt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
#Im ersten Schritt wird der Lernkontext zu den SuS gebracht, indem sich die SuS zum Einstieg Gedanken zu ihrer kürzlichen Internetrecherche machen. Die SuS können erste Ideen und Beobachtungen zur Google Suche machen, indem sie einige vorgegebene Begriffe eingeben und die Ergebnisseiten analysieren. Die Sicherung nach dieser Phase dient dazu, dass die SuS ihre Ergebnisse in den nächsten Phasen aufgreifen und verknüpfen können.&lt;br /&gt;
#Im nächsten Schritt wird den SuS Lernmaterial gegeben, das sie bearbeiten sollen. Hier wird den SuS erst theoretisches Wissen vermittelt, das sie für den weiteren Ablauf benötigen. Dazu gehört z. B. das Wissen um und die Unterscheidung in explizite und implizite Datenerhebung. Dabei sollen die SuS in Lerngruppen zusammenarbeiten.&lt;br /&gt;
#Im nächsten Schritt werden die neuen Lerninhalte zusammen im Plenum diskutiert. Dabei sollte eine Lehrkraft diese Phase moderieren, damit die SuS ihre neuen Vorstellungen im Diskurs weiter verknüpfen bzw. ggf. korrigieren können.&lt;br /&gt;
#Das theoretisch erlangte Wissen können sie dann auf den Kontext der Google Suche anwenden. Die Zwecke der Datenerhebung werden in einer zweiten Erarbeitungsphase erarbeitet.&lt;br /&gt;
#Im folgenden Schritt werden die Formen und Zwecke der Datenerhebung miteinander vernetzt und durch eine persönliche Reflektion über die Vor- und Nachteile dieser Datenerhebung gefestigt.&lt;br /&gt;
#Durch die Diskussion über verschiedene Maßnahmen des Datenschutzes wird das erarbeitete Wissen im letzten Schritt angewendet und verantwortungsvolles Handeln in diesem Bereich gefördert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Unterrichtsplanung wurden zudem die verschiedenen Aspekte des Curricular Spider Web (2013) berücksichtigt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Der Zeitpunkt des Unterrichts wurde berücksichtigt. An einem Freitag ist die Konzentrationsfähigkeit wahrscheinlich nicht mehr sehr hoch.&lt;br /&gt;
*Auch die lokale Gegebenheit, dass der Raum neu und unbekannt für die Schüler war, wurde berücksichtigt bspw. durch den “Eisbrecher” zu Beginn der Stunde.&lt;br /&gt;
*Da man ausgehen kann, dass sich die Schüler untereinander kennen, konnten verschiedentlich Gruppenarbeitsphasen eingeplant werden.&lt;br /&gt;
*Bezüglich der Lernmedien wurde darauf geachtet, sowohl digitale als auch analoge Elemente in den Unterricht miteinzubinden.&lt;br /&gt;
*Der zentralen Aspekt, warum die Schüler diese Kompetenzen erwerben sollen, wurde schon in den vorherigen Kapiteln betrachtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Überblick über den Unterrichtsverlauf==&lt;br /&gt;
Das Unterrichtsmodul mit den zentralen Aktivitäten, inhaltlichen Schwerpunkten und Fachinhalten in den verschiedenen Phasen wird in der nachfolgenden Grafik zur Übersicht und Orientierung zusammengefasst. Die Materialien, wie etwa Arbeitsblätter und ergänzende Informationen, der verschiedenen Phasen sind in der Tabelle verlinkt.&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+&lt;br /&gt;
!Zeit (min)&lt;br /&gt;
!&amp;lt;big&amp;gt;PHASEN&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
!&amp;lt;big&amp;gt;INHALTLICHE SCHWERPUNKTE/OPERATIONEN&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
!&amp;lt;big&amp;gt;SOZIAL-/AKTIONSFORM&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
!&amp;lt;big&amp;gt;MEDIEN&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
!INTENTIONEN U. BEGRÜNDUNGEN&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|5&lt;br /&gt;
|Vorstellung, Einführung und Eisbrecher&lt;br /&gt;
|Vorstellungsrunde, Frage nach Begriffen, die die SuS diese Woche schon gegoogelt haben&lt;br /&gt;
|Klasse&lt;br /&gt;
|Whiteboard&lt;br /&gt;
|Einführung und Kennenlernen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|5&lt;br /&gt;
|Plan vorstellen&lt;br /&gt;
|Unterrichtsplan, Motivation und Ziele mündlich vorstellen&lt;br /&gt;
|Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
|Whiteboard&lt;br /&gt;
|Ziele und Motivation für die SuS&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|15&lt;br /&gt;
|Googlen von vorgegebenen Suchbegriffen&lt;br /&gt;
|Die SuS googlen vorgegebene Suchbegriffe, z.B. Paderborn, Universität, Schule, Wetter und schreiben Beobachtungen auf&lt;br /&gt;
|Gruppenarbeit&lt;br /&gt;
|[[Datei:Arbeitsblatt 1 - Google Suche.pdf|mini|Arbeitsblatt 1 - Google Suche|verweis=Special:FilePath/Arbeitsblatt_1_-_Google_Suche.pdf]]PCs&lt;br /&gt;
|Die Beobachtungen der Suchergebnisse von Google anhand der Leitfragen analysieren&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|15&lt;br /&gt;
|Zusammentragen der Ergebnisse&lt;br /&gt;
|Die SuS stellen kurz als Gruppe die Ergebnisse der Recherche vor (z.B. Schule→ Schulen in PB, …)&lt;br /&gt;
|Klasse&lt;br /&gt;
|Whiteboard&lt;br /&gt;
|Die SuS sollen sehen, dass Google nicht nur eine Suchmaschine ist, siehe Maps, das den Standort verwendet, etc.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|10&lt;br /&gt;
|Arten der Erhebung&lt;br /&gt;
|Frage, was Google überhaupt erhebt → Vorkenntnisse&lt;br /&gt;
|Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
|Whiteboard&lt;br /&gt;
|Weiterführung zum Datenbewusstsein&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|15&lt;br /&gt;
|Datenerhebung&lt;br /&gt;
|Text zu explizit und implizit erhobenen Daten&lt;br /&gt;
|Einzelarbeit&lt;br /&gt;
|[[:Datei:Arbeitsblatt 2 - Google Suche.pdf|Datei:Arbeitsblatt 2 - Google Suche.pdf]]&lt;br /&gt;
|Arten der Datenerhebung verstehen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|10&lt;br /&gt;
|Frage, welche Daten explizit und implizit erhoben wurden&lt;br /&gt;
|Die SuS diskutieren, welche Daten beim vorherigen Googlen erhoben wurden&lt;br /&gt;
|Gruppenarbeit&lt;br /&gt;
|[[:Datei:Arbeitsblatt 2 - Google Suche.pdf|Datei:Arbeitsblatt 2 - Google Suche.pdf]]&lt;br /&gt;
|Datenerhebung bei den speziellen Suchanfragen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|10&lt;br /&gt;
|Zusammentragen&lt;br /&gt;
|Ergebnisse sichern&lt;br /&gt;
|Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
|Beamer, [[:Datei:Arbeitsblatt 2 - Google Suche.pdf|Datei:Arbeitsblatt 2 - Google Suche.pdf]]&lt;br /&gt;
|Verbindung Datenerhebung und Google&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|20&lt;br /&gt;
|Pause&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|10&lt;br /&gt;
|Zwecke&lt;br /&gt;
|Frage, warum Google Daten erhebt und verarbeitet → Vorkenntnisse&lt;br /&gt;
|Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
|Whiteboard&lt;br /&gt;
|Frage nach dem Warum der Datenerhebung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|15&lt;br /&gt;
|Zwecke der Datenerhebung&lt;br /&gt;
|Text zu Zwecken der Datenerhebung und -verarbeitung&lt;br /&gt;
|Einzelarbeit (Aufg. 1-2)&lt;br /&gt;
|[[Unterricht zu der Google Suche#Arbeitsblatt 3|AB3]]&lt;br /&gt;
|Zwecke der Datenerhebung verstehen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|10&lt;br /&gt;
|Zusammentragen&lt;br /&gt;
|Ergebnisse sichern&lt;br /&gt;
|Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
|Beamer, [[Unterricht zu der Google Suche#Arbeitsblatt 3|AB3]]&lt;br /&gt;
|Verbindung Zwecke und Google&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|10&lt;br /&gt;
|Persönliche Einordnung der Datenerhebung&lt;br /&gt;
|Die SuS bilden sich eine Meinung zur Datenerhebung, indem Sie Vor- und Nachteile aufschreiben und reflektieren&lt;br /&gt;
|Partnerarbeit (Aufg. 3-4)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gruppenarbeit&lt;br /&gt;
|[[Unterricht zu der Google Suche#Arbeitsblatt 3|AB3]]&lt;br /&gt;
|Meinung zu Zwecken bei der Datenerhebung beim Googlen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|10&lt;br /&gt;
|Diskussion&lt;br /&gt;
|Diskussion über Datenerhebung und Datenverarbeitung von der Google Suchmaschine&lt;br /&gt;
|Klasse&lt;br /&gt;
|[[Unterricht zu der Google Suche#Arbeitsblatt 3|AB3]]&lt;br /&gt;
|Vor- und Nachteile der Datenerhebung und Datenverarbeitung diskutieren&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|10&lt;br /&gt;
|Maßnahmen&lt;br /&gt;
|Die SuS lernen Maßnahmen in den eigenen Einstellungen kennen, die die Datenerhebung zumindest einschränken&lt;br /&gt;
|Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
|PC, Beamer, Geräte der SuS&lt;br /&gt;
|Einschränken von Datenerhebung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|10&lt;br /&gt;
|Fazit&lt;br /&gt;
|SuS nach Erkenntnissen fragen, SuS füllen Feedbackbogen aus&lt;br /&gt;
|Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
|Feedbackbogen&lt;br /&gt;
|Schluss&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
==Ausgewählte Materialien==&lt;br /&gt;
[[Datei:Arbeitsblatt 1 - Google Suche.pdf|mini|Arbeitsblatt 1|verweis=Special:FilePath/Arbeitsblatt_1_-_Google_Suche.pdf]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Arbeitsblatt 2 - Google Suche.pdf|mini|Arbeitsblatt 2|verweis=Special:FilePath/Arbeitsblatt_2_-_Google_Suche.pdf]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Arbeitsblatt 3 - Google Suche.pdf|mini|Arbeitsblatt 3]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Jwiens3</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://eduwiki.cs.upb.de/index.php?title=Datei:Arbeitsblatt_3_-_Google_Suche.pdf&amp;diff=2843</id>
		<title>Datei:Arbeitsblatt 3 - Google Suche.pdf</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://eduwiki.cs.upb.de/index.php?title=Datei:Arbeitsblatt_3_-_Google_Suche.pdf&amp;diff=2843"/>
		<updated>2022-08-16T10:12:57Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Jwiens3: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Arbeitsblatt 3 - Google Suche&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Jwiens3</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://eduwiki.cs.upb.de/index.php?title=Unterricht_zu_der_Google_Suche&amp;diff=2842</id>
		<title>Unterricht zu der Google Suche</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://eduwiki.cs.upb.de/index.php?title=Unterricht_zu_der_Google_Suche&amp;diff=2842"/>
		<updated>2022-08-16T10:11:54Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Jwiens3: /* Überblick über den Unterrichtsverlauf */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Auf der Suche nach Informationen verwenden Schülerinnen und Schülern fast täglich Internet-Suchmaschinen, wie etwa die Google Suche. Dort findet man zu allen möglichen Themen die verschiedensten Informationen und Inhalte (etwa auch zur Unterhaltung). Dass dabei von Google viele personenbezogenen Daten erhoben und verarbeitet werden, ist vielen Lernenden nicht bewusst. Die Google Suche als [[Datengetriebenes digitales Artefakt|datengetriebenes digitales Artefakt]] erhebt verschiedene Daten explizit und implizit und verarbeitet diese anschließend zu primären und sekundären Zwecken. Hier wird ein Unterrichtsmodul zur Google Suche vorgestellt, welches im Rahmen einer Lehrveranstaltung in der Didaktik der Informatik von Studierenden entwickelt worden ist. Anhand dieses Beispiels soll in diesem Unterrichtsmodul das [[Datenbewusstsein]] der Schülerinnen und Schüler gefördert werden, indem die Lernenden interaktiv herausfinden, welche Daten sie bei der Verwendung der Google Suche preisgeben und indem sie die Vor- und Nachteile der Datenerhebung und -verarbeitung diskutieren. Sie sollen zudem Möglichkeiten kennenlernen, wie bei der Google Suche die Erhebung persönlicher Daten selbst (etwas) verwaltet werden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Steckbrief des Unterrichtsmoduls==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Titel:&#039;&#039;&#039; Erhebung und Verarbeitung von Daten bei Suchmaschinen am Beispiel der Google Suche&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Stichworte:&#039;&#039;&#039; [[Datenbewusstsein]], [[Data Science]], Internet-Suchmaschine&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Zielgruppe:&#039;&#039;&#039; Informatik in Klasse 9 und 10 der Haupt-, Real- und Gesamtschule - keine Einschränkung der Klassengröße - sowohl homogene als auch heterogene Zusammensetzung möglich&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Inhaltsfeld:&#039;&#039;&#039; &amp;quot;Informatik, Mensch und Gesellschaft&amp;quot; (insbesondere der Schwerpunkt: [[Datenbewusstsein]]), &amp;quot;Daten und Information&amp;quot;, &amp;quot;Informatiksysteme&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Vorkenntnisse:&#039;&#039;&#039; Dieses Unterrichtsmodul setzt einige wenige Vorkenntnisse der Lernenden voraus. Das Internet sollte für die Schüler der Zielgruppe kein Neuland sein und die Google-Suche sollte für sie ein gebräuchliches Werkzeug sein. Wünschenswert wäre außerdem auch die Fähigkeit, die Google-Suche systematisch und strukturiert anwenden zu können. Außerdem muss vorausgesetzt werden, dass die Schüler ihren persönlichen Umgang mit der Google-Suche und mit ihren personenbezogenen Daten reflektieren und beurteilen können. Daher auch die Fokussierung auf die neunte bzw. zehnte Jahrgangsstufe. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Zeitlicher Umfang:&#039;&#039;&#039; 4 Unterrichtsstunden a 45 Minuten&lt;br /&gt;
==Gegenstandsbereich (Fachinhalt) des Unterrichtsmoduls==&lt;br /&gt;
Datenbewusstsein ist ein wichtiger Aspekt, besonders im Rahmen von Suchmaschinen. Denn diese sammeln viele Daten der Nutzer zu verschiedenen Zwecken. Welche Daten Google sammelt und zu welchen Zwecken, ist wichtig zu verstehen, damit man sich im Internet bzw. beim Suchen im Internet bewusst damit auseinandersetzt. Da Google im Jahr 2004 an die Börse gegangen ist, ist das Unternehmen ein Gewinnorientiertes. Den Gewinn kann Google nicht durch das “stumpfe” Anzeigen von Ergebnissen zu Suchanfragen erzielen, sondern indem es Daten der Nutzer auswertet und weiterverwendet. Seien es Werbeanzeigen zu anderen Plattformen oder der Verkauf von Nutzerdaten an Dritte zur Gewinnerzielung. &lt;br /&gt;
In diesem Sinne ist es wichtig zu wissen, wie Google uns mit der Darstellung von Suchergebnissen beeinflussen kann. Google erhebt dafür explizit und implizit Daten. Explizit werden der eingegebene Suchbegriff und ggf. verlinkte Google-Konten erhoben. Dadurch können implizit viele weitere Daten gewonnen werden, zum Beispiel welche Interessen man hat oder welche Webseiten sehr beliebt bei den Nutzern sind. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese erhobenen Daten kann Google für verschiedene Zwecke nutzen. Primäre Zwecke sind hierbei, dass Google seine Funktionen weiter anbieten kann. Weiter möchte Google seine Funktionen verbessern und weitere einbinden, zum Beispiel das Wetter oder eine Karte mit weiteren Ergebnissen. Die primären Zwecke dienen also eher der Nutzerperspektive, um die Funktionen für die Nutzer zu verbessern. Sekundäre Zwecke sind bei der Datenerhebung durch Google wirtschaftlich und wissenschaftlich orientiert. Wirtschaftlich sind eben die Anzeige von personalisierter Werbung auf der Ergebnisseite und das Weiterverkaufen von Daten an Dritte. Wissenschaftlich geht es Google um die Analyse des Nutzerverhaltens. Die sekundären Zwecke sind also aus Anbieterperspektive formuliert. Wie man seine persönlichen Daten vor Zugriffen oder Analysen schützen kann, ist eine resultierende Fragestellung.&lt;br /&gt;
==Überblick über den Verlauf des Unterrichtsmoduls==&lt;br /&gt;
Konkret werden die Begriffe der implizit und explizit erhobenen Daten, sowie primäre und sekundäre Zwecke behandelt. Zum Einstieg ins Anwendungsbeispiel Google Suche sollen die SuS in Gruppen am PC Begriffe eingeben und Beobachtungen aufschreiben. Die Ergebnisse werden für spätere Gruppenarbeiten gesichert. Dann lesen die SuS entsprechend aufbereitete Texte zur Datenerhebung und zu den Zwecken und besprechen sich jeweils in den Gruppen, um die Aspekte der Begriffe zusammenzutragen. Außerdem sollen die SuS die erlernten Definitionen und Beispiele auf Google-Suche und den zuvor gesammelten Ideen und Ergebnisse zu der Google-Suche am Anfang anwenden, indem sie die Definition mit dem, was Google nach der Eingabe der Suchbegriffe tut, abgleichen. Da Datenbewusstsein als eines der gesellschaftlichen Themen im Informatikunterricht nur unzureichend behandelt wird, bieten die Begriffe einen Einstieg in das Thema der Auswirkungen von großen Datenmengen. Durch die Anwendung der Begrifflichkeiten auf Google, das Finden von Beispielen der Datenerhebung und dessen Verwendung, können die SuS sich dann mehr diese Datenverarbeitung bewusst machen. Des Weiteren fällt es ihnen auch leichter, die Datenverarbeitung auf andere Bereiche bzw. datengetriebene digitale Artefakte zu übertragen, da die SuS in der letzten Phase Stellung zur Datenerhebung nehmen und sich über Vor- und Nachteile Gedanken machen. Als Zusatz werden noch Einstellungen zum eigenen Datenschutz im Browser erklärt, als Vorschlag der individuellen Anpassung im Alltag.&lt;br /&gt;
==Ziele des Unterrichtsmoduls==&lt;br /&gt;
Die Lernziele und Kompetenzen des Unterrichtsmodul orientieren sich an dem Bildungsanliegen des UNESCO-Weltaktionsprogrammes: “Bildung für nachhaltige Entwicklung”. Bei diesem Bildungsanliegen wird das Ziel verfolgt, dass die SuS die Fähigkeit erlangen, die Auswirkungen des eigenen Handelns auf die Welt zu verstehen und verantwortungsvolle Entscheidungen zu treffen. Da die Auswirkungen des eigenen Handelns bei der Verwendung der Google-Suchmaschine oft unterschätzt werden, zeigt sich hier der Bedarf, die Kompetenz des verantwortungsvollen Handelns durch dieses Unterrichtsmodul anzustreben. Daraus folgen dann folgende Lernziele:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Hauptziel der Unterrichtsstunde ist, dass sich SuS bewusster im Internet verhalten. Dies meint grundlegend, dass sie gezielter in ihrem Alltag nach ihren Interessen im Internet suchen und dabei verstehen, welche Daten währenddessen von ihnen (als des Nutzers/ der Nutzerin) erhoben werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Des Weiteren sollten sie auch den Zweck der Erhebung verstehen bzw. Vermutungen diesbezüglich haben. Also warum Google oder allgemein kostenlose Apps Daten von NutzerInnen erheben und was sie dann mit den erhobenen Daten anfangen. Sie sollten also wissen, dass mit den Daten nicht nur Geld gemacht wird (bspw. durch Verkauf ihrer Daten), sondern auch ein Digitaler Doppelgänger von ihnen erstellt wird, um auf aktuelle Interessen einzugehen und dementsprechend Werbung zu schalten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da sie sich im Internet bzw. auf Google „bewegen“ und damit arbeiten, lernen sie das ddA in voller Funktion kennen. Durch die Analyse sollen sie erkennen, wie und warum Google den eingegebenen Suchbegriff so interpretiert und die entsprechenden Suchergebnisse anzeigt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem erlangten Wissen sollen die SuS diese Erhebungen und dessen Zwecke deuten und bewerten. Dadurch bilden sie sich nicht nur eine eigene Meinung, sondern lernen auch, ihre Meinung zu begründen und durch Argumentationen und Diskussionen durchzusetzen. Hierzu benötigen sie Wissen über Vor- und Nachteile, welche zuvor im Plenum aus Nutzer- und Anbieterperspektive zusammengetragen und erarbeitet werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um sich vor den Nachteilen der Nutzer-Perspektive zu schützen, sollen sie selbst am Computer im Google-Browser nach Möglichkeiten zur Datenschutzeinstellung suchen und den daraus resultierenden Schutz für den eigenen Nutzer notieren und den anderen vorführen. Dadurch werden nicht nur explizit Medienkompetenzen gefördert, sondern auch die Zuordnung des gelernten Wissens im eigenen Sprachgebrauch überdacht und eingebaut. Hinzu kommen weitere Argumentationsstrukturen und die Aneignung strukturierter und überzeugender Sprachkompetenzen.&lt;br /&gt;
==Sachanalyse des Unterrichtsmoduls==&lt;br /&gt;
Viele fachwissenschaftliche Aspekte wurden im Abschnitt [[Unterricht zu der Google Suche|Gegenstandsbereich]] behandelt. Im Folgenden ist die Mindmap zur Dualitätsrekonstruktion dargestellt:&lt;br /&gt;
[[Datei:Dualitätskonstruktion zur Google-Suche.png|mini|1032x1032px|Dualitätskonstruktion zur Google-Suche]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Didaktische Begründung des Unterrichtsmoduls==&lt;br /&gt;
Das Unterrichtsmodul beinhaltet viele Phasen, in denen die SuS zusammenarbeiten sollen. Das fördert die Sozialkompetenz der SuS und hat das Ziel, dass sich die SuS über die Themen und Lösungen austauschen. Dabei können sie verschiedene Lösungsansätze austauschen und darüber nachdenken. Leistungsschwächere SuS können von den leistungsstärkeren in den Arbeitsphasen profitieren. Dadurch wird der Heterogenität der Klasse Rechnung getragen. Auch können die stärkeren SuS bei einigen Arbeitsaufträgen weitere Aufgaben bearbeiten, wenn die anderen SuS noch etwas Zeit fürdie primären Aufgaben benötigen. Zum Beispiel können sich die SuS, die schon die Zwecke der Datenverarbeitung von Google erarbeitet haben, Gedanken über Vor- und Nachteile der Datenerhebung durch Google machen und diese notieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Unterrichtsmodul wurde in die sechs Schritte nach Leisen (2017) unterteilt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
#Im ersten Schritt wird der Lernkontext zu den SuS gebracht, indem sich die SuS zum Einstieg Gedanken zu ihrer kürzlichen Internetrecherche machen. Die SuS können erste Ideen und Beobachtungen zur Google Suche machen, indem sie einige vorgegebene Begriffe eingeben und die Ergebnisseiten analysieren. Die Sicherung nach dieser Phase dient dazu, dass die SuS ihre Ergebnisse in den nächsten Phasen aufgreifen und verknüpfen können.&lt;br /&gt;
#Im nächsten Schritt wird den SuS Lernmaterial gegeben, das sie bearbeiten sollen. Hier wird den SuS erst theoretisches Wissen vermittelt, das sie für den weiteren Ablauf benötigen. Dazu gehört z. B. das Wissen um und die Unterscheidung in explizite und implizite Datenerhebung. Dabei sollen die SuS in Lerngruppen zusammenarbeiten.&lt;br /&gt;
#Im nächsten Schritt werden die neuen Lerninhalte zusammen im Plenum diskutiert. Dabei sollte eine Lehrkraft diese Phase moderieren, damit die SuS ihre neuen Vorstellungen im Diskurs weiter verknüpfen bzw. ggf. korrigieren können.&lt;br /&gt;
#Das theoretisch erlangte Wissen können sie dann auf den Kontext der Google Suche anwenden. Die Zwecke der Datenerhebung werden in einer zweiten Erarbeitungsphase erarbeitet.&lt;br /&gt;
#Im folgenden Schritt werden die Formen und Zwecke der Datenerhebung miteinander vernetzt und durch eine persönliche Reflektion über die Vor- und Nachteile dieser Datenerhebung gefestigt.&lt;br /&gt;
#Durch die Diskussion über verschiedene Maßnahmen des Datenschutzes wird das erarbeitete Wissen im letzten Schritt angewendet und verantwortungsvolles Handeln in diesem Bereich gefördert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Unterrichtsplanung wurden zudem die verschiedenen Aspekte des Curricular Spider Web (2013) berücksichtigt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Der Zeitpunkt des Unterrichts wurde berücksichtigt. An einem Freitag ist die Konzentrationsfähigkeit wahrscheinlich nicht mehr sehr hoch.&lt;br /&gt;
*Auch die lokale Gegebenheit, dass der Raum neu und unbekannt für die Schüler war, wurde berücksichtigt bspw. durch den “Eisbrecher” zu Beginn der Stunde.&lt;br /&gt;
*Da man ausgehen kann, dass sich die Schüler untereinander kennen, konnten verschiedentlich Gruppenarbeitsphasen eingeplant werden.&lt;br /&gt;
*Bezüglich der Lernmedien wurde darauf geachtet, sowohl digitale als auch analoge Elemente in den Unterricht miteinzubinden.&lt;br /&gt;
*Der zentralen Aspekt, warum die Schüler diese Kompetenzen erwerben sollen, wurde schon in den vorherigen Kapiteln betrachtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Überblick über den Unterrichtsverlauf==&lt;br /&gt;
Das Unterrichtsmodul mit den zentralen Aktivitäten, inhaltlichen Schwerpunkten und Fachinhalten in den verschiedenen Phasen wird in der nachfolgenden Grafik zur Übersicht und Orientierung zusammengefasst. Die Materialien, wie etwa Arbeitsblätter und ergänzende Informationen, der verschiedenen Phasen sind in der Tabelle verlinkt.&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+&lt;br /&gt;
!Zeit (min)&lt;br /&gt;
!&amp;lt;big&amp;gt;PHASEN&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
!&amp;lt;big&amp;gt;INHALTLICHE SCHWERPUNKTE/OPERATIONEN&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
!&amp;lt;big&amp;gt;SOZIAL-/AKTIONSFORM&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
!&amp;lt;big&amp;gt;MEDIEN&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
!INTENTIONEN U. BEGRÜNDUNGEN&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|5&lt;br /&gt;
|Vorstellung, Einführung und Eisbrecher&lt;br /&gt;
|Vorstellungsrunde, Frage nach Begriffen, die die SuS diese Woche schon gegoogelt haben&lt;br /&gt;
|Klasse&lt;br /&gt;
|Whiteboard&lt;br /&gt;
|Einführung und Kennenlernen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|5&lt;br /&gt;
|Plan vorstellen&lt;br /&gt;
|Unterrichtsplan, Motivation und Ziele mündlich vorstellen&lt;br /&gt;
|Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
|Whiteboard&lt;br /&gt;
|Ziele und Motivation für die SuS&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|15&lt;br /&gt;
|Googlen von vorgegebenen Suchbegriffen&lt;br /&gt;
|Die SuS googlen vorgegebene Suchbegriffe, z.B. Paderborn, Universität, Schule, Wetter und schreiben Beobachtungen auf&lt;br /&gt;
|Gruppenarbeit&lt;br /&gt;
|[[Datei:Arbeitsblatt 1 - Google Suche.pdf|mini|Arbeitsblatt 1 - Google Suche|verweis=Special:FilePath/Arbeitsblatt_1_-_Google_Suche.pdf]]PCs&lt;br /&gt;
|Die Beobachtungen der Suchergebnisse von Google anhand der Leitfragen analysieren&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|15&lt;br /&gt;
|Zusammentragen der Ergebnisse&lt;br /&gt;
|Die SuS stellen kurz als Gruppe die Ergebnisse der Recherche vor (z.B. Schule→ Schulen in PB, …)&lt;br /&gt;
|Klasse&lt;br /&gt;
|Whiteboard&lt;br /&gt;
|Die SuS sollen sehen, dass Google nicht nur eine Suchmaschine ist, siehe Maps, das den Standort verwendet, etc.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|10&lt;br /&gt;
|Arten der Erhebung&lt;br /&gt;
|Frage, was Google überhaupt erhebt → Vorkenntnisse&lt;br /&gt;
|Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
|Whiteboard&lt;br /&gt;
|Weiterführung zum Datenbewusstsein&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|15&lt;br /&gt;
|Datenerhebung&lt;br /&gt;
|Text zu explizit und implizit erhobenen Daten&lt;br /&gt;
|Einzelarbeit&lt;br /&gt;
|[[:Datei:Arbeitsblatt 2 - Google Suche.pdf|Datei:Arbeitsblatt 2 - Google Suche.pdf]]&lt;br /&gt;
|Arten der Datenerhebung verstehen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|10&lt;br /&gt;
|Frage, welche Daten explizit und implizit erhoben wurden&lt;br /&gt;
|Die SuS diskutieren, welche Daten beim vorherigen Googlen erhoben wurden&lt;br /&gt;
|Gruppenarbeit&lt;br /&gt;
|[[:Datei:Arbeitsblatt 2 - Google Suche.pdf|Datei:Arbeitsblatt 2 - Google Suche.pdf]]&lt;br /&gt;
|Datenerhebung bei den speziellen Suchanfragen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|10&lt;br /&gt;
|Zusammentragen&lt;br /&gt;
|Ergebnisse sichern&lt;br /&gt;
|Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
|Beamer, [[:Datei:Arbeitsblatt 2 - Google Suche.pdf|Datei:Arbeitsblatt 2 - Google Suche.pdf]]&lt;br /&gt;
|Verbindung Datenerhebung und Google&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|20&lt;br /&gt;
|Pause&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|10&lt;br /&gt;
|Zwecke&lt;br /&gt;
|Frage, warum Google Daten erhebt und verarbeitet → Vorkenntnisse&lt;br /&gt;
|Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
|Whiteboard&lt;br /&gt;
|Frage nach dem Warum der Datenerhebung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|15&lt;br /&gt;
|Zwecke der Datenerhebung&lt;br /&gt;
|Text zu Zwecken der Datenerhebung und -verarbeitung&lt;br /&gt;
|Einzelarbeit (Aufg. 1-2)&lt;br /&gt;
|[[Unterricht zu der Google Suche#Arbeitsblatt 3|AB3]]&lt;br /&gt;
|Zwecke der Datenerhebung verstehen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|10&lt;br /&gt;
|Zusammentragen&lt;br /&gt;
|Ergebnisse sichern&lt;br /&gt;
|Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
|Beamer, [[Unterricht zu der Google Suche#Arbeitsblatt 3|AB3]]&lt;br /&gt;
|Verbindung Zwecke und Google&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|10&lt;br /&gt;
|Persönliche Einordnung der Datenerhebung&lt;br /&gt;
|Die SuS bilden sich eine Meinung zur Datenerhebung, indem Sie Vor- und Nachteile aufschreiben und reflektieren&lt;br /&gt;
|Partnerarbeit (Aufg. 3-4)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gruppenarbeit&lt;br /&gt;
|[[Unterricht zu der Google Suche#Arbeitsblatt 3|AB3]]&lt;br /&gt;
|Meinung zu Zwecken bei der Datenerhebung beim Googlen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|10&lt;br /&gt;
|Diskussion&lt;br /&gt;
|Diskussion über Datenerhebung und Datenverarbeitung von der Google Suchmaschine&lt;br /&gt;
|Klasse&lt;br /&gt;
|[[Unterricht zu der Google Suche#Arbeitsblatt 3|AB3]]&lt;br /&gt;
|Vor- und Nachteile der Datenerhebung und Datenverarbeitung diskutieren&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|10&lt;br /&gt;
|Maßnahmen&lt;br /&gt;
|Die SuS lernen Maßnahmen in den eigenen Einstellungen kennen, die die Datenerhebung zumindest einschränken&lt;br /&gt;
|Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
|PC, Beamer, Geräte der SuS&lt;br /&gt;
|Einschränken von Datenerhebung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|10&lt;br /&gt;
|Fazit&lt;br /&gt;
|SuS nach Erkenntnissen fragen, SuS füllen Feedbackbogen aus&lt;br /&gt;
|Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
|Feedbackbogen&lt;br /&gt;
|Schluss&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
==Ausgewählte Materialien==&lt;br /&gt;
[[Datei:Arbeitsblatt 1 - Google Suche.pdf|mini|Arbeitsblatt 1|verweis=Special:FilePath/Arbeitsblatt_1_-_Google_Suche.pdf]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Arbeitsblatt 2 - Google Suche.pdf|mini|Arbeitsblatt 2|verweis=Special:FilePath/Arbeitsblatt_2_-_Google_Suche.pdf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Arbeitsblatt 2===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Erhebung und Verarbeitung von Daten bei Suchmaschinen am Beispiel der Google Suche&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgaben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
#&#039;&#039;Lies den Text und schreibe die Bedeutung der Begriffe „explizit erhobene Daten“ und „implizit erhobene Daten“ in die Tabelle (EA).&#039;&#039;&lt;br /&gt;
#&#039;&#039;Überlegt, welche Daten bei euer vorherigen Google Suche explizit und implizit erhoben wurden und ordnet sie passend in die Tabelle ein (GA).&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Text: &#039;&#039;&#039;Explizit und implizit erhobene Daten&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einer Nachricht wie zum Beispiel „Ich habe am 19.1.2002 Geburtstag“ können ausdrücklich formulierte, explizite Botschaften oder Informationen stehen oder nicht benannte, indirekte Informationen. Man weiß, dass die Person im Januar Geburtstag hat. Die &#039;&#039;explizit erhobenen&#039;&#039; Daten sind also jene, die der Nutzende direkt und aktiv eingegeben bzw. erzeugt hat. Die Angabe des Geburtsdatums wird meistens in Benutzerkonten, wie zum Beispiel die von Google, erfragt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusätzlich weiß man aber auch, dass die Person in diesem Jahr 20 Jahre alt geworden ist. Das hat die Person einem aber nicht gesagt. Diese Information konnte &#039;&#039;implizit&#039;&#039; aus der Nachricht erschlossen werden, bzw. sie wurde &#039;&#039;implizit erhoben&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Explizit und implizit erhobene Daten stehen also in der Regel in der Verbindung zum Nutzenden und stellen oft personenbezogene Daten dar. Über die explizite Datenerhebung sind sich Nutzenden in der Regel bewusst. Dazu gehören z.B. bei Social Media Plattformen gepostete Texte und Bilder oder beim Telefonieren über das Mobilfunknetz die Telefonnummer desjenigen, den man anrufen möchte. Im Gegensatz dazu, werden implizit erhobene Daten indirekt durch Beobachtung (Tracking) oder Verarbeitung bereits erhobener Daten erhoben und generiert. Dieser Datenerhebung sind sich Nutzende oft nicht bewusst. Diese Daten werden während der Nutzung von Google Suche, Instagram, YouTube und co. „nebenbei“ erhoben oder generiert. Im Beispiel einer Social Media Plattform sind dies etwa Likes und Klicks.&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+&lt;br /&gt;
!&lt;br /&gt;
!explizit erhobene Daten&lt;br /&gt;
!implizit erhobene Daten&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Bedeutung der Begriffe&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Anwendung auf Google Suche&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
===Arbeitsblatt 3===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Erhebung und Verarbeitung von Daten bei Suchmaschinen am Beispiel der Google Suche&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Text: &#039;&#039;&#039;Primäre und sekundäre Zwecke der Verarbeitung und Verwendung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die primären und sekundären Zwecke beziehen sich auf die Absicht, mit der diese zuvor erhobenen Daten in und durch zum Beispiel Google Suche verarbeitet und verwendet werden. Primäre Zwecke umfasst, dass die erhobenen Daten dazu verarbeitet und verwendet werden, um weiterhin die Features (Funktionen und Eigenschaften) anbieten zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die primären Zwecke beziehen sich auf eine Nutzerperspektive auf die Verarbeitung und Verwendung. Die Daten werden verarbeitet und verwendet, um Nutzenden nachgefragte Funktionen anbieten zu können. Im Beispiel der Suchmaschine ist dies etwa das Anzeigen von Suchergebnissen. Personalisierte Ergebnisse gehören nur dann zu primären Zwecken, wenn es vom Nutzer ausdrücklich zugelassen worden ist, die Daten zur Personalisierung zu verwenden. Diese Verwendung ist in dem Fall noch ein primärer Zweck.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sekundäre Zwecke bedeutet, dass die Daten verarbeitet und verwendet werden, um weitere Zwecke zu verfolgen z.B. weitere wirtschaftliche oder wissenschaftliche Zwecke. Diese „Zweitverwertung“ der Daten bezieht sich auf einer Anbieterperspektive auf die Verarbeitung und Verwendung der erhobenen Daten: Wozu kann ein Anbieter einer derartigen Plattform die erhobenen Daten noch nutzen? Im Kontext von Streamingdiensten (z.B. Spotify) könnte dies etwa umfassen, dass Nutzungsdaten (z.B. gehörte Musik) zur Analyse der Emotionen der Nutzenden verwendet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;u&amp;gt;Aufgaben:&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
#&#039;&#039;Lies den Text und schreibe die Bedeutung der Begriffe „primäre Zwecke“ und „sekundäre Zwecke“ in das Textfeld (EA).&#039;&#039;&lt;br /&gt;
#&#039;&#039;Welche Zwecke könnte Google mit den Daten aus der vorherigen Suche verfolgen? Ordnet eure Ergebnisse den primären Zwecken und sekundären Zwecken zu (EA).&#039;&#039;&lt;br /&gt;
#&#039;&#039;Diskutiert mit eurem Partner die Vor – und Nachteile der Datenerhebung durch Google.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
#&#039;&#039;Beziehe zu folgender Aussage begründet Stellung:&#039;&#039; „Im Grunde besteht die Wahl zwischen einer bedingungslosen Zustimmung (der Datenverarbeitung durch Google) oder einem vollständigen Ausschluss von der Nutzung.“&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Jwiens3</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://eduwiki.cs.upb.de/index.php?title=Unterricht_zu_der_Google_Suche&amp;diff=2841</id>
		<title>Unterricht zu der Google Suche</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://eduwiki.cs.upb.de/index.php?title=Unterricht_zu_der_Google_Suche&amp;diff=2841"/>
		<updated>2022-08-16T10:10:43Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Jwiens3: /* Ausgewählte Materialien */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Auf der Suche nach Informationen verwenden Schülerinnen und Schülern fast täglich Internet-Suchmaschinen, wie etwa die Google Suche. Dort findet man zu allen möglichen Themen die verschiedensten Informationen und Inhalte (etwa auch zur Unterhaltung). Dass dabei von Google viele personenbezogenen Daten erhoben und verarbeitet werden, ist vielen Lernenden nicht bewusst. Die Google Suche als [[Datengetriebenes digitales Artefakt|datengetriebenes digitales Artefakt]] erhebt verschiedene Daten explizit und implizit und verarbeitet diese anschließend zu primären und sekundären Zwecken. Hier wird ein Unterrichtsmodul zur Google Suche vorgestellt, welches im Rahmen einer Lehrveranstaltung in der Didaktik der Informatik von Studierenden entwickelt worden ist. Anhand dieses Beispiels soll in diesem Unterrichtsmodul das [[Datenbewusstsein]] der Schülerinnen und Schüler gefördert werden, indem die Lernenden interaktiv herausfinden, welche Daten sie bei der Verwendung der Google Suche preisgeben und indem sie die Vor- und Nachteile der Datenerhebung und -verarbeitung diskutieren. Sie sollen zudem Möglichkeiten kennenlernen, wie bei der Google Suche die Erhebung persönlicher Daten selbst (etwas) verwaltet werden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Steckbrief des Unterrichtsmoduls==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Titel:&#039;&#039;&#039; Erhebung und Verarbeitung von Daten bei Suchmaschinen am Beispiel der Google Suche&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Stichworte:&#039;&#039;&#039; [[Datenbewusstsein]], [[Data Science]], Internet-Suchmaschine&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Zielgruppe:&#039;&#039;&#039; Informatik in Klasse 9 und 10 der Haupt-, Real- und Gesamtschule - keine Einschränkung der Klassengröße - sowohl homogene als auch heterogene Zusammensetzung möglich&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Inhaltsfeld:&#039;&#039;&#039; &amp;quot;Informatik, Mensch und Gesellschaft&amp;quot; (insbesondere der Schwerpunkt: [[Datenbewusstsein]]), &amp;quot;Daten und Information&amp;quot;, &amp;quot;Informatiksysteme&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Vorkenntnisse:&#039;&#039;&#039; Dieses Unterrichtsmodul setzt einige wenige Vorkenntnisse der Lernenden voraus. Das Internet sollte für die Schüler der Zielgruppe kein Neuland sein und die Google-Suche sollte für sie ein gebräuchliches Werkzeug sein. Wünschenswert wäre außerdem auch die Fähigkeit, die Google-Suche systematisch und strukturiert anwenden zu können. Außerdem muss vorausgesetzt werden, dass die Schüler ihren persönlichen Umgang mit der Google-Suche und mit ihren personenbezogenen Daten reflektieren und beurteilen können. Daher auch die Fokussierung auf die neunte bzw. zehnte Jahrgangsstufe. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Zeitlicher Umfang:&#039;&#039;&#039; 4 Unterrichtsstunden a 45 Minuten&lt;br /&gt;
==Gegenstandsbereich (Fachinhalt) des Unterrichtsmoduls==&lt;br /&gt;
Datenbewusstsein ist ein wichtiger Aspekt, besonders im Rahmen von Suchmaschinen. Denn diese sammeln viele Daten der Nutzer zu verschiedenen Zwecken. Welche Daten Google sammelt und zu welchen Zwecken, ist wichtig zu verstehen, damit man sich im Internet bzw. beim Suchen im Internet bewusst damit auseinandersetzt. Da Google im Jahr 2004 an die Börse gegangen ist, ist das Unternehmen ein Gewinnorientiertes. Den Gewinn kann Google nicht durch das “stumpfe” Anzeigen von Ergebnissen zu Suchanfragen erzielen, sondern indem es Daten der Nutzer auswertet und weiterverwendet. Seien es Werbeanzeigen zu anderen Plattformen oder der Verkauf von Nutzerdaten an Dritte zur Gewinnerzielung. &lt;br /&gt;
In diesem Sinne ist es wichtig zu wissen, wie Google uns mit der Darstellung von Suchergebnissen beeinflussen kann. Google erhebt dafür explizit und implizit Daten. Explizit werden der eingegebene Suchbegriff und ggf. verlinkte Google-Konten erhoben. Dadurch können implizit viele weitere Daten gewonnen werden, zum Beispiel welche Interessen man hat oder welche Webseiten sehr beliebt bei den Nutzern sind. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese erhobenen Daten kann Google für verschiedene Zwecke nutzen. Primäre Zwecke sind hierbei, dass Google seine Funktionen weiter anbieten kann. Weiter möchte Google seine Funktionen verbessern und weitere einbinden, zum Beispiel das Wetter oder eine Karte mit weiteren Ergebnissen. Die primären Zwecke dienen also eher der Nutzerperspektive, um die Funktionen für die Nutzer zu verbessern. Sekundäre Zwecke sind bei der Datenerhebung durch Google wirtschaftlich und wissenschaftlich orientiert. Wirtschaftlich sind eben die Anzeige von personalisierter Werbung auf der Ergebnisseite und das Weiterverkaufen von Daten an Dritte. Wissenschaftlich geht es Google um die Analyse des Nutzerverhaltens. Die sekundären Zwecke sind also aus Anbieterperspektive formuliert. Wie man seine persönlichen Daten vor Zugriffen oder Analysen schützen kann, ist eine resultierende Fragestellung.&lt;br /&gt;
==Überblick über den Verlauf des Unterrichtsmoduls==&lt;br /&gt;
Konkret werden die Begriffe der implizit und explizit erhobenen Daten, sowie primäre und sekundäre Zwecke behandelt. Zum Einstieg ins Anwendungsbeispiel Google Suche sollen die SuS in Gruppen am PC Begriffe eingeben und Beobachtungen aufschreiben. Die Ergebnisse werden für spätere Gruppenarbeiten gesichert. Dann lesen die SuS entsprechend aufbereitete Texte zur Datenerhebung und zu den Zwecken und besprechen sich jeweils in den Gruppen, um die Aspekte der Begriffe zusammenzutragen. Außerdem sollen die SuS die erlernten Definitionen und Beispiele auf Google-Suche und den zuvor gesammelten Ideen und Ergebnisse zu der Google-Suche am Anfang anwenden, indem sie die Definition mit dem, was Google nach der Eingabe der Suchbegriffe tut, abgleichen. Da Datenbewusstsein als eines der gesellschaftlichen Themen im Informatikunterricht nur unzureichend behandelt wird, bieten die Begriffe einen Einstieg in das Thema der Auswirkungen von großen Datenmengen. Durch die Anwendung der Begrifflichkeiten auf Google, das Finden von Beispielen der Datenerhebung und dessen Verwendung, können die SuS sich dann mehr diese Datenverarbeitung bewusst machen. Des Weiteren fällt es ihnen auch leichter, die Datenverarbeitung auf andere Bereiche bzw. datengetriebene digitale Artefakte zu übertragen, da die SuS in der letzten Phase Stellung zur Datenerhebung nehmen und sich über Vor- und Nachteile Gedanken machen. Als Zusatz werden noch Einstellungen zum eigenen Datenschutz im Browser erklärt, als Vorschlag der individuellen Anpassung im Alltag.&lt;br /&gt;
==Ziele des Unterrichtsmoduls==&lt;br /&gt;
Die Lernziele und Kompetenzen des Unterrichtsmodul orientieren sich an dem Bildungsanliegen des UNESCO-Weltaktionsprogrammes: “Bildung für nachhaltige Entwicklung”. Bei diesem Bildungsanliegen wird das Ziel verfolgt, dass die SuS die Fähigkeit erlangen, die Auswirkungen des eigenen Handelns auf die Welt zu verstehen und verantwortungsvolle Entscheidungen zu treffen. Da die Auswirkungen des eigenen Handelns bei der Verwendung der Google-Suchmaschine oft unterschätzt werden, zeigt sich hier der Bedarf, die Kompetenz des verantwortungsvollen Handelns durch dieses Unterrichtsmodul anzustreben. Daraus folgen dann folgende Lernziele:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Hauptziel der Unterrichtsstunde ist, dass sich SuS bewusster im Internet verhalten. Dies meint grundlegend, dass sie gezielter in ihrem Alltag nach ihren Interessen im Internet suchen und dabei verstehen, welche Daten währenddessen von ihnen (als des Nutzers/ der Nutzerin) erhoben werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Des Weiteren sollten sie auch den Zweck der Erhebung verstehen bzw. Vermutungen diesbezüglich haben. Also warum Google oder allgemein kostenlose Apps Daten von NutzerInnen erheben und was sie dann mit den erhobenen Daten anfangen. Sie sollten also wissen, dass mit den Daten nicht nur Geld gemacht wird (bspw. durch Verkauf ihrer Daten), sondern auch ein Digitaler Doppelgänger von ihnen erstellt wird, um auf aktuelle Interessen einzugehen und dementsprechend Werbung zu schalten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da sie sich im Internet bzw. auf Google „bewegen“ und damit arbeiten, lernen sie das ddA in voller Funktion kennen. Durch die Analyse sollen sie erkennen, wie und warum Google den eingegebenen Suchbegriff so interpretiert und die entsprechenden Suchergebnisse anzeigt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem erlangten Wissen sollen die SuS diese Erhebungen und dessen Zwecke deuten und bewerten. Dadurch bilden sie sich nicht nur eine eigene Meinung, sondern lernen auch, ihre Meinung zu begründen und durch Argumentationen und Diskussionen durchzusetzen. Hierzu benötigen sie Wissen über Vor- und Nachteile, welche zuvor im Plenum aus Nutzer- und Anbieterperspektive zusammengetragen und erarbeitet werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um sich vor den Nachteilen der Nutzer-Perspektive zu schützen, sollen sie selbst am Computer im Google-Browser nach Möglichkeiten zur Datenschutzeinstellung suchen und den daraus resultierenden Schutz für den eigenen Nutzer notieren und den anderen vorführen. Dadurch werden nicht nur explizit Medienkompetenzen gefördert, sondern auch die Zuordnung des gelernten Wissens im eigenen Sprachgebrauch überdacht und eingebaut. Hinzu kommen weitere Argumentationsstrukturen und die Aneignung strukturierter und überzeugender Sprachkompetenzen.&lt;br /&gt;
==Sachanalyse des Unterrichtsmoduls==&lt;br /&gt;
Viele fachwissenschaftliche Aspekte wurden im Abschnitt [[Unterricht zu der Google Suche|Gegenstandsbereich]] behandelt. Im Folgenden ist die Mindmap zur Dualitätsrekonstruktion dargestellt:&lt;br /&gt;
[[Datei:Dualitätskonstruktion zur Google-Suche.png|mini|1032x1032px|Dualitätskonstruktion zur Google-Suche]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Didaktische Begründung des Unterrichtsmoduls==&lt;br /&gt;
Das Unterrichtsmodul beinhaltet viele Phasen, in denen die SuS zusammenarbeiten sollen. Das fördert die Sozialkompetenz der SuS und hat das Ziel, dass sich die SuS über die Themen und Lösungen austauschen. Dabei können sie verschiedene Lösungsansätze austauschen und darüber nachdenken. Leistungsschwächere SuS können von den leistungsstärkeren in den Arbeitsphasen profitieren. Dadurch wird der Heterogenität der Klasse Rechnung getragen. Auch können die stärkeren SuS bei einigen Arbeitsaufträgen weitere Aufgaben bearbeiten, wenn die anderen SuS noch etwas Zeit fürdie primären Aufgaben benötigen. Zum Beispiel können sich die SuS, die schon die Zwecke der Datenverarbeitung von Google erarbeitet haben, Gedanken über Vor- und Nachteile der Datenerhebung durch Google machen und diese notieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Unterrichtsmodul wurde in die sechs Schritte nach Leisen (2017) unterteilt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
#Im ersten Schritt wird der Lernkontext zu den SuS gebracht, indem sich die SuS zum Einstieg Gedanken zu ihrer kürzlichen Internetrecherche machen. Die SuS können erste Ideen und Beobachtungen zur Google Suche machen, indem sie einige vorgegebene Begriffe eingeben und die Ergebnisseiten analysieren. Die Sicherung nach dieser Phase dient dazu, dass die SuS ihre Ergebnisse in den nächsten Phasen aufgreifen und verknüpfen können.&lt;br /&gt;
#Im nächsten Schritt wird den SuS Lernmaterial gegeben, das sie bearbeiten sollen. Hier wird den SuS erst theoretisches Wissen vermittelt, das sie für den weiteren Ablauf benötigen. Dazu gehört z. B. das Wissen um und die Unterscheidung in explizite und implizite Datenerhebung. Dabei sollen die SuS in Lerngruppen zusammenarbeiten.&lt;br /&gt;
#Im nächsten Schritt werden die neuen Lerninhalte zusammen im Plenum diskutiert. Dabei sollte eine Lehrkraft diese Phase moderieren, damit die SuS ihre neuen Vorstellungen im Diskurs weiter verknüpfen bzw. ggf. korrigieren können.&lt;br /&gt;
#Das theoretisch erlangte Wissen können sie dann auf den Kontext der Google Suche anwenden. Die Zwecke der Datenerhebung werden in einer zweiten Erarbeitungsphase erarbeitet.&lt;br /&gt;
#Im folgenden Schritt werden die Formen und Zwecke der Datenerhebung miteinander vernetzt und durch eine persönliche Reflektion über die Vor- und Nachteile dieser Datenerhebung gefestigt.&lt;br /&gt;
#Durch die Diskussion über verschiedene Maßnahmen des Datenschutzes wird das erarbeitete Wissen im letzten Schritt angewendet und verantwortungsvolles Handeln in diesem Bereich gefördert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Unterrichtsplanung wurden zudem die verschiedenen Aspekte des Curricular Spider Web (2013) berücksichtigt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Der Zeitpunkt des Unterrichts wurde berücksichtigt. An einem Freitag ist die Konzentrationsfähigkeit wahrscheinlich nicht mehr sehr hoch.&lt;br /&gt;
*Auch die lokale Gegebenheit, dass der Raum neu und unbekannt für die Schüler war, wurde berücksichtigt bspw. durch den “Eisbrecher” zu Beginn der Stunde.&lt;br /&gt;
*Da man ausgehen kann, dass sich die Schüler untereinander kennen, konnten verschiedentlich Gruppenarbeitsphasen eingeplant werden.&lt;br /&gt;
*Bezüglich der Lernmedien wurde darauf geachtet, sowohl digitale als auch analoge Elemente in den Unterricht miteinzubinden.&lt;br /&gt;
*Der zentralen Aspekt, warum die Schüler diese Kompetenzen erwerben sollen, wurde schon in den vorherigen Kapiteln betrachtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Überblick über den Unterrichtsverlauf==&lt;br /&gt;
Das Unterrichtsmodul mit den zentralen Aktivitäten, inhaltlichen Schwerpunkten und Fachinhalten in den verschiedenen Phasen wird in der nachfolgenden Grafik zur Übersicht und Orientierung zusammengefasst. Die Materialien, wie etwa Arbeitsblätter und ergänzende Informationen, der verschiedenen Phasen sind in der Tabelle verlinkt.&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+&lt;br /&gt;
!Zeit (min)&lt;br /&gt;
!&amp;lt;big&amp;gt;PHASEN&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
!&amp;lt;big&amp;gt;INHALTLICHE SCHWERPUNKTE/OPERATIONEN&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
!&amp;lt;big&amp;gt;SOZIAL-/AKTIONSFORM&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
!&amp;lt;big&amp;gt;MEDIEN&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
!INTENTIONEN U. BEGRÜNDUNGEN&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|5&lt;br /&gt;
|Vorstellung, Einführung und Eisbrecher&lt;br /&gt;
|Vorstellungsrunde, Frage nach Begriffen, die die SuS diese Woche schon gegoogelt haben&lt;br /&gt;
|Klasse&lt;br /&gt;
|Whiteboard&lt;br /&gt;
|Einführung und Kennenlernen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|5&lt;br /&gt;
|Plan vorstellen&lt;br /&gt;
|Unterrichtsplan, Motivation und Ziele mündlich vorstellen&lt;br /&gt;
|Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
|Whiteboard&lt;br /&gt;
|Ziele und Motivation für die SuS&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|15&lt;br /&gt;
|Googlen von vorgegebenen Suchbegriffen&lt;br /&gt;
|Die SuS googlen vorgegebene Suchbegriffe, z.B. Paderborn, Universität, Schule, Wetter und schreiben Beobachtungen auf&lt;br /&gt;
|Gruppenarbeit&lt;br /&gt;
|[[Datei:Arbeitsblatt 1 - Google Suche.pdf|mini|Arbeitsblatt 1 - Google Suche|verweis=Special:FilePath/Arbeitsblatt_1_-_Google_Suche.pdf]]PCs&lt;br /&gt;
|Die Beobachtungen der Suchergebnisse von Google anhand der Leitfragen analysieren&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|15&lt;br /&gt;
|Zusammentragen der Ergebnisse&lt;br /&gt;
|Die SuS stellen kurz als Gruppe die Ergebnisse der Recherche vor (z.B. Schule→ Schulen in PB, …)&lt;br /&gt;
|Klasse&lt;br /&gt;
|Whiteboard&lt;br /&gt;
|Die SuS sollen sehen, dass Google nicht nur eine Suchmaschine ist, siehe Maps, das den Standort verwendet, etc.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|10&lt;br /&gt;
|Arten der Erhebung&lt;br /&gt;
|Frage, was Google überhaupt erhebt → Vorkenntnisse&lt;br /&gt;
|Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
|Whiteboard&lt;br /&gt;
|Weiterführung zum Datenbewusstsein&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|15&lt;br /&gt;
|Datenerhebung&lt;br /&gt;
|Text zu explizit und implizit erhobenen Daten&lt;br /&gt;
|Einzelarbeit&lt;br /&gt;
|[[Unterricht zu der Google Suche#Arbeitsblatt 2|AB2]]&lt;br /&gt;
|Arten der Datenerhebung verstehen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|10&lt;br /&gt;
|Frage, welche Daten explizit und implizit erhoben wurden&lt;br /&gt;
|Die SuS diskutieren, welche Daten beim vorherigen Googlen erhoben wurden&lt;br /&gt;
|Gruppenarbeit&lt;br /&gt;
|[[Unterricht zu der Google Suche#Arbeitsblatt 2|AB2]]&lt;br /&gt;
|Datenerhebung bei den speziellen Suchanfragen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|10&lt;br /&gt;
|Zusammentragen&lt;br /&gt;
|Ergebnisse sichern&lt;br /&gt;
|Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
|Beamer, [[Unterricht zu der Google Suche#Arbeitsblatt 2|AB2]]&lt;br /&gt;
|Verbindung Datenerhebung und Google&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|20&lt;br /&gt;
|Pause&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|10&lt;br /&gt;
|Zwecke&lt;br /&gt;
|Frage, warum Google Daten erhebt und verarbeitet → Vorkenntnisse&lt;br /&gt;
|Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
|Whiteboard&lt;br /&gt;
|Frage nach dem Warum der Datenerhebung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|15&lt;br /&gt;
|Zwecke der Datenerhebung&lt;br /&gt;
|Text zu Zwecken der Datenerhebung und -verarbeitung&lt;br /&gt;
|Einzelarbeit (Aufg. 1-2)&lt;br /&gt;
|[[Unterricht zu der Google Suche#Arbeitsblatt 3|AB3]]&lt;br /&gt;
|Zwecke der Datenerhebung verstehen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|10&lt;br /&gt;
|Zusammentragen&lt;br /&gt;
|Ergebnisse sichern&lt;br /&gt;
|Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
|Beamer, [[Unterricht zu der Google Suche#Arbeitsblatt 3|AB3]]&lt;br /&gt;
|Verbindung Zwecke und Google&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|10&lt;br /&gt;
|Persönliche Einordnung der Datenerhebung&lt;br /&gt;
|Die SuS bilden sich eine Meinung zur Datenerhebung, indem Sie Vor- und Nachteile aufschreiben und reflektieren&lt;br /&gt;
|Partnerarbeit (Aufg. 3-4)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gruppenarbeit&lt;br /&gt;
|[[Unterricht zu der Google Suche#Arbeitsblatt 3|AB3]]&lt;br /&gt;
|Meinung zu Zwecken bei der Datenerhebung beim Googlen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|10&lt;br /&gt;
|Diskussion&lt;br /&gt;
|Diskussion über Datenerhebung und Datenverarbeitung von der Google Suchmaschine&lt;br /&gt;
|Klasse&lt;br /&gt;
|[[Unterricht zu der Google Suche#Arbeitsblatt 3|AB3]]&lt;br /&gt;
|Vor- und Nachteile der Datenerhebung und Datenverarbeitung diskutieren&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|10&lt;br /&gt;
|Maßnahmen&lt;br /&gt;
|Die SuS lernen Maßnahmen in den eigenen Einstellungen kennen, die die Datenerhebung zumindest einschränken&lt;br /&gt;
|Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
|PC, Beamer, Geräte der SuS&lt;br /&gt;
|Einschränken von Datenerhebung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|10&lt;br /&gt;
|Fazit&lt;br /&gt;
|SuS nach Erkenntnissen fragen, SuS füllen Feedbackbogen aus&lt;br /&gt;
|Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
|Feedbackbogen&lt;br /&gt;
|Schluss&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
==Ausgewählte Materialien==&lt;br /&gt;
[[Datei:Arbeitsblatt 1 - Google Suche.pdf|mini|Arbeitsblatt 1|verweis=Special:FilePath/Arbeitsblatt_1_-_Google_Suche.pdf|alternativtext=]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Arbeitsblatt 2 - Google Suche.pdf|mini|Arbeitsblatt 2]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Arbeitsblatt 2===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Erhebung und Verarbeitung von Daten bei Suchmaschinen am Beispiel der Google Suche&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgaben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
#&#039;&#039;Lies den Text und schreibe die Bedeutung der Begriffe „explizit erhobene Daten“ und „implizit erhobene Daten“ in die Tabelle (EA).&#039;&#039;&lt;br /&gt;
#&#039;&#039;Überlegt, welche Daten bei euer vorherigen Google Suche explizit und implizit erhoben wurden und ordnet sie passend in die Tabelle ein (GA).&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Text: &#039;&#039;&#039;Explizit und implizit erhobene Daten&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einer Nachricht wie zum Beispiel „Ich habe am 19.1.2002 Geburtstag“ können ausdrücklich formulierte, explizite Botschaften oder Informationen stehen oder nicht benannte, indirekte Informationen. Man weiß, dass die Person im Januar Geburtstag hat. Die &#039;&#039;explizit erhobenen&#039;&#039; Daten sind also jene, die der Nutzende direkt und aktiv eingegeben bzw. erzeugt hat. Die Angabe des Geburtsdatums wird meistens in Benutzerkonten, wie zum Beispiel die von Google, erfragt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusätzlich weiß man aber auch, dass die Person in diesem Jahr 20 Jahre alt geworden ist. Das hat die Person einem aber nicht gesagt. Diese Information konnte &#039;&#039;implizit&#039;&#039; aus der Nachricht erschlossen werden, bzw. sie wurde &#039;&#039;implizit erhoben&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Explizit und implizit erhobene Daten stehen also in der Regel in der Verbindung zum Nutzenden und stellen oft personenbezogene Daten dar. Über die explizite Datenerhebung sind sich Nutzenden in der Regel bewusst. Dazu gehören z.B. bei Social Media Plattformen gepostete Texte und Bilder oder beim Telefonieren über das Mobilfunknetz die Telefonnummer desjenigen, den man anrufen möchte. Im Gegensatz dazu, werden implizit erhobene Daten indirekt durch Beobachtung (Tracking) oder Verarbeitung bereits erhobener Daten erhoben und generiert. Dieser Datenerhebung sind sich Nutzende oft nicht bewusst. Diese Daten werden während der Nutzung von Google Suche, Instagram, YouTube und co. „nebenbei“ erhoben oder generiert. Im Beispiel einer Social Media Plattform sind dies etwa Likes und Klicks.&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+&lt;br /&gt;
!&lt;br /&gt;
!explizit erhobene Daten&lt;br /&gt;
!implizit erhobene Daten&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Bedeutung der Begriffe&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Anwendung auf Google Suche&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
===Arbeitsblatt 3===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Erhebung und Verarbeitung von Daten bei Suchmaschinen am Beispiel der Google Suche&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Text: &#039;&#039;&#039;Primäre und sekundäre Zwecke der Verarbeitung und Verwendung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die primären und sekundären Zwecke beziehen sich auf die Absicht, mit der diese zuvor erhobenen Daten in und durch zum Beispiel Google Suche verarbeitet und verwendet werden. Primäre Zwecke umfasst, dass die erhobenen Daten dazu verarbeitet und verwendet werden, um weiterhin die Features (Funktionen und Eigenschaften) anbieten zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die primären Zwecke beziehen sich auf eine Nutzerperspektive auf die Verarbeitung und Verwendung. Die Daten werden verarbeitet und verwendet, um Nutzenden nachgefragte Funktionen anbieten zu können. Im Beispiel der Suchmaschine ist dies etwa das Anzeigen von Suchergebnissen. Personalisierte Ergebnisse gehören nur dann zu primären Zwecken, wenn es vom Nutzer ausdrücklich zugelassen worden ist, die Daten zur Personalisierung zu verwenden. Diese Verwendung ist in dem Fall noch ein primärer Zweck.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sekundäre Zwecke bedeutet, dass die Daten verarbeitet und verwendet werden, um weitere Zwecke zu verfolgen z.B. weitere wirtschaftliche oder wissenschaftliche Zwecke. Diese „Zweitverwertung“ der Daten bezieht sich auf einer Anbieterperspektive auf die Verarbeitung und Verwendung der erhobenen Daten: Wozu kann ein Anbieter einer derartigen Plattform die erhobenen Daten noch nutzen? Im Kontext von Streamingdiensten (z.B. Spotify) könnte dies etwa umfassen, dass Nutzungsdaten (z.B. gehörte Musik) zur Analyse der Emotionen der Nutzenden verwendet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;u&amp;gt;Aufgaben:&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
#&#039;&#039;Lies den Text und schreibe die Bedeutung der Begriffe „primäre Zwecke“ und „sekundäre Zwecke“ in das Textfeld (EA).&#039;&#039;&lt;br /&gt;
#&#039;&#039;Welche Zwecke könnte Google mit den Daten aus der vorherigen Suche verfolgen? Ordnet eure Ergebnisse den primären Zwecken und sekundären Zwecken zu (EA).&#039;&#039;&lt;br /&gt;
#&#039;&#039;Diskutiert mit eurem Partner die Vor – und Nachteile der Datenerhebung durch Google.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
#&#039;&#039;Beziehe zu folgender Aussage begründet Stellung:&#039;&#039; „Im Grunde besteht die Wahl zwischen einer bedingungslosen Zustimmung (der Datenverarbeitung durch Google) oder einem vollständigen Ausschluss von der Nutzung.“&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Jwiens3</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://eduwiki.cs.upb.de/index.php?title=Datei:Arbeitsblatt_2_-_Google_Suche.pdf&amp;diff=2840</id>
		<title>Datei:Arbeitsblatt 2 - Google Suche.pdf</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://eduwiki.cs.upb.de/index.php?title=Datei:Arbeitsblatt_2_-_Google_Suche.pdf&amp;diff=2840"/>
		<updated>2022-08-16T10:10:00Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Jwiens3: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Arbeitsblatt 2 - Google Suche&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Jwiens3</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://eduwiki.cs.upb.de/index.php?title=Unterricht_zu_der_Google_Suche&amp;diff=2839</id>
		<title>Unterricht zu der Google Suche</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://eduwiki.cs.upb.de/index.php?title=Unterricht_zu_der_Google_Suche&amp;diff=2839"/>
		<updated>2022-08-16T10:05:08Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Jwiens3: /* Beschreibungen ausgewählter Materialien */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Auf der Suche nach Informationen verwenden Schülerinnen und Schülern fast täglich Internet-Suchmaschinen, wie etwa die Google Suche. Dort findet man zu allen möglichen Themen die verschiedensten Informationen und Inhalte (etwa auch zur Unterhaltung). Dass dabei von Google viele personenbezogenen Daten erhoben und verarbeitet werden, ist vielen Lernenden nicht bewusst. Die Google Suche als [[Datengetriebenes digitales Artefakt|datengetriebenes digitales Artefakt]] erhebt verschiedene Daten explizit und implizit und verarbeitet diese anschließend zu primären und sekundären Zwecken. Hier wird ein Unterrichtsmodul zur Google Suche vorgestellt, welches im Rahmen einer Lehrveranstaltung in der Didaktik der Informatik von Studierenden entwickelt worden ist. Anhand dieses Beispiels soll in diesem Unterrichtsmodul das [[Datenbewusstsein]] der Schülerinnen und Schüler gefördert werden, indem die Lernenden interaktiv herausfinden, welche Daten sie bei der Verwendung der Google Suche preisgeben und indem sie die Vor- und Nachteile der Datenerhebung und -verarbeitung diskutieren. Sie sollen zudem Möglichkeiten kennenlernen, wie bei der Google Suche die Erhebung persönlicher Daten selbst (etwas) verwaltet werden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Steckbrief des Unterrichtsmoduls==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Titel:&#039;&#039;&#039; Erhebung und Verarbeitung von Daten bei Suchmaschinen am Beispiel der Google Suche&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Stichworte:&#039;&#039;&#039; [[Datenbewusstsein]], [[Data Science]], Internet-Suchmaschine&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Zielgruppe:&#039;&#039;&#039; Informatik in Klasse 9 und 10 der Haupt-, Real- und Gesamtschule - keine Einschränkung der Klassengröße - sowohl homogene als auch heterogene Zusammensetzung möglich&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Inhaltsfeld:&#039;&#039;&#039; &amp;quot;Informatik, Mensch und Gesellschaft&amp;quot; (insbesondere der Schwerpunkt: [[Datenbewusstsein]]), &amp;quot;Daten und Information&amp;quot;, &amp;quot;Informatiksysteme&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Vorkenntnisse:&#039;&#039;&#039; Dieses Unterrichtsmodul setzt einige wenige Vorkenntnisse der Lernenden voraus. Das Internet sollte für die Schüler der Zielgruppe kein Neuland sein und die Google-Suche sollte für sie ein gebräuchliches Werkzeug sein. Wünschenswert wäre außerdem auch die Fähigkeit, die Google-Suche systematisch und strukturiert anwenden zu können. Außerdem muss vorausgesetzt werden, dass die Schüler ihren persönlichen Umgang mit der Google-Suche und mit ihren personenbezogenen Daten reflektieren und beurteilen können. Daher auch die Fokussierung auf die neunte bzw. zehnte Jahrgangsstufe. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Zeitlicher Umfang:&#039;&#039;&#039; 4 Unterrichtsstunden a 45 Minuten&lt;br /&gt;
==Gegenstandsbereich (Fachinhalt) des Unterrichtsmoduls==&lt;br /&gt;
Datenbewusstsein ist ein wichtiger Aspekt, besonders im Rahmen von Suchmaschinen. Denn diese sammeln viele Daten der Nutzer zu verschiedenen Zwecken. Welche Daten Google sammelt und zu welchen Zwecken, ist wichtig zu verstehen, damit man sich im Internet bzw. beim Suchen im Internet bewusst damit auseinandersetzt. Da Google im Jahr 2004 an die Börse gegangen ist, ist das Unternehmen ein Gewinnorientiertes. Den Gewinn kann Google nicht durch das “stumpfe” Anzeigen von Ergebnissen zu Suchanfragen erzielen, sondern indem es Daten der Nutzer auswertet und weiterverwendet. Seien es Werbeanzeigen zu anderen Plattformen oder der Verkauf von Nutzerdaten an Dritte zur Gewinnerzielung. &lt;br /&gt;
In diesem Sinne ist es wichtig zu wissen, wie Google uns mit der Darstellung von Suchergebnissen beeinflussen kann. Google erhebt dafür explizit und implizit Daten. Explizit werden der eingegebene Suchbegriff und ggf. verlinkte Google-Konten erhoben. Dadurch können implizit viele weitere Daten gewonnen werden, zum Beispiel welche Interessen man hat oder welche Webseiten sehr beliebt bei den Nutzern sind. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese erhobenen Daten kann Google für verschiedene Zwecke nutzen. Primäre Zwecke sind hierbei, dass Google seine Funktionen weiter anbieten kann. Weiter möchte Google seine Funktionen verbessern und weitere einbinden, zum Beispiel das Wetter oder eine Karte mit weiteren Ergebnissen. Die primären Zwecke dienen also eher der Nutzerperspektive, um die Funktionen für die Nutzer zu verbessern. Sekundäre Zwecke sind bei der Datenerhebung durch Google wirtschaftlich und wissenschaftlich orientiert. Wirtschaftlich sind eben die Anzeige von personalisierter Werbung auf der Ergebnisseite und das Weiterverkaufen von Daten an Dritte. Wissenschaftlich geht es Google um die Analyse des Nutzerverhaltens. Die sekundären Zwecke sind also aus Anbieterperspektive formuliert. Wie man seine persönlichen Daten vor Zugriffen oder Analysen schützen kann, ist eine resultierende Fragestellung.&lt;br /&gt;
==Überblick über den Verlauf des Unterrichtsmoduls==&lt;br /&gt;
Konkret werden die Begriffe der implizit und explizit erhobenen Daten, sowie primäre und sekundäre Zwecke behandelt. Zum Einstieg ins Anwendungsbeispiel Google Suche sollen die SuS in Gruppen am PC Begriffe eingeben und Beobachtungen aufschreiben. Die Ergebnisse werden für spätere Gruppenarbeiten gesichert. Dann lesen die SuS entsprechend aufbereitete Texte zur Datenerhebung und zu den Zwecken und besprechen sich jeweils in den Gruppen, um die Aspekte der Begriffe zusammenzutragen. Außerdem sollen die SuS die erlernten Definitionen und Beispiele auf Google-Suche und den zuvor gesammelten Ideen und Ergebnisse zu der Google-Suche am Anfang anwenden, indem sie die Definition mit dem, was Google nach der Eingabe der Suchbegriffe tut, abgleichen. Da Datenbewusstsein als eines der gesellschaftlichen Themen im Informatikunterricht nur unzureichend behandelt wird, bieten die Begriffe einen Einstieg in das Thema der Auswirkungen von großen Datenmengen. Durch die Anwendung der Begrifflichkeiten auf Google, das Finden von Beispielen der Datenerhebung und dessen Verwendung, können die SuS sich dann mehr diese Datenverarbeitung bewusst machen. Des Weiteren fällt es ihnen auch leichter, die Datenverarbeitung auf andere Bereiche bzw. datengetriebene digitale Artefakte zu übertragen, da die SuS in der letzten Phase Stellung zur Datenerhebung nehmen und sich über Vor- und Nachteile Gedanken machen. Als Zusatz werden noch Einstellungen zum eigenen Datenschutz im Browser erklärt, als Vorschlag der individuellen Anpassung im Alltag.&lt;br /&gt;
==Ziele des Unterrichtsmoduls==&lt;br /&gt;
Die Lernziele und Kompetenzen des Unterrichtsmodul orientieren sich an dem Bildungsanliegen des UNESCO-Weltaktionsprogrammes: “Bildung für nachhaltige Entwicklung”. Bei diesem Bildungsanliegen wird das Ziel verfolgt, dass die SuS die Fähigkeit erlangen, die Auswirkungen des eigenen Handelns auf die Welt zu verstehen und verantwortungsvolle Entscheidungen zu treffen. Da die Auswirkungen des eigenen Handelns bei der Verwendung der Google-Suchmaschine oft unterschätzt werden, zeigt sich hier der Bedarf, die Kompetenz des verantwortungsvollen Handelns durch dieses Unterrichtsmodul anzustreben. Daraus folgen dann folgende Lernziele:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Hauptziel der Unterrichtsstunde ist, dass sich SuS bewusster im Internet verhalten. Dies meint grundlegend, dass sie gezielter in ihrem Alltag nach ihren Interessen im Internet suchen und dabei verstehen, welche Daten währenddessen von ihnen (als des Nutzers/ der Nutzerin) erhoben werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Des Weiteren sollten sie auch den Zweck der Erhebung verstehen bzw. Vermutungen diesbezüglich haben. Also warum Google oder allgemein kostenlose Apps Daten von NutzerInnen erheben und was sie dann mit den erhobenen Daten anfangen. Sie sollten also wissen, dass mit den Daten nicht nur Geld gemacht wird (bspw. durch Verkauf ihrer Daten), sondern auch ein Digitaler Doppelgänger von ihnen erstellt wird, um auf aktuelle Interessen einzugehen und dementsprechend Werbung zu schalten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da sie sich im Internet bzw. auf Google „bewegen“ und damit arbeiten, lernen sie das ddA in voller Funktion kennen. Durch die Analyse sollen sie erkennen, wie und warum Google den eingegebenen Suchbegriff so interpretiert und die entsprechenden Suchergebnisse anzeigt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem erlangten Wissen sollen die SuS diese Erhebungen und dessen Zwecke deuten und bewerten. Dadurch bilden sie sich nicht nur eine eigene Meinung, sondern lernen auch, ihre Meinung zu begründen und durch Argumentationen und Diskussionen durchzusetzen. Hierzu benötigen sie Wissen über Vor- und Nachteile, welche zuvor im Plenum aus Nutzer- und Anbieterperspektive zusammengetragen und erarbeitet werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um sich vor den Nachteilen der Nutzer-Perspektive zu schützen, sollen sie selbst am Computer im Google-Browser nach Möglichkeiten zur Datenschutzeinstellung suchen und den daraus resultierenden Schutz für den eigenen Nutzer notieren und den anderen vorführen. Dadurch werden nicht nur explizit Medienkompetenzen gefördert, sondern auch die Zuordnung des gelernten Wissens im eigenen Sprachgebrauch überdacht und eingebaut. Hinzu kommen weitere Argumentationsstrukturen und die Aneignung strukturierter und überzeugender Sprachkompetenzen.&lt;br /&gt;
==Sachanalyse des Unterrichtsmoduls==&lt;br /&gt;
Viele fachwissenschaftliche Aspekte wurden im Abschnitt [[Unterricht zu der Google Suche|Gegenstandsbereich]] behandelt. Im Folgenden ist die Mindmap zur Dualitätsrekonstruktion dargestellt:&lt;br /&gt;
[[Datei:Dualitätskonstruktion zur Google-Suche.png|mini|1032x1032px|Dualitätskonstruktion zur Google-Suche]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Didaktische Begründung des Unterrichtsmoduls==&lt;br /&gt;
Das Unterrichtsmodul beinhaltet viele Phasen, in denen die SuS zusammenarbeiten sollen. Das fördert die Sozialkompetenz der SuS und hat das Ziel, dass sich die SuS über die Themen und Lösungen austauschen. Dabei können sie verschiedene Lösungsansätze austauschen und darüber nachdenken. Leistungsschwächere SuS können von den leistungsstärkeren in den Arbeitsphasen profitieren. Dadurch wird der Heterogenität der Klasse Rechnung getragen. Auch können die stärkeren SuS bei einigen Arbeitsaufträgen weitere Aufgaben bearbeiten, wenn die anderen SuS noch etwas Zeit fürdie primären Aufgaben benötigen. Zum Beispiel können sich die SuS, die schon die Zwecke der Datenverarbeitung von Google erarbeitet haben, Gedanken über Vor- und Nachteile der Datenerhebung durch Google machen und diese notieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Unterrichtsmodul wurde in die sechs Schritte nach Leisen (2017) unterteilt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
#Im ersten Schritt wird der Lernkontext zu den SuS gebracht, indem sich die SuS zum Einstieg Gedanken zu ihrer kürzlichen Internetrecherche machen. Die SuS können erste Ideen und Beobachtungen zur Google Suche machen, indem sie einige vorgegebene Begriffe eingeben und die Ergebnisseiten analysieren. Die Sicherung nach dieser Phase dient dazu, dass die SuS ihre Ergebnisse in den nächsten Phasen aufgreifen und verknüpfen können.&lt;br /&gt;
#Im nächsten Schritt wird den SuS Lernmaterial gegeben, das sie bearbeiten sollen. Hier wird den SuS erst theoretisches Wissen vermittelt, das sie für den weiteren Ablauf benötigen. Dazu gehört z. B. das Wissen um und die Unterscheidung in explizite und implizite Datenerhebung. Dabei sollen die SuS in Lerngruppen zusammenarbeiten.&lt;br /&gt;
#Im nächsten Schritt werden die neuen Lerninhalte zusammen im Plenum diskutiert. Dabei sollte eine Lehrkraft diese Phase moderieren, damit die SuS ihre neuen Vorstellungen im Diskurs weiter verknüpfen bzw. ggf. korrigieren können.&lt;br /&gt;
#Das theoretisch erlangte Wissen können sie dann auf den Kontext der Google Suche anwenden. Die Zwecke der Datenerhebung werden in einer zweiten Erarbeitungsphase erarbeitet.&lt;br /&gt;
#Im folgenden Schritt werden die Formen und Zwecke der Datenerhebung miteinander vernetzt und durch eine persönliche Reflektion über die Vor- und Nachteile dieser Datenerhebung gefestigt.&lt;br /&gt;
#Durch die Diskussion über verschiedene Maßnahmen des Datenschutzes wird das erarbeitete Wissen im letzten Schritt angewendet und verantwortungsvolles Handeln in diesem Bereich gefördert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Unterrichtsplanung wurden zudem die verschiedenen Aspekte des Curricular Spider Web (2013) berücksichtigt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Der Zeitpunkt des Unterrichts wurde berücksichtigt. An einem Freitag ist die Konzentrationsfähigkeit wahrscheinlich nicht mehr sehr hoch.&lt;br /&gt;
*Auch die lokale Gegebenheit, dass der Raum neu und unbekannt für die Schüler war, wurde berücksichtigt bspw. durch den “Eisbrecher” zu Beginn der Stunde.&lt;br /&gt;
*Da man ausgehen kann, dass sich die Schüler untereinander kennen, konnten verschiedentlich Gruppenarbeitsphasen eingeplant werden.&lt;br /&gt;
*Bezüglich der Lernmedien wurde darauf geachtet, sowohl digitale als auch analoge Elemente in den Unterricht miteinzubinden.&lt;br /&gt;
*Der zentralen Aspekt, warum die Schüler diese Kompetenzen erwerben sollen, wurde schon in den vorherigen Kapiteln betrachtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Überblick über den Unterrichtsverlauf==&lt;br /&gt;
Das Unterrichtsmodul mit den zentralen Aktivitäten, inhaltlichen Schwerpunkten und Fachinhalten in den verschiedenen Phasen wird in der nachfolgenden Grafik zur Übersicht und Orientierung zusammengefasst. Die Materialien, wie etwa Arbeitsblätter und ergänzende Informationen, der verschiedenen Phasen sind in der Tabelle verlinkt.&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+&lt;br /&gt;
!Zeit (min)&lt;br /&gt;
!&amp;lt;big&amp;gt;PHASEN&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
!&amp;lt;big&amp;gt;INHALTLICHE SCHWERPUNKTE/OPERATIONEN&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
!&amp;lt;big&amp;gt;SOZIAL-/AKTIONSFORM&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
!&amp;lt;big&amp;gt;MEDIEN&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
!INTENTIONEN U. BEGRÜNDUNGEN&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|5&lt;br /&gt;
|Vorstellung, Einführung und Eisbrecher&lt;br /&gt;
|Vorstellungsrunde, Frage nach Begriffen, die die SuS diese Woche schon gegoogelt haben&lt;br /&gt;
|Klasse&lt;br /&gt;
|Whiteboard&lt;br /&gt;
|Einführung und Kennenlernen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|5&lt;br /&gt;
|Plan vorstellen&lt;br /&gt;
|Unterrichtsplan, Motivation und Ziele mündlich vorstellen&lt;br /&gt;
|Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
|Whiteboard&lt;br /&gt;
|Ziele und Motivation für die SuS&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|15&lt;br /&gt;
|Googlen von vorgegebenen Suchbegriffen&lt;br /&gt;
|Die SuS googlen vorgegebene Suchbegriffe, z.B. Paderborn, Universität, Schule, Wetter und schreiben Beobachtungen auf&lt;br /&gt;
|Gruppenarbeit&lt;br /&gt;
|[[Unterricht zu der Google Suche#Arbeitsblatt 1 - Google Suche|AB1]], PCs&lt;br /&gt;
|Die Beobachtungen der Suchergebnisse von Google anhand der Leitfragen analysieren&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|15&lt;br /&gt;
|Zusammentragen der Ergebnisse&lt;br /&gt;
|Die SuS stellen kurz als Gruppe die Ergebnisse der Recherche vor (z.B. Schule→ Schulen in PB, …)&lt;br /&gt;
|Klasse&lt;br /&gt;
|Whiteboard&lt;br /&gt;
|Die SuS sollen sehen, dass Google nicht nur eine Suchmaschine ist, siehe Maps, das den Standort verwendet, etc.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|10&lt;br /&gt;
|Arten der Erhebung&lt;br /&gt;
|Frage, was Google überhaupt erhebt → Vorkenntnisse&lt;br /&gt;
|Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
|Whiteboard&lt;br /&gt;
|Weiterführung zum Datenbewusstsein&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|15&lt;br /&gt;
|Datenerhebung&lt;br /&gt;
|Text zu explizit und implizit erhobenen Daten&lt;br /&gt;
|Einzelarbeit&lt;br /&gt;
|[[Unterricht zu der Google Suche#Arbeitsblatt 2|AB2]]&lt;br /&gt;
|Arten der Datenerhebung verstehen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|10&lt;br /&gt;
|Frage, welche Daten explizit und implizit erhoben wurden&lt;br /&gt;
|Die SuS diskutieren, welche Daten beim vorherigen Googlen erhoben wurden&lt;br /&gt;
|Gruppenarbeit&lt;br /&gt;
|[[Unterricht zu der Google Suche#Arbeitsblatt 2|AB2]]&lt;br /&gt;
|Datenerhebung bei den speziellen Suchanfragen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|10&lt;br /&gt;
|Zusammentragen&lt;br /&gt;
|Ergebnisse sichern&lt;br /&gt;
|Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
|Beamer, [[Unterricht zu der Google Suche#Arbeitsblatt 2|AB2]]&lt;br /&gt;
|Verbindung Datenerhebung und Google&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|20&lt;br /&gt;
|Pause&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|10&lt;br /&gt;
|Zwecke&lt;br /&gt;
|Frage, warum Google Daten erhebt und verarbeitet → Vorkenntnisse&lt;br /&gt;
|Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
|Whiteboard&lt;br /&gt;
|Frage nach dem Warum der Datenerhebung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|15&lt;br /&gt;
|Zwecke der Datenerhebung&lt;br /&gt;
|Text zu Zwecken der Datenerhebung und -verarbeitung&lt;br /&gt;
|Einzelarbeit (Aufg. 1-2)&lt;br /&gt;
|[[Unterricht zu der Google Suche#Arbeitsblatt 3|AB3]]&lt;br /&gt;
|Zwecke der Datenerhebung verstehen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|10&lt;br /&gt;
|Zusammentragen&lt;br /&gt;
|Ergebnisse sichern&lt;br /&gt;
|Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
|Beamer, [[Unterricht zu der Google Suche#Arbeitsblatt 3|AB3]]&lt;br /&gt;
|Verbindung Zwecke und Google&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|10&lt;br /&gt;
|Persönliche Einordnung der Datenerhebung&lt;br /&gt;
|Die SuS bilden sich eine Meinung zur Datenerhebung, indem Sie Vor- und Nachteile aufschreiben und reflektieren&lt;br /&gt;
|Partnerarbeit (Aufg. 3-4)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gruppenarbeit&lt;br /&gt;
|[[Unterricht zu der Google Suche#Arbeitsblatt 3|AB3]]&lt;br /&gt;
|Meinung zu Zwecken bei der Datenerhebung beim Googlen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|10&lt;br /&gt;
|Diskussion&lt;br /&gt;
|Diskussion über Datenerhebung und Datenverarbeitung von der Google Suchmaschine&lt;br /&gt;
|Klasse&lt;br /&gt;
|[[Unterricht zu der Google Suche#Arbeitsblatt 3|AB3]]&lt;br /&gt;
|Vor- und Nachteile der Datenerhebung und Datenverarbeitung diskutieren&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|10&lt;br /&gt;
|Maßnahmen&lt;br /&gt;
|Die SuS lernen Maßnahmen in den eigenen Einstellungen kennen, die die Datenerhebung zumindest einschränken&lt;br /&gt;
|Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
|PC, Beamer, Geräte der SuS&lt;br /&gt;
|Einschränken von Datenerhebung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|10&lt;br /&gt;
|Fazit&lt;br /&gt;
|SuS nach Erkenntnissen fragen, SuS füllen Feedbackbogen aus&lt;br /&gt;
|Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
|Feedbackbogen&lt;br /&gt;
|Schluss&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
==Ausgewählte Materialien==&lt;br /&gt;
[[Datei:Arbeitsblatt 1 - Google Suche.pdf|mini|Arbeitsblatt 1 - Google Suche]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Arbeitsblatt 1===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Arbeitsblatt 2===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Erhebung und Verarbeitung von Daten bei Suchmaschinen am Beispiel der Google Suche&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgaben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
#&#039;&#039;Lies den Text und schreibe die Bedeutung der Begriffe „explizit erhobene Daten“ und „implizit erhobene Daten“ in die Tabelle (EA).&#039;&#039;&lt;br /&gt;
#&#039;&#039;Überlegt, welche Daten bei euer vorherigen Google Suche explizit und implizit erhoben wurden und ordnet sie passend in die Tabelle ein (GA).&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Text: &#039;&#039;&#039;Explizit und implizit erhobene Daten&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einer Nachricht wie zum Beispiel „Ich habe am 19.1.2002 Geburtstag“ können ausdrücklich formulierte, explizite Botschaften oder Informationen stehen oder nicht benannte, indirekte Informationen. Man weiß, dass die Person im Januar Geburtstag hat. Die &#039;&#039;explizit erhobenen&#039;&#039; Daten sind also jene, die der Nutzende direkt und aktiv eingegeben bzw. erzeugt hat. Die Angabe des Geburtsdatums wird meistens in Benutzerkonten, wie zum Beispiel die von Google, erfragt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusätzlich weiß man aber auch, dass die Person in diesem Jahr 20 Jahre alt geworden ist. Das hat die Person einem aber nicht gesagt. Diese Information konnte &#039;&#039;implizit&#039;&#039; aus der Nachricht erschlossen werden, bzw. sie wurde &#039;&#039;implizit erhoben&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Explizit und implizit erhobene Daten stehen also in der Regel in der Verbindung zum Nutzenden und stellen oft personenbezogene Daten dar. Über die explizite Datenerhebung sind sich Nutzenden in der Regel bewusst. Dazu gehören z.B. bei Social Media Plattformen gepostete Texte und Bilder oder beim Telefonieren über das Mobilfunknetz die Telefonnummer desjenigen, den man anrufen möchte. Im Gegensatz dazu, werden implizit erhobene Daten indirekt durch Beobachtung (Tracking) oder Verarbeitung bereits erhobener Daten erhoben und generiert. Dieser Datenerhebung sind sich Nutzende oft nicht bewusst. Diese Daten werden während der Nutzung von Google Suche, Instagram, YouTube und co. „nebenbei“ erhoben oder generiert. Im Beispiel einer Social Media Plattform sind dies etwa Likes und Klicks.&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+&lt;br /&gt;
!&lt;br /&gt;
!explizit erhobene Daten&lt;br /&gt;
!implizit erhobene Daten&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Bedeutung der Begriffe&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Anwendung auf Google Suche&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
===Arbeitsblatt 3===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Erhebung und Verarbeitung von Daten bei Suchmaschinen am Beispiel der Google Suche&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Text: &#039;&#039;&#039;Primäre und sekundäre Zwecke der Verarbeitung und Verwendung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die primären und sekundären Zwecke beziehen sich auf die Absicht, mit der diese zuvor erhobenen Daten in und durch zum Beispiel Google Suche verarbeitet und verwendet werden. Primäre Zwecke umfasst, dass die erhobenen Daten dazu verarbeitet und verwendet werden, um weiterhin die Features (Funktionen und Eigenschaften) anbieten zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die primären Zwecke beziehen sich auf eine Nutzerperspektive auf die Verarbeitung und Verwendung. Die Daten werden verarbeitet und verwendet, um Nutzenden nachgefragte Funktionen anbieten zu können. Im Beispiel der Suchmaschine ist dies etwa das Anzeigen von Suchergebnissen. Personalisierte Ergebnisse gehören nur dann zu primären Zwecken, wenn es vom Nutzer ausdrücklich zugelassen worden ist, die Daten zur Personalisierung zu verwenden. Diese Verwendung ist in dem Fall noch ein primärer Zweck.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sekundäre Zwecke bedeutet, dass die Daten verarbeitet und verwendet werden, um weitere Zwecke zu verfolgen z.B. weitere wirtschaftliche oder wissenschaftliche Zwecke. Diese „Zweitverwertung“ der Daten bezieht sich auf einer Anbieterperspektive auf die Verarbeitung und Verwendung der erhobenen Daten: Wozu kann ein Anbieter einer derartigen Plattform die erhobenen Daten noch nutzen? Im Kontext von Streamingdiensten (z.B. Spotify) könnte dies etwa umfassen, dass Nutzungsdaten (z.B. gehörte Musik) zur Analyse der Emotionen der Nutzenden verwendet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;u&amp;gt;Aufgaben:&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
#&#039;&#039;Lies den Text und schreibe die Bedeutung der Begriffe „primäre Zwecke“ und „sekundäre Zwecke“ in das Textfeld (EA).&#039;&#039;&lt;br /&gt;
#&#039;&#039;Welche Zwecke könnte Google mit den Daten aus der vorherigen Suche verfolgen? Ordnet eure Ergebnisse den primären Zwecken und sekundären Zwecken zu (EA).&#039;&#039;&lt;br /&gt;
#&#039;&#039;Diskutiert mit eurem Partner die Vor – und Nachteile der Datenerhebung durch Google.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
#&#039;&#039;Beziehe zu folgender Aussage begründet Stellung:&#039;&#039; „Im Grunde besteht die Wahl zwischen einer bedingungslosen Zustimmung (der Datenverarbeitung durch Google) oder einem vollständigen Ausschluss von der Nutzung.“&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Jwiens3</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://eduwiki.cs.upb.de/index.php?title=Datei:Arbeitsblatt_1_-_Google_Suche.pdf&amp;diff=2838</id>
		<title>Datei:Arbeitsblatt 1 - Google Suche.pdf</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://eduwiki.cs.upb.de/index.php?title=Datei:Arbeitsblatt_1_-_Google_Suche.pdf&amp;diff=2838"/>
		<updated>2022-08-16T10:03:14Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Jwiens3: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Arbeitsblatt 1 - Google Suche&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Jwiens3</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://eduwiki.cs.upb.de/index.php?title=Unterricht_zu_Instagram&amp;diff=2833</id>
		<title>Unterricht zu Instagram</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://eduwiki.cs.upb.de/index.php?title=Unterricht_zu_Instagram&amp;diff=2833"/>
		<updated>2022-08-15T16:55:03Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Jwiens3: /* Zusätzliche Materialien */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
Die Nutzung von sozialen Medien steht bei Schülerinnen und Schüler hoch im Kurs. Die meisten verbringen täglich Stunden darin. Zu den aktuell am häufigsten verwendeten Medien-Plattformen gehört Instagram. Viele personenbezogenen Daten werden von den Jugendlichen auf Instagram preisgegeben, ohne dass sie über eventuelle Konsequenzen nachzudenken. Dabei ist Instagram ein [[datengetriebenes digitales Artefakt]], welches die personenbezogenen Daten erhebt und verarbeitet. Es erscheint daher wichtig, vor dem Hintergrund theoretischer Grundlagen des Data-Minings dieses [[Datengetriebenes digitales Artefakt|datengetriebene digitale Artefakt]] aus verschiedenen Perspektiven zu betrachten und dadurch das [[Datenbewusstsein]] der Schülerinnen und Schüler zu fördern. Die Jugendlichen sollen zu einem persönlich bewussten Umgang mit Daten und Social-Media gelangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Steckbrief des Unterrichtsmoduls==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Titel:&#039;&#039;&#039; Datenbewusstsein am Beispiel von Instagram&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Stichworte:&#039;&#039;&#039; [[Datenbewusstsein]], [[Data Science]], Internet-Suchmaschine&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Zielgruppe:&#039;&#039;&#039; Lerngruppen aus Informatikkursen der EF aus der gymnasialen Oberstufe - keine Einschränkung der Klassengröße - sowohl homogene als auch heterogene Zusammensetzung möglich&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Inhaltsfeld:&#039;&#039;&#039; &amp;quot;Informatik, Mensch und Gesellschaft&amp;quot; (insbesondere der Schwerpunkt: [[Datenbewusstsein]]), &amp;quot;Daten und Information&amp;quot;, &amp;quot;Informatiksysteme&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Vorkenntnisse:&#039;&#039;&#039; Dieses Unterrichtsmodul setzt einige wenige Vorkenntnisse der Lernenden voraus. Die Verwendung von sozialen Medien, insbesondere Instagram, sollte gebräuchlich sein. Ebenso sollten auch gewisse Grundkenntnisse und ein grundlegendes Bewusstsein für unterschiedliche digitale datengetriebene Artefakte bestehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Zeitlicher Umfang:&#039;&#039;&#039; 4 Unterrichtsstunden a 45 Minuten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gegenstandsbereich (Fachinhalt) des Unterrichtsmoduls==&lt;br /&gt;
Gegenstand der von uns geplanten und durchgeführten Unterrichtseinheit ist das Konzept des Datenbewusstseins. Dieses didaktische Konzept der informatischen Allgemeinbildung bezieht sich auf die alltägliche Interaktion mit den verschiedensten digitalen datengetriebenen Artefakten und das Bewusstsein für das dabei ablaufende Sammeln und Verarbeiten von Nutzerdaten. Das Ziel des Unterrichts ist, die Schülerinnen und Schüler dazu zu bewegen, die eigene Nutzung digitaler datengetriebener Artefakte zu reflektieren und das theoretische Wissen zu vermitteln, um zu verstehen und zu erkennen, an welchen Stellen Daten mit welchen Methoden gewonnen werden und wozu diese Daten genutzt werden. Durch das Vermitteln dieses Wissens soll erzielt werden, dass die Schülerinnen und Schüler, nach einer kritischen Betrachtung verschiedener Perspektiven, selbstbestimmt und bewusst mit ihren Daten in der Interaktion mit digitalen Datengetrieben Artefakten umgehen und ihre Rechte in Bezug auf diese Daten kennen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Überblick über den Verlauf des Unterrichtsmoduls==&lt;br /&gt;
Die Unterrichtseinheit unterteilt sich neben der Einleitung und der Verabschiedung in sechs didaktisch relevante Einheiten. Da die Einleitung und Verabschiedung, neben der ersten Interaktion mit den SuS, dem „Eisbrechen“ und dem Abrunden der Unterrichtseinheit dient, und keine Lernziele oder Kompetenzen erzielen soll, wird im Verlaufe nicht weiter auf sie eingegangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Unterrichtseinheit ist unterteilt in:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
#Einleitung&lt;br /&gt;
#Vorwissen aktivieren&lt;br /&gt;
#Profilanalyse&lt;br /&gt;
#Vortrag&lt;br /&gt;
#Gruppenarbeit&lt;br /&gt;
#Juristische Grundlagen&lt;br /&gt;
#Zukunftsaussichten&lt;br /&gt;
#Verabschiedung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ziele des Unterrichtsmoduls==&lt;br /&gt;
Beginnend mit dem Aktivieren des Vorwissens sollen die SuS durch die Umfragen und die Auswertungen angeregt werden, sich ihr Nutzungsverhalten, insbesondere ihre Nutzungsdauer, bewusst zu machen und kritisch zu hinterfragen. Dies dient dazu, den Blickwinkel der SuS zu öffnen, um in den folgenden Teilen des Unterrichts den Perspektivwechsel zu erleichtern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anschließend werden sie mithilfe der Profilanalyse mit den beispielhaften Nutzerprofilen konfrontiert, um eine Möglichkeit zu haben, sich mit dem Medium auseinanderzusetzten und eine neue Sicht zu erlangen. Da die zeitliche Beschränkung dazu führt, dass eine eher algorithmische Analyse der Struktur des digitalen datengetriebenen Artefaktes nicht vermittelt werden kann, ist es das Ziel, den SuS eine auf logischem Denken basierende Analyse eines Profils zu vermitteln und den SuS ein Gefühl für die Menge an Informationen zu geben, welche aus einem Profil gewonnen werden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem darauffolgenden Vortrag ist es das Ziel, dass die SuS ein Verständnis für den breiteren Kontext des Datengeschäfts erlangen und Fachbegriffe wie „digitaler Doppelgänger“, „Vorratsdatenspeicherung“, „explizite -und implizite Datenerhebung“ mit eigenen Worten erklären und miteinander in Verbindung bringen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Danach ist es das Ziel mittels einer Gruppenarbeit, dass die SuS die verschiedenen Perspektiven und Akteure der Datenverarbeitung kennenlernen und sich in diese hineinversetzen. In der Gruppenarbeit diskutieren sie dann über diese und beim späteren Zusammentragen evaluieren sie die Ziele anderer Akteure und wägen sie mit den eigenen ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun im Abschnitt der juristischen Grundlagen ist es wichtig, die Schülerinnen und Schüler über ihre Rechte in Bezug auf ihre Daten in sozialen Medien aufzuklären. Dazu wird wir kurz auf die theoretischen Grundlagen eingegangen, die es zum Thema DSGVO der EU, BDSG und AGB zu wissen gibt. Die Schülerinnen und Schüler erweitern dadurch nicht nur ihr Fachvokabular, sondern lernen auch, dass sie in Bezug auf den Schutz ihrer personenbezogenen Daten nicht allein gelassen werden. Darauf folgt eine selbständige Arbeitsphase, in welcher die Schülerinnen und Schüler sich die Nutzungsbedingungen von Instagram raussuchen und anhand von Leitfragen erkunden. Die Schülerinnen und Schüler sollen aus dieser Aufgabe lernen, AGB oder Nutzungsbedingungen nach den relevanten Informationen zu scannen und erkennen, wie wichtig es ist, die Vertragsbedingungen, um die es sich dabei handelt, zu erkennen und um in der Lage zu sein, selbstbestimmt und verantwortungsvoll mit den eigenen Daten auf einer Plattform wie Instagram umzugehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Letztendlich ist es die Aufgabe der Zukunftsaussichten, dass die SuS aufmerksamer für neue Entwicklungen im Bereich der Datenverarbeitung werden und reflektieren können, welche der aufgezeigten Zukunftsaussichten möglich und/oder realistisch sind. Dabei entwickeln sie ein Bewusstsein für die Gefahren und Chancen, die eine Weiterentwicklung digitaler datengetriebener Artefakte in eine bestimmte Richtung mit sich bringen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Sachanalyse des Unterrichtsmoduls==&lt;br /&gt;
[[Datei:Dualitätsrekonstruktion zum digitalen datengetriebenen Artefakt Instagram.png|mini|675x675px|Dualitätsrekonstruktion zum digitalen datengetriebenen Artefakt Instagram]]&lt;br /&gt;
Die verschiedenen Unterrichtselemente beschäftigen sich mit unterschiedlichen Inhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorwissen aktivieren: Es werden anonyme Umfragen zum aktuellen Wissensstand und zu den Nutzungsgewohnheiten der SuS von Instagram durchgeführt, um in die Thematik der Unterrichtseinheit einzuleiten und die Ergebnisse anschließend auszuwerten und im Verlauf der folgenden Unterrichtselemente wieder aufzugreifen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Profilanalyse: Die beiden Profile stellen beispielhafte Nutzer dar. Sie sind sehr stereotypisch und mit einem chronologischen Gedanken entwickelt worden, um den SuS eine klare und eher einfach zu erschließende Plattform zu präsentieren. So ergibt sich idealerweise, mithilfe der Bearbeitungszeit, eine Struktur passend zum Analyseprozess und die SuS haben so die Möglichkeit, das eigene Verhalten auf der Plattform zu reflektieren und eine Verbindung zwischen kommerziellen Aspekten und Inhalten der Plattform herzustellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vortrag: Der Inhalt schließt sowohl die Nutzer- als auch die Unternehmensperspektive von Instagrams Geschäftsmodell ein, welche Rolle digitale Doppelgänger in diesem spielen, wie diese konstruiert werden und zu welchen Zwecken sie verwendet werden können. Digitale Doppelgänger beziehen sich auf eine konkrete Person und bestehen aus den gesammelten personenbezogenen Daten der jeweiligen Person. Dabei ist der digitale Doppelgänger nur begrenzt genau in der Abbildung der Realität. Die Daten des digitalen Doppelgängers werden mittels der Instagram App in diesem Beispiel erhoben. Dafür wird in explizite -und implizite Datenerhebung unterschieden. Explizit sind die Daten, die der Nutzer aktiv zum Zweck Daten zur Verfügung zu stellen eingibt. Implizit sind die Daten, die durch Beobachtung, Tracking gewonnen werden oder vom Nutzer mit einem anderen primären Zweck als Daten zur Verfügung zu stellen eingegeben wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gruppenarbeit: Die Gruppenarbeit beschäftigt sich mit den Vorteilen und Nachteilen der Datenverarbeitung aus Sicht der Privatnutzer, der Gesellschaft und der Unternehmen. Die Gruppen haben dazu Arbeitsblätter mit erdachten und / oder realen Szenarien und Situationen bekommen, aus welchen die SuS Vor- oder Nachteile formulieren sollen, die sich durch die technologie Vorratsdatenspeicherung ergeben könnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Juristische Grundlagen: Die seit dem 25. Mai 2018 bestehenden Vorschriften der DSGVO schützen die Grundrechte und Grundfreiheiten natürlicher Personen auf EU-Ebene und lassen dabei Spielraum an einigen Stellen für ihre Mitgliedsstaaten. Es wird insbesondere geregelt, wie Unternehmen die privaten Daten von Personen erheben und verarbeiten. Auf Bundesebene setzt dann das BDSG an und beruht auf den Artikeln 1 und 2 des Grundgesetzes. Speziell wird im BDSG auch die Umsetzung der Datenschutz-Richtlinien der EU für Polizei und Justiz geregelt. Während es sich bei der DSGVO und dem BDSG um Vorschriften und Gesetze handelt, sind die AGB für eine Vielzahl von Fällen anwendbare vorformulierte Vertragsbedingungen, die jedes Unternehmen als eine Vertragspartei im Rahmen der in Deutschland herrschenden Vertragsfreiheit festlegt. In den AGB darf von gesetzlichen Regelungen nur abgewichen werden, wenn dies zum Vorteil des Kunden geschieht. Bei Instagram handelt es sich hierbei um sogenannte Nutzungsbedingungen, denen jeder Nutzer beim Erstellen eines Profils und bei jeder Änderung zustimmt und einwilligt, sich vertraglich an diese zu halten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zukunftsaussichten: In einem Video wird der Zugriff auf persönliche Daten, wie z. B. Daten der Krankenkasse, Adresse und Finanzinformationen, durch einen Pizza-Lieferdienst der Zukunft dargestellt. Dieser Zukunftsausblick dient als Diskussionsgrundlage der folgenden Plenumsdiskussion, welche durch die Lehrperson moderiert wird. Es werden die einzelnen im Video angesprochenen Möglichkeiten der Datenverarbeitung einzeln betrachtet und ein Einblick in schon heute mehr oder weniger gängige Praktiken in den jeweiligen Bereichen gegeben. So wird z. B. das Krankenkassen-Modell angesprochen, welches mithilfe einer Fitness-Uhr die gesundheitsrelevanten Daten der Versicherungsnehmer auswertet und anhand dieser die Höhe der Beiträge reguliert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Didaktische Begründung des Unterrichtsmoduls==&lt;br /&gt;
Die verschiedenen Unterrichtselemente verwenden unterschiedliche Methoden und werden deshalb im Folgenden einzeln betrachtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorwissen aktivieren: Das Aktivieren des Vorwissens erfüllt den Zweck, dass die SUS sich eigene Gedanken zu dem Thema machen und somit sie selbst und die Lehrperson sich ein Bild vom bisherigen Wissenstand machen können, sodass manche Themenbereiche im Verlauf der Unterrichtseinheit vielleicht aufgegriffen werden können. Mit dem digitalen Hilfsmittel Mentimeter können die Ergebnisse einfach eingesehen und übersichtlich für das Plenum präsentiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Profilanalyse: Bei der Profilanalyse ist es essenziell, dass die SuS sich selbst mit dem digitalen Artefakt auseinandersetzen. Da die Analyse der Profile mithilfe der Instagram-Plattform höchstwahrscheinlich zu Unruhe führen würde, werden die Profile anhand einer PDF-Datei zu Verfügung gestellt. Daraus folgt, dass die SuS sich über mehrere Minuten mit den Profilen inhaltlich auseinandersetzen müssen und somit als Lernprodukt unbewusst eine Methodik der Profilanalyse erstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vortrag: Für diesem Abschnitt wurde die Methode des Lehrervortrags gewählt, zum einen damit es Abwechslung in der Unterrichtsgestaltung gibt, zum anderen, weil diese Methode der Erfüllung der Lernziele am ehesten gerecht wird. Die einzelnen Fachbegriffe könnte man den SuS auch in Sachtexten zur Selbsterschließung näherbringen, jedoch bietet der Vortrag die Möglichkeit, diese zusammenhängend als großes Ganzes darstellen, viel eher und natürlicher als andere Methoden. Zum Schluss sollen die SuS die gehörten und trotzdem gelernten Inhalte mit eigenen Worten wiedergeben, wodurch die Lernfortschritte noch einmal gefestigt werden und die Lehrperson einen Überblick über den Lernfortschritt der SuS bekommt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gruppenarbeit: Mit einer Gruppenarbeit wird eine Diskussion der SuS untereinander gefördert. Da es hier um etwas stark Meinungsbasiertes geht, lernen die SuS in einer Gruppenarbeit und im Austausch mit anderen SuS am besten, welche Aspekte der Datenverarbeitung für sie selbst besonders wichtig erscheinen und wie sie sie gegen die eigenen Interessen abwägen. In der Diskussion mit anderen Sus sind sie zudem freier und weniger in der Erarbeitung gezwungen, gewisse Inhalte zu erschließen. Somit kommen auch Aspekte zu tragen, die normalerweise nicht aufkommen würden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Juristische Grundlagen: Die gewählte Methode des kurzen Vortrages zur Vermittlung der theoretischen Grundlagen ist der Kürze der Zeit geschuldet, da sich in so einem Vortrag in kürzerer Zeit mehr Informationen verpacken lassen, als wenn die Schülerinnen und Schüler sich diese selbst anhand von Materialien erarbeiten würden. Eine andere Methode wäre hier nachhaltiger, wir haben allerdings eine gute Balance aus zeitlicher und inhaltlicher Effektivität gesucht. Allerdings werden die Schülerinne und Schüler durch Fragen der Lehrperson mit einbezogen, um den frontalen Charakter dieser Form des Unterrichts etwas aufzulockern. Das Erkunden der Nutzungsbedingungen anhand von Leitfragen dient dem Zweck, dass die Schülerinnen und Schüler unter Anleitung die Erfahrung sammeln, wie umfangreich solche Vertragsbedingungen in der Realität sind. Außerdem wird hier die Brücke zwischen Theorie und Praxis geschlossen, indem die Schülerinnen und Schüler eine AGB kennenlernen, die für sie in ihrer Lebenswelt tatsächlich relevant ist, den meisten aber wenig oder nicht bekannt ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zukunftsaussichten: Um die SUS wieder neu zu motivieren, soll das Video eine Abwechslung zu den vorherigen Vorträgen sein und die Aufmerksamkeit wieder konzentrieren. Die Diskussion der Inhalte des gezeigten Videos im Plenum führt zu einem Austausch der verschiedenen Sichtweisen und kann den SuS bei der Bildung einer eigenen Meinung helfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Überblick über den Unterrichtsverlauf==&lt;br /&gt;
Das Unterrichtsmodul mit den zentralen Aktivitäten, inhaltlichen Schwerpunkten und Fachinhalten in den verschiedenen Phasen wird in der nachfolgenden Grafik zur Übersicht und Orientierung zusammengefasst. Die Materialien, wie etwa Arbeitsblätter und ergänzende Informationen, der verschiedenen Phasen sind in der Tabelle verlinkt.&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+&lt;br /&gt;
Eine 20 min Pause wird flexibel eingeplant. Dabei wird auf den Zustand der SuS und speziell auf ihre Leistungen nach dem Vortrag geachtet. Voraussichtlich befindet sich die Pause nach Phase 4.&lt;br /&gt;
!Zeit (min)&lt;br /&gt;
!&amp;lt;big&amp;gt;PHASEN&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
!&amp;lt;big&amp;gt;INHALTLICHE SCHWERPUNKTE/OPERATIONEN&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
!&amp;lt;big&amp;gt;SOZIAL-/AKTIONSFORM&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
!&amp;lt;big&amp;gt;MEDIEN&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
!INTENTIONEN U. BEGRÜNDUNGEN&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|5&lt;br /&gt;
|1 Einleitung&lt;br /&gt;
|1.1 Einleiten der SuS in das Thema&lt;br /&gt;
1.2 Vorstellungsrunde, jeder erzählt einen „Digitalen Fakt“ von sich (Siehe Anhang),&lt;br /&gt;
1.3 Unterricht eindeutig machen mittels eines roten Fadens(Roadmap)&lt;br /&gt;
|Interaktiver Vortrag&lt;br /&gt;
|Whiteboard&lt;br /&gt;
|Die Transparenz des Unterrichts dient der Förderung der Mitarbeit, außerdem dient der „Eisbrecher“ der Lockerung der Stimmung.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|15&amp;lt;br /&amp;gt;(10)&amp;lt;br /&amp;gt;(5)&lt;br /&gt;
|2 Vorwissen aktivieren&lt;br /&gt;
2.1 Ausfüllen Mentimeter&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.2 Besprechung&lt;br /&gt;
|Den SuS werden mittels Mentimeter gezielte Fragen zum Vorwissen gestellt. Die Ergebnisse werden als 3 Charts und eine Wordcloud ausgegeben. Die Fragen befinden sich im Anhang.&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einzelarbeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
PC&amp;lt;br /&amp;gt;Beamer&lt;br /&gt;
|Die Aktivierung des Vorwissens bereitet die SuS auf die Lernphase vor. So wird die Qualität der Lernprodukte gesteigert.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|25&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;(15)&amp;lt;br /&amp;gt;(5)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(5)&lt;br /&gt;
|3 Auswerten von&lt;br /&gt;
Nutzerprofilen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.1 Analyse der Profile&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.2 Austausch über Profile&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.3 Sicherung&lt;br /&gt;
|Die SuS in zwei Gruppen unterteilt, in denen sie in EA ein zugeteiltes Instagram Profil analysieren sollen. Dies soll in drei Schritten geschen. So lernen sie, über die Informationen&lt;br /&gt;
über die Person und die Interessen, indirekt die Themenbereiche der expliziten und impliziten Datenerhebung kennen.&lt;br /&gt;
|Einzelarbeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Partnerarbeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
|PC &amp;amp; [[Unterricht zu Instagram#Arbeitsblatt 7|AB 7]]&lt;br /&gt;
PC &amp;amp; [[Unterricht zu Instagram#Arbeitsblatt 7|AB 7]]&amp;lt;br /&amp;gt;Beamer&lt;br /&gt;
|Die SuS erfahren durch die eigene Arbeit wie einfach es ist Daten über das Profil zu sammeln und können so die Verbindungen zu eigenen Profilen knüpfen. Außerdem lernen die SuS die Verbindung zwischen einem Profil und der Datenerhebung kennen.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|25&lt;br /&gt;
(10)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(8)&amp;lt;br /&amp;gt;(2)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(5)&lt;br /&gt;
|4 Vortrag&lt;br /&gt;
4.1 Vorstellung 1&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.2 Vertiefung (Videos)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.3 Vorstellung 2&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.4 Sicherung&lt;br /&gt;
|Die Thematik des digitalen Doppelgängers und die dazugehörigen Methodiken.&lt;br /&gt;
Das Vorstellen der „tatsächlichen“ Daten, welche Instagram verarbeitet. Außerdem werden Einschnitte aus „SpiegelMining&lt;br /&gt;
– Reverse Engineering von Spiegel Online (33c3)“ präsentiert.&lt;br /&gt;
|Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
Lehrkörper/Klasse&amp;lt;br /&amp;gt;Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
|Whiteboard&lt;br /&gt;
Beamer&amp;lt;br /&amp;gt;Whiteboard&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Unterricht zu Instagram#Arbeitsblatt 6|AB 6]]&lt;br /&gt;
|Die SuS lernen Fachsprache und Thematik genauer kennen und sehen an einem Beispiel wie Daten erhoben und verarbeitet werden können. Außerdem werden sie lernen dies mit den eigenen Daten in den Kontext zu stellen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|45&lt;br /&gt;
(30)&amp;lt;br /&amp;gt;(15)&lt;br /&gt;
|5 Gruppenarbeit&lt;br /&gt;
5.1 Erarbeitungsphase&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5.2 Sicherung&lt;br /&gt;
|Die SuS werden zunächst mittels durchzählen in 5 Gruppen aufgeteilt. Jede Gruppe bekommt eine Perspektive zugeteilt, zu der sie ihre Gedanken in Form einer Mindmap aufschreiben soll (gesellschaftlich positiv, gesellschaftlich negativ, persönlich positiv, persönlich negativ, unternehmerische Sicht). Dazu werden Beispieltexte mit Fallbeispielen gestellt, die als Inspiration dienen sollen, aus denen aber auch Teile übernommen werden dürfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anschließend werden die Ergebnisse im Plenum den anderen Gruppen präsentiert und diskutiert.&lt;br /&gt;
|Gruppenarbeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
|[[Unterricht zu Instagram#Arbeitsblatt 1|AB 1-5]]&lt;br /&gt;
Plakate&lt;br /&gt;
|Den SuS werden auf einem Spektrum die Vor- und Nachteile nahegebracht. So werden sie in einen Diskurs gebracht und haben die Möglichkeit über das eigene Verhalten abzuwägen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|30&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;(5)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;(20)&amp;lt;br /&amp;gt;(5)&lt;br /&gt;
|6 Juristische Grundlagen&lt;br /&gt;
6.1 Thematische Einführung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.2 Erarbeitungsphase 6.3 Sicherung&lt;br /&gt;
|Kurzer Faktencheck zum Thema AGBs und juristische&lt;br /&gt;
Grundlagen (DSGVO, BDSG), Erkundung der AGBs von&lt;br /&gt;
Instagram anhand von Leitfragen. Das Ziel ist folgende Fragestellung beantworten zu können: Wie gehe ich Verantwortungsvoll mit meinen Daten um?&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einzelarbeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beamer&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
PC&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beamer&lt;br /&gt;
|Die SuS lernen ihre eigenen Rechte und Pflichten bei der Nutzung von Instagram kennen. Außerdem werden ihnen&lt;br /&gt;
Möglichkeiten gezeigt sich besser zu schützen, welches einen datenbewusteren Umgang fördert.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|10&lt;br /&gt;
|7 Zukunftsaussichten&lt;br /&gt;
7.1 Beispielperspektive&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.2 Diskussionsrunde&lt;br /&gt;
|Video: „Pizzabestellung der Zukunft“ - Wie realistisch ist das?&lt;br /&gt;
Besprechen der Zukunftsperspektiven von Big Data, Diskussion im Plenum&lt;br /&gt;
|Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
|Beamer&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;Beamer&lt;br /&gt;
|Die SuS machen sich ein Bild von unterschiedlichen Zukunftsaussichten.&lt;br /&gt;
Dadurch können sie unterschiedliche&lt;br /&gt;
Entwicklungen besser einschätzen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|5&lt;br /&gt;
|8 Verabschiedung&lt;br /&gt;
8.1 Feedback&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8.2 Abmoderation&lt;br /&gt;
|Feedbackbögen: Die SuS nennen, was ihnen gefallen hat und was ihnen nicht gefallen hat. Anschließend folgt die Abmoderation.&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
Einzelarbeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
|Feedbackbogen&lt;br /&gt;
|Dient der Reflektion über den Inhalt.&lt;br /&gt;
Schluss&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Beschreibungen ausgewählter Materialien==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Arbeitsblätter===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Arbeitsblatt 1====&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Gesellschaftliche Auswirkungen - negativ&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Aufgabe: Lest die drei Beispieltexte und erstellt eine Mindmap für die negativen Auswirkungen auf die Gesellschaft. Dafür könnt ihr euch auf die Texte und euer eigenes Wissen beziehen. Ihr habt 30 min. Bearbeitungszeit.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[1]Die Regierung des Nord-Südlich gelegenen Landes Arstotzka hat ein Problem – die eigenen Bürger waren zu lange dem Einfluss des Westens ausgesetzt, und fangen an, unangenehme Fragen an die Regierung zu stellen. Der Geheimdienst brauch ein Upgrade. Die Regierung beschließt ein Überwachungsprogramm in Zusammenarbeit mit den besten IT-lern des Landes. Innerhalb von 5 Jahren soll das Internet komplett unter die Kontrolle der Regierung gebracht werden. Nicht nur wird ein großer Filter um das Internet gelegt, der Regierungsunkonforme Inhalte entfernt, es wird auch für jeden Bürger ein Profil angelegt, welches mit allen Aktivitäten dieser Person gefüttert wird. Dazu werden alle Daten erfasst und ausgewertet, die die Person im Internet von sich preisgibt. Dazu zählen auch eigentlich verschlüsselt geglaubte Daten, denn Hersteller von technischen Geräten werden dazu verpflichtet, eine Hintertür für die Regierung in ihren Geräten einzubauen. Textnachrichten, Bilder, Standortdaten, Kontakte etc. werden komplett ausgewertet. Bürgern wird je nach Aktivität eine Punktezahl zugeteilt, bei Regierungsunkonformen Aktivitäten wird die Punktezahl gesengt, bei &amp;quot;gutem Verhalten&amp;quot; steigt er. Bürger mit einem niedrigen Punktestand werden Leistungen wie Kredite, Sozialhilfe und Wohnungssuche erschwert, sie werden eventuell sogar festgenommen. Bürger mit einer hohen Punktezahl bekommen Boni, wie günstigere Kredite. Ganze Websites werden verbannt oder an das Parteibuch angepasst, darunter auch Grenzen bei Google Maps, sogar die Wikipedia wird regierungskonform nachgebaut. Das Land Arstotska ist ein Extrembeispiel und viele andere Länder auf der Erde verurteilen dies öffentlich, doch selbst westliche Länder und einige Unternehmen schielen gespannt auf Teile dieser Technologie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[2]In den USA sind mal wieder Wahlen. Die Bürger des Landes sehen sich oft als Vorreiternation für Demokratie, da das Land auf den Prinzipien der freien und geheimen Wahl gegründet wurde. Doch nach der Wahl kommt ein großer Skandal ans Licht:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Unternehmen Cambridge Analytica wertete Nutzerdaten verschiedener sozialer Netzwerke aus und bestimmte so, wer eher für Trump, welcher eher für Clinton stimmen würde, und wie sicher der Nutzer das tun würde. Das Unternehmen war mit ihrer KI so weit, dass es anhand des Gesichtsausdrucks auf Fotos mit einer erhöhten Genauigkeit feststellen konnte, welche Sexualität die Person hat und welche Partei sie wahrscheinlich wählen würde. Einflussreiche Trump Unterstützer bezahlten das Unternehmen für gezielte Trump-Werbung an unentschiedene Wähler und für das gezielte Schalten von Negativberichten über Clinton an Demokratenwähler. Das schlimmste dabei – die meisten ausgewerteten Daten waren öffentlich zugänglich (ein Teil wurde allerdings auch über eine Datenlücke erworben). Russland sind ähnliche Einmischungen nachgewiesen worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[3]Die Techniker Krankenkasse hat einiges an Konkurrenz. Um einen Wettbewerbsvorteil zu haben, denkt die Chefetage intensiv darüber nach, wie sie die Preise für ihre Kunden besser kalkulieren können. Es braucht nicht viel Überlegung, um festzustellen, dass gesunde Kunden die profitabelsten sind. Wer die Versicherung nicht braucht, der kostet auch nichts. Um diesen Typ Kunden zu finden, und durch Beitragsvorteile an sich zu binden, startet die TK ein Bonusprogramm, bei dem man Punkte bekommt, wenn man gesundheitliche Daten von sich hochlädt oder sich von einem Arzt der TK durchchecken lässt. Diese Punkte können in Ersparnisse auf den Beitrag umgewandelt werden. Raucher, Menschen mit einer ungesunden Ernährung und natürlich auch Menschen mit Behinderungen können so als Risikopatienten für die Kasse erkannt werden. Noch ist das System freiwillig, doch weitere Ideen der Datenerhebung sind in ständiger Diskussion.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Arbeitsblatt 2====&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Gesellschaftliche Auswirkungen - positiv&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Aufgabe: Lest die drei Beispieltexte und erstellt eine Mindmap für die positiven Auswirkungen auf die Gesellschaft. Dafür könnt ihr euch auf die Texte und euer eigenes Wissen beziehen. Ihr habt 30 min. Bearbeitungszeit.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[4]Datenanalysten erforschen eine Art &amp;quot;Pre-Crime&amp;quot; KI. Sie analysieren Bürger in gewissen Bereichen der Stadt mithilfe von Kameras und errechnen daraus Wahrscheinlichkeiten auf ein eventuelles Verbrechen, und ob bereits vorher Polizisten entsendet werden sollen, bzw. welche Personen kontrolliert werden sollen. Wenn alles optimal funktioniert, empfiehlt der Bordcomputer einem Polizisten, wo er öfter Streife fahren muss, und kann so Verbrechen vorbeugen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[5]Das Land USB hat relativ lockere Datenschutzgesetze. Davon profitieren hauptsächlich Softwareunternehmen, welche dadurch in die Region gelockt werden und gigantische Umsätze verbuchen können. Daten sind eben ein lukratives Geschäft, und die Daten werden schließlich größtenteils freiwillig preisgegeben. Es entstehen viele Arbeitsplätze in den USB, und die Steuereinnahmen sind auch nicht zu verachten. Es gibt sogar einen berühmtes Tal, in der sich die datenhungrigen TechUnternehmen niedergelassen haben, das Aluminium Valley.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[6]Ein bekannter deutscher Enthüllungsjournalist und Comedian vom ZDF bereitet eine Sendung über den erfolgreichen Investor Armin Sabov vor. Sein Team und er begeben sich auf Recherche. Durch einen Mix aus Datenleaks und vielen Artikeln aus der Vergangenheit dauert es nicht lange, bis sie einige erschreckende Zusammenhänge und Machenschaften erkennen können und das Netzwerk Sabovs komplett durchleuchten können. Auch werden unter den Daten seitenlange Excel Tabellen gefunden, die die Finanzströme Sabovs darstellen. Durch Analysetools kann sogar daraus ein Steuerbetrug nachgewiesen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[7]Island hat ein kleines Problem. Seit die Wikinger das Land vor 1100 Jahren besiedelten, blieben die Bewohner der Insel meistens unter sich. Kein Wunder also, dass die 334.000 Einwohner ein Inzest-Problem haben. Eine App hilft, ungewollte Begegnungen beim Daten zu vermeiden. Sie zeigt dem Nutzer nach der Eingabe des Namens des Gegenübers den Stammbaum der Person an. So kann man leicht überprüfen, ob man über zu wenige Ecken miteinander verwandt ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Arbeitsblatt 3====&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Persönliche Auswirkungen - negativ&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Aufgabe: Lest die drei Beispieltexte und erstellt eine Mindmap für die negativen Auswirkungen auf das Individuum. Dafür könnt ihr euch auf die Texte und euer eigenes Wissen beziehen. Ihr habt 30 min. Bearbeitungszeit.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[8]Jan hat gerade sein Abi bestanden, und verlässt motiviert die Schule. Mit seiner 2,4 ist er vollkommen zufrieden, und möchte, bevor er ins Berufsleben einsteigt, sich eine kleine Auszeit nehmen. In dieser Zeit feiert er oft und ist viel bei Freunden. Nach einigen Wochen bewirbt er sich bei einem lokalen Unternehmen, welches Elektrobauteile für Roboter herstellt. Dort wollte er schon lange arbeiten, und er wird auch direkt zum Bewerbungsgespräch gerufen. Er weiß, dass die Posten hart umkämpft sind, sieht sich aber guter Dinge und ist vorbereitet. Das Bewerbungsgespräch lief eigentlich gut, doch der Arbeitgeber befragt ihn plötzlich über einige Fotos, die er im Internet aus Jans Vergangenheit gefunden hat. Die Fotos sind nicht mal seine eigenen, Freunde haben wohl Fotos von ihm im Suff als Schnapsleiche gemacht, auch wie er sich Pillen auf einem Konzert einschmeißt und sich über eine Kloschüssel gebeugt erbricht. Die Fotos nutzt der Arbeitgeber als Begründung, dass Jan vielleicht doch eher nicht ins Unternehmen passe, da seine Zuverlässigkeit zu hinterfragen ist. Die Fotos hat er über entsprechende @-verlinkungen auf Jans instagramm Account gefunden. Später googelt Jan frustriert, ob der Arbeitgeber das überhaupt darf, und findet die Story einer Frau, die von ihrem Job gefeuert wurde aufgrund von rassistischen Äußerungen im Netz, die Jahre zurückliegen, und einen Verweis auf §26 BDSG, der besagt, dass tasäschlich legal ist, was Jan und Alice dort passiert ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[9]Lina besucht das Städtische Gymnasium Hannover und hat seit einem Jahr einen Freund. Schon seit einiger Zeit schicken sie sich ab und an mal Nacktfotos hin und her. Sie war eigentlich immer sehr glücklich, aber als es über einige Zeit nicht mehr gut läuft, beschließt Lina, Schluss zu machen. Ihr Freund ist sichtlich sauer und nicht glücklich über diese Nachricht, habe er doch sehr viel für diese Beziehung gegeben. Einige Tage später erfährt sie, dass jene Nacktbilder und sogar ein Sexvideo in der ganzen Schule, ja in der ganzen Stadt unter Jugendlichen im Umlauf sind. Selbst als sie ihre Eltern und die Polizei einschaltet, hilft es nichts. Der Schaden ist angerichtet, und kann nicht mehr rückgängig gemacht werden. Selbst ein paar Jahre später, als sie umgezogen ist, begegnen ihr die Fotos und Videos immer wieder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[10]Emma ist gebürtige Amerikanerin und wohnt noch bei ihren Eltern. Eines Tages schickt die Kette &amp;quot;Target&amp;quot;, bei der sie öfter einkauft, einen Brief zu ihr nach Hause. Eine Werbeanzeige, die ihr dazu gratulierte, bald eine Mutter zu werden, zusammen mit einigen Empfehlungen für entsprechende Produkte. Der Grund für den Brief war das Kaufverhalten von Emma, welches mit dem einer Schwangeren übereinstimmte. Die dafür notwendigen Daten wurden von Target erhoben. Der Vater war außer sich und beschwerte sich bei Target für die Werbung, die zudem ja gar nicht stimmte, da seine Tochter gar nicht schwanger sei. Ein paar Tage später wurde bekannt, dass die Tochter zu diesem Zeitpunkt tatsächlich schwanger war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Arbeitsblatt 4====&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Persönliche Auswirkungen - positiv&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Aufgabe: Lest die drei Beispieltexte und erstellt eine Mindmap für die positiven Auswirkungen auf das Individuum. Dafür könnt ihr euch auf die Texte und euer eigenes Wissen beziehen. Ihr habt 30 min. Bearbeitungszeit.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[11]Michael ist Schüler am Leopoldinum in Detmold. Er ist neu zugezogen und hat noch keine wirklichen Freunde, er ist aber schon in der WhatsApp Gruppe der Klasse. Um sich ein wenig zu vernetzen installiert er sich zum ersten Mal Instagram, kostet ja nix. Nachdem er sich einen Account erstellt hat, bekommt er direkt ein paar Freundschaftsvorschläge. Michael erkennt die Profilbilder und Nutzernamen teilweise wieder, und schaut sich die Profile seiner Klassenkameraden mal genauer an. Er findet das Profil von Achim, seine neuen Posts enthalten teilweise Fotos über das neue Eldenring-Videospiel, welches er auch gerade spielt. Zum Austausch schreibt er ihn an und chattet ein wenig mit ihm. Daraufhin werden auch seine Freundschaftsvorschläge auch genauer, und er entdeckt mehr Klassenkameraden, mit denen er etwas gemeinsam hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[12]Jenny ist Künstler und folgt einigen anderen Künstlern auf Instagram. Während sie so durch ihre Timeline scrollt bleibt sie bei einem Post länger als üblich stehen, und sieht sich das getragene T-shirt in extrem buntem und auffälligen Design einer Frau an, die ihr gemaltes Bild präsentiert. Ein paar Sekunden später scrollt sie schon weiter, die nächste Werbeanzeige, die sie bekommt, ist von einem Onlineshop, welcher ähnliche Kleidungsstücke anbietet. Sie ist interessiert, und schaut sich die Website des Anbieters genauer an, kauft am Schluss dort sogar ein paar Ohrringe und zwei T-Shirts, die sie extrem schön findet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[13]Emir hat sich zum Start des Semesters bei der Uni eingeschrieben, und bevor es los geht möchte er sich noch einen Laptop kaufen, um bei den Vorlesungen mitschreiben zu können. Ein neues Handy kauft er sich dabei gleich auch. Die Einrichtung dieser neuen Geräte fällt ihm nicht schwer, schließlich muss er sich nur mit seinen verschiedenen Accounts anmelden, alle anderen Einstellungen, die er getätigt hat, werden von seinen alten Geräten übertragen. Später setzt er sich dann in die Bahn von Paderborn nach Detmold auf dem Weg zu einem Freund. Bahnfahren ist langweilig, und daher beschäftigt er sich während der Fahrt mit seinem neuen Handy und scrollt durch seine Instagram Reels. Dadurch, dass der Algorithmus genau versteht, was er mag, und was ihn unterhält, kommt es ihm die Zugfahrt deutlich kürzer vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Arbeitsblatt 5====&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Auswirkungen auf die Unternehmen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Aufgabe: Lest die drei Beispieltexte und erstellt eine Mindmap für die Perspektive der Unternehmen. Dafür könnt ihr euch auf die Texte und euer eigenes Wissen beziehen. Ihr habt 30 min. Bearbeitungszeit.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[14]Florian ist Vorsitzender eines Unternehmens, welches Instrumente und Zubehör verkauft. Er lässt auf seiner Website viele Nutzerdaten erheben, und diese automatisch auswerten. Dank dieser Daten weiß er genau, welche Ware gerade viel gekauft wird, und welche er aus dem Sortiment streichen kann, welche er auf die Frontpage packen kann, und von welchen er mehr bestellen muss. Er weiß aber auch, welche Kunden sich Artikel als Favoriten markiert haben, oder länger angesehen haben. Denen schickt er über einen Newsletter und über bezahlte Werbung bei Google gezielt Werbung für diese Produkte. Letztens hat er einen massiven Fehlkauf gemacht, und zu viele Gitarren eines eher unbeliebten Modells bestellt. Durch eine massive Werbekampagne an Nutzer, die laut Nutzerdaten eine neue Gitarre suchen und sich eher weniger auskennen, konnte er die Gitarren jedoch schnell wieder loswerden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[15]Herr Mosseri muss Erfolge melden – in letzter Zeit stagniert Instagram, die Umsätze steigen nur langsam. In einem Vorstandstreffen wird eine neue Strategie beschlossen, die bereits für das chinesische Unternehmen Tik-tok funktioniert hat – kurze Videos in Feeds, perfekt zugeschnitten für den Nutzer. Instagram in diesem Meeting zu einer Fast-Entertainment Plattform umgestaltet. Unter dem Namen &amp;quot;Reels&amp;quot; werden neue Feeds eingeführt, mit Videos von maximal 10 Sekunden Länge. Alle paar Videos gibt es eine Werbeanzeige. Durch die Kürze der Videos und die Nutzerdaten, die Instagram von ihren Nutzern verwertet, kann ohne größeren Aufwand ein sich stetig weiter verbessernder, flexibler Feed angezeigt werden. Nutzer verbringen mehr Zeit auf der Plattform, und sehen damit deutlich mehr Werbeanzeigen. Die Meta Kurse steigen 2020 auf Rekordhöhen, nicht zuletzt dank der Veränderungen bei Instagram.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[3]Die Techniker Krankenkasse hat einiges an Konkurrenz. Um einen Wettbewerbsvorteil zu erhalten, denkt die Chefetage intensiv darüber nach, wie sie die Preise für ihre Kunden besser kalkulieren können. Es braucht nicht viel Überlegung, um festzustellen, dass gesunde Kunden die profitabelsten sind. Wer die Versicherung nicht braucht, der kostet auch nichts. Um diesen Typ Kunden zu finden, und durch Beitragsvorteile an sich zu binden, startet die TK ein Bonusprogramm, bei dem man Punkte bekommt, wenn man gesundheitliche Daten von sich hochlädt oder sich von einem Arzt der TK durchchecken lässt. Diese Punkte können in Ersparnisse auf den Beitrag umgewandelt werden. Raucher, Menschen mit einer ungesunden Ernährung und natürlich auch Menschen mit Behinderungen können so als Risikopatienten für die Kasse erkannt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Arbeitsblatt 6====&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Aufgabe: Beantwortet die folgenden vier Fragen, ihr habt 5 min Zeit.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Was ist ein digitaler Doppelgänger? Erkläre den Begriff kurz mit deinen eigenen Worten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Erkläre den Unterschied zwischen Expliziten und Impliziten Daten in eigenen Worten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Wie funktioniert Instagram Geschäftsmodell? Wer sind die Kunden, was ist das Produkt? Lasse auch gerne eigene Überlegungen mit einfließen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4. Welche zwei Funktionen der Instagram App wurden im Vortrag genannt. Erkläre in eigenen Worten, wie diese Funktionen zusammenhängen. Fallen dir weitere Funktionen der App ein?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Arbeitsblatt 7====&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Wer ist Lisa Lilly?&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgabenstellung:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Analysiert das Instagram-Profile von LisaLilly. Ihr habt dafür 15 Minuten Zeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Achtet dabei z.B. auf…&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
…die Informationen die sich über die Person finden lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
_______________________________________________________________________________________________&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
…die Interessen der Person.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
_______________________________________________________________________________________________&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
…Widersprüche, die sich in den Profilen finden lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
_______________________________________________________________________________________________&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusätzlich könnt ihr euch Gedanken darüber machen, welche Werbung Ihr passend zu den Informationen die Ihr gesammelt habt für diese Personen schalten könntet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
_______________________________________________________________________________________________&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Wer ist moritzm?&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgabenstellung:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Analysiert das Instagram-Profil von moritzm. Ihr habt dafür 15 Minuten Zeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Achtet dabei z.B. auf…&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
…die Informationen die sich über die Person finden lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
______________________________________________________________________________________________&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
…die Interessen der Person.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
______________________________________________________________________________________________&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
…Widersprüche, die sich in den Profilen finden lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
______________________________________________________________________________________________&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusätzlich könnt ihr euch Gedanken darüber machen, welche Werbung Ihr passend zu den Informationen die Ihr gesammelt habt für diese Personen schalten könntet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
______________________________________________________________________________________________&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
===Moderation===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Phase 1: Einleitung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Begrüßung der Klasse&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Vorstellung der Gruppe (Eisbrecher)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
o Name &amp;amp; digitaler Fakt &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
o Vorstellung der Klasse&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
o 1 Durchlauf: Name und das dazugehörige Namensschild&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
o 2 Durchlauf: digitaler Fakt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Roadmap vorstellen (Transparenz) „Überleitung“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Phase 2: Vorwissen aktivieren&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• SuS bitten an die PC’s zu gehen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Die Funktionen von Mentimeter erklären (Anonymität, etc.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Frage 1:&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Woran denkt ihr bei Instagram?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Erklären und auf Fragen eingehen, korrekte Eingabe erklären“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Frage 2:&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie lange am Tag benutzt ihr Instagram?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Antworten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• gar nicht&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• 0 - 30 min&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• 30 - 60 min&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• 1 - 2 Stunden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• 2 - 3 Stunden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Mehr als 3 stunden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Frage 3:&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie alt wart ihr als ihr Instagram das erste Mal installiert habt?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Antworten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Ich besitze keinen Instagram-Account&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Jünger als 12&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• 12&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• 13&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• 14&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• 15&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• 16&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Älter als 16&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Zeigen, wo sie bei ihren Smartphones die Nutzungszeiten finden können“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Frage 4:&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie lange am Tag benutzt ihr Instagram wirklich? Nutzt dafür wenn möglich euer Smartphone.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Antworten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• gar nicht&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• 0 -30 min&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• 30 - 60 min&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• 1 - 2 Stunden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• 2 - 3 Stunden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Mehr als 3 stunden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammentragen der Ergebnisse:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach erfolgreicher Bearbeitung werden die Ergebnisse besprochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wordcloud:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu erwarten sind sehr nutzerorientierte Antworten. Es ist möglich, dass eine unternehmerische Perspektive in den Antworten erscheint, dementsprechend hervorheben und drauf eingehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frage 2-4:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufbereiten und für Phase 6 Sichern. Unregelmäßigkeiten sind zu besprechen und störende Beiträge sind zu überspringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Phase 3: Auswerten von Nutzerprofilen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die SuS werden in Gruppen eingeteilt und ihnen werden die drei Aufgaben gestellt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Analysiert die Instagram-Profile von LisaLilly und moritzm. Achtet dabei z.B. auf…&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Die Informationen, die sich über die Person finden lassen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Die Interessen der Person&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Widersprüche, die sich finden lassen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anschließend werden ihnen die beiden Profile auf den Rechnern präsentiert, wodurch für die SuS die Aufgabenstellung klar ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Bearbeitungszeit werden die Ergebnisse zusammengetragen. Dabei ist es wichtig inhaltliche Fragen zu klären.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Phase 4: Vortrag&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. &#039;&#039;Was ist Instagrams Geschäftsmodell? Wer sind die Kunden und was ist das Produkt?&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
➔ Frage an die Schüler. Bezug auf die Antwort nehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mögliche Antworten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Kunden: Wir // Unternehmen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Produkt: App // Unsere Daten (Digitale Doppelgänger)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nutzerperspektive // Unternehmensperspektive&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Nutzerperspektive ist die, welche die Leute, die ein Instagram-Profil besitzen und nutzen einnehmen. Diese Perspektive sollte den meisten von euch vertraut sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich möchte mit euch erarbeiten, welche andere Perspektive es noch gibt und wie diese aussieht. (Unternehmensperspektive)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. &#039;&#039;Dazu mache ich einen kleinen Sprung: Die Digitalen Doppelgänger, also das Produkt der Un-ternehmensperspektive, was könnte sich hinter diesem Begriff verbergen und was stellt ihr euch dahinter vor?&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
➔ Brainstorming-Frage für die Schüler. Ergebnisse festhalten und in der darauffolgenden Er-klärung des Begriffs darauf Bezug nehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Zusammenfassend lässt sich etwa ein digitaler Doppelgänger mit folgenden wesentlichen Charakteristika beschreiben: Ein digitaler Doppelgänger (1) bezieht sich auf eine konkrete Person; (2) stellt eine Person anhand spezifischer und begrenzter Merkmale dar – ist also kein vollständiges Abbild; (3) ist inmitten der digitalen Doppelgänger anderer Nutzer*innen zu verstehen; (4) wird durch Zusammensetzen – vor allem implizit – erhobener Daten konstruiert und (5) kann für verschiedene primäre und sekundäre Zwecke genutzt werden.“ &amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;L. Höper and C. Schulte, “Datenbewusstsein im Kontext digitaler Kompetenzen für einen selbstbestimmten Umgang mit datengetriebenen digitalen Artefakten,” in INFORMATIK 2021, 2021, pp. 1623–132. doi: 10.18420/informatik2021-136 .&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. &#039;&#039;Bei der Datenerhebung von Instagram werden Daten mithilfe der Interaktion eines Nutzers mit der App gesammelt und daraus wird der digitale Doppelgänger dann konstruiert. Dabei wird in explizite -und implizite Datenerhebung unterschieden.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
➔ Den Schülern die Konzepte expliziter -und impliziter Datenerhebung erklären.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Es kann also wie folgt unterschieden werden: explizit erhobene Daten, wie etwa durch aktive Eingabe durch Nutzer*innen (v.a. provided data), oder (2) implizit erhobene oder generierte Daten, wie etwa durch Beobachtung oder Tracking oder durch Datenverarbeitungsprozesse (observed, derived und inferred data). Beim Nutzen einer Suchmaschine werden beispielsweise durch die Bestätigung einer Eingabe von Suchbegriffen (explizit erhobene Daten) ebenfalls implizit Daten – z.B. ein Zeitstempel – erhoben. Wichtig zu begreifen ist hier vor allem die implizite Erhebung von Daten, so können etwa durch die Verarbeitung einfacher bereits erhobener Daten auch neue umfangreichere Daten generiert werden, zum Beispiel durch Relationierung dieser Daten mit derer anderer Nutzer*innen.“ &amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Welche Beispiele von Daten fallen euch zu expliziter -und impliziter Datenerhebung ein?&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
➔ Frage zum sammeln von Beispielen an die Schüler. Bezug auf Ergebnisse nehmen und Feh-ler korrigieren&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Was verbirgt sich hinter dem Begriff Vorratsdatenspeicherung?&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
➔ Erklärung des Begriffs und Einbettung in den Kontext.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorratsdatenspeicherung ist ein Begriff, der meint, das Unternehmen riesige Massen an Daten von Nutzern speichern. Im Kontext der Datenerhebung der digitalen Doppelgänger bedeutet das, dass alle Daten, die von einem Instagram-Nutzer erhoben werden, gesammelt gespeichert werden, sodass eine große Masse an Daten für die Verwertung bereit liegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Einblick in die Daten eines Instagram-Nutzers.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
➔ Den Schülern personenbezogene Daten von Instagram eines Instagram-Nutzers zeigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;4. Wie können die erhobenen Daten verwertet werden?&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
➔ Erklärung für die Schüler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hinter der Datenverwertung von Instagram stecken verschiedene Algorithmen, die aus den erhobenen Daten Schlüsse für die jeweiligen einzelnen digitalen Doppelgänger und für Gruppen ziehen. Wie diese Daten genau verwertet werden, welche Gruppenmerkmale definiert und betrachtet werden und wie diese Algorithmen funktionieren ist quasi das Geschäftsgeheimnis von Instagram.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Wie kann so Datenverwertung beispielhaft aussehen?&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
➔ [[Unterricht zu Instagram#Zusätzliche Materialien|Video]] zur Datenverarbeitung zeigen (min 1.30 to min 4.20 and min 7.20 to min 12.00 and min 14.30 to min 16.16).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;5. Wie sieht die Unternehmensperspektive von Instagrams Geschäftsmodell aus?&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
➔ Den Schülern die Unternehmensperspektive von Instagram und die Funktion der App er-klären.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gleiche Frage wie am Anfang wieder: Wer sind die Kunden und was ist das Produkt?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kunden sind Unternehmen evtl. die Daten von Instagram kaufen oder die Möglichkeit Werbung zu schalten kaufen. Das Produkt ist dabei die digitalen Doppelgänger und die damit verbundenen Daten oder die direkte Werbefläche in der App von Instagram-Nutzern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die App hat dabei 2 wesentliche Funktionen, die diesem Geschäftsmodell dienlich sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Datenerhebung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Aufmerksamkeits-Einfang&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Interaktion mit der App kann Instagram Daten von Nutzern erheben und daraus persönliche Interessen und weitere Information erschließen. Durch die gewonnenen Erkenntnisse aus der Datenerhebung kann mit Entertainment Angeboten die Aufmerksamkeit der Nutzer besser eingefangen und für längere Zeit behalten werden. Die verbrachte Zeit der Nutzer in der App fördert wiederum die Datenerhebung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;6. Ergebnissicherung der Schüler&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
➔ Es wird ein Hand-out mit Fragen ausgeteilt ([[Unterricht zu Instagram#Arbeitsblatt 6|AB 6]]). Die Schüler antworten auf die Fragen, sichern so ihre neu-gewonnen Erkenntnisse und tragen anschließend ihre Ergebnisse im Plenum zusammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Phase 5: Gruppenarbeit&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die SuS werden mittels Durchzählens in 5 Gruppen unterteilt. Es folgt die Aufgabenstellung „Erstellt eine Mindmap zur persönlich/gesellschaftlich/unternehmerischen negativen-/positiven Perspektive“ Jeder Gruppe wird anschließend ein eigener Bereich zugewiesen und mit Materialien versorgt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Bearbeitungszeit werden die SuS dazu aufgefordert ihre Ergebnisse als Gruppe vorzustellen und so ihre Mitschülerinnen und Mitschüler zu unterrichten. Falsche oder störende Beiträge sind bereits während der Bearbeitungsphase zu unterbinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Phase 6: Juristische Grundlagen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Bewusster Umgang mit Daten in sozialen Medien – Gesetzliche Grundlagen und eingene Verantwortung&#039;&#039; 5 Minuten Präsentation&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
DSGVO – Datenschutzgrundverordnung der Europäischen Union&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Vorschriften zum Schutz natürlicher Personen bei der Verarbeitung personenbezogener Daten und zum freien Verkehr solcher Daten&lt;br /&gt;
*Schützt Grundrechte und Grundfreiheiten n. Pers.&lt;br /&gt;
*Verordnung der EU&lt;br /&gt;
*Reihe von Gesetzen, vom 25. Mai 2018 an anwendbar&lt;br /&gt;
*befassen sich damit, wie Unternehmen die privaten Daten von Einzelpersonen erfassen und handhaben&lt;br /&gt;
*schützt die Grundrechte und Grundfreiheiten natürlicher Personen und insbesondere deren Recht auf Schutz personenbezogener Daten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
BDSG - Bundesdatenschutzgesetz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Ist die gesetzliche Grundlage zum Datenschutz der BRD&lt;br /&gt;
*Beruht auf dem Grundgesetz Artikel 1 und 2&lt;br /&gt;
*Ergänzt die DSGVO in den Bereichen in denen Spielraum gelassen wurde&lt;br /&gt;
*Umsetzung der Datenschutz-Richtlinien für Polizei und Justiz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ABG – Allgemeine Geschäftsbedingungen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Für eine Vielzahl von Fällen anwendbare vorformulierte Vertragsbedingungen&lt;br /&gt;
*Gesetzliche Regelungen dürfen nur in ABG abgeändert werden, wenn dies zum Vorteil des Kunden geschieht&lt;br /&gt;
*Nutzungsbedingungen von Instagram regeln die Nutzung -&amp;gt; bei Nutzung der App willigt jeder Nutzer vertraglich ein sich an diese zu halten und die Bedingungen von Instagram für die Zurverfügungstellung der App zu akzeptieren&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frage: Wer hat schon mal eine AGB gelesen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Aufgabe – Erkundung der Instagram Nutzungsbedingungen anhand von Leitfragen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
20 Minuten Bearbeitungszeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wann wurden die Nutzungsbedingungen zuletzt gändert?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- 4. Januar 2022&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wo ist Meta als Unternehmen gemeldet?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Irland&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie alt muss jemand sein um Instagram nutzen zu dürfen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Min. 13 Jahre&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie verhält es sich mit den Rechten an deinen Inhalten?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Eigentum an den Inhalten verbleibt beim Nutzer&lt;br /&gt;
*Instagram wird eine NICHT-EXKLUSIV, ÜBERTRAGBARE, UNTERLIZENSIERBARE und WELTWEITE Lizenz erteilt die Inhalte für eigene Zwecke zu nutzen (hosten, verwenden, verbreiten, modifizieren, auszuführen, kopieren, öffentlich vorzuführen oder anzuzeigen, zu übersetzen und abgeleitete Werke davon zu erstellen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Welche Daten erhebt Instagram und wo findet man diese Informationen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Datenrichtlinien von Instagram&lt;br /&gt;
*Inhalte (erstellte und geteilte)&lt;br /&gt;
*Kommunikation / Nachrichtenaustausch (PN, Kommentare…)&lt;br /&gt;
*Registrierungsdaten&lt;br /&gt;
*Meta-Daten&lt;br /&gt;
*Daten der Kamera (wenn über Instagram genutzt) werden synchron ausgewertet („um Filter u.ä. zur Verfügung stellen zu können)&lt;br /&gt;
*VERBINDUNG ZU FACEBOOK (Facebookgruppen)&lt;br /&gt;
*Netzwerke und Verbindungen&lt;br /&gt;
*KONTAKTDATEN wenn synchronisiert&lt;br /&gt;
*Nutzungsdaten (Auswertung der Interaktion mit Inhalten, genutzte Funktionen, Nutzungszeit / -dauer)&lt;br /&gt;
*Transaktionen / Käufe (Zahlungsinformationen, Autentifizierungsinformationen, Abrechnungs-, Versand-, und Kontaktangaben)&lt;br /&gt;
*Informationen die andere über dich bereitstellen&lt;br /&gt;
*Geräteinformationen (HW SW, App und Dateinamen, Mausbewegungen, Hintergrund Apps, Geräte Indentifikationsdaten, Signale wie WLAN, Bluetooth, Funkzellentürme, Geräteeinstellungen (GPS, Kamera, Fotos), Netzwerke und Verbindungen, Cookie-Daten der Geräte von denen auf Instagram zugegriffen wird)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusatzfragen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Wie macht Instagram aus diesen Daten Geld? -&amp;gt; personalisierte Werbung, Statistiken für Unternehmen die die Werbung auf Instagram schalten, persönliche Informationen werden nicht weitergegeben&lt;br /&gt;
*Welche (weiteren) Information hat euch überrascht / schockiert?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5 Minuten Besprechung der Ergebnisse&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Eigene Verantwortung)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2 Minuten Präsentation&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Genau überlegen welche Informationen man über sich selbst und andere in sozialen Netzwerken preisgibt (habt Ihr eure Freunde schon mal gefragt ob es ok ist wenn Ihr ein Foto mit Ihrem Gesicht und Namen (Benutzernamen) postet?)&lt;br /&gt;
*Welchen Eindruck vermittelt mein Profil z.B. für potenzielle zukünftige Arbeitsgeber? Sollte ich das Bild von mir im Vollsuff posten?&lt;br /&gt;
*Konto privat stellen, damit nicht jeder eure Daten einsehen kann&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Phase 7: Zukunftsaussichten&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den SuS wird das Video „Pizzabestellung der Zukunft“ [URL:&amp;lt;&amp;lt;nowiki&amp;gt;https://www.youtube.com/watch?v=VJ0gBVd0HZs&amp;lt;/nowiki&amp;gt;&amp;gt;] präsentiert. Anschließend werden die SuS nach ihrer Meinung gefragt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Fragen sind eher frei gestaltet und orientieren sich an den Aussagen der SuS, welche sie über den Verlauf der Unterrichtseinheit getätigt haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Phase 8: Verabschiedung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Verteilung der Feedbackbögen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Abschluss der Einheit mit Verweis auf Quellenpapier&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Tafelbilder===&lt;br /&gt;
??&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Material für die Profilanalyse===&lt;br /&gt;
??&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Zusätzliche Materialien===&lt;br /&gt;
zu Phase 2:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;https://www.mentimeter.com/features/word-cloud&amp;lt;/nowiki&amp;gt; Word Cloud und Fragestellung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
zu Phase 4:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;https://youtu.be/-YpwsdRKt8Q&amp;lt;/nowiki&amp;gt; Reverse Engineering von Spiegel-Online (33c3)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
zu Phase 7:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;https://youtu.be/VJ0gBVd0HZs&amp;lt;/nowiki&amp;gt; - Pizzabestellung der Zukunft&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Jwiens3</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://eduwiki.cs.upb.de/index.php?title=Unterricht_zu_Instagram&amp;diff=2832</id>
		<title>Unterricht zu Instagram</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://eduwiki.cs.upb.de/index.php?title=Unterricht_zu_Instagram&amp;diff=2832"/>
		<updated>2022-08-15T16:50:54Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Jwiens3: /* Arbeitsblatt 6 */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
Die Nutzung von sozialen Medien steht bei Schülerinnen und Schüler hoch im Kurs. Die meisten verbringen täglich Stunden darin. Zu den aktuell am häufigsten verwendeten Medien-Plattformen gehört Instagram. Viele personenbezogenen Daten werden von den Jugendlichen auf Instagram preisgegeben, ohne dass sie über eventuelle Konsequenzen nachzudenken. Dabei ist Instagram ein [[datengetriebenes digitales Artefakt]], welches die personenbezogenen Daten erhebt und verarbeitet. Es erscheint daher wichtig, vor dem Hintergrund theoretischer Grundlagen des Data-Minings dieses [[Datengetriebenes digitales Artefakt|datengetriebene digitale Artefakt]] aus verschiedenen Perspektiven zu betrachten und dadurch das [[Datenbewusstsein]] der Schülerinnen und Schüler zu fördern. Die Jugendlichen sollen zu einem persönlich bewussten Umgang mit Daten und Social-Media gelangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Steckbrief des Unterrichtsmoduls==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Titel:&#039;&#039;&#039; Datenbewusstsein am Beispiel von Instagram&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Stichworte:&#039;&#039;&#039; [[Datenbewusstsein]], [[Data Science]], Internet-Suchmaschine&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Zielgruppe:&#039;&#039;&#039; Lerngruppen aus Informatikkursen der EF aus der gymnasialen Oberstufe - keine Einschränkung der Klassengröße - sowohl homogene als auch heterogene Zusammensetzung möglich&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Inhaltsfeld:&#039;&#039;&#039; &amp;quot;Informatik, Mensch und Gesellschaft&amp;quot; (insbesondere der Schwerpunkt: [[Datenbewusstsein]]), &amp;quot;Daten und Information&amp;quot;, &amp;quot;Informatiksysteme&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Vorkenntnisse:&#039;&#039;&#039; Dieses Unterrichtsmodul setzt einige wenige Vorkenntnisse der Lernenden voraus. Die Verwendung von sozialen Medien, insbesondere Instagram, sollte gebräuchlich sein. Ebenso sollten auch gewisse Grundkenntnisse und ein grundlegendes Bewusstsein für unterschiedliche digitale datengetriebene Artefakte bestehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Zeitlicher Umfang:&#039;&#039;&#039; 4 Unterrichtsstunden a 45 Minuten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gegenstandsbereich (Fachinhalt) des Unterrichtsmoduls==&lt;br /&gt;
Gegenstand der von uns geplanten und durchgeführten Unterrichtseinheit ist das Konzept des Datenbewusstseins. Dieses didaktische Konzept der informatischen Allgemeinbildung bezieht sich auf die alltägliche Interaktion mit den verschiedensten digitalen datengetriebenen Artefakten und das Bewusstsein für das dabei ablaufende Sammeln und Verarbeiten von Nutzerdaten. Das Ziel des Unterrichts ist, die Schülerinnen und Schüler dazu zu bewegen, die eigene Nutzung digitaler datengetriebener Artefakte zu reflektieren und das theoretische Wissen zu vermitteln, um zu verstehen und zu erkennen, an welchen Stellen Daten mit welchen Methoden gewonnen werden und wozu diese Daten genutzt werden. Durch das Vermitteln dieses Wissens soll erzielt werden, dass die Schülerinnen und Schüler, nach einer kritischen Betrachtung verschiedener Perspektiven, selbstbestimmt und bewusst mit ihren Daten in der Interaktion mit digitalen Datengetrieben Artefakten umgehen und ihre Rechte in Bezug auf diese Daten kennen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Überblick über den Verlauf des Unterrichtsmoduls==&lt;br /&gt;
Die Unterrichtseinheit unterteilt sich neben der Einleitung und der Verabschiedung in sechs didaktisch relevante Einheiten. Da die Einleitung und Verabschiedung, neben der ersten Interaktion mit den SuS, dem „Eisbrechen“ und dem Abrunden der Unterrichtseinheit dient, und keine Lernziele oder Kompetenzen erzielen soll, wird im Verlaufe nicht weiter auf sie eingegangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Unterrichtseinheit ist unterteilt in:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
#Einleitung&lt;br /&gt;
#Vorwissen aktivieren&lt;br /&gt;
#Profilanalyse&lt;br /&gt;
#Vortrag&lt;br /&gt;
#Gruppenarbeit&lt;br /&gt;
#Juristische Grundlagen&lt;br /&gt;
#Zukunftsaussichten&lt;br /&gt;
#Verabschiedung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ziele des Unterrichtsmoduls==&lt;br /&gt;
Beginnend mit dem Aktivieren des Vorwissens sollen die SuS durch die Umfragen und die Auswertungen angeregt werden, sich ihr Nutzungsverhalten, insbesondere ihre Nutzungsdauer, bewusst zu machen und kritisch zu hinterfragen. Dies dient dazu, den Blickwinkel der SuS zu öffnen, um in den folgenden Teilen des Unterrichts den Perspektivwechsel zu erleichtern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anschließend werden sie mithilfe der Profilanalyse mit den beispielhaften Nutzerprofilen konfrontiert, um eine Möglichkeit zu haben, sich mit dem Medium auseinanderzusetzten und eine neue Sicht zu erlangen. Da die zeitliche Beschränkung dazu führt, dass eine eher algorithmische Analyse der Struktur des digitalen datengetriebenen Artefaktes nicht vermittelt werden kann, ist es das Ziel, den SuS eine auf logischem Denken basierende Analyse eines Profils zu vermitteln und den SuS ein Gefühl für die Menge an Informationen zu geben, welche aus einem Profil gewonnen werden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem darauffolgenden Vortrag ist es das Ziel, dass die SuS ein Verständnis für den breiteren Kontext des Datengeschäfts erlangen und Fachbegriffe wie „digitaler Doppelgänger“, „Vorratsdatenspeicherung“, „explizite -und implizite Datenerhebung“ mit eigenen Worten erklären und miteinander in Verbindung bringen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Danach ist es das Ziel mittels einer Gruppenarbeit, dass die SuS die verschiedenen Perspektiven und Akteure der Datenverarbeitung kennenlernen und sich in diese hineinversetzen. In der Gruppenarbeit diskutieren sie dann über diese und beim späteren Zusammentragen evaluieren sie die Ziele anderer Akteure und wägen sie mit den eigenen ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun im Abschnitt der juristischen Grundlagen ist es wichtig, die Schülerinnen und Schüler über ihre Rechte in Bezug auf ihre Daten in sozialen Medien aufzuklären. Dazu wird wir kurz auf die theoretischen Grundlagen eingegangen, die es zum Thema DSGVO der EU, BDSG und AGB zu wissen gibt. Die Schülerinnen und Schüler erweitern dadurch nicht nur ihr Fachvokabular, sondern lernen auch, dass sie in Bezug auf den Schutz ihrer personenbezogenen Daten nicht allein gelassen werden. Darauf folgt eine selbständige Arbeitsphase, in welcher die Schülerinnen und Schüler sich die Nutzungsbedingungen von Instagram raussuchen und anhand von Leitfragen erkunden. Die Schülerinnen und Schüler sollen aus dieser Aufgabe lernen, AGB oder Nutzungsbedingungen nach den relevanten Informationen zu scannen und erkennen, wie wichtig es ist, die Vertragsbedingungen, um die es sich dabei handelt, zu erkennen und um in der Lage zu sein, selbstbestimmt und verantwortungsvoll mit den eigenen Daten auf einer Plattform wie Instagram umzugehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Letztendlich ist es die Aufgabe der Zukunftsaussichten, dass die SuS aufmerksamer für neue Entwicklungen im Bereich der Datenverarbeitung werden und reflektieren können, welche der aufgezeigten Zukunftsaussichten möglich und/oder realistisch sind. Dabei entwickeln sie ein Bewusstsein für die Gefahren und Chancen, die eine Weiterentwicklung digitaler datengetriebener Artefakte in eine bestimmte Richtung mit sich bringen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Sachanalyse des Unterrichtsmoduls==&lt;br /&gt;
[[Datei:Dualitätsrekonstruktion zum digitalen datengetriebenen Artefakt Instagram.png|mini|675x675px|Dualitätsrekonstruktion zum digitalen datengetriebenen Artefakt Instagram]]&lt;br /&gt;
Die verschiedenen Unterrichtselemente beschäftigen sich mit unterschiedlichen Inhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorwissen aktivieren: Es werden anonyme Umfragen zum aktuellen Wissensstand und zu den Nutzungsgewohnheiten der SuS von Instagram durchgeführt, um in die Thematik der Unterrichtseinheit einzuleiten und die Ergebnisse anschließend auszuwerten und im Verlauf der folgenden Unterrichtselemente wieder aufzugreifen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Profilanalyse: Die beiden Profile stellen beispielhafte Nutzer dar. Sie sind sehr stereotypisch und mit einem chronologischen Gedanken entwickelt worden, um den SuS eine klare und eher einfach zu erschließende Plattform zu präsentieren. So ergibt sich idealerweise, mithilfe der Bearbeitungszeit, eine Struktur passend zum Analyseprozess und die SuS haben so die Möglichkeit, das eigene Verhalten auf der Plattform zu reflektieren und eine Verbindung zwischen kommerziellen Aspekten und Inhalten der Plattform herzustellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vortrag: Der Inhalt schließt sowohl die Nutzer- als auch die Unternehmensperspektive von Instagrams Geschäftsmodell ein, welche Rolle digitale Doppelgänger in diesem spielen, wie diese konstruiert werden und zu welchen Zwecken sie verwendet werden können. Digitale Doppelgänger beziehen sich auf eine konkrete Person und bestehen aus den gesammelten personenbezogenen Daten der jeweiligen Person. Dabei ist der digitale Doppelgänger nur begrenzt genau in der Abbildung der Realität. Die Daten des digitalen Doppelgängers werden mittels der Instagram App in diesem Beispiel erhoben. Dafür wird in explizite -und implizite Datenerhebung unterschieden. Explizit sind die Daten, die der Nutzer aktiv zum Zweck Daten zur Verfügung zu stellen eingibt. Implizit sind die Daten, die durch Beobachtung, Tracking gewonnen werden oder vom Nutzer mit einem anderen primären Zweck als Daten zur Verfügung zu stellen eingegeben wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gruppenarbeit: Die Gruppenarbeit beschäftigt sich mit den Vorteilen und Nachteilen der Datenverarbeitung aus Sicht der Privatnutzer, der Gesellschaft und der Unternehmen. Die Gruppen haben dazu Arbeitsblätter mit erdachten und / oder realen Szenarien und Situationen bekommen, aus welchen die SuS Vor- oder Nachteile formulieren sollen, die sich durch die technologie Vorratsdatenspeicherung ergeben könnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Juristische Grundlagen: Die seit dem 25. Mai 2018 bestehenden Vorschriften der DSGVO schützen die Grundrechte und Grundfreiheiten natürlicher Personen auf EU-Ebene und lassen dabei Spielraum an einigen Stellen für ihre Mitgliedsstaaten. Es wird insbesondere geregelt, wie Unternehmen die privaten Daten von Personen erheben und verarbeiten. Auf Bundesebene setzt dann das BDSG an und beruht auf den Artikeln 1 und 2 des Grundgesetzes. Speziell wird im BDSG auch die Umsetzung der Datenschutz-Richtlinien der EU für Polizei und Justiz geregelt. Während es sich bei der DSGVO und dem BDSG um Vorschriften und Gesetze handelt, sind die AGB für eine Vielzahl von Fällen anwendbare vorformulierte Vertragsbedingungen, die jedes Unternehmen als eine Vertragspartei im Rahmen der in Deutschland herrschenden Vertragsfreiheit festlegt. In den AGB darf von gesetzlichen Regelungen nur abgewichen werden, wenn dies zum Vorteil des Kunden geschieht. Bei Instagram handelt es sich hierbei um sogenannte Nutzungsbedingungen, denen jeder Nutzer beim Erstellen eines Profils und bei jeder Änderung zustimmt und einwilligt, sich vertraglich an diese zu halten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zukunftsaussichten: In einem Video wird der Zugriff auf persönliche Daten, wie z. B. Daten der Krankenkasse, Adresse und Finanzinformationen, durch einen Pizza-Lieferdienst der Zukunft dargestellt. Dieser Zukunftsausblick dient als Diskussionsgrundlage der folgenden Plenumsdiskussion, welche durch die Lehrperson moderiert wird. Es werden die einzelnen im Video angesprochenen Möglichkeiten der Datenverarbeitung einzeln betrachtet und ein Einblick in schon heute mehr oder weniger gängige Praktiken in den jeweiligen Bereichen gegeben. So wird z. B. das Krankenkassen-Modell angesprochen, welches mithilfe einer Fitness-Uhr die gesundheitsrelevanten Daten der Versicherungsnehmer auswertet und anhand dieser die Höhe der Beiträge reguliert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Didaktische Begründung des Unterrichtsmoduls==&lt;br /&gt;
Die verschiedenen Unterrichtselemente verwenden unterschiedliche Methoden und werden deshalb im Folgenden einzeln betrachtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorwissen aktivieren: Das Aktivieren des Vorwissens erfüllt den Zweck, dass die SUS sich eigene Gedanken zu dem Thema machen und somit sie selbst und die Lehrperson sich ein Bild vom bisherigen Wissenstand machen können, sodass manche Themenbereiche im Verlauf der Unterrichtseinheit vielleicht aufgegriffen werden können. Mit dem digitalen Hilfsmittel Mentimeter können die Ergebnisse einfach eingesehen und übersichtlich für das Plenum präsentiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Profilanalyse: Bei der Profilanalyse ist es essenziell, dass die SuS sich selbst mit dem digitalen Artefakt auseinandersetzen. Da die Analyse der Profile mithilfe der Instagram-Plattform höchstwahrscheinlich zu Unruhe führen würde, werden die Profile anhand einer PDF-Datei zu Verfügung gestellt. Daraus folgt, dass die SuS sich über mehrere Minuten mit den Profilen inhaltlich auseinandersetzen müssen und somit als Lernprodukt unbewusst eine Methodik der Profilanalyse erstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vortrag: Für diesem Abschnitt wurde die Methode des Lehrervortrags gewählt, zum einen damit es Abwechslung in der Unterrichtsgestaltung gibt, zum anderen, weil diese Methode der Erfüllung der Lernziele am ehesten gerecht wird. Die einzelnen Fachbegriffe könnte man den SuS auch in Sachtexten zur Selbsterschließung näherbringen, jedoch bietet der Vortrag die Möglichkeit, diese zusammenhängend als großes Ganzes darstellen, viel eher und natürlicher als andere Methoden. Zum Schluss sollen die SuS die gehörten und trotzdem gelernten Inhalte mit eigenen Worten wiedergeben, wodurch die Lernfortschritte noch einmal gefestigt werden und die Lehrperson einen Überblick über den Lernfortschritt der SuS bekommt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gruppenarbeit: Mit einer Gruppenarbeit wird eine Diskussion der SuS untereinander gefördert. Da es hier um etwas stark Meinungsbasiertes geht, lernen die SuS in einer Gruppenarbeit und im Austausch mit anderen SuS am besten, welche Aspekte der Datenverarbeitung für sie selbst besonders wichtig erscheinen und wie sie sie gegen die eigenen Interessen abwägen. In der Diskussion mit anderen Sus sind sie zudem freier und weniger in der Erarbeitung gezwungen, gewisse Inhalte zu erschließen. Somit kommen auch Aspekte zu tragen, die normalerweise nicht aufkommen würden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Juristische Grundlagen: Die gewählte Methode des kurzen Vortrages zur Vermittlung der theoretischen Grundlagen ist der Kürze der Zeit geschuldet, da sich in so einem Vortrag in kürzerer Zeit mehr Informationen verpacken lassen, als wenn die Schülerinnen und Schüler sich diese selbst anhand von Materialien erarbeiten würden. Eine andere Methode wäre hier nachhaltiger, wir haben allerdings eine gute Balance aus zeitlicher und inhaltlicher Effektivität gesucht. Allerdings werden die Schülerinne und Schüler durch Fragen der Lehrperson mit einbezogen, um den frontalen Charakter dieser Form des Unterrichts etwas aufzulockern. Das Erkunden der Nutzungsbedingungen anhand von Leitfragen dient dem Zweck, dass die Schülerinnen und Schüler unter Anleitung die Erfahrung sammeln, wie umfangreich solche Vertragsbedingungen in der Realität sind. Außerdem wird hier die Brücke zwischen Theorie und Praxis geschlossen, indem die Schülerinnen und Schüler eine AGB kennenlernen, die für sie in ihrer Lebenswelt tatsächlich relevant ist, den meisten aber wenig oder nicht bekannt ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zukunftsaussichten: Um die SUS wieder neu zu motivieren, soll das Video eine Abwechslung zu den vorherigen Vorträgen sein und die Aufmerksamkeit wieder konzentrieren. Die Diskussion der Inhalte des gezeigten Videos im Plenum führt zu einem Austausch der verschiedenen Sichtweisen und kann den SuS bei der Bildung einer eigenen Meinung helfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Überblick über den Unterrichtsverlauf==&lt;br /&gt;
Das Unterrichtsmodul mit den zentralen Aktivitäten, inhaltlichen Schwerpunkten und Fachinhalten in den verschiedenen Phasen wird in der nachfolgenden Grafik zur Übersicht und Orientierung zusammengefasst. Die Materialien, wie etwa Arbeitsblätter und ergänzende Informationen, der verschiedenen Phasen sind in der Tabelle verlinkt.&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+&lt;br /&gt;
Eine 20 min Pause wird flexibel eingeplant. Dabei wird auf den Zustand der SuS und speziell auf ihre Leistungen nach dem Vortrag geachtet. Voraussichtlich befindet sich die Pause nach Phase 4.&lt;br /&gt;
!Zeit (min)&lt;br /&gt;
!&amp;lt;big&amp;gt;PHASEN&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
!&amp;lt;big&amp;gt;INHALTLICHE SCHWERPUNKTE/OPERATIONEN&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
!&amp;lt;big&amp;gt;SOZIAL-/AKTIONSFORM&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
!&amp;lt;big&amp;gt;MEDIEN&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
!INTENTIONEN U. BEGRÜNDUNGEN&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|5&lt;br /&gt;
|1 Einleitung&lt;br /&gt;
|1.1 Einleiten der SuS in das Thema&lt;br /&gt;
1.2 Vorstellungsrunde, jeder erzählt einen „Digitalen Fakt“ von sich (Siehe Anhang),&lt;br /&gt;
1.3 Unterricht eindeutig machen mittels eines roten Fadens(Roadmap)&lt;br /&gt;
|Interaktiver Vortrag&lt;br /&gt;
|Whiteboard&lt;br /&gt;
|Die Transparenz des Unterrichts dient der Förderung der Mitarbeit, außerdem dient der „Eisbrecher“ der Lockerung der Stimmung.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|15&amp;lt;br /&amp;gt;(10)&amp;lt;br /&amp;gt;(5)&lt;br /&gt;
|2 Vorwissen aktivieren&lt;br /&gt;
2.1 Ausfüllen Mentimeter&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.2 Besprechung&lt;br /&gt;
|Den SuS werden mittels Mentimeter gezielte Fragen zum Vorwissen gestellt. Die Ergebnisse werden als 3 Charts und eine Wordcloud ausgegeben. Die Fragen befinden sich im Anhang.&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einzelarbeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
PC&amp;lt;br /&amp;gt;Beamer&lt;br /&gt;
|Die Aktivierung des Vorwissens bereitet die SuS auf die Lernphase vor. So wird die Qualität der Lernprodukte gesteigert.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|25&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;(15)&amp;lt;br /&amp;gt;(5)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(5)&lt;br /&gt;
|3 Auswerten von&lt;br /&gt;
Nutzerprofilen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.1 Analyse der Profile&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.2 Austausch über Profile&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.3 Sicherung&lt;br /&gt;
|Die SuS in zwei Gruppen unterteilt, in denen sie in EA ein zugeteiltes Instagram Profil analysieren sollen. Dies soll in drei Schritten geschen. So lernen sie, über die Informationen&lt;br /&gt;
über die Person und die Interessen, indirekt die Themenbereiche der expliziten und impliziten Datenerhebung kennen.&lt;br /&gt;
|Einzelarbeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Partnerarbeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
|PC &amp;amp; AB 7&lt;br /&gt;
PC &amp;amp; AB 7&amp;lt;br /&amp;gt;Beamer&lt;br /&gt;
|Die SuS erfahren durch die eigene Arbeit wie einfach es ist Daten über das Profil zu sammeln und können so die Verbindungen zu eigenen Profilen knüpfen. Außerdem lernen die SuS die Verbindung zwischen einem Profil und der Datenerhebung kennen.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|25&lt;br /&gt;
(10)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(8)&amp;lt;br /&amp;gt;(2)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(5)&lt;br /&gt;
|4 Vortrag&lt;br /&gt;
4.1 Vorstellung 1&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.2 Vertiefung (Videos)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.3 Vorstellung 2&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.4 Sicherung&lt;br /&gt;
|Die Thematik des digitalen Doppelgängers und die dazugehörigen Methodiken.&lt;br /&gt;
Das Vorstellen der „tatsächlichen“ Daten, welche Instagram verarbeitet. Außerdem werden Einschnitte aus „SpiegelMining&lt;br /&gt;
– Reverse Engineering von Spiegel Online (33c3)“ präsentiert.&lt;br /&gt;
|Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
Lehrkörper/Klasse&amp;lt;br /&amp;gt;Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
|Whiteboard&lt;br /&gt;
Beamer&amp;lt;br /&amp;gt;Whiteboard&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Unterricht zu Instagram#Arbeitsblatt 6|AB 6]]&lt;br /&gt;
|Die SuS lernen Fachsprache und Thematik genauer kennen und sehen an einem Beispiel wie Daten erhoben und verarbeitet werden können. Außerdem werden sie lernen dies mit den eigenen Daten in den Kontext zu stellen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|45&lt;br /&gt;
(30)&amp;lt;br /&amp;gt;(15)&lt;br /&gt;
|5 Gruppenarbeit&lt;br /&gt;
5.1 Erarbeitungsphase&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5.2 Sicherung&lt;br /&gt;
|Die SuS werden zunächst mittels durchzählen in 5 Gruppen aufgeteilt. Jede Gruppe bekommt eine Perspektive zugeteilt, zu der sie ihre Gedanken in Form einer Mindmap aufschreiben soll (gesellschaftlich positiv, gesellschaftlich negativ, persönlich positiv, persönlich negativ, unternehmerische Sicht). Dazu werden Beispieltexte mit Fallbeispielen gestellt, die als Inspiration dienen sollen, aus denen aber auch Teile übernommen werden dürfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anschließend werden die Ergebnisse im Plenum den anderen Gruppen präsentiert und diskutiert.&lt;br /&gt;
|Gruppenarbeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
|AB 1-5&lt;br /&gt;
Plakate&lt;br /&gt;
|Den SuS werden auf einem Spektrum die Vor- und Nachteile nahegebracht. So werden sie in einen Diskurs gebracht und haben die Möglichkeit über das eigene Verhalten abzuwägen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|30&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;(5)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;(20)&amp;lt;br /&amp;gt;(5)&lt;br /&gt;
|6 Juristische Grundlagen&lt;br /&gt;
6.1 Thematische Einführung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.2 Erarbeitungsphase 6.3 Sicherung&lt;br /&gt;
|Kurzer Faktencheck zum Thema AGBs und juristische&lt;br /&gt;
Grundlagen (DSGVO, BDSG), Erkundung der AGBs von&lt;br /&gt;
Instagram anhand von Leitfragen. Das Ziel ist folgende Fragestellung beantworten zu können: Wie gehe ich Verantwortungsvoll mit meinen Daten um?&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einzelarbeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beamer&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
PC&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beamer&lt;br /&gt;
|Die SuS lernen ihre eigenen Rechte und Pflichten bei der Nutzung von Instagram kennen. Außerdem werden ihnen&lt;br /&gt;
Möglichkeiten gezeigt sich besser zu schützen, welches einen datenbewusteren Umgang fördert.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|10&lt;br /&gt;
|7 Zukunftsaussichten&lt;br /&gt;
7.1 Beispielperspektive&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.2 Diskussionsrunde&lt;br /&gt;
|Video: „Pizzabestellung der Zukunft“ - Wie realistisch ist das?&lt;br /&gt;
Besprechen der Zukunftsperspektiven von Big Data, Diskussion im Plenum&lt;br /&gt;
|Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
|Beamer&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;Beamer&lt;br /&gt;
|Die SuS machen sich ein Bild von unterschiedlichen Zukunftsaussichten.&lt;br /&gt;
Dadurch können sie unterschiedliche&lt;br /&gt;
Entwicklungen besser einschätzen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|5&lt;br /&gt;
|8 Verabschiedung&lt;br /&gt;
8.1 Feedback&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8.2 Abmoderation&lt;br /&gt;
|Feedbackbögen: Die SuS nennen, was ihnen gefallen hat und was ihnen nicht gefallen hat. Anschließend folgt die Abmoderation.&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
Einzelarbeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
|Feedbackbogen&lt;br /&gt;
|Dient der Reflektion über den Inhalt.&lt;br /&gt;
Schluss&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Beschreibungen ausgewählter Materialien==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Arbeitsblätter===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Arbeitsblatt 1====&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Gesellschaftliche Auswirkungen - negativ&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Aufgabe: Lest die drei Beispieltexte und erstellt eine Mindmap für die negativen Auswirkungen auf die Gesellschaft. Dafür könnt ihr euch auf die Texte und euer eigenes Wissen beziehen. Ihr habt 30 min. Bearbeitungszeit.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[1]Die Regierung des Nord-Südlich gelegenen Landes Arstotzka hat ein Problem – die eigenen Bürger waren zu lange dem Einfluss des Westens ausgesetzt, und fangen an, unangenehme Fragen an die Regierung zu stellen. Der Geheimdienst brauch ein Upgrade. Die Regierung beschließt ein Überwachungsprogramm in Zusammenarbeit mit den besten IT-lern des Landes. Innerhalb von 5 Jahren soll das Internet komplett unter die Kontrolle der Regierung gebracht werden. Nicht nur wird ein großer Filter um das Internet gelegt, der Regierungsunkonforme Inhalte entfernt, es wird auch für jeden Bürger ein Profil angelegt, welches mit allen Aktivitäten dieser Person gefüttert wird. Dazu werden alle Daten erfasst und ausgewertet, die die Person im Internet von sich preisgibt. Dazu zählen auch eigentlich verschlüsselt geglaubte Daten, denn Hersteller von technischen Geräten werden dazu verpflichtet, eine Hintertür für die Regierung in ihren Geräten einzubauen. Textnachrichten, Bilder, Standortdaten, Kontakte etc. werden komplett ausgewertet. Bürgern wird je nach Aktivität eine Punktezahl zugeteilt, bei Regierungsunkonformen Aktivitäten wird die Punktezahl gesengt, bei &amp;quot;gutem Verhalten&amp;quot; steigt er. Bürger mit einem niedrigen Punktestand werden Leistungen wie Kredite, Sozialhilfe und Wohnungssuche erschwert, sie werden eventuell sogar festgenommen. Bürger mit einer hohen Punktezahl bekommen Boni, wie günstigere Kredite. Ganze Websites werden verbannt oder an das Parteibuch angepasst, darunter auch Grenzen bei Google Maps, sogar die Wikipedia wird regierungskonform nachgebaut. Das Land Arstotska ist ein Extrembeispiel und viele andere Länder auf der Erde verurteilen dies öffentlich, doch selbst westliche Länder und einige Unternehmen schielen gespannt auf Teile dieser Technologie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[2]In den USA sind mal wieder Wahlen. Die Bürger des Landes sehen sich oft als Vorreiternation für Demokratie, da das Land auf den Prinzipien der freien und geheimen Wahl gegründet wurde. Doch nach der Wahl kommt ein großer Skandal ans Licht:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Unternehmen Cambridge Analytica wertete Nutzerdaten verschiedener sozialer Netzwerke aus und bestimmte so, wer eher für Trump, welcher eher für Clinton stimmen würde, und wie sicher der Nutzer das tun würde. Das Unternehmen war mit ihrer KI so weit, dass es anhand des Gesichtsausdrucks auf Fotos mit einer erhöhten Genauigkeit feststellen konnte, welche Sexualität die Person hat und welche Partei sie wahrscheinlich wählen würde. Einflussreiche Trump Unterstützer bezahlten das Unternehmen für gezielte Trump-Werbung an unentschiedene Wähler und für das gezielte Schalten von Negativberichten über Clinton an Demokratenwähler. Das schlimmste dabei – die meisten ausgewerteten Daten waren öffentlich zugänglich (ein Teil wurde allerdings auch über eine Datenlücke erworben). Russland sind ähnliche Einmischungen nachgewiesen worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[3]Die Techniker Krankenkasse hat einiges an Konkurrenz. Um einen Wettbewerbsvorteil zu haben, denkt die Chefetage intensiv darüber nach, wie sie die Preise für ihre Kunden besser kalkulieren können. Es braucht nicht viel Überlegung, um festzustellen, dass gesunde Kunden die profitabelsten sind. Wer die Versicherung nicht braucht, der kostet auch nichts. Um diesen Typ Kunden zu finden, und durch Beitragsvorteile an sich zu binden, startet die TK ein Bonusprogramm, bei dem man Punkte bekommt, wenn man gesundheitliche Daten von sich hochlädt oder sich von einem Arzt der TK durchchecken lässt. Diese Punkte können in Ersparnisse auf den Beitrag umgewandelt werden. Raucher, Menschen mit einer ungesunden Ernährung und natürlich auch Menschen mit Behinderungen können so als Risikopatienten für die Kasse erkannt werden. Noch ist das System freiwillig, doch weitere Ideen der Datenerhebung sind in ständiger Diskussion.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Arbeitsblatt 2====&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Gesellschaftliche Auswirkungen - positiv&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Aufgabe: Lest die drei Beispieltexte und erstellt eine Mindmap für die positiven Auswirkungen auf die Gesellschaft. Dafür könnt ihr euch auf die Texte und euer eigenes Wissen beziehen. Ihr habt 30 min. Bearbeitungszeit.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[4]Datenanalysten erforschen eine Art &amp;quot;Pre-Crime&amp;quot; KI. Sie analysieren Bürger in gewissen Bereichen der Stadt mithilfe von Kameras und errechnen daraus Wahrscheinlichkeiten auf ein eventuelles Verbrechen, und ob bereits vorher Polizisten entsendet werden sollen, bzw. welche Personen kontrolliert werden sollen. Wenn alles optimal funktioniert, empfiehlt der Bordcomputer einem Polizisten, wo er öfter Streife fahren muss, und kann so Verbrechen vorbeugen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[5]Das Land USB hat relativ lockere Datenschutzgesetze. Davon profitieren hauptsächlich Softwareunternehmen, welche dadurch in die Region gelockt werden und gigantische Umsätze verbuchen können. Daten sind eben ein lukratives Geschäft, und die Daten werden schließlich größtenteils freiwillig preisgegeben. Es entstehen viele Arbeitsplätze in den USB, und die Steuereinnahmen sind auch nicht zu verachten. Es gibt sogar einen berühmtes Tal, in der sich die datenhungrigen TechUnternehmen niedergelassen haben, das Aluminium Valley.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[6]Ein bekannter deutscher Enthüllungsjournalist und Comedian vom ZDF bereitet eine Sendung über den erfolgreichen Investor Armin Sabov vor. Sein Team und er begeben sich auf Recherche. Durch einen Mix aus Datenleaks und vielen Artikeln aus der Vergangenheit dauert es nicht lange, bis sie einige erschreckende Zusammenhänge und Machenschaften erkennen können und das Netzwerk Sabovs komplett durchleuchten können. Auch werden unter den Daten seitenlange Excel Tabellen gefunden, die die Finanzströme Sabovs darstellen. Durch Analysetools kann sogar daraus ein Steuerbetrug nachgewiesen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[7]Island hat ein kleines Problem. Seit die Wikinger das Land vor 1100 Jahren besiedelten, blieben die Bewohner der Insel meistens unter sich. Kein Wunder also, dass die 334.000 Einwohner ein Inzest-Problem haben. Eine App hilft, ungewollte Begegnungen beim Daten zu vermeiden. Sie zeigt dem Nutzer nach der Eingabe des Namens des Gegenübers den Stammbaum der Person an. So kann man leicht überprüfen, ob man über zu wenige Ecken miteinander verwandt ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Arbeitsblatt 3====&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Persönliche Auswirkungen - negativ&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Aufgabe: Lest die drei Beispieltexte und erstellt eine Mindmap für die negativen Auswirkungen auf das Individuum. Dafür könnt ihr euch auf die Texte und euer eigenes Wissen beziehen. Ihr habt 30 min. Bearbeitungszeit.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[8]Jan hat gerade sein Abi bestanden, und verlässt motiviert die Schule. Mit seiner 2,4 ist er vollkommen zufrieden, und möchte, bevor er ins Berufsleben einsteigt, sich eine kleine Auszeit nehmen. In dieser Zeit feiert er oft und ist viel bei Freunden. Nach einigen Wochen bewirbt er sich bei einem lokalen Unternehmen, welches Elektrobauteile für Roboter herstellt. Dort wollte er schon lange arbeiten, und er wird auch direkt zum Bewerbungsgespräch gerufen. Er weiß, dass die Posten hart umkämpft sind, sieht sich aber guter Dinge und ist vorbereitet. Das Bewerbungsgespräch lief eigentlich gut, doch der Arbeitgeber befragt ihn plötzlich über einige Fotos, die er im Internet aus Jans Vergangenheit gefunden hat. Die Fotos sind nicht mal seine eigenen, Freunde haben wohl Fotos von ihm im Suff als Schnapsleiche gemacht, auch wie er sich Pillen auf einem Konzert einschmeißt und sich über eine Kloschüssel gebeugt erbricht. Die Fotos nutzt der Arbeitgeber als Begründung, dass Jan vielleicht doch eher nicht ins Unternehmen passe, da seine Zuverlässigkeit zu hinterfragen ist. Die Fotos hat er über entsprechende @-verlinkungen auf Jans instagramm Account gefunden. Später googelt Jan frustriert, ob der Arbeitgeber das überhaupt darf, und findet die Story einer Frau, die von ihrem Job gefeuert wurde aufgrund von rassistischen Äußerungen im Netz, die Jahre zurückliegen, und einen Verweis auf §26 BDSG, der besagt, dass tasäschlich legal ist, was Jan und Alice dort passiert ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[9]Lina besucht das Städtische Gymnasium Hannover und hat seit einem Jahr einen Freund. Schon seit einiger Zeit schicken sie sich ab und an mal Nacktfotos hin und her. Sie war eigentlich immer sehr glücklich, aber als es über einige Zeit nicht mehr gut läuft, beschließt Lina, Schluss zu machen. Ihr Freund ist sichtlich sauer und nicht glücklich über diese Nachricht, habe er doch sehr viel für diese Beziehung gegeben. Einige Tage später erfährt sie, dass jene Nacktbilder und sogar ein Sexvideo in der ganzen Schule, ja in der ganzen Stadt unter Jugendlichen im Umlauf sind. Selbst als sie ihre Eltern und die Polizei einschaltet, hilft es nichts. Der Schaden ist angerichtet, und kann nicht mehr rückgängig gemacht werden. Selbst ein paar Jahre später, als sie umgezogen ist, begegnen ihr die Fotos und Videos immer wieder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[10]Emma ist gebürtige Amerikanerin und wohnt noch bei ihren Eltern. Eines Tages schickt die Kette &amp;quot;Target&amp;quot;, bei der sie öfter einkauft, einen Brief zu ihr nach Hause. Eine Werbeanzeige, die ihr dazu gratulierte, bald eine Mutter zu werden, zusammen mit einigen Empfehlungen für entsprechende Produkte. Der Grund für den Brief war das Kaufverhalten von Emma, welches mit dem einer Schwangeren übereinstimmte. Die dafür notwendigen Daten wurden von Target erhoben. Der Vater war außer sich und beschwerte sich bei Target für die Werbung, die zudem ja gar nicht stimmte, da seine Tochter gar nicht schwanger sei. Ein paar Tage später wurde bekannt, dass die Tochter zu diesem Zeitpunkt tatsächlich schwanger war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Arbeitsblatt 4====&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Persönliche Auswirkungen - positiv&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Aufgabe: Lest die drei Beispieltexte und erstellt eine Mindmap für die positiven Auswirkungen auf das Individuum. Dafür könnt ihr euch auf die Texte und euer eigenes Wissen beziehen. Ihr habt 30 min. Bearbeitungszeit.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[11]Michael ist Schüler am Leopoldinum in Detmold. Er ist neu zugezogen und hat noch keine wirklichen Freunde, er ist aber schon in der WhatsApp Gruppe der Klasse. Um sich ein wenig zu vernetzen installiert er sich zum ersten Mal Instagram, kostet ja nix. Nachdem er sich einen Account erstellt hat, bekommt er direkt ein paar Freundschaftsvorschläge. Michael erkennt die Profilbilder und Nutzernamen teilweise wieder, und schaut sich die Profile seiner Klassenkameraden mal genauer an. Er findet das Profil von Achim, seine neuen Posts enthalten teilweise Fotos über das neue Eldenring-Videospiel, welches er auch gerade spielt. Zum Austausch schreibt er ihn an und chattet ein wenig mit ihm. Daraufhin werden auch seine Freundschaftsvorschläge auch genauer, und er entdeckt mehr Klassenkameraden, mit denen er etwas gemeinsam hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[12]Jenny ist Künstler und folgt einigen anderen Künstlern auf Instagram. Während sie so durch ihre Timeline scrollt bleibt sie bei einem Post länger als üblich stehen, und sieht sich das getragene T-shirt in extrem buntem und auffälligen Design einer Frau an, die ihr gemaltes Bild präsentiert. Ein paar Sekunden später scrollt sie schon weiter, die nächste Werbeanzeige, die sie bekommt, ist von einem Onlineshop, welcher ähnliche Kleidungsstücke anbietet. Sie ist interessiert, und schaut sich die Website des Anbieters genauer an, kauft am Schluss dort sogar ein paar Ohrringe und zwei T-Shirts, die sie extrem schön findet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[13]Emir hat sich zum Start des Semesters bei der Uni eingeschrieben, und bevor es los geht möchte er sich noch einen Laptop kaufen, um bei den Vorlesungen mitschreiben zu können. Ein neues Handy kauft er sich dabei gleich auch. Die Einrichtung dieser neuen Geräte fällt ihm nicht schwer, schließlich muss er sich nur mit seinen verschiedenen Accounts anmelden, alle anderen Einstellungen, die er getätigt hat, werden von seinen alten Geräten übertragen. Später setzt er sich dann in die Bahn von Paderborn nach Detmold auf dem Weg zu einem Freund. Bahnfahren ist langweilig, und daher beschäftigt er sich während der Fahrt mit seinem neuen Handy und scrollt durch seine Instagram Reels. Dadurch, dass der Algorithmus genau versteht, was er mag, und was ihn unterhält, kommt es ihm die Zugfahrt deutlich kürzer vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Arbeitsblatt 5====&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Auswirkungen auf die Unternehmen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Aufgabe: Lest die drei Beispieltexte und erstellt eine Mindmap für die Perspektive der Unternehmen. Dafür könnt ihr euch auf die Texte und euer eigenes Wissen beziehen. Ihr habt 30 min. Bearbeitungszeit.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[14]Florian ist Vorsitzender eines Unternehmens, welches Instrumente und Zubehör verkauft. Er lässt auf seiner Website viele Nutzerdaten erheben, und diese automatisch auswerten. Dank dieser Daten weiß er genau, welche Ware gerade viel gekauft wird, und welche er aus dem Sortiment streichen kann, welche er auf die Frontpage packen kann, und von welchen er mehr bestellen muss. Er weiß aber auch, welche Kunden sich Artikel als Favoriten markiert haben, oder länger angesehen haben. Denen schickt er über einen Newsletter und über bezahlte Werbung bei Google gezielt Werbung für diese Produkte. Letztens hat er einen massiven Fehlkauf gemacht, und zu viele Gitarren eines eher unbeliebten Modells bestellt. Durch eine massive Werbekampagne an Nutzer, die laut Nutzerdaten eine neue Gitarre suchen und sich eher weniger auskennen, konnte er die Gitarren jedoch schnell wieder loswerden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[15]Herr Mosseri muss Erfolge melden – in letzter Zeit stagniert Instagram, die Umsätze steigen nur langsam. In einem Vorstandstreffen wird eine neue Strategie beschlossen, die bereits für das chinesische Unternehmen Tik-tok funktioniert hat – kurze Videos in Feeds, perfekt zugeschnitten für den Nutzer. Instagram in diesem Meeting zu einer Fast-Entertainment Plattform umgestaltet. Unter dem Namen &amp;quot;Reels&amp;quot; werden neue Feeds eingeführt, mit Videos von maximal 10 Sekunden Länge. Alle paar Videos gibt es eine Werbeanzeige. Durch die Kürze der Videos und die Nutzerdaten, die Instagram von ihren Nutzern verwertet, kann ohne größeren Aufwand ein sich stetig weiter verbessernder, flexibler Feed angezeigt werden. Nutzer verbringen mehr Zeit auf der Plattform, und sehen damit deutlich mehr Werbeanzeigen. Die Meta Kurse steigen 2020 auf Rekordhöhen, nicht zuletzt dank der Veränderungen bei Instagram.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[3]Die Techniker Krankenkasse hat einiges an Konkurrenz. Um einen Wettbewerbsvorteil zu erhalten, denkt die Chefetage intensiv darüber nach, wie sie die Preise für ihre Kunden besser kalkulieren können. Es braucht nicht viel Überlegung, um festzustellen, dass gesunde Kunden die profitabelsten sind. Wer die Versicherung nicht braucht, der kostet auch nichts. Um diesen Typ Kunden zu finden, und durch Beitragsvorteile an sich zu binden, startet die TK ein Bonusprogramm, bei dem man Punkte bekommt, wenn man gesundheitliche Daten von sich hochlädt oder sich von einem Arzt der TK durchchecken lässt. Diese Punkte können in Ersparnisse auf den Beitrag umgewandelt werden. Raucher, Menschen mit einer ungesunden Ernährung und natürlich auch Menschen mit Behinderungen können so als Risikopatienten für die Kasse erkannt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Arbeitsblatt 6====&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Aufgabe: Beantwortet die folgenden vier Fragen, ihr habt 5 min Zeit.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Was ist ein digitaler Doppelgänger? Erkläre den Begriff kurz mit deinen eigenen Worten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Erkläre den Unterschied zwischen Expliziten und Impliziten Daten in eigenen Worten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Wie funktioniert Instagram Geschäftsmodell? Wer sind die Kunden, was ist das Produkt? Lasse auch gerne eigene Überlegungen mit einfließen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4. Welche zwei Funktionen der Instagram App wurden im Vortrag genannt. Erkläre in eigenen Worten, wie diese Funktionen zusammenhängen. Fallen dir weitere Funktionen der App ein?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Arbeitsblatt 7====&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Wer ist Lisa Lilly?&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgabenstellung:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Analysiert das Instagram-Profile von LisaLilly. Ihr habt dafür 15 Minuten Zeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Achtet dabei z.B. auf…&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
…die Informationen die sich über die Person finden lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
_______________________________________________________________________________________________&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
…die Interessen der Person.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
_______________________________________________________________________________________________&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
…Widersprüche, die sich in den Profilen finden lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
_______________________________________________________________________________________________&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusätzlich könnt ihr euch Gedanken darüber machen, welche Werbung Ihr passend zu den Informationen die Ihr gesammelt habt für diese Personen schalten könntet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
_______________________________________________________________________________________________&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Wer ist moritzm?&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgabenstellung:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Analysiert das Instagram-Profil von moritzm. Ihr habt dafür 15 Minuten Zeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Achtet dabei z.B. auf…&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
…die Informationen die sich über die Person finden lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
______________________________________________________________________________________________&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
…die Interessen der Person.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
______________________________________________________________________________________________&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
…Widersprüche, die sich in den Profilen finden lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
______________________________________________________________________________________________&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusätzlich könnt ihr euch Gedanken darüber machen, welche Werbung Ihr passend zu den Informationen die Ihr gesammelt habt für diese Personen schalten könntet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
______________________________________________________________________________________________&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
===Moderation===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Phase 1: Einleitung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Begrüßung der Klasse&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Vorstellung der Gruppe (Eisbrecher)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
o Name &amp;amp; digitaler Fakt &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
o Vorstellung der Klasse&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
o 1 Durchlauf: Name und das dazugehörige Namensschild&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
o 2 Durchlauf: digitaler Fakt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Roadmap vorstellen (Transparenz) „Überleitung“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Phase 2: Vorwissen aktivieren&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• SuS bitten an die PC’s zu gehen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Die Funktionen von Mentimeter erklären (Anonymität, etc.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Frage 1:&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Woran denkt ihr bei Instagram?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Erklären und auf Fragen eingehen, korrekte Eingabe erklären“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Frage 2:&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie lange am Tag benutzt ihr Instagram?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Antworten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• gar nicht&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• 0 - 30 min&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• 30 - 60 min&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• 1 - 2 Stunden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• 2 - 3 Stunden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Mehr als 3 stunden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Frage 3:&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie alt wart ihr als ihr Instagram das erste Mal installiert habt?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Antworten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Ich besitze keinen Instagram-Account&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Jünger als 12&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• 12&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• 13&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• 14&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• 15&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• 16&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Älter als 16&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Zeigen, wo sie bei ihren Smartphones die Nutzungszeiten finden können“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Frage 4:&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie lange am Tag benutzt ihr Instagram wirklich? Nutzt dafür wenn möglich euer Smartphone.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Antworten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• gar nicht&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• 0 -30 min&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• 30 - 60 min&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• 1 - 2 Stunden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• 2 - 3 Stunden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Mehr als 3 stunden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammentragen der Ergebnisse:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach erfolgreicher Bearbeitung werden die Ergebnisse besprochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wordcloud:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu erwarten sind sehr nutzerorientierte Antworten. Es ist möglich, dass eine unternehmerische Perspektive in den Antworten erscheint, dementsprechend hervorheben und drauf eingehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frage 2-4:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufbereiten und für Phase 6 Sichern. Unregelmäßigkeiten sind zu besprechen und störende Beiträge sind zu überspringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Phase 3: Auswerten von Nutzerprofilen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die SuS werden in Gruppen eingeteilt und ihnen werden die drei Aufgaben gestellt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Analysiert die Instagram-Profile von LisaLilly und moritzm. Achtet dabei z.B. auf…&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Die Informationen, die sich über die Person finden lassen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Die Interessen der Person&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Widersprüche, die sich finden lassen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anschließend werden ihnen die beiden Profile auf den Rechnern präsentiert, wodurch für die SuS die Aufgabenstellung klar ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Bearbeitungszeit werden die Ergebnisse zusammengetragen. Dabei ist es wichtig inhaltliche Fragen zu klären.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Phase 4: Vortrag&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. &#039;&#039;Was ist Instagrams Geschäftsmodell? Wer sind die Kunden und was ist das Produkt?&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
➔ Frage an die Schüler. Bezug auf die Antwort nehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mögliche Antworten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Kunden: Wir // Unternehmen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Produkt: App // Unsere Daten (Digitale Doppelgänger)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nutzerperspektive // Unternehmensperspektive&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Nutzerperspektive ist die, welche die Leute, die ein Instagram-Profil besitzen und nutzen einnehmen. Diese Perspektive sollte den meisten von euch vertraut sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich möchte mit euch erarbeiten, welche andere Perspektive es noch gibt und wie diese aussieht. (Unternehmensperspektive)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. &#039;&#039;Dazu mache ich einen kleinen Sprung: Die Digitalen Doppelgänger, also das Produkt der Un-ternehmensperspektive, was könnte sich hinter diesem Begriff verbergen und was stellt ihr euch dahinter vor?&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
➔ Brainstorming-Frage für die Schüler. Ergebnisse festhalten und in der darauffolgenden Er-klärung des Begriffs darauf Bezug nehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Zusammenfassend lässt sich etwa ein digitaler Doppelgänger mit folgenden wesentlichen Charakteristika beschreiben: Ein digitaler Doppelgänger (1) bezieht sich auf eine konkrete Person; (2) stellt eine Person anhand spezifischer und begrenzter Merkmale dar – ist also kein vollständiges Abbild; (3) ist inmitten der digitalen Doppelgänger anderer Nutzer*innen zu verstehen; (4) wird durch Zusammensetzen – vor allem implizit – erhobener Daten konstruiert und (5) kann für verschiedene primäre und sekundäre Zwecke genutzt werden.“ &amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;L. Höper and C. Schulte, “Datenbewusstsein im Kontext digitaler Kompetenzen für einen selbstbestimmten Umgang mit datengetriebenen digitalen Artefakten,” in INFORMATIK 2021, 2021, pp. 1623–132. doi: 10.18420/informatik2021-136 .&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. &#039;&#039;Bei der Datenerhebung von Instagram werden Daten mithilfe der Interaktion eines Nutzers mit der App gesammelt und daraus wird der digitale Doppelgänger dann konstruiert. Dabei wird in explizite -und implizite Datenerhebung unterschieden.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
➔ Den Schülern die Konzepte expliziter -und impliziter Datenerhebung erklären.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Es kann also wie folgt unterschieden werden: explizit erhobene Daten, wie etwa durch aktive Eingabe durch Nutzer*innen (v.a. provided data), oder (2) implizit erhobene oder generierte Daten, wie etwa durch Beobachtung oder Tracking oder durch Datenverarbeitungsprozesse (observed, derived und inferred data). Beim Nutzen einer Suchmaschine werden beispielsweise durch die Bestätigung einer Eingabe von Suchbegriffen (explizit erhobene Daten) ebenfalls implizit Daten – z.B. ein Zeitstempel – erhoben. Wichtig zu begreifen ist hier vor allem die implizite Erhebung von Daten, so können etwa durch die Verarbeitung einfacher bereits erhobener Daten auch neue umfangreichere Daten generiert werden, zum Beispiel durch Relationierung dieser Daten mit derer anderer Nutzer*innen.“ &amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Welche Beispiele von Daten fallen euch zu expliziter -und impliziter Datenerhebung ein?&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
➔ Frage zum sammeln von Beispielen an die Schüler. Bezug auf Ergebnisse nehmen und Feh-ler korrigieren&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Was verbirgt sich hinter dem Begriff Vorratsdatenspeicherung?&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
➔ Erklärung des Begriffs und Einbettung in den Kontext.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorratsdatenspeicherung ist ein Begriff, der meint, das Unternehmen riesige Massen an Daten von Nutzern speichern. Im Kontext der Datenerhebung der digitalen Doppelgänger bedeutet das, dass alle Daten, die von einem Instagram-Nutzer erhoben werden, gesammelt gespeichert werden, sodass eine große Masse an Daten für die Verwertung bereit liegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Einblick in die Daten eines Instagram-Nutzers.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
➔ Den Schülern personenbezogene Daten von Instagram eines Instagram-Nutzers zeigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;4. Wie können die erhobenen Daten verwertet werden?&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
➔ Erklärung für die Schüler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hinter der Datenverwertung von Instagram stecken verschiedene Algorithmen, die aus den erhobenen Daten Schlüsse für die jeweiligen einzelnen digitalen Doppelgänger und für Gruppen ziehen. Wie diese Daten genau verwertet werden, welche Gruppenmerkmale definiert und betrachtet werden und wie diese Algorithmen funktionieren ist quasi das Geschäftsgeheimnis von Instagram.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Wie kann so Datenverwertung beispielhaft aussehen?&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
➔ [[Unterricht zu Instagram#Zusätzliche Materialien|Video]] zur Datenverarbeitung zeigen (min 1.30 to min 4.20 and min 7.20 to min 12.00 and min 14.30 to min 16.16).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;5. Wie sieht die Unternehmensperspektive von Instagrams Geschäftsmodell aus?&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
➔ Den Schülern die Unternehmensperspektive von Instagram und die Funktion der App er-klären.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gleiche Frage wie am Anfang wieder: Wer sind die Kunden und was ist das Produkt?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kunden sind Unternehmen evtl. die Daten von Instagram kaufen oder die Möglichkeit Werbung zu schalten kaufen. Das Produkt ist dabei die digitalen Doppelgänger und die damit verbundenen Daten oder die direkte Werbefläche in der App von Instagram-Nutzern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die App hat dabei 2 wesentliche Funktionen, die diesem Geschäftsmodell dienlich sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Datenerhebung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Aufmerksamkeits-Einfang&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Interaktion mit der App kann Instagram Daten von Nutzern erheben und daraus persönliche Interessen und weitere Information erschließen. Durch die gewonnenen Erkenntnisse aus der Datenerhebung kann mit Entertainment Angeboten die Aufmerksamkeit der Nutzer besser eingefangen und für längere Zeit behalten werden. Die verbrachte Zeit der Nutzer in der App fördert wiederum die Datenerhebung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;6. Ergebnissicherung der Schüler&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
➔ Es wird ein Hand-out mit Fragen ausgeteilt ([[Unterricht zu Instagram#Arbeitsblatt 6|AB 6]]). Die Schüler antworten auf die Fragen, sichern so ihre neu-gewonnen Erkenntnisse und tragen anschließend ihre Ergebnisse im Plenum zusammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Phase 5: Gruppenarbeit&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die SuS werden mittels Durchzählens in 5 Gruppen unterteilt. Es folgt die Aufgabenstellung „Erstellt eine Mindmap zur persönlich/gesellschaftlich/unternehmerischen negativen-/positiven Perspektive“ Jeder Gruppe wird anschließend ein eigener Bereich zugewiesen und mit Materialien versorgt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Bearbeitungszeit werden die SuS dazu aufgefordert ihre Ergebnisse als Gruppe vorzustellen und so ihre Mitschülerinnen und Mitschüler zu unterrichten. Falsche oder störende Beiträge sind bereits während der Bearbeitungsphase zu unterbinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Phase 6: Juristische Grundlagen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Bewusster Umgang mit Daten in sozialen Medien – Gesetzliche Grundlagen und eingene Verantwortung&#039;&#039; 5 Minuten Präsentation&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
DSGVO – Datenschutzgrundverordnung der Europäischen Union&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Vorschriften zum Schutz natürlicher Personen bei der Verarbeitung personenbezogener Daten und zum freien Verkehr solcher Daten&lt;br /&gt;
* Schützt Grundrechte und Grundfreiheiten n. Pers.&lt;br /&gt;
* Verordnung der EU&lt;br /&gt;
* Reihe von Gesetzen, vom 25. Mai 2018 an anwendbar&lt;br /&gt;
* befassen sich damit, wie Unternehmen die privaten Daten von Einzelpersonen erfassen und handhaben&lt;br /&gt;
* schützt die Grundrechte und Grundfreiheiten natürlicher Personen und insbesondere deren Recht auf Schutz personenbezogener Daten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
BDSG - Bundesdatenschutzgesetz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Ist die gesetzliche Grundlage zum Datenschutz der BRD&lt;br /&gt;
* Beruht auf dem Grundgesetz Artikel 1 und 2&lt;br /&gt;
* Ergänzt die DSGVO in den Bereichen in denen Spielraum gelassen wurde&lt;br /&gt;
* Umsetzung der Datenschutz-Richtlinien für Polizei und Justiz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ABG – Allgemeine Geschäftsbedingungen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Für eine Vielzahl von Fällen anwendbare vorformulierte Vertragsbedingungen&lt;br /&gt;
* Gesetzliche Regelungen dürfen nur in ABG abgeändert werden, wenn dies zum Vorteil des Kunden geschieht&lt;br /&gt;
* Nutzungsbedingungen von Instagram regeln die Nutzung -&amp;gt; bei Nutzung der App willigt jeder Nutzer vertraglich ein sich an diese zu halten und die Bedingungen von Instagram für die Zurverfügungstellung der App zu akzeptieren&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frage: Wer hat schon mal eine AGB gelesen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Aufgabe – Erkundung der Instagram Nutzungsbedingungen anhand von Leitfragen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
20 Minuten Bearbeitungszeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wann wurden die Nutzungsbedingungen zuletzt gändert?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- 4. Januar 2022&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wo ist Meta als Unternehmen gemeldet?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Irland&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie alt muss jemand sein um Instagram nutzen zu dürfen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Min. 13 Jahre&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie verhält es sich mit den Rechten an deinen Inhalten?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Eigentum an den Inhalten verbleibt beim Nutzer&lt;br /&gt;
* Instagram wird eine NICHT-EXKLUSIV, ÜBERTRAGBARE, UNTERLIZENSIERBARE und WELTWEITE Lizenz erteilt die Inhalte für eigene Zwecke zu nutzen (hosten, verwenden, verbreiten, modifizieren, auszuführen, kopieren, öffentlich vorzuführen oder anzuzeigen, zu übersetzen und abgeleitete Werke davon zu erstellen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Welche Daten erhebt Instagram und wo findet man diese Informationen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Datenrichtlinien von Instagram&lt;br /&gt;
* Inhalte (erstellte und geteilte)&lt;br /&gt;
* Kommunikation / Nachrichtenaustausch (PN, Kommentare…)&lt;br /&gt;
* Registrierungsdaten&lt;br /&gt;
* Meta-Daten&lt;br /&gt;
* Daten der Kamera (wenn über Instagram genutzt) werden synchron ausgewertet („um Filter u.ä. zur Verfügung stellen zu können)&lt;br /&gt;
* VERBINDUNG ZU FACEBOOK (Facebookgruppen)&lt;br /&gt;
* Netzwerke und Verbindungen&lt;br /&gt;
* KONTAKTDATEN wenn synchronisiert&lt;br /&gt;
* Nutzungsdaten (Auswertung der Interaktion mit Inhalten, genutzte Funktionen, Nutzungszeit / -dauer)&lt;br /&gt;
* Transaktionen / Käufe (Zahlungsinformationen, Autentifizierungsinformationen, Abrechnungs-, Versand-, und Kontaktangaben)&lt;br /&gt;
* Informationen die andere über dich bereitstellen&lt;br /&gt;
* Geräteinformationen (HW SW, App und Dateinamen, Mausbewegungen, Hintergrund Apps, Geräte Indentifikationsdaten, Signale wie WLAN, Bluetooth, Funkzellentürme, Geräteeinstellungen (GPS, Kamera, Fotos), Netzwerke und Verbindungen, Cookie-Daten der Geräte von denen auf Instagram zugegriffen wird)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusatzfragen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wie macht Instagram aus diesen Daten Geld? -&amp;gt; personalisierte Werbung, Statistiken für Unternehmen die die Werbung auf Instagram schalten, persönliche Informationen werden nicht weitergegeben&lt;br /&gt;
* Welche (weiteren) Information hat euch überrascht / schockiert?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5 Minuten Besprechung der Ergebnisse&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Eigene Verantwortung)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2 Minuten Präsentation&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Genau überlegen welche Informationen man über sich selbst und andere in sozialen Netzwerken preisgibt (habt Ihr eure Freunde schon mal gefragt ob es ok ist wenn Ihr ein Foto mit Ihrem Gesicht und Namen (Benutzernamen) postet?)&lt;br /&gt;
* Welchen Eindruck vermittelt mein Profil z.B. für potenzielle zukünftige Arbeitsgeber? Sollte ich das Bild von mir im Vollsuff posten?&lt;br /&gt;
* Konto privat stellen, damit nicht jeder eure Daten einsehen kann&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Phase 7: Zukunftsaussichten&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den SuS wird das Video „Pizzabestellung der Zukunft“ [URL:&amp;lt;&amp;lt;nowiki&amp;gt;https://www.youtube.com/watch?v=VJ0gBVd0HZs&amp;lt;/nowiki&amp;gt;&amp;gt;] präsentiert. Anschließend werden die SuS nach ihrer Meinung gefragt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Fragen sind eher frei gestaltet und orientieren sich an den Aussagen der SuS, welche sie über den Verlauf der Unterrichtseinheit getätigt haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Phase 8: Verabschiedung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Verteilung der Feedbackbögen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Abschluss der Einheit mit Verweis auf Quellenpapier&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Tafelbilder===&lt;br /&gt;
ff&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Material für die Profilanalyse===&lt;br /&gt;
ff&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Zusätzliche Materialien===&lt;br /&gt;
1.1.1 Phase 2:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;https://www.mentimeter.com/features/word-cloud&amp;lt;/nowiki&amp;gt; Word Cloud und Fragestellung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.1.2 Phase 4:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;https://youtu.be/-YpwsdRKt8Q&amp;lt;/nowiki&amp;gt; Reverse Engineering von Spiegel-Online (33c3)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.1.3 Phase 7:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;https://youtu.be/VJ0gBVd0HZs&amp;lt;/nowiki&amp;gt; - Pizzabestellung der Zukunft&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Jwiens3</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://eduwiki.cs.upb.de/index.php?title=Unterricht_zu_Instagram&amp;diff=2831</id>
		<title>Unterricht zu Instagram</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://eduwiki.cs.upb.de/index.php?title=Unterricht_zu_Instagram&amp;diff=2831"/>
		<updated>2022-08-15T16:15:21Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Jwiens3: /* Überblick über den Unterrichtsverlauf */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
Die Nutzung von sozialen Medien steht bei Schülerinnen und Schüler hoch im Kurs. Die meisten verbringen täglich Stunden darin. Zu den aktuell am häufigsten verwendeten Medien-Plattformen gehört Instagram. Viele personenbezogenen Daten werden von den Jugendlichen auf Instagram preisgegeben, ohne dass sie über eventuelle Konsequenzen nachzudenken. Dabei ist Instagram ein [[datengetriebenes digitales Artefakt]], welches die personenbezogenen Daten erhebt und verarbeitet. Es erscheint daher wichtig, vor dem Hintergrund theoretischer Grundlagen des Data-Minings dieses [[Datengetriebenes digitales Artefakt|datengetriebene digitale Artefakt]] aus verschiedenen Perspektiven zu betrachten und dadurch das [[Datenbewusstsein]] der Schülerinnen und Schüler zu fördern. Die Jugendlichen sollen zu einem persönlich bewussten Umgang mit Daten und Social-Media gelangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Steckbrief des Unterrichtsmoduls==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Titel:&#039;&#039;&#039; Datenbewusstsein am Beispiel von Instagram&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Stichworte:&#039;&#039;&#039; [[Datenbewusstsein]], [[Data Science]], Internet-Suchmaschine&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Zielgruppe:&#039;&#039;&#039; Lerngruppen aus Informatikkursen der EF aus der gymnasialen Oberstufe - keine Einschränkung der Klassengröße - sowohl homogene als auch heterogene Zusammensetzung möglich&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Inhaltsfeld:&#039;&#039;&#039; &amp;quot;Informatik, Mensch und Gesellschaft&amp;quot; (insbesondere der Schwerpunkt: [[Datenbewusstsein]]), &amp;quot;Daten und Information&amp;quot;, &amp;quot;Informatiksysteme&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Vorkenntnisse:&#039;&#039;&#039; Dieses Unterrichtsmodul setzt einige wenige Vorkenntnisse der Lernenden voraus. Die Verwendung von sozialen Medien, insbesondere Instagram, sollte gebräuchlich sein. Ebenso sollten auch gewisse Grundkenntnisse und ein grundlegendes Bewusstsein für unterschiedliche digitale datengetriebene Artefakte bestehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Zeitlicher Umfang:&#039;&#039;&#039; 4 Unterrichtsstunden a 45 Minuten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gegenstandsbereich (Fachinhalt) des Unterrichtsmoduls==&lt;br /&gt;
Gegenstand der von uns geplanten und durchgeführten Unterrichtseinheit ist das Konzept des Datenbewusstseins. Dieses didaktische Konzept der informatischen Allgemeinbildung bezieht sich auf die alltägliche Interaktion mit den verschiedensten digitalen datengetriebenen Artefakten und das Bewusstsein für das dabei ablaufende Sammeln und Verarbeiten von Nutzerdaten. Das Ziel des Unterrichts ist, die Schülerinnen und Schüler dazu zu bewegen, die eigene Nutzung digitaler datengetriebener Artefakte zu reflektieren und das theoretische Wissen zu vermitteln, um zu verstehen und zu erkennen, an welchen Stellen Daten mit welchen Methoden gewonnen werden und wozu diese Daten genutzt werden. Durch das Vermitteln dieses Wissens soll erzielt werden, dass die Schülerinnen und Schüler, nach einer kritischen Betrachtung verschiedener Perspektiven, selbstbestimmt und bewusst mit ihren Daten in der Interaktion mit digitalen Datengetrieben Artefakten umgehen und ihre Rechte in Bezug auf diese Daten kennen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Überblick über den Verlauf des Unterrichtsmoduls==&lt;br /&gt;
Die Unterrichtseinheit unterteilt sich neben der Einleitung und der Verabschiedung in sechs didaktisch relevante Einheiten. Da die Einleitung und Verabschiedung, neben der ersten Interaktion mit den SuS, dem „Eisbrechen“ und dem Abrunden der Unterrichtseinheit dient, und keine Lernziele oder Kompetenzen erzielen soll, wird im Verlaufe nicht weiter auf sie eingegangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Unterrichtseinheit ist unterteilt in:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
#Einleitung&lt;br /&gt;
#Vorwissen aktivieren&lt;br /&gt;
#Profilanalyse&lt;br /&gt;
#Vortrag&lt;br /&gt;
#Gruppenarbeit&lt;br /&gt;
#Juristische Grundlagen&lt;br /&gt;
#Zukunftsaussichten&lt;br /&gt;
#Verabschiedung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ziele des Unterrichtsmoduls==&lt;br /&gt;
Beginnend mit dem Aktivieren des Vorwissens sollen die SuS durch die Umfragen und die Auswertungen angeregt werden, sich ihr Nutzungsverhalten, insbesondere ihre Nutzungsdauer, bewusst zu machen und kritisch zu hinterfragen. Dies dient dazu, den Blickwinkel der SuS zu öffnen, um in den folgenden Teilen des Unterrichts den Perspektivwechsel zu erleichtern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anschließend werden sie mithilfe der Profilanalyse mit den beispielhaften Nutzerprofilen konfrontiert, um eine Möglichkeit zu haben, sich mit dem Medium auseinanderzusetzten und eine neue Sicht zu erlangen. Da die zeitliche Beschränkung dazu führt, dass eine eher algorithmische Analyse der Struktur des digitalen datengetriebenen Artefaktes nicht vermittelt werden kann, ist es das Ziel, den SuS eine auf logischem Denken basierende Analyse eines Profils zu vermitteln und den SuS ein Gefühl für die Menge an Informationen zu geben, welche aus einem Profil gewonnen werden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem darauffolgenden Vortrag ist es das Ziel, dass die SuS ein Verständnis für den breiteren Kontext des Datengeschäfts erlangen und Fachbegriffe wie „digitaler Doppelgänger“, „Vorratsdatenspeicherung“, „explizite -und implizite Datenerhebung“ mit eigenen Worten erklären und miteinander in Verbindung bringen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Danach ist es das Ziel mittels einer Gruppenarbeit, dass die SuS die verschiedenen Perspektiven und Akteure der Datenverarbeitung kennenlernen und sich in diese hineinversetzen. In der Gruppenarbeit diskutieren sie dann über diese und beim späteren Zusammentragen evaluieren sie die Ziele anderer Akteure und wägen sie mit den eigenen ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun im Abschnitt der juristischen Grundlagen ist es wichtig, die Schülerinnen und Schüler über ihre Rechte in Bezug auf ihre Daten in sozialen Medien aufzuklären. Dazu wird wir kurz auf die theoretischen Grundlagen eingegangen, die es zum Thema DSGVO der EU, BDSG und AGB zu wissen gibt. Die Schülerinnen und Schüler erweitern dadurch nicht nur ihr Fachvokabular, sondern lernen auch, dass sie in Bezug auf den Schutz ihrer personenbezogenen Daten nicht allein gelassen werden. Darauf folgt eine selbständige Arbeitsphase, in welcher die Schülerinnen und Schüler sich die Nutzungsbedingungen von Instagram raussuchen und anhand von Leitfragen erkunden. Die Schülerinnen und Schüler sollen aus dieser Aufgabe lernen, AGB oder Nutzungsbedingungen nach den relevanten Informationen zu scannen und erkennen, wie wichtig es ist, die Vertragsbedingungen, um die es sich dabei handelt, zu erkennen und um in der Lage zu sein, selbstbestimmt und verantwortungsvoll mit den eigenen Daten auf einer Plattform wie Instagram umzugehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Letztendlich ist es die Aufgabe der Zukunftsaussichten, dass die SuS aufmerksamer für neue Entwicklungen im Bereich der Datenverarbeitung werden und reflektieren können, welche der aufgezeigten Zukunftsaussichten möglich und/oder realistisch sind. Dabei entwickeln sie ein Bewusstsein für die Gefahren und Chancen, die eine Weiterentwicklung digitaler datengetriebener Artefakte in eine bestimmte Richtung mit sich bringen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Sachanalyse des Unterrichtsmoduls==&lt;br /&gt;
[[Datei:Dualitätsrekonstruktion zum digitalen datengetriebenen Artefakt Instagram.png|mini|675x675px|Dualitätsrekonstruktion zum digitalen datengetriebenen Artefakt Instagram]]&lt;br /&gt;
Die verschiedenen Unterrichtselemente beschäftigen sich mit unterschiedlichen Inhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorwissen aktivieren: Es werden anonyme Umfragen zum aktuellen Wissensstand und zu den Nutzungsgewohnheiten der SuS von Instagram durchgeführt, um in die Thematik der Unterrichtseinheit einzuleiten und die Ergebnisse anschließend auszuwerten und im Verlauf der folgenden Unterrichtselemente wieder aufzugreifen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Profilanalyse: Die beiden Profile stellen beispielhafte Nutzer dar. Sie sind sehr stereotypisch und mit einem chronologischen Gedanken entwickelt worden, um den SuS eine klare und eher einfach zu erschließende Plattform zu präsentieren. So ergibt sich idealerweise, mithilfe der Bearbeitungszeit, eine Struktur passend zum Analyseprozess und die SuS haben so die Möglichkeit, das eigene Verhalten auf der Plattform zu reflektieren und eine Verbindung zwischen kommerziellen Aspekten und Inhalten der Plattform herzustellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vortrag: Der Inhalt schließt sowohl die Nutzer- als auch die Unternehmensperspektive von Instagrams Geschäftsmodell ein, welche Rolle digitale Doppelgänger in diesem spielen, wie diese konstruiert werden und zu welchen Zwecken sie verwendet werden können. Digitale Doppelgänger beziehen sich auf eine konkrete Person und bestehen aus den gesammelten personenbezogenen Daten der jeweiligen Person. Dabei ist der digitale Doppelgänger nur begrenzt genau in der Abbildung der Realität. Die Daten des digitalen Doppelgängers werden mittels der Instagram App in diesem Beispiel erhoben. Dafür wird in explizite -und implizite Datenerhebung unterschieden. Explizit sind die Daten, die der Nutzer aktiv zum Zweck Daten zur Verfügung zu stellen eingibt. Implizit sind die Daten, die durch Beobachtung, Tracking gewonnen werden oder vom Nutzer mit einem anderen primären Zweck als Daten zur Verfügung zu stellen eingegeben wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gruppenarbeit: Die Gruppenarbeit beschäftigt sich mit den Vorteilen und Nachteilen der Datenverarbeitung aus Sicht der Privatnutzer, der Gesellschaft und der Unternehmen. Die Gruppen haben dazu Arbeitsblätter mit erdachten und / oder realen Szenarien und Situationen bekommen, aus welchen die SuS Vor- oder Nachteile formulieren sollen, die sich durch die technologie Vorratsdatenspeicherung ergeben könnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Juristische Grundlagen: Die seit dem 25. Mai 2018 bestehenden Vorschriften der DSGVO schützen die Grundrechte und Grundfreiheiten natürlicher Personen auf EU-Ebene und lassen dabei Spielraum an einigen Stellen für ihre Mitgliedsstaaten. Es wird insbesondere geregelt, wie Unternehmen die privaten Daten von Personen erheben und verarbeiten. Auf Bundesebene setzt dann das BDSG an und beruht auf den Artikeln 1 und 2 des Grundgesetzes. Speziell wird im BDSG auch die Umsetzung der Datenschutz-Richtlinien der EU für Polizei und Justiz geregelt. Während es sich bei der DSGVO und dem BDSG um Vorschriften und Gesetze handelt, sind die AGB für eine Vielzahl von Fällen anwendbare vorformulierte Vertragsbedingungen, die jedes Unternehmen als eine Vertragspartei im Rahmen der in Deutschland herrschenden Vertragsfreiheit festlegt. In den AGB darf von gesetzlichen Regelungen nur abgewichen werden, wenn dies zum Vorteil des Kunden geschieht. Bei Instagram handelt es sich hierbei um sogenannte Nutzungsbedingungen, denen jeder Nutzer beim Erstellen eines Profils und bei jeder Änderung zustimmt und einwilligt, sich vertraglich an diese zu halten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zukunftsaussichten: In einem Video wird der Zugriff auf persönliche Daten, wie z. B. Daten der Krankenkasse, Adresse und Finanzinformationen, durch einen Pizza-Lieferdienst der Zukunft dargestellt. Dieser Zukunftsausblick dient als Diskussionsgrundlage der folgenden Plenumsdiskussion, welche durch die Lehrperson moderiert wird. Es werden die einzelnen im Video angesprochenen Möglichkeiten der Datenverarbeitung einzeln betrachtet und ein Einblick in schon heute mehr oder weniger gängige Praktiken in den jeweiligen Bereichen gegeben. So wird z. B. das Krankenkassen-Modell angesprochen, welches mithilfe einer Fitness-Uhr die gesundheitsrelevanten Daten der Versicherungsnehmer auswertet und anhand dieser die Höhe der Beiträge reguliert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Didaktische Begründung des Unterrichtsmoduls==&lt;br /&gt;
Die verschiedenen Unterrichtselemente verwenden unterschiedliche Methoden und werden deshalb im Folgenden einzeln betrachtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorwissen aktivieren: Das Aktivieren des Vorwissens erfüllt den Zweck, dass die SUS sich eigene Gedanken zu dem Thema machen und somit sie selbst und die Lehrperson sich ein Bild vom bisherigen Wissenstand machen können, sodass manche Themenbereiche im Verlauf der Unterrichtseinheit vielleicht aufgegriffen werden können. Mit dem digitalen Hilfsmittel Mentimeter können die Ergebnisse einfach eingesehen und übersichtlich für das Plenum präsentiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Profilanalyse: Bei der Profilanalyse ist es essenziell, dass die SuS sich selbst mit dem digitalen Artefakt auseinandersetzen. Da die Analyse der Profile mithilfe der Instagram-Plattform höchstwahrscheinlich zu Unruhe führen würde, werden die Profile anhand einer PDF-Datei zu Verfügung gestellt. Daraus folgt, dass die SuS sich über mehrere Minuten mit den Profilen inhaltlich auseinandersetzen müssen und somit als Lernprodukt unbewusst eine Methodik der Profilanalyse erstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vortrag: Für diesem Abschnitt wurde die Methode des Lehrervortrags gewählt, zum einen damit es Abwechslung in der Unterrichtsgestaltung gibt, zum anderen, weil diese Methode der Erfüllung der Lernziele am ehesten gerecht wird. Die einzelnen Fachbegriffe könnte man den SuS auch in Sachtexten zur Selbsterschließung näherbringen, jedoch bietet der Vortrag die Möglichkeit, diese zusammenhängend als großes Ganzes darstellen, viel eher und natürlicher als andere Methoden. Zum Schluss sollen die SuS die gehörten und trotzdem gelernten Inhalte mit eigenen Worten wiedergeben, wodurch die Lernfortschritte noch einmal gefestigt werden und die Lehrperson einen Überblick über den Lernfortschritt der SuS bekommt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gruppenarbeit: Mit einer Gruppenarbeit wird eine Diskussion der SuS untereinander gefördert. Da es hier um etwas stark Meinungsbasiertes geht, lernen die SuS in einer Gruppenarbeit und im Austausch mit anderen SuS am besten, welche Aspekte der Datenverarbeitung für sie selbst besonders wichtig erscheinen und wie sie sie gegen die eigenen Interessen abwägen. In der Diskussion mit anderen Sus sind sie zudem freier und weniger in der Erarbeitung gezwungen, gewisse Inhalte zu erschließen. Somit kommen auch Aspekte zu tragen, die normalerweise nicht aufkommen würden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Juristische Grundlagen: Die gewählte Methode des kurzen Vortrages zur Vermittlung der theoretischen Grundlagen ist der Kürze der Zeit geschuldet, da sich in so einem Vortrag in kürzerer Zeit mehr Informationen verpacken lassen, als wenn die Schülerinnen und Schüler sich diese selbst anhand von Materialien erarbeiten würden. Eine andere Methode wäre hier nachhaltiger, wir haben allerdings eine gute Balance aus zeitlicher und inhaltlicher Effektivität gesucht. Allerdings werden die Schülerinne und Schüler durch Fragen der Lehrperson mit einbezogen, um den frontalen Charakter dieser Form des Unterrichts etwas aufzulockern. Das Erkunden der Nutzungsbedingungen anhand von Leitfragen dient dem Zweck, dass die Schülerinnen und Schüler unter Anleitung die Erfahrung sammeln, wie umfangreich solche Vertragsbedingungen in der Realität sind. Außerdem wird hier die Brücke zwischen Theorie und Praxis geschlossen, indem die Schülerinnen und Schüler eine AGB kennenlernen, die für sie in ihrer Lebenswelt tatsächlich relevant ist, den meisten aber wenig oder nicht bekannt ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zukunftsaussichten: Um die SUS wieder neu zu motivieren, soll das Video eine Abwechslung zu den vorherigen Vorträgen sein und die Aufmerksamkeit wieder konzentrieren. Die Diskussion der Inhalte des gezeigten Videos im Plenum führt zu einem Austausch der verschiedenen Sichtweisen und kann den SuS bei der Bildung einer eigenen Meinung helfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Überblick über den Unterrichtsverlauf==&lt;br /&gt;
Das Unterrichtsmodul mit den zentralen Aktivitäten, inhaltlichen Schwerpunkten und Fachinhalten in den verschiedenen Phasen wird in der nachfolgenden Grafik zur Übersicht und Orientierung zusammengefasst. Die Materialien, wie etwa Arbeitsblätter und ergänzende Informationen, der verschiedenen Phasen sind in der Tabelle verlinkt.&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+&lt;br /&gt;
Eine 20 min Pause wird flexibel eingeplant. Dabei wird auf den Zustand der SuS und speziell auf ihre Leistungen nach dem Vortrag geachtet. Voraussichtlich befindet sich die Pause nach Phase 4.&lt;br /&gt;
!Zeit (min)&lt;br /&gt;
!&amp;lt;big&amp;gt;PHASEN&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
!&amp;lt;big&amp;gt;INHALTLICHE SCHWERPUNKTE/OPERATIONEN&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
!&amp;lt;big&amp;gt;SOZIAL-/AKTIONSFORM&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
!&amp;lt;big&amp;gt;MEDIEN&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
!INTENTIONEN U. BEGRÜNDUNGEN&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|5&lt;br /&gt;
|1 Einleitung&lt;br /&gt;
|1.1 Einleiten der SuS in das Thema&lt;br /&gt;
1.2 Vorstellungsrunde, jeder erzählt einen „Digitalen Fakt“ von sich (Siehe Anhang),&lt;br /&gt;
1.3 Unterricht eindeutig machen mittels eines roten Fadens(Roadmap)&lt;br /&gt;
|Interaktiver Vortrag&lt;br /&gt;
|Whiteboard&lt;br /&gt;
|Die Transparenz des Unterrichts dient der Förderung der Mitarbeit, außerdem dient der „Eisbrecher“ der Lockerung der Stimmung.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|15&amp;lt;br /&amp;gt;(10)&amp;lt;br /&amp;gt;(5)&lt;br /&gt;
|2 Vorwissen aktivieren&lt;br /&gt;
2.1 Ausfüllen Mentimeter&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.2 Besprechung&lt;br /&gt;
|Den SuS werden mittels Mentimeter gezielte Fragen zum Vorwissen gestellt. Die Ergebnisse werden als 3 Charts und eine Wordcloud ausgegeben. Die Fragen befinden sich im Anhang.&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einzelarbeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
PC&amp;lt;br /&amp;gt;Beamer&lt;br /&gt;
|Die Aktivierung des Vorwissens bereitet die SuS auf die Lernphase vor. So wird die Qualität der Lernprodukte gesteigert.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|25&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;(15)&amp;lt;br /&amp;gt;(5)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(5)&lt;br /&gt;
|3 Auswerten von&lt;br /&gt;
Nutzerprofilen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.1 Analyse der Profile&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.2 Austausch über Profile&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.3 Sicherung&lt;br /&gt;
|Die SuS in zwei Gruppen unterteilt, in denen sie in EA ein zugeteiltes Instagram Profil analysieren sollen. Dies soll in drei Schritten geschen. So lernen sie, über die Informationen&lt;br /&gt;
über die Person und die Interessen, indirekt die Themenbereiche der expliziten und impliziten Datenerhebung kennen.&lt;br /&gt;
|Einzelarbeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Partnerarbeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
|PC &amp;amp; AB 7&lt;br /&gt;
PC &amp;amp; AB 7&amp;lt;br /&amp;gt;Beamer&lt;br /&gt;
|Die SuS erfahren durch die eigene Arbeit wie einfach es ist Daten über das Profil zu sammeln und können so die Verbindungen zu eigenen Profilen knüpfen. Außerdem lernen die SuS die Verbindung zwischen einem Profil und der Datenerhebung kennen.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|25&lt;br /&gt;
(10)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(8)&amp;lt;br /&amp;gt;(2)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(5)&lt;br /&gt;
|4 Vortrag&lt;br /&gt;
4.1 Vorstellung 1&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.2 Vertiefung (Videos)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.3 Vorstellung 2&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.4 Sicherung&lt;br /&gt;
|Die Thematik des digitalen Doppelgängers und die dazugehörigen Methodiken.&lt;br /&gt;
Das Vorstellen der „tatsächlichen“ Daten, welche Instagram verarbeitet. Außerdem werden Einschnitte aus „SpiegelMining&lt;br /&gt;
– Reverse Engineering von Spiegel Online (33c3)“ präsentiert.&lt;br /&gt;
|Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
Lehrkörper/Klasse&amp;lt;br /&amp;gt;Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
|Whiteboard&lt;br /&gt;
Beamer&amp;lt;br /&amp;gt;Whiteboard&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
AB 6&lt;br /&gt;
|Die SuS lernen Fachsprache und Thematik genauer kennen und sehen an einem Beispiel wie Daten erhoben und verarbeitet werden können. Außerdem werden sie lernen dies mit den eigenen Daten in den Kontext zu stellen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|45&lt;br /&gt;
(30)&amp;lt;br /&amp;gt;(15)&lt;br /&gt;
|5 Gruppenarbeit&lt;br /&gt;
5.1 Erarbeitungsphase&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5.2 Sicherung&lt;br /&gt;
|Die SuS werden zunächst mittels durchzählen in 5 Gruppen aufgeteilt. Jede Gruppe bekommt eine Perspektive zugeteilt, zu der sie ihre Gedanken in Form einer Mindmap aufschreiben soll (gesellschaftlich positiv, gesellschaftlich negativ, persönlich positiv, persönlich negativ, unternehmerische Sicht). Dazu werden Beispieltexte mit Fallbeispielen gestellt, die als Inspiration dienen sollen, aus denen aber auch Teile übernommen werden dürfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anschließend werden die Ergebnisse im Plenum den anderen Gruppen präsentiert und diskutiert.&lt;br /&gt;
|Gruppenarbeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
|AB 1-5&lt;br /&gt;
Plakate&lt;br /&gt;
|Den SuS werden auf einem Spektrum die Vor- und Nachteile nahegebracht. So werden sie in einen Diskurs gebracht und haben die Möglichkeit über das eigene Verhalten abzuwägen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|30&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;(5)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;(20)&amp;lt;br /&amp;gt;(5)&lt;br /&gt;
|6 Juristische Grundlagen&lt;br /&gt;
6.1 Thematische Einführung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.2 Erarbeitungsphase 6.3 Sicherung&lt;br /&gt;
|Kurzer Faktencheck zum Thema AGBs und juristische&lt;br /&gt;
Grundlagen (DSGVO, BDSG), Erkundung der AGBs von&lt;br /&gt;
Instagram anhand von Leitfragen. Das Ziel ist folgende Fragestellung beantworten zu können: Wie gehe ich Verantwortungsvoll mit meinen Daten um?&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einzelarbeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beamer&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
PC&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beamer&lt;br /&gt;
|Die SuS lernen ihre eigenen Rechte und Pflichten bei der Nutzung von Instagram kennen. Außerdem werden ihnen&lt;br /&gt;
Möglichkeiten gezeigt sich besser zu schützen, welches einen datenbewusteren Umgang fördert.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|10&lt;br /&gt;
|7 Zukunftsaussichten&lt;br /&gt;
7.1 Beispielperspektive&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.2 Diskussionsrunde&lt;br /&gt;
|Video: „Pizzabestellung der Zukunft“ - Wie realistisch ist das?&lt;br /&gt;
Besprechen der Zukunftsperspektiven von Big Data, Diskussion im Plenum&lt;br /&gt;
|Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
|Beamer&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;Beamer&lt;br /&gt;
|Die SuS machen sich ein Bild von unterschiedlichen Zukunftsaussichten.&lt;br /&gt;
Dadurch können sie unterschiedliche&lt;br /&gt;
Entwicklungen besser einschätzen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|5&lt;br /&gt;
|8 Verabschiedung&lt;br /&gt;
8.1 Feedback&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8.2 Abmoderation&lt;br /&gt;
|Feedbackbögen: Die SuS nennen, was ihnen gefallen hat und was ihnen nicht gefallen hat. Anschließend folgt die Abmoderation.&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
Einzelarbeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
|Feedbackbogen&lt;br /&gt;
|Dient der Reflektion über den Inhalt.&lt;br /&gt;
Schluss&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Beschreibungen ausgewählter Materialien==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Arbeitsblätter===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Arbeitsblatt 1 ====&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Gesellschaftliche Auswirkungen - negativ&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Aufgabe: Lest die drei Beispieltexte und erstellt eine Mindmap für die negativen Auswirkungen auf die Gesellschaft. Dafür könnt ihr euch auf die Texte und euer eigenes Wissen beziehen. Ihr habt 30 min. Bearbeitungszeit.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[1]Die Regierung des Nord-Südlich gelegenen Landes Arstotzka hat ein Problem – die eigenen Bürger waren zu lange dem Einfluss des Westens ausgesetzt, und fangen an, unangenehme Fragen an die Regierung zu stellen. Der Geheimdienst brauch ein Upgrade. Die Regierung beschließt ein Überwachungsprogramm in Zusammenarbeit mit den besten IT-lern des Landes. Innerhalb von 5 Jahren soll das Internet komplett unter die Kontrolle der Regierung gebracht werden. Nicht nur wird ein großer Filter um das Internet gelegt, der Regierungsunkonforme Inhalte entfernt, es wird auch für jeden Bürger ein Profil angelegt, welches mit allen Aktivitäten dieser Person gefüttert wird. Dazu werden alle Daten erfasst und ausgewertet, die die Person im Internet von sich preisgibt. Dazu zählen auch eigentlich verschlüsselt geglaubte Daten, denn Hersteller von technischen Geräten werden dazu verpflichtet, eine Hintertür für die Regierung in ihren Geräten einzubauen. Textnachrichten, Bilder, Standortdaten, Kontakte etc. werden komplett ausgewertet. Bürgern wird je nach Aktivität eine Punktezahl zugeteilt, bei Regierungsunkonformen Aktivitäten wird die Punktezahl gesengt, bei &amp;quot;gutem Verhalten&amp;quot; steigt er. Bürger mit einem niedrigen Punktestand werden Leistungen wie Kredite, Sozialhilfe und Wohnungssuche erschwert, sie werden eventuell sogar festgenommen. Bürger mit einer hohen Punktezahl bekommen Boni, wie günstigere Kredite. Ganze Websites werden verbannt oder an das Parteibuch angepasst, darunter auch Grenzen bei Google Maps, sogar die Wikipedia wird regierungskonform nachgebaut. Das Land Arstotska ist ein Extrembeispiel und viele andere Länder auf der Erde verurteilen dies öffentlich, doch selbst westliche Länder und einige Unternehmen schielen gespannt auf Teile dieser Technologie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[2]In den USA sind mal wieder Wahlen. Die Bürger des Landes sehen sich oft als Vorreiternation für Demokratie, da das Land auf den Prinzipien der freien und geheimen Wahl gegründet wurde. Doch nach der Wahl kommt ein großer Skandal ans Licht:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Unternehmen Cambridge Analytica wertete Nutzerdaten verschiedener sozialer Netzwerke aus und bestimmte so, wer eher für Trump, welcher eher für Clinton stimmen würde, und wie sicher der Nutzer das tun würde. Das Unternehmen war mit ihrer KI so weit, dass es anhand des Gesichtsausdrucks auf Fotos mit einer erhöhten Genauigkeit feststellen konnte, welche Sexualität die Person hat und welche Partei sie wahrscheinlich wählen würde. Einflussreiche Trump Unterstützer bezahlten das Unternehmen für gezielte Trump-Werbung an unentschiedene Wähler und für das gezielte Schalten von Negativberichten über Clinton an Demokratenwähler. Das schlimmste dabei – die meisten ausgewerteten Daten waren öffentlich zugänglich (ein Teil wurde allerdings auch über eine Datenlücke erworben). Russland sind ähnliche Einmischungen nachgewiesen worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[3]Die Techniker Krankenkasse hat einiges an Konkurrenz. Um einen Wettbewerbsvorteil zu haben, denkt die Chefetage intensiv darüber nach, wie sie die Preise für ihre Kunden besser kalkulieren können. Es braucht nicht viel Überlegung, um festzustellen, dass gesunde Kunden die profitabelsten sind. Wer die Versicherung nicht braucht, der kostet auch nichts. Um diesen Typ Kunden zu finden, und durch Beitragsvorteile an sich zu binden, startet die TK ein Bonusprogramm, bei dem man Punkte bekommt, wenn man gesundheitliche Daten von sich hochlädt oder sich von einem Arzt der TK durchchecken lässt. Diese Punkte können in Ersparnisse auf den Beitrag umgewandelt werden. Raucher, Menschen mit einer ungesunden Ernährung und natürlich auch Menschen mit Behinderungen können so als Risikopatienten für die Kasse erkannt werden. Noch ist das System freiwillig, doch weitere Ideen der Datenerhebung sind in ständiger Diskussion.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Arbeitsblatt 2 ====&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Gesellschaftliche Auswirkungen - positiv&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Aufgabe: Lest die drei Beispieltexte und erstellt eine Mindmap für die positiven Auswirkungen auf die Gesellschaft. Dafür könnt ihr euch auf die Texte und euer eigenes Wissen beziehen. Ihr habt 30 min. Bearbeitungszeit.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[4]Datenanalysten erforschen eine Art &amp;quot;Pre-Crime&amp;quot; KI. Sie analysieren Bürger in gewissen Bereichen der Stadt mithilfe von Kameras und errechnen daraus Wahrscheinlichkeiten auf ein eventuelles Verbrechen, und ob bereits vorher Polizisten entsendet werden sollen, bzw. welche Personen kontrolliert werden sollen. Wenn alles optimal funktioniert, empfiehlt der Bordcomputer einem Polizisten, wo er öfter Streife fahren muss, und kann so Verbrechen vorbeugen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[5]Das Land USB hat relativ lockere Datenschutzgesetze. Davon profitieren hauptsächlich Softwareunternehmen, welche dadurch in die Region gelockt werden und gigantische Umsätze verbuchen können. Daten sind eben ein lukratives Geschäft, und die Daten werden schließlich größtenteils freiwillig preisgegeben. Es entstehen viele Arbeitsplätze in den USB, und die Steuereinnahmen sind auch nicht zu verachten. Es gibt sogar einen berühmtes Tal, in der sich die datenhungrigen TechUnternehmen niedergelassen haben, das Aluminium Valley.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[6]Ein bekannter deutscher Enthüllungsjournalist und Comedian vom ZDF bereitet eine Sendung über den erfolgreichen Investor Armin Sabov vor. Sein Team und er begeben sich auf Recherche. Durch einen Mix aus Datenleaks und vielen Artikeln aus der Vergangenheit dauert es nicht lange, bis sie einige erschreckende Zusammenhänge und Machenschaften erkennen können und das Netzwerk Sabovs komplett durchleuchten können. Auch werden unter den Daten seitenlange Excel Tabellen gefunden, die die Finanzströme Sabovs darstellen. Durch Analysetools kann sogar daraus ein Steuerbetrug nachgewiesen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[7]Island hat ein kleines Problem. Seit die Wikinger das Land vor 1100 Jahren besiedelten, blieben die Bewohner der Insel meistens unter sich. Kein Wunder also, dass die 334.000 Einwohner ein Inzest-Problem haben. Eine App hilft, ungewollte Begegnungen beim Daten zu vermeiden. Sie zeigt dem Nutzer nach der Eingabe des Namens des Gegenübers den Stammbaum der Person an. So kann man leicht überprüfen, ob man über zu wenige Ecken miteinander verwandt ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Arbeitsblatt 3 ====&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Persönliche Auswirkungen - negativ&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Aufgabe: Lest die drei Beispieltexte und erstellt eine Mindmap für die negativen Auswirkungen auf das Individuum. Dafür könnt ihr euch auf die Texte und euer eigenes Wissen beziehen. Ihr habt 30 min. Bearbeitungszeit.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[8]Jan hat gerade sein Abi bestanden, und verlässt motiviert die Schule. Mit seiner 2,4 ist er vollkommen zufrieden, und möchte, bevor er ins Berufsleben einsteigt, sich eine kleine Auszeit nehmen. In dieser Zeit feiert er oft und ist viel bei Freunden. Nach einigen Wochen bewirbt er sich bei einem lokalen Unternehmen, welches Elektrobauteile für Roboter herstellt. Dort wollte er schon lange arbeiten, und er wird auch direkt zum Bewerbungsgespräch gerufen. Er weiß, dass die Posten hart umkämpft sind, sieht sich aber guter Dinge und ist vorbereitet. Das Bewerbungsgespräch lief eigentlich gut, doch der Arbeitgeber befragt ihn plötzlich über einige Fotos, die er im Internet aus Jans Vergangenheit gefunden hat. Die Fotos sind nicht mal seine eigenen, Freunde haben wohl Fotos von ihm im Suff als Schnapsleiche gemacht, auch wie er sich Pillen auf einem Konzert einschmeißt und sich über eine Kloschüssel gebeugt erbricht. Die Fotos nutzt der Arbeitgeber als Begründung, dass Jan vielleicht doch eher nicht ins Unternehmen passe, da seine Zuverlässigkeit zu hinterfragen ist. Die Fotos hat er über entsprechende @-verlinkungen auf Jans instagramm Account gefunden. Später googelt Jan frustriert, ob der Arbeitgeber das überhaupt darf, und findet die Story einer Frau, die von ihrem Job gefeuert wurde aufgrund von rassistischen Äußerungen im Netz, die Jahre zurückliegen, und einen Verweis auf §26 BDSG, der besagt, dass tasäschlich legal ist, was Jan und Alice dort passiert ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[9]Lina besucht das Städtische Gymnasium Hannover und hat seit einem Jahr einen Freund. Schon seit einiger Zeit schicken sie sich ab und an mal Nacktfotos hin und her. Sie war eigentlich immer sehr glücklich, aber als es über einige Zeit nicht mehr gut läuft, beschließt Lina, Schluss zu machen. Ihr Freund ist sichtlich sauer und nicht glücklich über diese Nachricht, habe er doch sehr viel für diese Beziehung gegeben. Einige Tage später erfährt sie, dass jene Nacktbilder und sogar ein Sexvideo in der ganzen Schule, ja in der ganzen Stadt unter Jugendlichen im Umlauf sind. Selbst als sie ihre Eltern und die Polizei einschaltet, hilft es nichts. Der Schaden ist angerichtet, und kann nicht mehr rückgängig gemacht werden. Selbst ein paar Jahre später, als sie umgezogen ist, begegnen ihr die Fotos und Videos immer wieder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[10]Emma ist gebürtige Amerikanerin und wohnt noch bei ihren Eltern. Eines Tages schickt die Kette &amp;quot;Target&amp;quot;, bei der sie öfter einkauft, einen Brief zu ihr nach Hause. Eine Werbeanzeige, die ihr dazu gratulierte, bald eine Mutter zu werden, zusammen mit einigen Empfehlungen für entsprechende Produkte. Der Grund für den Brief war das Kaufverhalten von Emma, welches mit dem einer Schwangeren übereinstimmte. Die dafür notwendigen Daten wurden von Target erhoben. Der Vater war außer sich und beschwerte sich bei Target für die Werbung, die zudem ja gar nicht stimmte, da seine Tochter gar nicht schwanger sei. Ein paar Tage später wurde bekannt, dass die Tochter zu diesem Zeitpunkt tatsächlich schwanger war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Arbeitsblatt 4 ====&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Persönliche Auswirkungen - positiv&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Aufgabe: Lest die drei Beispieltexte und erstellt eine Mindmap für die positiven Auswirkungen auf das Individuum. Dafür könnt ihr euch auf die Texte und euer eigenes Wissen beziehen. Ihr habt 30 min. Bearbeitungszeit.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[11]Michael ist Schüler am Leopoldinum in Detmold. Er ist neu zugezogen und hat noch keine wirklichen Freunde, er ist aber schon in der WhatsApp Gruppe der Klasse. Um sich ein wenig zu vernetzen installiert er sich zum ersten Mal Instagram, kostet ja nix. Nachdem er sich einen Account erstellt hat, bekommt er direkt ein paar Freundschaftsvorschläge. Michael erkennt die Profilbilder und Nutzernamen teilweise wieder, und schaut sich die Profile seiner Klassenkameraden mal genauer an. Er findet das Profil von Achim, seine neuen Posts enthalten teilweise Fotos über das neue Eldenring-Videospiel, welches er auch gerade spielt. Zum Austausch schreibt er ihn an und chattet ein wenig mit ihm. Daraufhin werden auch seine Freundschaftsvorschläge auch genauer, und er entdeckt mehr Klassenkameraden, mit denen er etwas gemeinsam hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[12]Jenny ist Künstler und folgt einigen anderen Künstlern auf Instagram. Während sie so durch ihre Timeline scrollt bleibt sie bei einem Post länger als üblich stehen, und sieht sich das getragene T-shirt in extrem buntem und auffälligen Design einer Frau an, die ihr gemaltes Bild präsentiert. Ein paar Sekunden später scrollt sie schon weiter, die nächste Werbeanzeige, die sie bekommt, ist von einem Onlineshop, welcher ähnliche Kleidungsstücke anbietet. Sie ist interessiert, und schaut sich die Website des Anbieters genauer an, kauft am Schluss dort sogar ein paar Ohrringe und zwei T-Shirts, die sie extrem schön findet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[13]Emir hat sich zum Start des Semesters bei der Uni eingeschrieben, und bevor es los geht möchte er sich noch einen Laptop kaufen, um bei den Vorlesungen mitschreiben zu können. Ein neues Handy kauft er sich dabei gleich auch. Die Einrichtung dieser neuen Geräte fällt ihm nicht schwer, schließlich muss er sich nur mit seinen verschiedenen Accounts anmelden, alle anderen Einstellungen, die er getätigt hat, werden von seinen alten Geräten übertragen. Später setzt er sich dann in die Bahn von Paderborn nach Detmold auf dem Weg zu einem Freund. Bahnfahren ist langweilig, und daher beschäftigt er sich während der Fahrt mit seinem neuen Handy und scrollt durch seine Instagram Reels. Dadurch, dass der Algorithmus genau versteht, was er mag, und was ihn unterhält, kommt es ihm die Zugfahrt deutlich kürzer vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Arbeitsblatt 5 ====&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Auswirkungen auf die Unternehmen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Aufgabe: Lest die drei Beispieltexte und erstellt eine Mindmap für die Perspektive der Unternehmen. Dafür könnt ihr euch auf die Texte und euer eigenes Wissen beziehen. Ihr habt 30 min. Bearbeitungszeit.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[14]Florian ist Vorsitzender eines Unternehmens, welches Instrumente und Zubehör verkauft. Er lässt auf seiner Website viele Nutzerdaten erheben, und diese automatisch auswerten. Dank dieser Daten weiß er genau, welche Ware gerade viel gekauft wird, und welche er aus dem Sortiment streichen kann, welche er auf die Frontpage packen kann, und von welchen er mehr bestellen muss. Er weiß aber auch, welche Kunden sich Artikel als Favoriten markiert haben, oder länger angesehen haben. Denen schickt er über einen Newsletter und über bezahlte Werbung bei Google gezielt Werbung für diese Produkte. Letztens hat er einen massiven Fehlkauf gemacht, und zu viele Gitarren eines eher unbeliebten Modells bestellt. Durch eine massive Werbekampagne an Nutzer, die laut Nutzerdaten eine neue Gitarre suchen und sich eher weniger auskennen, konnte er die Gitarren jedoch schnell wieder loswerden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[15]Herr Mosseri muss Erfolge melden – in letzter Zeit stagniert Instagram, die Umsätze steigen nur langsam. In einem Vorstandstreffen wird eine neue Strategie beschlossen, die bereits für das chinesische Unternehmen Tik-tok funktioniert hat – kurze Videos in Feeds, perfekt zugeschnitten für den Nutzer. Instagram in diesem Meeting zu einer Fast-Entertainment Plattform umgestaltet. Unter dem Namen &amp;quot;Reels&amp;quot; werden neue Feeds eingeführt, mit Videos von maximal 10 Sekunden Länge. Alle paar Videos gibt es eine Werbeanzeige. Durch die Kürze der Videos und die Nutzerdaten, die Instagram von ihren Nutzern verwertet, kann ohne größeren Aufwand ein sich stetig weiter verbessernder, flexibler Feed angezeigt werden. Nutzer verbringen mehr Zeit auf der Plattform, und sehen damit deutlich mehr Werbeanzeigen. Die Meta Kurse steigen 2020 auf Rekordhöhen, nicht zuletzt dank der Veränderungen bei Instagram.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[3]Die Techniker Krankenkasse hat einiges an Konkurrenz. Um einen Wettbewerbsvorteil zu erhalten, denkt die Chefetage intensiv darüber nach, wie sie die Preise für ihre Kunden besser kalkulieren können. Es braucht nicht viel Überlegung, um festzustellen, dass gesunde Kunden die profitabelsten sind. Wer die Versicherung nicht braucht, der kostet auch nichts. Um diesen Typ Kunden zu finden, und durch Beitragsvorteile an sich zu binden, startet die TK ein Bonusprogramm, bei dem man Punkte bekommt, wenn man gesundheitliche Daten von sich hochlädt oder sich von einem Arzt der TK durchchecken lässt. Diese Punkte können in Ersparnisse auf den Beitrag umgewandelt werden. Raucher, Menschen mit einer ungesunden Ernährung und natürlich auch Menschen mit Behinderungen können so als Risikopatienten für die Kasse erkannt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Arbeitsblatt 6 ====&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Aufgabe: Beantwortet die folgenden vier Fragen, ihr habt 5 min Zeit.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Was ist ein digitaler Doppelgänger? Erkläre den Begriff kurz mit deinen eigenen Worten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Erkläre den Unterschied zwischen Expliziten und Impliziten Daten in eigenen Worten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Wie funktioniert Instagram Geschäftsmodell? Wer sind die Kunden, was ist das Produkt? Lasse auch gerne eigene Überlegungen mit einfließen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4. Welche zwei Funktionen der Instagram App wurden im Vortrag genannt. Erkläre in eigenen Worten, wie diese Funktionen zusammenhängen. Fallen dir weitere Funktionen der App ein?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Arbeitsblatt 7 ====&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Wer ist Lisa Lilly?&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgabenstellung:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Analysiert das Instagram-Profile von LisaLilly. Ihr habt dafür 15 Minuten Zeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Achtet dabei z.B. auf…&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
…die Informationen die sich über die Person finden lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
_______________________________________________________________________________________________&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
…die Interessen der Person.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
_______________________________________________________________________________________________&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
…Widersprüche, die sich in den Profilen finden lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
_______________________________________________________________________________________________&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusätzlich könnt ihr euch Gedanken darüber machen, welche Werbung Ihr passend zu den Informationen die Ihr gesammelt habt für diese Personen schalten könntet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
_______________________________________________________________________________________________&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Wer ist moritzm?&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgabenstellung:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Analysiert das Instagram-Profil von moritzm. Ihr habt dafür 15 Minuten Zeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Achtet dabei z.B. auf…&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
…die Informationen die sich über die Person finden lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
______________________________________________________________________________________________&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
…die Interessen der Person.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
______________________________________________________________________________________________&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
…Widersprüche, die sich in den Profilen finden lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
______________________________________________________________________________________________&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusätzlich könnt ihr euch Gedanken darüber machen, welche Werbung Ihr passend zu den Informationen die Ihr gesammelt habt für diese Personen schalten könntet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
______________________________________________________________________________________________&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Moderationen===&lt;br /&gt;
ff&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Tafelbilder===&lt;br /&gt;
ff&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Material für die Profilanalyse===&lt;br /&gt;
ff&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Zusätzliche Materialien===&lt;br /&gt;
ff&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Jwiens3</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://eduwiki.cs.upb.de/index.php?title=Unterricht_zu_Instagram&amp;diff=2830</id>
		<title>Unterricht zu Instagram</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://eduwiki.cs.upb.de/index.php?title=Unterricht_zu_Instagram&amp;diff=2830"/>
		<updated>2022-08-15T15:56:10Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Jwiens3: /* Überblick über den Unterrichtsverlauf */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
Die Nutzung von sozialen Medien steht bei Schülerinnen und Schüler hoch im Kurs. Die meisten verbringen täglich Stunden darin. Zu den aktuell am häufigsten verwendeten Medien-Plattformen gehört Instagram. Viele personenbezogenen Daten werden von den Jugendlichen auf Instagram preisgegeben, ohne dass sie über eventuelle Konsequenzen nachzudenken. Dabei ist Instagram ein [[datengetriebenes digitales Artefakt]], welches die personenbezogenen Daten erhebt und verarbeitet. Es erscheint daher wichtig, vor dem Hintergrund theoretischer Grundlagen des Data-Minings dieses [[Datengetriebenes digitales Artefakt|datengetriebene digitale Artefakt]] aus verschiedenen Perspektiven zu betrachten und dadurch das [[Datenbewusstsein]] der Schülerinnen und Schüler zu fördern. Die Jugendlichen sollen zu einem persönlich bewussten Umgang mit Daten und Social-Media gelangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Steckbrief des Unterrichtsmoduls==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Titel:&#039;&#039;&#039; Datenbewusstsein am Beispiel von Instagram&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Stichworte:&#039;&#039;&#039; [[Datenbewusstsein]], [[Data Science]], Internet-Suchmaschine&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Zielgruppe:&#039;&#039;&#039; Lerngruppen aus Informatikkursen der EF aus der gymnasialen Oberstufe - keine Einschränkung der Klassengröße - sowohl homogene als auch heterogene Zusammensetzung möglich&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Inhaltsfeld:&#039;&#039;&#039; &amp;quot;Informatik, Mensch und Gesellschaft&amp;quot; (insbesondere der Schwerpunkt: [[Datenbewusstsein]]), &amp;quot;Daten und Information&amp;quot;, &amp;quot;Informatiksysteme&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Vorkenntnisse:&#039;&#039;&#039; Dieses Unterrichtsmodul setzt einige wenige Vorkenntnisse der Lernenden voraus. Die Verwendung von sozialen Medien, insbesondere Instagram, sollte gebräuchlich sein. Ebenso sollten auch gewisse Grundkenntnisse und ein grundlegendes Bewusstsein für unterschiedliche digitale datengetriebene Artefakte bestehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Zeitlicher Umfang:&#039;&#039;&#039; 4 Unterrichtsstunden a 45 Minuten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gegenstandsbereich (Fachinhalt) des Unterrichtsmoduls==&lt;br /&gt;
Gegenstand der von uns geplanten und durchgeführten Unterrichtseinheit ist das Konzept des Datenbewusstseins. Dieses didaktische Konzept der informatischen Allgemeinbildung bezieht sich auf die alltägliche Interaktion mit den verschiedensten digitalen datengetriebenen Artefakten und das Bewusstsein für das dabei ablaufende Sammeln und Verarbeiten von Nutzerdaten. Das Ziel des Unterrichts ist, die Schülerinnen und Schüler dazu zu bewegen, die eigene Nutzung digitaler datengetriebener Artefakte zu reflektieren und das theoretische Wissen zu vermitteln, um zu verstehen und zu erkennen, an welchen Stellen Daten mit welchen Methoden gewonnen werden und wozu diese Daten genutzt werden. Durch das Vermitteln dieses Wissens soll erzielt werden, dass die Schülerinnen und Schüler, nach einer kritischen Betrachtung verschiedener Perspektiven, selbstbestimmt und bewusst mit ihren Daten in der Interaktion mit digitalen Datengetrieben Artefakten umgehen und ihre Rechte in Bezug auf diese Daten kennen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Überblick über den Verlauf des Unterrichtsmoduls==&lt;br /&gt;
Die Unterrichtseinheit unterteilt sich neben der Einleitung und der Verabschiedung in sechs didaktisch relevante Einheiten. Da die Einleitung und Verabschiedung, neben der ersten Interaktion mit den SuS, dem „Eisbrechen“ und dem Abrunden der Unterrichtseinheit dient, und keine Lernziele oder Kompetenzen erzielen soll, wird im Verlaufe nicht weiter auf sie eingegangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Unterrichtseinheit ist unterteilt in:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
#Einleitung&lt;br /&gt;
#Vorwissen aktivieren&lt;br /&gt;
#Profilanalyse&lt;br /&gt;
#Vortrag&lt;br /&gt;
#Gruppenarbeit&lt;br /&gt;
#Juristische Grundlagen&lt;br /&gt;
#Zukunftsaussichten&lt;br /&gt;
#Verabschiedung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ziele des Unterrichtsmoduls==&lt;br /&gt;
Beginnend mit dem Aktivieren des Vorwissens sollen die SuS durch die Umfragen und die Auswertungen angeregt werden, sich ihr Nutzungsverhalten, insbesondere ihre Nutzungsdauer, bewusst zu machen und kritisch zu hinterfragen. Dies dient dazu, den Blickwinkel der SuS zu öffnen, um in den folgenden Teilen des Unterrichts den Perspektivwechsel zu erleichtern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anschließend werden sie mithilfe der Profilanalyse mit den beispielhaften Nutzerprofilen konfrontiert, um eine Möglichkeit zu haben, sich mit dem Medium auseinanderzusetzten und eine neue Sicht zu erlangen. Da die zeitliche Beschränkung dazu führt, dass eine eher algorithmische Analyse der Struktur des digitalen datengetriebenen Artefaktes nicht vermittelt werden kann, ist es das Ziel, den SuS eine auf logischem Denken basierende Analyse eines Profils zu vermitteln und den SuS ein Gefühl für die Menge an Informationen zu geben, welche aus einem Profil gewonnen werden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem darauffolgenden Vortrag ist es das Ziel, dass die SuS ein Verständnis für den breiteren Kontext des Datengeschäfts erlangen und Fachbegriffe wie „digitaler Doppelgänger“, „Vorratsdatenspeicherung“, „explizite -und implizite Datenerhebung“ mit eigenen Worten erklären und miteinander in Verbindung bringen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Danach ist es das Ziel mittels einer Gruppenarbeit, dass die SuS die verschiedenen Perspektiven und Akteure der Datenverarbeitung kennenlernen und sich in diese hineinversetzen. In der Gruppenarbeit diskutieren sie dann über diese und beim späteren Zusammentragen evaluieren sie die Ziele anderer Akteure und wägen sie mit den eigenen ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun im Abschnitt der juristischen Grundlagen ist es wichtig, die Schülerinnen und Schüler über ihre Rechte in Bezug auf ihre Daten in sozialen Medien aufzuklären. Dazu wird wir kurz auf die theoretischen Grundlagen eingegangen, die es zum Thema DSGVO der EU, BDSG und AGB zu wissen gibt. Die Schülerinnen und Schüler erweitern dadurch nicht nur ihr Fachvokabular, sondern lernen auch, dass sie in Bezug auf den Schutz ihrer personenbezogenen Daten nicht allein gelassen werden. Darauf folgt eine selbständige Arbeitsphase, in welcher die Schülerinnen und Schüler sich die Nutzungsbedingungen von Instagram raussuchen und anhand von Leitfragen erkunden. Die Schülerinnen und Schüler sollen aus dieser Aufgabe lernen, AGB oder Nutzungsbedingungen nach den relevanten Informationen zu scannen und erkennen, wie wichtig es ist, die Vertragsbedingungen, um die es sich dabei handelt, zu erkennen und um in der Lage zu sein, selbstbestimmt und verantwortungsvoll mit den eigenen Daten auf einer Plattform wie Instagram umzugehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Letztendlich ist es die Aufgabe der Zukunftsaussichten, dass die SuS aufmerksamer für neue Entwicklungen im Bereich der Datenverarbeitung werden und reflektieren können, welche der aufgezeigten Zukunftsaussichten möglich und/oder realistisch sind. Dabei entwickeln sie ein Bewusstsein für die Gefahren und Chancen, die eine Weiterentwicklung digitaler datengetriebener Artefakte in eine bestimmte Richtung mit sich bringen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Sachanalyse des Unterrichtsmoduls==&lt;br /&gt;
[[Datei:Dualitätsrekonstruktion zum digitalen datengetriebenen Artefakt Instagram.png|mini|675x675px|Dualitätsrekonstruktion zum digitalen datengetriebenen Artefakt Instagram]]&lt;br /&gt;
Die verschiedenen Unterrichtselemente beschäftigen sich mit unterschiedlichen Inhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorwissen aktivieren: Es werden anonyme Umfragen zum aktuellen Wissensstand und zu den Nutzungsgewohnheiten der SuS von Instagram durchgeführt, um in die Thematik der Unterrichtseinheit einzuleiten und die Ergebnisse anschließend auszuwerten und im Verlauf der folgenden Unterrichtselemente wieder aufzugreifen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Profilanalyse: Die beiden Profile stellen beispielhafte Nutzer dar. Sie sind sehr stereotypisch und mit einem chronologischen Gedanken entwickelt worden, um den SuS eine klare und eher einfach zu erschließende Plattform zu präsentieren. So ergibt sich idealerweise, mithilfe der Bearbeitungszeit, eine Struktur passend zum Analyseprozess und die SuS haben so die Möglichkeit, das eigene Verhalten auf der Plattform zu reflektieren und eine Verbindung zwischen kommerziellen Aspekten und Inhalten der Plattform herzustellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vortrag: Der Inhalt schließt sowohl die Nutzer- als auch die Unternehmensperspektive von Instagrams Geschäftsmodell ein, welche Rolle digitale Doppelgänger in diesem spielen, wie diese konstruiert werden und zu welchen Zwecken sie verwendet werden können. Digitale Doppelgänger beziehen sich auf eine konkrete Person und bestehen aus den gesammelten personenbezogenen Daten der jeweiligen Person. Dabei ist der digitale Doppelgänger nur begrenzt genau in der Abbildung der Realität. Die Daten des digitalen Doppelgängers werden mittels der Instagram App in diesem Beispiel erhoben. Dafür wird in explizite -und implizite Datenerhebung unterschieden. Explizit sind die Daten, die der Nutzer aktiv zum Zweck Daten zur Verfügung zu stellen eingibt. Implizit sind die Daten, die durch Beobachtung, Tracking gewonnen werden oder vom Nutzer mit einem anderen primären Zweck als Daten zur Verfügung zu stellen eingegeben wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gruppenarbeit: Die Gruppenarbeit beschäftigt sich mit den Vorteilen und Nachteilen der Datenverarbeitung aus Sicht der Privatnutzer, der Gesellschaft und der Unternehmen. Die Gruppen haben dazu Arbeitsblätter mit erdachten und / oder realen Szenarien und Situationen bekommen, aus welchen die SuS Vor- oder Nachteile formulieren sollen, die sich durch die technologie Vorratsdatenspeicherung ergeben könnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Juristische Grundlagen: Die seit dem 25. Mai 2018 bestehenden Vorschriften der DSGVO schützen die Grundrechte und Grundfreiheiten natürlicher Personen auf EU-Ebene und lassen dabei Spielraum an einigen Stellen für ihre Mitgliedsstaaten. Es wird insbesondere geregelt, wie Unternehmen die privaten Daten von Personen erheben und verarbeiten. Auf Bundesebene setzt dann das BDSG an und beruht auf den Artikeln 1 und 2 des Grundgesetzes. Speziell wird im BDSG auch die Umsetzung der Datenschutz-Richtlinien der EU für Polizei und Justiz geregelt. Während es sich bei der DSGVO und dem BDSG um Vorschriften und Gesetze handelt, sind die AGB für eine Vielzahl von Fällen anwendbare vorformulierte Vertragsbedingungen, die jedes Unternehmen als eine Vertragspartei im Rahmen der in Deutschland herrschenden Vertragsfreiheit festlegt. In den AGB darf von gesetzlichen Regelungen nur abgewichen werden, wenn dies zum Vorteil des Kunden geschieht. Bei Instagram handelt es sich hierbei um sogenannte Nutzungsbedingungen, denen jeder Nutzer beim Erstellen eines Profils und bei jeder Änderung zustimmt und einwilligt, sich vertraglich an diese zu halten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zukunftsaussichten: In einem Video wird der Zugriff auf persönliche Daten, wie z. B. Daten der Krankenkasse, Adresse und Finanzinformationen, durch einen Pizza-Lieferdienst der Zukunft dargestellt. Dieser Zukunftsausblick dient als Diskussionsgrundlage der folgenden Plenumsdiskussion, welche durch die Lehrperson moderiert wird. Es werden die einzelnen im Video angesprochenen Möglichkeiten der Datenverarbeitung einzeln betrachtet und ein Einblick in schon heute mehr oder weniger gängige Praktiken in den jeweiligen Bereichen gegeben. So wird z. B. das Krankenkassen-Modell angesprochen, welches mithilfe einer Fitness-Uhr die gesundheitsrelevanten Daten der Versicherungsnehmer auswertet und anhand dieser die Höhe der Beiträge reguliert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Didaktische Begründung des Unterrichtsmoduls==&lt;br /&gt;
Die verschiedenen Unterrichtselemente verwenden unterschiedliche Methoden und werden deshalb im Folgenden einzeln betrachtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorwissen aktivieren: Das Aktivieren des Vorwissens erfüllt den Zweck, dass die SUS sich eigene Gedanken zu dem Thema machen und somit sie selbst und die Lehrperson sich ein Bild vom bisherigen Wissenstand machen können, sodass manche Themenbereiche im Verlauf der Unterrichtseinheit vielleicht aufgegriffen werden können. Mit dem digitalen Hilfsmittel Mentimeter können die Ergebnisse einfach eingesehen und übersichtlich für das Plenum präsentiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Profilanalyse: Bei der Profilanalyse ist es essenziell, dass die SuS sich selbst mit dem digitalen Artefakt auseinandersetzen. Da die Analyse der Profile mithilfe der Instagram-Plattform höchstwahrscheinlich zu Unruhe führen würde, werden die Profile anhand einer PDF-Datei zu Verfügung gestellt. Daraus folgt, dass die SuS sich über mehrere Minuten mit den Profilen inhaltlich auseinandersetzen müssen und somit als Lernprodukt unbewusst eine Methodik der Profilanalyse erstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vortrag: Für diesem Abschnitt wurde die Methode des Lehrervortrags gewählt, zum einen damit es Abwechslung in der Unterrichtsgestaltung gibt, zum anderen, weil diese Methode der Erfüllung der Lernziele am ehesten gerecht wird. Die einzelnen Fachbegriffe könnte man den SuS auch in Sachtexten zur Selbsterschließung näherbringen, jedoch bietet der Vortrag die Möglichkeit, diese zusammenhängend als großes Ganzes darstellen, viel eher und natürlicher als andere Methoden. Zum Schluss sollen die SuS die gehörten und trotzdem gelernten Inhalte mit eigenen Worten wiedergeben, wodurch die Lernfortschritte noch einmal gefestigt werden und die Lehrperson einen Überblick über den Lernfortschritt der SuS bekommt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gruppenarbeit: Mit einer Gruppenarbeit wird eine Diskussion der SuS untereinander gefördert. Da es hier um etwas stark Meinungsbasiertes geht, lernen die SuS in einer Gruppenarbeit und im Austausch mit anderen SuS am besten, welche Aspekte der Datenverarbeitung für sie selbst besonders wichtig erscheinen und wie sie sie gegen die eigenen Interessen abwägen. In der Diskussion mit anderen Sus sind sie zudem freier und weniger in der Erarbeitung gezwungen, gewisse Inhalte zu erschließen. Somit kommen auch Aspekte zu tragen, die normalerweise nicht aufkommen würden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Juristische Grundlagen: Die gewählte Methode des kurzen Vortrages zur Vermittlung der theoretischen Grundlagen ist der Kürze der Zeit geschuldet, da sich in so einem Vortrag in kürzerer Zeit mehr Informationen verpacken lassen, als wenn die Schülerinnen und Schüler sich diese selbst anhand von Materialien erarbeiten würden. Eine andere Methode wäre hier nachhaltiger, wir haben allerdings eine gute Balance aus zeitlicher und inhaltlicher Effektivität gesucht. Allerdings werden die Schülerinne und Schüler durch Fragen der Lehrperson mit einbezogen, um den frontalen Charakter dieser Form des Unterrichts etwas aufzulockern. Das Erkunden der Nutzungsbedingungen anhand von Leitfragen dient dem Zweck, dass die Schülerinnen und Schüler unter Anleitung die Erfahrung sammeln, wie umfangreich solche Vertragsbedingungen in der Realität sind. Außerdem wird hier die Brücke zwischen Theorie und Praxis geschlossen, indem die Schülerinnen und Schüler eine AGB kennenlernen, die für sie in ihrer Lebenswelt tatsächlich relevant ist, den meisten aber wenig oder nicht bekannt ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zukunftsaussichten: Um die SUS wieder neu zu motivieren, soll das Video eine Abwechslung zu den vorherigen Vorträgen sein und die Aufmerksamkeit wieder konzentrieren. Die Diskussion der Inhalte des gezeigten Videos im Plenum führt zu einem Austausch der verschiedenen Sichtweisen und kann den SuS bei der Bildung einer eigenen Meinung helfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Überblick über den Unterrichtsverlauf==&lt;br /&gt;
Das Unterrichtsmodul mit den zentralen Aktivitäten, inhaltlichen Schwerpunkten und Fachinhalten in den verschiedenen Phasen wird in der nachfolgenden Grafik zur Übersicht und Orientierung zusammengefasst. Die Materialien, wie etwa Arbeitsblätter und ergänzende Informationen, der verschiedenen Phasen sind in der Tabelle verlinkt.&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+&lt;br /&gt;
Eine 20 min Pause wird flexibel eingeplant. Dabei wird auf den Zustand der SuS und speziell auf ihre Leistungen nach dem Vortrag geachtet. Voraussichtlich befindet sich die Pause nach Phase 4.&lt;br /&gt;
!Zeit (min)&lt;br /&gt;
!&amp;lt;big&amp;gt;PHASEN&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
!&amp;lt;big&amp;gt;INHALTLICHE SCHWERPUNKTE/OPERATIONEN&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
!&amp;lt;big&amp;gt;SOZIAL-/AKTIONSFORM&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
!&amp;lt;big&amp;gt;MEDIEN&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
!INTENTIONEN U. BEGRÜNDUNGEN&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|5&lt;br /&gt;
|1 Einleitung&lt;br /&gt;
|1.1 Einleiten der SuS in das Thema&lt;br /&gt;
1.2 Vorstellungsrunde, jeder erzählt einen „Digitalen Fakt“ von sich (Siehe Anhang),&lt;br /&gt;
1.3 Unterricht eindeutig machen mittels eines roten Fadens(Roadmap)&lt;br /&gt;
|Interaktiver Vortrag&lt;br /&gt;
|Whiteboard&lt;br /&gt;
|Die Transparenz des Unterrichts dient der Förderung der Mitarbeit, außerdem dient der „Eisbrecher“ der Lockerung der Stimmung.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|15&amp;lt;br /&amp;gt;(10)&amp;lt;br /&amp;gt;(5)&lt;br /&gt;
|2 Vorwissen aktivieren&lt;br /&gt;
2.1 Ausfüllen Mentimeter&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.2 Besprechung&lt;br /&gt;
|Den SuS werden mittels Mentimeter gezielte Fragen zum Vorwissen gestellt. Die Ergebnisse werden als 3 Charts und eine Wordcloud ausgegeben. Die Fragen befinden sich im Anhang.&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einzelarbeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
PC&amp;lt;br /&amp;gt;Beamer&lt;br /&gt;
|Die Aktivierung des Vorwissens bereitet die SuS auf die Lernphase vor. So wird die Qualität der Lernprodukte gesteigert.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|25&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;(15)&amp;lt;br /&amp;gt;(5)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(5)&lt;br /&gt;
|3 Auswerten von&lt;br /&gt;
Nutzerprofilen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.1 Analyse der Profile&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.2 Austausch über Profile&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.3 Sicherung&lt;br /&gt;
|Die SuS in zwei Gruppen unterteilt, in denen sie in EA ein zugeteiltes Instagram Profil analysieren sollen. Dies soll in drei Schritten geschen. So lernen sie, über die Informationen&lt;br /&gt;
über die Person und die Interessen, indirekt die Themenbereiche der expliziten und impliziten Datenerhebung kennen.&lt;br /&gt;
|Einzelarbeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Partnerarbeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
|PC &amp;amp; AB 8&lt;br /&gt;
PC &amp;amp; AB 8&amp;lt;br /&amp;gt;Beamer&lt;br /&gt;
|Die SuS erfahren durch die eigene Arbeit wie einfach es ist Daten über das Profil zu sammeln und können so die Verbindungen zu eigenen Profilen knüpfen. Außerdem lernen die SuS die Verbindung zwischen einem Profil und der Datenerhebung kennen.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|25&lt;br /&gt;
(10)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(8)&amp;lt;br /&amp;gt;(2)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(5)&lt;br /&gt;
|4 Vortrag&lt;br /&gt;
4.1 Vorstellung 1&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.2 Vertiefung (Videos)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.3 Vorstellung 2&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.4 Sicherung&lt;br /&gt;
|Die Thematik des digitalen Doppelgängers und die dazugehörigen Methodiken.&lt;br /&gt;
Das Vorstellen der „tatsächlichen“ Daten, welche Instagram verarbeitet. Außerdem werden Einschnitte aus „SpiegelMining&lt;br /&gt;
– Reverse Engineering von Spiegel Online (33c3)“ präsentiert.&lt;br /&gt;
|Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
Lehrkörper/Klasse&amp;lt;br /&amp;gt;Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
|Whiteboard&lt;br /&gt;
Beamer&amp;lt;br /&amp;gt;Whiteboard&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
AB 6&lt;br /&gt;
|Die SuS lernen Fachsprache und Thematik genauer kennen und sehen an einem Beispiel wie Daten erhoben und verarbeitet werden können. Außerdem werden sie lernen dies mit den eigenen Daten in den Kontext zu stellen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|45&lt;br /&gt;
(30)&amp;lt;br /&amp;gt;(15)&lt;br /&gt;
|5 Gruppenarbeit&lt;br /&gt;
5.1 Erarbeitungsphase&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5.2 Sicherung&lt;br /&gt;
|Die SuS werden zunächst mittels durchzählen in 5 Gruppen aufgeteilt. Jede Gruppe bekommt eine Perspektive zugeteilt, zu der sie ihre Gedanken in Form einer Mindmap aufschreiben soll (gesellschaftlich positiv, gesellschaftlich negativ, persönlich positiv, persönlich negativ, unternehmerische Sicht). Dazu werden Beispieltexte mit Fallbeispielen gestellt, die als Inspiration dienen sollen, aus denen aber auch Teile übernommen werden dürfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anschließend werden die Ergebnisse im Plenum den anderen Gruppen präsentiert und diskutiert.&lt;br /&gt;
|Gruppenarbeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
|AB 1-5&lt;br /&gt;
Plakate&lt;br /&gt;
|Den SuS werden auf einem Spektrum die Vor- und Nachteile nahegebracht. So werden sie in einen Diskurs gebracht und haben die Möglichkeit über das eigene Verhalten abzuwägen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|30&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;(5)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;(20)&amp;lt;br /&amp;gt;(5)&lt;br /&gt;
|6 Juristische Grundlagen&lt;br /&gt;
6.1 Thematische Einführung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.2 Erarbeitungsphase 6.3 Sicherung&lt;br /&gt;
|Kurzer Faktencheck zum Thema AGBs und juristische&lt;br /&gt;
Grundlagen (DSGVO, BDSG), Erkundung der AGBs von&lt;br /&gt;
Instagram anhand von Leitfragen. Das Ziel ist folgende Fragestellung beantworten zu können: Wie gehe ich Verantwortungsvoll mit meinen Daten um?&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einzelarbeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beamer&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
PC&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beamer&lt;br /&gt;
|Die SuS lernen ihre eigenen Rechte und Pflichten bei der Nutzung von Instagram kennen. Außerdem werden ihnen&lt;br /&gt;
Möglichkeiten gezeigt sich besser zu schützen, welches einen datenbewusteren Umgang fördert.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|10&lt;br /&gt;
|7 Zukunftsaussichten&lt;br /&gt;
7.1 Beispielperspektive&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.2 Diskussionsrunde&lt;br /&gt;
|Video: „Pizzabestellung der Zukunft“ - Wie realistisch ist das?&lt;br /&gt;
Besprechen der Zukunftsperspektiven von Big Data, Diskussion im Plenum&lt;br /&gt;
|Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
|Beamer&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;Beamer&lt;br /&gt;
|Die SuS machen sich ein Bild von unterschiedlichen Zukunftsaussichten.&lt;br /&gt;
Dadurch können sie unterschiedliche&lt;br /&gt;
Entwicklungen besser einschätzen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|5&lt;br /&gt;
|8 Verabschiedung&lt;br /&gt;
8.1 Feedback&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8.2 Abmoderation&lt;br /&gt;
|Feedbackbögen: Die SuS nennen, was ihnen gefallen hat und was ihnen nicht gefallen hat. Anschließend folgt die Abmoderation.&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
Einzelarbeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
|AB 7&lt;br /&gt;
AB 7&lt;br /&gt;
|Dient der Reflektion über den Inhalt.&lt;br /&gt;
Schluss&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Beschreibungen ausgewählter Materialien==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Arbeitsblätter===&lt;br /&gt;
ff&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Moderationen===&lt;br /&gt;
ff&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Tafelbilder===&lt;br /&gt;
ff&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Material für die Profilanalyse===&lt;br /&gt;
ff&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Zusätzliche Materialien===&lt;br /&gt;
ff&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Jwiens3</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://eduwiki.cs.upb.de/index.php?title=Unterricht_zu_Instagram&amp;diff=2829</id>
		<title>Unterricht zu Instagram</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://eduwiki.cs.upb.de/index.php?title=Unterricht_zu_Instagram&amp;diff=2829"/>
		<updated>2022-08-15T15:54:13Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Jwiens3: /* Überblick über den Unterrichtsverlauf */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
Die Nutzung von sozialen Medien steht bei Schülerinnen und Schüler hoch im Kurs. Die meisten verbringen täglich Stunden darin. Zu den aktuell am häufigsten verwendeten Medien-Plattformen gehört Instagram. Viele personenbezogenen Daten werden von den Jugendlichen auf Instagram preisgegeben, ohne dass sie über eventuelle Konsequenzen nachzudenken. Dabei ist Instagram ein [[datengetriebenes digitales Artefakt]], welches die personenbezogenen Daten erhebt und verarbeitet. Es erscheint daher wichtig, vor dem Hintergrund theoretischer Grundlagen des Data-Minings dieses [[Datengetriebenes digitales Artefakt|datengetriebene digitale Artefakt]] aus verschiedenen Perspektiven zu betrachten und dadurch das [[Datenbewusstsein]] der Schülerinnen und Schüler zu fördern. Die Jugendlichen sollen zu einem persönlich bewussten Umgang mit Daten und Social-Media gelangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Steckbrief des Unterrichtsmoduls==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Titel:&#039;&#039;&#039; Datenbewusstsein am Beispiel von Instagram&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Stichworte:&#039;&#039;&#039; [[Datenbewusstsein]], [[Data Science]], Internet-Suchmaschine&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Zielgruppe:&#039;&#039;&#039; Lerngruppen aus Informatikkursen der EF aus der gymnasialen Oberstufe - keine Einschränkung der Klassengröße - sowohl homogene als auch heterogene Zusammensetzung möglich&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Inhaltsfeld:&#039;&#039;&#039; &amp;quot;Informatik, Mensch und Gesellschaft&amp;quot; (insbesondere der Schwerpunkt: [[Datenbewusstsein]]), &amp;quot;Daten und Information&amp;quot;, &amp;quot;Informatiksysteme&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Vorkenntnisse:&#039;&#039;&#039; Dieses Unterrichtsmodul setzt einige wenige Vorkenntnisse der Lernenden voraus. Die Verwendung von sozialen Medien, insbesondere Instagram, sollte gebräuchlich sein. Ebenso sollten auch gewisse Grundkenntnisse und ein grundlegendes Bewusstsein für unterschiedliche digitale datengetriebene Artefakte bestehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Zeitlicher Umfang:&#039;&#039;&#039; 4 Unterrichtsstunden a 45 Minuten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gegenstandsbereich (Fachinhalt) des Unterrichtsmoduls==&lt;br /&gt;
Gegenstand der von uns geplanten und durchgeführten Unterrichtseinheit ist das Konzept des Datenbewusstseins. Dieses didaktische Konzept der informatischen Allgemeinbildung bezieht sich auf die alltägliche Interaktion mit den verschiedensten digitalen datengetriebenen Artefakten und das Bewusstsein für das dabei ablaufende Sammeln und Verarbeiten von Nutzerdaten. Das Ziel des Unterrichts ist, die Schülerinnen und Schüler dazu zu bewegen, die eigene Nutzung digitaler datengetriebener Artefakte zu reflektieren und das theoretische Wissen zu vermitteln, um zu verstehen und zu erkennen, an welchen Stellen Daten mit welchen Methoden gewonnen werden und wozu diese Daten genutzt werden. Durch das Vermitteln dieses Wissens soll erzielt werden, dass die Schülerinnen und Schüler, nach einer kritischen Betrachtung verschiedener Perspektiven, selbstbestimmt und bewusst mit ihren Daten in der Interaktion mit digitalen Datengetrieben Artefakten umgehen und ihre Rechte in Bezug auf diese Daten kennen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Überblick über den Verlauf des Unterrichtsmoduls==&lt;br /&gt;
Die Unterrichtseinheit unterteilt sich neben der Einleitung und der Verabschiedung in sechs didaktisch relevante Einheiten. Da die Einleitung und Verabschiedung, neben der ersten Interaktion mit den SuS, dem „Eisbrechen“ und dem Abrunden der Unterrichtseinheit dient, und keine Lernziele oder Kompetenzen erzielen soll, wird im Verlaufe nicht weiter auf sie eingegangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Unterrichtseinheit ist unterteilt in:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
#Einleitung&lt;br /&gt;
#Vorwissen aktivieren&lt;br /&gt;
#Profilanalyse&lt;br /&gt;
#Vortrag&lt;br /&gt;
#Gruppenarbeit&lt;br /&gt;
#Juristische Grundlagen&lt;br /&gt;
#Zukunftsaussichten&lt;br /&gt;
#Verabschiedung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ziele des Unterrichtsmoduls==&lt;br /&gt;
Beginnend mit dem Aktivieren des Vorwissens sollen die SuS durch die Umfragen und die Auswertungen angeregt werden, sich ihr Nutzungsverhalten, insbesondere ihre Nutzungsdauer, bewusst zu machen und kritisch zu hinterfragen. Dies dient dazu, den Blickwinkel der SuS zu öffnen, um in den folgenden Teilen des Unterrichts den Perspektivwechsel zu erleichtern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anschließend werden sie mithilfe der Profilanalyse mit den beispielhaften Nutzerprofilen konfrontiert, um eine Möglichkeit zu haben, sich mit dem Medium auseinanderzusetzten und eine neue Sicht zu erlangen. Da die zeitliche Beschränkung dazu führt, dass eine eher algorithmische Analyse der Struktur des digitalen datengetriebenen Artefaktes nicht vermittelt werden kann, ist es das Ziel, den SuS eine auf logischem Denken basierende Analyse eines Profils zu vermitteln und den SuS ein Gefühl für die Menge an Informationen zu geben, welche aus einem Profil gewonnen werden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem darauffolgenden Vortrag ist es das Ziel, dass die SuS ein Verständnis für den breiteren Kontext des Datengeschäfts erlangen und Fachbegriffe wie „digitaler Doppelgänger“, „Vorratsdatenspeicherung“, „explizite -und implizite Datenerhebung“ mit eigenen Worten erklären und miteinander in Verbindung bringen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Danach ist es das Ziel mittels einer Gruppenarbeit, dass die SuS die verschiedenen Perspektiven und Akteure der Datenverarbeitung kennenlernen und sich in diese hineinversetzen. In der Gruppenarbeit diskutieren sie dann über diese und beim späteren Zusammentragen evaluieren sie die Ziele anderer Akteure und wägen sie mit den eigenen ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun im Abschnitt der juristischen Grundlagen ist es wichtig, die Schülerinnen und Schüler über ihre Rechte in Bezug auf ihre Daten in sozialen Medien aufzuklären. Dazu wird wir kurz auf die theoretischen Grundlagen eingegangen, die es zum Thema DSGVO der EU, BDSG und AGB zu wissen gibt. Die Schülerinnen und Schüler erweitern dadurch nicht nur ihr Fachvokabular, sondern lernen auch, dass sie in Bezug auf den Schutz ihrer personenbezogenen Daten nicht allein gelassen werden. Darauf folgt eine selbständige Arbeitsphase, in welcher die Schülerinnen und Schüler sich die Nutzungsbedingungen von Instagram raussuchen und anhand von Leitfragen erkunden. Die Schülerinnen und Schüler sollen aus dieser Aufgabe lernen, AGB oder Nutzungsbedingungen nach den relevanten Informationen zu scannen und erkennen, wie wichtig es ist, die Vertragsbedingungen, um die es sich dabei handelt, zu erkennen und um in der Lage zu sein, selbstbestimmt und verantwortungsvoll mit den eigenen Daten auf einer Plattform wie Instagram umzugehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Letztendlich ist es die Aufgabe der Zukunftsaussichten, dass die SuS aufmerksamer für neue Entwicklungen im Bereich der Datenverarbeitung werden und reflektieren können, welche der aufgezeigten Zukunftsaussichten möglich und/oder realistisch sind. Dabei entwickeln sie ein Bewusstsein für die Gefahren und Chancen, die eine Weiterentwicklung digitaler datengetriebener Artefakte in eine bestimmte Richtung mit sich bringen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Sachanalyse des Unterrichtsmoduls==&lt;br /&gt;
[[Datei:Dualitätsrekonstruktion zum digitalen datengetriebenen Artefakt Instagram.png|mini|675x675px|Dualitätsrekonstruktion zum digitalen datengetriebenen Artefakt Instagram]]&lt;br /&gt;
Die verschiedenen Unterrichtselemente beschäftigen sich mit unterschiedlichen Inhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorwissen aktivieren: Es werden anonyme Umfragen zum aktuellen Wissensstand und zu den Nutzungsgewohnheiten der SuS von Instagram durchgeführt, um in die Thematik der Unterrichtseinheit einzuleiten und die Ergebnisse anschließend auszuwerten und im Verlauf der folgenden Unterrichtselemente wieder aufzugreifen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Profilanalyse: Die beiden Profile stellen beispielhafte Nutzer dar. Sie sind sehr stereotypisch und mit einem chronologischen Gedanken entwickelt worden, um den SuS eine klare und eher einfach zu erschließende Plattform zu präsentieren. So ergibt sich idealerweise, mithilfe der Bearbeitungszeit, eine Struktur passend zum Analyseprozess und die SuS haben so die Möglichkeit, das eigene Verhalten auf der Plattform zu reflektieren und eine Verbindung zwischen kommerziellen Aspekten und Inhalten der Plattform herzustellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vortrag: Der Inhalt schließt sowohl die Nutzer- als auch die Unternehmensperspektive von Instagrams Geschäftsmodell ein, welche Rolle digitale Doppelgänger in diesem spielen, wie diese konstruiert werden und zu welchen Zwecken sie verwendet werden können. Digitale Doppelgänger beziehen sich auf eine konkrete Person und bestehen aus den gesammelten personenbezogenen Daten der jeweiligen Person. Dabei ist der digitale Doppelgänger nur begrenzt genau in der Abbildung der Realität. Die Daten des digitalen Doppelgängers werden mittels der Instagram App in diesem Beispiel erhoben. Dafür wird in explizite -und implizite Datenerhebung unterschieden. Explizit sind die Daten, die der Nutzer aktiv zum Zweck Daten zur Verfügung zu stellen eingibt. Implizit sind die Daten, die durch Beobachtung, Tracking gewonnen werden oder vom Nutzer mit einem anderen primären Zweck als Daten zur Verfügung zu stellen eingegeben wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gruppenarbeit: Die Gruppenarbeit beschäftigt sich mit den Vorteilen und Nachteilen der Datenverarbeitung aus Sicht der Privatnutzer, der Gesellschaft und der Unternehmen. Die Gruppen haben dazu Arbeitsblätter mit erdachten und / oder realen Szenarien und Situationen bekommen, aus welchen die SuS Vor- oder Nachteile formulieren sollen, die sich durch die technologie Vorratsdatenspeicherung ergeben könnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Juristische Grundlagen: Die seit dem 25. Mai 2018 bestehenden Vorschriften der DSGVO schützen die Grundrechte und Grundfreiheiten natürlicher Personen auf EU-Ebene und lassen dabei Spielraum an einigen Stellen für ihre Mitgliedsstaaten. Es wird insbesondere geregelt, wie Unternehmen die privaten Daten von Personen erheben und verarbeiten. Auf Bundesebene setzt dann das BDSG an und beruht auf den Artikeln 1 und 2 des Grundgesetzes. Speziell wird im BDSG auch die Umsetzung der Datenschutz-Richtlinien der EU für Polizei und Justiz geregelt. Während es sich bei der DSGVO und dem BDSG um Vorschriften und Gesetze handelt, sind die AGB für eine Vielzahl von Fällen anwendbare vorformulierte Vertragsbedingungen, die jedes Unternehmen als eine Vertragspartei im Rahmen der in Deutschland herrschenden Vertragsfreiheit festlegt. In den AGB darf von gesetzlichen Regelungen nur abgewichen werden, wenn dies zum Vorteil des Kunden geschieht. Bei Instagram handelt es sich hierbei um sogenannte Nutzungsbedingungen, denen jeder Nutzer beim Erstellen eines Profils und bei jeder Änderung zustimmt und einwilligt, sich vertraglich an diese zu halten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zukunftsaussichten: In einem Video wird der Zugriff auf persönliche Daten, wie z. B. Daten der Krankenkasse, Adresse und Finanzinformationen, durch einen Pizza-Lieferdienst der Zukunft dargestellt. Dieser Zukunftsausblick dient als Diskussionsgrundlage der folgenden Plenumsdiskussion, welche durch die Lehrperson moderiert wird. Es werden die einzelnen im Video angesprochenen Möglichkeiten der Datenverarbeitung einzeln betrachtet und ein Einblick in schon heute mehr oder weniger gängige Praktiken in den jeweiligen Bereichen gegeben. So wird z. B. das Krankenkassen-Modell angesprochen, welches mithilfe einer Fitness-Uhr die gesundheitsrelevanten Daten der Versicherungsnehmer auswertet und anhand dieser die Höhe der Beiträge reguliert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Didaktische Begründung des Unterrichtsmoduls==&lt;br /&gt;
Die verschiedenen Unterrichtselemente verwenden unterschiedliche Methoden und werden deshalb im Folgenden einzeln betrachtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorwissen aktivieren: Das Aktivieren des Vorwissens erfüllt den Zweck, dass die SUS sich eigene Gedanken zu dem Thema machen und somit sie selbst und die Lehrperson sich ein Bild vom bisherigen Wissenstand machen können, sodass manche Themenbereiche im Verlauf der Unterrichtseinheit vielleicht aufgegriffen werden können. Mit dem digitalen Hilfsmittel Mentimeter können die Ergebnisse einfach eingesehen und übersichtlich für das Plenum präsentiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Profilanalyse: Bei der Profilanalyse ist es essenziell, dass die SuS sich selbst mit dem digitalen Artefakt auseinandersetzen. Da die Analyse der Profile mithilfe der Instagram-Plattform höchstwahrscheinlich zu Unruhe führen würde, werden die Profile anhand einer PDF-Datei zu Verfügung gestellt. Daraus folgt, dass die SuS sich über mehrere Minuten mit den Profilen inhaltlich auseinandersetzen müssen und somit als Lernprodukt unbewusst eine Methodik der Profilanalyse erstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vortrag: Für diesem Abschnitt wurde die Methode des Lehrervortrags gewählt, zum einen damit es Abwechslung in der Unterrichtsgestaltung gibt, zum anderen, weil diese Methode der Erfüllung der Lernziele am ehesten gerecht wird. Die einzelnen Fachbegriffe könnte man den SuS auch in Sachtexten zur Selbsterschließung näherbringen, jedoch bietet der Vortrag die Möglichkeit, diese zusammenhängend als großes Ganzes darstellen, viel eher und natürlicher als andere Methoden. Zum Schluss sollen die SuS die gehörten und trotzdem gelernten Inhalte mit eigenen Worten wiedergeben, wodurch die Lernfortschritte noch einmal gefestigt werden und die Lehrperson einen Überblick über den Lernfortschritt der SuS bekommt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gruppenarbeit: Mit einer Gruppenarbeit wird eine Diskussion der SuS untereinander gefördert. Da es hier um etwas stark Meinungsbasiertes geht, lernen die SuS in einer Gruppenarbeit und im Austausch mit anderen SuS am besten, welche Aspekte der Datenverarbeitung für sie selbst besonders wichtig erscheinen und wie sie sie gegen die eigenen Interessen abwägen. In der Diskussion mit anderen Sus sind sie zudem freier und weniger in der Erarbeitung gezwungen, gewisse Inhalte zu erschließen. Somit kommen auch Aspekte zu tragen, die normalerweise nicht aufkommen würden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Juristische Grundlagen: Die gewählte Methode des kurzen Vortrages zur Vermittlung der theoretischen Grundlagen ist der Kürze der Zeit geschuldet, da sich in so einem Vortrag in kürzerer Zeit mehr Informationen verpacken lassen, als wenn die Schülerinnen und Schüler sich diese selbst anhand von Materialien erarbeiten würden. Eine andere Methode wäre hier nachhaltiger, wir haben allerdings eine gute Balance aus zeitlicher und inhaltlicher Effektivität gesucht. Allerdings werden die Schülerinne und Schüler durch Fragen der Lehrperson mit einbezogen, um den frontalen Charakter dieser Form des Unterrichts etwas aufzulockern. Das Erkunden der Nutzungsbedingungen anhand von Leitfragen dient dem Zweck, dass die Schülerinnen und Schüler unter Anleitung die Erfahrung sammeln, wie umfangreich solche Vertragsbedingungen in der Realität sind. Außerdem wird hier die Brücke zwischen Theorie und Praxis geschlossen, indem die Schülerinnen und Schüler eine AGB kennenlernen, die für sie in ihrer Lebenswelt tatsächlich relevant ist, den meisten aber wenig oder nicht bekannt ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zukunftsaussichten: Um die SUS wieder neu zu motivieren, soll das Video eine Abwechslung zu den vorherigen Vorträgen sein und die Aufmerksamkeit wieder konzentrieren. Die Diskussion der Inhalte des gezeigten Videos im Plenum führt zu einem Austausch der verschiedenen Sichtweisen und kann den SuS bei der Bildung einer eigenen Meinung helfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Überblick über den Unterrichtsverlauf==&lt;br /&gt;
Das Unterrichtsmodul mit den zentralen Aktivitäten, inhaltlichen Schwerpunkten und Fachinhalten in den verschiedenen Phasen wird in der nachfolgenden Grafik zur Übersicht und Orientierung zusammengefasst. Die Materialien, wie etwa Arbeitsblätter und ergänzende Informationen, der verschiedenen Phasen sind in der Tabelle verlinkt.&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+&lt;br /&gt;
Eine 20 min Pause wird flexibel eingeplant. Dabei wird auf den Zustand der SuS und speziell auf ihre Leistungen nach dem Vortrag geachtet. Voraussichtlich befindet sich die Pause nach Phase 4.&lt;br /&gt;
!Zeit (min)&lt;br /&gt;
!&amp;lt;big&amp;gt;PHASEN&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
!&amp;lt;big&amp;gt;INHALTLICHE SCHWERPUNKTE/OPERATIONEN&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
!&amp;lt;big&amp;gt;SOZIAL-/AKTIONSFORM&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
!&amp;lt;big&amp;gt;MEDIEN&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
!INTENTIONEN U. BEGRÜNDUNGEN&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|5&lt;br /&gt;
|1 Einleitung&lt;br /&gt;
|1.1 Einleiten der SuS in das Thema&lt;br /&gt;
1.2 Vorstellungsrunde, jeder erzählt einen „Digitalen Fakt“ von sich (Siehe Anhang),&lt;br /&gt;
1.3 Unterricht eindeutig machen mittels eines roten Fadens(Roadmap)&lt;br /&gt;
|Interaktiver Vortrag&lt;br /&gt;
|Whiteboard&lt;br /&gt;
|Die Transparenz des Unterrichts dient der Förderung der Mitarbeit, außerdem dient der „Eisbrecher“ der Lockerung der Stimmung.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|15&amp;lt;br /&amp;gt;(10)&amp;lt;br /&amp;gt;(5)&lt;br /&gt;
|2 Vorwissen aktivieren&lt;br /&gt;
2.1 Ausfüllen Mentimeter&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.2 Besprechung&lt;br /&gt;
|Den SuS werden mittels Mentimeter gezielte Fragen zum Vorwissen gestellt. Die Ergebnisse werden als 3 Charts und eine Wordcloud ausgegeben. Die Fragen befinden sich im Anhang.&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einzelarbeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
PC&amp;lt;br /&amp;gt;Beamer&lt;br /&gt;
|Die Aktivierung des Vorwissens bereitet die SuS auf die Lernphase vor. So wird die Qualität der Lernprodukte gesteigert.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|25&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;(15)&amp;lt;br /&amp;gt;(5)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(5)&lt;br /&gt;
|3 Auswerten von&lt;br /&gt;
Nutzerprofilen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.1 Analyse der Profile&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.2 Austausch über Profile&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.3 Sicherung&lt;br /&gt;
|Die SuS in zwei Gruppen unterteilt, in denen sie in EA ein zugeteiltes Instagram Profil analysieren sollen. Dies soll in drei Schritten geschen. So lernen sie, über die Informationen&lt;br /&gt;
über die Person und die Interessen, indirekt die Themenbereiche der expliziten und impliziten Datenerhebung kennen.&lt;br /&gt;
|Einzelarbeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Partnerarbeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
|PC &amp;amp; AB 8&lt;br /&gt;
PC &amp;amp; AB 8&amp;lt;br /&amp;gt;Beamer&lt;br /&gt;
|Die SuS erfahren durch die eigene Arbeit wie einfach es ist Daten über das Profil zu sammeln und können so die Verbindungen zu eigenen Profilen knüpfen. Außerdem lernen die SuS die Verbindung zwischen einem Profil und der Datenerhebung kennen.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|25&lt;br /&gt;
(10)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(8)&amp;lt;br /&amp;gt;(2)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(5)&lt;br /&gt;
|4 Vortrag&lt;br /&gt;
4.1 Vorstellung 1&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.2 Vertiefung (Videos)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.3 Vorstellung 2&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.4 Sicherung&lt;br /&gt;
|Die Thematik des digitalen Doppelgängers und die dazugehörigen Methodiken.&lt;br /&gt;
Das Vorstellen der „tatsächlichen“ Daten, welche Instagram verarbeitet. Außerdem werden Einschnitte aus „SpiegelMining&lt;br /&gt;
– Reverse Engineering von Spiegel Online (33c3)“ präsentiert.&lt;br /&gt;
|Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
Lehrkörper/Klasse&amp;lt;br /&amp;gt;Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
|Whiteboard&lt;br /&gt;
Beamer&amp;lt;br /&amp;gt;Whiteboard&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
AB 6&lt;br /&gt;
|Die SuS lernen Fachsprache und Thematik genauer kennen und sehen an einem Beispiel wie Daten erhoben und verarbeitet werden können. Außerdem werden sie lernen dies mit den eigenen Daten in den Kontext zu stellen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|45&lt;br /&gt;
(30)&amp;lt;br /&amp;gt;(15)&lt;br /&gt;
|5 Gruppenarbeit&lt;br /&gt;
5.1 Erarbeitungsphase&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5.2 Sicherung&lt;br /&gt;
|Die SuS werden zunächst mittels durchzählen in 5 Gruppen aufgeteilt. Jede Gruppe bekommt eine Perspektive zugeteilt, zu der sie ihre Gedanken in Form einer Mindmap aufschreiben soll (gesellschaftlich positiv, gesellschaftlich negativ, persönlich positiv, persönlich negativ, unternehmerische Sicht). Dazu werden Beispieltexte mit Fallbeispielen gestellt, die als Inspiration dienen sollen, aus denen aber auch Teile übernommen werden dürfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anschließend werden die Ergebnisse im Plenum den anderen Gruppen präsentiert und diskutiert.&lt;br /&gt;
|Gruppenarbeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
|AB 1-5&lt;br /&gt;
Plakate&lt;br /&gt;
|Den SuS werden auf einem Spektrum die Vor- und Nachteile nahegebracht. So werden sie in einen Diskurs gebracht und haben die Möglichkeit über das eigene Verhalten abzuwägen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|30&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;(5)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;(20)&amp;lt;br /&amp;gt;(5)&lt;br /&gt;
|6 Juristische Grundlagen&lt;br /&gt;
6.1 Thematische Einführung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.2 Erarbeitungsphase 6.3 Sicherung&lt;br /&gt;
|Kurzer Faktencheck zum Thema AGBs und juristische&lt;br /&gt;
Grundlagen (DSGVO, BDSG), Erkundung der AGBs von&lt;br /&gt;
Instagram anhand von Leitfragen. Das Ziel ist folgende Fragestellung beantworten zu können: Wie gehe ich Verantwortungsvoll mit meinen Daten um?&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einzelarbeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beamer&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
PC&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beamer&lt;br /&gt;
|Die SuS lernen ihre eigenen Rechte und Pflichten bei der Nutzung von Instagram kennen. Außerdem werden ihnen&lt;br /&gt;
Möglichkeiten gezeigt sich besser zu schützen, welches einen datenbewusteren Umgang fördert.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|10&lt;br /&gt;
|7 Zukunftsaussichten&lt;br /&gt;
7.1 Beispielperspektive&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.2 Diskussionsrunde&lt;br /&gt;
|Video: „Pizzabestellung der Zukunft“ - Wie realistisch ist das?&lt;br /&gt;
Besprechen der Zukunftsperspektiven von Big Data, Diskussion im Plenum&lt;br /&gt;
|Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
|Beamer&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;Beamer&lt;br /&gt;
|Die SuS machen sich ein Bild von unterschiedlichen Zukunftsaussichten.&lt;br /&gt;
Dadurch können sie unterschiedliche&lt;br /&gt;
Entwicklungen besser einschätzen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|5&lt;br /&gt;
|8 Verabschiedung&lt;br /&gt;
8.1 Feedback&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8.2 Abmoderation&lt;br /&gt;
|Feedbackbögen: Die SuS nennen, was ihnen gefallen hat und was ihnen nicht gefallen hat. Anschließend folgt die Abmoderation.&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
Einzelarbeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
|AB 7&lt;br /&gt;
AB 7&lt;br /&gt;
|Dient der Reflektion über den Inhalt.&lt;br /&gt;
Schluss&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Beschreibungen ausgewählter Materialien==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Arbeitsblätter===&lt;br /&gt;
ff&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Moderationen===&lt;br /&gt;
ff&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Tafelbilder===&lt;br /&gt;
ff&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Material für die Profilanalyse===&lt;br /&gt;
ff&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Zusätzliche Materialien===&lt;br /&gt;
ff&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Erhebung und Verarbeitung von Daten bei Suchmaschinen am Beispiel der Google Suche&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Findet euch in eurer Gruppe [♣ – ♠ – ♥ – ♦] an den Computern nebenan zusammen. Eure Aufgabe ist es, folgende Begriffe in die Google Suche einzugeben. Besucht die Websites, die euch interessieren. Wir werden eure Beobachtungen im Plenum sammeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Suchbegriffe:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
♣ Paderborn&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
♠ Universität&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
♥ Schule&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
♦ Wetter&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leitfragen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Was ist das Erste Ergebnis, das euch von Google vorgeschlagen wird?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Was wird dir neben Suchergebnissen zu deiner Suche angezeigt?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Sind Bilder oder Videos vorhanden?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Werden zusätzliche Suchanfragen vorgeschlagen? Wenn ja, in welchem Zusammenhang?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Arbeitsblatt 2===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Erhebung und Verarbeitung von Daten bei Suchmaschinen am Beispiel der Google Suche&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgaben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
#&#039;&#039;Lies den Text und schreibe die Bedeutung der Begriffe „explizit erhobene Daten“ und „implizit erhobene Daten“ in die Tabelle (EA).&#039;&#039;&lt;br /&gt;
#&#039;&#039;Überlegt, welche Daten bei euer vorherigen Google Suche explizit und implizit erhoben wurden und ordnet sie passend in die Tabelle ein (GA).&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Text: &#039;&#039;&#039;Explizit und implizit erhobene Daten&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einer Nachricht wie zum Beispiel „Ich habe am 19.1.2002 Geburtstag“ können ausdrücklich formulierte, explizite Botschaften oder Informationen stehen oder nicht benannte, indirekte Informationen. Man weiß, dass die Person im Januar Geburtstag hat. Die &#039;&#039;explizit erhobenen&#039;&#039; Daten sind also jene, die der Nutzende direkt und aktiv eingegeben bzw. erzeugt hat. Die Angabe des Geburtsdatums wird meistens in Benutzerkonten, wie zum Beispiel die von Google, erfragt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusätzlich weiß man aber auch, dass die Person in diesem Jahr 20 Jahre alt geworden ist. Das hat die Person einem aber nicht gesagt. Diese Information konnte &#039;&#039;implizit&#039;&#039; aus der Nachricht erschlossen werden, bzw. sie wurde &#039;&#039;implizit erhoben&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Explizit und implizit erhobene Daten stehen also in der Regel in der Verbindung zum Nutzenden und stellen oft personenbezogene Daten dar. Über die explizite Datenerhebung sind sich Nutzenden in der Regel bewusst. Dazu gehören z.B. bei Social Media Plattformen gepostete Texte und Bilder oder beim Telefonieren über das Mobilfunknetz die Telefonnummer desjenigen, den man anrufen möchte. Im Gegensatz dazu, werden implizit erhobene Daten indirekt durch Beobachtung (Tracking) oder Verarbeitung bereits erhobener Daten erhoben und generiert. Dieser Datenerhebung sind sich Nutzende oft nicht bewusst. Diese Daten werden während der Nutzung von Google Suche, Instagram, YouTube und co. „nebenbei“ erhoben oder generiert. Im Beispiel einer Social Media Plattform sind dies etwa Likes und Klicks.&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+&lt;br /&gt;
!&lt;br /&gt;
!explizit erhobene Daten&lt;br /&gt;
!implizit erhobene Daten&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Bedeutung der Begriffe&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Anwendung auf Google Suche&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Arbeitsblatt 3===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Erhebung und Verarbeitung von Daten bei Suchmaschinen am Beispiel der Google Suche&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Text: &#039;&#039;&#039;Primäre und sekundäre Zwecke der Verarbeitung und Verwendung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die primären und sekundären Zwecke beziehen sich auf die Absicht, mit der diese zuvor erhobenen Daten in und durch zum Beispiel Google Suche verarbeitet und verwendet werden. Primäre Zwecke umfasst, dass die erhobenen Daten dazu verarbeitet und verwendet werden, um weiterhin die Features (Funktionen und Eigenschaften) anbieten zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die primären Zwecke beziehen sich auf eine Nutzerperspektive auf die Verarbeitung und Verwendung. Die Daten werden verarbeitet und verwendet, um Nutzenden nachgefragte Funktionen anbieten zu können. Im Beispiel der Suchmaschine ist dies etwa das Anzeigen von Suchergebnissen. Personalisierte Ergebnisse gehören nur dann zu primären Zwecken, wenn es vom Nutzer ausdrücklich zugelassen worden ist, die Daten zur Personalisierung zu verwenden. Diese Verwendung ist in dem Fall noch ein primärer Zweck.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sekundäre Zwecke bedeutet, dass die Daten verarbeitet und verwendet werden, um weitere Zwecke zu verfolgen z.B. weitere wirtschaftliche oder wissenschaftliche Zwecke. Diese „Zweitverwertung“ der Daten bezieht sich auf einer Anbieterperspektive auf die Verarbeitung und Verwendung der erhobenen Daten: Wozu kann ein Anbieter einer derartigen Plattform die erhobenen Daten noch nutzen? Im Kontext von Streamingdiensten (z.B. Spotify) könnte dies etwa umfassen, dass Nutzungsdaten (z.B. gehörte Musik) zur Analyse der Emotionen der Nutzenden verwendet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgaben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
#&#039;&#039;Lies den Text und schreibe die Bedeutung der Begriffe „primäre Zwecke“ und „sekundäre Zwecke“ in das Textfeld (EA).&#039;&#039;&lt;br /&gt;
#&#039;&#039;Welche Zwecke könnte Google mit den Daten aus der vorherigen Suche verfolgen? Ordnet eure Ergebnisse den primären Zwecken und sekundären Zwecken zu (EA).&#039;&#039;&lt;br /&gt;
#&#039;&#039;Diskutiert mit eurem Partner die Vor – und Nachteile der Datenerhebung durch Google.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
#&#039;&#039;Beziehe zu folgender Aussage begründet Stellung:&#039;&#039; „Im Grunde besteht die Wahl zwischen einer bedingungslosen Zustimmung (der Datenverarbeitung durch Google) oder einem vollständigen Ausschluss von der Nutzung.“&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Jwiens3</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://eduwiki.cs.upb.de/index.php?title=Unterricht_zu_Instagram&amp;diff=2828</id>
		<title>Unterricht zu Instagram</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://eduwiki.cs.upb.de/index.php?title=Unterricht_zu_Instagram&amp;diff=2828"/>
		<updated>2022-08-15T15:49:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Jwiens3: /* Überblick über den Unterrichtsverlauf */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
Die Nutzung von sozialen Medien steht bei Schülerinnen und Schüler hoch im Kurs. Die meisten verbringen täglich Stunden darin. Zu den aktuell am häufigsten verwendeten Medien-Plattformen gehört Instagram. Viele personenbezogenen Daten werden von den Jugendlichen auf Instagram preisgegeben, ohne dass sie über eventuelle Konsequenzen nachzudenken. Dabei ist Instagram ein [[datengetriebenes digitales Artefakt]], welches die personenbezogenen Daten erhebt und verarbeitet. Es erscheint daher wichtig, vor dem Hintergrund theoretischer Grundlagen des Data-Minings dieses [[Datengetriebenes digitales Artefakt|datengetriebene digitale Artefakt]] aus verschiedenen Perspektiven zu betrachten und dadurch das [[Datenbewusstsein]] der Schülerinnen und Schüler zu fördern. Die Jugendlichen sollen zu einem persönlich bewussten Umgang mit Daten und Social-Media gelangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Steckbrief des Unterrichtsmoduls==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Titel:&#039;&#039;&#039; Datenbewusstsein am Beispiel von Instagram&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Stichworte:&#039;&#039;&#039; [[Datenbewusstsein]], [[Data Science]], Internet-Suchmaschine&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Zielgruppe:&#039;&#039;&#039; Lerngruppen aus Informatikkursen der EF aus der gymnasialen Oberstufe - keine Einschränkung der Klassengröße - sowohl homogene als auch heterogene Zusammensetzung möglich&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Inhaltsfeld:&#039;&#039;&#039; &amp;quot;Informatik, Mensch und Gesellschaft&amp;quot; (insbesondere der Schwerpunkt: [[Datenbewusstsein]]), &amp;quot;Daten und Information&amp;quot;, &amp;quot;Informatiksysteme&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Vorkenntnisse:&#039;&#039;&#039; Dieses Unterrichtsmodul setzt einige wenige Vorkenntnisse der Lernenden voraus. Die Verwendung von sozialen Medien, insbesondere Instagram, sollte gebräuchlich sein. Ebenso sollten auch gewisse Grundkenntnisse und ein grundlegendes Bewusstsein für unterschiedliche digitale datengetriebene Artefakte bestehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Zeitlicher Umfang:&#039;&#039;&#039; 4 Unterrichtsstunden a 45 Minuten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gegenstandsbereich (Fachinhalt) des Unterrichtsmoduls==&lt;br /&gt;
Gegenstand der von uns geplanten und durchgeführten Unterrichtseinheit ist das Konzept des Datenbewusstseins. Dieses didaktische Konzept der informatischen Allgemeinbildung bezieht sich auf die alltägliche Interaktion mit den verschiedensten digitalen datengetriebenen Artefakten und das Bewusstsein für das dabei ablaufende Sammeln und Verarbeiten von Nutzerdaten. Das Ziel des Unterrichts ist, die Schülerinnen und Schüler dazu zu bewegen, die eigene Nutzung digitaler datengetriebener Artefakte zu reflektieren und das theoretische Wissen zu vermitteln, um zu verstehen und zu erkennen, an welchen Stellen Daten mit welchen Methoden gewonnen werden und wozu diese Daten genutzt werden. Durch das Vermitteln dieses Wissens soll erzielt werden, dass die Schülerinnen und Schüler, nach einer kritischen Betrachtung verschiedener Perspektiven, selbstbestimmt und bewusst mit ihren Daten in der Interaktion mit digitalen Datengetrieben Artefakten umgehen und ihre Rechte in Bezug auf diese Daten kennen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Überblick über den Verlauf des Unterrichtsmoduls==&lt;br /&gt;
Die Unterrichtseinheit unterteilt sich neben der Einleitung und der Verabschiedung in sechs didaktisch relevante Einheiten. Da die Einleitung und Verabschiedung, neben der ersten Interaktion mit den SuS, dem „Eisbrechen“ und dem Abrunden der Unterrichtseinheit dient, und keine Lernziele oder Kompetenzen erzielen soll, wird im Verlaufe nicht weiter auf sie eingegangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Unterrichtseinheit ist unterteilt in:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
#Einleitung&lt;br /&gt;
#Vorwissen aktivieren&lt;br /&gt;
#Profilanalyse&lt;br /&gt;
#Vortrag&lt;br /&gt;
#Gruppenarbeit&lt;br /&gt;
#Juristische Grundlagen&lt;br /&gt;
#Zukunftsaussichten&lt;br /&gt;
#Verabschiedung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ziele des Unterrichtsmoduls==&lt;br /&gt;
Beginnend mit dem Aktivieren des Vorwissens sollen die SuS durch die Umfragen und die Auswertungen angeregt werden, sich ihr Nutzungsverhalten, insbesondere ihre Nutzungsdauer, bewusst zu machen und kritisch zu hinterfragen. Dies dient dazu, den Blickwinkel der SuS zu öffnen, um in den folgenden Teilen des Unterrichts den Perspektivwechsel zu erleichtern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anschließend werden sie mithilfe der Profilanalyse mit den beispielhaften Nutzerprofilen konfrontiert, um eine Möglichkeit zu haben, sich mit dem Medium auseinanderzusetzten und eine neue Sicht zu erlangen. Da die zeitliche Beschränkung dazu führt, dass eine eher algorithmische Analyse der Struktur des digitalen datengetriebenen Artefaktes nicht vermittelt werden kann, ist es das Ziel, den SuS eine auf logischem Denken basierende Analyse eines Profils zu vermitteln und den SuS ein Gefühl für die Menge an Informationen zu geben, welche aus einem Profil gewonnen werden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem darauffolgenden Vortrag ist es das Ziel, dass die SuS ein Verständnis für den breiteren Kontext des Datengeschäfts erlangen und Fachbegriffe wie „digitaler Doppelgänger“, „Vorratsdatenspeicherung“, „explizite -und implizite Datenerhebung“ mit eigenen Worten erklären und miteinander in Verbindung bringen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Danach ist es das Ziel mittels einer Gruppenarbeit, dass die SuS die verschiedenen Perspektiven und Akteure der Datenverarbeitung kennenlernen und sich in diese hineinversetzen. In der Gruppenarbeit diskutieren sie dann über diese und beim späteren Zusammentragen evaluieren sie die Ziele anderer Akteure und wägen sie mit den eigenen ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun im Abschnitt der juristischen Grundlagen ist es wichtig, die Schülerinnen und Schüler über ihre Rechte in Bezug auf ihre Daten in sozialen Medien aufzuklären. Dazu wird wir kurz auf die theoretischen Grundlagen eingegangen, die es zum Thema DSGVO der EU, BDSG und AGB zu wissen gibt. Die Schülerinnen und Schüler erweitern dadurch nicht nur ihr Fachvokabular, sondern lernen auch, dass sie in Bezug auf den Schutz ihrer personenbezogenen Daten nicht allein gelassen werden. Darauf folgt eine selbständige Arbeitsphase, in welcher die Schülerinnen und Schüler sich die Nutzungsbedingungen von Instagram raussuchen und anhand von Leitfragen erkunden. Die Schülerinnen und Schüler sollen aus dieser Aufgabe lernen, AGB oder Nutzungsbedingungen nach den relevanten Informationen zu scannen und erkennen, wie wichtig es ist, die Vertragsbedingungen, um die es sich dabei handelt, zu erkennen und um in der Lage zu sein, selbstbestimmt und verantwortungsvoll mit den eigenen Daten auf einer Plattform wie Instagram umzugehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Letztendlich ist es die Aufgabe der Zukunftsaussichten, dass die SuS aufmerksamer für neue Entwicklungen im Bereich der Datenverarbeitung werden und reflektieren können, welche der aufgezeigten Zukunftsaussichten möglich und/oder realistisch sind. Dabei entwickeln sie ein Bewusstsein für die Gefahren und Chancen, die eine Weiterentwicklung digitaler datengetriebener Artefakte in eine bestimmte Richtung mit sich bringen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Sachanalyse des Unterrichtsmoduls==&lt;br /&gt;
[[Datei:Dualitätsrekonstruktion zum digitalen datengetriebenen Artefakt Instagram.png|mini|675x675px|Dualitätsrekonstruktion zum digitalen datengetriebenen Artefakt Instagram]]&lt;br /&gt;
Die verschiedenen Unterrichtselemente beschäftigen sich mit unterschiedlichen Inhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorwissen aktivieren: Es werden anonyme Umfragen zum aktuellen Wissensstand und zu den Nutzungsgewohnheiten der SuS von Instagram durchgeführt, um in die Thematik der Unterrichtseinheit einzuleiten und die Ergebnisse anschließend auszuwerten und im Verlauf der folgenden Unterrichtselemente wieder aufzugreifen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Profilanalyse: Die beiden Profile stellen beispielhafte Nutzer dar. Sie sind sehr stereotypisch und mit einem chronologischen Gedanken entwickelt worden, um den SuS eine klare und eher einfach zu erschließende Plattform zu präsentieren. So ergibt sich idealerweise, mithilfe der Bearbeitungszeit, eine Struktur passend zum Analyseprozess und die SuS haben so die Möglichkeit, das eigene Verhalten auf der Plattform zu reflektieren und eine Verbindung zwischen kommerziellen Aspekten und Inhalten der Plattform herzustellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vortrag: Der Inhalt schließt sowohl die Nutzer- als auch die Unternehmensperspektive von Instagrams Geschäftsmodell ein, welche Rolle digitale Doppelgänger in diesem spielen, wie diese konstruiert werden und zu welchen Zwecken sie verwendet werden können. Digitale Doppelgänger beziehen sich auf eine konkrete Person und bestehen aus den gesammelten personenbezogenen Daten der jeweiligen Person. Dabei ist der digitale Doppelgänger nur begrenzt genau in der Abbildung der Realität. Die Daten des digitalen Doppelgängers werden mittels der Instagram App in diesem Beispiel erhoben. Dafür wird in explizite -und implizite Datenerhebung unterschieden. Explizit sind die Daten, die der Nutzer aktiv zum Zweck Daten zur Verfügung zu stellen eingibt. Implizit sind die Daten, die durch Beobachtung, Tracking gewonnen werden oder vom Nutzer mit einem anderen primären Zweck als Daten zur Verfügung zu stellen eingegeben wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gruppenarbeit: Die Gruppenarbeit beschäftigt sich mit den Vorteilen und Nachteilen der Datenverarbeitung aus Sicht der Privatnutzer, der Gesellschaft und der Unternehmen. Die Gruppen haben dazu Arbeitsblätter mit erdachten und / oder realen Szenarien und Situationen bekommen, aus welchen die SuS Vor- oder Nachteile formulieren sollen, die sich durch die technologie Vorratsdatenspeicherung ergeben könnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Juristische Grundlagen: Die seit dem 25. Mai 2018 bestehenden Vorschriften der DSGVO schützen die Grundrechte und Grundfreiheiten natürlicher Personen auf EU-Ebene und lassen dabei Spielraum an einigen Stellen für ihre Mitgliedsstaaten. Es wird insbesondere geregelt, wie Unternehmen die privaten Daten von Personen erheben und verarbeiten. Auf Bundesebene setzt dann das BDSG an und beruht auf den Artikeln 1 und 2 des Grundgesetzes. Speziell wird im BDSG auch die Umsetzung der Datenschutz-Richtlinien der EU für Polizei und Justiz geregelt. Während es sich bei der DSGVO und dem BDSG um Vorschriften und Gesetze handelt, sind die AGB für eine Vielzahl von Fällen anwendbare vorformulierte Vertragsbedingungen, die jedes Unternehmen als eine Vertragspartei im Rahmen der in Deutschland herrschenden Vertragsfreiheit festlegt. In den AGB darf von gesetzlichen Regelungen nur abgewichen werden, wenn dies zum Vorteil des Kunden geschieht. Bei Instagram handelt es sich hierbei um sogenannte Nutzungsbedingungen, denen jeder Nutzer beim Erstellen eines Profils und bei jeder Änderung zustimmt und einwilligt, sich vertraglich an diese zu halten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zukunftsaussichten: In einem Video wird der Zugriff auf persönliche Daten, wie z. B. Daten der Krankenkasse, Adresse und Finanzinformationen, durch einen Pizza-Lieferdienst der Zukunft dargestellt. Dieser Zukunftsausblick dient als Diskussionsgrundlage der folgenden Plenumsdiskussion, welche durch die Lehrperson moderiert wird. Es werden die einzelnen im Video angesprochenen Möglichkeiten der Datenverarbeitung einzeln betrachtet und ein Einblick in schon heute mehr oder weniger gängige Praktiken in den jeweiligen Bereichen gegeben. So wird z. B. das Krankenkassen-Modell angesprochen, welches mithilfe einer Fitness-Uhr die gesundheitsrelevanten Daten der Versicherungsnehmer auswertet und anhand dieser die Höhe der Beiträge reguliert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Didaktische Begründung des Unterrichtsmoduls==&lt;br /&gt;
Die verschiedenen Unterrichtselemente verwenden unterschiedliche Methoden und werden deshalb im Folgenden einzeln betrachtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorwissen aktivieren: Das Aktivieren des Vorwissens erfüllt den Zweck, dass die SUS sich eigene Gedanken zu dem Thema machen und somit sie selbst und die Lehrperson sich ein Bild vom bisherigen Wissenstand machen können, sodass manche Themenbereiche im Verlauf der Unterrichtseinheit vielleicht aufgegriffen werden können. Mit dem digitalen Hilfsmittel Mentimeter können die Ergebnisse einfach eingesehen und übersichtlich für das Plenum präsentiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Profilanalyse: Bei der Profilanalyse ist es essenziell, dass die SuS sich selbst mit dem digitalen Artefakt auseinandersetzen. Da die Analyse der Profile mithilfe der Instagram-Plattform höchstwahrscheinlich zu Unruhe führen würde, werden die Profile anhand einer PDF-Datei zu Verfügung gestellt. Daraus folgt, dass die SuS sich über mehrere Minuten mit den Profilen inhaltlich auseinandersetzen müssen und somit als Lernprodukt unbewusst eine Methodik der Profilanalyse erstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vortrag: Für diesem Abschnitt wurde die Methode des Lehrervortrags gewählt, zum einen damit es Abwechslung in der Unterrichtsgestaltung gibt, zum anderen, weil diese Methode der Erfüllung der Lernziele am ehesten gerecht wird. Die einzelnen Fachbegriffe könnte man den SuS auch in Sachtexten zur Selbsterschließung näherbringen, jedoch bietet der Vortrag die Möglichkeit, diese zusammenhängend als großes Ganzes darstellen, viel eher und natürlicher als andere Methoden. Zum Schluss sollen die SuS die gehörten und trotzdem gelernten Inhalte mit eigenen Worten wiedergeben, wodurch die Lernfortschritte noch einmal gefestigt werden und die Lehrperson einen Überblick über den Lernfortschritt der SuS bekommt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gruppenarbeit: Mit einer Gruppenarbeit wird eine Diskussion der SuS untereinander gefördert. Da es hier um etwas stark Meinungsbasiertes geht, lernen die SuS in einer Gruppenarbeit und im Austausch mit anderen SuS am besten, welche Aspekte der Datenverarbeitung für sie selbst besonders wichtig erscheinen und wie sie sie gegen die eigenen Interessen abwägen. In der Diskussion mit anderen Sus sind sie zudem freier und weniger in der Erarbeitung gezwungen, gewisse Inhalte zu erschließen. Somit kommen auch Aspekte zu tragen, die normalerweise nicht aufkommen würden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Juristische Grundlagen: Die gewählte Methode des kurzen Vortrages zur Vermittlung der theoretischen Grundlagen ist der Kürze der Zeit geschuldet, da sich in so einem Vortrag in kürzerer Zeit mehr Informationen verpacken lassen, als wenn die Schülerinnen und Schüler sich diese selbst anhand von Materialien erarbeiten würden. Eine andere Methode wäre hier nachhaltiger, wir haben allerdings eine gute Balance aus zeitlicher und inhaltlicher Effektivität gesucht. Allerdings werden die Schülerinne und Schüler durch Fragen der Lehrperson mit einbezogen, um den frontalen Charakter dieser Form des Unterrichts etwas aufzulockern. Das Erkunden der Nutzungsbedingungen anhand von Leitfragen dient dem Zweck, dass die Schülerinnen und Schüler unter Anleitung die Erfahrung sammeln, wie umfangreich solche Vertragsbedingungen in der Realität sind. Außerdem wird hier die Brücke zwischen Theorie und Praxis geschlossen, indem die Schülerinnen und Schüler eine AGB kennenlernen, die für sie in ihrer Lebenswelt tatsächlich relevant ist, den meisten aber wenig oder nicht bekannt ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zukunftsaussichten: Um die SUS wieder neu zu motivieren, soll das Video eine Abwechslung zu den vorherigen Vorträgen sein und die Aufmerksamkeit wieder konzentrieren. Die Diskussion der Inhalte des gezeigten Videos im Plenum führt zu einem Austausch der verschiedenen Sichtweisen und kann den SuS bei der Bildung einer eigenen Meinung helfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Überblick über den Unterrichtsverlauf==&lt;br /&gt;
Das Unterrichtsmodul mit den zentralen Aktivitäten, inhaltlichen Schwerpunkten und Fachinhalten in den verschiedenen Phasen wird in der nachfolgenden Grafik zur Übersicht und Orientierung zusammengefasst. Die Materialien, wie etwa Arbeitsblätter und ergänzende Informationen, der verschiedenen Phasen sind in der Tabelle verlinkt.&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+&lt;br /&gt;
Eine 20 min Pause wird flexibel eingeplant. Dabei wird auf den Zustand der SuS und speziell auf ihre Leistungen nach dem Vortrag geachtet. Voraussichtlich befindet sich die Pause nach Phase 4.&lt;br /&gt;
!Zeit (min)&lt;br /&gt;
!&amp;lt;big&amp;gt;PHASEN&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
!&amp;lt;big&amp;gt;INHALTLICHE SCHWERPUNKTE/OPERATIONEN&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
!&amp;lt;big&amp;gt;SOZIAL-/AKTIONSFORM&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
!&amp;lt;big&amp;gt;MEDIEN&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
!INTENTIONEN U. BEGRÜNDUNGEN&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|5&lt;br /&gt;
|1 Einleitung &lt;br /&gt;
|1.1 Einleiten der SuS in das Thema&lt;br /&gt;
1.2 Vorstellungsrunde, jeder erzählt einen „Digitalen Fakt“ von sich (Siehe Anhang),&lt;br /&gt;
1.3 Unterricht eindeutig machen mittels eines roten Fadens(Roadmap)&lt;br /&gt;
|Interaktiver Vortrag&lt;br /&gt;
|Whiteboard&lt;br /&gt;
|Die Transparenz des Unterrichts dient der Förderung der Mitarbeit, außerdem dient der „Eisbrecher“ der Lockerung der Stimmung.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|15&amp;lt;br /&amp;gt;(10)&amp;lt;br /&amp;gt;(5)&lt;br /&gt;
|2 Vorwissen aktivieren&lt;br /&gt;
2.1 Ausfüllen&lt;br /&gt;
Mentimeter&lt;br /&gt;
2.2 Besprechung&lt;br /&gt;
|Den SuS werden mittels Mentimeter gezielte Fragen zum Vorwissen gestellt. Die Ergebnisse werden als 3 Charts und eine Wordcloud ausgegeben. Die Fragen befinden sich im Anhang.&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einzelarbeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
PC&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;Beamer&lt;br /&gt;
|Die Aktivierung des Vorwissens bereitet die SuS auf die Lernphase vor. So wird die Qualität der Lernprodukte gesteigert.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|25&amp;lt;br /&amp;gt;(15)&amp;lt;br /&amp;gt;(5)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(5)&lt;br /&gt;
|3 Auswerten von&lt;br /&gt;
Nutzerprofilen&lt;br /&gt;
3.1 Analyse der Profile&lt;br /&gt;
3.2 Austausch über&lt;br /&gt;
Profile&lt;br /&gt;
3.3 Sicherung&lt;br /&gt;
|Die SuS in zwei Gruppen unterteilt, in denen sie in EA ein zugeteiltes Instagram Profil analysieren sollen. Dies soll in drei Schritten geschen. So lernen sie, über die Informationen&lt;br /&gt;
über die Person und die Interessen, indirekt die Themenbereiche der expliziten und impliziten Datenerhebung kennen.&lt;br /&gt;
|Einzelarbeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Partnerarbeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
|PC &amp;amp; AB 8&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;PC &amp;amp; AB 8&amp;lt;br /&amp;gt;Beamer&lt;br /&gt;
|Die SuS erfahren durch die eigene Arbeit wie einfach es ist Daten über das Profil zu sammeln und können so die Verbindungen zu eigenen Profilen knüpfen. Außerdem lernen die SuS die Verbindung zwischen einem Profil und der Datenerhebung kennen.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|25&lt;br /&gt;
(10)&lt;br /&gt;
(8)&amp;lt;br /&amp;gt;(2)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(5)&lt;br /&gt;
|4 Vortrag&lt;br /&gt;
4.1 Vorstellung 1&lt;br /&gt;
4.2 Vertiefung (Videos)&lt;br /&gt;
4.3 Vorstellung 2&lt;br /&gt;
4.4 Sicherung&lt;br /&gt;
|Die Thematik des digitalen Doppelgängers und die dazugehörigen Methodiken.&lt;br /&gt;
Das Vorstellen der „tatsächlichen“ Daten, welche Instagram verarbeitet. Außerdem werden Einschnitte aus „SpiegelMining&lt;br /&gt;
– Reverse Engineering von Spiegel Online (33c3)“ präsentiert.&lt;br /&gt;
|Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
Lehrkörper/Klasse&amp;lt;br /&amp;gt;Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
|Whiteboard&lt;br /&gt;
Beamer&amp;lt;br /&amp;gt;Whiteboard&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
AB 6&lt;br /&gt;
|Die SuS lernen Fachsprache und Thematik genauer kennen und sehen an einem Beispiel wie Daten erhoben und verarbeitet werden können. Außerdem werden sie lernen dies mit den eigenen Daten in den Kontext zu stellen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|45&lt;br /&gt;
(30)&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;(15)&lt;br /&gt;
|5 Gruppenarbeit&lt;br /&gt;
5.1 Erarbeitungsphase&lt;br /&gt;
5.2 Sicherung&lt;br /&gt;
|Die SuS werden zunächst mittels durchzählen in 5 Gruppen aufgeteilt. Jede Gruppe bekommt eine Perspektive zugeteilt, zu der sie ihre Gedanken in Form einer Mindmap aufschreiben soll (gesellschaftlich positiv, gesellschaftlich negativ, persönlich positiv, persönlich negativ, unternehmerische Sicht). Dazu werden Beispieltexte mit Fallbeispielen gestellt, die als Inspiration dienen sollen, aus denen aber auch Teile übernommen werden dürfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anschließend werden die Ergebnisse im Plenum den anderen Gruppen präsentiert und diskutiert.&lt;br /&gt;
|Gruppenarbeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
|AB 1-5&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;Plakate&lt;br /&gt;
|Den SuS werden auf einem Spektrum die Vor- und Nachteile nahegebracht. So werden sie in einen Diskurs gebracht und haben die Möglichkeit über das eigene Verhalten abzuwägen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|30&amp;lt;br /&amp;gt;(5)&amp;lt;br /&amp;gt;(20)&amp;lt;br /&amp;gt;(5)&lt;br /&gt;
|6 Juristische Grundlagen&lt;br /&gt;
6.1 Thematische&lt;br /&gt;
Einführung&lt;br /&gt;
6.2 Erarbeitungsphase&lt;br /&gt;
6.3 Sicherung&lt;br /&gt;
|Kurzer Faktencheck zum Thema AGBs und juristische&lt;br /&gt;
Grundlagen (DSGVO, BDSG), Erkundung der AGBs von&lt;br /&gt;
Instagram anhand von Leitfragen. Das Ziel ist folgende Fragestellung beantworten zu können: Wie gehe ich Verantwortungsvoll mit meinen Daten um?&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einzelarbeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beamer&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;PC&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beamer&lt;br /&gt;
|Die SuS lernen ihre eigenen Rechte und Pflichten bei der Nutzung von Instagram kennen. Außerdem werden ihnen&lt;br /&gt;
Möglichkeiten gezeigt sich besser zu schützen, welches einen datenbewusteren Umgang fördert.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|10&lt;br /&gt;
|7 Zukunftsaussichten&lt;br /&gt;
7.1 Beispielperspektive&lt;br /&gt;
7.2 Diskussionsrunde&lt;br /&gt;
|Video: „Pizzabestellung der Zukunft“ - Wie realistisch ist das?&lt;br /&gt;
Besprechen der Zukunftsperspektiven von Big Data, Diskussion im Plenum&lt;br /&gt;
|Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
|Beamer&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;Beamer&lt;br /&gt;
|Die SuS machen sich ein Bild von unterschiedlichen Zukunftsaussichten.&lt;br /&gt;
Dadurch können sie unterschiedliche&lt;br /&gt;
Entwicklungen besser einschätzen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|5&lt;br /&gt;
|8 Verabschiedung&lt;br /&gt;
8.1 Feedback&lt;br /&gt;
8.2 Abmoderation&lt;br /&gt;
|Feedbackbögen: Die SuS nennen, was ihnen gefallen hat und was ihnen nicht gefallen hat. Anschließend folgt die Abmoderation.&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einzelarbeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
|AB 7&lt;br /&gt;
AB 7&lt;br /&gt;
|Dient der Reflektion über den Inhalt.&lt;br /&gt;
Schluss&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Beschreibungen ausgewählter Materialien==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Arbeitsblätter===&lt;br /&gt;
ff&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Moderationen===&lt;br /&gt;
ff&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Tafelbilder===&lt;br /&gt;
ff&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Material für die Profilanalyse===&lt;br /&gt;
ff&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Zusätzliche Materialien===&lt;br /&gt;
ff&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Erhebung und Verarbeitung von Daten bei Suchmaschinen am Beispiel der Google Suche&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Findet euch in eurer Gruppe [♣ – ♠ – ♥ – ♦] an den Computern nebenan zusammen. Eure Aufgabe ist es, folgende Begriffe in die Google Suche einzugeben. Besucht die Websites, die euch interessieren. Wir werden eure Beobachtungen im Plenum sammeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Suchbegriffe:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
♣ Paderborn&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
♠ Universität&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
♥ Schule&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
♦ Wetter&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leitfragen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Was ist das Erste Ergebnis, das euch von Google vorgeschlagen wird?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Was wird dir neben Suchergebnissen zu deiner Suche angezeigt?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Sind Bilder oder Videos vorhanden?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Werden zusätzliche Suchanfragen vorgeschlagen? Wenn ja, in welchem Zusammenhang?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Arbeitsblatt 2===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Erhebung und Verarbeitung von Daten bei Suchmaschinen am Beispiel der Google Suche&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgaben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
#&#039;&#039;Lies den Text und schreibe die Bedeutung der Begriffe „explizit erhobene Daten“ und „implizit erhobene Daten“ in die Tabelle (EA).&#039;&#039;&lt;br /&gt;
#&#039;&#039;Überlegt, welche Daten bei euer vorherigen Google Suche explizit und implizit erhoben wurden und ordnet sie passend in die Tabelle ein (GA).&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Text: &#039;&#039;&#039;Explizit und implizit erhobene Daten&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einer Nachricht wie zum Beispiel „Ich habe am 19.1.2002 Geburtstag“ können ausdrücklich formulierte, explizite Botschaften oder Informationen stehen oder nicht benannte, indirekte Informationen. Man weiß, dass die Person im Januar Geburtstag hat. Die &#039;&#039;explizit erhobenen&#039;&#039; Daten sind also jene, die der Nutzende direkt und aktiv eingegeben bzw. erzeugt hat. Die Angabe des Geburtsdatums wird meistens in Benutzerkonten, wie zum Beispiel die von Google, erfragt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusätzlich weiß man aber auch, dass die Person in diesem Jahr 20 Jahre alt geworden ist. Das hat die Person einem aber nicht gesagt. Diese Information konnte &#039;&#039;implizit&#039;&#039; aus der Nachricht erschlossen werden, bzw. sie wurde &#039;&#039;implizit erhoben&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Explizit und implizit erhobene Daten stehen also in der Regel in der Verbindung zum Nutzenden und stellen oft personenbezogene Daten dar. Über die explizite Datenerhebung sind sich Nutzenden in der Regel bewusst. Dazu gehören z.B. bei Social Media Plattformen gepostete Texte und Bilder oder beim Telefonieren über das Mobilfunknetz die Telefonnummer desjenigen, den man anrufen möchte. Im Gegensatz dazu, werden implizit erhobene Daten indirekt durch Beobachtung (Tracking) oder Verarbeitung bereits erhobener Daten erhoben und generiert. Dieser Datenerhebung sind sich Nutzende oft nicht bewusst. Diese Daten werden während der Nutzung von Google Suche, Instagram, YouTube und co. „nebenbei“ erhoben oder generiert. Im Beispiel einer Social Media Plattform sind dies etwa Likes und Klicks.&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+&lt;br /&gt;
!&lt;br /&gt;
!explizit erhobene Daten&lt;br /&gt;
!implizit erhobene Daten&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Bedeutung der Begriffe&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Anwendung auf Google Suche&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Arbeitsblatt 3===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Erhebung und Verarbeitung von Daten bei Suchmaschinen am Beispiel der Google Suche&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Text: &#039;&#039;&#039;Primäre und sekundäre Zwecke der Verarbeitung und Verwendung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die primären und sekundären Zwecke beziehen sich auf die Absicht, mit der diese zuvor erhobenen Daten in und durch zum Beispiel Google Suche verarbeitet und verwendet werden. Primäre Zwecke umfasst, dass die erhobenen Daten dazu verarbeitet und verwendet werden, um weiterhin die Features (Funktionen und Eigenschaften) anbieten zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die primären Zwecke beziehen sich auf eine Nutzerperspektive auf die Verarbeitung und Verwendung. Die Daten werden verarbeitet und verwendet, um Nutzenden nachgefragte Funktionen anbieten zu können. Im Beispiel der Suchmaschine ist dies etwa das Anzeigen von Suchergebnissen. Personalisierte Ergebnisse gehören nur dann zu primären Zwecken, wenn es vom Nutzer ausdrücklich zugelassen worden ist, die Daten zur Personalisierung zu verwenden. Diese Verwendung ist in dem Fall noch ein primärer Zweck.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sekundäre Zwecke bedeutet, dass die Daten verarbeitet und verwendet werden, um weitere Zwecke zu verfolgen z.B. weitere wirtschaftliche oder wissenschaftliche Zwecke. Diese „Zweitverwertung“ der Daten bezieht sich auf einer Anbieterperspektive auf die Verarbeitung und Verwendung der erhobenen Daten: Wozu kann ein Anbieter einer derartigen Plattform die erhobenen Daten noch nutzen? Im Kontext von Streamingdiensten (z.B. Spotify) könnte dies etwa umfassen, dass Nutzungsdaten (z.B. gehörte Musik) zur Analyse der Emotionen der Nutzenden verwendet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgaben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
#&#039;&#039;Lies den Text und schreibe die Bedeutung der Begriffe „primäre Zwecke“ und „sekundäre Zwecke“ in das Textfeld (EA).&#039;&#039;&lt;br /&gt;
#&#039;&#039;Welche Zwecke könnte Google mit den Daten aus der vorherigen Suche verfolgen? Ordnet eure Ergebnisse den primären Zwecken und sekundären Zwecken zu (EA).&#039;&#039;&lt;br /&gt;
#&#039;&#039;Diskutiert mit eurem Partner die Vor – und Nachteile der Datenerhebung durch Google.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
#&#039;&#039;Beziehe zu folgender Aussage begründet Stellung:&#039;&#039; „Im Grunde besteht die Wahl zwischen einer bedingungslosen Zustimmung (der Datenverarbeitung durch Google) oder einem vollständigen Ausschluss von der Nutzung.“&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Jwiens3</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://eduwiki.cs.upb.de/index.php?title=Unterricht_zu_der_Google_Suche&amp;diff=2827</id>
		<title>Unterricht zu der Google Suche</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://eduwiki.cs.upb.de/index.php?title=Unterricht_zu_der_Google_Suche&amp;diff=2827"/>
		<updated>2022-08-15T15:40:17Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Jwiens3: /* Überblick über den Unterrichtsverlauf */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Auf der Suche nach Informationen verwenden Schülerinnen und Schülern fast täglich die Internet-Suchmaschine von Google. Dort findet man zu allen möglichen Themen die verschiedensten Informationen und auch viel Unterhaltsames. Dass dabei von Google viele personenbezogenen Daten erhoben und verarbeitet werden, ist vielen Schülern nicht bewusst. Die Google-Suchmaschine gehört zu den [[Datengetriebenes digitales Artefakt|datengetriebenen digitalen Artefakten]], die verschiedene Daten explizit und implizit erheben und anschließend zu primären und sekundären Zwecken verarbeiten. In diesem Unterrichtsmodul wird die Google-Suchmaschine als Beispiel für ein solches [[datengetriebenes digitales Artefakt]] aufgegriffen. Anhand dieses Beispiels soll in diesem Unterrichtsmodul das [[Datenbewusstsein]] der Schülerinnen und Schüler gefördert werden, indem die Schüler interaktiv herausfinden, welche Daten sie einer Suchmaschine bei der Suche preisgeben und indem sie die Vor- und Nachteile der Datenerhebung und -verarbeitung diskutieren. Sie sollen zudem Möglichkeiten kennenlernen, wie bei Suchmachine von Google die eigenen Daten selbstbestimmt verwaltet werden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Steckbrief des Unterrichtsmoduls==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Titel:&#039;&#039;&#039; Erhebung und Verarbeitung von Daten bei Suchmaschinen am Beispiel der Google Suche&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Stichworte:&#039;&#039;&#039; [[Datenbewusstsein]], [[Data Science]], Internet-Suchmaschine&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Zielgruppe:&#039;&#039;&#039; Informatik in Klasse 9 und 10 der Haupt-, Real- und Gesamtschule - keine Einschränkung der Klassengröße - sowohl homogene als auch heterogene Zusammensetzung möglich&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Inhaltsfeld:&#039;&#039;&#039; &amp;quot;Informatik, Mensch und Gesellschaft&amp;quot; (insbesondere der Schwerpunkt: [[Datenbewusstsein]]), &amp;quot;Daten und Information&amp;quot;, &amp;quot;Informatiksysteme&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Vorkenntnisse:&#039;&#039;&#039; Dieses Unterrichtsmodul setzt einige wenige Vorkenntnisse der Lernenden voraus. Das Internet sollte für die Schüler der Zielgruppe kein Neuland sein und die Google-Suche sollte für sie ein gebräuchliches Werkzeug sein. Wünschenswert wäre außerdem auch die Fähigkeit, die Google-Suche systematisch und strukturiert anwenden zu können. Außerdem muss vorausgesetzt werden, dass die Schüler ihren persönlichen Umgang mit der Google-Suche und mit ihren personenbezogenen Daten reflektieren und beurteilen können. Daher auch die Fokussierung auf die neunte bzw. zehnte Jahrgangsstufe. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Zeitlicher Umfang:&#039;&#039;&#039; 4 Unterrichtsstunden a 45 Minuten&lt;br /&gt;
==Gegenstandsbereich (Fachinhalt) des Unterrichtsmoduls==&lt;br /&gt;
Datenbewusstsein ist ein wichtiger Aspekt, besonders im Rahmen von Suchmaschinen. Denn diese sammeln viele Daten der Nutzer zu verschiedenen Zwecken. Welche Daten Google sammelt und zu welchen Zwecken, ist wichtig zu verstehen, damit man sich im Internet bzw. beim Suchen im Internet bewusst damit auseinandersetzt. Da Google im Jahr 2004 an die Börse gegangen ist, ist das Unternehmen ein Gewinnorientiertes. Den Gewinn kann Google nicht durch das “stumpfe” Anzeigen von Ergebnissen zu Suchanfragen erzielen, sondern indem es Daten der Nutzer auswertet und weiterverwendet. Seien es Werbeanzeigen zu anderen Plattformen oder der Verkauf von Nutzerdaten an Dritte zur Gewinnerzielung. &lt;br /&gt;
In diesem Sinne ist es wichtig zu wissen, wie Google uns mit der Darstellung von Suchergebnissen beeinflussen kann. Google erhebt dafür explizit und implizit Daten. Explizit werden der eingegebene Suchbegriff und ggf. verlinkte Google-Konten erhoben. Dadurch können implizit viele weitere Daten gewonnen werden, zum Beispiel welche Interessen man hat oder welche Webseiten sehr beliebt bei den Nutzern sind. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese erhobenen Daten kann Google für verschiedene Zwecke nutzen. Primäre Zwecke sind hierbei, dass Google seine Funktionen weiter anbieten kann. Weiter möchte Google seine Funktionen verbessern und weitere einbinden, zum Beispiel das Wetter oder eine Karte mit weiteren Ergebnissen. Die primären Zwecke dienen also eher der Nutzerperspektive, um die Funktionen für die Nutzer zu verbessern. Sekundäre Zwecke sind bei der Datenerhebung durch Google wirtschaftlich und wissenschaftlich orientiert. Wirtschaftlich sind eben die Anzeige von personalisierter Werbung auf der Ergebnisseite und das Weiterverkaufen von Daten an Dritte. Wissenschaftlich geht es Google um die Analyse des Nutzerverhaltens. Die sekundären Zwecke sind also aus Anbieterperspektive formuliert. Wie man seine persönlichen Daten vor Zugriffen oder Analysen schützen kann, ist eine resultierende Fragestellung.&lt;br /&gt;
==Überblick über den Verlauf des Unterrichtsmoduls==&lt;br /&gt;
Konkret werden die Begriffe der implizit und explizit erhobenen Daten, sowie primäre und sekundäre Zwecke behandelt. Zum Einstieg ins Anwendungsbeispiel Google Suche sollen die SuS in Gruppen am PC Begriffe eingeben und Beobachtungen aufschreiben. Die Ergebnisse werden für spätere Gruppenarbeiten gesichert. Dann lesen die SuS entsprechend aufbereitete Texte zur Datenerhebung und zu den Zwecken und besprechen sich jeweils in den Gruppen, um die Aspekte der Begriffe zusammenzutragen. Außerdem sollen die SuS die erlernten Definitionen und Beispiele auf Google-Suche und den zuvor gesammelten Ideen und Ergebnisse zu der Google-Suche am Anfang anwenden, indem sie die Definition mit dem, was Google nach der Eingabe der Suchbegriffe tut, abgleichen. Da Datenbewusstsein als eines der gesellschaftlichen Themen im Informatikunterricht nur unzureichend behandelt wird, bieten die Begriffe einen Einstieg in das Thema der Auswirkungen von großen Datenmengen. Durch die Anwendung der Begrifflichkeiten auf Google, das Finden von Beispielen der Datenerhebung und dessen Verwendung, können die SuS sich dann mehr diese Datenverarbeitung bewusst machen. Des Weiteren fällt es ihnen auch leichter, die Datenverarbeitung auf andere Bereiche bzw. datengetriebene digitale Artefakte zu übertragen, da die SuS in der letzten Phase Stellung zur Datenerhebung nehmen und sich über Vor- und Nachteile Gedanken machen. Als Zusatz werden noch Einstellungen zum eigenen Datenschutz im Browser erklärt, als Vorschlag der individuellen Anpassung im Alltag.&lt;br /&gt;
==Ziele des Unterrichtsmoduls==&lt;br /&gt;
Die Lernziele und Kompetenzen des Unterrichtsmodul orientieren sich an dem Bildungsanliegen des UNESCO-Weltaktionsprogrammes: “Bildung für nachhaltige Entwicklung”. Bei diesem Bildungsanliegen wird das Ziel verfolgt, dass die SuS die Fähigkeit erlangen, die Auswirkungen des eigenen Handelns auf die Welt zu verstehen und verantwortungsvolle Entscheidungen zu treffen. Da die Auswirkungen des eigenen Handelns bei der Verwendung der Google-Suchmaschine oft unterschätzt werden, zeigt sich hier der Bedarf, die Kompetenz des verantwortungsvollen Handelns durch dieses Unterrichtsmodul anzustreben. Daraus folgen dann folgende Lernziele:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Hauptziel der Unterrichtsstunde ist, dass sich SuS bewusster im Internet verhalten. Dies meint grundlegend, dass sie gezielter in ihrem Alltag nach ihren Interessen im Internet suchen und dabei verstehen, welche Daten währenddessen von ihnen (als des Nutzers/ der Nutzerin) erhoben werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Des Weiteren sollten sie auch den Zweck der Erhebung verstehen bzw. Vermutungen diesbezüglich haben. Also warum Google oder allgemein kostenlose Apps Daten von NutzerInnen erheben und was sie dann mit den erhobenen Daten anfangen. Sie sollten also wissen, dass mit den Daten nicht nur Geld gemacht wird (bspw. durch Verkauf ihrer Daten), sondern auch ein Digitaler Doppelgänger von ihnen erstellt wird, um auf aktuelle Interessen einzugehen und dementsprechend Werbung zu schalten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da sie sich im Internet bzw. auf Google „bewegen“ und damit arbeiten, lernen sie das ddA in voller Funktion kennen. Durch die Analyse sollen sie erkennen, wie und warum Google den eingegebenen Suchbegriff so interpretiert und die entsprechenden Suchergebnisse anzeigt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem erlangten Wissen sollen die SuS diese Erhebungen und dessen Zwecke deuten und bewerten. Dadurch bilden sie sich nicht nur eine eigene Meinung, sondern lernen auch, ihre Meinung zu begründen und durch Argumentationen und Diskussionen durchzusetzen. Hierzu benötigen sie Wissen über Vor- und Nachteile, welche zuvor im Plenum aus Nutzer- und Anbieterperspektive zusammengetragen und erarbeitet werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um sich vor den Nachteilen der Nutzer-Perspektive zu schützen, sollen sie selbst am Computer im Google-Browser nach Möglichkeiten zur Datenschutzeinstellung suchen und den daraus resultierenden Schutz für den eigenen Nutzer notieren und den anderen vorführen. Dadurch werden nicht nur explizit Medienkompetenzen gefördert, sondern auch die Zuordnung des gelernten Wissens im eigenen Sprachgebrauch überdacht und eingebaut. Hinzu kommen weitere Argumentationsstrukturen und die Aneignung strukturierter und überzeugender Sprachkompetenzen.&lt;br /&gt;
==Sachanalyse des Unterrichtsmoduls==&lt;br /&gt;
Viele fachwissenschaftliche Aspekte wurden im Abschnitt [[Unterricht zu der Google Suche|Gegenstandsbereich]] behandelt. Im Folgenden ist die Mindmap zur Dualitätsrekonstruktion dargestellt:&lt;br /&gt;
[[Datei:Dualitätskonstruktion zur Google-Suche.png|mini|1032x1032px|Dualitätskonstruktion zur Google-Suche]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Didaktische Begründung des Unterrichtsmoduls==&lt;br /&gt;
Das Unterrichtsmodul beinhaltet viele Phasen, in denen die SuS zusammenarbeiten sollen. Das fördert die Sozialkompetenz der SuS und hat das Ziel, dass sich die SuS über die Themen und Lösungen austauschen. Dabei können sie verschiedene Lösungsansätze austauschen und darüber nachdenken. Leistungsschwächere SuS können von den leistungsstärkeren in den Arbeitsphasen profitieren. Dadurch wird der Heterogenität der Klasse Rechnung getragen. Auch können die stärkeren SuS bei einigen Arbeitsaufträgen weitere Aufgaben bearbeiten, wenn die anderen SuS noch etwas Zeit fürdie primären Aufgaben benötigen. Zum Beispiel können sich die SuS, die schon die Zwecke der Datenverarbeitung von Google erarbeitet haben, Gedanken über Vor- und Nachteile der Datenerhebung durch Google machen und diese notieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Unterrichtsmodul wurde in die sechs Schritte nach Leisen (2017) unterteilt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
#Im ersten Schritt wird der Lernkontext zu den SuS gebracht, indem sich die SuS zum Einstieg Gedanken zu ihrer kürzlichen Internetrecherche machen. Die SuS können erste Ideen und Beobachtungen zur Google Suche machen, indem sie einige vorgegebene Begriffe eingeben und die Ergebnisseiten analysieren. Die Sicherung nach dieser Phase dient dazu, dass die SuS ihre Ergebnisse in den nächsten Phasen aufgreifen und verknüpfen können.&lt;br /&gt;
#Im nächsten Schritt wird den SuS Lernmaterial gegeben, das sie bearbeiten sollen. Hier wird den SuS erst theoretisches Wissen vermittelt, das sie für den weiteren Ablauf benötigen. Dazu gehört z. B. das Wissen um und die Unterscheidung in explizite und implizite Datenerhebung. Dabei sollen die SuS in Lerngruppen zusammenarbeiten.&lt;br /&gt;
#Im nächsten Schritt werden die neuen Lerninhalte zusammen im Plenum diskutiert. Dabei sollte eine Lehrkraft diese Phase moderieren, damit die SuS ihre neuen Vorstellungen im Diskurs weiter verknüpfen bzw. ggf. korrigieren können.&lt;br /&gt;
#Das theoretisch erlangte Wissen können sie dann auf den Kontext der Google Suche anwenden. Die Zwecke der Datenerhebung werden in einer zweiten Erarbeitungsphase erarbeitet.&lt;br /&gt;
#Im folgenden Schritt werden die Formen und Zwecke der Datenerhebung miteinander vernetzt und durch eine persönliche Reflektion über die Vor- und Nachteile dieser Datenerhebung gefestigt.&lt;br /&gt;
#Durch die Diskussion über verschiedene Maßnahmen des Datenschutzes wird das erarbeitete Wissen im letzten Schritt angewendet und verantwortungsvolles Handeln in diesem Bereich gefördert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Unterrichtsplanung wurden zudem die verschiedenen Aspekte des Curricular Spider Web (2013) berücksichtigt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Der Zeitpunkt des Unterrichts wurde berücksichtigt. An einem Freitag ist die Konzentrationsfähigkeit wahrscheinlich nicht mehr sehr hoch.&lt;br /&gt;
*Auch die lokale Gegebenheit, dass der Raum neu und unbekannt für die Schüler war, wurde berücksichtigt bspw. durch den “Eisbrecher” zu Beginn der Stunde.&lt;br /&gt;
*Da man ausgehen kann, dass sich die Schüler untereinander kennen, konnten verschiedentlich Gruppenarbeitsphasen eingeplant werden.&lt;br /&gt;
*Bezüglich der Lernmedien wurde darauf geachtet, sowohl digitale als auch analoge Elemente in den Unterricht miteinzubinden.&lt;br /&gt;
*Der zentralen Aspekt, warum die Schüler diese Kompetenzen erwerben sollen, wurde schon in den vorherigen Kapiteln betrachtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Überblick über den Unterrichtsverlauf==&lt;br /&gt;
Das Unterrichtsmodul mit den zentralen Aktivitäten, inhaltlichen Schwerpunkten und Fachinhalten in den verschiedenen Phasen wird in der nachfolgenden Grafik zur Übersicht und Orientierung zusammengefasst. Die Materialien, wie etwa Arbeitsblätter und ergänzende Informationen, der verschiedenen Phasen sind in der Tabelle verlinkt.&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+&lt;br /&gt;
!Zeit (min)&lt;br /&gt;
!&amp;lt;big&amp;gt;PHASEN&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
!&amp;lt;big&amp;gt;INHALTLICHE SCHWERPUNKTE/OPERATIONEN&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
!&amp;lt;big&amp;gt;SOZIAL-/AKTIONSFORM&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
!&amp;lt;big&amp;gt;MEDIEN&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
!INTENTIONEN U. BEGRÜNDUNGEN&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|5&lt;br /&gt;
|Vorstellung, Einführung und Eisbrecher&lt;br /&gt;
|Vorstellungsrunde, Frage nach Begriffen, die die SuS diese Woche schon gegoogelt haben&lt;br /&gt;
|Klasse&lt;br /&gt;
|Whiteboard&lt;br /&gt;
|Einführung und Kennenlernen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|5&lt;br /&gt;
|Plan vorstellen&lt;br /&gt;
|Unterrichtsplan, Motivation und Ziele mündlich vorstellen&lt;br /&gt;
|Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
|Whiteboard&lt;br /&gt;
|Ziele und Motivation für die SuS&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|15&lt;br /&gt;
|Googlen von vorgegebenen Suchbegriffen&lt;br /&gt;
|Die SuS googlen vorgegebene Suchbegriffe, z.B. Paderborn, Universität, Schule, Wetter und schreiben Beobachtungen auf&lt;br /&gt;
|Gruppenarbeit&lt;br /&gt;
|[[Unterricht zu der Google Suche#Arbeitsblatt 1|AB1]], PCs&lt;br /&gt;
|Die Beobachtungen der Suchergebnisse von Google anhand der Leitfragen analysieren&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|15&lt;br /&gt;
|Zusammentragen der Ergebnisse&lt;br /&gt;
|Die SuS stellen kurz als Gruppe die Ergebnisse der Recherche vor (z.B. Schule→ Schulen in PB, …)&lt;br /&gt;
|Klasse&lt;br /&gt;
|Whiteboard&lt;br /&gt;
|Die SuS sollen sehen, dass Google nicht nur eine Suchmaschine ist, siehe Maps, das den Standort verwendet, etc.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|10&lt;br /&gt;
|Arten der Erhebung&lt;br /&gt;
|Frage, was Google überhaupt erhebt → Vorkenntnisse&lt;br /&gt;
|Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
|Whiteboard&lt;br /&gt;
|Weiterführung zum Datenbewusstsein&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|15&lt;br /&gt;
|Datenerhebung&lt;br /&gt;
|Text zu explizit und implizit erhobenen Daten&lt;br /&gt;
|Einzelarbeit&lt;br /&gt;
|[[Unterricht zu der Google Suche#Arbeitsblatt 2|AB2]]&lt;br /&gt;
|Arten der Datenerhebung verstehen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|10&lt;br /&gt;
|Frage, welche Daten explizit und implizit erhoben wurden&lt;br /&gt;
|Die SuS diskutieren, welche Daten beim vorherigen Googlen erhoben wurden&lt;br /&gt;
|Gruppenarbeit&lt;br /&gt;
|[[Unterricht zu der Google Suche#Arbeitsblatt 2|AB2]]&lt;br /&gt;
|Datenerhebung bei den speziellen Suchanfragen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|10&lt;br /&gt;
|Zusammentragen&lt;br /&gt;
|Ergebnisse sichern&lt;br /&gt;
|Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
|Beamer, [[Unterricht zu der Google Suche#Arbeitsblatt 2|AB2]]&lt;br /&gt;
|Verbindung Datenerhebung und Google&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|20&lt;br /&gt;
|Pause&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|10&lt;br /&gt;
|Zwecke&lt;br /&gt;
|Frage, warum Google Daten erhebt und verarbeitet → Vorkenntnisse&lt;br /&gt;
|Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
|Whiteboard&lt;br /&gt;
|Frage nach dem Warum der Datenerhebung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|15&lt;br /&gt;
|Zwecke der Datenerhebung&lt;br /&gt;
|Text zu Zwecken der Datenerhebung und -verarbeitung&lt;br /&gt;
|Einzelarbeit (Aufg. 1-2)&lt;br /&gt;
|[[Unterricht zu der Google Suche#Arbeitsblatt 3|AB3]]&lt;br /&gt;
|Zwecke der Datenerhebung verstehen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|10&lt;br /&gt;
|Zusammentragen&lt;br /&gt;
|Ergebnisse sichern&lt;br /&gt;
|Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
|Beamer, [[Unterricht zu der Google Suche#Arbeitsblatt 3|AB3]]&lt;br /&gt;
|Verbindung Zwecke und Google&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|10&lt;br /&gt;
|Persönliche Einordnung der Datenerhebung&lt;br /&gt;
|Die SuS bilden sich eine Meinung zur Datenerhebung, indem Sie Vor- und Nachteile aufschreiben und reflektieren&lt;br /&gt;
|Partnerarbeit (Aufg. 3-4)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gruppenarbeit&lt;br /&gt;
|[[Unterricht zu der Google Suche#Arbeitsblatt 3|AB3]]&lt;br /&gt;
|Meinung zu Zwecken bei der Datenerhebung beim Googlen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|10&lt;br /&gt;
|Diskussion&lt;br /&gt;
|Diskussion über Datenerhebung und Datenverarbeitung von der Google Suchmaschine&lt;br /&gt;
|Klasse&lt;br /&gt;
|[[Unterricht zu der Google Suche#Arbeitsblatt 3|AB3]]&lt;br /&gt;
|Vor- und Nachteile der Datenerhebung und Datenverarbeitung diskutieren&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|10&lt;br /&gt;
|Maßnahmen&lt;br /&gt;
|Die SuS lernen Maßnahmen in den eigenen Einstellungen kennen, die die Datenerhebung zumindest einschränken&lt;br /&gt;
|Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
|PC, Beamer, Geräte der SuS&lt;br /&gt;
|Einschränken von Datenerhebung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|10&lt;br /&gt;
|Fazit&lt;br /&gt;
|SuS nach Erkenntnissen fragen, SuS füllen Feedbackbogen aus&lt;br /&gt;
|Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
|Feedbackbogen&lt;br /&gt;
|Schluss&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
==Beschreibungen ausgewählter Materialien==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Arbeitsblatt 1===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Erhebung und Verarbeitung von Daten bei Suchmaschinen am Beispiel der Google Suche&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Findet euch in eurer Gruppe [♣ – ♠ – ♥ – ♦] an den Computern nebenan zusammen. Eure Aufgabe ist es, folgende Begriffe in die Google Suche einzugeben. Besucht die Websites, die euch interessieren. Wir werden eure Beobachtungen im Plenum sammeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Suchbegriffe:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
♣ Paderborn&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
♠ Universität&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
♥ Schule&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
♦ Wetter&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leitfragen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Was ist das Erste Ergebnis, das euch von Google vorgeschlagen wird?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Was wird dir neben Suchergebnissen zu deiner Suche angezeigt?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Sind Bilder oder Videos vorhanden?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Werden zusätzliche Suchanfragen vorgeschlagen? Wenn ja, in welchem Zusammenhang?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Arbeitsblatt 2===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Erhebung und Verarbeitung von Daten bei Suchmaschinen am Beispiel der Google Suche&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgaben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
#&#039;&#039;Lies den Text und schreibe die Bedeutung der Begriffe „explizit erhobene Daten“ und „implizit erhobene Daten“ in die Tabelle (EA).&#039;&#039;&lt;br /&gt;
#&#039;&#039;Überlegt, welche Daten bei euer vorherigen Google Suche explizit und implizit erhoben wurden und ordnet sie passend in die Tabelle ein (GA).&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Text: &#039;&#039;&#039;Explizit und implizit erhobene Daten&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einer Nachricht wie zum Beispiel „Ich habe am 19.1.2002 Geburtstag“ können ausdrücklich formulierte, explizite Botschaften oder Informationen stehen oder nicht benannte, indirekte Informationen. Man weiß, dass die Person im Januar Geburtstag hat. Die &#039;&#039;explizit erhobenen&#039;&#039; Daten sind also jene, die der Nutzende direkt und aktiv eingegeben bzw. erzeugt hat. Die Angabe des Geburtsdatums wird meistens in Benutzerkonten, wie zum Beispiel die von Google, erfragt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusätzlich weiß man aber auch, dass die Person in diesem Jahr 20 Jahre alt geworden ist. Das hat die Person einem aber nicht gesagt. Diese Information konnte &#039;&#039;implizit&#039;&#039; aus der Nachricht erschlossen werden, bzw. sie wurde &#039;&#039;implizit erhoben&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Explizit und implizit erhobene Daten stehen also in der Regel in der Verbindung zum Nutzenden und stellen oft personenbezogene Daten dar. Über die explizite Datenerhebung sind sich Nutzenden in der Regel bewusst. Dazu gehören z.B. bei Social Media Plattformen gepostete Texte und Bilder oder beim Telefonieren über das Mobilfunknetz die Telefonnummer desjenigen, den man anrufen möchte. Im Gegensatz dazu, werden implizit erhobene Daten indirekt durch Beobachtung (Tracking) oder Verarbeitung bereits erhobener Daten erhoben und generiert. Dieser Datenerhebung sind sich Nutzende oft nicht bewusst. Diese Daten werden während der Nutzung von Google Suche, Instagram, YouTube und co. „nebenbei“ erhoben oder generiert. Im Beispiel einer Social Media Plattform sind dies etwa Likes und Klicks.&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+&lt;br /&gt;
!&lt;br /&gt;
!explizit erhobene Daten&lt;br /&gt;
!implizit erhobene Daten&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Bedeutung der Begriffe&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Anwendung auf Google Suche&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
===Arbeitsblatt 3===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Erhebung und Verarbeitung von Daten bei Suchmaschinen am Beispiel der Google Suche&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Text: &#039;&#039;&#039;Primäre und sekundäre Zwecke der Verarbeitung und Verwendung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die primären und sekundären Zwecke beziehen sich auf die Absicht, mit der diese zuvor erhobenen Daten in und durch zum Beispiel Google Suche verarbeitet und verwendet werden. Primäre Zwecke umfasst, dass die erhobenen Daten dazu verarbeitet und verwendet werden, um weiterhin die Features (Funktionen und Eigenschaften) anbieten zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die primären Zwecke beziehen sich auf eine Nutzerperspektive auf die Verarbeitung und Verwendung. Die Daten werden verarbeitet und verwendet, um Nutzenden nachgefragte Funktionen anbieten zu können. Im Beispiel der Suchmaschine ist dies etwa das Anzeigen von Suchergebnissen. Personalisierte Ergebnisse gehören nur dann zu primären Zwecken, wenn es vom Nutzer ausdrücklich zugelassen worden ist, die Daten zur Personalisierung zu verwenden. Diese Verwendung ist in dem Fall noch ein primärer Zweck.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sekundäre Zwecke bedeutet, dass die Daten verarbeitet und verwendet werden, um weitere Zwecke zu verfolgen z.B. weitere wirtschaftliche oder wissenschaftliche Zwecke. Diese „Zweitverwertung“ der Daten bezieht sich auf einer Anbieterperspektive auf die Verarbeitung und Verwendung der erhobenen Daten: Wozu kann ein Anbieter einer derartigen Plattform die erhobenen Daten noch nutzen? Im Kontext von Streamingdiensten (z.B. Spotify) könnte dies etwa umfassen, dass Nutzungsdaten (z.B. gehörte Musik) zur Analyse der Emotionen der Nutzenden verwendet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;u&amp;gt;Aufgaben:&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
#&#039;&#039;Lies den Text und schreibe die Bedeutung der Begriffe „primäre Zwecke“ und „sekundäre Zwecke“ in das Textfeld (EA).&#039;&#039;&lt;br /&gt;
#&#039;&#039;Welche Zwecke könnte Google mit den Daten aus der vorherigen Suche verfolgen? Ordnet eure Ergebnisse den primären Zwecken und sekundären Zwecken zu (EA).&#039;&#039;&lt;br /&gt;
#&#039;&#039;Diskutiert mit eurem Partner die Vor – und Nachteile der Datenerhebung durch Google.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
#&#039;&#039;Beziehe zu folgender Aussage begründet Stellung:&#039;&#039; „Im Grunde besteht die Wahl zwischen einer bedingungslosen Zustimmung (der Datenverarbeitung durch Google) oder einem vollständigen Ausschluss von der Nutzung.“&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Jwiens3</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://eduwiki.cs.upb.de/index.php?title=Unterricht_zu_Instagram&amp;diff=2826</id>
		<title>Unterricht zu Instagram</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://eduwiki.cs.upb.de/index.php?title=Unterricht_zu_Instagram&amp;diff=2826"/>
		<updated>2022-08-15T15:20:42Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Jwiens3: /* Überblick über den Verlauf des Unterrichtsmoduls */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
Die Nutzung von sozialen Medien steht bei Schülerinnen und Schüler hoch im Kurs. Die meisten verbringen täglich Stunden darin. Zu den aktuell am häufigsten verwendeten Medien-Plattformen gehört Instagram. Viele personenbezogenen Daten werden von den Jugendlichen auf Instagram preisgegeben, ohne dass sie über eventuelle Konsequenzen nachzudenken. Dabei ist Instagram ein [[datengetriebenes digitales Artefakt]], welches die personenbezogenen Daten erhebt und verarbeitet. Es erscheint daher wichtig, vor dem Hintergrund theoretischer Grundlagen des Data-Minings dieses [[Datengetriebenes digitales Artefakt|datengetriebene digitale Artefakt]] aus verschiedenen Perspektiven zu betrachten und dadurch das [[Datenbewusstsein]] der Schülerinnen und Schüler zu fördern. Die Jugendlichen sollen zu einem persönlich bewussten Umgang mit Daten und Social-Media gelangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Steckbrief des Unterrichtsmoduls==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Titel:&#039;&#039;&#039; Datenbewusstsein am Beispiel von Instagram&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Stichworte:&#039;&#039;&#039; [[Datenbewusstsein]], [[Data Science]], Internet-Suchmaschine&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Zielgruppe:&#039;&#039;&#039; Lerngruppen aus Informatikkursen der EF aus der gymnasialen Oberstufe - keine Einschränkung der Klassengröße - sowohl homogene als auch heterogene Zusammensetzung möglich&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Inhaltsfeld:&#039;&#039;&#039; &amp;quot;Informatik, Mensch und Gesellschaft&amp;quot; (insbesondere der Schwerpunkt: [[Datenbewusstsein]]), &amp;quot;Daten und Information&amp;quot;, &amp;quot;Informatiksysteme&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Vorkenntnisse:&#039;&#039;&#039; Dieses Unterrichtsmodul setzt einige wenige Vorkenntnisse der Lernenden voraus. Die Verwendung von sozialen Medien, insbesondere Instagram, sollte gebräuchlich sein. Ebenso sollten auch gewisse Grundkenntnisse und ein grundlegendes Bewusstsein für unterschiedliche digitale datengetriebene Artefakte bestehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Zeitlicher Umfang:&#039;&#039;&#039; 4 Unterrichtsstunden a 45 Minuten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gegenstandsbereich (Fachinhalt) des Unterrichtsmoduls==&lt;br /&gt;
Gegenstand der von uns geplanten und durchgeführten Unterrichtseinheit ist das Konzept des Datenbewusstseins. Dieses didaktische Konzept der informatischen Allgemeinbildung bezieht sich auf die alltägliche Interaktion mit den verschiedensten digitalen datengetriebenen Artefakten und das Bewusstsein für das dabei ablaufende Sammeln und Verarbeiten von Nutzerdaten. Das Ziel des Unterrichts ist, die Schülerinnen und Schüler dazu zu bewegen, die eigene Nutzung digitaler datengetriebener Artefakte zu reflektieren und das theoretische Wissen zu vermitteln, um zu verstehen und zu erkennen, an welchen Stellen Daten mit welchen Methoden gewonnen werden und wozu diese Daten genutzt werden. Durch das Vermitteln dieses Wissens soll erzielt werden, dass die Schülerinnen und Schüler, nach einer kritischen Betrachtung verschiedener Perspektiven, selbstbestimmt und bewusst mit ihren Daten in der Interaktion mit digitalen Datengetrieben Artefakten umgehen und ihre Rechte in Bezug auf diese Daten kennen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Überblick über den Verlauf des Unterrichtsmoduls==&lt;br /&gt;
Die Unterrichtseinheit unterteilt sich neben der Einleitung und der Verabschiedung in sechs didaktisch relevante Einheiten. Da die Einleitung und Verabschiedung, neben der ersten Interaktion mit den SuS, dem „Eisbrechen“ und dem Abrunden der Unterrichtseinheit dient, und keine Lernziele oder Kompetenzen erzielen soll, wird im Verlaufe nicht weiter auf sie eingegangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Unterrichtseinheit ist unterteilt in:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Einleitung&lt;br /&gt;
# Vorwissen aktivieren&lt;br /&gt;
# Profilanalyse&lt;br /&gt;
# Vortrag&lt;br /&gt;
# Gruppenarbeit&lt;br /&gt;
# Juristische Grundlagen&lt;br /&gt;
# Zukunftsaussichten&lt;br /&gt;
# Verabschiedung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ziele des Unterrichtsmoduls==&lt;br /&gt;
Beginnend mit dem Aktivieren des Vorwissens sollen die SuS durch die Umfragen und die Auswertungen angeregt werden, sich ihr Nutzungsverhalten, insbesondere ihre Nutzungsdauer, bewusst zu machen und kritisch zu hinterfragen. Dies dient dazu, den Blickwinkel der SuS zu öffnen, um in den folgenden Teilen des Unterrichts den Perspektivwechsel zu erleichtern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anschließend werden sie mithilfe der Profilanalyse mit den beispielhaften Nutzerprofilen konfrontiert, um eine Möglichkeit zu haben, sich mit dem Medium auseinanderzusetzten und eine neue Sicht zu erlangen. Da die zeitliche Beschränkung dazu führt, dass eine eher algorithmische Analyse der Struktur des digitalen datengetriebenen Artefaktes nicht vermittelt werden kann, ist es das Ziel, den SuS eine auf logischem Denken basierende Analyse eines Profils zu vermitteln und den SuS ein Gefühl für die Menge an Informationen zu geben, welche aus einem Profil gewonnen werden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem darauffolgenden Vortrag ist es das Ziel, dass die SuS ein Verständnis für den breiteren Kontext des Datengeschäfts erlangen und Fachbegriffe wie „digitaler Doppelgänger“, „Vorratsdatenspeicherung“, „explizite -und implizite Datenerhebung“ mit eigenen Worten erklären und miteinander in Verbindung bringen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Danach ist es das Ziel mittels einer Gruppenarbeit, dass die SuS die verschiedenen Perspektiven und Akteure der Datenverarbeitung kennenlernen und sich in diese hineinversetzen. In der Gruppenarbeit diskutieren sie dann über diese und beim späteren Zusammentragen evaluieren sie die Ziele anderer Akteure und wägen sie mit den eigenen ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun im Abschnitt der juristischen Grundlagen ist es wichtig, die Schülerinnen und Schüler über ihre Rechte in Bezug auf ihre Daten in sozialen Medien aufzuklären. Dazu wird wir kurz auf die theoretischen Grundlagen eingegangen, die es zum Thema DSGVO der EU, BDSG und AGB zu wissen gibt. Die Schülerinnen und Schüler erweitern dadurch nicht nur ihr Fachvokabular, sondern lernen auch, dass sie in Bezug auf den Schutz ihrer personenbezogenen Daten nicht allein gelassen werden. Darauf folgt eine selbständige Arbeitsphase, in welcher die Schülerinnen und Schüler sich die Nutzungsbedingungen von Instagram raussuchen und anhand von Leitfragen erkunden. Die Schülerinnen und Schüler sollen aus dieser Aufgabe lernen, AGB oder Nutzungsbedingungen nach den relevanten Informationen zu scannen und erkennen, wie wichtig es ist, die Vertragsbedingungen, um die es sich dabei handelt, zu erkennen und um in der Lage zu sein, selbstbestimmt und verantwortungsvoll mit den eigenen Daten auf einer Plattform wie Instagram umzugehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Letztendlich ist es die Aufgabe der Zukunftsaussichten, dass die SuS aufmerksamer für neue Entwicklungen im Bereich der Datenverarbeitung werden und reflektieren können, welche der aufgezeigten Zukunftsaussichten möglich und/oder realistisch sind. Dabei entwickeln sie ein Bewusstsein für die Gefahren und Chancen, die eine Weiterentwicklung digitaler datengetriebener Artefakte in eine bestimmte Richtung mit sich bringen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Sachanalyse des Unterrichtsmoduls==&lt;br /&gt;
[[Datei:Dualitätsrekonstruktion zum digitalen datengetriebenen Artefakt Instagram.png|mini|675x675px|Dualitätsrekonstruktion zum digitalen datengetriebenen Artefakt Instagram]]&lt;br /&gt;
Die verschiedenen Unterrichtselemente beschäftigen sich mit unterschiedlichen Inhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorwissen aktivieren: Es werden anonyme Umfragen zum aktuellen Wissensstand und zu den Nutzungsgewohnheiten der SuS von Instagram durchgeführt, um in die Thematik der Unterrichtseinheit einzuleiten und die Ergebnisse anschließend auszuwerten und im Verlauf der folgenden Unterrichtselemente wieder aufzugreifen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Profilanalyse: Die beiden Profile stellen beispielhafte Nutzer dar. Sie sind sehr stereotypisch und mit einem chronologischen Gedanken entwickelt worden, um den SuS eine klare und eher einfach zu erschließende Plattform zu präsentieren. So ergibt sich idealerweise, mithilfe der Bearbeitungszeit, eine Struktur passend zum Analyseprozess und die SuS haben so die Möglichkeit, das eigene Verhalten auf der Plattform zu reflektieren und eine Verbindung zwischen kommerziellen Aspekten und Inhalten der Plattform herzustellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vortrag: Der Inhalt schließt sowohl die Nutzer- als auch die Unternehmensperspektive von Instagrams Geschäftsmodell ein, welche Rolle digitale Doppelgänger in diesem spielen, wie diese konstruiert werden und zu welchen Zwecken sie verwendet werden können. Digitale Doppelgänger beziehen sich auf eine konkrete Person und bestehen aus den gesammelten personenbezogenen Daten der jeweiligen Person. Dabei ist der digitale Doppelgänger nur begrenzt genau in der Abbildung der Realität. Die Daten des digitalen Doppelgängers werden mittels der Instagram App in diesem Beispiel erhoben. Dafür wird in explizite -und implizite Datenerhebung unterschieden. Explizit sind die Daten, die der Nutzer aktiv zum Zweck Daten zur Verfügung zu stellen eingibt. Implizit sind die Daten, die durch Beobachtung, Tracking gewonnen werden oder vom Nutzer mit einem anderen primären Zweck als Daten zur Verfügung zu stellen eingegeben wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gruppenarbeit: Die Gruppenarbeit beschäftigt sich mit den Vorteilen und Nachteilen der Datenverarbeitung aus Sicht der Privatnutzer, der Gesellschaft und der Unternehmen. Die Gruppen haben dazu Arbeitsblätter mit erdachten und / oder realen Szenarien und Situationen bekommen, aus welchen die SuS Vor- oder Nachteile formulieren sollen, die sich durch die technologie Vorratsdatenspeicherung ergeben könnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Juristische Grundlagen: Die seit dem 25. Mai 2018 bestehenden Vorschriften der DSGVO schützen die Grundrechte und Grundfreiheiten natürlicher Personen auf EU-Ebene und lassen dabei Spielraum an einigen Stellen für ihre Mitgliedsstaaten. Es wird insbesondere geregelt, wie Unternehmen die privaten Daten von Personen erheben und verarbeiten. Auf Bundesebene setzt dann das BDSG an und beruht auf den Artikeln 1 und 2 des Grundgesetzes. Speziell wird im BDSG auch die Umsetzung der Datenschutz-Richtlinien der EU für Polizei und Justiz geregelt. Während es sich bei der DSGVO und dem BDSG um Vorschriften und Gesetze handelt, sind die AGB für eine Vielzahl von Fällen anwendbare vorformulierte Vertragsbedingungen, die jedes Unternehmen als eine Vertragspartei im Rahmen der in Deutschland herrschenden Vertragsfreiheit festlegt. In den AGB darf von gesetzlichen Regelungen nur abgewichen werden, wenn dies zum Vorteil des Kunden geschieht. Bei Instagram handelt es sich hierbei um sogenannte Nutzungsbedingungen, denen jeder Nutzer beim Erstellen eines Profils und bei jeder Änderung zustimmt und einwilligt, sich vertraglich an diese zu halten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zukunftsaussichten: In einem Video wird der Zugriff auf persönliche Daten, wie z. B. Daten der Krankenkasse, Adresse und Finanzinformationen, durch einen Pizza-Lieferdienst der Zukunft dargestellt. Dieser Zukunftsausblick dient als Diskussionsgrundlage der folgenden Plenumsdiskussion, welche durch die Lehrperson moderiert wird. Es werden die einzelnen im Video angesprochenen Möglichkeiten der Datenverarbeitung einzeln betrachtet und ein Einblick in schon heute mehr oder weniger gängige Praktiken in den jeweiligen Bereichen gegeben. So wird z. B. das Krankenkassen-Modell angesprochen, welches mithilfe einer Fitness-Uhr die gesundheitsrelevanten Daten der Versicherungsnehmer auswertet und anhand dieser die Höhe der Beiträge reguliert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Didaktische Begründung des Unterrichtsmoduls==&lt;br /&gt;
Die verschiedenen Unterrichtselemente verwenden unterschiedliche Methoden und werden deshalb im Folgenden einzeln betrachtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorwissen aktivieren: Das Aktivieren des Vorwissens erfüllt den Zweck, dass die SUS sich eigene Gedanken zu dem Thema machen und somit sie selbst und die Lehrperson sich ein Bild vom bisherigen Wissenstand machen können, sodass manche Themenbereiche im Verlauf der Unterrichtseinheit vielleicht aufgegriffen werden können. Mit dem digitalen Hilfsmittel Mentimeter können die Ergebnisse einfach eingesehen und übersichtlich für das Plenum präsentiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Profilanalyse: Bei der Profilanalyse ist es essenziell, dass die SuS sich selbst mit dem digitalen Artefakt auseinandersetzen. Da die Analyse der Profile mithilfe der Instagram-Plattform höchstwahrscheinlich zu Unruhe führen würde, werden die Profile anhand einer PDF-Datei zu Verfügung gestellt. Daraus folgt, dass die SuS sich über mehrere Minuten mit den Profilen inhaltlich auseinandersetzen müssen und somit als Lernprodukt unbewusst eine Methodik der Profilanalyse erstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vortrag: Für diesem Abschnitt wurde die Methode des Lehrervortrags gewählt, zum einen damit es Abwechslung in der Unterrichtsgestaltung gibt, zum anderen, weil diese Methode der Erfüllung der Lernziele am ehesten gerecht wird. Die einzelnen Fachbegriffe könnte man den SuS auch in Sachtexten zur Selbsterschließung näherbringen, jedoch bietet der Vortrag die Möglichkeit, diese zusammenhängend als großes Ganzes darstellen, viel eher und natürlicher als andere Methoden. Zum Schluss sollen die SuS die gehörten und trotzdem gelernten Inhalte mit eigenen Worten wiedergeben, wodurch die Lernfortschritte noch einmal gefestigt werden und die Lehrperson einen Überblick über den Lernfortschritt der SuS bekommt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gruppenarbeit: Mit einer Gruppenarbeit wird eine Diskussion der SuS untereinander gefördert. Da es hier um etwas stark Meinungsbasiertes geht, lernen die SuS in einer Gruppenarbeit und im Austausch mit anderen SuS am besten, welche Aspekte der Datenverarbeitung für sie selbst besonders wichtig erscheinen und wie sie sie gegen die eigenen Interessen abwägen. In der Diskussion mit anderen Sus sind sie zudem freier und weniger in der Erarbeitung gezwungen, gewisse Inhalte zu erschließen. Somit kommen auch Aspekte zu tragen, die normalerweise nicht aufkommen würden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Juristische Grundlagen: Die gewählte Methode des kurzen Vortrages zur Vermittlung der theoretischen Grundlagen ist der Kürze der Zeit geschuldet, da sich in so einem Vortrag in kürzerer Zeit mehr Informationen verpacken lassen, als wenn die Schülerinnen und Schüler sich diese selbst anhand von Materialien erarbeiten würden. Eine andere Methode wäre hier nachhaltiger, wir haben allerdings eine gute Balance aus zeitlicher und inhaltlicher Effektivität gesucht. Allerdings werden die Schülerinne und Schüler durch Fragen der Lehrperson mit einbezogen, um den frontalen Charakter dieser Form des Unterrichts etwas aufzulockern. Das Erkunden der Nutzungsbedingungen anhand von Leitfragen dient dem Zweck, dass die Schülerinnen und Schüler unter Anleitung die Erfahrung sammeln, wie umfangreich solche Vertragsbedingungen in der Realität sind. Außerdem wird hier die Brücke zwischen Theorie und Praxis geschlossen, indem die Schülerinnen und Schüler eine AGB kennenlernen, die für sie in ihrer Lebenswelt tatsächlich relevant ist, den meisten aber wenig oder nicht bekannt ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zukunftsaussichten: Um die SUS wieder neu zu motivieren, soll das Video eine Abwechslung zu den vorherigen Vorträgen sein und die Aufmerksamkeit wieder konzentrieren. Die Diskussion der Inhalte des gezeigten Videos im Plenum führt zu einem Austausch der verschiedenen Sichtweisen und kann den SuS bei der Bildung einer eigenen Meinung helfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Überblick über den Unterrichtsverlauf==&lt;br /&gt;
Das Unterrichtsmodul mit den zentralen Aktivitäten, inhaltlichen Schwerpunkten und Fachinhalten in den verschiedenen Phasen wird in der nachfolgenden Grafik zur Übersicht und Orientierung zusammengefasst. Die Materialien, wie etwa Arbeitsblätter und ergänzende Informationen, der verschiedenen Phasen sind in der Tabelle verlinkt.&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+&lt;br /&gt;
!&amp;lt;big&amp;gt;PHASEN&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
!&amp;lt;big&amp;gt;INHALTLICHE SCHWERPUNKTE/OPERATIONEN&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
!&amp;lt;big&amp;gt;SOZIAL-/AKTIONSFORM&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
!&amp;lt;big&amp;gt;MEDIEN&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
!INTENTIONEN U. BEGRÜNDUNGEN&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;4&amp;quot; |&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Vorstellung, Einführung und Eisbrecher (5 min)&lt;br /&gt;
|Vorstellungsrunde, Frage nach Begriffen, die die SuS diese Woche schon gegoogelt haben&lt;br /&gt;
|Klasse&lt;br /&gt;
|Whiteboard&lt;br /&gt;
|Einführung und Kennenlernen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Plan vorstellen (5 min)&lt;br /&gt;
|Unterrichtsplan, Motivation und Ziele mündlich vorstellen&lt;br /&gt;
|Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
|Whiteboard&lt;br /&gt;
|Ziele und Motivation für die SuS&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Googlen von vorgegebenen Suchbegriffen (15 min)&lt;br /&gt;
|Die SuS googlen vorgegebene Suchbegriffe, z.B. Paderborn, Universität, Schule, Wetter und schreiben Beobachtungen auf&lt;br /&gt;
|Gruppenarbeit&lt;br /&gt;
|[[Unterricht zu der Google Suche#Arbeitsblatt%201|AB1]], PCs&lt;br /&gt;
|Die Beobachtungen der Suchergebnisse von Google anhand der Leitfragen analysieren&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Zusammentragen der Ergebnisse (15 min)&lt;br /&gt;
|Die SuS stellen kurz als Gruppe die Ergebnisse der Recherche vor (z.B. Schule→ Schulen in PB, …)&lt;br /&gt;
|Klasse&lt;br /&gt;
|Whiteboard&lt;br /&gt;
|Die SuS sollen sehen, dass Google nicht nur eine Suchmaschine ist, siehe Maps, das den Standort verwendet, etc.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Arten der Erhebung (10 min)&lt;br /&gt;
|Frage, was Google überhaupt erhebt → Vorkenntnisse&lt;br /&gt;
|Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
|Whiteboard&lt;br /&gt;
|Weiterführung zum Datenbewusstsein&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Datenerhebung (15 min)&lt;br /&gt;
|Text zu explizit und implizit erhobenen Daten&lt;br /&gt;
|Einzelarbeit&lt;br /&gt;
|[[Unterricht zu der Google Suche#Arbeitsblatt%202|AB2]]&lt;br /&gt;
|Arten der Datenerhebung verstehen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Frage, welche Daten explizit und implizit erhoben wurden (10 min)&lt;br /&gt;
|Die SuS diskutieren, welche Daten beim vorherigen Googlen erhoben wurden&lt;br /&gt;
|Gruppenarbeit&lt;br /&gt;
|[[Unterricht zu der Google Suche#Arbeitsblatt%202|AB2]]&lt;br /&gt;
|Datenerhebung bei den speziellen Suchanfragen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Zusammentragen (10 min)&lt;br /&gt;
|Ergebnisse sichern&lt;br /&gt;
|Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
|Beamer, [[Unterricht zu der Google Suche#Arbeitsblatt%202|AB2]]&lt;br /&gt;
|Verbindung Datenerhebung und Google&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Pause (20 min)&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Zwecke (10 min)&lt;br /&gt;
|Frage, warum Google Daten erhebt und verarbeitet → Vorkenntnisse&lt;br /&gt;
|Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
|Whiteboard&lt;br /&gt;
|Frage nach dem Warum der Datenerhebung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Zwecke der Datenerhebung (15 min)&lt;br /&gt;
|Text zu Zwecken der Datenerhebung und -verarbeitung&lt;br /&gt;
|Einzelarbeit (Aufg. 1-2)&lt;br /&gt;
|[[Unterricht zu der Google Suche#Arbeitsblatt%203|AB3]]&lt;br /&gt;
|Zwecke der Datenerhebung verstehen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Zusammentragen (10 min)&lt;br /&gt;
|Ergebnisse sichern&lt;br /&gt;
|Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
|Beamer, [[Unterricht zu der Google Suche#Arbeitsblatt%203|AB3]]&lt;br /&gt;
|Verbindung Zwecke und Google&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Persönliche Einordnung der Datenerhebung (10 min)&lt;br /&gt;
|Die SuS bilden sich eine Meinung zur Datenerhebung, indem Sie Vor- und Nachteile aufschreiben und reflektieren&lt;br /&gt;
|Partnerarbeit (Aufg. 3-4)&lt;br /&gt;
Gruppenarbeit&lt;br /&gt;
|[[Unterricht zu der Google Suche#Arbeitsblatt%203|AB3]]&lt;br /&gt;
|Meinung zu Zwecken bei der Datenerhebung beim Googlen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Diskussion (10 min)&lt;br /&gt;
|Diskussion über Datenerhebung und Datenverarbeitung von der Google Suchmaschine&lt;br /&gt;
|Klasse&lt;br /&gt;
|[[Unterricht zu der Google Suche#Arbeitsblatt%203|AB3]]&lt;br /&gt;
|Vor- und Nachteile der Datenerhebung und Datenverarbeitung diskutieren&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Maßnahmen (10 min)&lt;br /&gt;
|Die SuS lernen Maßnahmen in den eigenen Einstellungen kennen, die die Datenerhebung zumindest einschränken&lt;br /&gt;
|Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
|PC, Beamer, Geräte der SuS&lt;br /&gt;
|Einschränken von Datenerhebung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Fazit (10 min)&lt;br /&gt;
|SuS nach Erkenntnissen fragen, SuS füllen Feedbackbogen aus&lt;br /&gt;
|Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
|Feedbackbogen&lt;br /&gt;
|Schluss&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Beschreibungen ausgewählter Materialien==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Arbeitsblatt 1===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Erhebung und Verarbeitung von Daten bei Suchmaschinen am Beispiel der Google Suche&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Findet euch in eurer Gruppe [♣ – ♠ – ♥ – ♦] an den Computern nebenan zusammen. Eure Aufgabe ist es, folgende Begriffe in die Google Suche einzugeben. Besucht die Websites, die euch interessieren. Wir werden eure Beobachtungen im Plenum sammeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Suchbegriffe:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
♣ Paderborn&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
♠ Universität&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
♥ Schule&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
♦ Wetter&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leitfragen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Was ist das Erste Ergebnis, das euch von Google vorgeschlagen wird?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Was wird dir neben Suchergebnissen zu deiner Suche angezeigt?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Sind Bilder oder Videos vorhanden?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Werden zusätzliche Suchanfragen vorgeschlagen? Wenn ja, in welchem Zusammenhang?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Arbeitsblatt 2===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Erhebung und Verarbeitung von Daten bei Suchmaschinen am Beispiel der Google Suche&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgaben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
#&#039;&#039;Lies den Text und schreibe die Bedeutung der Begriffe „explizit erhobene Daten“ und „implizit erhobene Daten“ in die Tabelle (EA).&#039;&#039;&lt;br /&gt;
#&#039;&#039;Überlegt, welche Daten bei euer vorherigen Google Suche explizit und implizit erhoben wurden und ordnet sie passend in die Tabelle ein (GA).&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Text: &#039;&#039;&#039;Explizit und implizit erhobene Daten&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einer Nachricht wie zum Beispiel „Ich habe am 19.1.2002 Geburtstag“ können ausdrücklich formulierte, explizite Botschaften oder Informationen stehen oder nicht benannte, indirekte Informationen. Man weiß, dass die Person im Januar Geburtstag hat. Die &#039;&#039;explizit erhobenen&#039;&#039; Daten sind also jene, die der Nutzende direkt und aktiv eingegeben bzw. erzeugt hat. Die Angabe des Geburtsdatums wird meistens in Benutzerkonten, wie zum Beispiel die von Google, erfragt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusätzlich weiß man aber auch, dass die Person in diesem Jahr 20 Jahre alt geworden ist. Das hat die Person einem aber nicht gesagt. Diese Information konnte &#039;&#039;implizit&#039;&#039; aus der Nachricht erschlossen werden, bzw. sie wurde &#039;&#039;implizit erhoben&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Explizit und implizit erhobene Daten stehen also in der Regel in der Verbindung zum Nutzenden und stellen oft personenbezogene Daten dar. Über die explizite Datenerhebung sind sich Nutzenden in der Regel bewusst. Dazu gehören z.B. bei Social Media Plattformen gepostete Texte und Bilder oder beim Telefonieren über das Mobilfunknetz die Telefonnummer desjenigen, den man anrufen möchte. Im Gegensatz dazu, werden implizit erhobene Daten indirekt durch Beobachtung (Tracking) oder Verarbeitung bereits erhobener Daten erhoben und generiert. Dieser Datenerhebung sind sich Nutzende oft nicht bewusst. Diese Daten werden während der Nutzung von Google Suche, Instagram, YouTube und co. „nebenbei“ erhoben oder generiert. Im Beispiel einer Social Media Plattform sind dies etwa Likes und Klicks.&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+&lt;br /&gt;
!&lt;br /&gt;
!explizit erhobene Daten&lt;br /&gt;
!implizit erhobene Daten&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Bedeutung der Begriffe&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Anwendung auf Google Suche&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Arbeitsblatt 3===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Erhebung und Verarbeitung von Daten bei Suchmaschinen am Beispiel der Google Suche&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Text: &#039;&#039;&#039;Primäre und sekundäre Zwecke der Verarbeitung und Verwendung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die primären und sekundären Zwecke beziehen sich auf die Absicht, mit der diese zuvor erhobenen Daten in und durch zum Beispiel Google Suche verarbeitet und verwendet werden. Primäre Zwecke umfasst, dass die erhobenen Daten dazu verarbeitet und verwendet werden, um weiterhin die Features (Funktionen und Eigenschaften) anbieten zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die primären Zwecke beziehen sich auf eine Nutzerperspektive auf die Verarbeitung und Verwendung. Die Daten werden verarbeitet und verwendet, um Nutzenden nachgefragte Funktionen anbieten zu können. Im Beispiel der Suchmaschine ist dies etwa das Anzeigen von Suchergebnissen. Personalisierte Ergebnisse gehören nur dann zu primären Zwecken, wenn es vom Nutzer ausdrücklich zugelassen worden ist, die Daten zur Personalisierung zu verwenden. Diese Verwendung ist in dem Fall noch ein primärer Zweck.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sekundäre Zwecke bedeutet, dass die Daten verarbeitet und verwendet werden, um weitere Zwecke zu verfolgen z.B. weitere wirtschaftliche oder wissenschaftliche Zwecke. Diese „Zweitverwertung“ der Daten bezieht sich auf einer Anbieterperspektive auf die Verarbeitung und Verwendung der erhobenen Daten: Wozu kann ein Anbieter einer derartigen Plattform die erhobenen Daten noch nutzen? Im Kontext von Streamingdiensten (z.B. Spotify) könnte dies etwa umfassen, dass Nutzungsdaten (z.B. gehörte Musik) zur Analyse der Emotionen der Nutzenden verwendet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgaben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
#&#039;&#039;Lies den Text und schreibe die Bedeutung der Begriffe „primäre Zwecke“ und „sekundäre Zwecke“ in das Textfeld (EA).&#039;&#039;&lt;br /&gt;
#&#039;&#039;Welche Zwecke könnte Google mit den Daten aus der vorherigen Suche verfolgen? Ordnet eure Ergebnisse den primären Zwecken und sekundären Zwecken zu (EA).&#039;&#039;&lt;br /&gt;
#&#039;&#039;Diskutiert mit eurem Partner die Vor – und Nachteile der Datenerhebung durch Google.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
#&#039;&#039;Beziehe zu folgender Aussage begründet Stellung:&#039;&#039; „Im Grunde besteht die Wahl zwischen einer bedingungslosen Zustimmung (der Datenverarbeitung durch Google) oder einem vollständigen Ausschluss von der Nutzung.“&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Jwiens3</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://eduwiki.cs.upb.de/index.php?title=Datei:Dualit%C3%A4tsrekonstruktion_zum_digitalen_datengetriebenen_Artefakt_Instagram.png&amp;diff=2825</id>
		<title>Datei:Dualitätsrekonstruktion zum digitalen datengetriebenen Artefakt Instagram.png</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://eduwiki.cs.upb.de/index.php?title=Datei:Dualit%C3%A4tsrekonstruktion_zum_digitalen_datengetriebenen_Artefakt_Instagram.png&amp;diff=2825"/>
		<updated>2022-08-15T15:07:43Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Jwiens3: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Dualitätsrekonstruktion zum digitalen datengetriebenen Artefakt Instagram&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Jwiens3</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://eduwiki.cs.upb.de/index.php?title=Unterricht_zu_Instagram&amp;diff=2824</id>
		<title>Unterricht zu Instagram</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://eduwiki.cs.upb.de/index.php?title=Unterricht_zu_Instagram&amp;diff=2824"/>
		<updated>2022-08-15T14:49:16Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Jwiens3: /* Gegenstandsbereich (Fachinhalt) des Unterrichtsmoduls */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
Die Nutzung von sozialen Medien steht bei Schülerinnen und Schüler hoch im Kurs. Die meisten verbringen täglich Stunden darin. Zu den aktuell am häufigsten verwendeten Medien-Plattformen gehört Instagram. Viele personenbezogenen Daten werden von den Jugendlichen auf Instagram preisgegeben, ohne dass sie über eventuelle Konsequenzen nachzudenken. Dabei ist Instagram ein [[datengetriebenes digitales Artefakt]], welches die personenbezogenen Daten erhebt und verarbeitet. Es erscheint daher wichtig, vor dem Hintergrund theoretischer Grundlagen des Data-Minings dieses [[Datengetriebenes digitales Artefakt|datengetriebene digitale Artefakt]] aus verschiedenen Perspektiven zu betrachten und dadurch das [[Datenbewusstsein]] der Schülerinnen und Schüler zu fördern. Die Jugendlichen sollen zu einem persönlich bewussten Umgang mit Daten und Social-Media gelangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Steckbrief des Unterrichtsmoduls==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Titel:&#039;&#039;&#039; Datenbewusstsein am Beispiel von Instagram&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Stichworte:&#039;&#039;&#039; [[Datenbewusstsein]], [[Data Science]], Internet-Suchmaschine&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Zielgruppe:&#039;&#039;&#039; Lerngruppen aus Informatikkursen der EF aus der gymnasialen Oberstufe - keine Einschränkung der Klassengröße - sowohl homogene als auch heterogene Zusammensetzung möglich&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Inhaltsfeld:&#039;&#039;&#039; &amp;quot;Informatik, Mensch und Gesellschaft&amp;quot; (insbesondere der Schwerpunkt: [[Datenbewusstsein]]), &amp;quot;Daten und Information&amp;quot;, &amp;quot;Informatiksysteme&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Vorkenntnisse:&#039;&#039;&#039; Dieses Unterrichtsmodul setzt einige wenige Vorkenntnisse der Lernenden voraus. Die Verwendung von sozialen Medien, insbesondere Instagram, sollte gebräuchlich sein. Ebenso sollten auch gewisse Grundkenntnisse und ein grundlegendes Bewusstsein für unterschiedliche digitale datengetriebene Artefakte bestehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Zeitlicher Umfang:&#039;&#039;&#039; 4 Unterrichtsstunden a 45 Minuten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gegenstandsbereich (Fachinhalt) des Unterrichtsmoduls==&lt;br /&gt;
Gegenstand der von uns geplanten und durchgeführten Unterrichtseinheit ist das Konzept des Datenbewusstseins. Dieses didaktische Konzept der informatischen Allgemeinbildung bezieht sich auf die alltägliche Interaktion mit den verschiedensten digitalen datengetriebenen Artefakten und das Bewusstsein für das dabei ablaufende Sammeln und Verarbeiten von Nutzerdaten. Das Ziel des Unterrichts ist, die Schülerinnen und Schüler dazu zu bewegen, die eigene Nutzung digitaler datengetriebener Artefakte zu reflektieren und das theoretische Wissen zu vermitteln, um zu verstehen und zu erkennen, an welchen Stellen Daten mit welchen Methoden gewonnen werden und wozu diese Daten genutzt werden. Durch das Vermitteln dieses Wissens soll erzielt werden, dass die Schülerinnen und Schüler, nach einer kritischen Betrachtung verschiedener Perspektiven, selbstbestimmt und bewusst mit ihren Daten in der Interaktion mit digitalen Datengetrieben Artefakten umgehen und ihre Rechte in Bezug auf diese Daten kennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Überblick über den Verlauf des Unterrichtsmoduls ==&lt;br /&gt;
ret werden die Begriffe der implizit und explizit erhobenen Daten, sowie primäre und sekundäre Zwecke behandelt. Zum Einstieg ins Anwendungsbeispiel Google Suche sollen die SuS in Gruppen am PC Begriffe eingeben und Beobachtungen aufschreiben. Die Ergebnisse werden für spätere Gruppenarbeiten gesichert. Dann lesen die SuS entsprechend aufbereitete Texte zur Datenerhebung und zu den Zwecken und besprechen sich jeweils in den Gruppen, um die Aspekte der Begriffe zusammenzutragen. Außerdem sollen die SuS die erlernten Definitionen und Beispiele auf Google-Suche und den zuvor gesammelten Ideen und Ergebnisse zu der Google-Suche am Anfang anwenden, indem sie die Definition mit dem, was Google nach der Eingabe der Suchbegriffe tut, abgleichen. Da Datenbewusstsein als eines der gesellschaftlichen Themen im Informatikunterricht nur unzureichend behandelt wird, bieten die Begriffe einen Einstieg in das Thema der Auswirkungen von großen Datenmengen. Durch die Anwendung der Begrifflichkeiten auf Google, das Finden von Beispielen der Datenerhebung und dessen Verwendung, können die SuS sich dann mehr diese Datenverarbeitung bewusst machen. Des Weiteren fällt es ihnen auch leichter, die Datenverarbeitung auf andere Bereiche bzw. datengetriebene digitale Artefakte zu übertragen, da die SuS in der letzten Phase Stellung zur Datenerhebung nehmen und sich über Vor- und Nachteile Gedanken machen. Als Zusatz werden noch Einstellungen zum eigenen Datenschutz im Browser erklärt, als Vorschlag der individuellen Anpassung im Alltag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ziele des Unterrichtsmoduls==&lt;br /&gt;
Die Lernziele und Kompetenzen des Unterrichtsmodul orientieren sich an dem Bildungsanliegen des UNESCO-Weltaktionsprogrammes: “Bildung für nachhaltige Entwicklung”. Bei diesem Bildungsanliegen wird das Ziel verfolgt, dass die SuS die Fähigkeit erlangen, die Auswirkungen des eigenen Handelns auf die Welt zu verstehen und verantwortungsvolle Entscheidungen zu treffen. Da die Auswirkungen des eigenen Handelns bei der Verwendung der Google-Suchmaschine oft unterschätzt werden, zeigt sich hier der Bedarf, die Kompetenz des verantwortungsvollen Handelns durch dieses Unterrichtsmodul anzustreben. Daraus folgen dann folgende Lernziele:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Hauptziel der Unterrichtsstunde ist, dass sich SuS bewusster im Internet verhalten. Dies meint grundlegend, dass sie gezielter in ihrem Alltag nach ihren Interessen im Internet suchen und dabei verstehen, welche Daten währenddessen von ihnen (als des Nutzers/ der Nutzerin) erhoben werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Des Weiteren sollten sie auch den Zweck der Erhebung verstehen bzw. Vermutungen diesbezüglich haben. Also warum Google oder allgemein kostenlose Apps Daten von NutzerInnen erheben und was sie dann mit den erhobenen Daten anfangen. Sie sollten also wissen, dass mit den Daten nicht nur Geld gemacht wird (bspw. durch Verkauf ihrer Daten), sondern auch ein Digitaler Doppelgänger von ihnen erstellt wird, um auf aktuelle Interessen einzugehen und dementsprechend Werbung zu schalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da sie sich im Internet bzw. auf Google „bewegen“ und damit arbeiten, lernen sie das ddA in voller Funktion kennen. Durch die Analyse sollen sie erkennen, wie und warum Google den eingegebenen Suchbegriff so interpretiert und die entsprechenden Suchergebnisse anzeigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem erlangten Wissen sollen die SuS diese Erhebungen und dessen Zwecke deuten und bewerten. Dadurch bilden sie sich nicht nur eine eigene Meinung, sondern lernen auch, ihre Meinung zu begründen und durch Argumentationen und Diskussionen durchzusetzen. Hierzu benötigen sie Wissen über Vor- und Nachteile, welche zuvor im Plenum aus Nutzer- und Anbieterperspektive zusammengetragen und erarbeitet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um sich vor den Nachteilen der Nutzer-Perspektive zu schützen, sollen sie selbst am Computer im Google-Browser nach Möglichkeiten zur Datenschutzeinstellung suchen und den daraus resultierenden Schutz für den eigenen Nutzer notieren und den anderen vorführen. Dadurch werden nicht nur explizit Medienkompetenzen gefördert, sondern auch die Zuordnung des gelernten Wissens im eigenen Sprachgebrauch überdacht und eingebaut. Hinzu kommen weitere Argumentationsstrukturen und die Aneignung strukturierter und überzeugender Sprachkompetenzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Sachanalyse des Unterrichtsmoduls==&lt;br /&gt;
Viele fachwissenschaftliche Aspekte wurden im Abschnitt Gegenstandsbereich behandelt. Im Folgenden ist die Mindmap zur Dualitätsrekonstruktion dargestellt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dualitätskonstruktion zur Google-Suche&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Didaktische Begründung des Unterrichtsmoduls==&lt;br /&gt;
Das Unterrichtsmodul beinhaltet viele Phasen, in denen die SuS zusammenarbeiten sollen. Das fördert die Sozialkompetenz der SuS und hat das Ziel, dass sich die SuS über die Themen und Lösungen austauschen. Dabei können sie verschiedene Lösungsansätze austauschen und darüber nachdenken. Leistungsschwächere SuS können von den leistungsstärkeren in den Arbeitsphasen profitieren. Dadurch wird der Heterogenität der Klasse Rechnung getragen. Auch können die stärkeren SuS bei einigen Arbeitsaufträgen weitere Aufgaben bearbeiten, wenn die anderen SuS noch etwas Zeit fürdie primären Aufgaben benötigen. Zum Beispiel können sich die SuS, die schon die Zwecke der Datenverarbeitung von Google erarbeitet haben, Gedanken über Vor- und Nachteile der Datenerhebung durch Google machen und diese notieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Unterrichtsmodul wurde in die sechs Schritte nach Leisen (2017) unterteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
#Im ersten Schritt wird der Lernkontext zu den SuS gebracht, indem sich die SuS zum Einstieg Gedanken zu ihrer kürzlichen Internetrecherche machen. Die SuS können erste Ideen und Beobachtungen zur Google Suche machen, indem sie einige vorgegebene Begriffe eingeben und die Ergebnisseiten analysieren. Die Sicherung nach dieser Phase dient dazu, dass die SuS ihre Ergebnisse in den nächsten Phasen aufgreifen und verknüpfen können.&lt;br /&gt;
#Im nächsten Schritt wird den SuS Lernmaterial gegeben, das sie bearbeiten sollen. Hier wird den SuS erst theoretisches Wissen vermittelt, das sie für den weiteren Ablauf benötigen. Dazu gehört z. B. das Wissen um und die Unterscheidung in explizite und implizite Datenerhebung. Dabei sollen die SuS in Lerngruppen zusammenarbeiten.&lt;br /&gt;
#Im nächsten Schritt werden die neuen Lerninhalte zusammen im Plenum diskutiert. Dabei sollte eine Lehrkraft diese Phase moderieren, damit die SuS ihre neuen Vorstellungen im Diskurs weiter verknüpfen bzw. ggf. korrigieren können.&lt;br /&gt;
#Das theoretisch erlangte Wissen können sie dann auf den Kontext der Google Suche anwenden. Die Zwecke der Datenerhebung werden in einer zweiten Erarbeitungsphase erarbeitet.&lt;br /&gt;
#Im folgenden Schritt werden die Formen und Zwecke der Datenerhebung miteinander vernetzt und durch eine persönliche Reflektion über die Vor- und Nachteile dieser Datenerhebung gefestigt.&lt;br /&gt;
#Durch die Diskussion über verschiedene Maßnahmen des Datenschutzes wird das erarbeitete Wissen im letzten Schritt angewendet und verantwortungsvolles Handeln in diesem Bereich gefördert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Unterrichtsplanung wurden zudem die verschiedenen Aspekte des Curricular Spider Web (2013) berücksichtigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Der Zeitpunkt des Unterrichts wurde berücksichtigt. An einem Freitag ist die Konzentrationsfähigkeit wahrscheinlich nicht mehr sehr hoch.&lt;br /&gt;
*Auch die lokale Gegebenheit, dass der Raum neu und unbekannt für die Schüler war, wurde berücksichtigt bspw. durch den “Eisbrecher” zu Beginn der Stunde.&lt;br /&gt;
*Da man ausgehen kann, dass sich die Schüler untereinander kennen, konnten verschiedentlich Gruppenarbeitsphasen eingeplant werden.&lt;br /&gt;
*Bezüglich der Lernmedien wurde darauf geachtet, sowohl digitale als auch analoge Elemente in den Unterricht miteinzubinden.&lt;br /&gt;
*Der zentralen Aspekt, warum die Schüler diese Kompetenzen erwerben sollen, wurde schon in den vorherigen Kapiteln betrachtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Überblick über den Unterrichtsverlauf==&lt;br /&gt;
Das Unterrichtsmodul mit den zentralen Aktivitäten, inhaltlichen Schwerpunkten und Fachinhalten in den verschiedenen Phasen wird in der nachfolgenden Grafik zur Übersicht und Orientierung zusammengefasst. Die Materialien, wie etwa Arbeitsblätter und ergänzende Informationen, der verschiedenen Phasen sind in der Tabelle verlinkt.&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+&lt;br /&gt;
!&amp;lt;big&amp;gt;PHASEN&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
!&amp;lt;big&amp;gt;INHALTLICHE SCHWERPUNKTE/OPERATIONEN&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
!&amp;lt;big&amp;gt;SOZIAL-/AKTIONSFORM&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
!&amp;lt;big&amp;gt;MEDIEN&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
!INTENTIONEN U. BEGRÜNDUNGEN&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;4&amp;quot; |&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Vorstellung, Einführung und Eisbrecher (5 min)&lt;br /&gt;
|Vorstellungsrunde, Frage nach Begriffen, die die SuS diese Woche schon gegoogelt haben&lt;br /&gt;
|Klasse&lt;br /&gt;
|Whiteboard&lt;br /&gt;
|Einführung und Kennenlernen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Plan vorstellen (5 min)&lt;br /&gt;
|Unterrichtsplan, Motivation und Ziele mündlich vorstellen&lt;br /&gt;
|Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
|Whiteboard&lt;br /&gt;
|Ziele und Motivation für die SuS&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Googlen von vorgegebenen Suchbegriffen (15 min)&lt;br /&gt;
|Die SuS googlen vorgegebene Suchbegriffe, z.B. Paderborn, Universität, Schule, Wetter und schreiben Beobachtungen auf&lt;br /&gt;
|Gruppenarbeit&lt;br /&gt;
|[[Unterricht zu der Google Suche#Arbeitsblatt%201|AB1]], PCs&lt;br /&gt;
|Die Beobachtungen der Suchergebnisse von Google anhand der Leitfragen analysieren&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Zusammentragen der Ergebnisse (15 min)&lt;br /&gt;
|Die SuS stellen kurz als Gruppe die Ergebnisse der Recherche vor (z.B. Schule→ Schulen in PB, …)&lt;br /&gt;
|Klasse&lt;br /&gt;
|Whiteboard&lt;br /&gt;
|Die SuS sollen sehen, dass Google nicht nur eine Suchmaschine ist, siehe Maps, das den Standort verwendet, etc.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Arten der Erhebung (10 min)&lt;br /&gt;
|Frage, was Google überhaupt erhebt → Vorkenntnisse&lt;br /&gt;
|Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
|Whiteboard&lt;br /&gt;
|Weiterführung zum Datenbewusstsein&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Datenerhebung (15 min)&lt;br /&gt;
|Text zu explizit und implizit erhobenen Daten&lt;br /&gt;
|Einzelarbeit&lt;br /&gt;
|[[Unterricht zu der Google Suche#Arbeitsblatt%202|AB2]]&lt;br /&gt;
|Arten der Datenerhebung verstehen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Frage, welche Daten explizit und implizit erhoben wurden (10 min)&lt;br /&gt;
|Die SuS diskutieren, welche Daten beim vorherigen Googlen erhoben wurden&lt;br /&gt;
|Gruppenarbeit&lt;br /&gt;
|[[Unterricht zu der Google Suche#Arbeitsblatt%202|AB2]]&lt;br /&gt;
|Datenerhebung bei den speziellen Suchanfragen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Zusammentragen (10 min)&lt;br /&gt;
|Ergebnisse sichern&lt;br /&gt;
|Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
|Beamer, [[Unterricht zu der Google Suche#Arbeitsblatt%202|AB2]]&lt;br /&gt;
|Verbindung Datenerhebung und Google&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Pause (20 min)&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Zwecke (10 min)&lt;br /&gt;
|Frage, warum Google Daten erhebt und verarbeitet → Vorkenntnisse&lt;br /&gt;
|Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
|Whiteboard&lt;br /&gt;
|Frage nach dem Warum der Datenerhebung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Zwecke der Datenerhebung (15 min)&lt;br /&gt;
|Text zu Zwecken der Datenerhebung und -verarbeitung&lt;br /&gt;
|Einzelarbeit (Aufg. 1-2)&lt;br /&gt;
|[[Unterricht zu der Google Suche#Arbeitsblatt%203|AB3]]&lt;br /&gt;
|Zwecke der Datenerhebung verstehen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Zusammentragen (10 min)&lt;br /&gt;
|Ergebnisse sichern&lt;br /&gt;
|Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
|Beamer, [[Unterricht zu der Google Suche#Arbeitsblatt%203|AB3]]&lt;br /&gt;
|Verbindung Zwecke und Google&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Persönliche Einordnung der Datenerhebung (10 min)&lt;br /&gt;
|Die SuS bilden sich eine Meinung zur Datenerhebung, indem Sie Vor- und Nachteile aufschreiben und reflektieren&lt;br /&gt;
|Partnerarbeit (Aufg. 3-4)&lt;br /&gt;
Gruppenarbeit&lt;br /&gt;
|[[Unterricht zu der Google Suche#Arbeitsblatt%203|AB3]]&lt;br /&gt;
|Meinung zu Zwecken bei der Datenerhebung beim Googlen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Diskussion (10 min)&lt;br /&gt;
|Diskussion über Datenerhebung und Datenverarbeitung von der Google Suchmaschine&lt;br /&gt;
|Klasse&lt;br /&gt;
|[[Unterricht zu der Google Suche#Arbeitsblatt%203|AB3]]&lt;br /&gt;
|Vor- und Nachteile der Datenerhebung und Datenverarbeitung diskutieren&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Maßnahmen (10 min)&lt;br /&gt;
|Die SuS lernen Maßnahmen in den eigenen Einstellungen kennen, die die Datenerhebung zumindest einschränken&lt;br /&gt;
|Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
|PC, Beamer, Geräte der SuS&lt;br /&gt;
|Einschränken von Datenerhebung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Fazit (10 min)&lt;br /&gt;
|SuS nach Erkenntnissen fragen, SuS füllen Feedbackbogen aus&lt;br /&gt;
|Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
|Feedbackbogen&lt;br /&gt;
|Schluss&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Beschreibungen ausgewählter Materialien==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Arbeitsblatt 1===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Erhebung und Verarbeitung von Daten bei Suchmaschinen am Beispiel der Google Suche&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Findet euch in eurer Gruppe [♣ – ♠ – ♥ – ♦] an den Computern nebenan zusammen. Eure Aufgabe ist es, folgende Begriffe in die Google Suche einzugeben. Besucht die Websites, die euch interessieren. Wir werden eure Beobachtungen im Plenum sammeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Suchbegriffe:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
♣ Paderborn&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
♠ Universität&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
♥ Schule&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
♦ Wetter&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leitfragen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Was ist das Erste Ergebnis, das euch von Google vorgeschlagen wird?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Was wird dir neben Suchergebnissen zu deiner Suche angezeigt?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Sind Bilder oder Videos vorhanden?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Werden zusätzliche Suchanfragen vorgeschlagen? Wenn ja, in welchem Zusammenhang?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Arbeitsblatt 2===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Erhebung und Verarbeitung von Daten bei Suchmaschinen am Beispiel der Google Suche&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgaben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
#&#039;&#039;Lies den Text und schreibe die Bedeutung der Begriffe „explizit erhobene Daten“ und „implizit erhobene Daten“ in die Tabelle (EA).&#039;&#039;&lt;br /&gt;
#&#039;&#039;Überlegt, welche Daten bei euer vorherigen Google Suche explizit und implizit erhoben wurden und ordnet sie passend in die Tabelle ein (GA).&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Text: &#039;&#039;&#039;Explizit und implizit erhobene Daten&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einer Nachricht wie zum Beispiel „Ich habe am 19.1.2002 Geburtstag“ können ausdrücklich formulierte, explizite Botschaften oder Informationen stehen oder nicht benannte, indirekte Informationen. Man weiß, dass die Person im Januar Geburtstag hat. Die &#039;&#039;explizit erhobenen&#039;&#039; Daten sind also jene, die der Nutzende direkt und aktiv eingegeben bzw. erzeugt hat. Die Angabe des Geburtsdatums wird meistens in Benutzerkonten, wie zum Beispiel die von Google, erfragt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusätzlich weiß man aber auch, dass die Person in diesem Jahr 20 Jahre alt geworden ist. Das hat die Person einem aber nicht gesagt. Diese Information konnte &#039;&#039;implizit&#039;&#039; aus der Nachricht erschlossen werden, bzw. sie wurde &#039;&#039;implizit erhoben&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Explizit und implizit erhobene Daten stehen also in der Regel in der Verbindung zum Nutzenden und stellen oft personenbezogene Daten dar. Über die explizite Datenerhebung sind sich Nutzenden in der Regel bewusst. Dazu gehören z.B. bei Social Media Plattformen gepostete Texte und Bilder oder beim Telefonieren über das Mobilfunknetz die Telefonnummer desjenigen, den man anrufen möchte. Im Gegensatz dazu, werden implizit erhobene Daten indirekt durch Beobachtung (Tracking) oder Verarbeitung bereits erhobener Daten erhoben und generiert. Dieser Datenerhebung sind sich Nutzende oft nicht bewusst. Diese Daten werden während der Nutzung von Google Suche, Instagram, YouTube und co. „nebenbei“ erhoben oder generiert. Im Beispiel einer Social Media Plattform sind dies etwa Likes und Klicks.&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+&lt;br /&gt;
!&lt;br /&gt;
!explizit erhobene Daten&lt;br /&gt;
!implizit erhobene Daten&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Bedeutung der Begriffe&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Anwendung auf Google Suche&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Arbeitsblatt 3===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Erhebung und Verarbeitung von Daten bei Suchmaschinen am Beispiel der Google Suche&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Text: &#039;&#039;&#039;Primäre und sekundäre Zwecke der Verarbeitung und Verwendung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die primären und sekundären Zwecke beziehen sich auf die Absicht, mit der diese zuvor erhobenen Daten in und durch zum Beispiel Google Suche verarbeitet und verwendet werden. Primäre Zwecke umfasst, dass die erhobenen Daten dazu verarbeitet und verwendet werden, um weiterhin die Features (Funktionen und Eigenschaften) anbieten zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die primären Zwecke beziehen sich auf eine Nutzerperspektive auf die Verarbeitung und Verwendung. Die Daten werden verarbeitet und verwendet, um Nutzenden nachgefragte Funktionen anbieten zu können. Im Beispiel der Suchmaschine ist dies etwa das Anzeigen von Suchergebnissen. Personalisierte Ergebnisse gehören nur dann zu primären Zwecken, wenn es vom Nutzer ausdrücklich zugelassen worden ist, die Daten zur Personalisierung zu verwenden. Diese Verwendung ist in dem Fall noch ein primärer Zweck.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sekundäre Zwecke bedeutet, dass die Daten verarbeitet und verwendet werden, um weitere Zwecke zu verfolgen z.B. weitere wirtschaftliche oder wissenschaftliche Zwecke. Diese „Zweitverwertung“ der Daten bezieht sich auf einer Anbieterperspektive auf die Verarbeitung und Verwendung der erhobenen Daten: Wozu kann ein Anbieter einer derartigen Plattform die erhobenen Daten noch nutzen? Im Kontext von Streamingdiensten (z.B. Spotify) könnte dies etwa umfassen, dass Nutzungsdaten (z.B. gehörte Musik) zur Analyse der Emotionen der Nutzenden verwendet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgaben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
#&#039;&#039;Lies den Text und schreibe die Bedeutung der Begriffe „primäre Zwecke“ und „sekundäre Zwecke“ in das Textfeld (EA).&#039;&#039;&lt;br /&gt;
#&#039;&#039;Welche Zwecke könnte Google mit den Daten aus der vorherigen Suche verfolgen? Ordnet eure Ergebnisse den primären Zwecken und sekundären Zwecken zu (EA).&#039;&#039;&lt;br /&gt;
#&#039;&#039;Diskutiert mit eurem Partner die Vor – und Nachteile der Datenerhebung durch Google.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
#&#039;&#039;Beziehe zu folgender Aussage begründet Stellung:&#039;&#039; „Im Grunde besteht die Wahl zwischen einer bedingungslosen Zustimmung (der Datenverarbeitung durch Google) oder einem vollständigen Ausschluss von der Nutzung.“&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Jwiens3</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://eduwiki.cs.upb.de/index.php?title=Unterricht_zu_Instagram&amp;diff=2823</id>
		<title>Unterricht zu Instagram</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://eduwiki.cs.upb.de/index.php?title=Unterricht_zu_Instagram&amp;diff=2823"/>
		<updated>2022-08-15T14:44:39Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Jwiens3: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Nutzung von sozialen Medien steht bei Schülerinnen und Schüler hoch im Kurs. Die meisten verbringen täglich Stunden darin. Zu den aktuell am häufigsten verwendeten Medien-Plattformen gehört Instagram. Viele personenbezogenen Daten werden von den Jugendlichen auf Instagram preisgegeben, ohne dass sie über eventuelle Konsequenzen nachzudenken. Dabei ist Instagram ein [[datengetriebenes digitales Artefakt]], welches die personenbezogenen Daten erhebt und verarbeitet. Es erscheint daher wichtig, vor dem Hintergrund theoretischer Grundlagen des Data-Minings dieses [[Datengetriebenes digitales Artefakt|datengetriebene digitale Artefakt]] aus verschiedenen Perspektiven zu betrachten und dadurch das [[Datenbewusstsein]] der Schülerinnen und Schüler zu fördern. Die Jugendlichen sollen zu einem persönlich bewussten Umgang mit Daten und Social-Media gelangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Steckbrief des Unterrichtsmoduls ==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Titel:&#039;&#039;&#039; Datenbewusstsein am Beispiel von Instagram&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Stichworte:&#039;&#039;&#039; [[Datenbewusstsein]], [[Data Science]], Internet-Suchmaschine&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Zielgruppe:&#039;&#039;&#039; Lerngruppen aus Informatikkursen der EF aus der gymnasialen Oberstufe - keine Einschränkung der Klassengröße - sowohl homogene als auch heterogene Zusammensetzung möglich&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Inhaltsfeld:&#039;&#039;&#039; &amp;quot;Informatik, Mensch und Gesellschaft&amp;quot; (insbesondere der Schwerpunkt: [[Datenbewusstsein]]), &amp;quot;Daten und Information&amp;quot;, &amp;quot;Informatiksysteme&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Vorkenntnisse:&#039;&#039;&#039; Dieses Unterrichtsmodul setzt einige wenige Vorkenntnisse der Lernenden voraus. Die Verwendung von sozialen Medien, insbesondere Instagram, sollte gebräuchlich sein. Ebenso sollten auch gewisse Grundkenntnisse und ein grundlegendes Bewusstsein für unterschiedliche digitale datengetriebene Artefakte bestehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Zeitlicher Umfang:&#039;&#039;&#039; 4 Unterrichtsstunden a 45 Minuten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gegenstandsbereich (Fachinhalt) des Unterrichtsmoduls ==&lt;br /&gt;
Datenbewusstsein ist ein wichtiger Aspekt, besonders im Rahmen von Suchmaschinen. Denn diese sammeln viele Daten der Nutzer zu verschiedenen Zwecken. Welche Daten Google sammelt und zu welchen Zwecken, ist wichtig zu verstehen, damit man sich im Internet bzw. beim Suchen im Internet bewusst damit auseinandersetzt. Da Google im Jahr 2004 an die Börse gegangen ist, ist das Unternehmen ein Gewinnorientiertes. Den Gewinn kann Google nicht durch das “stumpfe” Anzeigen von Ergebnissen zu Suchanfragen erzielen, sondern indem es Daten der Nutzer auswertet und weiterverwendet. Seien es Werbeanzeigen zu anderen Plattformen oder der Verkauf von Nutzerdaten an Dritte zur Gewinnerzielung. In diesem Sinne ist es wichtig zu wissen, wie Google uns mit der Darstellung von Suchergebnissen beeinflussen kann. Google erhebt dafür explizit und implizit Daten. Explizit werden der eingegebene Suchbegriff und ggf. verlinkte Google-Konten erhoben. Dadurch können implizit viele weitere Daten gewonnen werden, zum Beispiel welche Interessen man hat oder welche Webseiten sehr beliebt bei den Nutzern sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese erhobenen Daten kann Google für verschiedene Zwecke nutzen. Primäre Zwecke sind hierbei, dass Google seine Funktionen weiter anbieten kann. Weiter möchte Google seine Funktionen verbessern und weitere einbinden, zum Beispiel das Wetter oder eine Karte mit weiteren Ergebnissen. Die primären Zwecke dienen also eher der Nutzerperspektive, um die Funktionen für die Nutzer zu verbessern. Sekundäre Zwecke sind bei der Datenerhebung durch Google wirtschaftlich und wissenschaftlich orientiert. Wirtschaftlich sind eben die Anzeige von personalisierter Werbung auf der Ergebnisseite und das Weiterverkaufen von Daten an Dritte. Wissenschaftlich geht es Google um die Analyse des Nutzerverhaltens. Die sekundären Zwecke sind also aus Anbieterperspektive formuliert. Wie man seine persönlichen Daten vor Zugriffen oder Analysen schützen kann, ist eine resultierende Fragestellung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Überblick über den Verlauf des Unterrichtsmoduls ==&lt;br /&gt;
Konkret werden die Begriffe der implizit und explizit erhobenen Daten, sowie primäre und sekundäre Zwecke behandelt. Zum Einstieg ins Anwendungsbeispiel Google Suche sollen die SuS in Gruppen am PC Begriffe eingeben und Beobachtungen aufschreiben. Die Ergebnisse werden für spätere Gruppenarbeiten gesichert. Dann lesen die SuS entsprechend aufbereitete Texte zur Datenerhebung und zu den Zwecken und besprechen sich jeweils in den Gruppen, um die Aspekte der Begriffe zusammenzutragen. Außerdem sollen die SuS die erlernten Definitionen und Beispiele auf Google-Suche und den zuvor gesammelten Ideen und Ergebnisse zu der Google-Suche am Anfang anwenden, indem sie die Definition mit dem, was Google nach der Eingabe der Suchbegriffe tut, abgleichen. Da Datenbewusstsein als eines der gesellschaftlichen Themen im Informatikunterricht nur unzureichend behandelt wird, bieten die Begriffe einen Einstieg in das Thema der Auswirkungen von großen Datenmengen. Durch die Anwendung der Begrifflichkeiten auf Google, das Finden von Beispielen der Datenerhebung und dessen Verwendung, können die SuS sich dann mehr diese Datenverarbeitung bewusst machen. Des Weiteren fällt es ihnen auch leichter, die Datenverarbeitung auf andere Bereiche bzw. datengetriebene digitale Artefakte zu übertragen, da die SuS in der letzten Phase Stellung zur Datenerhebung nehmen und sich über Vor- und Nachteile Gedanken machen. Als Zusatz werden noch Einstellungen zum eigenen Datenschutz im Browser erklärt, als Vorschlag der individuellen Anpassung im Alltag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ziele des Unterrichtsmoduls ==&lt;br /&gt;
Die Lernziele und Kompetenzen des Unterrichtsmodul orientieren sich an dem Bildungsanliegen des UNESCO-Weltaktionsprogrammes: “Bildung für nachhaltige Entwicklung”. Bei diesem Bildungsanliegen wird das Ziel verfolgt, dass die SuS die Fähigkeit erlangen, die Auswirkungen des eigenen Handelns auf die Welt zu verstehen und verantwortungsvolle Entscheidungen zu treffen. Da die Auswirkungen des eigenen Handelns bei der Verwendung der Google-Suchmaschine oft unterschätzt werden, zeigt sich hier der Bedarf, die Kompetenz des verantwortungsvollen Handelns durch dieses Unterrichtsmodul anzustreben. Daraus folgen dann folgende Lernziele:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Hauptziel der Unterrichtsstunde ist, dass sich SuS bewusster im Internet verhalten. Dies meint grundlegend, dass sie gezielter in ihrem Alltag nach ihren Interessen im Internet suchen und dabei verstehen, welche Daten währenddessen von ihnen (als des Nutzers/ der Nutzerin) erhoben werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Des Weiteren sollten sie auch den Zweck der Erhebung verstehen bzw. Vermutungen diesbezüglich haben. Also warum Google oder allgemein kostenlose Apps Daten von NutzerInnen erheben und was sie dann mit den erhobenen Daten anfangen. Sie sollten also wissen, dass mit den Daten nicht nur Geld gemacht wird (bspw. durch Verkauf ihrer Daten), sondern auch ein Digitaler Doppelgänger von ihnen erstellt wird, um auf aktuelle Interessen einzugehen und dementsprechend Werbung zu schalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da sie sich im Internet bzw. auf Google „bewegen“ und damit arbeiten, lernen sie das ddA in voller Funktion kennen. Durch die Analyse sollen sie erkennen, wie und warum Google den eingegebenen Suchbegriff so interpretiert und die entsprechenden Suchergebnisse anzeigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem erlangten Wissen sollen die SuS diese Erhebungen und dessen Zwecke deuten und bewerten. Dadurch bilden sie sich nicht nur eine eigene Meinung, sondern lernen auch, ihre Meinung zu begründen und durch Argumentationen und Diskussionen durchzusetzen. Hierzu benötigen sie Wissen über Vor- und Nachteile, welche zuvor im Plenum aus Nutzer- und Anbieterperspektive zusammengetragen und erarbeitet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um sich vor den Nachteilen der Nutzer-Perspektive zu schützen, sollen sie selbst am Computer im Google-Browser nach Möglichkeiten zur Datenschutzeinstellung suchen und den daraus resultierenden Schutz für den eigenen Nutzer notieren und den anderen vorführen. Dadurch werden nicht nur explizit Medienkompetenzen gefördert, sondern auch die Zuordnung des gelernten Wissens im eigenen Sprachgebrauch überdacht und eingebaut. Hinzu kommen weitere Argumentationsstrukturen und die Aneignung strukturierter und überzeugender Sprachkompetenzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sachanalyse des Unterrichtsmoduls ==&lt;br /&gt;
Viele fachwissenschaftliche Aspekte wurden im Abschnitt Gegenstandsbereich behandelt. Im Folgenden ist die Mindmap zur Dualitätsrekonstruktion dargestellt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dualitätskonstruktion zur Google-Suche&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Didaktische Begründung des Unterrichtsmoduls ==&lt;br /&gt;
Das Unterrichtsmodul beinhaltet viele Phasen, in denen die SuS zusammenarbeiten sollen. Das fördert die Sozialkompetenz der SuS und hat das Ziel, dass sich die SuS über die Themen und Lösungen austauschen. Dabei können sie verschiedene Lösungsansätze austauschen und darüber nachdenken. Leistungsschwächere SuS können von den leistungsstärkeren in den Arbeitsphasen profitieren. Dadurch wird der Heterogenität der Klasse Rechnung getragen. Auch können die stärkeren SuS bei einigen Arbeitsaufträgen weitere Aufgaben bearbeiten, wenn die anderen SuS noch etwas Zeit fürdie primären Aufgaben benötigen. Zum Beispiel können sich die SuS, die schon die Zwecke der Datenverarbeitung von Google erarbeitet haben, Gedanken über Vor- und Nachteile der Datenerhebung durch Google machen und diese notieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Unterrichtsmodul wurde in die sechs Schritte nach Leisen (2017) unterteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Im ersten Schritt wird der Lernkontext zu den SuS gebracht, indem sich die SuS zum Einstieg Gedanken zu ihrer kürzlichen Internetrecherche machen. Die SuS können erste Ideen und Beobachtungen zur Google Suche machen, indem sie einige vorgegebene Begriffe eingeben und die Ergebnisseiten analysieren. Die Sicherung nach dieser Phase dient dazu, dass die SuS ihre Ergebnisse in den nächsten Phasen aufgreifen und verknüpfen können.&lt;br /&gt;
# Im nächsten Schritt wird den SuS Lernmaterial gegeben, das sie bearbeiten sollen. Hier wird den SuS erst theoretisches Wissen vermittelt, das sie für den weiteren Ablauf benötigen. Dazu gehört z. B. das Wissen um und die Unterscheidung in explizite und implizite Datenerhebung. Dabei sollen die SuS in Lerngruppen zusammenarbeiten.&lt;br /&gt;
# Im nächsten Schritt werden die neuen Lerninhalte zusammen im Plenum diskutiert. Dabei sollte eine Lehrkraft diese Phase moderieren, damit die SuS ihre neuen Vorstellungen im Diskurs weiter verknüpfen bzw. ggf. korrigieren können.&lt;br /&gt;
# Das theoretisch erlangte Wissen können sie dann auf den Kontext der Google Suche anwenden. Die Zwecke der Datenerhebung werden in einer zweiten Erarbeitungsphase erarbeitet.&lt;br /&gt;
# Im folgenden Schritt werden die Formen und Zwecke der Datenerhebung miteinander vernetzt und durch eine persönliche Reflektion über die Vor- und Nachteile dieser Datenerhebung gefestigt.&lt;br /&gt;
# Durch die Diskussion über verschiedene Maßnahmen des Datenschutzes wird das erarbeitete Wissen im letzten Schritt angewendet und verantwortungsvolles Handeln in diesem Bereich gefördert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Unterrichtsplanung wurden zudem die verschiedenen Aspekte des Curricular Spider Web (2013) berücksichtigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Der Zeitpunkt des Unterrichts wurde berücksichtigt. An einem Freitag ist die Konzentrationsfähigkeit wahrscheinlich nicht mehr sehr hoch.&lt;br /&gt;
* Auch die lokale Gegebenheit, dass der Raum neu und unbekannt für die Schüler war, wurde berücksichtigt bspw. durch den “Eisbrecher” zu Beginn der Stunde.&lt;br /&gt;
* Da man ausgehen kann, dass sich die Schüler untereinander kennen, konnten verschiedentlich Gruppenarbeitsphasen eingeplant werden.&lt;br /&gt;
* Bezüglich der Lernmedien wurde darauf geachtet, sowohl digitale als auch analoge Elemente in den Unterricht miteinzubinden.&lt;br /&gt;
* Der zentralen Aspekt, warum die Schüler diese Kompetenzen erwerben sollen, wurde schon in den vorherigen Kapiteln betrachtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Überblick über den Unterrichtsverlauf ==&lt;br /&gt;
Das Unterrichtsmodul mit den zentralen Aktivitäten, inhaltlichen Schwerpunkten und Fachinhalten in den verschiedenen Phasen wird in der nachfolgenden Grafik zur Übersicht und Orientierung zusammengefasst. Die Materialien, wie etwa Arbeitsblätter und ergänzende Informationen, der verschiedenen Phasen sind in der Tabelle verlinkt.&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+&lt;br /&gt;
!&amp;lt;big&amp;gt;PHASEN&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
!&amp;lt;big&amp;gt;INHALTLICHE SCHWERPUNKTE/OPERATIONEN&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
!&amp;lt;big&amp;gt;SOZIAL-/AKTIONSFORM&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
!&amp;lt;big&amp;gt;MEDIEN&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
!INTENTIONEN U. BEGRÜNDUNGEN&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;4&amp;quot; |&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Vorstellung, Einführung und Eisbrecher (5 min)&lt;br /&gt;
|Vorstellungsrunde, Frage nach Begriffen, die die SuS diese Woche schon gegoogelt haben&lt;br /&gt;
|Klasse&lt;br /&gt;
|Whiteboard&lt;br /&gt;
|Einführung und Kennenlernen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Plan vorstellen (5 min)&lt;br /&gt;
|Unterrichtsplan, Motivation und Ziele mündlich vorstellen&lt;br /&gt;
|Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
|Whiteboard&lt;br /&gt;
|Ziele und Motivation für die SuS&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Googlen von vorgegebenen Suchbegriffen (15 min)&lt;br /&gt;
|Die SuS googlen vorgegebene Suchbegriffe, z.B. Paderborn, Universität, Schule, Wetter und schreiben Beobachtungen auf&lt;br /&gt;
|Gruppenarbeit&lt;br /&gt;
|[[Unterricht zu der Google Suche#Arbeitsblatt%201|AB1]], PCs&lt;br /&gt;
|Die Beobachtungen der Suchergebnisse von Google anhand der Leitfragen analysieren&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Zusammentragen der Ergebnisse (15 min)&lt;br /&gt;
|Die SuS stellen kurz als Gruppe die Ergebnisse der Recherche vor (z.B. Schule→ Schulen in PB, …)&lt;br /&gt;
|Klasse&lt;br /&gt;
|Whiteboard&lt;br /&gt;
|Die SuS sollen sehen, dass Google nicht nur eine Suchmaschine ist, siehe Maps, das den Standort verwendet, etc.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Arten der Erhebung (10 min)&lt;br /&gt;
|Frage, was Google überhaupt erhebt → Vorkenntnisse&lt;br /&gt;
|Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
|Whiteboard&lt;br /&gt;
|Weiterführung zum Datenbewusstsein&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Datenerhebung (15 min)&lt;br /&gt;
|Text zu explizit und implizit erhobenen Daten&lt;br /&gt;
|Einzelarbeit&lt;br /&gt;
|[[Unterricht zu der Google Suche#Arbeitsblatt%202|AB2]]&lt;br /&gt;
|Arten der Datenerhebung verstehen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Frage, welche Daten explizit und implizit erhoben wurden (10 min)&lt;br /&gt;
|Die SuS diskutieren, welche Daten beim vorherigen Googlen erhoben wurden&lt;br /&gt;
|Gruppenarbeit&lt;br /&gt;
|[[Unterricht zu der Google Suche#Arbeitsblatt%202|AB2]]&lt;br /&gt;
|Datenerhebung bei den speziellen Suchanfragen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Zusammentragen (10 min)&lt;br /&gt;
|Ergebnisse sichern&lt;br /&gt;
|Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
|Beamer, [[Unterricht zu der Google Suche#Arbeitsblatt%202|AB2]]&lt;br /&gt;
|Verbindung Datenerhebung und Google&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Pause (20 min)&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Zwecke (10 min)&lt;br /&gt;
|Frage, warum Google Daten erhebt und verarbeitet → Vorkenntnisse&lt;br /&gt;
|Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
|Whiteboard&lt;br /&gt;
|Frage nach dem Warum der Datenerhebung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Zwecke der Datenerhebung (15 min)&lt;br /&gt;
|Text zu Zwecken der Datenerhebung und -verarbeitung&lt;br /&gt;
|Einzelarbeit (Aufg. 1-2)&lt;br /&gt;
|[[Unterricht zu der Google Suche#Arbeitsblatt%203|AB3]]&lt;br /&gt;
|Zwecke der Datenerhebung verstehen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Zusammentragen (10 min)&lt;br /&gt;
|Ergebnisse sichern&lt;br /&gt;
|Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
|Beamer, [[Unterricht zu der Google Suche#Arbeitsblatt%203|AB3]]&lt;br /&gt;
|Verbindung Zwecke und Google&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Persönliche Einordnung der Datenerhebung (10 min)&lt;br /&gt;
|Die SuS bilden sich eine Meinung zur Datenerhebung, indem Sie Vor- und Nachteile aufschreiben und reflektieren&lt;br /&gt;
|Partnerarbeit (Aufg. 3-4)&lt;br /&gt;
Gruppenarbeit&lt;br /&gt;
|[[Unterricht zu der Google Suche#Arbeitsblatt%203|AB3]]&lt;br /&gt;
|Meinung zu Zwecken bei der Datenerhebung beim Googlen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Diskussion (10 min)&lt;br /&gt;
|Diskussion über Datenerhebung und Datenverarbeitung von der Google Suchmaschine&lt;br /&gt;
|Klasse&lt;br /&gt;
|[[Unterricht zu der Google Suche#Arbeitsblatt%203|AB3]]&lt;br /&gt;
|Vor- und Nachteile der Datenerhebung und Datenverarbeitung diskutieren&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Maßnahmen (10 min)&lt;br /&gt;
|Die SuS lernen Maßnahmen in den eigenen Einstellungen kennen, die die Datenerhebung zumindest einschränken&lt;br /&gt;
|Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
|PC, Beamer, Geräte der SuS&lt;br /&gt;
|Einschränken von Datenerhebung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Fazit (10 min)&lt;br /&gt;
|SuS nach Erkenntnissen fragen, SuS füllen Feedbackbogen aus&lt;br /&gt;
|Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
|Feedbackbogen&lt;br /&gt;
|Schluss&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibungen ausgewählter Materialien ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Arbeitsblatt 1 ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Erhebung und Verarbeitung von Daten bei Suchmaschinen am Beispiel der Google Suche&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Findet euch in eurer Gruppe [♣ – ♠ – ♥ – ♦] an den Computern nebenan zusammen. Eure Aufgabe ist es, folgende Begriffe in die Google Suche einzugeben. Besucht die Websites, die euch interessieren. Wir werden eure Beobachtungen im Plenum sammeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Suchbegriffe:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
♣ Paderborn&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
♠ Universität&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
♥ Schule&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
♦ Wetter&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leitfragen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Was ist das Erste Ergebnis, das euch von Google vorgeschlagen wird?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Was wird dir neben Suchergebnissen zu deiner Suche angezeigt?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Sind Bilder oder Videos vorhanden?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Werden zusätzliche Suchanfragen vorgeschlagen? Wenn ja, in welchem Zusammenhang?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Arbeitsblatt 2 ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Erhebung und Verarbeitung von Daten bei Suchmaschinen am Beispiel der Google Suche&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgaben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;Lies den Text und schreibe die Bedeutung der Begriffe „explizit erhobene Daten“ und „implizit erhobene Daten“ in die Tabelle (EA).&#039;&#039;&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;Überlegt, welche Daten bei euer vorherigen Google Suche explizit und implizit erhoben wurden und ordnet sie passend in die Tabelle ein (GA).&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Text: &#039;&#039;&#039;Explizit und implizit erhobene Daten&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einer Nachricht wie zum Beispiel „Ich habe am 19.1.2002 Geburtstag“ können ausdrücklich formulierte, explizite Botschaften oder Informationen stehen oder nicht benannte, indirekte Informationen. Man weiß, dass die Person im Januar Geburtstag hat. Die &#039;&#039;explizit erhobenen&#039;&#039; Daten sind also jene, die der Nutzende direkt und aktiv eingegeben bzw. erzeugt hat. Die Angabe des Geburtsdatums wird meistens in Benutzerkonten, wie zum Beispiel die von Google, erfragt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusätzlich weiß man aber auch, dass die Person in diesem Jahr 20 Jahre alt geworden ist. Das hat die Person einem aber nicht gesagt. Diese Information konnte &#039;&#039;implizit&#039;&#039; aus der Nachricht erschlossen werden, bzw. sie wurde &#039;&#039;implizit erhoben&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Explizit und implizit erhobene Daten stehen also in der Regel in der Verbindung zum Nutzenden und stellen oft personenbezogene Daten dar. Über die explizite Datenerhebung sind sich Nutzenden in der Regel bewusst. Dazu gehören z.B. bei Social Media Plattformen gepostete Texte und Bilder oder beim Telefonieren über das Mobilfunknetz die Telefonnummer desjenigen, den man anrufen möchte. Im Gegensatz dazu, werden implizit erhobene Daten indirekt durch Beobachtung (Tracking) oder Verarbeitung bereits erhobener Daten erhoben und generiert. Dieser Datenerhebung sind sich Nutzende oft nicht bewusst. Diese Daten werden während der Nutzung von Google Suche, Instagram, YouTube und co. „nebenbei“ erhoben oder generiert. Im Beispiel einer Social Media Plattform sind dies etwa Likes und Klicks.&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+&lt;br /&gt;
!&lt;br /&gt;
!explizit erhobene Daten&lt;br /&gt;
!implizit erhobene Daten&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Bedeutung der Begriffe&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Anwendung auf Google Suche&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Arbeitsblatt 3 ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Erhebung und Verarbeitung von Daten bei Suchmaschinen am Beispiel der Google Suche&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Text: &#039;&#039;&#039;Primäre und sekundäre Zwecke der Verarbeitung und Verwendung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die primären und sekundären Zwecke beziehen sich auf die Absicht, mit der diese zuvor erhobenen Daten in und durch zum Beispiel Google Suche verarbeitet und verwendet werden. Primäre Zwecke umfasst, dass die erhobenen Daten dazu verarbeitet und verwendet werden, um weiterhin die Features (Funktionen und Eigenschaften) anbieten zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die primären Zwecke beziehen sich auf eine Nutzerperspektive auf die Verarbeitung und Verwendung. Die Daten werden verarbeitet und verwendet, um Nutzenden nachgefragte Funktionen anbieten zu können. Im Beispiel der Suchmaschine ist dies etwa das Anzeigen von Suchergebnissen. Personalisierte Ergebnisse gehören nur dann zu primären Zwecken, wenn es vom Nutzer ausdrücklich zugelassen worden ist, die Daten zur Personalisierung zu verwenden. Diese Verwendung ist in dem Fall noch ein primärer Zweck.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sekundäre Zwecke bedeutet, dass die Daten verarbeitet und verwendet werden, um weitere Zwecke zu verfolgen z.B. weitere wirtschaftliche oder wissenschaftliche Zwecke. Diese „Zweitverwertung“ der Daten bezieht sich auf einer Anbieterperspektive auf die Verarbeitung und Verwendung der erhobenen Daten: Wozu kann ein Anbieter einer derartigen Plattform die erhobenen Daten noch nutzen? Im Kontext von Streamingdiensten (z.B. Spotify) könnte dies etwa umfassen, dass Nutzungsdaten (z.B. gehörte Musik) zur Analyse der Emotionen der Nutzenden verwendet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgaben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;Lies den Text und schreibe die Bedeutung der Begriffe „primäre Zwecke“ und „sekundäre Zwecke“ in das Textfeld (EA).&#039;&#039;&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;Welche Zwecke könnte Google mit den Daten aus der vorherigen Suche verfolgen? Ordnet eure Ergebnisse den primären Zwecken und sekundären Zwecken zu (EA).&#039;&#039;&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;Diskutiert mit eurem Partner die Vor – und Nachteile der Datenerhebung durch Google.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;Beziehe zu folgender Aussage begründet Stellung:&#039;&#039; „Im Grunde besteht die Wahl zwischen einer bedingungslosen Zustimmung (der Datenverarbeitung durch Google) oder einem vollständigen Ausschluss von der Nutzung.“&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Jwiens3</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://eduwiki.cs.upb.de/index.php?title=Unterricht_zu_der_Google_Suche&amp;diff=2822</id>
		<title>Unterricht zu der Google Suche</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://eduwiki.cs.upb.de/index.php?title=Unterricht_zu_der_Google_Suche&amp;diff=2822"/>
		<updated>2022-08-15T14:16:30Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Jwiens3: /* Steckbrief des Unterrichtsmoduls */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Auf der Suche nach Informationen verwenden Schülerinnen und Schülern fast täglich die Internet-Suchmaschine von Google. Dort findet man zu allen möglichen Themen die verschiedensten Informationen und auch viel Unterhaltsames. Dass dabei von Google viele personenbezogenen Daten erhoben und verarbeitet werden, ist vielen Schülern nicht bewusst. Die Google-Suchmaschine gehört zu den [[Datengetriebenes digitales Artefakt|datengetriebenen digitalen Artefakten]], die verschiedene Daten explizit und implizit erheben und anschließend zu primären und sekundären Zwecken verarbeiten. In diesem Unterrichtsmodul wird die Google-Suchmaschine als Beispiel für ein solches [[datengetriebenes digitales Artefakt]] aufgegriffen. Anhand dieses Beispiels soll in diesem Unterrichtsmodul das [[Datenbewusstsein]] der Schülerinnen und Schüler gefördert werden, indem die Schüler interaktiv herausfinden, welche Daten sie einer Suchmaschine bei der Suche preisgeben und indem sie die Vor- und Nachteile der Datenerhebung und -verarbeitung diskutieren. Sie sollen zudem Möglichkeiten kennenlernen, wie bei Suchmachine von Google die eigenen Daten selbstbestimmt verwaltet werden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Steckbrief des Unterrichtsmoduls==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Titel:&#039;&#039;&#039; Erhebung und Verarbeitung von Daten bei Suchmaschinen am Beispiel der Google Suche&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Stichworte:&#039;&#039;&#039; [[Datenbewusstsein]], [[Data Science]], Internet-Suchmaschine&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Zielgruppe:&#039;&#039;&#039; Informatik in Klasse 9 und 10 der Haupt-, Real- und Gesamtschule - keine Einschränkung der Klassengröße - sowohl homogene als auch heterogene Zusammensetzung möglich&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Inhaltsfeld:&#039;&#039;&#039; &amp;quot;Informatik, Mensch und Gesellschaft&amp;quot; (insbesondere der Schwerpunkt: [[Datenbewusstsein]]), &amp;quot;Daten und Information&amp;quot;, &amp;quot;Informatiksysteme&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Vorkenntnisse:&#039;&#039;&#039; Dieses Unterrichtsmodul setzt einige wenige Vorkenntnisse der Lernenden voraus. Das Internet sollte für die Schüler der Zielgruppe kein Neuland sein und die Google-Suche sollte für sie ein gebräuchliches Werkzeug sein. Wünschenswert wäre außerdem auch die Fähigkeit, die Google-Suche systematisch und strukturiert anwenden zu können. Außerdem muss vorausgesetzt werden, dass die Schüler ihren persönlichen Umgang mit der Google-Suche und mit ihren personenbezogenen Daten reflektieren und beurteilen können. Daher auch die Fokussierung auf die neunte bzw. zehnte Jahrgangsstufe. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Zeitlicher Umfang:&#039;&#039;&#039; 4 Unterrichtsstunden a 45 Minuten&lt;br /&gt;
==Gegenstandsbereich (Fachinhalt) des Unterrichtsmoduls==&lt;br /&gt;
Datenbewusstsein ist ein wichtiger Aspekt, besonders im Rahmen von Suchmaschinen. Denn diese sammeln viele Daten der Nutzer zu verschiedenen Zwecken. Welche Daten Google sammelt und zu welchen Zwecken, ist wichtig zu verstehen, damit man sich im Internet bzw. beim Suchen im Internet bewusst damit auseinandersetzt. Da Google im Jahr 2004 an die Börse gegangen ist, ist das Unternehmen ein Gewinnorientiertes. Den Gewinn kann Google nicht durch das “stumpfe” Anzeigen von Ergebnissen zu Suchanfragen erzielen, sondern indem es Daten der Nutzer auswertet und weiterverwendet. Seien es Werbeanzeigen zu anderen Plattformen oder der Verkauf von Nutzerdaten an Dritte zur Gewinnerzielung. &lt;br /&gt;
In diesem Sinne ist es wichtig zu wissen, wie Google uns mit der Darstellung von Suchergebnissen beeinflussen kann. Google erhebt dafür explizit und implizit Daten. Explizit werden der eingegebene Suchbegriff und ggf. verlinkte Google-Konten erhoben. Dadurch können implizit viele weitere Daten gewonnen werden, zum Beispiel welche Interessen man hat oder welche Webseiten sehr beliebt bei den Nutzern sind. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese erhobenen Daten kann Google für verschiedene Zwecke nutzen. Primäre Zwecke sind hierbei, dass Google seine Funktionen weiter anbieten kann. Weiter möchte Google seine Funktionen verbessern und weitere einbinden, zum Beispiel das Wetter oder eine Karte mit weiteren Ergebnissen. Die primären Zwecke dienen also eher der Nutzerperspektive, um die Funktionen für die Nutzer zu verbessern. Sekundäre Zwecke sind bei der Datenerhebung durch Google wirtschaftlich und wissenschaftlich orientiert. Wirtschaftlich sind eben die Anzeige von personalisierter Werbung auf der Ergebnisseite und das Weiterverkaufen von Daten an Dritte. Wissenschaftlich geht es Google um die Analyse des Nutzerverhaltens. Die sekundären Zwecke sind also aus Anbieterperspektive formuliert. Wie man seine persönlichen Daten vor Zugriffen oder Analysen schützen kann, ist eine resultierende Fragestellung.&lt;br /&gt;
==Überblick über den Verlauf des Unterrichtsmoduls==&lt;br /&gt;
Konkret werden die Begriffe der implizit und explizit erhobenen Daten, sowie primäre und sekundäre Zwecke behandelt. Zum Einstieg ins Anwendungsbeispiel Google Suche sollen die SuS in Gruppen am PC Begriffe eingeben und Beobachtungen aufschreiben. Die Ergebnisse werden für spätere Gruppenarbeiten gesichert. Dann lesen die SuS entsprechend aufbereitete Texte zur Datenerhebung und zu den Zwecken und besprechen sich jeweils in den Gruppen, um die Aspekte der Begriffe zusammenzutragen. Außerdem sollen die SuS die erlernten Definitionen und Beispiele auf Google-Suche und den zuvor gesammelten Ideen und Ergebnisse zu der Google-Suche am Anfang anwenden, indem sie die Definition mit dem, was Google nach der Eingabe der Suchbegriffe tut, abgleichen. Da Datenbewusstsein als eines der gesellschaftlichen Themen im Informatikunterricht nur unzureichend behandelt wird, bieten die Begriffe einen Einstieg in das Thema der Auswirkungen von großen Datenmengen. Durch die Anwendung der Begrifflichkeiten auf Google, das Finden von Beispielen der Datenerhebung und dessen Verwendung, können die SuS sich dann mehr diese Datenverarbeitung bewusst machen. Des Weiteren fällt es ihnen auch leichter, die Datenverarbeitung auf andere Bereiche bzw. datengetriebene digitale Artefakte zu übertragen, da die SuS in der letzten Phase Stellung zur Datenerhebung nehmen und sich über Vor- und Nachteile Gedanken machen. Als Zusatz werden noch Einstellungen zum eigenen Datenschutz im Browser erklärt, als Vorschlag der individuellen Anpassung im Alltag.&lt;br /&gt;
==Ziele des Unterrichtsmoduls==&lt;br /&gt;
Die Lernziele und Kompetenzen des Unterrichtsmodul orientieren sich an dem Bildungsanliegen des UNESCO-Weltaktionsprogrammes: “Bildung für nachhaltige Entwicklung”. Bei diesem Bildungsanliegen wird das Ziel verfolgt, dass die SuS die Fähigkeit erlangen, die Auswirkungen des eigenen Handelns auf die Welt zu verstehen und verantwortungsvolle Entscheidungen zu treffen. Da die Auswirkungen des eigenen Handelns bei der Verwendung der Google-Suchmaschine oft unterschätzt werden, zeigt sich hier der Bedarf, die Kompetenz des verantwortungsvollen Handelns durch dieses Unterrichtsmodul anzustreben. Daraus folgen dann folgende Lernziele:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Hauptziel der Unterrichtsstunde ist, dass sich SuS bewusster im Internet verhalten. Dies meint grundlegend, dass sie gezielter in ihrem Alltag nach ihren Interessen im Internet suchen und dabei verstehen, welche Daten währenddessen von ihnen (als des Nutzers/ der Nutzerin) erhoben werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Des Weiteren sollten sie auch den Zweck der Erhebung verstehen bzw. Vermutungen diesbezüglich haben. Also warum Google oder allgemein kostenlose Apps Daten von NutzerInnen erheben und was sie dann mit den erhobenen Daten anfangen. Sie sollten also wissen, dass mit den Daten nicht nur Geld gemacht wird (bspw. durch Verkauf ihrer Daten), sondern auch ein Digitaler Doppelgänger von ihnen erstellt wird, um auf aktuelle Interessen einzugehen und dementsprechend Werbung zu schalten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da sie sich im Internet bzw. auf Google „bewegen“ und damit arbeiten, lernen sie das ddA in voller Funktion kennen. Durch die Analyse sollen sie erkennen, wie und warum Google den eingegebenen Suchbegriff so interpretiert und die entsprechenden Suchergebnisse anzeigt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem erlangten Wissen sollen die SuS diese Erhebungen und dessen Zwecke deuten und bewerten. Dadurch bilden sie sich nicht nur eine eigene Meinung, sondern lernen auch, ihre Meinung zu begründen und durch Argumentationen und Diskussionen durchzusetzen. Hierzu benötigen sie Wissen über Vor- und Nachteile, welche zuvor im Plenum aus Nutzer- und Anbieterperspektive zusammengetragen und erarbeitet werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um sich vor den Nachteilen der Nutzer-Perspektive zu schützen, sollen sie selbst am Computer im Google-Browser nach Möglichkeiten zur Datenschutzeinstellung suchen und den daraus resultierenden Schutz für den eigenen Nutzer notieren und den anderen vorführen. Dadurch werden nicht nur explizit Medienkompetenzen gefördert, sondern auch die Zuordnung des gelernten Wissens im eigenen Sprachgebrauch überdacht und eingebaut. Hinzu kommen weitere Argumentationsstrukturen und die Aneignung strukturierter und überzeugender Sprachkompetenzen.&lt;br /&gt;
==Sachanalyse des Unterrichtsmoduls==&lt;br /&gt;
Viele fachwissenschaftliche Aspekte wurden im Abschnitt [[Unterricht zu der Google Suche|Gegenstandsbereich]] behandelt. Im Folgenden ist die Mindmap zur Dualitätsrekonstruktion dargestellt:&lt;br /&gt;
[[Datei:Dualitätskonstruktion zur Google-Suche.png|mini|1032x1032px|Dualitätskonstruktion zur Google-Suche]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Didaktische Begründung des Unterrichtsmoduls==&lt;br /&gt;
Das Unterrichtsmodul beinhaltet viele Phasen, in denen die SuS zusammenarbeiten sollen. Das fördert die Sozialkompetenz der SuS und hat das Ziel, dass sich die SuS über die Themen und Lösungen austauschen. Dabei können sie verschiedene Lösungsansätze austauschen und darüber nachdenken. Leistungsschwächere SuS können von den leistungsstärkeren in den Arbeitsphasen profitieren. Dadurch wird der Heterogenität der Klasse Rechnung getragen. Auch können die stärkeren SuS bei einigen Arbeitsaufträgen weitere Aufgaben bearbeiten, wenn die anderen SuS noch etwas Zeit fürdie primären Aufgaben benötigen. Zum Beispiel können sich die SuS, die schon die Zwecke der Datenverarbeitung von Google erarbeitet haben, Gedanken über Vor- und Nachteile der Datenerhebung durch Google machen und diese notieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Unterrichtsmodul wurde in die sechs Schritte nach Leisen (2017) unterteilt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
#Im ersten Schritt wird der Lernkontext zu den SuS gebracht, indem sich die SuS zum Einstieg Gedanken zu ihrer kürzlichen Internetrecherche machen. Die SuS können erste Ideen und Beobachtungen zur Google Suche machen, indem sie einige vorgegebene Begriffe eingeben und die Ergebnisseiten analysieren. Die Sicherung nach dieser Phase dient dazu, dass die SuS ihre Ergebnisse in den nächsten Phasen aufgreifen und verknüpfen können.&lt;br /&gt;
#Im nächsten Schritt wird den SuS Lernmaterial gegeben, das sie bearbeiten sollen. Hier wird den SuS erst theoretisches Wissen vermittelt, das sie für den weiteren Ablauf benötigen. Dazu gehört z. B. das Wissen um und die Unterscheidung in explizite und implizite Datenerhebung. Dabei sollen die SuS in Lerngruppen zusammenarbeiten.&lt;br /&gt;
#Im nächsten Schritt werden die neuen Lerninhalte zusammen im Plenum diskutiert. Dabei sollte eine Lehrkraft diese Phase moderieren, damit die SuS ihre neuen Vorstellungen im Diskurs weiter verknüpfen bzw. ggf. korrigieren können.&lt;br /&gt;
#Das theoretisch erlangte Wissen können sie dann auf den Kontext der Google Suche anwenden. Die Zwecke der Datenerhebung werden in einer zweiten Erarbeitungsphase erarbeitet.&lt;br /&gt;
#Im folgenden Schritt werden die Formen und Zwecke der Datenerhebung miteinander vernetzt und durch eine persönliche Reflektion über die Vor- und Nachteile dieser Datenerhebung gefestigt.&lt;br /&gt;
#Durch die Diskussion über verschiedene Maßnahmen des Datenschutzes wird das erarbeitete Wissen im letzten Schritt angewendet und verantwortungsvolles Handeln in diesem Bereich gefördert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Unterrichtsplanung wurden zudem die verschiedenen Aspekte des Curricular Spider Web (2013) berücksichtigt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Der Zeitpunkt des Unterrichts wurde berücksichtigt. An einem Freitag ist die Konzentrationsfähigkeit wahrscheinlich nicht mehr sehr hoch.&lt;br /&gt;
*Auch die lokale Gegebenheit, dass der Raum neu und unbekannt für die Schüler war, wurde berücksichtigt bspw. durch den “Eisbrecher” zu Beginn der Stunde.&lt;br /&gt;
*Da man ausgehen kann, dass sich die Schüler untereinander kennen, konnten verschiedentlich Gruppenarbeitsphasen eingeplant werden.&lt;br /&gt;
*Bezüglich der Lernmedien wurde darauf geachtet, sowohl digitale als auch analoge Elemente in den Unterricht miteinzubinden.&lt;br /&gt;
*Der zentralen Aspekt, warum die Schüler diese Kompetenzen erwerben sollen, wurde schon in den vorherigen Kapiteln betrachtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Überblick über den Unterrichtsverlauf==&lt;br /&gt;
Das Unterrichtsmodul mit den zentralen Aktivitäten, inhaltlichen Schwerpunkten und Fachinhalten in den verschiedenen Phasen wird in der nachfolgenden Grafik zur Übersicht und Orientierung zusammengefasst. Die Materialien, wie etwa Arbeitsblätter und ergänzende Informationen, der verschiedenen Phasen sind in der Tabelle verlinkt.&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+&lt;br /&gt;
!&amp;lt;big&amp;gt;PHASEN&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
!&amp;lt;big&amp;gt;INHALTLICHE SCHWERPUNKTE/OPERATIONEN&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
!&amp;lt;big&amp;gt;SOZIAL-/AKTIONSFORM&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
!&amp;lt;big&amp;gt;MEDIEN&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
!INTENTIONEN U. BEGRÜNDUNGEN&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;4&amp;quot; |&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Vorstellung, Einführung und Eisbrecher (5 min)&lt;br /&gt;
|Vorstellungsrunde, Frage nach Begriffen, die die SuS diese Woche schon gegoogelt haben&lt;br /&gt;
|Klasse&lt;br /&gt;
|Whiteboard&lt;br /&gt;
|Einführung und Kennenlernen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Plan vorstellen (5 min)&lt;br /&gt;
|Unterrichtsplan, Motivation und Ziele mündlich vorstellen&lt;br /&gt;
|Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
|Whiteboard&lt;br /&gt;
|Ziele und Motivation für die SuS&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Googlen von vorgegebenen Suchbegriffen (15 min)&lt;br /&gt;
|Die SuS googlen vorgegebene Suchbegriffe, z.B. Paderborn, Universität, Schule, Wetter und schreiben Beobachtungen auf&lt;br /&gt;
|Gruppenarbeit&lt;br /&gt;
|[[Unterricht zu der Google Suche#Arbeitsblatt 1|AB1]], PCs&lt;br /&gt;
|Die Beobachtungen der Suchergebnisse von Google anhand der Leitfragen analysieren&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Zusammentragen der Ergebnisse (15 min)&lt;br /&gt;
|Die SuS stellen kurz als Gruppe die Ergebnisse der Recherche vor (z.B. Schule→ Schulen in PB, …)&lt;br /&gt;
|Klasse&lt;br /&gt;
|Whiteboard&lt;br /&gt;
|Die SuS sollen sehen, dass Google nicht nur eine Suchmaschine ist, siehe Maps, das den Standort verwendet, etc.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Arten der Erhebung (10 min)&lt;br /&gt;
|Frage, was Google überhaupt erhebt → Vorkenntnisse&lt;br /&gt;
|Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
|Whiteboard&lt;br /&gt;
|Weiterführung zum Datenbewusstsein&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Datenerhebung (15 min)&lt;br /&gt;
|Text zu explizit und implizit erhobenen Daten&lt;br /&gt;
|Einzelarbeit&lt;br /&gt;
|[[Unterricht zu der Google Suche#Arbeitsblatt 2|AB2]]&lt;br /&gt;
|Arten der Datenerhebung verstehen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Frage, welche Daten explizit und implizit erhoben wurden (10 min)&lt;br /&gt;
|Die SuS diskutieren, welche Daten beim vorherigen Googlen erhoben wurden&lt;br /&gt;
|Gruppenarbeit&lt;br /&gt;
|[[Unterricht zu der Google Suche#Arbeitsblatt 2|AB2]]&lt;br /&gt;
|Datenerhebung bei den speziellen Suchanfragen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Zusammentragen (10 min)&lt;br /&gt;
|Ergebnisse sichern&lt;br /&gt;
|Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
|Beamer, [[Unterricht zu der Google Suche#Arbeitsblatt 2|AB2]]&lt;br /&gt;
|Verbindung Datenerhebung und Google&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Pause (20 min)&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Zwecke (10 min)&lt;br /&gt;
|Frage, warum Google Daten erhebt und verarbeitet → Vorkenntnisse&lt;br /&gt;
|Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
|Whiteboard&lt;br /&gt;
|Frage nach dem Warum der Datenerhebung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Zwecke der Datenerhebung (15 min)&lt;br /&gt;
|Text zu Zwecken der Datenerhebung und -verarbeitung&lt;br /&gt;
|Einzelarbeit (Aufg. 1-2)&lt;br /&gt;
|[[Unterricht zu der Google Suche#Arbeitsblatt 3|AB3]]&lt;br /&gt;
|Zwecke der Datenerhebung verstehen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Zusammentragen (10 min)&lt;br /&gt;
|Ergebnisse sichern&lt;br /&gt;
|Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
|Beamer, [[Unterricht zu der Google Suche#Arbeitsblatt 3|AB3]]&lt;br /&gt;
|Verbindung Zwecke und Google&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Persönliche Einordnung der Datenerhebung (10 min)&lt;br /&gt;
|Die SuS bilden sich eine Meinung zur Datenerhebung, indem Sie Vor- und Nachteile aufschreiben und reflektieren&lt;br /&gt;
|Partnerarbeit (Aufg. 3-4)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gruppenarbeit&lt;br /&gt;
|[[Unterricht zu der Google Suche#Arbeitsblatt 3|AB3]]&lt;br /&gt;
|Meinung zu Zwecken bei der Datenerhebung beim Googlen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Diskussion (10 min)&lt;br /&gt;
|Diskussion über Datenerhebung und Datenverarbeitung von der Google Suchmaschine&lt;br /&gt;
|Klasse&lt;br /&gt;
|[[Unterricht zu der Google Suche#Arbeitsblatt 3|AB3]]&lt;br /&gt;
|Vor- und Nachteile der Datenerhebung und Datenverarbeitung diskutieren&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Maßnahmen (10 min)&lt;br /&gt;
|Die SuS lernen Maßnahmen in den eigenen Einstellungen kennen, die die Datenerhebung zumindest einschränken&lt;br /&gt;
|Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
|PC, Beamer, Geräte der SuS&lt;br /&gt;
|Einschränken von Datenerhebung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Fazit (10 min)&lt;br /&gt;
|SuS nach Erkenntnissen fragen, SuS füllen Feedbackbogen aus&lt;br /&gt;
|Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
|Feedbackbogen&lt;br /&gt;
|Schluss&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
==Beschreibungen ausgewählter Materialien==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Arbeitsblatt 1===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Erhebung und Verarbeitung von Daten bei Suchmaschinen am Beispiel der Google Suche&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Findet euch in eurer Gruppe [♣ – ♠ – ♥ – ♦] an den Computern nebenan zusammen. Eure Aufgabe ist es, folgende Begriffe in die Google Suche einzugeben. Besucht die Websites, die euch interessieren. Wir werden eure Beobachtungen im Plenum sammeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Suchbegriffe:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
♣ Paderborn&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
♠ Universität&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
♥ Schule&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
♦ Wetter&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leitfragen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Was ist das Erste Ergebnis, das euch von Google vorgeschlagen wird?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Was wird dir neben Suchergebnissen zu deiner Suche angezeigt?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Sind Bilder oder Videos vorhanden?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Werden zusätzliche Suchanfragen vorgeschlagen? Wenn ja, in welchem Zusammenhang?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Arbeitsblatt 2===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Erhebung und Verarbeitung von Daten bei Suchmaschinen am Beispiel der Google Suche&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgaben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
#&#039;&#039;Lies den Text und schreibe die Bedeutung der Begriffe „explizit erhobene Daten“ und „implizit erhobene Daten“ in die Tabelle (EA).&#039;&#039;&lt;br /&gt;
#&#039;&#039;Überlegt, welche Daten bei euer vorherigen Google Suche explizit und implizit erhoben wurden und ordnet sie passend in die Tabelle ein (GA).&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Text: &#039;&#039;&#039;Explizit und implizit erhobene Daten&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einer Nachricht wie zum Beispiel „Ich habe am 19.1.2002 Geburtstag“ können ausdrücklich formulierte, explizite Botschaften oder Informationen stehen oder nicht benannte, indirekte Informationen. Man weiß, dass die Person im Januar Geburtstag hat. Die &#039;&#039;explizit erhobenen&#039;&#039; Daten sind also jene, die der Nutzende direkt und aktiv eingegeben bzw. erzeugt hat. Die Angabe des Geburtsdatums wird meistens in Benutzerkonten, wie zum Beispiel die von Google, erfragt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusätzlich weiß man aber auch, dass die Person in diesem Jahr 20 Jahre alt geworden ist. Das hat die Person einem aber nicht gesagt. Diese Information konnte &#039;&#039;implizit&#039;&#039; aus der Nachricht erschlossen werden, bzw. sie wurde &#039;&#039;implizit erhoben&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Explizit und implizit erhobene Daten stehen also in der Regel in der Verbindung zum Nutzenden und stellen oft personenbezogene Daten dar. Über die explizite Datenerhebung sind sich Nutzenden in der Regel bewusst. Dazu gehören z.B. bei Social Media Plattformen gepostete Texte und Bilder oder beim Telefonieren über das Mobilfunknetz die Telefonnummer desjenigen, den man anrufen möchte. Im Gegensatz dazu, werden implizit erhobene Daten indirekt durch Beobachtung (Tracking) oder Verarbeitung bereits erhobener Daten erhoben und generiert. Dieser Datenerhebung sind sich Nutzende oft nicht bewusst. Diese Daten werden während der Nutzung von Google Suche, Instagram, YouTube und co. „nebenbei“ erhoben oder generiert. Im Beispiel einer Social Media Plattform sind dies etwa Likes und Klicks.&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+&lt;br /&gt;
!&lt;br /&gt;
!explizit erhobene Daten&lt;br /&gt;
!implizit erhobene Daten&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Bedeutung der Begriffe&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Anwendung auf Google Suche&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
===Arbeitsblatt 3===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Erhebung und Verarbeitung von Daten bei Suchmaschinen am Beispiel der Google Suche&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Text: &#039;&#039;&#039;Primäre und sekundäre Zwecke der Verarbeitung und Verwendung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die primären und sekundären Zwecke beziehen sich auf die Absicht, mit der diese zuvor erhobenen Daten in und durch zum Beispiel Google Suche verarbeitet und verwendet werden. Primäre Zwecke umfasst, dass die erhobenen Daten dazu verarbeitet und verwendet werden, um weiterhin die Features (Funktionen und Eigenschaften) anbieten zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die primären Zwecke beziehen sich auf eine Nutzerperspektive auf die Verarbeitung und Verwendung. Die Daten werden verarbeitet und verwendet, um Nutzenden nachgefragte Funktionen anbieten zu können. Im Beispiel der Suchmaschine ist dies etwa das Anzeigen von Suchergebnissen. Personalisierte Ergebnisse gehören nur dann zu primären Zwecken, wenn es vom Nutzer ausdrücklich zugelassen worden ist, die Daten zur Personalisierung zu verwenden. Diese Verwendung ist in dem Fall noch ein primärer Zweck.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sekundäre Zwecke bedeutet, dass die Daten verarbeitet und verwendet werden, um weitere Zwecke zu verfolgen z.B. weitere wirtschaftliche oder wissenschaftliche Zwecke. Diese „Zweitverwertung“ der Daten bezieht sich auf einer Anbieterperspektive auf die Verarbeitung und Verwendung der erhobenen Daten: Wozu kann ein Anbieter einer derartigen Plattform die erhobenen Daten noch nutzen? Im Kontext von Streamingdiensten (z.B. Spotify) könnte dies etwa umfassen, dass Nutzungsdaten (z.B. gehörte Musik) zur Analyse der Emotionen der Nutzenden verwendet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;u&amp;gt;Aufgaben:&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
#&#039;&#039;Lies den Text und schreibe die Bedeutung der Begriffe „primäre Zwecke“ und „sekundäre Zwecke“ in das Textfeld (EA).&#039;&#039;&lt;br /&gt;
#&#039;&#039;Welche Zwecke könnte Google mit den Daten aus der vorherigen Suche verfolgen? Ordnet eure Ergebnisse den primären Zwecken und sekundären Zwecken zu (EA).&#039;&#039;&lt;br /&gt;
#&#039;&#039;Diskutiert mit eurem Partner die Vor – und Nachteile der Datenerhebung durch Google.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
#&#039;&#039;Beziehe zu folgender Aussage begründet Stellung:&#039;&#039; „Im Grunde besteht die Wahl zwischen einer bedingungslosen Zustimmung (der Datenverarbeitung durch Google) oder einem vollständigen Ausschluss von der Nutzung.“&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Jwiens3</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://eduwiki.cs.upb.de/index.php?title=Unterricht_zu_der_Google_Suche&amp;diff=2821</id>
		<title>Unterricht zu der Google Suche</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://eduwiki.cs.upb.de/index.php?title=Unterricht_zu_der_Google_Suche&amp;diff=2821"/>
		<updated>2022-08-15T14:06:42Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Jwiens3: /* Inhaltsverzeichnis */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Auf der Suche nach Informationen verwenden Schülerinnen und Schüler fast täglich die Internet-Suchmaschine von Google. Dort findet man zu allen möglichen Themen die verschiedensten Informationen und auch viel Unterhaltsames. Dass dabei von Google viele personenbezogenen Daten erhoben und verarbeitet werden, ist vielen Schülern nicht bewusst. Die Google-Suchmaschine gehört zu den [[Datengetriebenes digitales Artefakt|datengetriebenen digitalen Artefakten]], die verschiedene Daten explizit und implizit erheben und anschließend zu primären und sekundären Zwecken verarbeiten. In diesem Unterrichtsmodul wird die Google-Suchmaschine als Beispiel für ein solches [[datengetriebenes digitales Artefakt]] aufgegriffen. Anhand dieses Beispiels soll in diesem Unterrichtsmodul das [[Datenbewusstsein]] der Schülerinnen und Schüler gefördert werden, indem die Schüler interaktiv herausfinden, welche Daten sie einer Suchmaschine bei der Suche preisgeben und indem sie die Vor- und Nachteile der Datenerhebung und -verarbeitung diskutieren. Sie sollen zudem Möglichkeiten kennenlernen, wie bei Suchmachine von Google die eigenen Daten selbstbestimmt verwaltet werden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Steckbrief des Unterrichtsmoduls==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Titel:&#039;&#039;&#039; Erhebung und Verarbeitung von Daten bei Suchmaschinen am Beispiel der Google Suche&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Stichworte:&#039;&#039;&#039; [[Datenbewusstsein]], [[Data Science]], Internet-Suchmaschine&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Zielgruppe:&#039;&#039;&#039; Informatik in Klasse 9 und 10 der Haupt-, Real- und Gesamtschule - keine Einschränkung der Klassengröße - sowohl homogene als auch heterogene Zusammensetzung möglich&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Inhaltsfeld:&#039;&#039;&#039; &amp;quot;Informatik, Mensch und Gesellschaft&amp;quot; (insbesondere der Schwerpunkt: [[Datenbewusstsein]]), &amp;quot;Daten und Information&amp;quot;, &amp;quot;Informatiksysteme&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Vorkenntnisse:&#039;&#039;&#039; Dieses Unterrichtsmodul setzt einige wenige Vorkenntnisse der Lernenden voraus. Das Internet sollte für die Schüler der Zielgruppe kein Neuland sein und die Google-Suche sollte für sie ein gebräuchliches Werkzeug sein. Wünschenswert wäre außerdem auch die Fähigkeit, die Google-Suche systematisch und strukturiert anwenden zu können. Außerdem muss vorausgesetzt werden, dass die Schüler ihren persönlichen Umgang mit der Google-Suche und mit ihren personenbezogenen Daten reflektieren und beurteilen können. Daher auch die Fokussierung auf die neunte bzw. zehnte Jahrgangsstufe. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Zeitlicher Umfang:&#039;&#039;&#039; 4 Unterrichtsstunden a 45 Minuten&lt;br /&gt;
==Gegenstandsbereich (Fachinhalt) des Unterrichtsmoduls==&lt;br /&gt;
Datenbewusstsein ist ein wichtiger Aspekt, besonders im Rahmen von Suchmaschinen. Denn diese sammeln viele Daten der Nutzer zu verschiedenen Zwecken. Welche Daten Google sammelt und zu welchen Zwecken, ist wichtig zu verstehen, damit man sich im Internet bzw. beim Suchen im Internet bewusst damit auseinandersetzt. Da Google im Jahr 2004 an die Börse gegangen ist, ist das Unternehmen ein Gewinnorientiertes. Den Gewinn kann Google nicht durch das “stumpfe” Anzeigen von Ergebnissen zu Suchanfragen erzielen, sondern indem es Daten der Nutzer auswertet und weiterverwendet. Seien es Werbeanzeigen zu anderen Plattformen oder der Verkauf von Nutzerdaten an Dritte zur Gewinnerzielung. &lt;br /&gt;
In diesem Sinne ist es wichtig zu wissen, wie Google uns mit der Darstellung von Suchergebnissen beeinflussen kann. Google erhebt dafür explizit und implizit Daten. Explizit werden der eingegebene Suchbegriff und ggf. verlinkte Google-Konten erhoben. Dadurch können implizit viele weitere Daten gewonnen werden, zum Beispiel welche Interessen man hat oder welche Webseiten sehr beliebt bei den Nutzern sind. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese erhobenen Daten kann Google für verschiedene Zwecke nutzen. Primäre Zwecke sind hierbei, dass Google seine Funktionen weiter anbieten kann. Weiter möchte Google seine Funktionen verbessern und weitere einbinden, zum Beispiel das Wetter oder eine Karte mit weiteren Ergebnissen. Die primären Zwecke dienen also eher der Nutzerperspektive, um die Funktionen für die Nutzer zu verbessern. Sekundäre Zwecke sind bei der Datenerhebung durch Google wirtschaftlich und wissenschaftlich orientiert. Wirtschaftlich sind eben die Anzeige von personalisierter Werbung auf der Ergebnisseite und das Weiterverkaufen von Daten an Dritte. Wissenschaftlich geht es Google um die Analyse des Nutzerverhaltens. Die sekundären Zwecke sind also aus Anbieterperspektive formuliert. Wie man seine persönlichen Daten vor Zugriffen oder Analysen schützen kann, ist eine resultierende Fragestellung.&lt;br /&gt;
==Überblick über den Verlauf des Unterrichtsmoduls==&lt;br /&gt;
Konkret werden die Begriffe der implizit und explizit erhobenen Daten, sowie primäre und sekundäre Zwecke behandelt. Zum Einstieg ins Anwendungsbeispiel Google Suche sollen die SuS in Gruppen am PC Begriffe eingeben und Beobachtungen aufschreiben. Die Ergebnisse werden für spätere Gruppenarbeiten gesichert. Dann lesen die SuS entsprechend aufbereitete Texte zur Datenerhebung und zu den Zwecken und besprechen sich jeweils in den Gruppen, um die Aspekte der Begriffe zusammenzutragen. Außerdem sollen die SuS die erlernten Definitionen und Beispiele auf Google-Suche und den zuvor gesammelten Ideen und Ergebnisse zu der Google-Suche am Anfang anwenden, indem sie die Definition mit dem, was Google nach der Eingabe der Suchbegriffe tut, abgleichen. Da Datenbewusstsein als eines der gesellschaftlichen Themen im Informatikunterricht nur unzureichend behandelt wird, bieten die Begriffe einen Einstieg in das Thema der Auswirkungen von großen Datenmengen. Durch die Anwendung der Begrifflichkeiten auf Google, das Finden von Beispielen der Datenerhebung und dessen Verwendung, können die SuS sich dann mehr diese Datenverarbeitung bewusst machen. Des Weiteren fällt es ihnen auch leichter, die Datenverarbeitung auf andere Bereiche bzw. datengetriebene digitale Artefakte zu übertragen, da die SuS in der letzten Phase Stellung zur Datenerhebung nehmen und sich über Vor- und Nachteile Gedanken machen. Als Zusatz werden noch Einstellungen zum eigenen Datenschutz im Browser erklärt, als Vorschlag der individuellen Anpassung im Alltag.&lt;br /&gt;
==Ziele des Unterrichtsmoduls==&lt;br /&gt;
Die Lernziele und Kompetenzen des Unterrichtsmodul orientieren sich an dem Bildungsanliegen des UNESCO-Weltaktionsprogrammes: “Bildung für nachhaltige Entwicklung”. Bei diesem Bildungsanliegen wird das Ziel verfolgt, dass die SuS die Fähigkeit erlangen, die Auswirkungen des eigenen Handelns auf die Welt zu verstehen und verantwortungsvolle Entscheidungen zu treffen. Da die Auswirkungen des eigenen Handelns bei der Verwendung der Google-Suchmaschine oft unterschätzt werden, zeigt sich hier der Bedarf, die Kompetenz des verantwortungsvollen Handelns durch dieses Unterrichtsmodul anzustreben. Daraus folgen dann folgende Lernziele:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Hauptziel der Unterrichtsstunde ist, dass sich SuS bewusster im Internet verhalten. Dies meint grundlegend, dass sie gezielter in ihrem Alltag nach ihren Interessen im Internet suchen und dabei verstehen, welche Daten währenddessen von ihnen (als des Nutzers/ der Nutzerin) erhoben werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Des Weiteren sollten sie auch den Zweck der Erhebung verstehen bzw. Vermutungen diesbezüglich haben. Also warum Google oder allgemein kostenlose Apps Daten von NutzerInnen erheben und was sie dann mit den erhobenen Daten anfangen. Sie sollten also wissen, dass mit den Daten nicht nur Geld gemacht wird (bspw. durch Verkauf ihrer Daten), sondern auch ein Digitaler Doppelgänger von ihnen erstellt wird, um auf aktuelle Interessen einzugehen und dementsprechend Werbung zu schalten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da sie sich im Internet bzw. auf Google „bewegen“ und damit arbeiten, lernen sie das ddA in voller Funktion kennen. Durch die Analyse sollen sie erkennen, wie und warum Google den eingegebenen Suchbegriff so interpretiert und die entsprechenden Suchergebnisse anzeigt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem erlangten Wissen sollen die SuS diese Erhebungen und dessen Zwecke deuten und bewerten. Dadurch bilden sie sich nicht nur eine eigene Meinung, sondern lernen auch, ihre Meinung zu begründen und durch Argumentationen und Diskussionen durchzusetzen. Hierzu benötigen sie Wissen über Vor- und Nachteile, welche zuvor im Plenum aus Nutzer- und Anbieterperspektive zusammengetragen und erarbeitet werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um sich vor den Nachteilen der Nutzer-Perspektive zu schützen, sollen sie selbst am Computer im Google-Browser nach Möglichkeiten zur Datenschutzeinstellung suchen und den daraus resultierenden Schutz für den eigenen Nutzer notieren und den anderen vorführen. Dadurch werden nicht nur explizit Medienkompetenzen gefördert, sondern auch die Zuordnung des gelernten Wissens im eigenen Sprachgebrauch überdacht und eingebaut. Hinzu kommen weitere Argumentationsstrukturen und die Aneignung strukturierter und überzeugender Sprachkompetenzen.&lt;br /&gt;
==Sachanalyse des Unterrichtsmoduls==&lt;br /&gt;
Viele fachwissenschaftliche Aspekte wurden im Abschnitt [[Unterricht zu der Google Suche|Gegenstandsbereich]] behandelt. Im Folgenden ist die Mindmap zur Dualitätsrekonstruktion dargestellt:&lt;br /&gt;
[[Datei:Dualitätskonstruktion zur Google-Suche.png|mini|1032x1032px|Dualitätskonstruktion zur Google-Suche]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Didaktische Begründung des Unterrichtsmoduls==&lt;br /&gt;
Das Unterrichtsmodul beinhaltet viele Phasen, in denen die SuS zusammenarbeiten sollen. Das fördert die Sozialkompetenz der SuS und hat das Ziel, dass sich die SuS über die Themen und Lösungen austauschen. Dabei können sie verschiedene Lösungsansätze austauschen und darüber nachdenken. Leistungsschwächere SuS können von den leistungsstärkeren in den Arbeitsphasen profitieren. Dadurch wird der Heterogenität der Klasse Rechnung getragen. Auch können die stärkeren SuS bei einigen Arbeitsaufträgen weitere Aufgaben bearbeiten, wenn die anderen SuS noch etwas Zeit fürdie primären Aufgaben benötigen. Zum Beispiel können sich die SuS, die schon die Zwecke der Datenverarbeitung von Google erarbeitet haben, Gedanken über Vor- und Nachteile der Datenerhebung durch Google machen und diese notieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Unterrichtsmodul wurde in die sechs Schritte nach Leisen (2017) unterteilt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
#Im ersten Schritt wird der Lernkontext zu den SuS gebracht, indem sich die SuS zum Einstieg Gedanken zu ihrer kürzlichen Internetrecherche machen. Die SuS können erste Ideen und Beobachtungen zur Google Suche machen, indem sie einige vorgegebene Begriffe eingeben und die Ergebnisseiten analysieren. Die Sicherung nach dieser Phase dient dazu, dass die SuS ihre Ergebnisse in den nächsten Phasen aufgreifen und verknüpfen können.&lt;br /&gt;
#Im nächsten Schritt wird den SuS Lernmaterial gegeben, das sie bearbeiten sollen. Hier wird den SuS erst theoretisches Wissen vermittelt, das sie für den weiteren Ablauf benötigen. Dazu gehört z. B. das Wissen um und die Unterscheidung in explizite und implizite Datenerhebung. Dabei sollen die SuS in Lerngruppen zusammenarbeiten.&lt;br /&gt;
#Im nächsten Schritt werden die neuen Lerninhalte zusammen im Plenum diskutiert. Dabei sollte eine Lehrkraft diese Phase moderieren, damit die SuS ihre neuen Vorstellungen im Diskurs weiter verknüpfen bzw. ggf. korrigieren können.&lt;br /&gt;
#Das theoretisch erlangte Wissen können sie dann auf den Kontext der Google Suche anwenden. Die Zwecke der Datenerhebung werden in einer zweiten Erarbeitungsphase erarbeitet.&lt;br /&gt;
#Im folgenden Schritt werden die Formen und Zwecke der Datenerhebung miteinander vernetzt und durch eine persönliche Reflektion über die Vor- und Nachteile dieser Datenerhebung gefestigt.&lt;br /&gt;
#Durch die Diskussion über verschiedene Maßnahmen des Datenschutzes wird das erarbeitete Wissen im letzten Schritt angewendet und verantwortungsvolles Handeln in diesem Bereich gefördert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Unterrichtsplanung wurden zudem die verschiedenen Aspekte des Curricular Spider Web (2013) berücksichtigt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Der Zeitpunkt des Unterrichts wurde berücksichtigt. An einem Freitag ist die Konzentrationsfähigkeit wahrscheinlich nicht mehr sehr hoch.&lt;br /&gt;
*Auch die lokale Gegebenheit, dass der Raum neu und unbekannt für die Schüler war, wurde berücksichtigt bspw. durch den “Eisbrecher” zu Beginn der Stunde.&lt;br /&gt;
*Da man ausgehen kann, dass sich die Schüler untereinander kennen, konnten verschiedentlich Gruppenarbeitsphasen eingeplant werden.&lt;br /&gt;
*Bezüglich der Lernmedien wurde darauf geachtet, sowohl digitale als auch analoge Elemente in den Unterricht miteinzubinden.&lt;br /&gt;
*Der zentralen Aspekt, warum die Schüler diese Kompetenzen erwerben sollen, wurde schon in den vorherigen Kapiteln betrachtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Überblick über den Unterrichtsverlauf==&lt;br /&gt;
Das Unterrichtsmodul mit den zentralen Aktivitäten, inhaltlichen Schwerpunkten und Fachinhalten in den verschiedenen Phasen wird in der nachfolgenden Grafik zur Übersicht und Orientierung zusammengefasst. Die Materialien, wie etwa Arbeitsblätter und ergänzende Informationen, der verschiedenen Phasen sind in der Tabelle verlinkt.&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+&lt;br /&gt;
!&amp;lt;big&amp;gt;PHASEN&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
!&amp;lt;big&amp;gt;INHALTLICHE SCHWERPUNKTE/OPERATIONEN&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
!&amp;lt;big&amp;gt;SOZIAL-/AKTIONSFORM&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
!&amp;lt;big&amp;gt;MEDIEN&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
!INTENTIONEN U. BEGRÜNDUNGEN&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;4&amp;quot; |&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Vorstellung, Einführung und Eisbrecher (5 min)&lt;br /&gt;
|Vorstellungsrunde, Frage nach Begriffen, die die SuS diese Woche schon gegoogelt haben&lt;br /&gt;
|Klasse&lt;br /&gt;
|Whiteboard&lt;br /&gt;
|Einführung und Kennenlernen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Plan vorstellen (5 min)&lt;br /&gt;
|Unterrichtsplan, Motivation und Ziele mündlich vorstellen&lt;br /&gt;
|Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
|Whiteboard&lt;br /&gt;
|Ziele und Motivation für die SuS&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Googlen von vorgegebenen Suchbegriffen (15 min)&lt;br /&gt;
|Die SuS googlen vorgegebene Suchbegriffe, z.B. Paderborn, Universität, Schule, Wetter und schreiben Beobachtungen auf&lt;br /&gt;
|Gruppenarbeit&lt;br /&gt;
|[[Unterricht zu der Google Suche#Arbeitsblatt 1|AB1]], PCs&lt;br /&gt;
|Die Beobachtungen der Suchergebnisse von Google anhand der Leitfragen analysieren&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Zusammentragen der Ergebnisse (15 min)&lt;br /&gt;
|Die SuS stellen kurz als Gruppe die Ergebnisse der Recherche vor (z.B. Schule→ Schulen in PB, …)&lt;br /&gt;
|Klasse&lt;br /&gt;
|Whiteboard&lt;br /&gt;
|Die SuS sollen sehen, dass Google nicht nur eine Suchmaschine ist, siehe Maps, das den Standort verwendet, etc.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Arten der Erhebung (10 min)&lt;br /&gt;
|Frage, was Google überhaupt erhebt → Vorkenntnisse&lt;br /&gt;
|Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
|Whiteboard&lt;br /&gt;
|Weiterführung zum Datenbewusstsein&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Datenerhebung (15 min)&lt;br /&gt;
|Text zu explizit und implizit erhobenen Daten&lt;br /&gt;
|Einzelarbeit&lt;br /&gt;
|[[Unterricht zu der Google Suche#Arbeitsblatt 2|AB2]]&lt;br /&gt;
|Arten der Datenerhebung verstehen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Frage, welche Daten explizit und implizit erhoben wurden (10 min)&lt;br /&gt;
|Die SuS diskutieren, welche Daten beim vorherigen Googlen erhoben wurden&lt;br /&gt;
|Gruppenarbeit&lt;br /&gt;
|[[Unterricht zu der Google Suche#Arbeitsblatt 2|AB2]]&lt;br /&gt;
|Datenerhebung bei den speziellen Suchanfragen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Zusammentragen (10 min)&lt;br /&gt;
|Ergebnisse sichern&lt;br /&gt;
|Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
|Beamer, [[Unterricht zu der Google Suche#Arbeitsblatt 2|AB2]]&lt;br /&gt;
|Verbindung Datenerhebung und Google&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Pause (20 min)&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Zwecke (10 min)&lt;br /&gt;
|Frage, warum Google Daten erhebt und verarbeitet → Vorkenntnisse&lt;br /&gt;
|Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
|Whiteboard&lt;br /&gt;
|Frage nach dem Warum der Datenerhebung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Zwecke der Datenerhebung (15 min)&lt;br /&gt;
|Text zu Zwecken der Datenerhebung und -verarbeitung&lt;br /&gt;
|Einzelarbeit (Aufg. 1-2)&lt;br /&gt;
|[[Unterricht zu der Google Suche#Arbeitsblatt 3|AB3]]&lt;br /&gt;
|Zwecke der Datenerhebung verstehen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Zusammentragen (10 min)&lt;br /&gt;
|Ergebnisse sichern&lt;br /&gt;
|Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
|Beamer, [[Unterricht zu der Google Suche#Arbeitsblatt 3|AB3]]&lt;br /&gt;
|Verbindung Zwecke und Google&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Persönliche Einordnung der Datenerhebung (10 min)&lt;br /&gt;
|Die SuS bilden sich eine Meinung zur Datenerhebung, indem Sie Vor- und Nachteile aufschreiben und reflektieren&lt;br /&gt;
|Partnerarbeit (Aufg. 3-4)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gruppenarbeit&lt;br /&gt;
|[[Unterricht zu der Google Suche#Arbeitsblatt 3|AB3]]&lt;br /&gt;
|Meinung zu Zwecken bei der Datenerhebung beim Googlen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Diskussion (10 min)&lt;br /&gt;
|Diskussion über Datenerhebung und Datenverarbeitung von der Google Suchmaschine&lt;br /&gt;
|Klasse&lt;br /&gt;
|[[Unterricht zu der Google Suche#Arbeitsblatt 3|AB3]]&lt;br /&gt;
|Vor- und Nachteile der Datenerhebung und Datenverarbeitung diskutieren&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Maßnahmen (10 min)&lt;br /&gt;
|Die SuS lernen Maßnahmen in den eigenen Einstellungen kennen, die die Datenerhebung zumindest einschränken&lt;br /&gt;
|Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
|PC, Beamer, Geräte der SuS&lt;br /&gt;
|Einschränken von Datenerhebung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Fazit (10 min)&lt;br /&gt;
|SuS nach Erkenntnissen fragen, SuS füllen Feedbackbogen aus&lt;br /&gt;
|Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
|Feedbackbogen&lt;br /&gt;
|Schluss&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
==Beschreibungen ausgewählter Materialien==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Arbeitsblatt 1===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Erhebung und Verarbeitung von Daten bei Suchmaschinen am Beispiel der Google Suche&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Findet euch in eurer Gruppe [♣ – ♠ – ♥ – ♦] an den Computern nebenan zusammen. Eure Aufgabe ist es, folgende Begriffe in die Google Suche einzugeben. Besucht die Websites, die euch interessieren. Wir werden eure Beobachtungen im Plenum sammeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Suchbegriffe:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
♣ Paderborn&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
♠ Universität&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
♥ Schule&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
♦ Wetter&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leitfragen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Was ist das Erste Ergebnis, das euch von Google vorgeschlagen wird?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Was wird dir neben Suchergebnissen zu deiner Suche angezeigt?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Sind Bilder oder Videos vorhanden?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Werden zusätzliche Suchanfragen vorgeschlagen? Wenn ja, in welchem Zusammenhang?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Arbeitsblatt 2===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Erhebung und Verarbeitung von Daten bei Suchmaschinen am Beispiel der Google Suche&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgaben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
#&#039;&#039;Lies den Text und schreibe die Bedeutung der Begriffe „explizit erhobene Daten“ und „implizit erhobene Daten“ in die Tabelle (EA).&#039;&#039;&lt;br /&gt;
#&#039;&#039;Überlegt, welche Daten bei euer vorherigen Google Suche explizit und implizit erhoben wurden und ordnet sie passend in die Tabelle ein (GA).&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Text: &#039;&#039;&#039;Explizit und implizit erhobene Daten&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einer Nachricht wie zum Beispiel „Ich habe am 19.1.2002 Geburtstag“ können ausdrücklich formulierte, explizite Botschaften oder Informationen stehen oder nicht benannte, indirekte Informationen. Man weiß, dass die Person im Januar Geburtstag hat. Die &#039;&#039;explizit erhobenen&#039;&#039; Daten sind also jene, die der Nutzende direkt und aktiv eingegeben bzw. erzeugt hat. Die Angabe des Geburtsdatums wird meistens in Benutzerkonten, wie zum Beispiel die von Google, erfragt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusätzlich weiß man aber auch, dass die Person in diesem Jahr 20 Jahre alt geworden ist. Das hat die Person einem aber nicht gesagt. Diese Information konnte &#039;&#039;implizit&#039;&#039; aus der Nachricht erschlossen werden, bzw. sie wurde &#039;&#039;implizit erhoben&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Explizit und implizit erhobene Daten stehen also in der Regel in der Verbindung zum Nutzenden und stellen oft personenbezogene Daten dar. Über die explizite Datenerhebung sind sich Nutzenden in der Regel bewusst. Dazu gehören z.B. bei Social Media Plattformen gepostete Texte und Bilder oder beim Telefonieren über das Mobilfunknetz die Telefonnummer desjenigen, den man anrufen möchte. Im Gegensatz dazu, werden implizit erhobene Daten indirekt durch Beobachtung (Tracking) oder Verarbeitung bereits erhobener Daten erhoben und generiert. Dieser Datenerhebung sind sich Nutzende oft nicht bewusst. Diese Daten werden während der Nutzung von Google Suche, Instagram, YouTube und co. „nebenbei“ erhoben oder generiert. Im Beispiel einer Social Media Plattform sind dies etwa Likes und Klicks.&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+&lt;br /&gt;
!&lt;br /&gt;
!explizit erhobene Daten&lt;br /&gt;
!implizit erhobene Daten&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Bedeutung der Begriffe&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Anwendung auf Google Suche&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
===Arbeitsblatt 3===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Erhebung und Verarbeitung von Daten bei Suchmaschinen am Beispiel der Google Suche&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Text: &#039;&#039;&#039;Primäre und sekundäre Zwecke der Verarbeitung und Verwendung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die primären und sekundären Zwecke beziehen sich auf die Absicht, mit der diese zuvor erhobenen Daten in und durch zum Beispiel Google Suche verarbeitet und verwendet werden. Primäre Zwecke umfasst, dass die erhobenen Daten dazu verarbeitet und verwendet werden, um weiterhin die Features (Funktionen und Eigenschaften) anbieten zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die primären Zwecke beziehen sich auf eine Nutzerperspektive auf die Verarbeitung und Verwendung. Die Daten werden verarbeitet und verwendet, um Nutzenden nachgefragte Funktionen anbieten zu können. Im Beispiel der Suchmaschine ist dies etwa das Anzeigen von Suchergebnissen. Personalisierte Ergebnisse gehören nur dann zu primären Zwecken, wenn es vom Nutzer ausdrücklich zugelassen worden ist, die Daten zur Personalisierung zu verwenden. Diese Verwendung ist in dem Fall noch ein primärer Zweck.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sekundäre Zwecke bedeutet, dass die Daten verarbeitet und verwendet werden, um weitere Zwecke zu verfolgen z.B. weitere wirtschaftliche oder wissenschaftliche Zwecke. Diese „Zweitverwertung“ der Daten bezieht sich auf einer Anbieterperspektive auf die Verarbeitung und Verwendung der erhobenen Daten: Wozu kann ein Anbieter einer derartigen Plattform die erhobenen Daten noch nutzen? Im Kontext von Streamingdiensten (z.B. Spotify) könnte dies etwa umfassen, dass Nutzungsdaten (z.B. gehörte Musik) zur Analyse der Emotionen der Nutzenden verwendet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;u&amp;gt;Aufgaben:&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
#&#039;&#039;Lies den Text und schreibe die Bedeutung der Begriffe „primäre Zwecke“ und „sekundäre Zwecke“ in das Textfeld (EA).&#039;&#039;&lt;br /&gt;
#&#039;&#039;Welche Zwecke könnte Google mit den Daten aus der vorherigen Suche verfolgen? Ordnet eure Ergebnisse den primären Zwecken und sekundären Zwecken zu (EA).&#039;&#039;&lt;br /&gt;
#&#039;&#039;Diskutiert mit eurem Partner die Vor – und Nachteile der Datenerhebung durch Google.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
#&#039;&#039;Beziehe zu folgender Aussage begründet Stellung:&#039;&#039; „Im Grunde besteht die Wahl zwischen einer bedingungslosen Zustimmung (der Datenverarbeitung durch Google) oder einem vollständigen Ausschluss von der Nutzung.“&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Jwiens3</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://eduwiki.cs.upb.de/index.php?title=Unterricht_zu_der_Google_Suche&amp;diff=2820</id>
		<title>Unterricht zu der Google Suche</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://eduwiki.cs.upb.de/index.php?title=Unterricht_zu_der_Google_Suche&amp;diff=2820"/>
		<updated>2022-08-15T14:04:44Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Jwiens3: /* Überblick über den Unterrichtsverlauf */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Auf der Suche nach Informationen verwenden Schülerinnen und Schüler fast täglich die Internet-Suchmaschine von Google. Dort findet man zu allen möglichen Themen die verschiedensten Informationen und auch viel Unterhaltsames. Dass dabei von Google viele personenbezogenen Daten erhoben und verarbeitet werden, ist vielen Schülern nicht bewusst. Die Google-Suchmaschine gehört zu den [[Datengetriebenes digitales Artefakt|datengetriebenen digitalen Artefakten]], die verschiedene Daten explizit und implizit erheben und anschließend zu primären und sekundären Zwecken verarbeiten. In diesem Unterrichtsmodul wird die Google-Suchmaschine als Beispiel für ein solches [[datengetriebenes digitales Artefakt]] aufgegriffen. Anhand dieses Beispiels soll in diesem Unterrichtsmodul das [[Datenbewusstsein]] der Schülerinnen und Schüler gefördert werden, indem die Schüler interaktiv herausfinden, welche Daten sie einer Suchmaschine bei der Suche preisgeben und indem sie die Vor- und Nachteile der Datenerhebung und -verarbeitung diskutieren. Sie sollen zudem Möglichkeiten kennenlernen, wie bei Suchmachine von Google die eigenen Daten selbstbestimmt verwaltet werden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inhaltsverzeichnis==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[1 Steckbrief des Unterrichtsmoduls]]&lt;br /&gt;
*[[Exploration von Standortdaten aus dem Mobilfunknetz - Klasse 5 und 6#.C3.9Cberblick%20.C3.BCber%20den%20Verlauf%20des%20Unterrichtsmoduls|2 Überblick über den Verlauf des Unterrichtsmoduls]]&lt;br /&gt;
*[[Exploration von Standortdaten aus dem Mobilfunknetz - Klasse 5 und 6#Didaktische%20Kernidee:%20F.C3.B6rderung%20von%20Datenbewusstsein%20in%20diesem%20Unterrichtsmodul|3 Didaktische Kernidee: Förderung von Datenbewusstsein in diesem Unterrichtsmodul]]&lt;br /&gt;
*[[Exploration von Standortdaten aus dem Mobilfunknetz - Klasse 5 und 6#Ziele%20des%20Unterrichtsmoduls|4 Ziele des Unterrichtsmoduls]]&lt;br /&gt;
*[[Exploration von Standortdaten aus dem Mobilfunknetz - Klasse 5 und 6#Leitfragen%20im%20Unterrichtsmodul|5 Leitfragen im Unterrichtsmodul]]&lt;br /&gt;
*[[Exploration von Standortdaten aus dem Mobilfunknetz - Klasse 5 und 6#Zusammenfassender%20.C3.9Cberblick%20.C3.BCber%20das%20Unterrichtsmodul|6 Zusammenfassender Überblick über das Unterrichtsmodul]]&lt;br /&gt;
*[[Exploration von Standortdaten aus dem Mobilfunknetz - Klasse 5 und 6#.C3.9Cberblick%20.C3.BCber%20den%20Unterrichtsverlauf|7 Überblick über den Unterrichtsverlauf]]&lt;br /&gt;
*[[Exploration von Standortdaten aus dem Mobilfunknetz - Klasse 5 und 6#Beschreibungen%20ausgew.C3.A4hlter%20Materialien|8 Beschreibungen ausgewählter Materialien]]&lt;br /&gt;
**[[Exploration von Standortdaten aus dem Mobilfunknetz - Klasse 5 und 6#Puzzle%20zum%20Aufbau%20und%20der%20Funktionsweise%20des%20Mobilfunknetzes|8.1 Puzzle zum Aufbau und der Funktionsweise des Mobilfunknetzes]]&lt;br /&gt;
***[[Exploration von Standortdaten aus dem Mobilfunknetz - Klasse 5 und 6#Puzzleteile:|8.1.1 Puzzleteile:]]&lt;br /&gt;
****[[Exploration von Standortdaten aus dem Mobilfunknetz - Klasse 5 und 6#Personenpl.C3.A4ttchen:|8.1.1.1 Personenplättchen:]]&lt;br /&gt;
****[[Exploration von Standortdaten aus dem Mobilfunknetz - Klasse 5 und 6#Elemente%20des%20Mobilfunknetzes:|8.1.1.2 Elemente des Mobilfunknetzes:]]&lt;br /&gt;
***[[Exploration von Standortdaten aus dem Mobilfunknetz - Klasse 5 und 6#Puzzlevorlage:|8.1.2 Puzzlevorlage:]]&lt;br /&gt;
***[[Exploration von Standortdaten aus dem Mobilfunknetz - Klasse 5 und 6#L.C3.B6sung%20des%20Puzzles:|8.1.3 Lösung des Puzzles:]]&lt;br /&gt;
**[[Exploration von Standortdaten aus dem Mobilfunknetz - Klasse 5 und 6#Hinweise%20zu%20den%20explorierten%20Daten%20von%20Malte%20Spitz|8.2 Hinweise zu den explorierten Daten von Malte Spitz]]&lt;br /&gt;
**[[Exploration von Standortdaten aus dem Mobilfunknetz - Klasse 5 und 6#Interaktive%20Web-Anwendung|8.3 Interaktive Web-Anwendung]]&lt;br /&gt;
**[[Exploration von Standortdaten aus dem Mobilfunknetz - Klasse 5 und 6#Beispiel%20f.C3.BCr%20die%20Interpretation%20der%20visualisierten%20Standortdaten|8.4 Beispiel für die Interpretation der visualisierten Standortdaten]]&lt;br /&gt;
***[[Exploration von Standortdaten aus dem Mobilfunknetz - Klasse 5 und 6#Beispiel%20einer%20Interpretation:|8.4.1 Beispiel einer Interpretation:]]&lt;br /&gt;
***[[Exploration von Standortdaten aus dem Mobilfunknetz - Klasse 5 und 6#Weiteres%20Beispiel%20einer%20Interpretation:|8.4.2 Weiteres Beispiel einer Interpretation:]]&lt;br /&gt;
**[[Exploration von Standortdaten aus dem Mobilfunknetz - Klasse 5 und 6#Beispiele%20f.C3.BCr%20sekund.C3.A4re%20Zwecke%20der%20Verwendung%20von%20Standortdaten%20aus%20dem%20Mobilfunknetz|8.5 Beispiele für sekundäre Zwecke der Verwendung von Standortdaten aus dem Mobilfunknetz]]&lt;br /&gt;
***[[Exploration von Standortdaten aus dem Mobilfunknetz - Klasse 5 und 6#Beispiel%201:%20Analyse%20der%20Mobilit.C3.A4t%20w.C3.A4hrend%20der%20Coronapandemie|8.5.1 Beispiel 1: Analyse der Mobilität während der Coronapandemie]]&lt;br /&gt;
***[[Exploration von Standortdaten aus dem Mobilfunknetz - Klasse 5 und 6#Beispiel%202:%20Analyse%20zur%20Optimierung%20des%20.C3.96PNV|8.5.2 Beispiel 2: Analyse zur Optimierung des ÖPNV]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Steckbrief des Unterrichtsmoduls==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Titel:&#039;&#039;&#039; Erhebung und Verarbeitung von Daten bei Suchmaschinen am Beispiel der Google Suche&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Stichworte:&#039;&#039;&#039; [[Datenbewusstsein]], [[Data Science]], Internet-Suchmaschine&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Zielgruppe:&#039;&#039;&#039; Informatik in Klasse 9 und 10 der Haupt-, Real- und Gesamtschule - keine Einschränkung der Klassengröße - sowohl homogene als auch heterogene Zusammensetzung möglich&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Inhaltsfeld:&#039;&#039;&#039; &amp;quot;Informatik, Mensch und Gesellschaft&amp;quot; (insbesondere der Schwerpunkt: [[Datenbewusstsein]]), &amp;quot;Daten und Information&amp;quot;, &amp;quot;Informatiksysteme&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Vorkenntnisse:&#039;&#039;&#039; Dieses Unterrichtsmodul setzt einige wenige Vorkenntnisse der Lernenden voraus. Das Internet sollte für die Schüler der Zielgruppe kein Neuland sein und die Google-Suche sollte für sie ein gebräuchliches Werkzeug sein. Wünschenswert wäre außerdem auch die Fähigkeit, die Google-Suche systematisch und strukturiert anwenden zu können. Außerdem muss vorausgesetzt werden, dass die Schüler ihren persönlichen Umgang mit der Google-Suche und mit ihren personenbezogenen Daten reflektieren und beurteilen können. Daher auch die Fokussierung auf die neunte bzw. zehnte Jahrgangsstufe. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Zeitlicher Umfang:&#039;&#039;&#039; 4 Unterrichtsstunden a 45 Minuten&lt;br /&gt;
==Gegenstandsbereich (Fachinhalt) des Unterrichtsmoduls==&lt;br /&gt;
Datenbewusstsein ist ein wichtiger Aspekt, besonders im Rahmen von Suchmaschinen. Denn diese sammeln viele Daten der Nutzer zu verschiedenen Zwecken. Welche Daten Google sammelt und zu welchen Zwecken, ist wichtig zu verstehen, damit man sich im Internet bzw. beim Suchen im Internet bewusst damit auseinandersetzt. Da Google im Jahr 2004 an die Börse gegangen ist, ist das Unternehmen ein Gewinnorientiertes. Den Gewinn kann Google nicht durch das “stumpfe” Anzeigen von Ergebnissen zu Suchanfragen erzielen, sondern indem es Daten der Nutzer auswertet und weiterverwendet. Seien es Werbeanzeigen zu anderen Plattformen oder der Verkauf von Nutzerdaten an Dritte zur Gewinnerzielung. &lt;br /&gt;
In diesem Sinne ist es wichtig zu wissen, wie Google uns mit der Darstellung von Suchergebnissen beeinflussen kann. Google erhebt dafür explizit und implizit Daten. Explizit werden der eingegebene Suchbegriff und ggf. verlinkte Google-Konten erhoben. Dadurch können implizit viele weitere Daten gewonnen werden, zum Beispiel welche Interessen man hat oder welche Webseiten sehr beliebt bei den Nutzern sind. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese erhobenen Daten kann Google für verschiedene Zwecke nutzen. Primäre Zwecke sind hierbei, dass Google seine Funktionen weiter anbieten kann. Weiter möchte Google seine Funktionen verbessern und weitere einbinden, zum Beispiel das Wetter oder eine Karte mit weiteren Ergebnissen. Die primären Zwecke dienen also eher der Nutzerperspektive, um die Funktionen für die Nutzer zu verbessern. Sekundäre Zwecke sind bei der Datenerhebung durch Google wirtschaftlich und wissenschaftlich orientiert. Wirtschaftlich sind eben die Anzeige von personalisierter Werbung auf der Ergebnisseite und das Weiterverkaufen von Daten an Dritte. Wissenschaftlich geht es Google um die Analyse des Nutzerverhaltens. Die sekundären Zwecke sind also aus Anbieterperspektive formuliert. Wie man seine persönlichen Daten vor Zugriffen oder Analysen schützen kann, ist eine resultierende Fragestellung.&lt;br /&gt;
==Überblick über den Verlauf des Unterrichtsmoduls==&lt;br /&gt;
Konkret werden die Begriffe der implizit und explizit erhobenen Daten, sowie primäre und sekundäre Zwecke behandelt. Zum Einstieg ins Anwendungsbeispiel Google Suche sollen die SuS in Gruppen am PC Begriffe eingeben und Beobachtungen aufschreiben. Die Ergebnisse werden für spätere Gruppenarbeiten gesichert. Dann lesen die SuS entsprechend aufbereitete Texte zur Datenerhebung und zu den Zwecken und besprechen sich jeweils in den Gruppen, um die Aspekte der Begriffe zusammenzutragen. Außerdem sollen die SuS die erlernten Definitionen und Beispiele auf Google-Suche und den zuvor gesammelten Ideen und Ergebnisse zu der Google-Suche am Anfang anwenden, indem sie die Definition mit dem, was Google nach der Eingabe der Suchbegriffe tut, abgleichen. Da Datenbewusstsein als eines der gesellschaftlichen Themen im Informatikunterricht nur unzureichend behandelt wird, bieten die Begriffe einen Einstieg in das Thema der Auswirkungen von großen Datenmengen. Durch die Anwendung der Begrifflichkeiten auf Google, das Finden von Beispielen der Datenerhebung und dessen Verwendung, können die SuS sich dann mehr diese Datenverarbeitung bewusst machen. Des Weiteren fällt es ihnen auch leichter, die Datenverarbeitung auf andere Bereiche bzw. datengetriebene digitale Artefakte zu übertragen, da die SuS in der letzten Phase Stellung zur Datenerhebung nehmen und sich über Vor- und Nachteile Gedanken machen. Als Zusatz werden noch Einstellungen zum eigenen Datenschutz im Browser erklärt, als Vorschlag der individuellen Anpassung im Alltag.&lt;br /&gt;
==Ziele des Unterrichtsmoduls==&lt;br /&gt;
Die Lernziele und Kompetenzen des Unterrichtsmodul orientieren sich an dem Bildungsanliegen des UNESCO-Weltaktionsprogrammes: “Bildung für nachhaltige Entwicklung”. Bei diesem Bildungsanliegen wird das Ziel verfolgt, dass die SuS die Fähigkeit erlangen, die Auswirkungen des eigenen Handelns auf die Welt zu verstehen und verantwortungsvolle Entscheidungen zu treffen. Da die Auswirkungen des eigenen Handelns bei der Verwendung der Google-Suchmaschine oft unterschätzt werden, zeigt sich hier der Bedarf, die Kompetenz des verantwortungsvollen Handelns durch dieses Unterrichtsmodul anzustreben. Daraus folgen dann folgende Lernziele:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Hauptziel der Unterrichtsstunde ist, dass sich SuS bewusster im Internet verhalten. Dies meint grundlegend, dass sie gezielter in ihrem Alltag nach ihren Interessen im Internet suchen und dabei verstehen, welche Daten währenddessen von ihnen (als des Nutzers/ der Nutzerin) erhoben werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Des Weiteren sollten sie auch den Zweck der Erhebung verstehen bzw. Vermutungen diesbezüglich haben. Also warum Google oder allgemein kostenlose Apps Daten von NutzerInnen erheben und was sie dann mit den erhobenen Daten anfangen. Sie sollten also wissen, dass mit den Daten nicht nur Geld gemacht wird (bspw. durch Verkauf ihrer Daten), sondern auch ein Digitaler Doppelgänger von ihnen erstellt wird, um auf aktuelle Interessen einzugehen und dementsprechend Werbung zu schalten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da sie sich im Internet bzw. auf Google „bewegen“ und damit arbeiten, lernen sie das ddA in voller Funktion kennen. Durch die Analyse sollen sie erkennen, wie und warum Google den eingegebenen Suchbegriff so interpretiert und die entsprechenden Suchergebnisse anzeigt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem erlangten Wissen sollen die SuS diese Erhebungen und dessen Zwecke deuten und bewerten. Dadurch bilden sie sich nicht nur eine eigene Meinung, sondern lernen auch, ihre Meinung zu begründen und durch Argumentationen und Diskussionen durchzusetzen. Hierzu benötigen sie Wissen über Vor- und Nachteile, welche zuvor im Plenum aus Nutzer- und Anbieterperspektive zusammengetragen und erarbeitet werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um sich vor den Nachteilen der Nutzer-Perspektive zu schützen, sollen sie selbst am Computer im Google-Browser nach Möglichkeiten zur Datenschutzeinstellung suchen und den daraus resultierenden Schutz für den eigenen Nutzer notieren und den anderen vorführen. Dadurch werden nicht nur explizit Medienkompetenzen gefördert, sondern auch die Zuordnung des gelernten Wissens im eigenen Sprachgebrauch überdacht und eingebaut. Hinzu kommen weitere Argumentationsstrukturen und die Aneignung strukturierter und überzeugender Sprachkompetenzen.&lt;br /&gt;
==Sachanalyse des Unterrichtsmoduls==&lt;br /&gt;
Viele fachwissenschaftliche Aspekte wurden im Abschnitt [[Unterricht zu der Google Suche|Gegenstandsbereich]] behandelt. Im Folgenden ist die Mindmap zur Dualitätsrekonstruktion dargestellt:&lt;br /&gt;
[[Datei:Dualitätskonstruktion zur Google-Suche.png|mini|1032x1032px|Dualitätskonstruktion zur Google-Suche]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Didaktische Begründung des Unterrichtsmoduls==&lt;br /&gt;
Das Unterrichtsmodul beinhaltet viele Phasen, in denen die SuS zusammenarbeiten sollen. Das fördert die Sozialkompetenz der SuS und hat das Ziel, dass sich die SuS über die Themen und Lösungen austauschen. Dabei können sie verschiedene Lösungsansätze austauschen und darüber nachdenken. Leistungsschwächere SuS können von den leistungsstärkeren in den Arbeitsphasen profitieren. Dadurch wird der Heterogenität der Klasse Rechnung getragen. Auch können die stärkeren SuS bei einigen Arbeitsaufträgen weitere Aufgaben bearbeiten, wenn die anderen SuS noch etwas Zeit fürdie primären Aufgaben benötigen. Zum Beispiel können sich die SuS, die schon die Zwecke der Datenverarbeitung von Google erarbeitet haben, Gedanken über Vor- und Nachteile der Datenerhebung durch Google machen und diese notieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Unterrichtsmodul wurde in die sechs Schritte nach Leisen (2017) unterteilt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
#Im ersten Schritt wird der Lernkontext zu den SuS gebracht, indem sich die SuS zum Einstieg Gedanken zu ihrer kürzlichen Internetrecherche machen. Die SuS können erste Ideen und Beobachtungen zur Google Suche machen, indem sie einige vorgegebene Begriffe eingeben und die Ergebnisseiten analysieren. Die Sicherung nach dieser Phase dient dazu, dass die SuS ihre Ergebnisse in den nächsten Phasen aufgreifen und verknüpfen können.&lt;br /&gt;
#Im nächsten Schritt wird den SuS Lernmaterial gegeben, das sie bearbeiten sollen. Hier wird den SuS erst theoretisches Wissen vermittelt, das sie für den weiteren Ablauf benötigen. Dazu gehört z. B. das Wissen um und die Unterscheidung in explizite und implizite Datenerhebung. Dabei sollen die SuS in Lerngruppen zusammenarbeiten.&lt;br /&gt;
#Im nächsten Schritt werden die neuen Lerninhalte zusammen im Plenum diskutiert. Dabei sollte eine Lehrkraft diese Phase moderieren, damit die SuS ihre neuen Vorstellungen im Diskurs weiter verknüpfen bzw. ggf. korrigieren können.&lt;br /&gt;
#Das theoretisch erlangte Wissen können sie dann auf den Kontext der Google Suche anwenden. Die Zwecke der Datenerhebung werden in einer zweiten Erarbeitungsphase erarbeitet.&lt;br /&gt;
#Im folgenden Schritt werden die Formen und Zwecke der Datenerhebung miteinander vernetzt und durch eine persönliche Reflektion über die Vor- und Nachteile dieser Datenerhebung gefestigt.&lt;br /&gt;
#Durch die Diskussion über verschiedene Maßnahmen des Datenschutzes wird das erarbeitete Wissen im letzten Schritt angewendet und verantwortungsvolles Handeln in diesem Bereich gefördert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Unterrichtsplanung wurden zudem die verschiedenen Aspekte des Curricular Spider Web (2013) berücksichtigt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Der Zeitpunkt des Unterrichts wurde berücksichtigt. An einem Freitag ist die Konzentrationsfähigkeit wahrscheinlich nicht mehr sehr hoch.&lt;br /&gt;
*Auch die lokale Gegebenheit, dass der Raum neu und unbekannt für die Schüler war, wurde berücksichtigt bspw. durch den “Eisbrecher” zu Beginn der Stunde.&lt;br /&gt;
*Da man ausgehen kann, dass sich die Schüler untereinander kennen, konnten verschiedentlich Gruppenarbeitsphasen eingeplant werden.&lt;br /&gt;
*Bezüglich der Lernmedien wurde darauf geachtet, sowohl digitale als auch analoge Elemente in den Unterricht miteinzubinden.&lt;br /&gt;
*Der zentralen Aspekt, warum die Schüler diese Kompetenzen erwerben sollen, wurde schon in den vorherigen Kapiteln betrachtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Überblick über den Unterrichtsverlauf==&lt;br /&gt;
Das Unterrichtsmodul mit den zentralen Aktivitäten, inhaltlichen Schwerpunkten und Fachinhalten in den verschiedenen Phasen wird in der nachfolgenden Grafik zur Übersicht und Orientierung zusammengefasst. Die Materialien, wie etwa Arbeitsblätter und ergänzende Informationen, der verschiedenen Phasen sind in der Tabelle verlinkt.&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+&lt;br /&gt;
!&amp;lt;big&amp;gt;PHASEN&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
!&amp;lt;big&amp;gt;INHALTLICHE SCHWERPUNKTE/OPERATIONEN&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
!&amp;lt;big&amp;gt;SOZIAL-/AKTIONSFORM&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
!&amp;lt;big&amp;gt;MEDIEN&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
!INTENTIONEN U. BEGRÜNDUNGEN&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;4&amp;quot; |&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Vorstellung, Einführung und Eisbrecher (5 min)&lt;br /&gt;
|Vorstellungsrunde, Frage nach Begriffen, die die SuS diese Woche schon gegoogelt haben&lt;br /&gt;
|Klasse&lt;br /&gt;
|Whiteboard&lt;br /&gt;
|Einführung und Kennenlernen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Plan vorstellen (5 min)&lt;br /&gt;
|Unterrichtsplan, Motivation und Ziele mündlich vorstellen&lt;br /&gt;
|Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
|Whiteboard&lt;br /&gt;
|Ziele und Motivation für die SuS&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Googlen von vorgegebenen Suchbegriffen (15 min)&lt;br /&gt;
|Die SuS googlen vorgegebene Suchbegriffe, z.B. Paderborn, Universität, Schule, Wetter und schreiben Beobachtungen auf&lt;br /&gt;
|Gruppenarbeit&lt;br /&gt;
|[[Unterricht zu der Google Suche#Arbeitsblatt 1|AB1]], PCs&lt;br /&gt;
|Die Beobachtungen der Suchergebnisse von Google anhand der Leitfragen analysieren&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Zusammentragen der Ergebnisse (15 min)&lt;br /&gt;
|Die SuS stellen kurz als Gruppe die Ergebnisse der Recherche vor (z.B. Schule→ Schulen in PB, …)&lt;br /&gt;
|Klasse&lt;br /&gt;
|Whiteboard&lt;br /&gt;
|Die SuS sollen sehen, dass Google nicht nur eine Suchmaschine ist, siehe Maps, das den Standort verwendet, etc.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Arten der Erhebung (10 min)&lt;br /&gt;
|Frage, was Google überhaupt erhebt → Vorkenntnisse&lt;br /&gt;
|Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
|Whiteboard&lt;br /&gt;
|Weiterführung zum Datenbewusstsein&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Datenerhebung (15 min)&lt;br /&gt;
|Text zu explizit und implizit erhobenen Daten&lt;br /&gt;
|Einzelarbeit&lt;br /&gt;
|[[Unterricht zu der Google Suche#Arbeitsblatt 2|AB2]]&lt;br /&gt;
|Arten der Datenerhebung verstehen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Frage, welche Daten explizit und implizit erhoben wurden (10 min)&lt;br /&gt;
|Die SuS diskutieren, welche Daten beim vorherigen Googlen erhoben wurden&lt;br /&gt;
|Gruppenarbeit&lt;br /&gt;
|[[Unterricht zu der Google Suche#Arbeitsblatt 2|AB2]]&lt;br /&gt;
|Datenerhebung bei den speziellen Suchanfragen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Zusammentragen (10 min)&lt;br /&gt;
|Ergebnisse sichern&lt;br /&gt;
|Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
|Beamer, [[Unterricht zu der Google Suche#Arbeitsblatt 2|AB2]]&lt;br /&gt;
|Verbindung Datenerhebung und Google&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Pause (20 min)&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Zwecke (10 min)&lt;br /&gt;
|Frage, warum Google Daten erhebt und verarbeitet → Vorkenntnisse&lt;br /&gt;
|Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
|Whiteboard&lt;br /&gt;
|Frage nach dem Warum der Datenerhebung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Zwecke der Datenerhebung (15 min)&lt;br /&gt;
|Text zu Zwecken der Datenerhebung und -verarbeitung&lt;br /&gt;
|Einzelarbeit (Aufg. 1-2)&lt;br /&gt;
|[[Unterricht zu der Google Suche#Arbeitsblatt 3|AB3]]&lt;br /&gt;
|Zwecke der Datenerhebung verstehen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Zusammentragen (10 min)&lt;br /&gt;
|Ergebnisse sichern&lt;br /&gt;
|Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
|Beamer, [[Unterricht zu der Google Suche#Arbeitsblatt 3|AB3]]&lt;br /&gt;
|Verbindung Zwecke und Google&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Persönliche Einordnung der Datenerhebung (10 min)&lt;br /&gt;
|Die SuS bilden sich eine Meinung zur Datenerhebung, indem Sie Vor- und Nachteile aufschreiben und reflektieren&lt;br /&gt;
|Partnerarbeit (Aufg. 3-4)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gruppenarbeit&lt;br /&gt;
|[[Unterricht zu der Google Suche#Arbeitsblatt 3|AB3]]&lt;br /&gt;
|Meinung zu Zwecken bei der Datenerhebung beim Googlen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Diskussion (10 min)&lt;br /&gt;
|Diskussion über Datenerhebung und Datenverarbeitung von der Google Suchmaschine&lt;br /&gt;
|Klasse&lt;br /&gt;
|[[Unterricht zu der Google Suche#Arbeitsblatt 3|AB3]]&lt;br /&gt;
|Vor- und Nachteile der Datenerhebung und Datenverarbeitung diskutieren&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Maßnahmen (10 min)&lt;br /&gt;
|Die SuS lernen Maßnahmen in den eigenen Einstellungen kennen, die die Datenerhebung zumindest einschränken&lt;br /&gt;
|Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
|PC, Beamer, Geräte der SuS&lt;br /&gt;
|Einschränken von Datenerhebung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Fazit (10 min)&lt;br /&gt;
|SuS nach Erkenntnissen fragen, SuS füllen Feedbackbogen aus&lt;br /&gt;
|Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
|Feedbackbogen&lt;br /&gt;
|Schluss&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
==Beschreibungen ausgewählter Materialien==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Arbeitsblatt 1===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Erhebung und Verarbeitung von Daten bei Suchmaschinen am Beispiel der Google Suche&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Findet euch in eurer Gruppe [♣ – ♠ – ♥ – ♦] an den Computern nebenan zusammen. Eure Aufgabe ist es, folgende Begriffe in die Google Suche einzugeben. Besucht die Websites, die euch interessieren. Wir werden eure Beobachtungen im Plenum sammeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Suchbegriffe:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
♣ Paderborn&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
♠ Universität&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
♥ Schule&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
♦ Wetter&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leitfragen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Was ist das Erste Ergebnis, das euch von Google vorgeschlagen wird?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Was wird dir neben Suchergebnissen zu deiner Suche angezeigt?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Sind Bilder oder Videos vorhanden?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Werden zusätzliche Suchanfragen vorgeschlagen? Wenn ja, in welchem Zusammenhang?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Arbeitsblatt 2===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Erhebung und Verarbeitung von Daten bei Suchmaschinen am Beispiel der Google Suche&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgaben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
#&#039;&#039;Lies den Text und schreibe die Bedeutung der Begriffe „explizit erhobene Daten“ und „implizit erhobene Daten“ in die Tabelle (EA).&#039;&#039;&lt;br /&gt;
#&#039;&#039;Überlegt, welche Daten bei euer vorherigen Google Suche explizit und implizit erhoben wurden und ordnet sie passend in die Tabelle ein (GA).&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Text: &#039;&#039;&#039;Explizit und implizit erhobene Daten&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einer Nachricht wie zum Beispiel „Ich habe am 19.1.2002 Geburtstag“ können ausdrücklich formulierte, explizite Botschaften oder Informationen stehen oder nicht benannte, indirekte Informationen. Man weiß, dass die Person im Januar Geburtstag hat. Die &#039;&#039;explizit erhobenen&#039;&#039; Daten sind also jene, die der Nutzende direkt und aktiv eingegeben bzw. erzeugt hat. Die Angabe des Geburtsdatums wird meistens in Benutzerkonten, wie zum Beispiel die von Google, erfragt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusätzlich weiß man aber auch, dass die Person in diesem Jahr 20 Jahre alt geworden ist. Das hat die Person einem aber nicht gesagt. Diese Information konnte &#039;&#039;implizit&#039;&#039; aus der Nachricht erschlossen werden, bzw. sie wurde &#039;&#039;implizit erhoben&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Explizit und implizit erhobene Daten stehen also in der Regel in der Verbindung zum Nutzenden und stellen oft personenbezogene Daten dar. Über die explizite Datenerhebung sind sich Nutzenden in der Regel bewusst. Dazu gehören z.B. bei Social Media Plattformen gepostete Texte und Bilder oder beim Telefonieren über das Mobilfunknetz die Telefonnummer desjenigen, den man anrufen möchte. Im Gegensatz dazu, werden implizit erhobene Daten indirekt durch Beobachtung (Tracking) oder Verarbeitung bereits erhobener Daten erhoben und generiert. Dieser Datenerhebung sind sich Nutzende oft nicht bewusst. Diese Daten werden während der Nutzung von Google Suche, Instagram, YouTube und co. „nebenbei“ erhoben oder generiert. Im Beispiel einer Social Media Plattform sind dies etwa Likes und Klicks.&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+&lt;br /&gt;
!&lt;br /&gt;
!explizit erhobene Daten&lt;br /&gt;
!implizit erhobene Daten&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Bedeutung der Begriffe&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Anwendung auf Google Suche&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
===Arbeitsblatt 3===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Erhebung und Verarbeitung von Daten bei Suchmaschinen am Beispiel der Google Suche&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Text: &#039;&#039;&#039;Primäre und sekundäre Zwecke der Verarbeitung und Verwendung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die primären und sekundären Zwecke beziehen sich auf die Absicht, mit der diese zuvor erhobenen Daten in und durch zum Beispiel Google Suche verarbeitet und verwendet werden. Primäre Zwecke umfasst, dass die erhobenen Daten dazu verarbeitet und verwendet werden, um weiterhin die Features (Funktionen und Eigenschaften) anbieten zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die primären Zwecke beziehen sich auf eine Nutzerperspektive auf die Verarbeitung und Verwendung. Die Daten werden verarbeitet und verwendet, um Nutzenden nachgefragte Funktionen anbieten zu können. Im Beispiel der Suchmaschine ist dies etwa das Anzeigen von Suchergebnissen. Personalisierte Ergebnisse gehören nur dann zu primären Zwecken, wenn es vom Nutzer ausdrücklich zugelassen worden ist, die Daten zur Personalisierung zu verwenden. Diese Verwendung ist in dem Fall noch ein primärer Zweck.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sekundäre Zwecke bedeutet, dass die Daten verarbeitet und verwendet werden, um weitere Zwecke zu verfolgen z.B. weitere wirtschaftliche oder wissenschaftliche Zwecke. Diese „Zweitverwertung“ der Daten bezieht sich auf einer Anbieterperspektive auf die Verarbeitung und Verwendung der erhobenen Daten: Wozu kann ein Anbieter einer derartigen Plattform die erhobenen Daten noch nutzen? Im Kontext von Streamingdiensten (z.B. Spotify) könnte dies etwa umfassen, dass Nutzungsdaten (z.B. gehörte Musik) zur Analyse der Emotionen der Nutzenden verwendet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;u&amp;gt;Aufgaben:&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
#&#039;&#039;Lies den Text und schreibe die Bedeutung der Begriffe „primäre Zwecke“ und „sekundäre Zwecke“ in das Textfeld (EA).&#039;&#039;&lt;br /&gt;
#&#039;&#039;Welche Zwecke könnte Google mit den Daten aus der vorherigen Suche verfolgen? Ordnet eure Ergebnisse den primären Zwecken und sekundären Zwecken zu (EA).&#039;&#039;&lt;br /&gt;
#&#039;&#039;Diskutiert mit eurem Partner die Vor – und Nachteile der Datenerhebung durch Google.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
#&#039;&#039;Beziehe zu folgender Aussage begründet Stellung:&#039;&#039; „Im Grunde besteht die Wahl zwischen einer bedingungslosen Zustimmung (der Datenverarbeitung durch Google) oder einem vollständigen Ausschluss von der Nutzung.“&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Jwiens3</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://eduwiki.cs.upb.de/index.php?title=Unterricht_zu_der_Google_Suche&amp;diff=2819</id>
		<title>Unterricht zu der Google Suche</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://eduwiki.cs.upb.de/index.php?title=Unterricht_zu_der_Google_Suche&amp;diff=2819"/>
		<updated>2022-08-15T14:02:52Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Jwiens3: /* Inhaltsverzeichnis */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Auf der Suche nach Informationen verwenden Schülerinnen und Schüler fast täglich die Internet-Suchmaschine von Google. Dort findet man zu allen möglichen Themen die verschiedensten Informationen und auch viel Unterhaltsames. Dass dabei von Google viele personenbezogenen Daten erhoben und verarbeitet werden, ist vielen Schülern nicht bewusst. Die Google-Suchmaschine gehört zu den [[Datengetriebenes digitales Artefakt|datengetriebenen digitalen Artefakten]], die verschiedene Daten explizit und implizit erheben und anschließend zu primären und sekundären Zwecken verarbeiten. In diesem Unterrichtsmodul wird die Google-Suchmaschine als Beispiel für ein solches [[datengetriebenes digitales Artefakt]] aufgegriffen. Anhand dieses Beispiels soll in diesem Unterrichtsmodul das [[Datenbewusstsein]] der Schülerinnen und Schüler gefördert werden, indem die Schüler interaktiv herausfinden, welche Daten sie einer Suchmaschine bei der Suche preisgeben und indem sie die Vor- und Nachteile der Datenerhebung und -verarbeitung diskutieren. Sie sollen zudem Möglichkeiten kennenlernen, wie bei Suchmachine von Google die eigenen Daten selbstbestimmt verwaltet werden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inhaltsverzeichnis==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[1 Steckbrief des Unterrichtsmoduls]]&lt;br /&gt;
*[[Exploration von Standortdaten aus dem Mobilfunknetz - Klasse 5 und 6#.C3.9Cberblick%20.C3.BCber%20den%20Verlauf%20des%20Unterrichtsmoduls|2 Überblick über den Verlauf des Unterrichtsmoduls]]&lt;br /&gt;
*[[Exploration von Standortdaten aus dem Mobilfunknetz - Klasse 5 und 6#Didaktische%20Kernidee:%20F.C3.B6rderung%20von%20Datenbewusstsein%20in%20diesem%20Unterrichtsmodul|3 Didaktische Kernidee: Förderung von Datenbewusstsein in diesem Unterrichtsmodul]]&lt;br /&gt;
*[[Exploration von Standortdaten aus dem Mobilfunknetz - Klasse 5 und 6#Ziele%20des%20Unterrichtsmoduls|4 Ziele des Unterrichtsmoduls]]&lt;br /&gt;
*[[Exploration von Standortdaten aus dem Mobilfunknetz - Klasse 5 und 6#Leitfragen%20im%20Unterrichtsmodul|5 Leitfragen im Unterrichtsmodul]]&lt;br /&gt;
*[[Exploration von Standortdaten aus dem Mobilfunknetz - Klasse 5 und 6#Zusammenfassender%20.C3.9Cberblick%20.C3.BCber%20das%20Unterrichtsmodul|6 Zusammenfassender Überblick über das Unterrichtsmodul]]&lt;br /&gt;
*[[Exploration von Standortdaten aus dem Mobilfunknetz - Klasse 5 und 6#.C3.9Cberblick%20.C3.BCber%20den%20Unterrichtsverlauf|7 Überblick über den Unterrichtsverlauf]]&lt;br /&gt;
*[[Exploration von Standortdaten aus dem Mobilfunknetz - Klasse 5 und 6#Beschreibungen%20ausgew.C3.A4hlter%20Materialien|8 Beschreibungen ausgewählter Materialien]]&lt;br /&gt;
**[[Exploration von Standortdaten aus dem Mobilfunknetz - Klasse 5 und 6#Puzzle%20zum%20Aufbau%20und%20der%20Funktionsweise%20des%20Mobilfunknetzes|8.1 Puzzle zum Aufbau und der Funktionsweise des Mobilfunknetzes]]&lt;br /&gt;
***[[Exploration von Standortdaten aus dem Mobilfunknetz - Klasse 5 und 6#Puzzleteile:|8.1.1 Puzzleteile:]]&lt;br /&gt;
****[[Exploration von Standortdaten aus dem Mobilfunknetz - Klasse 5 und 6#Personenpl.C3.A4ttchen:|8.1.1.1 Personenplättchen:]]&lt;br /&gt;
****[[Exploration von Standortdaten aus dem Mobilfunknetz - Klasse 5 und 6#Elemente%20des%20Mobilfunknetzes:|8.1.1.2 Elemente des Mobilfunknetzes:]]&lt;br /&gt;
***[[Exploration von Standortdaten aus dem Mobilfunknetz - Klasse 5 und 6#Puzzlevorlage:|8.1.2 Puzzlevorlage:]]&lt;br /&gt;
***[[Exploration von Standortdaten aus dem Mobilfunknetz - Klasse 5 und 6#L.C3.B6sung%20des%20Puzzles:|8.1.3 Lösung des Puzzles:]]&lt;br /&gt;
**[[Exploration von Standortdaten aus dem Mobilfunknetz - Klasse 5 und 6#Hinweise%20zu%20den%20explorierten%20Daten%20von%20Malte%20Spitz|8.2 Hinweise zu den explorierten Daten von Malte Spitz]]&lt;br /&gt;
**[[Exploration von Standortdaten aus dem Mobilfunknetz - Klasse 5 und 6#Interaktive%20Web-Anwendung|8.3 Interaktive Web-Anwendung]]&lt;br /&gt;
**[[Exploration von Standortdaten aus dem Mobilfunknetz - Klasse 5 und 6#Beispiel%20f.C3.BCr%20die%20Interpretation%20der%20visualisierten%20Standortdaten|8.4 Beispiel für die Interpretation der visualisierten Standortdaten]]&lt;br /&gt;
***[[Exploration von Standortdaten aus dem Mobilfunknetz - Klasse 5 und 6#Beispiel%20einer%20Interpretation:|8.4.1 Beispiel einer Interpretation:]]&lt;br /&gt;
***[[Exploration von Standortdaten aus dem Mobilfunknetz - Klasse 5 und 6#Weiteres%20Beispiel%20einer%20Interpretation:|8.4.2 Weiteres Beispiel einer Interpretation:]]&lt;br /&gt;
**[[Exploration von Standortdaten aus dem Mobilfunknetz - Klasse 5 und 6#Beispiele%20f.C3.BCr%20sekund.C3.A4re%20Zwecke%20der%20Verwendung%20von%20Standortdaten%20aus%20dem%20Mobilfunknetz|8.5 Beispiele für sekundäre Zwecke der Verwendung von Standortdaten aus dem Mobilfunknetz]]&lt;br /&gt;
***[[Exploration von Standortdaten aus dem Mobilfunknetz - Klasse 5 und 6#Beispiel%201:%20Analyse%20der%20Mobilit.C3.A4t%20w.C3.A4hrend%20der%20Coronapandemie|8.5.1 Beispiel 1: Analyse der Mobilität während der Coronapandemie]]&lt;br /&gt;
***[[Exploration von Standortdaten aus dem Mobilfunknetz - Klasse 5 und 6#Beispiel%202:%20Analyse%20zur%20Optimierung%20des%20.C3.96PNV|8.5.2 Beispiel 2: Analyse zur Optimierung des ÖPNV]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Steckbrief des Unterrichtsmoduls==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Titel:&#039;&#039;&#039; Erhebung und Verarbeitung von Daten bei Suchmaschinen am Beispiel der Google Suche&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Stichworte:&#039;&#039;&#039; [[Datenbewusstsein]], [[Data Science]], Internet-Suchmaschine&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Zielgruppe:&#039;&#039;&#039; Informatik in Klasse 9 und 10 der Haupt-, Real- und Gesamtschule - keine Einschränkung der Klassengröße - sowohl homogene als auch heterogene Zusammensetzung möglich&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Inhaltsfeld:&#039;&#039;&#039; &amp;quot;Informatik, Mensch und Gesellschaft&amp;quot; (insbesondere der Schwerpunkt: [[Datenbewusstsein]]), &amp;quot;Daten und Information&amp;quot;, &amp;quot;Informatiksysteme&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Vorkenntnisse:&#039;&#039;&#039; Dieses Unterrichtsmodul setzt einige wenige Vorkenntnisse der Lernenden voraus. Das Internet sollte für die Schüler der Zielgruppe kein Neuland sein und die Google-Suche sollte für sie ein gebräuchliches Werkzeug sein. Wünschenswert wäre außerdem auch die Fähigkeit, die Google-Suche systematisch und strukturiert anwenden zu können. Außerdem muss vorausgesetzt werden, dass die Schüler ihren persönlichen Umgang mit der Google-Suche und mit ihren personenbezogenen Daten reflektieren und beurteilen können. Daher auch die Fokussierung auf die neunte bzw. zehnte Jahrgangsstufe. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Zeitlicher Umfang:&#039;&#039;&#039; 4 Unterrichtsstunden a 45 Minuten&lt;br /&gt;
==Gegenstandsbereich (Fachinhalt) des Unterrichtsmoduls==&lt;br /&gt;
Datenbewusstsein ist ein wichtiger Aspekt, besonders im Rahmen von Suchmaschinen. Denn diese sammeln viele Daten der Nutzer zu verschiedenen Zwecken. Welche Daten Google sammelt und zu welchen Zwecken, ist wichtig zu verstehen, damit man sich im Internet bzw. beim Suchen im Internet bewusst damit auseinandersetzt. Da Google im Jahr 2004 an die Börse gegangen ist, ist das Unternehmen ein Gewinnorientiertes. Den Gewinn kann Google nicht durch das “stumpfe” Anzeigen von Ergebnissen zu Suchanfragen erzielen, sondern indem es Daten der Nutzer auswertet und weiterverwendet. Seien es Werbeanzeigen zu anderen Plattformen oder der Verkauf von Nutzerdaten an Dritte zur Gewinnerzielung. &lt;br /&gt;
In diesem Sinne ist es wichtig zu wissen, wie Google uns mit der Darstellung von Suchergebnissen beeinflussen kann. Google erhebt dafür explizit und implizit Daten. Explizit werden der eingegebene Suchbegriff und ggf. verlinkte Google-Konten erhoben. Dadurch können implizit viele weitere Daten gewonnen werden, zum Beispiel welche Interessen man hat oder welche Webseiten sehr beliebt bei den Nutzern sind. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese erhobenen Daten kann Google für verschiedene Zwecke nutzen. Primäre Zwecke sind hierbei, dass Google seine Funktionen weiter anbieten kann. Weiter möchte Google seine Funktionen verbessern und weitere einbinden, zum Beispiel das Wetter oder eine Karte mit weiteren Ergebnissen. Die primären Zwecke dienen also eher der Nutzerperspektive, um die Funktionen für die Nutzer zu verbessern. Sekundäre Zwecke sind bei der Datenerhebung durch Google wirtschaftlich und wissenschaftlich orientiert. Wirtschaftlich sind eben die Anzeige von personalisierter Werbung auf der Ergebnisseite und das Weiterverkaufen von Daten an Dritte. Wissenschaftlich geht es Google um die Analyse des Nutzerverhaltens. Die sekundären Zwecke sind also aus Anbieterperspektive formuliert. Wie man seine persönlichen Daten vor Zugriffen oder Analysen schützen kann, ist eine resultierende Fragestellung.&lt;br /&gt;
==Überblick über den Verlauf des Unterrichtsmoduls==&lt;br /&gt;
Konkret werden die Begriffe der implizit und explizit erhobenen Daten, sowie primäre und sekundäre Zwecke behandelt. Zum Einstieg ins Anwendungsbeispiel Google Suche sollen die SuS in Gruppen am PC Begriffe eingeben und Beobachtungen aufschreiben. Die Ergebnisse werden für spätere Gruppenarbeiten gesichert. Dann lesen die SuS entsprechend aufbereitete Texte zur Datenerhebung und zu den Zwecken und besprechen sich jeweils in den Gruppen, um die Aspekte der Begriffe zusammenzutragen. Außerdem sollen die SuS die erlernten Definitionen und Beispiele auf Google-Suche und den zuvor gesammelten Ideen und Ergebnisse zu der Google-Suche am Anfang anwenden, indem sie die Definition mit dem, was Google nach der Eingabe der Suchbegriffe tut, abgleichen. Da Datenbewusstsein als eines der gesellschaftlichen Themen im Informatikunterricht nur unzureichend behandelt wird, bieten die Begriffe einen Einstieg in das Thema der Auswirkungen von großen Datenmengen. Durch die Anwendung der Begrifflichkeiten auf Google, das Finden von Beispielen der Datenerhebung und dessen Verwendung, können die SuS sich dann mehr diese Datenverarbeitung bewusst machen. Des Weiteren fällt es ihnen auch leichter, die Datenverarbeitung auf andere Bereiche bzw. datengetriebene digitale Artefakte zu übertragen, da die SuS in der letzten Phase Stellung zur Datenerhebung nehmen und sich über Vor- und Nachteile Gedanken machen. Als Zusatz werden noch Einstellungen zum eigenen Datenschutz im Browser erklärt, als Vorschlag der individuellen Anpassung im Alltag.&lt;br /&gt;
==Ziele des Unterrichtsmoduls==&lt;br /&gt;
Die Lernziele und Kompetenzen des Unterrichtsmodul orientieren sich an dem Bildungsanliegen des UNESCO-Weltaktionsprogrammes: “Bildung für nachhaltige Entwicklung”. Bei diesem Bildungsanliegen wird das Ziel verfolgt, dass die SuS die Fähigkeit erlangen, die Auswirkungen des eigenen Handelns auf die Welt zu verstehen und verantwortungsvolle Entscheidungen zu treffen. Da die Auswirkungen des eigenen Handelns bei der Verwendung der Google-Suchmaschine oft unterschätzt werden, zeigt sich hier der Bedarf, die Kompetenz des verantwortungsvollen Handelns durch dieses Unterrichtsmodul anzustreben. Daraus folgen dann folgende Lernziele:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Hauptziel der Unterrichtsstunde ist, dass sich SuS bewusster im Internet verhalten. Dies meint grundlegend, dass sie gezielter in ihrem Alltag nach ihren Interessen im Internet suchen und dabei verstehen, welche Daten währenddessen von ihnen (als des Nutzers/ der Nutzerin) erhoben werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Des Weiteren sollten sie auch den Zweck der Erhebung verstehen bzw. Vermutungen diesbezüglich haben. Also warum Google oder allgemein kostenlose Apps Daten von NutzerInnen erheben und was sie dann mit den erhobenen Daten anfangen. Sie sollten also wissen, dass mit den Daten nicht nur Geld gemacht wird (bspw. durch Verkauf ihrer Daten), sondern auch ein Digitaler Doppelgänger von ihnen erstellt wird, um auf aktuelle Interessen einzugehen und dementsprechend Werbung zu schalten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da sie sich im Internet bzw. auf Google „bewegen“ und damit arbeiten, lernen sie das ddA in voller Funktion kennen. Durch die Analyse sollen sie erkennen, wie und warum Google den eingegebenen Suchbegriff so interpretiert und die entsprechenden Suchergebnisse anzeigt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem erlangten Wissen sollen die SuS diese Erhebungen und dessen Zwecke deuten und bewerten. Dadurch bilden sie sich nicht nur eine eigene Meinung, sondern lernen auch, ihre Meinung zu begründen und durch Argumentationen und Diskussionen durchzusetzen. Hierzu benötigen sie Wissen über Vor- und Nachteile, welche zuvor im Plenum aus Nutzer- und Anbieterperspektive zusammengetragen und erarbeitet werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um sich vor den Nachteilen der Nutzer-Perspektive zu schützen, sollen sie selbst am Computer im Google-Browser nach Möglichkeiten zur Datenschutzeinstellung suchen und den daraus resultierenden Schutz für den eigenen Nutzer notieren und den anderen vorführen. Dadurch werden nicht nur explizit Medienkompetenzen gefördert, sondern auch die Zuordnung des gelernten Wissens im eigenen Sprachgebrauch überdacht und eingebaut. Hinzu kommen weitere Argumentationsstrukturen und die Aneignung strukturierter und überzeugender Sprachkompetenzen.&lt;br /&gt;
==Sachanalyse des Unterrichtsmoduls==&lt;br /&gt;
Viele fachwissenschaftliche Aspekte wurden im Abschnitt [[Unterricht zu der Google Suche|Gegenstandsbereich]] behandelt. Im Folgenden ist die Mindmap zur Dualitätsrekonstruktion dargestellt:&lt;br /&gt;
[[Datei:Dualitätskonstruktion zur Google-Suche.png|mini|1032x1032px|Dualitätskonstruktion zur Google-Suche]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Didaktische Begründung des Unterrichtsmoduls==&lt;br /&gt;
Das Unterrichtsmodul beinhaltet viele Phasen, in denen die SuS zusammenarbeiten sollen. Das fördert die Sozialkompetenz der SuS und hat das Ziel, dass sich die SuS über die Themen und Lösungen austauschen. Dabei können sie verschiedene Lösungsansätze austauschen und darüber nachdenken. Leistungsschwächere SuS können von den leistungsstärkeren in den Arbeitsphasen profitieren. Dadurch wird der Heterogenität der Klasse Rechnung getragen. Auch können die stärkeren SuS bei einigen Arbeitsaufträgen weitere Aufgaben bearbeiten, wenn die anderen SuS noch etwas Zeit fürdie primären Aufgaben benötigen. Zum Beispiel können sich die SuS, die schon die Zwecke der Datenverarbeitung von Google erarbeitet haben, Gedanken über Vor- und Nachteile der Datenerhebung durch Google machen und diese notieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Unterrichtsmodul wurde in die sechs Schritte nach Leisen (2017) unterteilt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
#Im ersten Schritt wird der Lernkontext zu den SuS gebracht, indem sich die SuS zum Einstieg Gedanken zu ihrer kürzlichen Internetrecherche machen. Die SuS können erste Ideen und Beobachtungen zur Google Suche machen, indem sie einige vorgegebene Begriffe eingeben und die Ergebnisseiten analysieren. Die Sicherung nach dieser Phase dient dazu, dass die SuS ihre Ergebnisse in den nächsten Phasen aufgreifen und verknüpfen können.&lt;br /&gt;
#Im nächsten Schritt wird den SuS Lernmaterial gegeben, das sie bearbeiten sollen. Hier wird den SuS erst theoretisches Wissen vermittelt, das sie für den weiteren Ablauf benötigen. Dazu gehört z. B. das Wissen um und die Unterscheidung in explizite und implizite Datenerhebung. Dabei sollen die SuS in Lerngruppen zusammenarbeiten.&lt;br /&gt;
#Im nächsten Schritt werden die neuen Lerninhalte zusammen im Plenum diskutiert. Dabei sollte eine Lehrkraft diese Phase moderieren, damit die SuS ihre neuen Vorstellungen im Diskurs weiter verknüpfen bzw. ggf. korrigieren können.&lt;br /&gt;
#Das theoretisch erlangte Wissen können sie dann auf den Kontext der Google Suche anwenden. Die Zwecke der Datenerhebung werden in einer zweiten Erarbeitungsphase erarbeitet.&lt;br /&gt;
#Im folgenden Schritt werden die Formen und Zwecke der Datenerhebung miteinander vernetzt und durch eine persönliche Reflektion über die Vor- und Nachteile dieser Datenerhebung gefestigt.&lt;br /&gt;
#Durch die Diskussion über verschiedene Maßnahmen des Datenschutzes wird das erarbeitete Wissen im letzten Schritt angewendet und verantwortungsvolles Handeln in diesem Bereich gefördert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Unterrichtsplanung wurden zudem die verschiedenen Aspekte des Curricular Spider Web (2013) berücksichtigt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Der Zeitpunkt des Unterrichts wurde berücksichtigt. An einem Freitag ist die Konzentrationsfähigkeit wahrscheinlich nicht mehr sehr hoch.&lt;br /&gt;
*Auch die lokale Gegebenheit, dass der Raum neu und unbekannt für die Schüler war, wurde berücksichtigt bspw. durch den “Eisbrecher” zu Beginn der Stunde.&lt;br /&gt;
*Da man ausgehen kann, dass sich die Schüler untereinander kennen, konnten verschiedentlich Gruppenarbeitsphasen eingeplant werden.&lt;br /&gt;
*Bezüglich der Lernmedien wurde darauf geachtet, sowohl digitale als auch analoge Elemente in den Unterricht miteinzubinden.&lt;br /&gt;
*Der zentralen Aspekt, warum die Schüler diese Kompetenzen erwerben sollen, wurde schon in den vorherigen Kapiteln betrachtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Überblick über den Unterrichtsverlauf==&lt;br /&gt;
Das Unterrichtsmodul mit den zentralen Aktivitäten, inhaltlichen Schwerpunkten und Fachinhalten in den verschiedenen Phasen wird in der nachfolgenden Grafik zur Übersicht und Orientierung zusammengefasst. Die Materialien, wie etwa Arbeitsblätter und ergänzende Informationen, der verschiedenen Phasen sind in der Tabelle verlinkt.&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+&lt;br /&gt;
!&amp;lt;big&amp;gt;PHASEN&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
!&amp;lt;big&amp;gt;INHALTLICHE SCHWERPUNKTE/OPERATIONEN&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
!&amp;lt;big&amp;gt;SOZIAL-/AKTIONSFORM&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
!&amp;lt;big&amp;gt;MEDIEN&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
!INTENTIONEN U. BEGRÜNDUNGEN&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;4&amp;quot; |&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Vorstellung, Einführung und Eisbrecher (5 min)&lt;br /&gt;
|Vorstellungsrunde, Frage nach Begriffen, die die SuS diese Woche schon gegoogelt haben&lt;br /&gt;
|Klasse&lt;br /&gt;
|Whiteboard&lt;br /&gt;
|Einführung und Kennenlernen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Plan vorstellen (5 min)&lt;br /&gt;
|Unterrichtsplan, Motivation und Ziele mündlich vorstellen&lt;br /&gt;
|Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
|Whiteboard&lt;br /&gt;
|Ziele und Motivation für die SuS&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Googlen von vorgegebenen Suchbegriffen (15 min)&lt;br /&gt;
|Die SuS googlen vorgegebene Suchbegriffe, z.B. Paderborn, Universität, Schule, Wetter und schreiben Beobachtungen auf&lt;br /&gt;
|Gruppenarbeit&lt;br /&gt;
|[[Unterricht zu der Google Suche#Arbeitsblatt 1|AB1]], PCs&lt;br /&gt;
|Die Beobachtungen der Suchergebnisse von Google anhand der Leitfragen analysieren&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Zusammentragen der Ergebnisse (15 min)&lt;br /&gt;
|Die SuS stellen kurz als Gruppe die Ergebnisse der Recherche vor (z.B. Schule→ Schulen in PB, …)&lt;br /&gt;
|Klasse&lt;br /&gt;
|Whiteboard&lt;br /&gt;
|Die SuS sollen sehen, dass Google nicht nur eine Suchmaschine ist, siehe Maps, das den Standort verwendet, etc.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Arten der Erhebung (10 min)&lt;br /&gt;
|Frage, was Google überhaupt erhebt → Vorkenntnisse&lt;br /&gt;
|Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
|Whiteboard&lt;br /&gt;
|Weiterführung zum Datenbewusstsein&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Datenerhebung (15 min)&lt;br /&gt;
|Text zu explizit und implizit erhobenen Daten&lt;br /&gt;
|Einzelarbeit&lt;br /&gt;
|AB2&lt;br /&gt;
|Arten der Datenerhebung verstehen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Frage, welche Daten explizit und implizit erhoben wurden (10 min)&lt;br /&gt;
|Die SuS diskutieren, welche Daten beim vorherigen Googlen erhoben wurden&lt;br /&gt;
|Gruppenarbeit&lt;br /&gt;
|AB2&lt;br /&gt;
|Datenerhebung bei den speziellen Suchanfragen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Zusammentragen (10 min)&lt;br /&gt;
|Ergebnisse sichern&lt;br /&gt;
|Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
|Beamer, AB2&lt;br /&gt;
|Verbindung Datenerhebung und Google&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Pause (20 min)&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Zwecke (10 min)&lt;br /&gt;
|Frage, warum Google Daten erhebt und verarbeitet → Vorkenntnisse&lt;br /&gt;
|Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
|Whiteboard&lt;br /&gt;
|Frage nach dem Warum der Datenerhebung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Zwecke der Datenerhebung (15 min)&lt;br /&gt;
|Text zu Zwecken der Datenerhebung und -verarbeitung&lt;br /&gt;
|Einzelarbeit (Aufg. 1-2)&lt;br /&gt;
|AB3&lt;br /&gt;
|Zwecke der Datenerhebung verstehen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Zusammentragen (10 min)&lt;br /&gt;
|Ergebnisse sichern&lt;br /&gt;
|Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
|Beamer, AB3&lt;br /&gt;
|Verbindung Zwecke und Google&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Persönliche Einordnung der Datenerhebung (10 min)&lt;br /&gt;
|Die SuS bilden sich eine Meinung zur Datenerhebung, indem Sie Vor- und Nachteile aufschreiben und reflektieren&lt;br /&gt;
|Partnerarbeit (Aufg. 3-4)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gruppenarbeit&lt;br /&gt;
|AB3&lt;br /&gt;
|Meinung zu Zwecken bei der Datenerhebung beim Googlen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Diskussion (10 min)&lt;br /&gt;
|Diskussion über Datenerhebung und Datenverarbeitung von der Google Suchmaschine&lt;br /&gt;
|Klasse&lt;br /&gt;
|AB3&lt;br /&gt;
|Vor- und Nachteile der Datenerhebung und Datenverarbeitung diskutieren&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Maßnahmen (10 min)&lt;br /&gt;
|Die SuS lernen Maßnahmen in den eigenen Einstellungen kennen, die die Datenerhebung zumindest einschränken&lt;br /&gt;
|Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
|PC, Beamer, Geräte der SuS&lt;br /&gt;
|Einschränken von Datenerhebung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Fazit (10 min)&lt;br /&gt;
|SuS nach Erkenntnissen fragen, SuS füllen Feedbackbogen aus&lt;br /&gt;
|Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
|Feedbackbogen&lt;br /&gt;
|Schluss&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
==Beschreibungen ausgewählter Materialien==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Arbeitsblatt 1===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Erhebung und Verarbeitung von Daten bei Suchmaschinen am Beispiel der Google Suche&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Findet euch in eurer Gruppe [♣ – ♠ – ♥ – ♦] an den Computern nebenan zusammen. Eure Aufgabe ist es, folgende Begriffe in die Google Suche einzugeben. Besucht die Websites, die euch interessieren. Wir werden eure Beobachtungen im Plenum sammeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Suchbegriffe:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
♣ Paderborn&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
♠ Universität&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
♥ Schule&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
♦ Wetter&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leitfragen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Was ist das Erste Ergebnis, das euch von Google vorgeschlagen wird?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Was wird dir neben Suchergebnissen zu deiner Suche angezeigt?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Sind Bilder oder Videos vorhanden?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Werden zusätzliche Suchanfragen vorgeschlagen? Wenn ja, in welchem Zusammenhang?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Arbeitsblatt 2===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Erhebung und Verarbeitung von Daten bei Suchmaschinen am Beispiel der Google Suche&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgaben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
#&#039;&#039;Lies den Text und schreibe die Bedeutung der Begriffe „explizit erhobene Daten“ und „implizit erhobene Daten“ in die Tabelle (EA).&#039;&#039;&lt;br /&gt;
#&#039;&#039;Überlegt, welche Daten bei euer vorherigen Google Suche explizit und implizit erhoben wurden und ordnet sie passend in die Tabelle ein (GA).&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Text: &#039;&#039;&#039;Explizit und implizit erhobene Daten&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einer Nachricht wie zum Beispiel „Ich habe am 19.1.2002 Geburtstag“ können ausdrücklich formulierte, explizite Botschaften oder Informationen stehen oder nicht benannte, indirekte Informationen. Man weiß, dass die Person im Januar Geburtstag hat. Die &#039;&#039;explizit erhobenen&#039;&#039; Daten sind also jene, die der Nutzende direkt und aktiv eingegeben bzw. erzeugt hat. Die Angabe des Geburtsdatums wird meistens in Benutzerkonten, wie zum Beispiel die von Google, erfragt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusätzlich weiß man aber auch, dass die Person in diesem Jahr 20 Jahre alt geworden ist. Das hat die Person einem aber nicht gesagt. Diese Information konnte &#039;&#039;implizit&#039;&#039; aus der Nachricht erschlossen werden, bzw. sie wurde &#039;&#039;implizit erhoben&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Explizit und implizit erhobene Daten stehen also in der Regel in der Verbindung zum Nutzenden und stellen oft personenbezogene Daten dar. Über die explizite Datenerhebung sind sich Nutzenden in der Regel bewusst. Dazu gehören z.B. bei Social Media Plattformen gepostete Texte und Bilder oder beim Telefonieren über das Mobilfunknetz die Telefonnummer desjenigen, den man anrufen möchte. Im Gegensatz dazu, werden implizit erhobene Daten indirekt durch Beobachtung (Tracking) oder Verarbeitung bereits erhobener Daten erhoben und generiert. Dieser Datenerhebung sind sich Nutzende oft nicht bewusst. Diese Daten werden während der Nutzung von Google Suche, Instagram, YouTube und co. „nebenbei“ erhoben oder generiert. Im Beispiel einer Social Media Plattform sind dies etwa Likes und Klicks.&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+&lt;br /&gt;
!&lt;br /&gt;
!explizit erhobene Daten&lt;br /&gt;
!implizit erhobene Daten&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Bedeutung der Begriffe&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Anwendung auf Google Suche&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
===Arbeitsblatt 3===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Erhebung und Verarbeitung von Daten bei Suchmaschinen am Beispiel der Google Suche&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Text: &#039;&#039;&#039;Primäre und sekundäre Zwecke der Verarbeitung und Verwendung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die primären und sekundären Zwecke beziehen sich auf die Absicht, mit der diese zuvor erhobenen Daten in und durch zum Beispiel Google Suche verarbeitet und verwendet werden. Primäre Zwecke umfasst, dass die erhobenen Daten dazu verarbeitet und verwendet werden, um weiterhin die Features (Funktionen und Eigenschaften) anbieten zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die primären Zwecke beziehen sich auf eine Nutzerperspektive auf die Verarbeitung und Verwendung. Die Daten werden verarbeitet und verwendet, um Nutzenden nachgefragte Funktionen anbieten zu können. Im Beispiel der Suchmaschine ist dies etwa das Anzeigen von Suchergebnissen. Personalisierte Ergebnisse gehören nur dann zu primären Zwecken, wenn es vom Nutzer ausdrücklich zugelassen worden ist, die Daten zur Personalisierung zu verwenden. Diese Verwendung ist in dem Fall noch ein primärer Zweck.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sekundäre Zwecke bedeutet, dass die Daten verarbeitet und verwendet werden, um weitere Zwecke zu verfolgen z.B. weitere wirtschaftliche oder wissenschaftliche Zwecke. Diese „Zweitverwertung“ der Daten bezieht sich auf einer Anbieterperspektive auf die Verarbeitung und Verwendung der erhobenen Daten: Wozu kann ein Anbieter einer derartigen Plattform die erhobenen Daten noch nutzen? Im Kontext von Streamingdiensten (z.B. Spotify) könnte dies etwa umfassen, dass Nutzungsdaten (z.B. gehörte Musik) zur Analyse der Emotionen der Nutzenden verwendet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;u&amp;gt;Aufgaben:&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
#&#039;&#039;Lies den Text und schreibe die Bedeutung der Begriffe „primäre Zwecke“ und „sekundäre Zwecke“ in das Textfeld (EA).&#039;&#039;&lt;br /&gt;
#&#039;&#039;Welche Zwecke könnte Google mit den Daten aus der vorherigen Suche verfolgen? Ordnet eure Ergebnisse den primären Zwecken und sekundären Zwecken zu (EA).&#039;&#039;&lt;br /&gt;
#&#039;&#039;Diskutiert mit eurem Partner die Vor – und Nachteile der Datenerhebung durch Google.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
#&#039;&#039;Beziehe zu folgender Aussage begründet Stellung:&#039;&#039; „Im Grunde besteht die Wahl zwischen einer bedingungslosen Zustimmung (der Datenverarbeitung durch Google) oder einem vollständigen Ausschluss von der Nutzung.“&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Jwiens3</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://eduwiki.cs.upb.de/index.php?title=Unterricht_zu_der_Google_Suche&amp;diff=2818</id>
		<title>Unterricht zu der Google Suche</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://eduwiki.cs.upb.de/index.php?title=Unterricht_zu_der_Google_Suche&amp;diff=2818"/>
		<updated>2022-08-15T13:42:17Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Jwiens3: /* Zusammenfassender Überblick über das Unterrichtsmodul */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Auf der Suche nach Informationen verwenden Schülerinnen und Schüler fast täglich die Internet-Suchmaschine von Google. Dort findet man zu allen möglichen Themen die verschiedensten Informationen und auch viel Unterhaltsames. Dass dabei von Google viele personenbezogenen Daten erhoben und verarbeitet werden, ist vielen Schülern nicht bewusst. Die Google-Suchmaschine gehört zu den [[Datengetriebenes digitales Artefakt|datengetriebenen digitalen Artefakten]], die verschiedene Daten explizit und implizit erheben und anschließend zu primären und sekundären Zwecken verarbeiten. In diesem Unterrichtsmodul wird die Google-Suchmaschine als Beispiel für ein solches [[datengetriebenes digitales Artefakt]] aufgegriffen. Anhand dieses Beispiels soll in diesem Unterrichtsmodul das [[Datenbewusstsein]] der Schülerinnen und Schüler gefördert werden, indem die Schüler interaktiv herausfinden, welche Daten sie einer Suchmaschine bei der Suche preisgeben und indem sie die Vor- und Nachteile der Datenerhebung und -verarbeitung diskutieren. Sie sollen zudem Möglichkeiten kennenlernen, wie bei Suchmachine von Google die eigenen Daten selbstbestimmt verwaltet werden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inhaltsverzeichnis==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[1 Steckbrief des Unterrichtsmoduls]]&lt;br /&gt;
*[[Exploration von Standortdaten aus dem Mobilfunknetz - Klasse 5 und 6#.C3.9Cberblick%20.C3.BCber%20den%20Verlauf%20des%20Unterrichtsmoduls|2 Überblick über den Verlauf des Unterrichtsmoduls]]&lt;br /&gt;
*[[Exploration von Standortdaten aus dem Mobilfunknetz - Klasse 5 und 6#Didaktische%20Kernidee:%20F.C3.B6rderung%20von%20Datenbewusstsein%20in%20diesem%20Unterrichtsmodul|3 Didaktische Kernidee: Förderung von Datenbewusstsein in diesem Unterrichtsmodul]]&lt;br /&gt;
*[[Exploration von Standortdaten aus dem Mobilfunknetz - Klasse 5 und 6#Ziele%20des%20Unterrichtsmoduls|4 Ziele des Unterrichtsmoduls]]&lt;br /&gt;
*[[Exploration von Standortdaten aus dem Mobilfunknetz - Klasse 5 und 6#Leitfragen%20im%20Unterrichtsmodul|5 Leitfragen im Unterrichtsmodul]]&lt;br /&gt;
*[[Exploration von Standortdaten aus dem Mobilfunknetz - Klasse 5 und 6#Zusammenfassender%20.C3.9Cberblick%20.C3.BCber%20das%20Unterrichtsmodul|6 Zusammenfassender Überblick über das Unterrichtsmodul]]&lt;br /&gt;
*[[Exploration von Standortdaten aus dem Mobilfunknetz - Klasse 5 und 6#.C3.9Cberblick%20.C3.BCber%20den%20Unterrichtsverlauf|7 Überblick über den Unterrichtsverlauf]]&lt;br /&gt;
*[[Exploration von Standortdaten aus dem Mobilfunknetz - Klasse 5 und 6#Beschreibungen%20ausgew.C3.A4hlter%20Materialien|8 Beschreibungen ausgewählter Materialien]]&lt;br /&gt;
**[[Exploration von Standortdaten aus dem Mobilfunknetz - Klasse 5 und 6#Puzzle%20zum%20Aufbau%20und%20der%20Funktionsweise%20des%20Mobilfunknetzes|8.1 Puzzle zum Aufbau und der Funktionsweise des Mobilfunknetzes]]&lt;br /&gt;
***[[Exploration von Standortdaten aus dem Mobilfunknetz - Klasse 5 und 6#Puzzleteile:|8.1.1 Puzzleteile:]]&lt;br /&gt;
****[[Exploration von Standortdaten aus dem Mobilfunknetz - Klasse 5 und 6#Personenpl.C3.A4ttchen:|8.1.1.1 Personenplättchen:]]&lt;br /&gt;
****[[Exploration von Standortdaten aus dem Mobilfunknetz - Klasse 5 und 6#Elemente%20des%20Mobilfunknetzes:|8.1.1.2 Elemente des Mobilfunknetzes:]]&lt;br /&gt;
***[[Exploration von Standortdaten aus dem Mobilfunknetz - Klasse 5 und 6#Puzzlevorlage:|8.1.2 Puzzlevorlage:]]&lt;br /&gt;
***[[Exploration von Standortdaten aus dem Mobilfunknetz - Klasse 5 und 6#L.C3.B6sung%20des%20Puzzles:|8.1.3 Lösung des Puzzles:]]&lt;br /&gt;
**[[Exploration von Standortdaten aus dem Mobilfunknetz - Klasse 5 und 6#Hinweise%20zu%20den%20explorierten%20Daten%20von%20Malte%20Spitz|8.2 Hinweise zu den explorierten Daten von Malte Spitz]]&lt;br /&gt;
**[[Exploration von Standortdaten aus dem Mobilfunknetz - Klasse 5 und 6#Interaktive%20Web-Anwendung|8.3 Interaktive Web-Anwendung]]&lt;br /&gt;
**[[Exploration von Standortdaten aus dem Mobilfunknetz - Klasse 5 und 6#Beispiel%20f.C3.BCr%20die%20Interpretation%20der%20visualisierten%20Standortdaten|8.4 Beispiel für die Interpretation der visualisierten Standortdaten]]&lt;br /&gt;
***[[Exploration von Standortdaten aus dem Mobilfunknetz - Klasse 5 und 6#Beispiel%20einer%20Interpretation:|8.4.1 Beispiel einer Interpretation:]]&lt;br /&gt;
***[[Exploration von Standortdaten aus dem Mobilfunknetz - Klasse 5 und 6#Weiteres%20Beispiel%20einer%20Interpretation:|8.4.2 Weiteres Beispiel einer Interpretation:]]&lt;br /&gt;
**[[Exploration von Standortdaten aus dem Mobilfunknetz - Klasse 5 und 6#Beispiele%20f.C3.BCr%20sekund.C3.A4re%20Zwecke%20der%20Verwendung%20von%20Standortdaten%20aus%20dem%20Mobilfunknetz|8.5 Beispiele für sekundäre Zwecke der Verwendung von Standortdaten aus dem Mobilfunknetz]]&lt;br /&gt;
***[[Exploration von Standortdaten aus dem Mobilfunknetz - Klasse 5 und 6#Beispiel%201:%20Analyse%20der%20Mobilit.C3.A4t%20w.C3.A4hrend%20der%20Coronapandemie|8.5.1 Beispiel 1: Analyse der Mobilität während der Coronapandemie]]&lt;br /&gt;
***[[Exploration von Standortdaten aus dem Mobilfunknetz - Klasse 5 und 6#Beispiel%202:%20Analyse%20zur%20Optimierung%20des%20.C3.96PNV|8.5.2 Beispiel 2: Analyse zur Optimierung des ÖPNV]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Steckbrief des Unterrichtsmoduls==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Titel:&#039;&#039;&#039; Erhebung und Verarbeitung von Daten bei Suchmaschinen am Beispiel der Google Suche&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Stichworte:&#039;&#039;&#039; [[Datenbewusstsein]], [[Data Science]], Internet-Suchmaschine&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Zielgruppe:&#039;&#039;&#039; Informatik in Klasse 9 und 10 der Haupt-, Real- und Gesamtschule - keine Einschränkung der Klassengröße - sowohl homogene als auch heterogene Zusammensetzung möglich&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Inhaltsfeld:&#039;&#039;&#039; &amp;quot;Informatik, Mensch und Gesellschaft&amp;quot; (insbesondere der Schwerpunkt: [[Datenbewusstsein]]), &amp;quot;Daten und Information&amp;quot;, &amp;quot;Informatiksysteme&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Vorkenntnisse:&#039;&#039;&#039; Dieses Unterrichtsmodul setzt einige wenige Vorkenntnisse der Lernenden voraus. Das Internet sollte für die Schüler der Zielgruppe kein Neuland sein und die Google-Suche sollte für sie ein gebräuchliches Werkzeug sein. Wünschenswert wäre außerdem auch die Fähigkeit, die Google-Suche systematisch und strukturiert anwenden zu können. Außerdem muss vorausgesetzt werden, dass die Schüler ihren persönlichen Umgang mit der Google-Suche und mit ihren personenbezogenen Daten reflektieren und beurteilen können. Daher auch die Fokussierung auf die neunte bzw. zehnte Jahrgangsstufe. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Zeitlicher Umfang:&#039;&#039;&#039; 4 Unterrichtsstunden a 45 Minuten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Gegenstandsbereich (Fachinhalt) des Unterrichtsmoduls==&lt;br /&gt;
Datenbewusstsein ist ein wichtiger Aspekt, besonders im Rahmen von Suchmaschinen. Denn diese sammeln viele Daten der Nutzer zu verschiedenen Zwecken. Welche Daten Google sammelt und zu welchen Zwecken, ist wichtig zu verstehen, damit man sich im Internet bzw. beim Suchen im Internet bewusst damit auseinandersetzt. Da Google im Jahr 2004 an die Börse gegangen ist, ist das Unternehmen ein Gewinnorientiertes. Den Gewinn kann Google nicht durch das “stumpfe” Anzeigen von Ergebnissen zu Suchanfragen erzielen, sondern indem es Daten der Nutzer auswertet und weiterverwendet. Seien es Werbeanzeigen zu anderen Plattformen oder der Verkauf von Nutzerdaten an Dritte zur Gewinnerzielung. &lt;br /&gt;
In diesem Sinne ist es wichtig zu wissen, wie Google uns mit der Darstellung von Suchergebnissen beeinflussen kann. Google erhebt dafür explizit und implizit Daten. Explizit werden der eingegebene Suchbegriff und ggf. verlinkte Google-Konten erhoben. Dadurch können implizit viele weitere Daten gewonnen werden, zum Beispiel welche Interessen man hat oder welche Webseiten sehr beliebt bei den Nutzern sind. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese erhobenen Daten kann Google für verschiedene Zwecke nutzen. Primäre Zwecke sind hierbei, dass Google seine Funktionen weiter anbieten kann. Weiter möchte Google seine Funktionen verbessern und weitere einbinden, zum Beispiel das Wetter oder eine Karte mit weiteren Ergebnissen. Die primären Zwecke dienen also eher der Nutzerperspektive, um die Funktionen für die Nutzer zu verbessern. Sekundäre Zwecke sind bei der Datenerhebung durch Google wirtschaftlich und wissenschaftlich orientiert. Wirtschaftlich sind eben die Anzeige von personalisierter Werbung auf der Ergebnisseite und das Weiterverkaufen von Daten an Dritte. Wissenschaftlich geht es Google um die Analyse des Nutzerverhaltens. Die sekundären Zwecke sind also aus Anbieterperspektive formuliert. Wie man seine persönlichen Daten vor Zugriffen oder Analysen schützen kann, ist eine resultierende Fragestellung.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Überblick über den Verlauf des Unterrichtsmoduls==&lt;br /&gt;
Konkret werden die Begriffe der implizit und explizit erhobenen Daten, sowie primäre und sekundäre Zwecke behandelt. Zum Einstieg ins Anwendungsbeispiel Google Suche sollen die SuS in Gruppen am PC Begriffe eingeben und Beobachtungen aufschreiben. Die Ergebnisse werden für spätere Gruppenarbeiten gesichert. Dann lesen die SuS entsprechend aufbereitete Texte zur Datenerhebung und zu den Zwecken und besprechen sich jeweils in den Gruppen, um die Aspekte der Begriffe zusammenzutragen. Außerdem sollen die SuS die erlernten Definitionen und Beispiele auf Google-Suche und den zuvor gesammelten Ideen und Ergebnisse zu der Google-Suche am Anfang anwenden, indem sie die Definition mit dem, was Google nach der Eingabe der Suchbegriffe tut, abgleichen. Da Datenbewusstsein als eines der gesellschaftlichen Themen im Informatikunterricht nur unzureichend behandelt wird, bieten die Begriffe einen Einstieg in das Thema der Auswirkungen von großen Datenmengen. Durch die Anwendung der Begrifflichkeiten auf Google, das Finden von Beispielen der Datenerhebung und dessen Verwendung, können die SuS sich dann mehr diese Datenverarbeitung bewusst machen. Des Weiteren fällt es ihnen auch leichter, die Datenverarbeitung auf andere Bereiche bzw. datengetriebene digitale Artefakte zu übertragen, da die SuS in der letzten Phase Stellung zur Datenerhebung nehmen und sich über Vor- und Nachteile Gedanken machen. Als Zusatz werden noch Einstellungen zum eigenen Datenschutz im Browser erklärt, als Vorschlag der individuellen Anpassung im Alltag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ziele des Unterrichtsmoduls==&lt;br /&gt;
Die Lernziele und Kompetenzen des Unterrichtsmodul orientieren sich an dem Bildungsanliegen des UNESCO-Weltaktionsprogrammes: “Bildung für nachhaltige Entwicklung”. Bei diesem Bildungsanliegen wird das Ziel verfolgt, dass die SuS die Fähigkeit erlangen, die Auswirkungen des eigenen Handelns auf die Welt zu verstehen und verantwortungsvolle Entscheidungen zu treffen. Da die Auswirkungen des eigenen Handelns bei der Verwendung der Google-Suchmaschine oft unterschätzt werden, zeigt sich hier der Bedarf, die Kompetenz des verantwortungsvollen Handelns durch dieses Unterrichtsmodul anzustreben. Daraus folgen dann folgende Lernziele:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Hauptziel der Unterrichtsstunde ist, dass sich SuS bewusster im Internet verhalten. Dies meint grundlegend, dass sie gezielter in ihrem Alltag nach ihren Interessen im Internet suchen und dabei verstehen, welche Daten währenddessen von ihnen (als des Nutzers/ der Nutzerin) erhoben werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Des Weiteren sollten sie auch den Zweck der Erhebung verstehen bzw. Vermutungen diesbezüglich haben. Also warum Google oder allgemein kostenlose Apps Daten von NutzerInnen erheben und was sie dann mit den erhobenen Daten anfangen. Sie sollten also wissen, dass mit den Daten nicht nur Geld gemacht wird (bspw. durch Verkauf ihrer Daten), sondern auch ein Digitaler Doppelgänger von ihnen erstellt wird, um auf aktuelle Interessen einzugehen und dementsprechend Werbung zu schalten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da sie sich im Internet bzw. auf Google „bewegen“ und damit arbeiten, lernen sie das ddA in voller Funktion kennen. Durch die Analyse sollen sie erkennen, wie und warum Google den eingegebenen Suchbegriff so interpretiert und die entsprechenden Suchergebnisse anzeigt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem erlangten Wissen sollen die SuS diese Erhebungen und dessen Zwecke deuten und bewerten. Dadurch bilden sie sich nicht nur eine eigene Meinung, sondern lernen auch, ihre Meinung zu begründen und durch Argumentationen und Diskussionen durchzusetzen. Hierzu benötigen sie Wissen über Vor- und Nachteile, welche zuvor im Plenum aus Nutzer- und Anbieterperspektive zusammengetragen und erarbeitet werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um sich vor den Nachteilen der Nutzer-Perspektive zu schützen, sollen sie selbst am Computer im Google-Browser nach Möglichkeiten zur Datenschutzeinstellung suchen und den daraus resultierenden Schutz für den eigenen Nutzer notieren und den anderen vorführen. Dadurch werden nicht nur explizit Medienkompetenzen gefördert, sondern auch die Zuordnung des gelernten Wissens im eigenen Sprachgebrauch überdacht und eingebaut. Hinzu kommen weitere Argumentationsstrukturen und die Aneignung strukturierter und überzeugender Sprachkompetenzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Sachanalyse des Unterrichtsmoduls==&lt;br /&gt;
Viele fachwissenschaftliche Aspekte wurden im Abschnitt [[Unterricht zu der Google Suche|Gegenstandsbereich]] behandelt. Im Folgenden ist die Mindmap zur Dualitätsrekonstruktion dargestellt:&lt;br /&gt;
[[Datei:Dualitätskonstruktion zur Google-Suche.png|mini|1032x1032px|Dualitätskonstruktion zur Google-Suche]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Didaktische Begründung des Unterrichtsmoduls==&lt;br /&gt;
Das Unterrichtsmodul beinhaltet viele Phasen, in denen die SuS zusammenarbeiten sollen. Das fördert die Sozialkompetenz der SuS und hat das Ziel, dass sich die SuS über die Themen und Lösungen austauschen. Dabei können sie verschiedene Lösungsansätze austauschen und darüber nachdenken. Leistungsschwächere SuS können von den leistungsstärkeren in den Arbeitsphasen profitieren. Dadurch wird der Heterogenität der Klasse Rechnung getragen. Auch können die stärkeren SuS bei einigen Arbeitsaufträgen weitere Aufgaben bearbeiten, wenn die anderen SuS noch etwas Zeit fürdie primären Aufgaben benötigen. Zum Beispiel können sich die SuS, die schon die Zwecke der Datenverarbeitung von Google erarbeitet haben, Gedanken über Vor- und Nachteile der Datenerhebung durch Google machen und diese notieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Unterrichtsmodul wurde in die sechs Schritte nach Leisen (2017) unterteilt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
#Im ersten Schritt wird der Lernkontext zu den SuS gebracht, indem sich die SuS zum Einstieg Gedanken zu ihrer kürzlichen Internetrecherche machen. Die SuS können erste Ideen und Beobachtungen zur Google Suche machen, indem sie einige vorgegebene Begriffe eingeben und die Ergebnisseiten analysieren. Die Sicherung nach dieser Phase dient dazu, dass die SuS ihre Ergebnisse in den nächsten Phasen aufgreifen und verknüpfen können.&lt;br /&gt;
#Im nächsten Schritt wird den SuS Lernmaterial gegeben, das sie bearbeiten sollen. Hier wird den SuS erst theoretisches Wissen vermittelt, das sie für den weiteren Ablauf benötigen. Dazu gehört z. B. das Wissen um und die Unterscheidung in explizite und implizite Datenerhebung. Dabei sollen die SuS in Lerngruppen zusammenarbeiten.&lt;br /&gt;
#Im nächsten Schritt werden die neuen Lerninhalte zusammen im Plenum diskutiert. Dabei sollte eine Lehrkraft diese Phase moderieren, damit die SuS ihre neuen Vorstellungen im Diskurs weiter verknüpfen bzw. ggf. korrigieren können.&lt;br /&gt;
#Das theoretisch erlangte Wissen können sie dann auf den Kontext der Google Suche anwenden. Die Zwecke der Datenerhebung werden in einer zweiten Erarbeitungsphase erarbeitet.&lt;br /&gt;
#Im folgenden Schritt werden die Formen und Zwecke der Datenerhebung miteinander vernetzt und durch eine persönliche Reflektion über die Vor- und Nachteile dieser Datenerhebung gefestigt.&lt;br /&gt;
#Durch die Diskussion über verschiedene Maßnahmen des Datenschutzes wird das erarbeitete Wissen im letzten Schritt angewendet und verantwortungsvolles Handeln in diesem Bereich gefördert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Unterrichtsplanung wurden zudem die verschiedenen Aspekte des Curricular Spider Web (2013) berücksichtigt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Der Zeitpunkt des Unterrichts wurde berücksichtigt. An einem Freitag ist die Konzentrationsfähigkeit wahrscheinlich nicht mehr sehr hoch.&lt;br /&gt;
*Auch die lokale Gegebenheit, dass der Raum neu und unbekannt für die Schüler war, wurde berücksichtigt bspw. durch den “Eisbrecher” zu Beginn der Stunde.&lt;br /&gt;
*Da man ausgehen kann, dass sich die Schüler untereinander kennen, konnten verschiedentlich Gruppenarbeitsphasen eingeplant werden.&lt;br /&gt;
*Bezüglich der Lernmedien wurde darauf geachtet, sowohl digitale als auch analoge Elemente in den Unterricht miteinzubinden.&lt;br /&gt;
*Der zentralen Aspekt, warum die Schüler diese Kompetenzen erwerben sollen, wurde schon in den vorherigen Kapiteln betrachtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Überblick über den Unterrichtsverlauf==&lt;br /&gt;
Das Unterrichtsmodul mit den zentralen Aktivitäten, inhaltlichen Schwerpunkten und Fachinhalten in den verschiedenen Phasen wird in der nachfolgenden Grafik zur Übersicht und Orientierung zusammengefasst. Die Materialien, wie etwa Arbeitsblätter und ergänzende Informationen, der verschiedenen Phasen sind in der Tabelle verlinkt.&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+&lt;br /&gt;
!&amp;lt;big&amp;gt;PHASEN&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
!&amp;lt;big&amp;gt;INHALTLICHE SCHWERPUNKTE/OPERATIONEN&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
!&amp;lt;big&amp;gt;SOZIAL-/AKTIONSFORM&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
!&amp;lt;big&amp;gt;MEDIEN&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
!INTENTIONEN U. BEGRÜNDUNGEN&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;4&amp;quot; |&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Vorstellung, Einführung und Eisbrecher (5 min)&lt;br /&gt;
|Vorstellungsrunde, Frage nach Begriffen, die die SuS diese Woche schon gegoogelt haben&lt;br /&gt;
|Klasse&lt;br /&gt;
|Whiteboard&lt;br /&gt;
|Einführung und Kennenlernen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Plan vorstellen (5 min)&lt;br /&gt;
|Unterrichtsplan, Motivation und Ziele mündlich vorstellen&lt;br /&gt;
|Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
|Whiteboard&lt;br /&gt;
|Ziele und Motivation für die SuS&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Googlen von vorgegebenen Suchbegriffen (15 min)&lt;br /&gt;
|Die SuS googlen vorgegebene Suchbegriffe, z.B. Paderborn, Universität, Schule, Wetter und schreiben Beobachtungen auf&lt;br /&gt;
|Gruppenarbeit&lt;br /&gt;
|AB1, PCs&lt;br /&gt;
|Die Beobachtungen der Suchergebnisse von Google anhand der Leitfragen analysieren&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Zusammentragen der Ergebnisse (15 min)&lt;br /&gt;
|Die SuS stellen kurz als Gruppe die Ergebnisse der Recherche vor (z.B. Schule→ Schulen in PB, …)&lt;br /&gt;
|Klasse&lt;br /&gt;
|Whiteboard&lt;br /&gt;
|Die SuS sollen sehen, dass Google nicht nur eine Suchmaschine ist, siehe Maps, das den Standort verwendet, etc.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Arten der Erhebung (10 min)&lt;br /&gt;
|Frage, was Google überhaupt erhebt → Vorkenntnisse&lt;br /&gt;
|Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
|Whiteboard&lt;br /&gt;
|Weiterführung zum Datenbewusstsein&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Datenerhebung (15 min)&lt;br /&gt;
|Text zu explizit und implizit erhobenen Daten&lt;br /&gt;
|Einzelarbeit&lt;br /&gt;
|AB2&lt;br /&gt;
|Arten der Datenerhebung verstehen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Frage, welche Daten explizit und implizit erhoben wurden (10 min)&lt;br /&gt;
|Die SuS diskutieren, welche Daten beim vorherigen Googlen erhoben wurden&lt;br /&gt;
|Gruppenarbeit&lt;br /&gt;
|AB2&lt;br /&gt;
|Datenerhebung bei den speziellen Suchanfragen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Zusammentragen (10 min)&lt;br /&gt;
|Ergebnisse sichern&lt;br /&gt;
|Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
|Beamer, AB2&lt;br /&gt;
|Verbindung Datenerhebung und Google&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Pause (20 min)&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Zwecke (10 min)&lt;br /&gt;
|Frage, warum Google Daten erhebt und verarbeitet → Vorkenntnisse&lt;br /&gt;
|Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
|Whiteboard&lt;br /&gt;
|Frage nach dem Warum der Datenerhebung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Zwecke der Datenerhebung (15 min)&lt;br /&gt;
|Text zu Zwecken der Datenerhebung und -verarbeitung&lt;br /&gt;
|Einzelarbeit (Aufg. 1-2)&lt;br /&gt;
|AB3&lt;br /&gt;
|Zwecke der Datenerhebung verstehen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Zusammentragen (10 min)&lt;br /&gt;
|Ergebnisse sichern&lt;br /&gt;
|Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
|Beamer, AB3&lt;br /&gt;
|Verbindung Zwecke und Google&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Persönliche Einordnung der Datenerhebung (10 min)&lt;br /&gt;
|Die SuS bilden sich eine Meinung zur Datenerhebung, indem Sie Vor- und Nachteile aufschreiben und reflektieren&lt;br /&gt;
|Partnerarbeit (Aufg. 3-4)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gruppenarbeit&lt;br /&gt;
|AB3&lt;br /&gt;
|Meinung zu Zwecken bei der Datenerhebung beim Googlen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Diskussion (10 min)&lt;br /&gt;
|Diskussion über Datenerhebung und Datenverarbeitung von der Google Suchmaschine&lt;br /&gt;
|Klasse&lt;br /&gt;
|AB3&lt;br /&gt;
|Vor- und Nachteile der Datenerhebung und Datenverarbeitung diskutieren&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Maßnahmen (10 min)&lt;br /&gt;
|Die SuS lernen Maßnahmen in den eigenen Einstellungen kennen, die die Datenerhebung zumindest einschränken&lt;br /&gt;
|Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
|PC, Beamer, Geräte der SuS&lt;br /&gt;
|Einschränken von Datenerhebung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Fazit (10 min)&lt;br /&gt;
|SuS nach Erkenntnissen fragen, SuS füllen Feedbackbogen aus&lt;br /&gt;
|Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
|Feedbackbogen&lt;br /&gt;
|Schluss&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
==Beschreibungen ausgewählter Materialien==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Arbeitsblatt 1===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Erhebung und Verarbeitung von Daten bei Suchmaschinen am Beispiel der Google Suche&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Findet euch in eurer Gruppe [♣ – ♠ – ♥ – ♦] an den Computern nebenan zusammen. Eure Aufgabe ist es, folgende Begriffe in die Google Suche einzugeben. Besucht die Websites, die euch interessieren. Wir werden eure Beobachtungen im Plenum sammeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Suchbegriffe:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
♣ Paderborn&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
♠ Universität&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
♥ Schule&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
♦ Wetter&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leitfragen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Was ist das Erste Ergebnis, das euch von Google vorgeschlagen wird?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Was wird dir neben Suchergebnissen zu deiner Suche angezeigt?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Sind Bilder oder Videos vorhanden?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Werden zusätzliche Suchanfragen vorgeschlagen? Wenn ja, in welchem Zusammenhang?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
===Arbeitsblatt 2===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Erhebung und Verarbeitung von Daten bei Suchmaschinen am Beispiel der Google Suche&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgaben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
#&#039;&#039;Lies den Text und schreibe die Bedeutung der Begriffe „explizit erhobene Daten“ und „implizit erhobene Daten“ in die Tabelle (EA).&#039;&#039;&lt;br /&gt;
#&#039;&#039;Überlegt, welche Daten bei euer vorherigen Google Suche explizit und implizit erhoben wurden und ordnet sie passend in die Tabelle ein (GA).&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Text: &#039;&#039;&#039;Explizit und implizit erhobene Daten&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einer Nachricht wie zum Beispiel „Ich habe am 19.1.2002 Geburtstag“ können ausdrücklich formulierte, explizite Botschaften oder Informationen stehen oder nicht benannte, indirekte Informationen. Man weiß, dass die Person im Januar Geburtstag hat. Die &#039;&#039;explizit erhobenen&#039;&#039; Daten sind also jene, die der Nutzende direkt und aktiv eingegeben bzw. erzeugt hat. Die Angabe des Geburtsdatums wird meistens in Benutzerkonten, wie zum Beispiel die von Google, erfragt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusätzlich weiß man aber auch, dass die Person in diesem Jahr 20 Jahre alt geworden ist. Das hat die Person einem aber nicht gesagt. Diese Information konnte &#039;&#039;implizit&#039;&#039; aus der Nachricht erschlossen werden, bzw. sie wurde &#039;&#039;implizit erhoben&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Explizit und implizit erhobene Daten stehen also in der Regel in der Verbindung zum Nutzenden und stellen oft personenbezogene Daten dar. Über die explizite Datenerhebung sind sich Nutzenden in der Regel bewusst. Dazu gehören z.B. bei Social Media Plattformen gepostete Texte und Bilder oder beim Telefonieren über das Mobilfunknetz die Telefonnummer desjenigen, den man anrufen möchte. Im Gegensatz dazu, werden implizit erhobene Daten indirekt durch Beobachtung (Tracking) oder Verarbeitung bereits erhobener Daten erhoben und generiert. Dieser Datenerhebung sind sich Nutzende oft nicht bewusst. Diese Daten werden während der Nutzung von Google Suche, Instagram, YouTube und co. „nebenbei“ erhoben oder generiert. Im Beispiel einer Social Media Plattform sind dies etwa Likes und Klicks.&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+&lt;br /&gt;
!&lt;br /&gt;
!explizit erhobene Daten&lt;br /&gt;
!implizit erhobene Daten&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Bedeutung der Begriffe&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Anwendung auf Google Suche&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
===Arbeitsblatt 3===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Erhebung und Verarbeitung von Daten bei Suchmaschinen am Beispiel der Google Suche&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Text: &#039;&#039;&#039;Primäre und sekundäre Zwecke der Verarbeitung und Verwendung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die primären und sekundären Zwecke beziehen sich auf die Absicht, mit der diese zuvor erhobenen Daten in und durch zum Beispiel Google Suche verarbeitet und verwendet werden. Primäre Zwecke umfasst, dass die erhobenen Daten dazu verarbeitet und verwendet werden, um weiterhin die Features (Funktionen und Eigenschaften) anbieten zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die primären Zwecke beziehen sich auf eine Nutzerperspektive auf die Verarbeitung und Verwendung. Die Daten werden verarbeitet und verwendet, um Nutzenden nachgefragte Funktionen anbieten zu können. Im Beispiel der Suchmaschine ist dies etwa das Anzeigen von Suchergebnissen. Personalisierte Ergebnisse gehören nur dann zu primären Zwecken, wenn es vom Nutzer ausdrücklich zugelassen worden ist, die Daten zur Personalisierung zu verwenden. Diese Verwendung ist in dem Fall noch ein primärer Zweck.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sekundäre Zwecke bedeutet, dass die Daten verarbeitet und verwendet werden, um weitere Zwecke zu verfolgen z.B. weitere wirtschaftliche oder wissenschaftliche Zwecke. Diese „Zweitverwertung“ der Daten bezieht sich auf einer Anbieterperspektive auf die Verarbeitung und Verwendung der erhobenen Daten: Wozu kann ein Anbieter einer derartigen Plattform die erhobenen Daten noch nutzen? Im Kontext von Streamingdiensten (z.B. Spotify) könnte dies etwa umfassen, dass Nutzungsdaten (z.B. gehörte Musik) zur Analyse der Emotionen der Nutzenden verwendet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;u&amp;gt;Aufgaben:&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
#Lies den Text und schreibe die Bedeutung der Begriffe „primäre Zwecke“ und „sekundäre Zwecke“ in das Textfeld (EA).&lt;br /&gt;
#Welche Zwecke könnte Google mit den Daten aus der vorherigen Suche verfolgen? Ordnet eure Ergebnisse den primären Zwecken und sekundären Zwecken zu (EA).&lt;br /&gt;
#Diskutiert mit eurem Partner die Vor – und Nachteile der Datenerhebung durch Google.&lt;br /&gt;
#Beziehe zu folgender Aussage begründet Stellung: „Im Grunde besteht die Wahl zwischen einer bedingungslosen Zustimmung (der Datenverarbeitung durch Google) oder einem vollständigen Ausschluss von der Nutzung.“&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Jwiens3</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://eduwiki.cs.upb.de/index.php?title=Unterricht_zu_der_Google_Suche&amp;diff=2817</id>
		<title>Unterricht zu der Google Suche</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://eduwiki.cs.upb.de/index.php?title=Unterricht_zu_der_Google_Suche&amp;diff=2817"/>
		<updated>2022-08-15T13:40:40Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Jwiens3: /* Überblick über den Unterrichtsverlauf */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Auf der Suche nach Informationen verwenden Schülerinnen und Schüler fast täglich die Internet-Suchmaschine von Google. Dort findet man zu allen möglichen Themen die verschiedensten Informationen und auch viel Unterhaltsames. Dass dabei von Google viele personenbezogenen Daten erhoben und verarbeitet werden, ist vielen Schülern nicht bewusst. Die Google-Suchmaschine gehört zu den [[Datengetriebenes digitales Artefakt|datengetriebenen digitalen Artefakten]], die verschiedene Daten explizit und implizit erheben und anschließend zu primären und sekundären Zwecken verarbeiten. In diesem Unterrichtsmodul wird die Google-Suchmaschine als Beispiel für ein solches [[datengetriebenes digitales Artefakt]] aufgegriffen. Anhand dieses Beispiels soll in diesem Unterrichtsmodul das [[Datenbewusstsein]] der Schülerinnen und Schüler gefördert werden, indem die Schüler interaktiv herausfinden, welche Daten sie einer Suchmaschine bei der Suche preisgeben und indem sie die Vor- und Nachteile der Datenerhebung und -verarbeitung diskutieren. Sie sollen zudem Möglichkeiten kennenlernen, wie bei Suchmachine von Google die eigenen Daten selbstbestimmt verwaltet werden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inhaltsverzeichnis==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[1 Steckbrief des Unterrichtsmoduls]]&lt;br /&gt;
*[[Exploration von Standortdaten aus dem Mobilfunknetz - Klasse 5 und 6#.C3.9Cberblick%20.C3.BCber%20den%20Verlauf%20des%20Unterrichtsmoduls|2 Überblick über den Verlauf des Unterrichtsmoduls]]&lt;br /&gt;
*[[Exploration von Standortdaten aus dem Mobilfunknetz - Klasse 5 und 6#Didaktische%20Kernidee:%20F.C3.B6rderung%20von%20Datenbewusstsein%20in%20diesem%20Unterrichtsmodul|3 Didaktische Kernidee: Förderung von Datenbewusstsein in diesem Unterrichtsmodul]]&lt;br /&gt;
*[[Exploration von Standortdaten aus dem Mobilfunknetz - Klasse 5 und 6#Ziele%20des%20Unterrichtsmoduls|4 Ziele des Unterrichtsmoduls]]&lt;br /&gt;
*[[Exploration von Standortdaten aus dem Mobilfunknetz - Klasse 5 und 6#Leitfragen%20im%20Unterrichtsmodul|5 Leitfragen im Unterrichtsmodul]]&lt;br /&gt;
*[[Exploration von Standortdaten aus dem Mobilfunknetz - Klasse 5 und 6#Zusammenfassender%20.C3.9Cberblick%20.C3.BCber%20das%20Unterrichtsmodul|6 Zusammenfassender Überblick über das Unterrichtsmodul]]&lt;br /&gt;
*[[Exploration von Standortdaten aus dem Mobilfunknetz - Klasse 5 und 6#.C3.9Cberblick%20.C3.BCber%20den%20Unterrichtsverlauf|7 Überblick über den Unterrichtsverlauf]]&lt;br /&gt;
*[[Exploration von Standortdaten aus dem Mobilfunknetz - Klasse 5 und 6#Beschreibungen%20ausgew.C3.A4hlter%20Materialien|8 Beschreibungen ausgewählter Materialien]]&lt;br /&gt;
**[[Exploration von Standortdaten aus dem Mobilfunknetz - Klasse 5 und 6#Puzzle%20zum%20Aufbau%20und%20der%20Funktionsweise%20des%20Mobilfunknetzes|8.1 Puzzle zum Aufbau und der Funktionsweise des Mobilfunknetzes]]&lt;br /&gt;
***[[Exploration von Standortdaten aus dem Mobilfunknetz - Klasse 5 und 6#Puzzleteile:|8.1.1 Puzzleteile:]]&lt;br /&gt;
****[[Exploration von Standortdaten aus dem Mobilfunknetz - Klasse 5 und 6#Personenpl.C3.A4ttchen:|8.1.1.1 Personenplättchen:]]&lt;br /&gt;
****[[Exploration von Standortdaten aus dem Mobilfunknetz - Klasse 5 und 6#Elemente%20des%20Mobilfunknetzes:|8.1.1.2 Elemente des Mobilfunknetzes:]]&lt;br /&gt;
***[[Exploration von Standortdaten aus dem Mobilfunknetz - Klasse 5 und 6#Puzzlevorlage:|8.1.2 Puzzlevorlage:]]&lt;br /&gt;
***[[Exploration von Standortdaten aus dem Mobilfunknetz - Klasse 5 und 6#L.C3.B6sung%20des%20Puzzles:|8.1.3 Lösung des Puzzles:]]&lt;br /&gt;
**[[Exploration von Standortdaten aus dem Mobilfunknetz - Klasse 5 und 6#Hinweise%20zu%20den%20explorierten%20Daten%20von%20Malte%20Spitz|8.2 Hinweise zu den explorierten Daten von Malte Spitz]]&lt;br /&gt;
**[[Exploration von Standortdaten aus dem Mobilfunknetz - Klasse 5 und 6#Interaktive%20Web-Anwendung|8.3 Interaktive Web-Anwendung]]&lt;br /&gt;
**[[Exploration von Standortdaten aus dem Mobilfunknetz - Klasse 5 und 6#Beispiel%20f.C3.BCr%20die%20Interpretation%20der%20visualisierten%20Standortdaten|8.4 Beispiel für die Interpretation der visualisierten Standortdaten]]&lt;br /&gt;
***[[Exploration von Standortdaten aus dem Mobilfunknetz - Klasse 5 und 6#Beispiel%20einer%20Interpretation:|8.4.1 Beispiel einer Interpretation:]]&lt;br /&gt;
***[[Exploration von Standortdaten aus dem Mobilfunknetz - Klasse 5 und 6#Weiteres%20Beispiel%20einer%20Interpretation:|8.4.2 Weiteres Beispiel einer Interpretation:]]&lt;br /&gt;
**[[Exploration von Standortdaten aus dem Mobilfunknetz - Klasse 5 und 6#Beispiele%20f.C3.BCr%20sekund.C3.A4re%20Zwecke%20der%20Verwendung%20von%20Standortdaten%20aus%20dem%20Mobilfunknetz|8.5 Beispiele für sekundäre Zwecke der Verwendung von Standortdaten aus dem Mobilfunknetz]]&lt;br /&gt;
***[[Exploration von Standortdaten aus dem Mobilfunknetz - Klasse 5 und 6#Beispiel%201:%20Analyse%20der%20Mobilit.C3.A4t%20w.C3.A4hrend%20der%20Coronapandemie|8.5.1 Beispiel 1: Analyse der Mobilität während der Coronapandemie]]&lt;br /&gt;
***[[Exploration von Standortdaten aus dem Mobilfunknetz - Klasse 5 und 6#Beispiel%202:%20Analyse%20zur%20Optimierung%20des%20.C3.96PNV|8.5.2 Beispiel 2: Analyse zur Optimierung des ÖPNV]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Steckbrief des Unterrichtsmoduls==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Titel:&#039;&#039;&#039; Erhebung und Verarbeitung von Daten bei Suchmaschinen am Beispiel der Google Suche&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Stichworte:&#039;&#039;&#039; [[Datenbewusstsein]], [[Data Science]], Internet-Suchmaschine&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Zielgruppe:&#039;&#039;&#039; Informatik in Klasse 9 und 10 der Haupt-, Real- und Gesamtschule - keine Einschränkung der Klassengröße - sowohl homogene als auch heterogene Zusammensetzung möglich&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Inhaltsfeld:&#039;&#039;&#039; &amp;quot;Informatik, Mensch und Gesellschaft&amp;quot; (insbesondere der Schwerpunkt: [[Datenbewusstsein]]), &amp;quot;Daten und Information&amp;quot;, &amp;quot;Informatiksysteme&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Vorkenntnisse:&#039;&#039;&#039; Dieses Unterrichtsmodul setzt einige wenige Vorkenntnisse der Lernenden voraus. Das Internet sollte für die Schüler der Zielgruppe kein Neuland sein und die Google-Suche sollte für sie ein gebräuchliches Werkzeug sein. Wünschenswert wäre außerdem auch die Fähigkeit, die Google-Suche systematisch und strukturiert anwenden zu können. Außerdem muss vorausgesetzt werden, dass die Schüler ihren persönlichen Umgang mit der Google-Suche und mit ihren personenbezogenen Daten reflektieren und beurteilen können. Daher auch die Fokussierung auf die neunte bzw. zehnte Jahrgangsstufe. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Zeitlicher Umfang:&#039;&#039;&#039; 4 Unterrichtsstunden a 45 Minuten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Gegenstandsbereich (Fachinhalt) des Unterrichtsmoduls==&lt;br /&gt;
Datenbewusstsein ist ein wichtiger Aspekt, besonders im Rahmen von Suchmaschinen. Denn diese sammeln viele Daten der Nutzer zu verschiedenen Zwecken. Welche Daten Google sammelt und zu welchen Zwecken, ist wichtig zu verstehen, damit man sich im Internet bzw. beim Suchen im Internet bewusst damit auseinandersetzt. Da Google im Jahr 2004 an die Börse gegangen ist, ist das Unternehmen ein Gewinnorientiertes. Den Gewinn kann Google nicht durch das “stumpfe” Anzeigen von Ergebnissen zu Suchanfragen erzielen, sondern indem es Daten der Nutzer auswertet und weiterverwendet. Seien es Werbeanzeigen zu anderen Plattformen oder der Verkauf von Nutzerdaten an Dritte zur Gewinnerzielung. &lt;br /&gt;
In diesem Sinne ist es wichtig zu wissen, wie Google uns mit der Darstellung von Suchergebnissen beeinflussen kann. Google erhebt dafür explizit und implizit Daten. Explizit werden der eingegebene Suchbegriff und ggf. verlinkte Google-Konten erhoben. Dadurch können implizit viele weitere Daten gewonnen werden, zum Beispiel welche Interessen man hat oder welche Webseiten sehr beliebt bei den Nutzern sind. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese erhobenen Daten kann Google für verschiedene Zwecke nutzen. Primäre Zwecke sind hierbei, dass Google seine Funktionen weiter anbieten kann. Weiter möchte Google seine Funktionen verbessern und weitere einbinden, zum Beispiel das Wetter oder eine Karte mit weiteren Ergebnissen. Die primären Zwecke dienen also eher der Nutzerperspektive, um die Funktionen für die Nutzer zu verbessern. Sekundäre Zwecke sind bei der Datenerhebung durch Google wirtschaftlich und wissenschaftlich orientiert. Wirtschaftlich sind eben die Anzeige von personalisierter Werbung auf der Ergebnisseite und das Weiterverkaufen von Daten an Dritte. Wissenschaftlich geht es Google um die Analyse des Nutzerverhaltens. Die sekundären Zwecke sind also aus Anbieterperspektive formuliert. Wie man seine persönlichen Daten vor Zugriffen oder Analysen schützen kann, ist eine resultierende Fragestellung.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Überblick über den Verlauf des Unterrichtsmoduls==&lt;br /&gt;
Konkret werden die Begriffe der implizit und explizit erhobenen Daten, sowie primäre und sekundäre Zwecke behandelt. Zum Einstieg ins Anwendungsbeispiel Google Suche sollen die SuS in Gruppen am PC Begriffe eingeben und Beobachtungen aufschreiben. Die Ergebnisse werden für spätere Gruppenarbeiten gesichert. Dann lesen die SuS entsprechend aufbereitete Texte zur Datenerhebung und zu den Zwecken und besprechen sich jeweils in den Gruppen, um die Aspekte der Begriffe zusammenzutragen. Außerdem sollen die SuS die erlernten Definitionen und Beispiele auf Google-Suche und den zuvor gesammelten Ideen und Ergebnisse zu der Google-Suche am Anfang anwenden, indem sie die Definition mit dem, was Google nach der Eingabe der Suchbegriffe tut, abgleichen. Da Datenbewusstsein als eines der gesellschaftlichen Themen im Informatikunterricht nur unzureichend behandelt wird, bieten die Begriffe einen Einstieg in das Thema der Auswirkungen von großen Datenmengen. Durch die Anwendung der Begrifflichkeiten auf Google, das Finden von Beispielen der Datenerhebung und dessen Verwendung, können die SuS sich dann mehr diese Datenverarbeitung bewusst machen. Des Weiteren fällt es ihnen auch leichter, die Datenverarbeitung auf andere Bereiche bzw. datengetriebene digitale Artefakte zu übertragen, da die SuS in der letzten Phase Stellung zur Datenerhebung nehmen und sich über Vor- und Nachteile Gedanken machen. Als Zusatz werden noch Einstellungen zum eigenen Datenschutz im Browser erklärt, als Vorschlag der individuellen Anpassung im Alltag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ziele des Unterrichtsmoduls==&lt;br /&gt;
Die Lernziele und Kompetenzen des Unterrichtsmodul orientieren sich an dem Bildungsanliegen des UNESCO-Weltaktionsprogrammes: “Bildung für nachhaltige Entwicklung”. Bei diesem Bildungsanliegen wird das Ziel verfolgt, dass die SuS die Fähigkeit erlangen, die Auswirkungen des eigenen Handelns auf die Welt zu verstehen und verantwortungsvolle Entscheidungen zu treffen. Da die Auswirkungen des eigenen Handelns bei der Verwendung der Google-Suchmaschine oft unterschätzt werden, zeigt sich hier der Bedarf, die Kompetenz des verantwortungsvollen Handelns durch dieses Unterrichtsmodul anzustreben. Daraus folgen dann folgende Lernziele:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Hauptziel der Unterrichtsstunde ist, dass sich SuS bewusster im Internet verhalten. Dies meint grundlegend, dass sie gezielter in ihrem Alltag nach ihren Interessen im Internet suchen und dabei verstehen, welche Daten währenddessen von ihnen (als des Nutzers/ der Nutzerin) erhoben werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Des Weiteren sollten sie auch den Zweck der Erhebung verstehen bzw. Vermutungen diesbezüglich haben. Also warum Google oder allgemein kostenlose Apps Daten von NutzerInnen erheben und was sie dann mit den erhobenen Daten anfangen. Sie sollten also wissen, dass mit den Daten nicht nur Geld gemacht wird (bspw. durch Verkauf ihrer Daten), sondern auch ein Digitaler Doppelgänger von ihnen erstellt wird, um auf aktuelle Interessen einzugehen und dementsprechend Werbung zu schalten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da sie sich im Internet bzw. auf Google „bewegen“ und damit arbeiten, lernen sie das ddA in voller Funktion kennen. Durch die Analyse sollen sie erkennen, wie und warum Google den eingegebenen Suchbegriff so interpretiert und die entsprechenden Suchergebnisse anzeigt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem erlangten Wissen sollen die SuS diese Erhebungen und dessen Zwecke deuten und bewerten. Dadurch bilden sie sich nicht nur eine eigene Meinung, sondern lernen auch, ihre Meinung zu begründen und durch Argumentationen und Diskussionen durchzusetzen. Hierzu benötigen sie Wissen über Vor- und Nachteile, welche zuvor im Plenum aus Nutzer- und Anbieterperspektive zusammengetragen und erarbeitet werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um sich vor den Nachteilen der Nutzer-Perspektive zu schützen, sollen sie selbst am Computer im Google-Browser nach Möglichkeiten zur Datenschutzeinstellung suchen und den daraus resultierenden Schutz für den eigenen Nutzer notieren und den anderen vorführen. Dadurch werden nicht nur explizit Medienkompetenzen gefördert, sondern auch die Zuordnung des gelernten Wissens im eigenen Sprachgebrauch überdacht und eingebaut. Hinzu kommen weitere Argumentationsstrukturen und die Aneignung strukturierter und überzeugender Sprachkompetenzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Sachanalyse des Unterrichtsmoduls==&lt;br /&gt;
Viele fachwissenschaftliche Aspekte wurden im Abschnitt [[Unterricht zu der Google Suche|Gegenstandsbereich]] behandelt. Im Folgenden ist die Mindmap zur Dualitätsrekonstruktion dargestellt:&lt;br /&gt;
[[Datei:Dualitätskonstruktion zur Google-Suche.png|mini|1032x1032px|Dualitätskonstruktion zur Google-Suche]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Didaktische Begründung des Unterrichtsmoduls==&lt;br /&gt;
Das Unterrichtsmodul beinhaltet viele Phasen, in denen die SuS zusammenarbeiten sollen. Das fördert die Sozialkompetenz der SuS und hat das Ziel, dass sich die SuS über die Themen und Lösungen austauschen. Dabei können sie verschiedene Lösungsansätze austauschen und darüber nachdenken. Leistungsschwächere SuS können von den leistungsstärkeren in den Arbeitsphasen profitieren. Dadurch wird der Heterogenität der Klasse Rechnung getragen. Auch können die stärkeren SuS bei einigen Arbeitsaufträgen weitere Aufgaben bearbeiten, wenn die anderen SuS noch etwas Zeit fürdie primären Aufgaben benötigen. Zum Beispiel können sich die SuS, die schon die Zwecke der Datenverarbeitung von Google erarbeitet haben, Gedanken über Vor- und Nachteile der Datenerhebung durch Google machen und diese notieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Unterrichtsmodul wurde in die sechs Schritte nach Leisen (2017) unterteilt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
#Im ersten Schritt wird der Lernkontext zu den SuS gebracht, indem sich die SuS zum Einstieg Gedanken zu ihrer kürzlichen Internetrecherche machen. Die SuS können erste Ideen und Beobachtungen zur Google Suche machen, indem sie einige vorgegebene Begriffe eingeben und die Ergebnisseiten analysieren. Die Sicherung nach dieser Phase dient dazu, dass die SuS ihre Ergebnisse in den nächsten Phasen aufgreifen und verknüpfen können.&lt;br /&gt;
#Im nächsten Schritt wird den SuS Lernmaterial gegeben, das sie bearbeiten sollen. Hier wird den SuS erst theoretisches Wissen vermittelt, das sie für den weiteren Ablauf benötigen. Dazu gehört z. B. das Wissen um und die Unterscheidung in explizite und implizite Datenerhebung. Dabei sollen die SuS in Lerngruppen zusammenarbeiten.&lt;br /&gt;
#Im nächsten Schritt werden die neuen Lerninhalte zusammen im Plenum diskutiert. Dabei sollte eine Lehrkraft diese Phase moderieren, damit die SuS ihre neuen Vorstellungen im Diskurs weiter verknüpfen bzw. ggf. korrigieren können.&lt;br /&gt;
#Das theoretisch erlangte Wissen können sie dann auf den Kontext der Google Suche anwenden. Die Zwecke der Datenerhebung werden in einer zweiten Erarbeitungsphase erarbeitet.&lt;br /&gt;
#Im folgenden Schritt werden die Formen und Zwecke der Datenerhebung miteinander vernetzt und durch eine persönliche Reflektion über die Vor- und Nachteile dieser Datenerhebung gefestigt.&lt;br /&gt;
#Durch die Diskussion über verschiedene Maßnahmen des Datenschutzes wird das erarbeitete Wissen im letzten Schritt angewendet und verantwortungsvolles Handeln in diesem Bereich gefördert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Unterrichtsplanung wurden zudem die verschiedenen Aspekte des Curricular Spider Web (2013) berücksichtigt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Der Zeitpunkt des Unterrichts wurde berücksichtigt. An einem Freitag ist die Konzentrationsfähigkeit wahrscheinlich nicht mehr sehr hoch.&lt;br /&gt;
*Auch die lokale Gegebenheit, dass der Raum neu und unbekannt für die Schüler war, wurde berücksichtigt bspw. durch den “Eisbrecher” zu Beginn der Stunde.&lt;br /&gt;
*Da man ausgehen kann, dass sich die Schüler untereinander kennen, konnten verschiedentlich Gruppenarbeitsphasen eingeplant werden.&lt;br /&gt;
*Bezüglich der Lernmedien wurde darauf geachtet, sowohl digitale als auch analoge Elemente in den Unterricht miteinzubinden.&lt;br /&gt;
*Der zentralen Aspekt, warum die Schüler diese Kompetenzen erwerben sollen, wurde schon in den vorherigen Kapiteln betrachtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Zusammenfassender Überblick über das Unterrichtsmodul==&lt;br /&gt;
Das Unterrichtsmodul mit den zentralen Aktivitäten, inhaltlichen Schwerpunkten und Fachinhalten in den verschiedenen Phasen wird in der nachfolgenden Grafik zur Übersicht und Orientierung zusammengefasst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Überblick über den Unterrichtsverlauf==&lt;br /&gt;
Im Folgenden wird ein Überblick über den Unterrichtsverlauf gegeben. Die Materialien, wie etwa Arbeitsblätter und ergänzende Informationen, der verschiedenen Phasen sind in der Tabelle verlinkt.&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+&lt;br /&gt;
!&amp;lt;big&amp;gt;PHASEN&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
!&amp;lt;big&amp;gt;INHALTLICHE SCHWERPUNKTE/OPERATIONEN&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
!&amp;lt;big&amp;gt;SOZIAL-/AKTIONSFORM&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
!&amp;lt;big&amp;gt;MEDIEN&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
!INTENTIONEN U. BEGRÜNDUNGEN&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;4&amp;quot; |&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Vorstellung, Einführung und Eisbrecher (5 min)&lt;br /&gt;
|Vorstellungsrunde, Frage nach Begriffen, die die SuS diese Woche schon gegoogelt haben&lt;br /&gt;
|Klasse&lt;br /&gt;
|Whiteboard&lt;br /&gt;
|Einführung und Kennenlernen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Plan vorstellen (5 min)&lt;br /&gt;
|Unterrichtsplan, Motivation und Ziele mündlich vorstellen&lt;br /&gt;
|Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
|Whiteboard&lt;br /&gt;
|Ziele und Motivation für die SuS&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Googlen von vorgegebenen Suchbegriffen (15 min)&lt;br /&gt;
|Die SuS googlen vorgegebene Suchbegriffe, z.B. Paderborn, Universität, Schule, Wetter und schreiben Beobachtungen auf&lt;br /&gt;
|Gruppenarbeit&lt;br /&gt;
|AB1, PCs&lt;br /&gt;
|Die Beobachtungen der Suchergebnisse von Google anhand der Leitfragen analysieren&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Zusammentragen der Ergebnisse (15 min)&lt;br /&gt;
|Die SuS stellen kurz als Gruppe die Ergebnisse der Recherche vor (z.B. Schule→ Schulen in PB, …)&lt;br /&gt;
|Klasse&lt;br /&gt;
|Whiteboard&lt;br /&gt;
|Die SuS sollen sehen, dass Google nicht nur eine Suchmaschine ist, siehe Maps, das den Standort verwendet, etc.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Arten der Erhebung (10 min)&lt;br /&gt;
|Frage, was Google überhaupt erhebt → Vorkenntnisse&lt;br /&gt;
|Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
|Whiteboard&lt;br /&gt;
|Weiterführung zum Datenbewusstsein&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Datenerhebung (15 min)&lt;br /&gt;
|Text zu explizit und implizit erhobenen Daten&lt;br /&gt;
|Einzelarbeit&lt;br /&gt;
|AB2&lt;br /&gt;
|Arten der Datenerhebung verstehen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Frage, welche Daten explizit und implizit erhoben wurden (10 min)&lt;br /&gt;
|Die SuS diskutieren, welche Daten beim vorherigen Googlen erhoben wurden&lt;br /&gt;
|Gruppenarbeit&lt;br /&gt;
|AB2&lt;br /&gt;
|Datenerhebung bei den speziellen Suchanfragen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Zusammentragen (10 min)&lt;br /&gt;
|Ergebnisse sichern&lt;br /&gt;
|Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
|Beamer, AB2&lt;br /&gt;
|Verbindung Datenerhebung und Google&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Pause (20 min)&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Zwecke (10 min)&lt;br /&gt;
|Frage, warum Google Daten erhebt und verarbeitet → Vorkenntnisse&lt;br /&gt;
|Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
|Whiteboard&lt;br /&gt;
|Frage nach dem Warum der Datenerhebung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Zwecke der Datenerhebung (15 min)&lt;br /&gt;
|Text zu Zwecken der Datenerhebung und -verarbeitung&lt;br /&gt;
|Einzelarbeit (Aufg. 1-2)&lt;br /&gt;
|AB3&lt;br /&gt;
|Zwecke der Datenerhebung verstehen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Zusammentragen (10 min)&lt;br /&gt;
|Ergebnisse sichern&lt;br /&gt;
|Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
|Beamer, AB3&lt;br /&gt;
|Verbindung Zwecke und Google&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Persönliche Einordnung der Datenerhebung (10 min)&lt;br /&gt;
|Die SuS bilden sich eine Meinung zur Datenerhebung, indem Sie Vor- und Nachteile aufschreiben und reflektieren&lt;br /&gt;
|Partnerarbeit (Aufg. 3-4)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gruppenarbeit&lt;br /&gt;
|AB3&lt;br /&gt;
|Meinung zu Zwecken bei der Datenerhebung beim Googlen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Diskussion (10 min)&lt;br /&gt;
|Diskussion über Datenerhebung und Datenverarbeitung von der Google Suchmaschine&lt;br /&gt;
|Klasse&lt;br /&gt;
|AB3&lt;br /&gt;
|Vor- und Nachteile der Datenerhebung und Datenverarbeitung diskutieren&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Maßnahmen (10 min)&lt;br /&gt;
|Die SuS lernen Maßnahmen in den eigenen Einstellungen kennen, die die Datenerhebung zumindest einschränken&lt;br /&gt;
|Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
|PC, Beamer, Geräte der SuS&lt;br /&gt;
|Einschränken von Datenerhebung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Fazit (10 min)&lt;br /&gt;
|SuS nach Erkenntnissen fragen, SuS füllen Feedbackbogen aus&lt;br /&gt;
|Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
|Feedbackbogen&lt;br /&gt;
|Schluss&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
==Beschreibungen ausgewählter Materialien==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Arbeitsblatt 1===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Erhebung und Verarbeitung von Daten bei Suchmaschinen am Beispiel der Google Suche&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Findet euch in eurer Gruppe [♣ – ♠ – ♥ – ♦] an den Computern nebenan zusammen. Eure Aufgabe ist es, folgende Begriffe in die Google Suche einzugeben. Besucht die Websites, die euch interessieren. Wir werden eure Beobachtungen im Plenum sammeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Suchbegriffe:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
♣ Paderborn&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
♠ Universität&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
♥ Schule&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
♦ Wetter&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leitfragen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Was ist das Erste Ergebnis, das euch von Google vorgeschlagen wird?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Was wird dir neben Suchergebnissen zu deiner Suche angezeigt?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Sind Bilder oder Videos vorhanden?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Werden zusätzliche Suchanfragen vorgeschlagen? Wenn ja, in welchem Zusammenhang?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
===Arbeitsblatt 2===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Erhebung und Verarbeitung von Daten bei Suchmaschinen am Beispiel der Google Suche&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgaben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;Lies den Text und schreibe die Bedeutung der Begriffe „explizit erhobene Daten“ und „implizit erhobene Daten“ in die Tabelle (EA).&#039;&#039;&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;Überlegt, welche Daten bei euer vorherigen Google Suche explizit und implizit erhoben wurden und ordnet sie passend in die Tabelle ein (GA).&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Text: &#039;&#039;&#039;Explizit und implizit erhobene Daten&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einer Nachricht wie zum Beispiel „Ich habe am 19.1.2002 Geburtstag“ können ausdrücklich formulierte, explizite Botschaften oder Informationen stehen oder nicht benannte, indirekte Informationen. Man weiß, dass die Person im Januar Geburtstag hat. Die &#039;&#039;explizit erhobenen&#039;&#039; Daten sind also jene, die der Nutzende direkt und aktiv eingegeben bzw. erzeugt hat. Die Angabe des Geburtsdatums wird meistens in Benutzerkonten, wie zum Beispiel die von Google, erfragt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusätzlich weiß man aber auch, dass die Person in diesem Jahr 20 Jahre alt geworden ist. Das hat die Person einem aber nicht gesagt. Diese Information konnte &#039;&#039;implizit&#039;&#039; aus der Nachricht erschlossen werden, bzw. sie wurde &#039;&#039;implizit erhoben&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Explizit und implizit erhobene Daten stehen also in der Regel in der Verbindung zum Nutzenden und stellen oft personenbezogene Daten dar. Über die explizite Datenerhebung sind sich Nutzenden in der Regel bewusst. Dazu gehören z.B. bei Social Media Plattformen gepostete Texte und Bilder oder beim Telefonieren über das Mobilfunknetz die Telefonnummer desjenigen, den man anrufen möchte. Im Gegensatz dazu, werden implizit erhobene Daten indirekt durch Beobachtung (Tracking) oder Verarbeitung bereits erhobener Daten erhoben und generiert. Dieser Datenerhebung sind sich Nutzende oft nicht bewusst. Diese Daten werden während der Nutzung von Google Suche, Instagram, YouTube und co. „nebenbei“ erhoben oder generiert. Im Beispiel einer Social Media Plattform sind dies etwa Likes und Klicks.&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+&lt;br /&gt;
!&lt;br /&gt;
!explizit erhobene Daten&lt;br /&gt;
!implizit erhobene Daten&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Bedeutung der Begriffe&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Anwendung auf Google Suche&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
===Arbeitsblatt 3===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Erhebung und Verarbeitung von Daten bei Suchmaschinen am Beispiel der Google Suche&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Text: &#039;&#039;&#039;Primäre und sekundäre Zwecke der Verarbeitung und Verwendung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die primären und sekundären Zwecke beziehen sich auf die Absicht, mit der diese zuvor erhobenen Daten in und durch zum Beispiel Google Suche verarbeitet und verwendet werden. Primäre Zwecke umfasst, dass die erhobenen Daten dazu verarbeitet und verwendet werden, um weiterhin die Features (Funktionen und Eigenschaften) anbieten zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die primären Zwecke beziehen sich auf eine Nutzerperspektive auf die Verarbeitung und Verwendung. Die Daten werden verarbeitet und verwendet, um Nutzenden nachgefragte Funktionen anbieten zu können. Im Beispiel der Suchmaschine ist dies etwa das Anzeigen von Suchergebnissen. Personalisierte Ergebnisse gehören nur dann zu primären Zwecken, wenn es vom Nutzer ausdrücklich zugelassen worden ist, die Daten zur Personalisierung zu verwenden. Diese Verwendung ist in dem Fall noch ein primärer Zweck.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sekundäre Zwecke bedeutet, dass die Daten verarbeitet und verwendet werden, um weitere Zwecke zu verfolgen z.B. weitere wirtschaftliche oder wissenschaftliche Zwecke. Diese „Zweitverwertung“ der Daten bezieht sich auf einer Anbieterperspektive auf die Verarbeitung und Verwendung der erhobenen Daten: Wozu kann ein Anbieter einer derartigen Plattform die erhobenen Daten noch nutzen? Im Kontext von Streamingdiensten (z.B. Spotify) könnte dies etwa umfassen, dass Nutzungsdaten (z.B. gehörte Musik) zur Analyse der Emotionen der Nutzenden verwendet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;u&amp;gt;Aufgaben:&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Lies den Text und schreibe die Bedeutung der Begriffe „primäre Zwecke“ und „sekundäre Zwecke“ in das Textfeld (EA).&lt;br /&gt;
# Welche Zwecke könnte Google mit den Daten aus der vorherigen Suche verfolgen? Ordnet eure Ergebnisse den primären Zwecken und sekundären Zwecken zu (EA).&lt;br /&gt;
# Diskutiert mit eurem Partner die Vor – und Nachteile der Datenerhebung durch Google.&lt;br /&gt;
# Beziehe zu folgender Aussage begründet Stellung: „Im Grunde besteht die Wahl zwischen einer bedingungslosen Zustimmung (der Datenverarbeitung durch Google) oder einem vollständigen Ausschluss von der Nutzung.“&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Jwiens3</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://eduwiki.cs.upb.de/index.php?title=Datei:Textfl%C3%A4che.png&amp;diff=2816</id>
		<title>Datei:Textfläche.png</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://eduwiki.cs.upb.de/index.php?title=Datei:Textfl%C3%A4che.png&amp;diff=2816"/>
		<updated>2022-08-15T13:24:10Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Jwiens3: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Textfläche für die Lösung der Aufgaben auf dem Arbeitblatt&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Jwiens3</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://eduwiki.cs.upb.de/index.php?title=Unterricht_zu_der_Google_Suche&amp;diff=2815</id>
		<title>Unterricht zu der Google Suche</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://eduwiki.cs.upb.de/index.php?title=Unterricht_zu_der_Google_Suche&amp;diff=2815"/>
		<updated>2022-08-15T11:55:42Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Jwiens3: /* Überblick über den Unterrichtsverlauf */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Auf der Suche nach Informationen verwenden Schülerinnen und Schüler fast täglich die Internet-Suchmaschine von Google. Dort findet man zu allen möglichen Themen die verschiedensten Informationen und auch viel Unterhaltsames. Dass dabei von Google viele personenbezogenen Daten erhoben und verarbeitet werden, ist vielen Schülern nicht bewusst. Die Google-Suchmaschine gehört zu den [[Datengetriebenes digitales Artefakt|datengetriebenen digitalen Artefakten]], die verschiedene Daten explizit und implizit erheben und anschließend zu primären und sekundären Zwecken verarbeiten. In diesem Unterrichtsmodul wird die Google-Suchmaschine als Beispiel für ein solches [[datengetriebenes digitales Artefakt]] aufgegriffen. Anhand dieses Beispiels soll in diesem Unterrichtsmodul das [[Datenbewusstsein]] der Schülerinnen und Schüler gefördert werden, indem die Schüler interaktiv herausfinden, welche Daten sie einer Suchmaschine bei der Suche preisgeben und indem sie die Vor- und Nachteile der Datenerhebung und -verarbeitung diskutieren. Sie sollen zudem Möglichkeiten kennenlernen, wie bei Suchmachine von Google die eigenen Daten selbstbestimmt verwaltet werden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inhaltsverzeichnis==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[1 Steckbrief des Unterrichtsmoduls]]&lt;br /&gt;
*[[Exploration von Standortdaten aus dem Mobilfunknetz - Klasse 5 und 6#.C3.9Cberblick%20.C3.BCber%20den%20Verlauf%20des%20Unterrichtsmoduls|2 Überblick über den Verlauf des Unterrichtsmoduls]]&lt;br /&gt;
*[[Exploration von Standortdaten aus dem Mobilfunknetz - Klasse 5 und 6#Didaktische%20Kernidee:%20F.C3.B6rderung%20von%20Datenbewusstsein%20in%20diesem%20Unterrichtsmodul|3 Didaktische Kernidee: Förderung von Datenbewusstsein in diesem Unterrichtsmodul]]&lt;br /&gt;
*[[Exploration von Standortdaten aus dem Mobilfunknetz - Klasse 5 und 6#Ziele%20des%20Unterrichtsmoduls|4 Ziele des Unterrichtsmoduls]]&lt;br /&gt;
*[[Exploration von Standortdaten aus dem Mobilfunknetz - Klasse 5 und 6#Leitfragen%20im%20Unterrichtsmodul|5 Leitfragen im Unterrichtsmodul]]&lt;br /&gt;
*[[Exploration von Standortdaten aus dem Mobilfunknetz - Klasse 5 und 6#Zusammenfassender%20.C3.9Cberblick%20.C3.BCber%20das%20Unterrichtsmodul|6 Zusammenfassender Überblick über das Unterrichtsmodul]]&lt;br /&gt;
*[[Exploration von Standortdaten aus dem Mobilfunknetz - Klasse 5 und 6#.C3.9Cberblick%20.C3.BCber%20den%20Unterrichtsverlauf|7 Überblick über den Unterrichtsverlauf]]&lt;br /&gt;
*[[Exploration von Standortdaten aus dem Mobilfunknetz - Klasse 5 und 6#Beschreibungen%20ausgew.C3.A4hlter%20Materialien|8 Beschreibungen ausgewählter Materialien]]&lt;br /&gt;
**[[Exploration von Standortdaten aus dem Mobilfunknetz - Klasse 5 und 6#Puzzle%20zum%20Aufbau%20und%20der%20Funktionsweise%20des%20Mobilfunknetzes|8.1 Puzzle zum Aufbau und der Funktionsweise des Mobilfunknetzes]]&lt;br /&gt;
***[[Exploration von Standortdaten aus dem Mobilfunknetz - Klasse 5 und 6#Puzzleteile:|8.1.1 Puzzleteile:]]&lt;br /&gt;
****[[Exploration von Standortdaten aus dem Mobilfunknetz - Klasse 5 und 6#Personenpl.C3.A4ttchen:|8.1.1.1 Personenplättchen:]]&lt;br /&gt;
****[[Exploration von Standortdaten aus dem Mobilfunknetz - Klasse 5 und 6#Elemente%20des%20Mobilfunknetzes:|8.1.1.2 Elemente des Mobilfunknetzes:]]&lt;br /&gt;
***[[Exploration von Standortdaten aus dem Mobilfunknetz - Klasse 5 und 6#Puzzlevorlage:|8.1.2 Puzzlevorlage:]]&lt;br /&gt;
***[[Exploration von Standortdaten aus dem Mobilfunknetz - Klasse 5 und 6#L.C3.B6sung%20des%20Puzzles:|8.1.3 Lösung des Puzzles:]]&lt;br /&gt;
**[[Exploration von Standortdaten aus dem Mobilfunknetz - Klasse 5 und 6#Hinweise%20zu%20den%20explorierten%20Daten%20von%20Malte%20Spitz|8.2 Hinweise zu den explorierten Daten von Malte Spitz]]&lt;br /&gt;
**[[Exploration von Standortdaten aus dem Mobilfunknetz - Klasse 5 und 6#Interaktive%20Web-Anwendung|8.3 Interaktive Web-Anwendung]]&lt;br /&gt;
**[[Exploration von Standortdaten aus dem Mobilfunknetz - Klasse 5 und 6#Beispiel%20f.C3.BCr%20die%20Interpretation%20der%20visualisierten%20Standortdaten|8.4 Beispiel für die Interpretation der visualisierten Standortdaten]]&lt;br /&gt;
***[[Exploration von Standortdaten aus dem Mobilfunknetz - Klasse 5 und 6#Beispiel%20einer%20Interpretation:|8.4.1 Beispiel einer Interpretation:]]&lt;br /&gt;
***[[Exploration von Standortdaten aus dem Mobilfunknetz - Klasse 5 und 6#Weiteres%20Beispiel%20einer%20Interpretation:|8.4.2 Weiteres Beispiel einer Interpretation:]]&lt;br /&gt;
**[[Exploration von Standortdaten aus dem Mobilfunknetz - Klasse 5 und 6#Beispiele%20f.C3.BCr%20sekund.C3.A4re%20Zwecke%20der%20Verwendung%20von%20Standortdaten%20aus%20dem%20Mobilfunknetz|8.5 Beispiele für sekundäre Zwecke der Verwendung von Standortdaten aus dem Mobilfunknetz]]&lt;br /&gt;
***[[Exploration von Standortdaten aus dem Mobilfunknetz - Klasse 5 und 6#Beispiel%201:%20Analyse%20der%20Mobilit.C3.A4t%20w.C3.A4hrend%20der%20Coronapandemie|8.5.1 Beispiel 1: Analyse der Mobilität während der Coronapandemie]]&lt;br /&gt;
***[[Exploration von Standortdaten aus dem Mobilfunknetz - Klasse 5 und 6#Beispiel%202:%20Analyse%20zur%20Optimierung%20des%20.C3.96PNV|8.5.2 Beispiel 2: Analyse zur Optimierung des ÖPNV]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Steckbrief des Unterrichtsmoduls==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Titel:&#039;&#039;&#039; Erhebung und Verarbeitung von Daten bei Suchmaschinen am Beispiel der Google Suche&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Stichworte:&#039;&#039;&#039; [[Datenbewusstsein]], [[Data Science]], Internet-Suchmaschine&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Zielgruppe:&#039;&#039;&#039; Informatik in Klasse 9 und 10 der Haupt-, Real- und Gesamtschule - keine Einschränkung der Klassengröße - sowohl homogene als auch heterogene Zusammensetzung möglich&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Inhaltsfeld:&#039;&#039;&#039; &amp;quot;Informatik, Mensch und Gesellschaft&amp;quot; (insbesondere der Schwerpunkt: [[Datenbewusstsein]]), &amp;quot;Daten und Information&amp;quot;, &amp;quot;Informatiksysteme&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Vorkenntnisse:&#039;&#039;&#039; Dieses Unterrichtsmodul setzt einige wenige Vorkenntnisse der Lernenden voraus. Das Internet sollte für die Schüler der Zielgruppe kein Neuland sein und die Google-Suche sollte für sie ein gebräuchliches Werkzeug sein. Wünschenswert wäre außerdem auch die Fähigkeit, die Google-Suche systematisch und strukturiert anwenden zu können. Außerdem muss vorausgesetzt werden, dass die Schüler ihren persönlichen Umgang mit der Google-Suche und mit ihren personenbezogenen Daten reflektieren und beurteilen können. Daher auch die Fokussierung auf die neunte bzw. zehnte Jahrgangsstufe. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Zeitlicher Umfang:&#039;&#039;&#039; 4 Unterrichtsstunden a 45 Minuten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Gegenstandsbereich (Fachinhalt) des Unterrichtsmoduls==&lt;br /&gt;
Datenbewusstsein ist ein wichtiger Aspekt, besonders im Rahmen von Suchmaschinen. Denn diese sammeln viele Daten der Nutzer zu verschiedenen Zwecken. Welche Daten Google sammelt und zu welchen Zwecken, ist wichtig zu verstehen, damit man sich im Internet bzw. beim Suchen im Internet bewusst damit auseinandersetzt. Da Google im Jahr 2004 an die Börse gegangen ist, ist das Unternehmen ein Gewinnorientiertes. Den Gewinn kann Google nicht durch das “stumpfe” Anzeigen von Ergebnissen zu Suchanfragen erzielen, sondern indem es Daten der Nutzer auswertet und weiterverwendet. Seien es Werbeanzeigen zu anderen Plattformen oder der Verkauf von Nutzerdaten an Dritte zur Gewinnerzielung. &lt;br /&gt;
In diesem Sinne ist es wichtig zu wissen, wie Google uns mit der Darstellung von Suchergebnissen beeinflussen kann. Google erhebt dafür explizit und implizit Daten. Explizit werden der eingegebene Suchbegriff und ggf. verlinkte Google-Konten erhoben. Dadurch können implizit viele weitere Daten gewonnen werden, zum Beispiel welche Interessen man hat oder welche Webseiten sehr beliebt bei den Nutzern sind. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese erhobenen Daten kann Google für verschiedene Zwecke nutzen. Primäre Zwecke sind hierbei, dass Google seine Funktionen weiter anbieten kann. Weiter möchte Google seine Funktionen verbessern und weitere einbinden, zum Beispiel das Wetter oder eine Karte mit weiteren Ergebnissen. Die primären Zwecke dienen also eher der Nutzerperspektive, um die Funktionen für die Nutzer zu verbessern. Sekundäre Zwecke sind bei der Datenerhebung durch Google wirtschaftlich und wissenschaftlich orientiert. Wirtschaftlich sind eben die Anzeige von personalisierter Werbung auf der Ergebnisseite und das Weiterverkaufen von Daten an Dritte. Wissenschaftlich geht es Google um die Analyse des Nutzerverhaltens. Die sekundären Zwecke sind also aus Anbieterperspektive formuliert. Wie man seine persönlichen Daten vor Zugriffen oder Analysen schützen kann, ist eine resultierende Fragestellung.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Überblick über den Verlauf des Unterrichtsmoduls==&lt;br /&gt;
Konkret werden die Begriffe der implizit und explizit erhobenen Daten, sowie primäre und sekundäre Zwecke behandelt. Zum Einstieg ins Anwendungsbeispiel Google Suche sollen die SuS in Gruppen am PC Begriffe eingeben und Beobachtungen aufschreiben. Die Ergebnisse werden für spätere Gruppenarbeiten gesichert. Dann lesen die SuS entsprechend aufbereitete Texte zur Datenerhebung und zu den Zwecken und besprechen sich jeweils in den Gruppen, um die Aspekte der Begriffe zusammenzutragen. Außerdem sollen die SuS die erlernten Definitionen und Beispiele auf Google-Suche und den zuvor gesammelten Ideen und Ergebnisse zu der Google-Suche am Anfang anwenden, indem sie die Definition mit dem, was Google nach der Eingabe der Suchbegriffe tut, abgleichen. Da Datenbewusstsein als eines der gesellschaftlichen Themen im Informatikunterricht nur unzureichend behandelt wird, bieten die Begriffe einen Einstieg in das Thema der Auswirkungen von großen Datenmengen. Durch die Anwendung der Begrifflichkeiten auf Google, das Finden von Beispielen der Datenerhebung und dessen Verwendung, können die SuS sich dann mehr diese Datenverarbeitung bewusst machen. Des Weiteren fällt es ihnen auch leichter, die Datenverarbeitung auf andere Bereiche bzw. datengetriebene digitale Artefakte zu übertragen, da die SuS in der letzten Phase Stellung zur Datenerhebung nehmen und sich über Vor- und Nachteile Gedanken machen. Als Zusatz werden noch Einstellungen zum eigenen Datenschutz im Browser erklärt, als Vorschlag der individuellen Anpassung im Alltag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ziele des Unterrichtsmoduls==&lt;br /&gt;
Die Lernziele und Kompetenzen des Unterrichtsmodul orientieren sich an dem Bildungsanliegen des UNESCO-Weltaktionsprogrammes: “Bildung für nachhaltige Entwicklung”. Bei diesem Bildungsanliegen wird das Ziel verfolgt, dass die SuS die Fähigkeit erlangen, die Auswirkungen des eigenen Handelns auf die Welt zu verstehen und verantwortungsvolle Entscheidungen zu treffen. Da die Auswirkungen des eigenen Handelns bei der Verwendung der Google-Suchmaschine oft unterschätzt werden, zeigt sich hier der Bedarf, die Kompetenz des verantwortungsvollen Handelns durch dieses Unterrichtsmodul anzustreben. Daraus folgen dann folgende Lernziele:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Hauptziel der Unterrichtsstunde ist, dass sich SuS bewusster im Internet verhalten. Dies meint grundlegend, dass sie gezielter in ihrem Alltag nach ihren Interessen im Internet suchen und dabei verstehen, welche Daten währenddessen von ihnen (als des Nutzers/ der Nutzerin) erhoben werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Des Weiteren sollten sie auch den Zweck der Erhebung verstehen bzw. Vermutungen diesbezüglich haben. Also warum Google oder allgemein kostenlose Apps Daten von NutzerInnen erheben und was sie dann mit den erhobenen Daten anfangen. Sie sollten also wissen, dass mit den Daten nicht nur Geld gemacht wird (bspw. durch Verkauf ihrer Daten), sondern auch ein Digitaler Doppelgänger von ihnen erstellt wird, um auf aktuelle Interessen einzugehen und dementsprechend Werbung zu schalten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da sie sich im Internet bzw. auf Google „bewegen“ und damit arbeiten, lernen sie das ddA in voller Funktion kennen. Durch die Analyse sollen sie erkennen, wie und warum Google den eingegebenen Suchbegriff so interpretiert und die entsprechenden Suchergebnisse anzeigt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem erlangten Wissen sollen die SuS diese Erhebungen und dessen Zwecke deuten und bewerten. Dadurch bilden sie sich nicht nur eine eigene Meinung, sondern lernen auch, ihre Meinung zu begründen und durch Argumentationen und Diskussionen durchzusetzen. Hierzu benötigen sie Wissen über Vor- und Nachteile, welche zuvor im Plenum aus Nutzer- und Anbieterperspektive zusammengetragen und erarbeitet werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um sich vor den Nachteilen der Nutzer-Perspektive zu schützen, sollen sie selbst am Computer im Google-Browser nach Möglichkeiten zur Datenschutzeinstellung suchen und den daraus resultierenden Schutz für den eigenen Nutzer notieren und den anderen vorführen. Dadurch werden nicht nur explizit Medienkompetenzen gefördert, sondern auch die Zuordnung des gelernten Wissens im eigenen Sprachgebrauch überdacht und eingebaut. Hinzu kommen weitere Argumentationsstrukturen und die Aneignung strukturierter und überzeugender Sprachkompetenzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Sachanalyse des Unterrichtsmoduls==&lt;br /&gt;
Viele fachwissenschaftliche Aspekte wurden im Abschnitt [[Unterricht zu der Google Suche|Gegenstandsbereich]] behandelt. Im Folgenden ist die Mindmap zur Dualitätsrekonstruktion dargestellt:&lt;br /&gt;
[[Datei:Dualitätskonstruktion zur Google-Suche.png|mini|1032x1032px|Dualitätskonstruktion zur Google-Suche]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Didaktische Begründung des Unterrichtsmoduls==&lt;br /&gt;
Das Unterrichtsmodul beinhaltet viele Phasen, in denen die SuS zusammenarbeiten sollen. Das fördert die Sozialkompetenz der SuS und hat das Ziel, dass sich die SuS über die Themen und Lösungen austauschen. Dabei können sie verschiedene Lösungsansätze austauschen und darüber nachdenken. Leistungsschwächere SuS können von den leistungsstärkeren in den Arbeitsphasen profitieren. Dadurch wird der Heterogenität der Klasse Rechnung getragen. Auch können die stärkeren SuS bei einigen Arbeitsaufträgen weitere Aufgaben bearbeiten, wenn die anderen SuS noch etwas Zeit fürdie primären Aufgaben benötigen. Zum Beispiel können sich die SuS, die schon die Zwecke der Datenverarbeitung von Google erarbeitet haben, Gedanken über Vor- und Nachteile der Datenerhebung durch Google machen und diese notieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Unterrichtsmodul wurde in die sechs Schritte nach Leisen (2017) unterteilt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
#Im ersten Schritt wird der Lernkontext zu den SuS gebracht, indem sich die SuS zum Einstieg Gedanken zu ihrer kürzlichen Internetrecherche machen. Die SuS können erste Ideen und Beobachtungen zur Google Suche machen, indem sie einige vorgegebene Begriffe eingeben und die Ergebnisseiten analysieren. Die Sicherung nach dieser Phase dient dazu, dass die SuS ihre Ergebnisse in den nächsten Phasen aufgreifen und verknüpfen können.&lt;br /&gt;
#Im nächsten Schritt wird den SuS Lernmaterial gegeben, das sie bearbeiten sollen. Hier wird den SuS erst theoretisches Wissen vermittelt, das sie für den weiteren Ablauf benötigen. Dazu gehört z. B. das Wissen um und die Unterscheidung in explizite und implizite Datenerhebung. Dabei sollen die SuS in Lerngruppen zusammenarbeiten.&lt;br /&gt;
#Im nächsten Schritt werden die neuen Lerninhalte zusammen im Plenum diskutiert. Dabei sollte eine Lehrkraft diese Phase moderieren, damit die SuS ihre neuen Vorstellungen im Diskurs weiter verknüpfen bzw. ggf. korrigieren können.&lt;br /&gt;
#Das theoretisch erlangte Wissen können sie dann auf den Kontext der Google Suche anwenden. Die Zwecke der Datenerhebung werden in einer zweiten Erarbeitungsphase erarbeitet.&lt;br /&gt;
#Im folgenden Schritt werden die Formen und Zwecke der Datenerhebung miteinander vernetzt und durch eine persönliche Reflektion über die Vor- und Nachteile dieser Datenerhebung gefestigt.&lt;br /&gt;
#Durch die Diskussion über verschiedene Maßnahmen des Datenschutzes wird das erarbeitete Wissen im letzten Schritt angewendet und verantwortungsvolles Handeln in diesem Bereich gefördert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Unterrichtsplanung wurden zudem die verschiedenen Aspekte des Curricular Spider Web (2013) berücksichtigt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Der Zeitpunkt des Unterrichts wurde berücksichtigt. An einem Freitag ist die Konzentrationsfähigkeit wahrscheinlich nicht mehr sehr hoch.&lt;br /&gt;
*Auch die lokale Gegebenheit, dass der Raum neu und unbekannt für die Schüler war, wurde berücksichtigt bspw. durch den “Eisbrecher” zu Beginn der Stunde.&lt;br /&gt;
*Da man ausgehen kann, dass sich die Schüler untereinander kennen, konnten verschiedentlich Gruppenarbeitsphasen eingeplant werden.&lt;br /&gt;
*Bezüglich der Lernmedien wurde darauf geachtet, sowohl digitale als auch analoge Elemente in den Unterricht miteinzubinden.&lt;br /&gt;
*Der zentralen Aspekt, warum die Schüler diese Kompetenzen erwerben sollen, wurde schon in den vorherigen Kapiteln betrachtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Zusammenfassender Überblick über das Unterrichtsmodul==&lt;br /&gt;
Das Unterrichtsmodul mit den zentralen Aktivitäten, inhaltlichen Schwerpunkten und Fachinhalten in den verschiedenen Phasen wird in der nachfolgenden Grafik zur Übersicht und Orientierung zusammengefasst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Überblick über den Unterrichtsverlauf==&lt;br /&gt;
Im Folgenden wird ein Überblick über den Unterrichtsverlauf gegeben. Die Materialien, wie etwa Arbeitsblätter und ergänzende Informationen, der verschiedenen Phasen sind in der Tabelle verlinkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Des Weiteren steht eine &#039;&#039;&#039;Handreichung mit ergänzenden Hintergrundinformationen für Lehrkräfte&#039;&#039;&#039; zur Verfügung, in der ausgewählte Inhalte des Unterrichtsmodul, Materialien und Begrifflichkeiten näher erklärt werden: [[Images/1/10/Exploration Standortdaten - Ergaenzende Informationen.pdf|Ergänzende Informationen]].&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+&lt;br /&gt;
!&amp;lt;big&amp;gt;PHASEN&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
!&amp;lt;big&amp;gt;INHALTLICHE SCHWERPUNKTE/OPERATIONEN&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
!&amp;lt;big&amp;gt;SOZIAL-/AKTIONSFORM&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
!&amp;lt;big&amp;gt;MEDIEN&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
!INTENTIONEN U. BEGRÜNDUNGEN&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;4&amp;quot; |&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Vorstellung, Einführung und Eisbrecher (5 min)&lt;br /&gt;
|Vorstellungsrunde, Frage nach Begriffen, die die SuS diese Woche schon gegoogelt haben&lt;br /&gt;
|Klasse&lt;br /&gt;
|Whiteboard&lt;br /&gt;
|Einführung und Kennenlernen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Plan vorstellen (5 min)&lt;br /&gt;
|Unterrichtsplan, Motivation und Ziele mündlich vorstellen&lt;br /&gt;
|Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
|Whiteboard&lt;br /&gt;
|Ziele und Motivation für die SuS&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Googlen von vorgegebenen Suchbegriffen (15 min)&lt;br /&gt;
|Die SuS googlen vorgegebene Suchbegriffe, z.B. Paderborn, Universität, Schule, Wetter und schreiben Beobachtungen auf&lt;br /&gt;
|Gruppenarbeit&lt;br /&gt;
|AB1, PCs&lt;br /&gt;
|Die Beobachtungen der Suchergebnisse von Google anhand der Leitfragen analysieren&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Zusammentragen der Ergebnisse (15 min)&lt;br /&gt;
|Die SuS stellen kurz als Gruppe die Ergebnisse der Recherche vor (z.B. Schule→ Schulen in PB, …)&lt;br /&gt;
|Klasse&lt;br /&gt;
|Whiteboard&lt;br /&gt;
|Die SuS sollen sehen, dass Google nicht nur eine Suchmaschine ist, siehe Maps, das den Standort verwendet, etc.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Arten der Erhebung (10 min)&lt;br /&gt;
|Frage, was Google überhaupt erhebt → Vorkenntnisse&lt;br /&gt;
|Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
|Whiteboard&lt;br /&gt;
|Weiterführung zum Datenbewusstsein&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Datenerhebung (15 min)&lt;br /&gt;
|Text zu explizit und implizit erhobenen Daten&lt;br /&gt;
|Einzelarbeit&lt;br /&gt;
|AB2&lt;br /&gt;
|Arten der Datenerhebung verstehen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Frage, welche Daten explizit und implizit erhoben wurden (10 min)&lt;br /&gt;
|Die SuS diskutieren, welche Daten beim vorherigen Googlen erhoben wurden&lt;br /&gt;
|Gruppenarbeit&lt;br /&gt;
|AB2&lt;br /&gt;
|Datenerhebung bei den speziellen Suchanfragen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Zusammentragen (10 min)&lt;br /&gt;
|Ergebnisse sichern&lt;br /&gt;
|Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
|Beamer, AB2&lt;br /&gt;
|Verbindung Datenerhebung und Google&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Pause (20 min)&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Zwecke (10 min)&lt;br /&gt;
|Frage, warum Google Daten erhebt und verarbeitet → Vorkenntnisse&lt;br /&gt;
|Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
|Whiteboard&lt;br /&gt;
|Frage nach dem Warum der Datenerhebung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Zwecke der Datenerhebung (15 min)&lt;br /&gt;
|Text zu Zwecken der Datenerhebung und -verarbeitung&lt;br /&gt;
|Einzelarbeit (Aufg. 1-2)&lt;br /&gt;
|AB3&lt;br /&gt;
|Zwecke der Datenerhebung verstehen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Zusammentragen (10 min)&lt;br /&gt;
|Ergebnisse sichern&lt;br /&gt;
|Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
|Beamer, AB3&lt;br /&gt;
|Verbindung Zwecke und Google&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Persönliche Einordnung der Datenerhebung (10 min)&lt;br /&gt;
|Die SuS bilden sich eine Meinung zur Datenerhebung, indem Sie Vor- und Nachteile aufschreiben und reflektieren&lt;br /&gt;
|Partnerarbeit (Aufg. 3-4)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gruppenarbeit&lt;br /&gt;
|AB3 &lt;br /&gt;
|Meinung zu Zwecken bei der Datenerhebung beim Googlen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Diskussion (10 min)&lt;br /&gt;
|Diskussion über Datenerhebung und Datenverarbeitung von der Google Suchmaschine&lt;br /&gt;
|Klasse&lt;br /&gt;
|AB3 &lt;br /&gt;
|Vor- und Nachteile der Datenerhebung und Datenverarbeitung diskutieren&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Maßnahmen (10 min)&lt;br /&gt;
|Die SuS lernen Maßnahmen in den eigenen Einstellungen kennen, die die Datenerhebung zumindest einschränken&lt;br /&gt;
|Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
|PC, Beamer, Geräte der SuS&lt;br /&gt;
|Einschränken von Datenerhebung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Fazit (10 min)&lt;br /&gt;
|SuS nach Erkenntnissen fragen, SuS füllen Feedbackbogen aus&lt;br /&gt;
|Lehrkörper/Klasse&lt;br /&gt;
|Feedbackbogen&lt;br /&gt;
|Schluss&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
==Beschreibungen ausgewählter Materialien==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Puzzle zum Aufbau und der Funktionsweise des Mobilfunknetzes===&lt;br /&gt;
Beispiellösung für das Puzzle in analoger Version&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Digitale Version des Puzzles zum kollaborativen Bearbeitung des Puzzles&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Puzzleteile:====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Personenplättchen:=====&lt;br /&gt;
Die drei Personenkärtchen stellen symbolisch die drei Personen mit ihren Handys bzw. mobilen Stationen dar. Diese spielen in den Simulationen der Funktionsweise des Mobilfunknetzes in der zweiten Aufgabe des Arbeitsblattes 2 eine große Rolle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Elemente des Mobilfunknetzes:=====&lt;br /&gt;
In dem Puzzle kommen stellvertretend für das reduzierte Mobilfunknetz neben den Personenplättchen vier Puzzleteile vor: 1) Antenne + Basisstation (viermal), 2) Vermittlungsstelle, 3) Datenspeicher, 4) Internet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine detaillierte Beschreibung des Mobilfunknetzes und der jeweiligen Elemente findet sich in dem zuvor verlinkten [[Images/1/10/Exploration Standortdaten - Ergaenzende Informationen.pdf|Dokument zu ergänzenden Hintergrundinformationen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachfolgend wird eine Lösung des Puzzles beschrieben. Die Puzzleteile sind, wie dort dargestellt, auf der Puzzlevorlage (s.u.) abzulegen, um das Mobilfunknetz adäquat darzustellen und die Funktionsweise daran zu simulieren. Die Schnittstelle zwischen Vermittlungsstelle und Datenbank wurde zur Reduktion der Komplexität durch eine direkt verbundene Anordnung ersetzt. Die Vermittlungsstelle und die Datenbank sind also als zwei verknüpfte Elemente zu verstehen. Das Puzzleteil Internet (4) steht in äußerst abstrakter Art und Weise stellvertretend für die Verbindung zwischen Vermittlungsstelle und „dem Internet“. Die Thematisierung des, wenn auch grundlegenden, Aufbaus des Internets in diesem Unterrichtsmodul würde im Sinne der Komplexität zu weit führen. (Denkbar wäre an dieser Stelle jedoch in Abhängigkeit der Lerngruppe ein sehr kurzer Exkurs zum Aufbau des Internets.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Puzzlevorlage:====&lt;br /&gt;
Die Puzzleteile und Personenplättchen werden in der ersten Aufgabe des Arbeitsblattes 2 im Sinne einer Rekonstruktion des Aufbaus des Mobilfunknetzes auf einer Puzzlevorlage abgelegt. Die Puzzlevorlage wird die Lernenden gemeinsam mit den Puzzleteilen und dem Arbeitsblatt 2 ausgehändigt. In durchgeführten Erprobungen des Unterrichtsmoduls hat sich gezeigt, dass es ratsam ist, die Materialien des Puzzles bereits zuvor ausgeschnitten in den Unterricht mitzubringen, um die effektive Lernzeit nicht wesentlich zu verkürzen, ein Ausschneiden im Unterricht durch die Schülerinnen und Schüler ist unter Umständen auch möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Lösung des Puzzles:====&lt;br /&gt;
Eine mögliche Lösung für das Puzzle in dem nebenstehendem Bild dargestellt. Variationen bestehen lediglich in der Wahl der Funkzellen, in denen sich die drei Personen aufhalten. Die Elemente des Mobilfunknetzes (graue Puzzleteile) sollten nicht anders gewählt werden. Die Pfeile werden in der zweiten Aufgabe des Arbeitsblattes 2 auf das Puzzle gelegt, um das Herstellen einer Verbindung im Mobilfunknetz nachzustellen. Dazu werden zwei Szenarien zum Telefonieren (Situation 1: orangene Pfeile, Situation 2: grüne Pfeile) aufgegriffen. Optional kann ein drittes Szenario zum &#039;&#039;Aufrufen einer Internetseite&#039;&#039; (blaue Pfeile) als „Sprinteraufgabe“ bearbeitet werden. Die Pfeilrichtung stellt vereinfacht das Senden von Datenpaketen bei der Anfrage der jeweiligen Mobilfunkverbindung dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Hinweise zu den explorierten Daten von Malte Spitz===&lt;br /&gt;
Die Standortdaten wurden während der Nutzung des Mobilfunknetzes von einem Mobilfunkanbieter erhoben. Die Datensätze wurden aus Gründen des Datenschutzes gefiltert, sodass nicht alle erhobenen Daten in der Tabelle aufgefasst werden und die Tabelle somit lediglich als Ausschnitt der erhobenen Daten bezeichnet werden sollte. Die Daten gehören zu einer Einzelperson – genauer zum Politiker Malte Spitz. Veröffentlicht wurden sie gemeinsam mit &#039;&#039;Zeit Online&#039;&#039; im Kontext des Diskurses um die Vorratsdatenspeicherung. Die inbegriffenen Daten umfassen einen Zeitraum zwischen September 2009 und Februar 2010. Bei der Interpretation der auf der Karte visualisierten Standortdaten sollte gegebenenfalls berücksichtigt werden, dass es sich um inzwischen ältere Daten auf einer aktuellen Karte handelt und somit die weiteren Hinweise auf der Karte (z.B. Cafe, Restaurant, Firmen) nicht unbedingt immer stimmen müssen. Dies hindert den Erkenntnisgewinn der Lernenden aus unserer Sicht jedoch nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Weiterführende Quellen zu den Daten:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;https://www.zeit.de/digital/datenschutz/2011-02/vorratsdaten-malte-spitz&amp;lt;/nowiki&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;https://www.zeit.de/datenschutz/malte-spitz-vorratsdaten&amp;lt;/nowiki&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Interaktive Web-Anwendung===&lt;br /&gt;
Ausschnitt der gestarteten interaktiven Web-Anwendung zu diesem Unterrichtsmodul (Stand: Mai 2021)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für das Unterrichtsmodul haben wir eine interaktive Webanwendung entwickelt. Diese ist unter folgendem Link erreichbar: go.upb.de/ExplorationStandortdaten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie basiert auf einem Jupyter Notebook und ist mit Python entwickelt worden. Von den Lernenden werden hingegen keine Kenntnisse im Umgang mit Jupyter Notebooks sowie keinerlei Programmierkenntnisse vorausgesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zunächst müssen die Standortdaten eingelesen werden, was über den Button &#039;&#039;Lade die Standortdaten&#039;&#039; geht. Prinzipiell ist es auch möglich eigene Standortdaten einzuladen bzw. die Anwendung, um diese zu erweitern, die an dieser Stelle ausgewählt werden könnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Laden der Standortdaten wird die Bedienoberfläche angezeigt (s. Bild).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie besteht im Wesentlichen aus drei Bereichen: 1) Eingabemaske zum Einstellen von Filtern (oben links), 2) Anzeige der verarbeiteten Filter und der Tabelle der aktuellen Standortdaten (oben rechts) und 3) Karte zur Visualisierung der Standortdaten mit mehreren Widgets zur Steuerung der Visualisierung (unten).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Eingabemaske (1) können drei Filter separat oder zusammen eingestellt werden. Erstens kann nach einer Zeitspanne gefiltert werden, dann werden alle Standortdaten außerhalb dieser Zeitspanne entfernt. Es können lediglich ganze Stunden eingegeben werden, etwa 16 für 16:00 Uhr. Zweitens kann nach einem Wochentag gefiltert werden, etwa „Montag“, der als Textform in das Textfeld eingegeben bzw. aus dem Dropdown-Menü ausgewählt werden kann. Alle Standortdaten von Tagen außer dem gewählten Wochentag werden entfernt. Drittens kann nach einem Monat gefiltert werden, der ebenfalls als Text eingegeben oder aus dem Dropdown-Menü ausgewählt werden kann. Alle Standortdaten aus anderen Monaten werden entfernt. Ein oder mehrere verwendete Filter werden durch Klicken auf den Button &#039;&#039;Wende Filter an und aktualisiere die Karte&#039;&#039; auf die aktuellen Standortdaten angewendet. Die Karte wird dann zurückgesetzt und kann zum Visualisieren der aktuellen Standortdaten verwendet werden. Durch Klicken auf den Button &#039;&#039;Setze alle Filter zurück&#039;&#039; werden die ursprünglichen Standortdaten wiederhergestellt, sodass neue Filter gesetzt werden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Anzeige (2) werden die zuletzt angewendeten Filter mit jeweils einem Satz beschrieben sowie die aktuellen Standortdaten in tabellarischer Form dargestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der Karte (3) werden die Standortdaten visualisiert. Dynamisch können diese mit dem Play-Widgets unten links nach und nach eingeblendet werden. Dadurch kann der Verlauf der Standortdaten gut nachvollzogen werden. Dieses Einzeichnen der Standorte kann mit dem Pause Button in diesem Widget pausiert und mit dem Stopp Button zurückgesetzt werden. Die Geschwindigkeit des Einzeichnens kann mit dem Schieberegler &#039;&#039;Speed&#039;&#039; unten rechts angepasst werden. Der Button &#039;&#039;Alle Standorte einzeichnen&#039;&#039; kann als Ersatz für die dynamische Visualisierung der Standortdaten verwendet werden, um alle Standorte auf einmal einzeichnen zu lassen. Aus Performancegründen ist dieser jedoch für wenige Standortdaten empfohlen und auch reguliert. Oben rechts auf der Karte wird in einem Textfeld der Zeitpunkt des zuletzt eingezeichneten Standortes angegeben. Mit den Buttons Plus und Minus oben links auf der Karte kann die Zoomstufe der Kartenanzeige verändert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Standorte werden als Marker dargestellt. Durch Halten der Maus über einen Marker wird ein Tooltip mit dem Zeitpunkt dieses Standortes eingeblendet. Wenn mehrere Marker nah beieinander liegen, werden diese zu einem Cluster (farbiger Kreis mit einer Zahl) zusammengefasst. Durch Anklicken des Kreises bzw. durch Hineinzoomen in die Karte werden die Cluster wieder (abhängig von der Zoomstufe) getrennt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kontaktieren Sie uns gerne bei Fragen, entdeckten Fehlern oder Verbesserungsideen. Wir sind stets daran interessiert, die Web-Anwendung weiterzuentwickeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Beispiel für die Interpretation der visualisierten Standortdaten===&lt;br /&gt;
In den Explorationsphasen des Unterrichtsmoduls mit der interaktiven Web-Anwendung filtern und interpretieren die Lernenden die visualisierten Standortdaten. Da die Interpretationen subjektiv sind, werden sich diese in der Lerngruppe durchaus widersprechen. So wird für den Beruf typischerweise eine breite Vielfalt angeboten, die durchaus plausibel sind. Für die Interpretationen muss es im Unterrichtsverlauf auch kein richtig oder falsch geben. Wichtig ist, dass für die eigenen Interpretationen mit Bezugnahme auf die Daten argumentiert werden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auswahl der Standorte für den Filter von 3 bis 4 Uhr&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Beispiel einer Interpretation:====&lt;br /&gt;
Die meisten Menschen schlafen nachts. In Deutschland würde das dann heißen, dass z.B. zwischen 3:00 bis 4:00 Uhr viele Menschen schlafen. Stellt man nun den Filter für die Zeitspanne auf 3 bis 4 Uhr ein, so stehen insgesamt 294 Standorte zur Verfügung. Nach Einzeichnen auf der Karte können 208 Standorte in Berlin lokalisiert werden. Schaut man diese nun genauer an, so befinden sich 189 von diesen in der Nähe der U-Bahn Haltestelle Rosenthaler Platz (s. Bild).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Weiteres Beispiel einer Interpretation:====&lt;br /&gt;
Die Lernenden können dazu neigen, sehr stark zu interpretieren. So etwa folgendes Beispiel aus einer Erprobung: Ich habe die Standortdaten gefiltert und bekomme heraus, dass er sich oft bei einer bestimmten Firma aufgehalten hat. Die Firma ist in einer bestimmten Branche tätig, was ich mit einer Suchmaschine herausgefunden habe. Deswegen arbeitet er nun also etwa in der Finanzbranche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Schüler erwiderte darauf in einer Unterrichtserprobung, dass der Aufenthaltsort tagsüber bei einer Firma lediglich die Interpretation ermöglichen würde, dass er vielleicht dort arbeiten würde, aber nicht welchen Beruf er dort nachgeht. Er könnte etwa auch einer Hausmeister-Tätigkeit nachgehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diskussionen dieser Art zeigen ein gutes Verständnis für die Gewinnung einer Information durch Interpretation von (Standort-) Daten und können sehr gewinnbringend für den Unterrichtsverlauf sein. Die Sicherheit der Interpretationen sollte also durchaus beachtet aber auch nicht unterschätzt werden. Die Auswertungsphase dieser Explorationen ist knapp bemessen. Zugunsten von Diskussionen dieser Art kann diese durchaus verlängert werden. Dabei kann dann auch aufgegriffen werden, dass bei solchen Datenauswertungen auch weitere Datenquellen hinzugenommen werden (s. optionale Ergänzung in Phase 2b), um genauere Interpretationen zu ermöglichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Beispiele für sekundäre Zwecke der Verwendung von Standortdaten aus dem Mobilfunknetz===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Beispiel 1: Analyse der Mobilität während der Coronapandemie====&lt;br /&gt;
Zur Eindämmung der Covid-19-Pandemie wurden verschiedene Maßnahmen (u.a. „Lockdown“) veranlasst. Die Wirkung der Maßnahmen kann anhand der Mobilität der Bevölkerung untersucht werden. Dazu wurden etwa Mobilfunkdaten des Mobilfunkanbieters Telefónica bereitgestellt, die zuvor anonymisiert und aggregiert wurden. Ein Bericht dazu findet sich bei destatis. Dort sind ebenfalls interessante Visualisierungen eingefügt, welche im Unterricht mit aufgegriffen werden könnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;https://www.destatis.de/DE/Service/EXDAT/Datensaetze/mobilitaetsindikatoren-mobilfunkdaten.html&amp;lt;/nowiki&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Beispiel 2: Analyse zur Optimierung des ÖPNV====&lt;br /&gt;
Mobilfunkanbieter nutzen erhobene Mobilfunkdaten (v.a. auch Standortdaten) für verschiedene Projekte im Kontext der Verkehrsoptimierung oder auch Optimierung des öffentlichen Personennahverkehrs. Telefónica berichtet dazu etwa von mehreren Projekten zum ÖPNV in Leipzig in München, der Verkehrsplanung in Deutschland oder zur Auswertung von Staus auf deutschen Straßen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;https://www.telefonica.de/analytics/anonymisierte-daten.html&amp;lt;/nowiki&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ähnlich berichtet auch der Mobilfunkanbieter Deutsche Telekom von einem Projekt mit Verkehrsbetrieben in Nürnberg, wo anonymisierte Standortdaten verwendet werden, um das Verkehrsangebot zu optimieren. Unter dem zweiten Link findet sich auch ein Video, welches dazu die sekundäre Verwendung der Standortdaten beschreibt und eventuell für den Unterricht genutzt werden könnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;https://www.telekom.com/de/medien/medieninformationen/detail/data-analytics-handy-schwarm-hilft-strassenbahn-349426&amp;lt;/nowiki&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;https://www.telekom.com/de/medien/mediencenter/medienmappen/medienmappen-2015/data-analytics&amp;lt;/nowiki&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Jwiens3</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://eduwiki.cs.upb.de/index.php?title=Unterricht_zu_der_Google_Suche&amp;diff=2814</id>
		<title>Unterricht zu der Google Suche</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://eduwiki.cs.upb.de/index.php?title=Unterricht_zu_der_Google_Suche&amp;diff=2814"/>
		<updated>2022-08-15T11:24:25Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Jwiens3: /* Inhaltsverzeichnis */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Auf der Suche nach Informationen verwenden Schülerinnen und Schüler fast täglich die Internet-Suchmaschine von Google. Dort findet man zu allen möglichen Themen die verschiedensten Informationen und auch viel Unterhaltsames. Dass dabei von Google viele personenbezogenen Daten erhoben und verarbeitet werden, ist vielen Schülern nicht bewusst. Die Google-Suchmaschine gehört zu den [[Datengetriebenes digitales Artefakt|datengetriebenen digitalen Artefakten]], die verschiedene Daten explizit und implizit erheben und anschließend zu primären und sekundären Zwecken verarbeiten. In diesem Unterrichtsmodul wird die Google-Suchmaschine als Beispiel für ein solches [[datengetriebenes digitales Artefakt]] aufgegriffen. Anhand dieses Beispiels soll in diesem Unterrichtsmodul das [[Datenbewusstsein]] der Schülerinnen und Schüler gefördert werden, indem die Schüler interaktiv herausfinden, welche Daten sie einer Suchmaschine bei der Suche preisgeben und indem sie die Vor- und Nachteile der Datenerhebung und -verarbeitung diskutieren. Sie sollen zudem Möglichkeiten kennenlernen, wie bei Suchmachine von Google die eigenen Daten selbstbestimmt verwaltet werden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inhaltsverzeichnis==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[1 Steckbrief des Unterrichtsmoduls]]&lt;br /&gt;
*[[Exploration von Standortdaten aus dem Mobilfunknetz - Klasse 5 und 6#.C3.9Cberblick%20.C3.BCber%20den%20Verlauf%20des%20Unterrichtsmoduls|2 Überblick über den Verlauf des Unterrichtsmoduls]]&lt;br /&gt;
*[[Exploration von Standortdaten aus dem Mobilfunknetz - Klasse 5 und 6#Didaktische%20Kernidee:%20F.C3.B6rderung%20von%20Datenbewusstsein%20in%20diesem%20Unterrichtsmodul|3 Didaktische Kernidee: Förderung von Datenbewusstsein in diesem Unterrichtsmodul]]&lt;br /&gt;
*[[Exploration von Standortdaten aus dem Mobilfunknetz - Klasse 5 und 6#Ziele%20des%20Unterrichtsmoduls|4 Ziele des Unterrichtsmoduls]]&lt;br /&gt;
*[[Exploration von Standortdaten aus dem Mobilfunknetz - Klasse 5 und 6#Leitfragen%20im%20Unterrichtsmodul|5 Leitfragen im Unterrichtsmodul]]&lt;br /&gt;
*[[Exploration von Standortdaten aus dem Mobilfunknetz - Klasse 5 und 6#Zusammenfassender%20.C3.9Cberblick%20.C3.BCber%20das%20Unterrichtsmodul|6 Zusammenfassender Überblick über das Unterrichtsmodul]]&lt;br /&gt;
*[[Exploration von Standortdaten aus dem Mobilfunknetz - Klasse 5 und 6#.C3.9Cberblick%20.C3.BCber%20den%20Unterrichtsverlauf|7 Überblick über den Unterrichtsverlauf]]&lt;br /&gt;
*[[Exploration von Standortdaten aus dem Mobilfunknetz - Klasse 5 und 6#Beschreibungen%20ausgew.C3.A4hlter%20Materialien|8 Beschreibungen ausgewählter Materialien]]&lt;br /&gt;
**[[Exploration von Standortdaten aus dem Mobilfunknetz - Klasse 5 und 6#Puzzle%20zum%20Aufbau%20und%20der%20Funktionsweise%20des%20Mobilfunknetzes|8.1 Puzzle zum Aufbau und der Funktionsweise des Mobilfunknetzes]]&lt;br /&gt;
***[[Exploration von Standortdaten aus dem Mobilfunknetz - Klasse 5 und 6#Puzzleteile:|8.1.1 Puzzleteile:]]&lt;br /&gt;
****[[Exploration von Standortdaten aus dem Mobilfunknetz - Klasse 5 und 6#Personenpl.C3.A4ttchen:|8.1.1.1 Personenplättchen:]]&lt;br /&gt;
****[[Exploration von Standortdaten aus dem Mobilfunknetz - Klasse 5 und 6#Elemente%20des%20Mobilfunknetzes:|8.1.1.2 Elemente des Mobilfunknetzes:]]&lt;br /&gt;
***[[Exploration von Standortdaten aus dem Mobilfunknetz - Klasse 5 und 6#Puzzlevorlage:|8.1.2 Puzzlevorlage:]]&lt;br /&gt;
***[[Exploration von Standortdaten aus dem Mobilfunknetz - Klasse 5 und 6#L.C3.B6sung%20des%20Puzzles:|8.1.3 Lösung des Puzzles:]]&lt;br /&gt;
**[[Exploration von Standortdaten aus dem Mobilfunknetz - Klasse 5 und 6#Hinweise%20zu%20den%20explorierten%20Daten%20von%20Malte%20Spitz|8.2 Hinweise zu den explorierten Daten von Malte Spitz]]&lt;br /&gt;
**[[Exploration von Standortdaten aus dem Mobilfunknetz - Klasse 5 und 6#Interaktive%20Web-Anwendung|8.3 Interaktive Web-Anwendung]]&lt;br /&gt;
**[[Exploration von Standortdaten aus dem Mobilfunknetz - Klasse 5 und 6#Beispiel%20f.C3.BCr%20die%20Interpretation%20der%20visualisierten%20Standortdaten|8.4 Beispiel für die Interpretation der visualisierten Standortdaten]]&lt;br /&gt;
***[[Exploration von Standortdaten aus dem Mobilfunknetz - Klasse 5 und 6#Beispiel%20einer%20Interpretation:|8.4.1 Beispiel einer Interpretation:]]&lt;br /&gt;
***[[Exploration von Standortdaten aus dem Mobilfunknetz - Klasse 5 und 6#Weiteres%20Beispiel%20einer%20Interpretation:|8.4.2 Weiteres Beispiel einer Interpretation:]]&lt;br /&gt;
**[[Exploration von Standortdaten aus dem Mobilfunknetz - Klasse 5 und 6#Beispiele%20f.C3.BCr%20sekund.C3.A4re%20Zwecke%20der%20Verwendung%20von%20Standortdaten%20aus%20dem%20Mobilfunknetz|8.5 Beispiele für sekundäre Zwecke der Verwendung von Standortdaten aus dem Mobilfunknetz]]&lt;br /&gt;
***[[Exploration von Standortdaten aus dem Mobilfunknetz - Klasse 5 und 6#Beispiel%201:%20Analyse%20der%20Mobilit.C3.A4t%20w.C3.A4hrend%20der%20Coronapandemie|8.5.1 Beispiel 1: Analyse der Mobilität während der Coronapandemie]]&lt;br /&gt;
***[[Exploration von Standortdaten aus dem Mobilfunknetz - Klasse 5 und 6#Beispiel%202:%20Analyse%20zur%20Optimierung%20des%20.C3.96PNV|8.5.2 Beispiel 2: Analyse zur Optimierung des ÖPNV]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Steckbrief des Unterrichtsmoduls==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Titel:&#039;&#039;&#039; Erhebung und Verarbeitung von Daten bei Suchmaschinen am Beispiel der Google Suche&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Stichworte:&#039;&#039;&#039; [[Datenbewusstsein]], [[Data Science]], Internet-Suchmaschine&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Zielgruppe:&#039;&#039;&#039; Informatik in Klasse 9 und 10 der Haupt-, Real- und Gesamtschule - keine Einschränkung der Klassengröße - sowohl homogene als auch heterogene Zusammensetzung möglich&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Inhaltsfeld:&#039;&#039;&#039; &amp;quot;Informatik, Mensch und Gesellschaft&amp;quot; (insbesondere der Schwerpunkt: [[Datenbewusstsein]]), &amp;quot;Daten und Information&amp;quot;, &amp;quot;Informatiksysteme&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Vorkenntnisse:&#039;&#039;&#039; Dieses Unterrichtsmodul setzt einige wenige Vorkenntnisse der Lernenden voraus. Das Internet sollte für die Schüler der Zielgruppe kein Neuland sein und die Google-Suche sollte für sie ein gebräuchliches Werkzeug sein. Wünschenswert wäre außerdem auch die Fähigkeit, die Google-Suche systematisch und strukturiert anwenden zu können. Außerdem muss vorausgesetzt werden, dass die Schüler ihren persönlichen Umgang mit der Google-Suche und mit ihren personenbezogenen Daten reflektieren und beurteilen können. Daher auch die Fokussierung auf die neunte bzw. zehnte Jahrgangsstufe. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Zeitlicher Umfang:&#039;&#039;&#039; 4 Unterrichtsstunden a 45 Minuten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Gegenstandsbereich (Fachinhalt) des Unterrichtsmoduls==&lt;br /&gt;
Datenbewusstsein ist ein wichtiger Aspekt, besonders im Rahmen von Suchmaschinen. Denn diese sammeln viele Daten der Nutzer zu verschiedenen Zwecken. Welche Daten Google sammelt und zu welchen Zwecken, ist wichtig zu verstehen, damit man sich im Internet bzw. beim Suchen im Internet bewusst damit auseinandersetzt. Da Google im Jahr 2004 an die Börse gegangen ist, ist das Unternehmen ein Gewinnorientiertes. Den Gewinn kann Google nicht durch das “stumpfe” Anzeigen von Ergebnissen zu Suchanfragen erzielen, sondern indem es Daten der Nutzer auswertet und weiterverwendet. Seien es Werbeanzeigen zu anderen Plattformen oder der Verkauf von Nutzerdaten an Dritte zur Gewinnerzielung. &lt;br /&gt;
In diesem Sinne ist es wichtig zu wissen, wie Google uns mit der Darstellung von Suchergebnissen beeinflussen kann. Google erhebt dafür explizit und implizit Daten. Explizit werden der eingegebene Suchbegriff und ggf. verlinkte Google-Konten erhoben. Dadurch können implizit viele weitere Daten gewonnen werden, zum Beispiel welche Interessen man hat oder welche Webseiten sehr beliebt bei den Nutzern sind. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese erhobenen Daten kann Google für verschiedene Zwecke nutzen. Primäre Zwecke sind hierbei, dass Google seine Funktionen weiter anbieten kann. Weiter möchte Google seine Funktionen verbessern und weitere einbinden, zum Beispiel das Wetter oder eine Karte mit weiteren Ergebnissen. Die primären Zwecke dienen also eher der Nutzerperspektive, um die Funktionen für die Nutzer zu verbessern. Sekundäre Zwecke sind bei der Datenerhebung durch Google wirtschaftlich und wissenschaftlich orientiert. Wirtschaftlich sind eben die Anzeige von personalisierter Werbung auf der Ergebnisseite und das Weiterverkaufen von Daten an Dritte. Wissenschaftlich geht es Google um die Analyse des Nutzerverhaltens. Die sekundären Zwecke sind also aus Anbieterperspektive formuliert. Wie man seine persönlichen Daten vor Zugriffen oder Analysen schützen kann, ist eine resultierende Fragestellung.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Überblick über den Verlauf des Unterrichtsmoduls==&lt;br /&gt;
Konkret werden die Begriffe der implizit und explizit erhobenen Daten, sowie primäre und sekundäre Zwecke behandelt. Zum Einstieg ins Anwendungsbeispiel Google Suche sollen die SuS in Gruppen am PC Begriffe eingeben und Beobachtungen aufschreiben. Die Ergebnisse werden für spätere Gruppenarbeiten gesichert. Dann lesen die SuS entsprechend aufbereitete Texte zur Datenerhebung und zu den Zwecken und besprechen sich jeweils in den Gruppen, um die Aspekte der Begriffe zusammenzutragen. Außerdem sollen die SuS die erlernten Definitionen und Beispiele auf Google-Suche und den zuvor gesammelten Ideen und Ergebnisse zu der Google-Suche am Anfang anwenden, indem sie die Definition mit dem, was Google nach der Eingabe der Suchbegriffe tut, abgleichen. Da Datenbewusstsein als eines der gesellschaftlichen Themen im Informatikunterricht nur unzureichend behandelt wird, bieten die Begriffe einen Einstieg in das Thema der Auswirkungen von großen Datenmengen. Durch die Anwendung der Begrifflichkeiten auf Google, das Finden von Beispielen der Datenerhebung und dessen Verwendung, können die SuS sich dann mehr diese Datenverarbeitung bewusst machen. Des Weiteren fällt es ihnen auch leichter, die Datenverarbeitung auf andere Bereiche bzw. datengetriebene digitale Artefakte zu übertragen, da die SuS in der letzten Phase Stellung zur Datenerhebung nehmen und sich über Vor- und Nachteile Gedanken machen. Als Zusatz werden noch Einstellungen zum eigenen Datenschutz im Browser erklärt, als Vorschlag der individuellen Anpassung im Alltag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ziele des Unterrichtsmoduls==&lt;br /&gt;
Die Lernziele und Kompetenzen des Unterrichtsmodul orientieren sich an dem Bildungsanliegen des UNESCO-Weltaktionsprogrammes: “Bildung für nachhaltige Entwicklung”. Bei diesem Bildungsanliegen wird das Ziel verfolgt, dass die SuS die Fähigkeit erlangen, die Auswirkungen des eigenen Handelns auf die Welt zu verstehen und verantwortungsvolle Entscheidungen zu treffen. Da die Auswirkungen des eigenen Handelns bei der Verwendung der Google-Suchmaschine oft unterschätzt werden, zeigt sich hier der Bedarf, die Kompetenz des verantwortungsvollen Handelns durch dieses Unterrichtsmodul anzustreben. Daraus folgen dann folgende Lernziele:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Hauptziel der Unterrichtsstunde ist, dass sich SuS bewusster im Internet verhalten. Dies meint grundlegend, dass sie gezielter in ihrem Alltag nach ihren Interessen im Internet suchen und dabei verstehen, welche Daten währenddessen von ihnen (als des Nutzers/ der Nutzerin) erhoben werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Des Weiteren sollten sie auch den Zweck der Erhebung verstehen bzw. Vermutungen diesbezüglich haben. Also warum Google oder allgemein kostenlose Apps Daten von NutzerInnen erheben und was sie dann mit den erhobenen Daten anfangen. Sie sollten also wissen, dass mit den Daten nicht nur Geld gemacht wird (bspw. durch Verkauf ihrer Daten), sondern auch ein Digitaler Doppelgänger von ihnen erstellt wird, um auf aktuelle Interessen einzugehen und dementsprechend Werbung zu schalten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da sie sich im Internet bzw. auf Google „bewegen“ und damit arbeiten, lernen sie das ddA in voller Funktion kennen. Durch die Analyse sollen sie erkennen, wie und warum Google den eingegebenen Suchbegriff so interpretiert und die entsprechenden Suchergebnisse anzeigt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem erlangten Wissen sollen die SuS diese Erhebungen und dessen Zwecke deuten und bewerten. Dadurch bilden sie sich nicht nur eine eigene Meinung, sondern lernen auch, ihre Meinung zu begründen und durch Argumentationen und Diskussionen durchzusetzen. Hierzu benötigen sie Wissen über Vor- und Nachteile, welche zuvor im Plenum aus Nutzer- und Anbieterperspektive zusammengetragen und erarbeitet werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um sich vor den Nachteilen der Nutzer-Perspektive zu schützen, sollen sie selbst am Computer im Google-Browser nach Möglichkeiten zur Datenschutzeinstellung suchen und den daraus resultierenden Schutz für den eigenen Nutzer notieren und den anderen vorführen. Dadurch werden nicht nur explizit Medienkompetenzen gefördert, sondern auch die Zuordnung des gelernten Wissens im eigenen Sprachgebrauch überdacht und eingebaut. Hinzu kommen weitere Argumentationsstrukturen und die Aneignung strukturierter und überzeugender Sprachkompetenzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Sachanalyse des Unterrichtsmoduls==&lt;br /&gt;
Viele fachwissenschaftliche Aspekte wurden im Abschnitt [[Unterricht zu der Google Suche|Gegenstandsbereich]] behandelt. Im Folgenden ist die Mindmap zur Dualitätsrekonstruktion dargestellt:&lt;br /&gt;
[[Datei:Dualitätskonstruktion zur Google-Suche.png|mini|1032x1032px|Dualitätskonstruktion zur Google-Suche]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Didaktische Begründung des Unterrichtsmoduls==&lt;br /&gt;
Das Unterrichtsmodul beinhaltet viele Phasen, in denen die SuS zusammenarbeiten sollen. Das fördert die Sozialkompetenz der SuS und hat das Ziel, dass sich die SuS über die Themen und Lösungen austauschen. Dabei können sie verschiedene Lösungsansätze austauschen und darüber nachdenken. Leistungsschwächere SuS können von den leistungsstärkeren in den Arbeitsphasen profitieren. Dadurch wird der Heterogenität der Klasse Rechnung getragen. Auch können die stärkeren SuS bei einigen Arbeitsaufträgen weitere Aufgaben bearbeiten, wenn die anderen SuS noch etwas Zeit fürdie primären Aufgaben benötigen. Zum Beispiel können sich die SuS, die schon die Zwecke der Datenverarbeitung von Google erarbeitet haben, Gedanken über Vor- und Nachteile der Datenerhebung durch Google machen und diese notieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Unterrichtsmodul wurde in die sechs Schritte nach Leisen (2017) unterteilt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
#Im ersten Schritt wird der Lernkontext zu den SuS gebracht, indem sich die SuS zum Einstieg Gedanken zu ihrer kürzlichen Internetrecherche machen. Die SuS können erste Ideen und Beobachtungen zur Google Suche machen, indem sie einige vorgegebene Begriffe eingeben und die Ergebnisseiten analysieren. Die Sicherung nach dieser Phase dient dazu, dass die SuS ihre Ergebnisse in den nächsten Phasen aufgreifen und verknüpfen können.&lt;br /&gt;
#Im nächsten Schritt wird den SuS Lernmaterial gegeben, das sie bearbeiten sollen. Hier wird den SuS erst theoretisches Wissen vermittelt, das sie für den weiteren Ablauf benötigen. Dazu gehört z. B. das Wissen um und die Unterscheidung in explizite und implizite Datenerhebung. Dabei sollen die SuS in Lerngruppen zusammenarbeiten.&lt;br /&gt;
#Im nächsten Schritt werden die neuen Lerninhalte zusammen im Plenum diskutiert. Dabei sollte eine Lehrkraft diese Phase moderieren, damit die SuS ihre neuen Vorstellungen im Diskurs weiter verknüpfen bzw. ggf. korrigieren können.&lt;br /&gt;
#Das theoretisch erlangte Wissen können sie dann auf den Kontext der Google Suche anwenden. Die Zwecke der Datenerhebung werden in einer zweiten Erarbeitungsphase erarbeitet.&lt;br /&gt;
#Im folgenden Schritt werden die Formen und Zwecke der Datenerhebung miteinander vernetzt und durch eine persönliche Reflektion über die Vor- und Nachteile dieser Datenerhebung gefestigt.&lt;br /&gt;
#Durch die Diskussion über verschiedene Maßnahmen des Datenschutzes wird das erarbeitete Wissen im letzten Schritt angewendet und verantwortungsvolles Handeln in diesem Bereich gefördert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Unterrichtsplanung wurden zudem die verschiedenen Aspekte des Curricular Spider Web (2013) berücksichtigt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Der Zeitpunkt des Unterrichts wurde berücksichtigt. An einem Freitag ist die Konzentrationsfähigkeit wahrscheinlich nicht mehr sehr hoch.&lt;br /&gt;
*Auch die lokale Gegebenheit, dass der Raum neu und unbekannt für die Schüler war, wurde berücksichtigt bspw. durch den “Eisbrecher” zu Beginn der Stunde.&lt;br /&gt;
*Da man ausgehen kann, dass sich die Schüler untereinander kennen, konnten verschiedentlich Gruppenarbeitsphasen eingeplant werden.&lt;br /&gt;
*Bezüglich der Lernmedien wurde darauf geachtet, sowohl digitale als auch analoge Elemente in den Unterricht miteinzubinden.&lt;br /&gt;
*Der zentralen Aspekt, warum die Schüler diese Kompetenzen erwerben sollen, wurde schon in den vorherigen Kapiteln betrachtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Zusammenfassender Überblick über das Unterrichtsmodul==&lt;br /&gt;
Das Unterrichtsmodul mit den zentralen Aktivitäten, Leitfragen und Fachinhalten in den drei Teilen wird in der nachfolgenden Grafik zur Übersicht und Orientierung zusammengefasst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Überblick über das Unterrichtsmodul&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Überblick über den Unterrichtsverlauf==&lt;br /&gt;
Im Folgenden wird ein Überblick über den Unterrichtsverlauf gegeben. Die Materialien, wie etwa Arbeitsblätter und ergänzende Informationen, der verschiedenen Phasen sind in der Tabelle verlinkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Des Weiteren steht eine &#039;&#039;&#039;Handreichung mit ergänzenden Hintergrundinformationen für Lehrkräfte&#039;&#039;&#039; zur Verfügung, in der ausgewählte Inhalte des Unterrichtsmodul, Materialien und Begrifflichkeiten näher erklärt werden: [[Images/1/10/Exploration Standortdaten - Ergaenzende Informationen.pdf|Ergänzende Informationen]].&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+&lt;br /&gt;
!&amp;lt;big&amp;gt;Phase&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
!&amp;lt;big&amp;gt;Inhalt&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
!&amp;lt;big&amp;gt;Ziele&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
!&amp;lt;big&amp;gt;Material&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;4&amp;quot; |&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;1a&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Einführung in den Interaktionskontext und Problematisierung:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Als Unterrichtsgespräch wird gemeinsam ein (Gedanken-) Experiment zum Herstellen einer Mobilfunkverbindung beim Telefonieren durchgeführt: (1) Von einem Handy wird ein zweites Handy angerufen – Was passiert dabei? (2) Was passiert nun, wenn ein Handy in einer Metallbox liegt? (3) Was passiert, wenn beide Handys in der Metallbox liegen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gemeinsam wird die Frage erarbeitet, wie das Mobilfunknetz aufgebaut ist und welche Schritte zum Herstellen einer Mobilfunkverbindung nötig sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Didaktischer Kommentar:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es werden eigene Erfahrungen der Lernenden zur Nutzung des Mobilfunknetzes aufgegriffen (aus Nutzerperspektive). Außerdem soll eine Neugierde an dem Aufbau und der genauen Funktionsweise des Mobilfunknetzes (aus Anbieterperspektive) geweckt werden. Daraus resultierend wird die Frage nach dem Aufbau und der Funktionsweise des Mobilfunknetzes aufgestellt.&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
*Aktivierung von Vorkenntnissen zum Mobilfunknetz (i.d.R. aus Nutzerperspektive)&lt;br /&gt;
*Wecken von Neugierde an dem Aufbau und der Funktionsweise des Mobilfunknetzes&lt;br /&gt;
|[[Images/7/78/Datenbewusstsein Standortdatenmodul Folien Gedankenexperiment Mobilfunknetz.pptx|Unterstützende Folien für das (Gedanken-) Experiment]] (alternativ auch zwei Handys und eine Metallbox)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;1b&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Erarbeitung des Aufbaus und der Funktionsweise des Mobilfunknetzes:&#039;&#039;&#039; Gemeinsam oder in Einzelarbeit wird ein Überblicksvideo zum Aufbau und der Funktionsweise des Mobilfunknetzes geschaut (ggf. mehrere Durchläufe). Die Lernenden notieren dabei Informationen zu Komponenten des Mobilfunknetzes (AB1). Danach werden die Begrifflichkeiten zum Mobilfunknetz (Basisstation, Funkzelle, Vermittlungsstelle) im Plenum besprochen und gesichert. Anschließend wird mit einem Puzzle der vereinfachte Aufbau des Mobilfunknetzes rekonstruiert sowie die Funktionsweise mit zwei Szenarien erarbeitet (AB2).&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|Lösung des Puzzles&lt;br /&gt;
Anhand der beiden Szenarien erarbeiten die Lernenden, welche (persönlichen) Daten bei der Nutzung des Mobilfunknetzes (am Beispiel des Telefonierens) erhoben werden können und auch müssen (AB3). Diese Ideen für die erhobenen Daten werden in einem Unterrichtsgespräch gesammelt. Dabei wird auf den Datenbegriff eingegangen, inwiefern in diesem Beispiel Informationen als Daten aufgefasst werden (z.B. der Standort als Zahlenpaar von Längen- und Breitengrad). Anschließend wird gemeinsam bewertet, welche Daten dafür besonders wichtig und notwendig sind, um eine Mobilfunkverbindung herstellen zu können (z.B. Kontaktdaten des Empfängers oder Standortdaten des Empfängers). Auf dem AB3 stellen die Lernenden vorbereitend für den Teil 2 des Moduls Vermutungen auf, wofür die Standortdaten sonst noch genutzt werden können (sekundäre Zwecke).&lt;br /&gt;
Didaktischer Kommentar:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Architektur und Relevanz (s. Glossar in den [[Images/1/10/Exploration Standortdaten - Ergaenzende Informationen.pdf|ergänzende Informationen]]) des Mobilfunknetzes wird in dieser Phase erarbeitet. Der gegebene Interaktionskontext wird dann hinsichtlich der explizit und implizit erhobenen Daten untersucht (zusätzliche Ideen für erhobene Daten können hinsichtlich der Notwendigkeit bewertet werden). Die Lernenden begründen zusätzlich die Verarbeitung der Standortdaten zum primären Zweck der Herstellung einer Mobilfunkverbindung. Sekundäre Zwecke werden in diesem Teil noch nicht aufgegriffen. In dem Teil 2 werden „echte“ Daten aus dem Mobilfunknetz eingeführt, welche dann mit den Ideen der Lernenden verglichen werden können. Das heißt, hier dürften auch noch Ungenauigkeiten bestehen, welche zu Beginn des zweiten Teils besprochen werden können.&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
*Verstehen der Architektur und Relevanz (s. Glossar) des Mobilfunknetzes (grob)&lt;br /&gt;
*ggf. Kennenlernen des Begriffs Daten exemplarisch an den hier erhobenen Daten; ansonsten Anwendung der Kenntnisse zum Datenbegriff (s. Glossar)&lt;br /&gt;
*Einführung der Begrifflichkeiten „explizit und implizit erhobene Daten“ und identifizieren von explizit und implizit erhobene Daten in diesem Beispiel&lt;br /&gt;
*Beschreiben des primären Zwecks der Verarbeitung und Verwendung der Standortdaten&lt;br /&gt;
|Erklärvideo (Alternative), [[Images/d/dd/Druckvorlage für 2 Puzzle.pdf|Puzzle]], [[Images/8/8d/AB1 - Video zum Aufbau Mobilfunknetz.docx|AB1]], [[Images/a/a5/AB2 - Niveau 1 - Aufbau und Funktionsweise.docx|AB2 - Niveau 1]], [[Images/8/87/AB2 - Niveau 2 - Aufbau und Funktionsweise.docx|AB2 - Niveau 2]], [[Images/2/27/AB2 - Sprinteraufgabe - Aufbau und Funktionsweise.docx|AB2 - Sprinteraufgabe]] (optional), [[Images/7/7d/AB3 - Datenerhebung.docx|AB3]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;4&amp;quot; |&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;2a&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Vorbereitung der Exploration der Standortdaten mithilfe der interaktiven Web-Anwendung:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Zunächst werden die Mobilfunkdaten von Malte Spitz eingeführt (s. Erklärungen unten), welche u.a. Zeitstempel, genutzte Dienste und Standortdaten enthalten. Dabei sollten keine Hinweise dazu gegeben werden, welche Person das ist. Lediglich sollte angemerkt werden, dass diese Daten in einem halben Jahr von einer Person erhoben wurden. Diese Einführung kann anhand der Datentabelle (beiliegende pdf) geschehen, welche dabei auch besprochen werden sollte (Bezug zu AB3 gut möglich).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anschließend wird zu folgender Leitfrage hingeleitet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Leitfrage:&#039;&#039; Was könnte man über eine Person herausfinden, wenn man diese Daten hätte?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bevor die Daten mithilfe einer Web-Anwendung exploriert werden, sollten die Lernenden zu dieser Leitfrage Vermutungen äußern, was man mit diesen Daten herausfinden könnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anschließend wird in die interaktive Web-Anwendung eingeführt, in der diese Standortdaten exploriert werden können (Beschreibung s.u.). Dazu könnten die Lernenden etwa zunächst die Anwendung selbst ausprobieren, bevor dann im Plenum anhand eines gemeinsamen Beispielfrage die Daten exploriert werden. An dem gemeinsamen Beispiel sollte das Vorgehen zum Explorieren vermittelt werden, welches die Lernenden in der nächsten Phase selbst durchführen: (1) Fragestellung entwickeln (z.B. Wo wohnt die Person vermutlich?), (2) Entscheiden für zu setzende Filter in der Web-Anwendung (z.B. Zeitraum von 3 bis 4 Uhr), (3) visualisieren und untersuchen der Standortdaten auf der Karte, (4) Interpretation der Daten und Beantwortung der Fragestellung (z.B. Die Person wohnt in Berlin in der Nähe der Zehdenicker Straße) (Beispiel wird unten näher erklärt). Das Vorgehen für eine Fragestellung kann ein „Ausprobieren“ verschiedener Filter umfassen.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Didaktischer Kommentar:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit den verfügbaren Mobilfunkdaten kann dafür exemplarisch sensibilisiert werden, wie viele Daten bei der Nutzung des Mobilfunknetzes erhoben und generiert werden. Bezüglich dieser Daten sollte stets darauf geachtet werden, dass diese die Standorte der Basisstationen und eben keine GPS-Daten o.ä. darstellen (s. Erklärung in den ergänzenden Informationen). Das Explorieren der Standortdaten zum Erstellen einer modellhaften Charakterisierung der Person (vgl. der Idee des digitalen Doppelgängers) stellt einen sekundären Zweck der Verwendung und Verarbeitung der Standortdaten dar. Dieser Zweck sollte nicht als reale Verwendung und Verarbeitung dargestellt werden, aber als mögliche, wenn diese Daten weitergegeben werden, was in Phase 2c vertieft diskutiert wird. In dieser Phase wird das Explorieren der Daten erstmal nur eingeführt, woraufhin die Lernenden in der nächsten Phase die Daten mit der Web-Anwendung selbstständig explorieren.&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
*Verbessern des Verständnisses (der Menge) der erhobenen Daten einer Person im Mobilfunknetz&lt;br /&gt;
*Umgang mit Datenbegriff und deren Repräsentation am Beispiel der Datentabelle und der Karte üben&lt;br /&gt;
*Vorgehen zur Exploration der Standortdaten mit der Web-Anwendung exemplarisch kennenlernen&lt;br /&gt;
*Verstehen der Charakterisierung der Person als einen sekundären Zweck der Verwendung und Verarbeitung der Standortdaten (fiktiv!)&lt;br /&gt;
|[[Images/e/ec/Tabelle der vorhandenen Standortdaten.pdf|Datentabelle zum zeigen]], Web-Anwendung (s.u.),  [[Images/b/bf/Hilfszettel - Interaktive Web Anwendung.docx|Hilfszettel zur Web-Anwendung]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;2b&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Exploration der Standortdaten mithilfe der interaktiven Web-Anwendung:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
In Gruppen explorieren die Lernenden eigenständig die Standortdaten mithilfe der Web-Anwendung. Dabei erstellen sie als Gruppe einen gemeinsamen Steckbrief als eine Charakterisierung der ihnen unbekannten Person, etwa mit Interpretationen zum Wohnort, dem Arbeitsort oder Freizeitaktivitäten (AB4). Dazu können sich die Lernenden innerhalb einer Gruppe arbeitsteilig mit verschiedenen Fragestellungen befassen, um gemeinsam eine umfassendere Charakterisierung vornehmen zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der anschließenden Auswertung der Gruppenergebnisse werden die verschiedenen Interpretationen diskutiert und zusammengeführt, wobei die Lernenden ihre Interpretationen begründen sollen. Dabei kann auch diskutiert werden, wie sicher sich die Lernenden mit einer bestimmten Interpretation sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der Explorationsphase in den Gruppen kann den Lernenden optional die Möglichkeit gegeben werden, weitere Kontextinformationen heranzuziehen, wie etwa was sich an einem bestimmten Ort befindet oder was ein bestimmtes Unternehmen macht – die Lernenden würden damit den Kontext explorieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Didaktischer Kommentar:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch das Filtern als [[Data Moves|Data Move]] beim Explorieren können bereits einige Informationen über die Person gefunden werden. Die Interpretationen bei der Charakterisierung durch die Lernenden beruhen auf individuellem Kontextwissen und sind somit subjektiv. Das führt zum Auftreten konträrer Interpretationen, welche gewinnbringend diskutiert werden können und müssen. Beachtet werden sollte auch, dass die Charakterisierungen bzw. Steckbriefe einen modellhaften Charakter haben, der durch die ausgewählten Merkmale in den verfügbaren Daten bestimmt wird.&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
*Subjektiver Charakter von Informationen durch die Interpretation verstehen (im Gegensatz zu Daten)&lt;br /&gt;
*Erkennen eines Umfangs an Informationen, die aus Standortdaten gewonnen werden können („relativ umfassende Charakterisierung ist möglich“)&lt;br /&gt;
*Charakterisierung (digitaler Doppelgänger) als modellhaft mit subjektiven Interpretationen verstehen (können auch Fehlinformationen enthalten)&lt;br /&gt;
*Üben des Vorgehens zur Exploration der Daten&lt;br /&gt;
|Web-Anwendung (s.u.), [[Images/f/fd/AB4 - Personensteckbrief.docx|AB4]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;2c&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Reflexion und Bewertung:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Die Erhebung und Verarbeitung persönlicher Daten bei der Nutzung des Mobilfunknetzes wird nun im Unterrichtsgespräch reflektiert und anschließend durch die Lernenden bewertet. An dieser Stelle sollte dringend darauf eingegangen werden, dass ein deutscher Mobilfunkanbieter die erhobenen Daten auf dieser Art und Weise zur Charakterisierung der Personen nicht ohne weitere nutzen darf. Mithilfe der Erfahrungen aus der Exploration kann diese Regulierung auch von den Lernenden exemplarisch nachvollzogen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Optional abhängig von Lerngruppe könnten die Lernenden in den Quellen zu den weiteren Beispielen (s.u.) reale Beispiele für die sekundären Zwecke der Verarbeitung und Verwendung der Standortdaten durch Mobilfunkanbieter im Rahmen einer Recherche untersuchen. Dazu könnten sich die Lernenden in Gruppen einem der beiden Beispiele widmen und sich diese als Gruppenpuzzle gegenseitig vorstellen. Anschließend könnten diese diskutiert und bewertet werden, zum Beispiel indem eine Abwägung von Kosten (Preisgabe vieler persönlicher Informationen) und Nutzen (Vorteile für den Betrieb des Mobilfunknetzes und für gesellschaftliche Belange) vorgenommen wird.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Didaktischer Kommentar:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es sollte zum einen darauf geachtet werden, dass nicht die Fehlvorstellung entwickelt wird, dass Mobilfunkanbieter die Standortdaten einer Einzelperson tatsächlich so auswertet. Zum anderen sollte deutlich sein, dass die Standortdaten hier sinnvollerweise erhoben werden und die Regulierung auch sinnvoll sein kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Die optionale Erarbeitung der Beispiele für reale sekundäre Zwecke der Verarbeitung und Verwendung von Standortdaten durch Mobilfunkanbieter kann den Lernenden einen differenzierten Blick geben, wofür diese Standortdaten tatsächlich genutzt werden.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
*Reflektieren der Erkenntnisse zur Erhebung und Verarbeitung der Daten (v.a. Standortdaten) im Beispiel des Mobilfunknetzes und bewerten dessen&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;2d&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Mögliche Hausaufgabe zur individuellen Reflexion:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Die Lernenden formulieren ein persönliches Fazit zur Erhebung und Verarbeitung der Daten im Mobilfunknetz und begründen dieses (z.B. als Essay). Dabei sollen sie eine persönliche Bewertung vornehmen, die z.B. auch Folgerungen für eigenes Handeln beinhalten kann. Die Aufgabe kann alternativ auch am Ende dieser Phase (dann auch allgemeiner zu allen thematisierten Kontexten) eingegliedert werden.&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
*Festhalten einer Bewertung (z.B. durch Abwägung) der Erhebung und Verarbeitung von Standortdaten im Mobilfunknetz (alternativ: in den thematisierten Kontexten)&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;4&amp;quot; |&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;3a&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Identifizieren weiterer Kontexte im Alltag der Lernenden:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Im Plenum werden weitere Interaktionskontexte aus dem Alltag der Lernenden gesammelt, in denen ebenfalls Standortdaten erhoben und verarbeitet werden. Dabei sollte beachtet werden, dass es auch andere Erhebungsarten von Standortdaten gibt (Mobilfunknetz: Standorte der Basisstationen; andere Kontexte: z.B. GPS-Daten; s. Erklärung in ergänzenden Informationen). In der nächsten Phase werden dann ausgewählte Beispiele näher untersucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Didaktischer Kommentar:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dieser Phase geht es nicht um die genaue Rekonstruktion verschiedener weiterer Kontexte hinsichtlich der Datenerhebung und -verarbeitung, dies passiert in der nachfolgenden Phase. Es geht zunächst erstmal darum, weitere Kontexte, in denen Standortdaten von Nutzenden erhoben werden, zu identifizieren und zu beschreiben. Dadurch sollen die Lernenden einen breiteren und differenzierteren Blick für die Rolle von Standortdaten im eigenen Alltag entwickeln und datengetriebene digitale Artefakte, die Standortdaten erheben, eher erkennen.&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
*Erkennen weiterer Interaktionskontexte aus dem eigenen Alltag, in denen Standortdaten erhoben und verarbeitet werden&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;3b&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Anwendung und Bewertung (Variante 1: Rollenspiel):&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Die Lernenden bearbeiten ein Rollenspiel zu der Erhebung und Verarbeitung von Standortdaten in verschiedenen weiteren Interaktionskontexten (AB5-A bis AB5-E). In dem Rollenspiel wird im Rahmen einer Talkshow über die Erhebung und Verarbeitung von Standortdaten in verschiedenen Kontexten diskutiert:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;Vorbereitungsphase:&#039;&#039; Die Lernenden arbeiten sich in eine gegebene Rolle ein und bereiten Argumente vor. Drei Rollen sind Vertretende von datengetriebenen digitalen Artefakten aus dem Alltag der Lernenden, bei deren Nutzung Standortdaten erhoben und verwendet werden. Zwei Rollen sind Bürger, die für oder gegen die Erhebung und Verarbeitung persönlicher Daten sind.&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;Spielphase:&#039;&#039; In einer Talkshow wird über die Erhebung und Verarbeitung von Standortdaten diskutiert. Die Vertreter von datengetriebenen digitalen Artefakten nutzen dies, um Werbung für ihre Anwendung zu machen und den Nutzen der Erhebung und Verarbeitung der Daten für die Nutzenden zu verdeutlichen (v.a. primäre Zwecke). Die Rollen der Bürger greifen hingegen kritischer und differenzierter auch die sekundären Zwecke auf.&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;Auswertungsphase:&#039;&#039; Die Positionen werden kommentiert und die Lernenden beziehen zu diesen eine eigene begründete Stellung. Die verschiedenen Perspektiven auf die Zwecke der Verwendung und Verarbeitung der Daten werden festgehalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Anwendung und Bewertung (Variante 2: Plakate zur Erhebung und Verarbeitung von Standortdaten erstellen):&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lernenden erstellen in Gruppen Plakate zu der Erhebung und Verarbeitung von Standortdaten in gegebenen Kontexten (AB5). Aus der Perspektiven von Anbietern einer Anwendung, die Standortdaten erhebt, erarbeiten die Lernenden, wie die Standortdaten erhoben werden und wozu diese genutzt werden (könnten).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Anschluss werden die Plakate durch die Gruppen vorgestellt. Danach kommentieren die Lernenden die Plakate sowie bewerten begründet die Erhebung und Verarbeitung der Daten in den jeweiligen Interaktionskontexten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Didaktischer Kommentar:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lernenden sollten in dieser Anwendungs- und Bewertungsphase (in beiden Varianten) einen breiteren Blick für die Erhebung und Verarbeitung von Standortdaten in ihrem Alltag entwickeln. Dabei sollten sie auch die Erhebung von Standortdaten in den verschiedenen Kontexten und verschiedene Zwecke der Verarbeitung und Verwendung beschreiben können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies soll durch den Perspektivwechsel von Nutzenden zu Anbietern von datengetriebenen digitalen Artefakten unterstützt werden. In beiden Varianten sollten die Lernenden eine persönliche (begründete) Bewertung der datengetriebenen digitalen Artefakte in den verschiedenen Interaktionskontexten vornehmen und sich selbst dazu positionieren.&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
*Wechsel der Perspektive eines Nutzenden zu einem Anbieter eines datengetriebenen digitalen Artefakts&lt;br /&gt;
*Bewertung der Erhebung und Verarbeitung von Standortdaten im Mobilfunknetz und weiteren Kontexten (v.a. individuell, lerngruppenabhängig auch auf einer gesellschaftlichen Ebene)&lt;br /&gt;
*Reflektieren der Erhebung und Verarbeitung von Standortdaten im eigenen Alltag&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Für Variante 1:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
[[Images/3/38/AB5-A - Rollenspiel.docx|AB5-A - Rollenspiel]], [[Images/4/47/AB5-B - Rollenspiel.docx|AB5-B - Rollenspiel]], [[Images/0/01/AB5-C - Rollenspiel.docx|AB5-C - Rollenspiel]], [[Images/4/4a/AB5-D - Rollenspiel.docx|AB5-D - Rollenspiel]], [[Images/2/2c/AB5-E - Rollenspiel.docx|AB5-E - Rollenspiel]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Für Variante 2:&#039;&#039;&#039; [[Images/9/9b/AB5 - Plakat.docx|AB5 - Plakat]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Beschreibungen ausgewählter Materialien==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Puzzle zum Aufbau und der Funktionsweise des Mobilfunknetzes===&lt;br /&gt;
Beispiellösung für das Puzzle in analoger Version&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Digitale Version des Puzzles zum kollaborativen Bearbeitung des Puzzles&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Puzzleteile:====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Personenplättchen:=====&lt;br /&gt;
Die drei Personenkärtchen stellen symbolisch die drei Personen mit ihren Handys bzw. mobilen Stationen dar. Diese spielen in den Simulationen der Funktionsweise des Mobilfunknetzes in der zweiten Aufgabe des Arbeitsblattes 2 eine große Rolle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Elemente des Mobilfunknetzes:=====&lt;br /&gt;
In dem Puzzle kommen stellvertretend für das reduzierte Mobilfunknetz neben den Personenplättchen vier Puzzleteile vor: 1) Antenne + Basisstation (viermal), 2) Vermittlungsstelle, 3) Datenspeicher, 4) Internet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine detaillierte Beschreibung des Mobilfunknetzes und der jeweiligen Elemente findet sich in dem zuvor verlinkten [[Images/1/10/Exploration Standortdaten - Ergaenzende Informationen.pdf|Dokument zu ergänzenden Hintergrundinformationen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachfolgend wird eine Lösung des Puzzles beschrieben. Die Puzzleteile sind, wie dort dargestellt, auf der Puzzlevorlage (s.u.) abzulegen, um das Mobilfunknetz adäquat darzustellen und die Funktionsweise daran zu simulieren. Die Schnittstelle zwischen Vermittlungsstelle und Datenbank wurde zur Reduktion der Komplexität durch eine direkt verbundene Anordnung ersetzt. Die Vermittlungsstelle und die Datenbank sind also als zwei verknüpfte Elemente zu verstehen. Das Puzzleteil Internet (4) steht in äußerst abstrakter Art und Weise stellvertretend für die Verbindung zwischen Vermittlungsstelle und „dem Internet“. Die Thematisierung des, wenn auch grundlegenden, Aufbaus des Internets in diesem Unterrichtsmodul würde im Sinne der Komplexität zu weit führen. (Denkbar wäre an dieser Stelle jedoch in Abhängigkeit der Lerngruppe ein sehr kurzer Exkurs zum Aufbau des Internets.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Puzzlevorlage:====&lt;br /&gt;
Die Puzzleteile und Personenplättchen werden in der ersten Aufgabe des Arbeitsblattes 2 im Sinne einer Rekonstruktion des Aufbaus des Mobilfunknetzes auf einer Puzzlevorlage abgelegt. Die Puzzlevorlage wird die Lernenden gemeinsam mit den Puzzleteilen und dem Arbeitsblatt 2 ausgehändigt. In durchgeführten Erprobungen des Unterrichtsmoduls hat sich gezeigt, dass es ratsam ist, die Materialien des Puzzles bereits zuvor ausgeschnitten in den Unterricht mitzubringen, um die effektive Lernzeit nicht wesentlich zu verkürzen, ein Ausschneiden im Unterricht durch die Schülerinnen und Schüler ist unter Umständen auch möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Lösung des Puzzles:====&lt;br /&gt;
Eine mögliche Lösung für das Puzzle in dem nebenstehendem Bild dargestellt. Variationen bestehen lediglich in der Wahl der Funkzellen, in denen sich die drei Personen aufhalten. Die Elemente des Mobilfunknetzes (graue Puzzleteile) sollten nicht anders gewählt werden. Die Pfeile werden in der zweiten Aufgabe des Arbeitsblattes 2 auf das Puzzle gelegt, um das Herstellen einer Verbindung im Mobilfunknetz nachzustellen. Dazu werden zwei Szenarien zum Telefonieren (Situation 1: orangene Pfeile, Situation 2: grüne Pfeile) aufgegriffen. Optional kann ein drittes Szenario zum &#039;&#039;Aufrufen einer Internetseite&#039;&#039; (blaue Pfeile) als „Sprinteraufgabe“ bearbeitet werden. Die Pfeilrichtung stellt vereinfacht das Senden von Datenpaketen bei der Anfrage der jeweiligen Mobilfunkverbindung dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Hinweise zu den explorierten Daten von Malte Spitz===&lt;br /&gt;
Die Standortdaten wurden während der Nutzung des Mobilfunknetzes von einem Mobilfunkanbieter erhoben. Die Datensätze wurden aus Gründen des Datenschutzes gefiltert, sodass nicht alle erhobenen Daten in der Tabelle aufgefasst werden und die Tabelle somit lediglich als Ausschnitt der erhobenen Daten bezeichnet werden sollte. Die Daten gehören zu einer Einzelperson – genauer zum Politiker Malte Spitz. Veröffentlicht wurden sie gemeinsam mit &#039;&#039;Zeit Online&#039;&#039; im Kontext des Diskurses um die Vorratsdatenspeicherung. Die inbegriffenen Daten umfassen einen Zeitraum zwischen September 2009 und Februar 2010. Bei der Interpretation der auf der Karte visualisierten Standortdaten sollte gegebenenfalls berücksichtigt werden, dass es sich um inzwischen ältere Daten auf einer aktuellen Karte handelt und somit die weiteren Hinweise auf der Karte (z.B. Cafe, Restaurant, Firmen) nicht unbedingt immer stimmen müssen. Dies hindert den Erkenntnisgewinn der Lernenden aus unserer Sicht jedoch nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Weiterführende Quellen zu den Daten:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;https://www.zeit.de/digital/datenschutz/2011-02/vorratsdaten-malte-spitz&amp;lt;/nowiki&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;https://www.zeit.de/datenschutz/malte-spitz-vorratsdaten&amp;lt;/nowiki&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Interaktive Web-Anwendung===&lt;br /&gt;
Ausschnitt der gestarteten interaktiven Web-Anwendung zu diesem Unterrichtsmodul (Stand: Mai 2021)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für das Unterrichtsmodul haben wir eine interaktive Webanwendung entwickelt. Diese ist unter folgendem Link erreichbar: go.upb.de/ExplorationStandortdaten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie basiert auf einem Jupyter Notebook und ist mit Python entwickelt worden. Von den Lernenden werden hingegen keine Kenntnisse im Umgang mit Jupyter Notebooks sowie keinerlei Programmierkenntnisse vorausgesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zunächst müssen die Standortdaten eingelesen werden, was über den Button &#039;&#039;Lade die Standortdaten&#039;&#039; geht. Prinzipiell ist es auch möglich eigene Standortdaten einzuladen bzw. die Anwendung, um diese zu erweitern, die an dieser Stelle ausgewählt werden könnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Laden der Standortdaten wird die Bedienoberfläche angezeigt (s. Bild).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie besteht im Wesentlichen aus drei Bereichen: 1) Eingabemaske zum Einstellen von Filtern (oben links), 2) Anzeige der verarbeiteten Filter und der Tabelle der aktuellen Standortdaten (oben rechts) und 3) Karte zur Visualisierung der Standortdaten mit mehreren Widgets zur Steuerung der Visualisierung (unten).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Eingabemaske (1) können drei Filter separat oder zusammen eingestellt werden. Erstens kann nach einer Zeitspanne gefiltert werden, dann werden alle Standortdaten außerhalb dieser Zeitspanne entfernt. Es können lediglich ganze Stunden eingegeben werden, etwa 16 für 16:00 Uhr. Zweitens kann nach einem Wochentag gefiltert werden, etwa „Montag“, der als Textform in das Textfeld eingegeben bzw. aus dem Dropdown-Menü ausgewählt werden kann. Alle Standortdaten von Tagen außer dem gewählten Wochentag werden entfernt. Drittens kann nach einem Monat gefiltert werden, der ebenfalls als Text eingegeben oder aus dem Dropdown-Menü ausgewählt werden kann. Alle Standortdaten aus anderen Monaten werden entfernt. Ein oder mehrere verwendete Filter werden durch Klicken auf den Button &#039;&#039;Wende Filter an und aktualisiere die Karte&#039;&#039; auf die aktuellen Standortdaten angewendet. Die Karte wird dann zurückgesetzt und kann zum Visualisieren der aktuellen Standortdaten verwendet werden. Durch Klicken auf den Button &#039;&#039;Setze alle Filter zurück&#039;&#039; werden die ursprünglichen Standortdaten wiederhergestellt, sodass neue Filter gesetzt werden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Anzeige (2) werden die zuletzt angewendeten Filter mit jeweils einem Satz beschrieben sowie die aktuellen Standortdaten in tabellarischer Form dargestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der Karte (3) werden die Standortdaten visualisiert. Dynamisch können diese mit dem Play-Widgets unten links nach und nach eingeblendet werden. Dadurch kann der Verlauf der Standortdaten gut nachvollzogen werden. Dieses Einzeichnen der Standorte kann mit dem Pause Button in diesem Widget pausiert und mit dem Stopp Button zurückgesetzt werden. Die Geschwindigkeit des Einzeichnens kann mit dem Schieberegler &#039;&#039;Speed&#039;&#039; unten rechts angepasst werden. Der Button &#039;&#039;Alle Standorte einzeichnen&#039;&#039; kann als Ersatz für die dynamische Visualisierung der Standortdaten verwendet werden, um alle Standorte auf einmal einzeichnen zu lassen. Aus Performancegründen ist dieser jedoch für wenige Standortdaten empfohlen und auch reguliert. Oben rechts auf der Karte wird in einem Textfeld der Zeitpunkt des zuletzt eingezeichneten Standortes angegeben. Mit den Buttons Plus und Minus oben links auf der Karte kann die Zoomstufe der Kartenanzeige verändert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Standorte werden als Marker dargestellt. Durch Halten der Maus über einen Marker wird ein Tooltip mit dem Zeitpunkt dieses Standortes eingeblendet. Wenn mehrere Marker nah beieinander liegen, werden diese zu einem Cluster (farbiger Kreis mit einer Zahl) zusammengefasst. Durch Anklicken des Kreises bzw. durch Hineinzoomen in die Karte werden die Cluster wieder (abhängig von der Zoomstufe) getrennt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kontaktieren Sie uns gerne bei Fragen, entdeckten Fehlern oder Verbesserungsideen. Wir sind stets daran interessiert, die Web-Anwendung weiterzuentwickeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Beispiel für die Interpretation der visualisierten Standortdaten===&lt;br /&gt;
In den Explorationsphasen des Unterrichtsmoduls mit der interaktiven Web-Anwendung filtern und interpretieren die Lernenden die visualisierten Standortdaten. Da die Interpretationen subjektiv sind, werden sich diese in der Lerngruppe durchaus widersprechen. So wird für den Beruf typischerweise eine breite Vielfalt angeboten, die durchaus plausibel sind. Für die Interpretationen muss es im Unterrichtsverlauf auch kein richtig oder falsch geben. Wichtig ist, dass für die eigenen Interpretationen mit Bezugnahme auf die Daten argumentiert werden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auswahl der Standorte für den Filter von 3 bis 4 Uhr&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Beispiel einer Interpretation:====&lt;br /&gt;
Die meisten Menschen schlafen nachts. In Deutschland würde das dann heißen, dass z.B. zwischen 3:00 bis 4:00 Uhr viele Menschen schlafen. Stellt man nun den Filter für die Zeitspanne auf 3 bis 4 Uhr ein, so stehen insgesamt 294 Standorte zur Verfügung. Nach Einzeichnen auf der Karte können 208 Standorte in Berlin lokalisiert werden. Schaut man diese nun genauer an, so befinden sich 189 von diesen in der Nähe der U-Bahn Haltestelle Rosenthaler Platz (s. Bild).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Weiteres Beispiel einer Interpretation:====&lt;br /&gt;
Die Lernenden können dazu neigen, sehr stark zu interpretieren. So etwa folgendes Beispiel aus einer Erprobung: Ich habe die Standortdaten gefiltert und bekomme heraus, dass er sich oft bei einer bestimmten Firma aufgehalten hat. Die Firma ist in einer bestimmten Branche tätig, was ich mit einer Suchmaschine herausgefunden habe. Deswegen arbeitet er nun also etwa in der Finanzbranche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Schüler erwiderte darauf in einer Unterrichtserprobung, dass der Aufenthaltsort tagsüber bei einer Firma lediglich die Interpretation ermöglichen würde, dass er vielleicht dort arbeiten würde, aber nicht welchen Beruf er dort nachgeht. Er könnte etwa auch einer Hausmeister-Tätigkeit nachgehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diskussionen dieser Art zeigen ein gutes Verständnis für die Gewinnung einer Information durch Interpretation von (Standort-) Daten und können sehr gewinnbringend für den Unterrichtsverlauf sein. Die Sicherheit der Interpretationen sollte also durchaus beachtet aber auch nicht unterschätzt werden. Die Auswertungsphase dieser Explorationen ist knapp bemessen. Zugunsten von Diskussionen dieser Art kann diese durchaus verlängert werden. Dabei kann dann auch aufgegriffen werden, dass bei solchen Datenauswertungen auch weitere Datenquellen hinzugenommen werden (s. optionale Ergänzung in Phase 2b), um genauere Interpretationen zu ermöglichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Beispiele für sekundäre Zwecke der Verwendung von Standortdaten aus dem Mobilfunknetz===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Beispiel 1: Analyse der Mobilität während der Coronapandemie====&lt;br /&gt;
Zur Eindämmung der Covid-19-Pandemie wurden verschiedene Maßnahmen (u.a. „Lockdown“) veranlasst. Die Wirkung der Maßnahmen kann anhand der Mobilität der Bevölkerung untersucht werden. Dazu wurden etwa Mobilfunkdaten des Mobilfunkanbieters Telefónica bereitgestellt, die zuvor anonymisiert und aggregiert wurden. Ein Bericht dazu findet sich bei destatis. Dort sind ebenfalls interessante Visualisierungen eingefügt, welche im Unterricht mit aufgegriffen werden könnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;https://www.destatis.de/DE/Service/EXDAT/Datensaetze/mobilitaetsindikatoren-mobilfunkdaten.html&amp;lt;/nowiki&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Beispiel 2: Analyse zur Optimierung des ÖPNV====&lt;br /&gt;
Mobilfunkanbieter nutzen erhobene Mobilfunkdaten (v.a. auch Standortdaten) für verschiedene Projekte im Kontext der Verkehrsoptimierung oder auch Optimierung des öffentlichen Personennahverkehrs. Telefónica berichtet dazu etwa von mehreren Projekten zum ÖPNV in Leipzig in München, der Verkehrsplanung in Deutschland oder zur Auswertung von Staus auf deutschen Straßen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;https://www.telefonica.de/analytics/anonymisierte-daten.html&amp;lt;/nowiki&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ähnlich berichtet auch der Mobilfunkanbieter Deutsche Telekom von einem Projekt mit Verkehrsbetrieben in Nürnberg, wo anonymisierte Standortdaten verwendet werden, um das Verkehrsangebot zu optimieren. Unter dem zweiten Link findet sich auch ein Video, welches dazu die sekundäre Verwendung der Standortdaten beschreibt und eventuell für den Unterricht genutzt werden könnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;https://www.telekom.com/de/medien/medieninformationen/detail/data-analytics-handy-schwarm-hilft-strassenbahn-349426&amp;lt;/nowiki&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;https://www.telekom.com/de/medien/mediencenter/medienmappen/medienmappen-2015/data-analytics&amp;lt;/nowiki&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Jwiens3</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://eduwiki.cs.upb.de/index.php?title=Unterricht_zu_der_Google_Suche&amp;diff=2813</id>
		<title>Unterricht zu der Google Suche</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://eduwiki.cs.upb.de/index.php?title=Unterricht_zu_der_Google_Suche&amp;diff=2813"/>
		<updated>2022-08-15T11:23:52Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Jwiens3: /* Inhaltsverzeichnis */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Auf der Suche nach Informationen verwenden Schülerinnen und Schüler fast täglich die Internet-Suchmaschine von Google. Dort findet man zu allen möglichen Themen die verschiedensten Informationen und auch viel Unterhaltsames. Dass dabei von Google viele personenbezogenen Daten erhoben und verarbeitet werden, ist vielen Schülern nicht bewusst. Die Google-Suchmaschine gehört zu den [[Datengetriebenes digitales Artefakt|datengetriebenen digitalen Artefakten]], die verschiedene Daten explizit und implizit erheben und anschließend zu primären und sekundären Zwecken verarbeiten. In diesem Unterrichtsmodul wird die Google-Suchmaschine als Beispiel für ein solches [[datengetriebenes digitales Artefakt]] aufgegriffen. Anhand dieses Beispiels soll in diesem Unterrichtsmodul das [[Datenbewusstsein]] der Schülerinnen und Schüler gefördert werden, indem die Schüler interaktiv herausfinden, welche Daten sie einer Suchmaschine bei der Suche preisgeben und indem sie die Vor- und Nachteile der Datenerhebung und -verarbeitung diskutieren. Sie sollen zudem Möglichkeiten kennenlernen, wie bei Suchmachine von Google die eigenen Daten selbstbestimmt verwaltet werden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inhaltsverzeichnis==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*1 Steckbrief des Unterrichtsmoduls&lt;br /&gt;
*[[Exploration von Standortdaten aus dem Mobilfunknetz - Klasse 5 und 6#.C3.9Cberblick%20.C3.BCber%20den%20Verlauf%20des%20Unterrichtsmoduls|2 Überblick über den Verlauf des Unterrichtsmoduls]]&lt;br /&gt;
*[[Exploration von Standortdaten aus dem Mobilfunknetz - Klasse 5 und 6#Didaktische%20Kernidee:%20F.C3.B6rderung%20von%20Datenbewusstsein%20in%20diesem%20Unterrichtsmodul|3 Didaktische Kernidee: Förderung von Datenbewusstsein in diesem Unterrichtsmodul]]&lt;br /&gt;
*[[Exploration von Standortdaten aus dem Mobilfunknetz - Klasse 5 und 6#Ziele%20des%20Unterrichtsmoduls|4 Ziele des Unterrichtsmoduls]]&lt;br /&gt;
*[[Exploration von Standortdaten aus dem Mobilfunknetz - Klasse 5 und 6#Leitfragen%20im%20Unterrichtsmodul|5 Leitfragen im Unterrichtsmodul]]&lt;br /&gt;
*[[Exploration von Standortdaten aus dem Mobilfunknetz - Klasse 5 und 6#Zusammenfassender%20.C3.9Cberblick%20.C3.BCber%20das%20Unterrichtsmodul|6 Zusammenfassender Überblick über das Unterrichtsmodul]]&lt;br /&gt;
*[[Exploration von Standortdaten aus dem Mobilfunknetz - Klasse 5 und 6#.C3.9Cberblick%20.C3.BCber%20den%20Unterrichtsverlauf|7 Überblick über den Unterrichtsverlauf]]&lt;br /&gt;
*[[Exploration von Standortdaten aus dem Mobilfunknetz - Klasse 5 und 6#Beschreibungen%20ausgew.C3.A4hlter%20Materialien|8 Beschreibungen ausgewählter Materialien]]&lt;br /&gt;
**[[Exploration von Standortdaten aus dem Mobilfunknetz - Klasse 5 und 6#Puzzle%20zum%20Aufbau%20und%20der%20Funktionsweise%20des%20Mobilfunknetzes|8.1 Puzzle zum Aufbau und der Funktionsweise des Mobilfunknetzes]]&lt;br /&gt;
***[[Exploration von Standortdaten aus dem Mobilfunknetz - Klasse 5 und 6#Puzzleteile:|8.1.1 Puzzleteile:]]&lt;br /&gt;
****[[Exploration von Standortdaten aus dem Mobilfunknetz - Klasse 5 und 6#Personenpl.C3.A4ttchen:|8.1.1.1 Personenplättchen:]]&lt;br /&gt;
****[[Exploration von Standortdaten aus dem Mobilfunknetz - Klasse 5 und 6#Elemente%20des%20Mobilfunknetzes:|8.1.1.2 Elemente des Mobilfunknetzes:]]&lt;br /&gt;
***[[Exploration von Standortdaten aus dem Mobilfunknetz - Klasse 5 und 6#Puzzlevorlage:|8.1.2 Puzzlevorlage:]]&lt;br /&gt;
***[[Exploration von Standortdaten aus dem Mobilfunknetz - Klasse 5 und 6#L.C3.B6sung%20des%20Puzzles:|8.1.3 Lösung des Puzzles:]]&lt;br /&gt;
**[[Exploration von Standortdaten aus dem Mobilfunknetz - Klasse 5 und 6#Hinweise%20zu%20den%20explorierten%20Daten%20von%20Malte%20Spitz|8.2 Hinweise zu den explorierten Daten von Malte Spitz]]&lt;br /&gt;
**[[Exploration von Standortdaten aus dem Mobilfunknetz - Klasse 5 und 6#Interaktive%20Web-Anwendung|8.3 Interaktive Web-Anwendung]]&lt;br /&gt;
**[[Exploration von Standortdaten aus dem Mobilfunknetz - Klasse 5 und 6#Beispiel%20f.C3.BCr%20die%20Interpretation%20der%20visualisierten%20Standortdaten|8.4 Beispiel für die Interpretation der visualisierten Standortdaten]]&lt;br /&gt;
***[[Exploration von Standortdaten aus dem Mobilfunknetz - Klasse 5 und 6#Beispiel%20einer%20Interpretation:|8.4.1 Beispiel einer Interpretation:]]&lt;br /&gt;
***[[Exploration von Standortdaten aus dem Mobilfunknetz - Klasse 5 und 6#Weiteres%20Beispiel%20einer%20Interpretation:|8.4.2 Weiteres Beispiel einer Interpretation:]]&lt;br /&gt;
**[[Exploration von Standortdaten aus dem Mobilfunknetz - Klasse 5 und 6#Beispiele%20f.C3.BCr%20sekund.C3.A4re%20Zwecke%20der%20Verwendung%20von%20Standortdaten%20aus%20dem%20Mobilfunknetz|8.5 Beispiele für sekundäre Zwecke der Verwendung von Standortdaten aus dem Mobilfunknetz]]&lt;br /&gt;
***[[Exploration von Standortdaten aus dem Mobilfunknetz - Klasse 5 und 6#Beispiel%201:%20Analyse%20der%20Mobilit.C3.A4t%20w.C3.A4hrend%20der%20Coronapandemie|8.5.1 Beispiel 1: Analyse der Mobilität während der Coronapandemie]]&lt;br /&gt;
***[[Exploration von Standortdaten aus dem Mobilfunknetz - Klasse 5 und 6#Beispiel%202:%20Analyse%20zur%20Optimierung%20des%20.C3.96PNV|8.5.2 Beispiel 2: Analyse zur Optimierung des ÖPNV]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Steckbrief des Unterrichtsmoduls==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Titel:&#039;&#039;&#039; Erhebung und Verarbeitung von Daten bei Suchmaschinen am Beispiel der Google Suche&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Stichworte:&#039;&#039;&#039; [[Datenbewusstsein]], [[Data Science]], Internet-Suchmaschine&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Zielgruppe:&#039;&#039;&#039; Informatik in Klasse 9 und 10 der Haupt-, Real- und Gesamtschule - keine Einschränkung der Klassengröße - sowohl homogene als auch heterogene Zusammensetzung möglich&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Inhaltsfeld:&#039;&#039;&#039; &amp;quot;Informatik, Mensch und Gesellschaft&amp;quot; (insbesondere der Schwerpunkt: [[Datenbewusstsein]]), &amp;quot;Daten und Information&amp;quot;, &amp;quot;Informatiksysteme&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Vorkenntnisse:&#039;&#039;&#039; Dieses Unterrichtsmodul setzt einige wenige Vorkenntnisse der Lernenden voraus. Das Internet sollte für die Schüler der Zielgruppe kein Neuland sein und die Google-Suche sollte für sie ein gebräuchliches Werkzeug sein. Wünschenswert wäre außerdem auch die Fähigkeit, die Google-Suche systematisch und strukturiert anwenden zu können. Außerdem muss vorausgesetzt werden, dass die Schüler ihren persönlichen Umgang mit der Google-Suche und mit ihren personenbezogenen Daten reflektieren und beurteilen können. Daher auch die Fokussierung auf die neunte bzw. zehnte Jahrgangsstufe. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Zeitlicher Umfang:&#039;&#039;&#039; 4 Unterrichtsstunden a 45 Minuten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Gegenstandsbereich (Fachinhalt) des Unterrichtsmoduls==&lt;br /&gt;
Datenbewusstsein ist ein wichtiger Aspekt, besonders im Rahmen von Suchmaschinen. Denn diese sammeln viele Daten der Nutzer zu verschiedenen Zwecken. Welche Daten Google sammelt und zu welchen Zwecken, ist wichtig zu verstehen, damit man sich im Internet bzw. beim Suchen im Internet bewusst damit auseinandersetzt. Da Google im Jahr 2004 an die Börse gegangen ist, ist das Unternehmen ein Gewinnorientiertes. Den Gewinn kann Google nicht durch das “stumpfe” Anzeigen von Ergebnissen zu Suchanfragen erzielen, sondern indem es Daten der Nutzer auswertet und weiterverwendet. Seien es Werbeanzeigen zu anderen Plattformen oder der Verkauf von Nutzerdaten an Dritte zur Gewinnerzielung. &lt;br /&gt;
In diesem Sinne ist es wichtig zu wissen, wie Google uns mit der Darstellung von Suchergebnissen beeinflussen kann. Google erhebt dafür explizit und implizit Daten. Explizit werden der eingegebene Suchbegriff und ggf. verlinkte Google-Konten erhoben. Dadurch können implizit viele weitere Daten gewonnen werden, zum Beispiel welche Interessen man hat oder welche Webseiten sehr beliebt bei den Nutzern sind. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese erhobenen Daten kann Google für verschiedene Zwecke nutzen. Primäre Zwecke sind hierbei, dass Google seine Funktionen weiter anbieten kann. Weiter möchte Google seine Funktionen verbessern und weitere einbinden, zum Beispiel das Wetter oder eine Karte mit weiteren Ergebnissen. Die primären Zwecke dienen also eher der Nutzerperspektive, um die Funktionen für die Nutzer zu verbessern. Sekundäre Zwecke sind bei der Datenerhebung durch Google wirtschaftlich und wissenschaftlich orientiert. Wirtschaftlich sind eben die Anzeige von personalisierter Werbung auf der Ergebnisseite und das Weiterverkaufen von Daten an Dritte. Wissenschaftlich geht es Google um die Analyse des Nutzerverhaltens. Die sekundären Zwecke sind also aus Anbieterperspektive formuliert. Wie man seine persönlichen Daten vor Zugriffen oder Analysen schützen kann, ist eine resultierende Fragestellung.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Überblick über den Verlauf des Unterrichtsmoduls==&lt;br /&gt;
Konkret werden die Begriffe der implizit und explizit erhobenen Daten, sowie primäre und sekundäre Zwecke behandelt. Zum Einstieg ins Anwendungsbeispiel Google Suche sollen die SuS in Gruppen am PC Begriffe eingeben und Beobachtungen aufschreiben. Die Ergebnisse werden für spätere Gruppenarbeiten gesichert. Dann lesen die SuS entsprechend aufbereitete Texte zur Datenerhebung und zu den Zwecken und besprechen sich jeweils in den Gruppen, um die Aspekte der Begriffe zusammenzutragen. Außerdem sollen die SuS die erlernten Definitionen und Beispiele auf Google-Suche und den zuvor gesammelten Ideen und Ergebnisse zu der Google-Suche am Anfang anwenden, indem sie die Definition mit dem, was Google nach der Eingabe der Suchbegriffe tut, abgleichen. Da Datenbewusstsein als eines der gesellschaftlichen Themen im Informatikunterricht nur unzureichend behandelt wird, bieten die Begriffe einen Einstieg in das Thema der Auswirkungen von großen Datenmengen. Durch die Anwendung der Begrifflichkeiten auf Google, das Finden von Beispielen der Datenerhebung und dessen Verwendung, können die SuS sich dann mehr diese Datenverarbeitung bewusst machen. Des Weiteren fällt es ihnen auch leichter, die Datenverarbeitung auf andere Bereiche bzw. datengetriebene digitale Artefakte zu übertragen, da die SuS in der letzten Phase Stellung zur Datenerhebung nehmen und sich über Vor- und Nachteile Gedanken machen. Als Zusatz werden noch Einstellungen zum eigenen Datenschutz im Browser erklärt, als Vorschlag der individuellen Anpassung im Alltag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ziele des Unterrichtsmoduls==&lt;br /&gt;
Die Lernziele und Kompetenzen des Unterrichtsmodul orientieren sich an dem Bildungsanliegen des UNESCO-Weltaktionsprogrammes: “Bildung für nachhaltige Entwicklung”. Bei diesem Bildungsanliegen wird das Ziel verfolgt, dass die SuS die Fähigkeit erlangen, die Auswirkungen des eigenen Handelns auf die Welt zu verstehen und verantwortungsvolle Entscheidungen zu treffen. Da die Auswirkungen des eigenen Handelns bei der Verwendung der Google-Suchmaschine oft unterschätzt werden, zeigt sich hier der Bedarf, die Kompetenz des verantwortungsvollen Handelns durch dieses Unterrichtsmodul anzustreben. Daraus folgen dann folgende Lernziele:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Hauptziel der Unterrichtsstunde ist, dass sich SuS bewusster im Internet verhalten. Dies meint grundlegend, dass sie gezielter in ihrem Alltag nach ihren Interessen im Internet suchen und dabei verstehen, welche Daten währenddessen von ihnen (als des Nutzers/ der Nutzerin) erhoben werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Des Weiteren sollten sie auch den Zweck der Erhebung verstehen bzw. Vermutungen diesbezüglich haben. Also warum Google oder allgemein kostenlose Apps Daten von NutzerInnen erheben und was sie dann mit den erhobenen Daten anfangen. Sie sollten also wissen, dass mit den Daten nicht nur Geld gemacht wird (bspw. durch Verkauf ihrer Daten), sondern auch ein Digitaler Doppelgänger von ihnen erstellt wird, um auf aktuelle Interessen einzugehen und dementsprechend Werbung zu schalten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da sie sich im Internet bzw. auf Google „bewegen“ und damit arbeiten, lernen sie das ddA in voller Funktion kennen. Durch die Analyse sollen sie erkennen, wie und warum Google den eingegebenen Suchbegriff so interpretiert und die entsprechenden Suchergebnisse anzeigt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem erlangten Wissen sollen die SuS diese Erhebungen und dessen Zwecke deuten und bewerten. Dadurch bilden sie sich nicht nur eine eigene Meinung, sondern lernen auch, ihre Meinung zu begründen und durch Argumentationen und Diskussionen durchzusetzen. Hierzu benötigen sie Wissen über Vor- und Nachteile, welche zuvor im Plenum aus Nutzer- und Anbieterperspektive zusammengetragen und erarbeitet werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um sich vor den Nachteilen der Nutzer-Perspektive zu schützen, sollen sie selbst am Computer im Google-Browser nach Möglichkeiten zur Datenschutzeinstellung suchen und den daraus resultierenden Schutz für den eigenen Nutzer notieren und den anderen vorführen. Dadurch werden nicht nur explizit Medienkompetenzen gefördert, sondern auch die Zuordnung des gelernten Wissens im eigenen Sprachgebrauch überdacht und eingebaut. Hinzu kommen weitere Argumentationsstrukturen und die Aneignung strukturierter und überzeugender Sprachkompetenzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Sachanalyse des Unterrichtsmoduls==&lt;br /&gt;
Viele fachwissenschaftliche Aspekte wurden im Abschnitt [[Unterricht zu der Google Suche|Gegenstandsbereich]] behandelt. Im Folgenden ist die Mindmap zur Dualitätsrekonstruktion dargestellt:&lt;br /&gt;
[[Datei:Dualitätskonstruktion zur Google-Suche.png|mini|1032x1032px|Dualitätskonstruktion zur Google-Suche]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Didaktische Begründung des Unterrichtsmoduls==&lt;br /&gt;
Das Unterrichtsmodul beinhaltet viele Phasen, in denen die SuS zusammenarbeiten sollen. Das fördert die Sozialkompetenz der SuS und hat das Ziel, dass sich die SuS über die Themen und Lösungen austauschen. Dabei können sie verschiedene Lösungsansätze austauschen und darüber nachdenken. Leistungsschwächere SuS können von den leistungsstärkeren in den Arbeitsphasen profitieren. Dadurch wird der Heterogenität der Klasse Rechnung getragen. Auch können die stärkeren SuS bei einigen Arbeitsaufträgen weitere Aufgaben bearbeiten, wenn die anderen SuS noch etwas Zeit fürdie primären Aufgaben benötigen. Zum Beispiel können sich die SuS, die schon die Zwecke der Datenverarbeitung von Google erarbeitet haben, Gedanken über Vor- und Nachteile der Datenerhebung durch Google machen und diese notieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Unterrichtsmodul wurde in die sechs Schritte nach Leisen (2017) unterteilt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
#Im ersten Schritt wird der Lernkontext zu den SuS gebracht, indem sich die SuS zum Einstieg Gedanken zu ihrer kürzlichen Internetrecherche machen. Die SuS können erste Ideen und Beobachtungen zur Google Suche machen, indem sie einige vorgegebene Begriffe eingeben und die Ergebnisseiten analysieren. Die Sicherung nach dieser Phase dient dazu, dass die SuS ihre Ergebnisse in den nächsten Phasen aufgreifen und verknüpfen können.&lt;br /&gt;
#Im nächsten Schritt wird den SuS Lernmaterial gegeben, das sie bearbeiten sollen. Hier wird den SuS erst theoretisches Wissen vermittelt, das sie für den weiteren Ablauf benötigen. Dazu gehört z. B. das Wissen um und die Unterscheidung in explizite und implizite Datenerhebung. Dabei sollen die SuS in Lerngruppen zusammenarbeiten.&lt;br /&gt;
#Im nächsten Schritt werden die neuen Lerninhalte zusammen im Plenum diskutiert. Dabei sollte eine Lehrkraft diese Phase moderieren, damit die SuS ihre neuen Vorstellungen im Diskurs weiter verknüpfen bzw. ggf. korrigieren können.&lt;br /&gt;
#Das theoretisch erlangte Wissen können sie dann auf den Kontext der Google Suche anwenden. Die Zwecke der Datenerhebung werden in einer zweiten Erarbeitungsphase erarbeitet.&lt;br /&gt;
#Im folgenden Schritt werden die Formen und Zwecke der Datenerhebung miteinander vernetzt und durch eine persönliche Reflektion über die Vor- und Nachteile dieser Datenerhebung gefestigt.&lt;br /&gt;
#Durch die Diskussion über verschiedene Maßnahmen des Datenschutzes wird das erarbeitete Wissen im letzten Schritt angewendet und verantwortungsvolles Handeln in diesem Bereich gefördert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Unterrichtsplanung wurden zudem die verschiedenen Aspekte des Curricular Spider Web (2013) berücksichtigt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Der Zeitpunkt des Unterrichts wurde berücksichtigt. An einem Freitag ist die Konzentrationsfähigkeit wahrscheinlich nicht mehr sehr hoch.&lt;br /&gt;
*Auch die lokale Gegebenheit, dass der Raum neu und unbekannt für die Schüler war, wurde berücksichtigt bspw. durch den “Eisbrecher” zu Beginn der Stunde.&lt;br /&gt;
*Da man ausgehen kann, dass sich die Schüler untereinander kennen, konnten verschiedentlich Gruppenarbeitsphasen eingeplant werden.&lt;br /&gt;
*Bezüglich der Lernmedien wurde darauf geachtet, sowohl digitale als auch analoge Elemente in den Unterricht miteinzubinden.&lt;br /&gt;
*Der zentralen Aspekt, warum die Schüler diese Kompetenzen erwerben sollen, wurde schon in den vorherigen Kapiteln betrachtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Zusammenfassender Überblick über das Unterrichtsmodul==&lt;br /&gt;
Das Unterrichtsmodul mit den zentralen Aktivitäten, Leitfragen und Fachinhalten in den drei Teilen wird in der nachfolgenden Grafik zur Übersicht und Orientierung zusammengefasst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Überblick über das Unterrichtsmodul&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Überblick über den Unterrichtsverlauf==&lt;br /&gt;
Im Folgenden wird ein Überblick über den Unterrichtsverlauf gegeben. Die Materialien, wie etwa Arbeitsblätter und ergänzende Informationen, der verschiedenen Phasen sind in der Tabelle verlinkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Des Weiteren steht eine &#039;&#039;&#039;Handreichung mit ergänzenden Hintergrundinformationen für Lehrkräfte&#039;&#039;&#039; zur Verfügung, in der ausgewählte Inhalte des Unterrichtsmodul, Materialien und Begrifflichkeiten näher erklärt werden: [[Images/1/10/Exploration Standortdaten - Ergaenzende Informationen.pdf|Ergänzende Informationen]].&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+&lt;br /&gt;
!&amp;lt;big&amp;gt;Phase&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
!&amp;lt;big&amp;gt;Inhalt&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
!&amp;lt;big&amp;gt;Ziele&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
!&amp;lt;big&amp;gt;Material&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;4&amp;quot; |&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;1a&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Einführung in den Interaktionskontext und Problematisierung:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Als Unterrichtsgespräch wird gemeinsam ein (Gedanken-) Experiment zum Herstellen einer Mobilfunkverbindung beim Telefonieren durchgeführt: (1) Von einem Handy wird ein zweites Handy angerufen – Was passiert dabei? (2) Was passiert nun, wenn ein Handy in einer Metallbox liegt? (3) Was passiert, wenn beide Handys in der Metallbox liegen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gemeinsam wird die Frage erarbeitet, wie das Mobilfunknetz aufgebaut ist und welche Schritte zum Herstellen einer Mobilfunkverbindung nötig sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Didaktischer Kommentar:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es werden eigene Erfahrungen der Lernenden zur Nutzung des Mobilfunknetzes aufgegriffen (aus Nutzerperspektive). Außerdem soll eine Neugierde an dem Aufbau und der genauen Funktionsweise des Mobilfunknetzes (aus Anbieterperspektive) geweckt werden. Daraus resultierend wird die Frage nach dem Aufbau und der Funktionsweise des Mobilfunknetzes aufgestellt.&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
*Aktivierung von Vorkenntnissen zum Mobilfunknetz (i.d.R. aus Nutzerperspektive)&lt;br /&gt;
*Wecken von Neugierde an dem Aufbau und der Funktionsweise des Mobilfunknetzes&lt;br /&gt;
|[[Images/7/78/Datenbewusstsein Standortdatenmodul Folien Gedankenexperiment Mobilfunknetz.pptx|Unterstützende Folien für das (Gedanken-) Experiment]] (alternativ auch zwei Handys und eine Metallbox)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;1b&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Erarbeitung des Aufbaus und der Funktionsweise des Mobilfunknetzes:&#039;&#039;&#039; Gemeinsam oder in Einzelarbeit wird ein Überblicksvideo zum Aufbau und der Funktionsweise des Mobilfunknetzes geschaut (ggf. mehrere Durchläufe). Die Lernenden notieren dabei Informationen zu Komponenten des Mobilfunknetzes (AB1). Danach werden die Begrifflichkeiten zum Mobilfunknetz (Basisstation, Funkzelle, Vermittlungsstelle) im Plenum besprochen und gesichert. Anschließend wird mit einem Puzzle der vereinfachte Aufbau des Mobilfunknetzes rekonstruiert sowie die Funktionsweise mit zwei Szenarien erarbeitet (AB2).&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|Lösung des Puzzles&lt;br /&gt;
Anhand der beiden Szenarien erarbeiten die Lernenden, welche (persönlichen) Daten bei der Nutzung des Mobilfunknetzes (am Beispiel des Telefonierens) erhoben werden können und auch müssen (AB3). Diese Ideen für die erhobenen Daten werden in einem Unterrichtsgespräch gesammelt. Dabei wird auf den Datenbegriff eingegangen, inwiefern in diesem Beispiel Informationen als Daten aufgefasst werden (z.B. der Standort als Zahlenpaar von Längen- und Breitengrad). Anschließend wird gemeinsam bewertet, welche Daten dafür besonders wichtig und notwendig sind, um eine Mobilfunkverbindung herstellen zu können (z.B. Kontaktdaten des Empfängers oder Standortdaten des Empfängers). Auf dem AB3 stellen die Lernenden vorbereitend für den Teil 2 des Moduls Vermutungen auf, wofür die Standortdaten sonst noch genutzt werden können (sekundäre Zwecke).&lt;br /&gt;
Didaktischer Kommentar:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Architektur und Relevanz (s. Glossar in den [[Images/1/10/Exploration Standortdaten - Ergaenzende Informationen.pdf|ergänzende Informationen]]) des Mobilfunknetzes wird in dieser Phase erarbeitet. Der gegebene Interaktionskontext wird dann hinsichtlich der explizit und implizit erhobenen Daten untersucht (zusätzliche Ideen für erhobene Daten können hinsichtlich der Notwendigkeit bewertet werden). Die Lernenden begründen zusätzlich die Verarbeitung der Standortdaten zum primären Zweck der Herstellung einer Mobilfunkverbindung. Sekundäre Zwecke werden in diesem Teil noch nicht aufgegriffen. In dem Teil 2 werden „echte“ Daten aus dem Mobilfunknetz eingeführt, welche dann mit den Ideen der Lernenden verglichen werden können. Das heißt, hier dürften auch noch Ungenauigkeiten bestehen, welche zu Beginn des zweiten Teils besprochen werden können.&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
*Verstehen der Architektur und Relevanz (s. Glossar) des Mobilfunknetzes (grob)&lt;br /&gt;
*ggf. Kennenlernen des Begriffs Daten exemplarisch an den hier erhobenen Daten; ansonsten Anwendung der Kenntnisse zum Datenbegriff (s. Glossar)&lt;br /&gt;
*Einführung der Begrifflichkeiten „explizit und implizit erhobene Daten“ und identifizieren von explizit und implizit erhobene Daten in diesem Beispiel&lt;br /&gt;
*Beschreiben des primären Zwecks der Verarbeitung und Verwendung der Standortdaten&lt;br /&gt;
|Erklärvideo (Alternative), [[Images/d/dd/Druckvorlage für 2 Puzzle.pdf|Puzzle]], [[Images/8/8d/AB1 - Video zum Aufbau Mobilfunknetz.docx|AB1]], [[Images/a/a5/AB2 - Niveau 1 - Aufbau und Funktionsweise.docx|AB2 - Niveau 1]], [[Images/8/87/AB2 - Niveau 2 - Aufbau und Funktionsweise.docx|AB2 - Niveau 2]], [[Images/2/27/AB2 - Sprinteraufgabe - Aufbau und Funktionsweise.docx|AB2 - Sprinteraufgabe]] (optional), [[Images/7/7d/AB3 - Datenerhebung.docx|AB3]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;4&amp;quot; |&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;2a&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Vorbereitung der Exploration der Standortdaten mithilfe der interaktiven Web-Anwendung:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Zunächst werden die Mobilfunkdaten von Malte Spitz eingeführt (s. Erklärungen unten), welche u.a. Zeitstempel, genutzte Dienste und Standortdaten enthalten. Dabei sollten keine Hinweise dazu gegeben werden, welche Person das ist. Lediglich sollte angemerkt werden, dass diese Daten in einem halben Jahr von einer Person erhoben wurden. Diese Einführung kann anhand der Datentabelle (beiliegende pdf) geschehen, welche dabei auch besprochen werden sollte (Bezug zu AB3 gut möglich).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anschließend wird zu folgender Leitfrage hingeleitet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Leitfrage:&#039;&#039; Was könnte man über eine Person herausfinden, wenn man diese Daten hätte?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bevor die Daten mithilfe einer Web-Anwendung exploriert werden, sollten die Lernenden zu dieser Leitfrage Vermutungen äußern, was man mit diesen Daten herausfinden könnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anschließend wird in die interaktive Web-Anwendung eingeführt, in der diese Standortdaten exploriert werden können (Beschreibung s.u.). Dazu könnten die Lernenden etwa zunächst die Anwendung selbst ausprobieren, bevor dann im Plenum anhand eines gemeinsamen Beispielfrage die Daten exploriert werden. An dem gemeinsamen Beispiel sollte das Vorgehen zum Explorieren vermittelt werden, welches die Lernenden in der nächsten Phase selbst durchführen: (1) Fragestellung entwickeln (z.B. Wo wohnt die Person vermutlich?), (2) Entscheiden für zu setzende Filter in der Web-Anwendung (z.B. Zeitraum von 3 bis 4 Uhr), (3) visualisieren und untersuchen der Standortdaten auf der Karte, (4) Interpretation der Daten und Beantwortung der Fragestellung (z.B. Die Person wohnt in Berlin in der Nähe der Zehdenicker Straße) (Beispiel wird unten näher erklärt). Das Vorgehen für eine Fragestellung kann ein „Ausprobieren“ verschiedener Filter umfassen.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Didaktischer Kommentar:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit den verfügbaren Mobilfunkdaten kann dafür exemplarisch sensibilisiert werden, wie viele Daten bei der Nutzung des Mobilfunknetzes erhoben und generiert werden. Bezüglich dieser Daten sollte stets darauf geachtet werden, dass diese die Standorte der Basisstationen und eben keine GPS-Daten o.ä. darstellen (s. Erklärung in den ergänzenden Informationen). Das Explorieren der Standortdaten zum Erstellen einer modellhaften Charakterisierung der Person (vgl. der Idee des digitalen Doppelgängers) stellt einen sekundären Zweck der Verwendung und Verarbeitung der Standortdaten dar. Dieser Zweck sollte nicht als reale Verwendung und Verarbeitung dargestellt werden, aber als mögliche, wenn diese Daten weitergegeben werden, was in Phase 2c vertieft diskutiert wird. In dieser Phase wird das Explorieren der Daten erstmal nur eingeführt, woraufhin die Lernenden in der nächsten Phase die Daten mit der Web-Anwendung selbstständig explorieren.&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
*Verbessern des Verständnisses (der Menge) der erhobenen Daten einer Person im Mobilfunknetz&lt;br /&gt;
*Umgang mit Datenbegriff und deren Repräsentation am Beispiel der Datentabelle und der Karte üben&lt;br /&gt;
*Vorgehen zur Exploration der Standortdaten mit der Web-Anwendung exemplarisch kennenlernen&lt;br /&gt;
*Verstehen der Charakterisierung der Person als einen sekundären Zweck der Verwendung und Verarbeitung der Standortdaten (fiktiv!)&lt;br /&gt;
|[[Images/e/ec/Tabelle der vorhandenen Standortdaten.pdf|Datentabelle zum zeigen]], Web-Anwendung (s.u.),  [[Images/b/bf/Hilfszettel - Interaktive Web Anwendung.docx|Hilfszettel zur Web-Anwendung]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;2b&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Exploration der Standortdaten mithilfe der interaktiven Web-Anwendung:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
In Gruppen explorieren die Lernenden eigenständig die Standortdaten mithilfe der Web-Anwendung. Dabei erstellen sie als Gruppe einen gemeinsamen Steckbrief als eine Charakterisierung der ihnen unbekannten Person, etwa mit Interpretationen zum Wohnort, dem Arbeitsort oder Freizeitaktivitäten (AB4). Dazu können sich die Lernenden innerhalb einer Gruppe arbeitsteilig mit verschiedenen Fragestellungen befassen, um gemeinsam eine umfassendere Charakterisierung vornehmen zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der anschließenden Auswertung der Gruppenergebnisse werden die verschiedenen Interpretationen diskutiert und zusammengeführt, wobei die Lernenden ihre Interpretationen begründen sollen. Dabei kann auch diskutiert werden, wie sicher sich die Lernenden mit einer bestimmten Interpretation sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der Explorationsphase in den Gruppen kann den Lernenden optional die Möglichkeit gegeben werden, weitere Kontextinformationen heranzuziehen, wie etwa was sich an einem bestimmten Ort befindet oder was ein bestimmtes Unternehmen macht – die Lernenden würden damit den Kontext explorieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Didaktischer Kommentar:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch das Filtern als [[Data Moves|Data Move]] beim Explorieren können bereits einige Informationen über die Person gefunden werden. Die Interpretationen bei der Charakterisierung durch die Lernenden beruhen auf individuellem Kontextwissen und sind somit subjektiv. Das führt zum Auftreten konträrer Interpretationen, welche gewinnbringend diskutiert werden können und müssen. Beachtet werden sollte auch, dass die Charakterisierungen bzw. Steckbriefe einen modellhaften Charakter haben, der durch die ausgewählten Merkmale in den verfügbaren Daten bestimmt wird.&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
*Subjektiver Charakter von Informationen durch die Interpretation verstehen (im Gegensatz zu Daten)&lt;br /&gt;
*Erkennen eines Umfangs an Informationen, die aus Standortdaten gewonnen werden können („relativ umfassende Charakterisierung ist möglich“)&lt;br /&gt;
*Charakterisierung (digitaler Doppelgänger) als modellhaft mit subjektiven Interpretationen verstehen (können auch Fehlinformationen enthalten)&lt;br /&gt;
*Üben des Vorgehens zur Exploration der Daten&lt;br /&gt;
|Web-Anwendung (s.u.), [[Images/f/fd/AB4 - Personensteckbrief.docx|AB4]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;2c&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Reflexion und Bewertung:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Die Erhebung und Verarbeitung persönlicher Daten bei der Nutzung des Mobilfunknetzes wird nun im Unterrichtsgespräch reflektiert und anschließend durch die Lernenden bewertet. An dieser Stelle sollte dringend darauf eingegangen werden, dass ein deutscher Mobilfunkanbieter die erhobenen Daten auf dieser Art und Weise zur Charakterisierung der Personen nicht ohne weitere nutzen darf. Mithilfe der Erfahrungen aus der Exploration kann diese Regulierung auch von den Lernenden exemplarisch nachvollzogen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Optional abhängig von Lerngruppe könnten die Lernenden in den Quellen zu den weiteren Beispielen (s.u.) reale Beispiele für die sekundären Zwecke der Verarbeitung und Verwendung der Standortdaten durch Mobilfunkanbieter im Rahmen einer Recherche untersuchen. Dazu könnten sich die Lernenden in Gruppen einem der beiden Beispiele widmen und sich diese als Gruppenpuzzle gegenseitig vorstellen. Anschließend könnten diese diskutiert und bewertet werden, zum Beispiel indem eine Abwägung von Kosten (Preisgabe vieler persönlicher Informationen) und Nutzen (Vorteile für den Betrieb des Mobilfunknetzes und für gesellschaftliche Belange) vorgenommen wird.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Didaktischer Kommentar:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es sollte zum einen darauf geachtet werden, dass nicht die Fehlvorstellung entwickelt wird, dass Mobilfunkanbieter die Standortdaten einer Einzelperson tatsächlich so auswertet. Zum anderen sollte deutlich sein, dass die Standortdaten hier sinnvollerweise erhoben werden und die Regulierung auch sinnvoll sein kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Die optionale Erarbeitung der Beispiele für reale sekundäre Zwecke der Verarbeitung und Verwendung von Standortdaten durch Mobilfunkanbieter kann den Lernenden einen differenzierten Blick geben, wofür diese Standortdaten tatsächlich genutzt werden.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
*Reflektieren der Erkenntnisse zur Erhebung und Verarbeitung der Daten (v.a. Standortdaten) im Beispiel des Mobilfunknetzes und bewerten dessen&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;2d&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Mögliche Hausaufgabe zur individuellen Reflexion:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Die Lernenden formulieren ein persönliches Fazit zur Erhebung und Verarbeitung der Daten im Mobilfunknetz und begründen dieses (z.B. als Essay). Dabei sollen sie eine persönliche Bewertung vornehmen, die z.B. auch Folgerungen für eigenes Handeln beinhalten kann. Die Aufgabe kann alternativ auch am Ende dieser Phase (dann auch allgemeiner zu allen thematisierten Kontexten) eingegliedert werden.&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
*Festhalten einer Bewertung (z.B. durch Abwägung) der Erhebung und Verarbeitung von Standortdaten im Mobilfunknetz (alternativ: in den thematisierten Kontexten)&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;4&amp;quot; |&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;3a&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Identifizieren weiterer Kontexte im Alltag der Lernenden:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Im Plenum werden weitere Interaktionskontexte aus dem Alltag der Lernenden gesammelt, in denen ebenfalls Standortdaten erhoben und verarbeitet werden. Dabei sollte beachtet werden, dass es auch andere Erhebungsarten von Standortdaten gibt (Mobilfunknetz: Standorte der Basisstationen; andere Kontexte: z.B. GPS-Daten; s. Erklärung in ergänzenden Informationen). In der nächsten Phase werden dann ausgewählte Beispiele näher untersucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Didaktischer Kommentar:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dieser Phase geht es nicht um die genaue Rekonstruktion verschiedener weiterer Kontexte hinsichtlich der Datenerhebung und -verarbeitung, dies passiert in der nachfolgenden Phase. Es geht zunächst erstmal darum, weitere Kontexte, in denen Standortdaten von Nutzenden erhoben werden, zu identifizieren und zu beschreiben. Dadurch sollen die Lernenden einen breiteren und differenzierteren Blick für die Rolle von Standortdaten im eigenen Alltag entwickeln und datengetriebene digitale Artefakte, die Standortdaten erheben, eher erkennen.&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
*Erkennen weiterer Interaktionskontexte aus dem eigenen Alltag, in denen Standortdaten erhoben und verarbeitet werden&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;3b&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Anwendung und Bewertung (Variante 1: Rollenspiel):&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Die Lernenden bearbeiten ein Rollenspiel zu der Erhebung und Verarbeitung von Standortdaten in verschiedenen weiteren Interaktionskontexten (AB5-A bis AB5-E). In dem Rollenspiel wird im Rahmen einer Talkshow über die Erhebung und Verarbeitung von Standortdaten in verschiedenen Kontexten diskutiert:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;Vorbereitungsphase:&#039;&#039; Die Lernenden arbeiten sich in eine gegebene Rolle ein und bereiten Argumente vor. Drei Rollen sind Vertretende von datengetriebenen digitalen Artefakten aus dem Alltag der Lernenden, bei deren Nutzung Standortdaten erhoben und verwendet werden. Zwei Rollen sind Bürger, die für oder gegen die Erhebung und Verarbeitung persönlicher Daten sind.&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;Spielphase:&#039;&#039; In einer Talkshow wird über die Erhebung und Verarbeitung von Standortdaten diskutiert. Die Vertreter von datengetriebenen digitalen Artefakten nutzen dies, um Werbung für ihre Anwendung zu machen und den Nutzen der Erhebung und Verarbeitung der Daten für die Nutzenden zu verdeutlichen (v.a. primäre Zwecke). Die Rollen der Bürger greifen hingegen kritischer und differenzierter auch die sekundären Zwecke auf.&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;Auswertungsphase:&#039;&#039; Die Positionen werden kommentiert und die Lernenden beziehen zu diesen eine eigene begründete Stellung. Die verschiedenen Perspektiven auf die Zwecke der Verwendung und Verarbeitung der Daten werden festgehalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Anwendung und Bewertung (Variante 2: Plakate zur Erhebung und Verarbeitung von Standortdaten erstellen):&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lernenden erstellen in Gruppen Plakate zu der Erhebung und Verarbeitung von Standortdaten in gegebenen Kontexten (AB5). Aus der Perspektiven von Anbietern einer Anwendung, die Standortdaten erhebt, erarbeiten die Lernenden, wie die Standortdaten erhoben werden und wozu diese genutzt werden (könnten).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Anschluss werden die Plakate durch die Gruppen vorgestellt. Danach kommentieren die Lernenden die Plakate sowie bewerten begründet die Erhebung und Verarbeitung der Daten in den jeweiligen Interaktionskontexten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Didaktischer Kommentar:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lernenden sollten in dieser Anwendungs- und Bewertungsphase (in beiden Varianten) einen breiteren Blick für die Erhebung und Verarbeitung von Standortdaten in ihrem Alltag entwickeln. Dabei sollten sie auch die Erhebung von Standortdaten in den verschiedenen Kontexten und verschiedene Zwecke der Verarbeitung und Verwendung beschreiben können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies soll durch den Perspektivwechsel von Nutzenden zu Anbietern von datengetriebenen digitalen Artefakten unterstützt werden. In beiden Varianten sollten die Lernenden eine persönliche (begründete) Bewertung der datengetriebenen digitalen Artefakte in den verschiedenen Interaktionskontexten vornehmen und sich selbst dazu positionieren.&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
*Wechsel der Perspektive eines Nutzenden zu einem Anbieter eines datengetriebenen digitalen Artefakts&lt;br /&gt;
*Bewertung der Erhebung und Verarbeitung von Standortdaten im Mobilfunknetz und weiteren Kontexten (v.a. individuell, lerngruppenabhängig auch auf einer gesellschaftlichen Ebene)&lt;br /&gt;
*Reflektieren der Erhebung und Verarbeitung von Standortdaten im eigenen Alltag&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Für Variante 1:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
[[Images/3/38/AB5-A - Rollenspiel.docx|AB5-A - Rollenspiel]], [[Images/4/47/AB5-B - Rollenspiel.docx|AB5-B - Rollenspiel]], [[Images/0/01/AB5-C - Rollenspiel.docx|AB5-C - Rollenspiel]], [[Images/4/4a/AB5-D - Rollenspiel.docx|AB5-D - Rollenspiel]], [[Images/2/2c/AB5-E - Rollenspiel.docx|AB5-E - Rollenspiel]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Für Variante 2:&#039;&#039;&#039; [[Images/9/9b/AB5 - Plakat.docx|AB5 - Plakat]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Beschreibungen ausgewählter Materialien==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Puzzle zum Aufbau und der Funktionsweise des Mobilfunknetzes===&lt;br /&gt;
Beispiellösung für das Puzzle in analoger Version&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Digitale Version des Puzzles zum kollaborativen Bearbeitung des Puzzles&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Puzzleteile:====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Personenplättchen:=====&lt;br /&gt;
Die drei Personenkärtchen stellen symbolisch die drei Personen mit ihren Handys bzw. mobilen Stationen dar. Diese spielen in den Simulationen der Funktionsweise des Mobilfunknetzes in der zweiten Aufgabe des Arbeitsblattes 2 eine große Rolle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Elemente des Mobilfunknetzes:=====&lt;br /&gt;
In dem Puzzle kommen stellvertretend für das reduzierte Mobilfunknetz neben den Personenplättchen vier Puzzleteile vor: 1) Antenne + Basisstation (viermal), 2) Vermittlungsstelle, 3) Datenspeicher, 4) Internet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine detaillierte Beschreibung des Mobilfunknetzes und der jeweiligen Elemente findet sich in dem zuvor verlinkten [[Images/1/10/Exploration Standortdaten - Ergaenzende Informationen.pdf|Dokument zu ergänzenden Hintergrundinformationen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachfolgend wird eine Lösung des Puzzles beschrieben. Die Puzzleteile sind, wie dort dargestellt, auf der Puzzlevorlage (s.u.) abzulegen, um das Mobilfunknetz adäquat darzustellen und die Funktionsweise daran zu simulieren. Die Schnittstelle zwischen Vermittlungsstelle und Datenbank wurde zur Reduktion der Komplexität durch eine direkt verbundene Anordnung ersetzt. Die Vermittlungsstelle und die Datenbank sind also als zwei verknüpfte Elemente zu verstehen. Das Puzzleteil Internet (4) steht in äußerst abstrakter Art und Weise stellvertretend für die Verbindung zwischen Vermittlungsstelle und „dem Internet“. Die Thematisierung des, wenn auch grundlegenden, Aufbaus des Internets in diesem Unterrichtsmodul würde im Sinne der Komplexität zu weit führen. (Denkbar wäre an dieser Stelle jedoch in Abhängigkeit der Lerngruppe ein sehr kurzer Exkurs zum Aufbau des Internets.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Puzzlevorlage:====&lt;br /&gt;
Die Puzzleteile und Personenplättchen werden in der ersten Aufgabe des Arbeitsblattes 2 im Sinne einer Rekonstruktion des Aufbaus des Mobilfunknetzes auf einer Puzzlevorlage abgelegt. Die Puzzlevorlage wird die Lernenden gemeinsam mit den Puzzleteilen und dem Arbeitsblatt 2 ausgehändigt. In durchgeführten Erprobungen des Unterrichtsmoduls hat sich gezeigt, dass es ratsam ist, die Materialien des Puzzles bereits zuvor ausgeschnitten in den Unterricht mitzubringen, um die effektive Lernzeit nicht wesentlich zu verkürzen, ein Ausschneiden im Unterricht durch die Schülerinnen und Schüler ist unter Umständen auch möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Lösung des Puzzles:====&lt;br /&gt;
Eine mögliche Lösung für das Puzzle in dem nebenstehendem Bild dargestellt. Variationen bestehen lediglich in der Wahl der Funkzellen, in denen sich die drei Personen aufhalten. Die Elemente des Mobilfunknetzes (graue Puzzleteile) sollten nicht anders gewählt werden. Die Pfeile werden in der zweiten Aufgabe des Arbeitsblattes 2 auf das Puzzle gelegt, um das Herstellen einer Verbindung im Mobilfunknetz nachzustellen. Dazu werden zwei Szenarien zum Telefonieren (Situation 1: orangene Pfeile, Situation 2: grüne Pfeile) aufgegriffen. Optional kann ein drittes Szenario zum &#039;&#039;Aufrufen einer Internetseite&#039;&#039; (blaue Pfeile) als „Sprinteraufgabe“ bearbeitet werden. Die Pfeilrichtung stellt vereinfacht das Senden von Datenpaketen bei der Anfrage der jeweiligen Mobilfunkverbindung dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Hinweise zu den explorierten Daten von Malte Spitz===&lt;br /&gt;
Die Standortdaten wurden während der Nutzung des Mobilfunknetzes von einem Mobilfunkanbieter erhoben. Die Datensätze wurden aus Gründen des Datenschutzes gefiltert, sodass nicht alle erhobenen Daten in der Tabelle aufgefasst werden und die Tabelle somit lediglich als Ausschnitt der erhobenen Daten bezeichnet werden sollte. Die Daten gehören zu einer Einzelperson – genauer zum Politiker Malte Spitz. Veröffentlicht wurden sie gemeinsam mit &#039;&#039;Zeit Online&#039;&#039; im Kontext des Diskurses um die Vorratsdatenspeicherung. Die inbegriffenen Daten umfassen einen Zeitraum zwischen September 2009 und Februar 2010. Bei der Interpretation der auf der Karte visualisierten Standortdaten sollte gegebenenfalls berücksichtigt werden, dass es sich um inzwischen ältere Daten auf einer aktuellen Karte handelt und somit die weiteren Hinweise auf der Karte (z.B. Cafe, Restaurant, Firmen) nicht unbedingt immer stimmen müssen. Dies hindert den Erkenntnisgewinn der Lernenden aus unserer Sicht jedoch nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Weiterführende Quellen zu den Daten:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;https://www.zeit.de/digital/datenschutz/2011-02/vorratsdaten-malte-spitz&amp;lt;/nowiki&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;https://www.zeit.de/datenschutz/malte-spitz-vorratsdaten&amp;lt;/nowiki&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Interaktive Web-Anwendung===&lt;br /&gt;
Ausschnitt der gestarteten interaktiven Web-Anwendung zu diesem Unterrichtsmodul (Stand: Mai 2021)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für das Unterrichtsmodul haben wir eine interaktive Webanwendung entwickelt. Diese ist unter folgendem Link erreichbar: go.upb.de/ExplorationStandortdaten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie basiert auf einem Jupyter Notebook und ist mit Python entwickelt worden. Von den Lernenden werden hingegen keine Kenntnisse im Umgang mit Jupyter Notebooks sowie keinerlei Programmierkenntnisse vorausgesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zunächst müssen die Standortdaten eingelesen werden, was über den Button &#039;&#039;Lade die Standortdaten&#039;&#039; geht. Prinzipiell ist es auch möglich eigene Standortdaten einzuladen bzw. die Anwendung, um diese zu erweitern, die an dieser Stelle ausgewählt werden könnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Laden der Standortdaten wird die Bedienoberfläche angezeigt (s. Bild).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie besteht im Wesentlichen aus drei Bereichen: 1) Eingabemaske zum Einstellen von Filtern (oben links), 2) Anzeige der verarbeiteten Filter und der Tabelle der aktuellen Standortdaten (oben rechts) und 3) Karte zur Visualisierung der Standortdaten mit mehreren Widgets zur Steuerung der Visualisierung (unten).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Eingabemaske (1) können drei Filter separat oder zusammen eingestellt werden. Erstens kann nach einer Zeitspanne gefiltert werden, dann werden alle Standortdaten außerhalb dieser Zeitspanne entfernt. Es können lediglich ganze Stunden eingegeben werden, etwa 16 für 16:00 Uhr. Zweitens kann nach einem Wochentag gefiltert werden, etwa „Montag“, der als Textform in das Textfeld eingegeben bzw. aus dem Dropdown-Menü ausgewählt werden kann. Alle Standortdaten von Tagen außer dem gewählten Wochentag werden entfernt. Drittens kann nach einem Monat gefiltert werden, der ebenfalls als Text eingegeben oder aus dem Dropdown-Menü ausgewählt werden kann. Alle Standortdaten aus anderen Monaten werden entfernt. Ein oder mehrere verwendete Filter werden durch Klicken auf den Button &#039;&#039;Wende Filter an und aktualisiere die Karte&#039;&#039; auf die aktuellen Standortdaten angewendet. Die Karte wird dann zurückgesetzt und kann zum Visualisieren der aktuellen Standortdaten verwendet werden. Durch Klicken auf den Button &#039;&#039;Setze alle Filter zurück&#039;&#039; werden die ursprünglichen Standortdaten wiederhergestellt, sodass neue Filter gesetzt werden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Anzeige (2) werden die zuletzt angewendeten Filter mit jeweils einem Satz beschrieben sowie die aktuellen Standortdaten in tabellarischer Form dargestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der Karte (3) werden die Standortdaten visualisiert. Dynamisch können diese mit dem Play-Widgets unten links nach und nach eingeblendet werden. Dadurch kann der Verlauf der Standortdaten gut nachvollzogen werden. Dieses Einzeichnen der Standorte kann mit dem Pause Button in diesem Widget pausiert und mit dem Stopp Button zurückgesetzt werden. Die Geschwindigkeit des Einzeichnens kann mit dem Schieberegler &#039;&#039;Speed&#039;&#039; unten rechts angepasst werden. Der Button &#039;&#039;Alle Standorte einzeichnen&#039;&#039; kann als Ersatz für die dynamische Visualisierung der Standortdaten verwendet werden, um alle Standorte auf einmal einzeichnen zu lassen. Aus Performancegründen ist dieser jedoch für wenige Standortdaten empfohlen und auch reguliert. Oben rechts auf der Karte wird in einem Textfeld der Zeitpunkt des zuletzt eingezeichneten Standortes angegeben. Mit den Buttons Plus und Minus oben links auf der Karte kann die Zoomstufe der Kartenanzeige verändert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Standorte werden als Marker dargestellt. Durch Halten der Maus über einen Marker wird ein Tooltip mit dem Zeitpunkt dieses Standortes eingeblendet. Wenn mehrere Marker nah beieinander liegen, werden diese zu einem Cluster (farbiger Kreis mit einer Zahl) zusammengefasst. Durch Anklicken des Kreises bzw. durch Hineinzoomen in die Karte werden die Cluster wieder (abhängig von der Zoomstufe) getrennt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kontaktieren Sie uns gerne bei Fragen, entdeckten Fehlern oder Verbesserungsideen. Wir sind stets daran interessiert, die Web-Anwendung weiterzuentwickeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Beispiel für die Interpretation der visualisierten Standortdaten===&lt;br /&gt;
In den Explorationsphasen des Unterrichtsmoduls mit der interaktiven Web-Anwendung filtern und interpretieren die Lernenden die visualisierten Standortdaten. Da die Interpretationen subjektiv sind, werden sich diese in der Lerngruppe durchaus widersprechen. So wird für den Beruf typischerweise eine breite Vielfalt angeboten, die durchaus plausibel sind. Für die Interpretationen muss es im Unterrichtsverlauf auch kein richtig oder falsch geben. Wichtig ist, dass für die eigenen Interpretationen mit Bezugnahme auf die Daten argumentiert werden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auswahl der Standorte für den Filter von 3 bis 4 Uhr&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Beispiel einer Interpretation:====&lt;br /&gt;
Die meisten Menschen schlafen nachts. In Deutschland würde das dann heißen, dass z.B. zwischen 3:00 bis 4:00 Uhr viele Menschen schlafen. Stellt man nun den Filter für die Zeitspanne auf 3 bis 4 Uhr ein, so stehen insgesamt 294 Standorte zur Verfügung. Nach Einzeichnen auf der Karte können 208 Standorte in Berlin lokalisiert werden. Schaut man diese nun genauer an, so befinden sich 189 von diesen in der Nähe der U-Bahn Haltestelle Rosenthaler Platz (s. Bild).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Weiteres Beispiel einer Interpretation:====&lt;br /&gt;
Die Lernenden können dazu neigen, sehr stark zu interpretieren. So etwa folgendes Beispiel aus einer Erprobung: Ich habe die Standortdaten gefiltert und bekomme heraus, dass er sich oft bei einer bestimmten Firma aufgehalten hat. Die Firma ist in einer bestimmten Branche tätig, was ich mit einer Suchmaschine herausgefunden habe. Deswegen arbeitet er nun also etwa in der Finanzbranche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Schüler erwiderte darauf in einer Unterrichtserprobung, dass der Aufenthaltsort tagsüber bei einer Firma lediglich die Interpretation ermöglichen würde, dass er vielleicht dort arbeiten würde, aber nicht welchen Beruf er dort nachgeht. Er könnte etwa auch einer Hausmeister-Tätigkeit nachgehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diskussionen dieser Art zeigen ein gutes Verständnis für die Gewinnung einer Information durch Interpretation von (Standort-) Daten und können sehr gewinnbringend für den Unterrichtsverlauf sein. Die Sicherheit der Interpretationen sollte also durchaus beachtet aber auch nicht unterschätzt werden. Die Auswertungsphase dieser Explorationen ist knapp bemessen. Zugunsten von Diskussionen dieser Art kann diese durchaus verlängert werden. Dabei kann dann auch aufgegriffen werden, dass bei solchen Datenauswertungen auch weitere Datenquellen hinzugenommen werden (s. optionale Ergänzung in Phase 2b), um genauere Interpretationen zu ermöglichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Beispiele für sekundäre Zwecke der Verwendung von Standortdaten aus dem Mobilfunknetz===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Beispiel 1: Analyse der Mobilität während der Coronapandemie====&lt;br /&gt;
Zur Eindämmung der Covid-19-Pandemie wurden verschiedene Maßnahmen (u.a. „Lockdown“) veranlasst. Die Wirkung der Maßnahmen kann anhand der Mobilität der Bevölkerung untersucht werden. Dazu wurden etwa Mobilfunkdaten des Mobilfunkanbieters Telefónica bereitgestellt, die zuvor anonymisiert und aggregiert wurden. Ein Bericht dazu findet sich bei destatis. Dort sind ebenfalls interessante Visualisierungen eingefügt, welche im Unterricht mit aufgegriffen werden könnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;https://www.destatis.de/DE/Service/EXDAT/Datensaetze/mobilitaetsindikatoren-mobilfunkdaten.html&amp;lt;/nowiki&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Beispiel 2: Analyse zur Optimierung des ÖPNV====&lt;br /&gt;
Mobilfunkanbieter nutzen erhobene Mobilfunkdaten (v.a. auch Standortdaten) für verschiedene Projekte im Kontext der Verkehrsoptimierung oder auch Optimierung des öffentlichen Personennahverkehrs. Telefónica berichtet dazu etwa von mehreren Projekten zum ÖPNV in Leipzig in München, der Verkehrsplanung in Deutschland oder zur Auswertung von Staus auf deutschen Straßen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;https://www.telefonica.de/analytics/anonymisierte-daten.html&amp;lt;/nowiki&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ähnlich berichtet auch der Mobilfunkanbieter Deutsche Telekom von einem Projekt mit Verkehrsbetrieben in Nürnberg, wo anonymisierte Standortdaten verwendet werden, um das Verkehrsangebot zu optimieren. Unter dem zweiten Link findet sich auch ein Video, welches dazu die sekundäre Verwendung der Standortdaten beschreibt und eventuell für den Unterricht genutzt werden könnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;https://www.telekom.com/de/medien/medieninformationen/detail/data-analytics-handy-schwarm-hilft-strassenbahn-349426&amp;lt;/nowiki&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;https://www.telekom.com/de/medien/mediencenter/medienmappen/medienmappen-2015/data-analytics&amp;lt;/nowiki&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Jwiens3</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://eduwiki.cs.upb.de/index.php?title=Unterricht_zu_der_Google_Suche&amp;diff=2812</id>
		<title>Unterricht zu der Google Suche</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://eduwiki.cs.upb.de/index.php?title=Unterricht_zu_der_Google_Suche&amp;diff=2812"/>
		<updated>2022-08-15T11:23:13Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Jwiens3: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Auf der Suche nach Informationen verwenden Schülerinnen und Schüler fast täglich die Internet-Suchmaschine von Google. Dort findet man zu allen möglichen Themen die verschiedensten Informationen und auch viel Unterhaltsames. Dass dabei von Google viele personenbezogenen Daten erhoben und verarbeitet werden, ist vielen Schülern nicht bewusst. Die Google-Suchmaschine gehört zu den [[Datengetriebenes digitales Artefakt|datengetriebenen digitalen Artefakten]], die verschiedene Daten explizit und implizit erheben und anschließend zu primären und sekundären Zwecken verarbeiten. In diesem Unterrichtsmodul wird die Google-Suchmaschine als Beispiel für ein solches [[datengetriebenes digitales Artefakt]] aufgegriffen. Anhand dieses Beispiels soll in diesem Unterrichtsmodul das [[Datenbewusstsein]] der Schülerinnen und Schüler gefördert werden, indem die Schüler interaktiv herausfinden, welche Daten sie einer Suchmaschine bei der Suche preisgeben und indem sie die Vor- und Nachteile der Datenerhebung und -verarbeitung diskutieren. Sie sollen zudem Möglichkeiten kennenlernen, wie bei Suchmachine von Google die eigenen Daten selbstbestimmt verwaltet werden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inhaltsverzeichnis==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Unterricht zu der Google Suche|1 Steckbrief des Unterrichtsmoduls]]&lt;br /&gt;
*[[Exploration von Standortdaten aus dem Mobilfunknetz - Klasse 5 und 6#.C3.9Cberblick%20.C3.BCber%20den%20Verlauf%20des%20Unterrichtsmoduls|2 Überblick über den Verlauf des Unterrichtsmoduls]]&lt;br /&gt;
*[[Exploration von Standortdaten aus dem Mobilfunknetz - Klasse 5 und 6#Didaktische%20Kernidee:%20F.C3.B6rderung%20von%20Datenbewusstsein%20in%20diesem%20Unterrichtsmodul|3 Didaktische Kernidee: Förderung von Datenbewusstsein in diesem Unterrichtsmodul]]&lt;br /&gt;
*[[Exploration von Standortdaten aus dem Mobilfunknetz - Klasse 5 und 6#Ziele%20des%20Unterrichtsmoduls|4 Ziele des Unterrichtsmoduls]]&lt;br /&gt;
*[[Exploration von Standortdaten aus dem Mobilfunknetz - Klasse 5 und 6#Leitfragen%20im%20Unterrichtsmodul|5 Leitfragen im Unterrichtsmodul]]&lt;br /&gt;
*[[Exploration von Standortdaten aus dem Mobilfunknetz - Klasse 5 und 6#Zusammenfassender%20.C3.9Cberblick%20.C3.BCber%20das%20Unterrichtsmodul|6 Zusammenfassender Überblick über das Unterrichtsmodul]]&lt;br /&gt;
*[[Exploration von Standortdaten aus dem Mobilfunknetz - Klasse 5 und 6#.C3.9Cberblick%20.C3.BCber%20den%20Unterrichtsverlauf|7 Überblick über den Unterrichtsverlauf]]&lt;br /&gt;
*[[Exploration von Standortdaten aus dem Mobilfunknetz - Klasse 5 und 6#Beschreibungen%20ausgew.C3.A4hlter%20Materialien|8 Beschreibungen ausgewählter Materialien]]&lt;br /&gt;
**[[Exploration von Standortdaten aus dem Mobilfunknetz - Klasse 5 und 6#Puzzle%20zum%20Aufbau%20und%20der%20Funktionsweise%20des%20Mobilfunknetzes|8.1 Puzzle zum Aufbau und der Funktionsweise des Mobilfunknetzes]]&lt;br /&gt;
***[[Exploration von Standortdaten aus dem Mobilfunknetz - Klasse 5 und 6#Puzzleteile:|8.1.1 Puzzleteile:]]&lt;br /&gt;
****[[Exploration von Standortdaten aus dem Mobilfunknetz - Klasse 5 und 6#Personenpl.C3.A4ttchen:|8.1.1.1 Personenplättchen:]]&lt;br /&gt;
****[[Exploration von Standortdaten aus dem Mobilfunknetz - Klasse 5 und 6#Elemente%20des%20Mobilfunknetzes:|8.1.1.2 Elemente des Mobilfunknetzes:]]&lt;br /&gt;
***[[Exploration von Standortdaten aus dem Mobilfunknetz - Klasse 5 und 6#Puzzlevorlage:|8.1.2 Puzzlevorlage:]]&lt;br /&gt;
***[[Exploration von Standortdaten aus dem Mobilfunknetz - Klasse 5 und 6#L.C3.B6sung%20des%20Puzzles:|8.1.3 Lösung des Puzzles:]]&lt;br /&gt;
**[[Exploration von Standortdaten aus dem Mobilfunknetz - Klasse 5 und 6#Hinweise%20zu%20den%20explorierten%20Daten%20von%20Malte%20Spitz|8.2 Hinweise zu den explorierten Daten von Malte Spitz]]&lt;br /&gt;
**[[Exploration von Standortdaten aus dem Mobilfunknetz - Klasse 5 und 6#Interaktive%20Web-Anwendung|8.3 Interaktive Web-Anwendung]]&lt;br /&gt;
**[[Exploration von Standortdaten aus dem Mobilfunknetz - Klasse 5 und 6#Beispiel%20f.C3.BCr%20die%20Interpretation%20der%20visualisierten%20Standortdaten|8.4 Beispiel für die Interpretation der visualisierten Standortdaten]]&lt;br /&gt;
***[[Exploration von Standortdaten aus dem Mobilfunknetz - Klasse 5 und 6#Beispiel%20einer%20Interpretation:|8.4.1 Beispiel einer Interpretation:]]&lt;br /&gt;
***[[Exploration von Standortdaten aus dem Mobilfunknetz - Klasse 5 und 6#Weiteres%20Beispiel%20einer%20Interpretation:|8.4.2 Weiteres Beispiel einer Interpretation:]]&lt;br /&gt;
**[[Exploration von Standortdaten aus dem Mobilfunknetz - Klasse 5 und 6#Beispiele%20f.C3.BCr%20sekund.C3.A4re%20Zwecke%20der%20Verwendung%20von%20Standortdaten%20aus%20dem%20Mobilfunknetz|8.5 Beispiele für sekundäre Zwecke der Verwendung von Standortdaten aus dem Mobilfunknetz]]&lt;br /&gt;
***[[Exploration von Standortdaten aus dem Mobilfunknetz - Klasse 5 und 6#Beispiel%201:%20Analyse%20der%20Mobilit.C3.A4t%20w.C3.A4hrend%20der%20Coronapandemie|8.5.1 Beispiel 1: Analyse der Mobilität während der Coronapandemie]]&lt;br /&gt;
***[[Exploration von Standortdaten aus dem Mobilfunknetz - Klasse 5 und 6#Beispiel%202:%20Analyse%20zur%20Optimierung%20des%20.C3.96PNV|8.5.2 Beispiel 2: Analyse zur Optimierung des ÖPNV]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Steckbrief des Unterrichtsmoduls==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Titel:&#039;&#039;&#039; Erhebung und Verarbeitung von Daten bei Suchmaschinen am Beispiel der Google Suche&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Stichworte:&#039;&#039;&#039; [[Datenbewusstsein]], [[Data Science]], Internet-Suchmaschine&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Zielgruppe:&#039;&#039;&#039; Informatik in Klasse 9 und 10 der Haupt-, Real- und Gesamtschule - keine Einschränkung der Klassengröße - sowohl homogene als auch heterogene Zusammensetzung möglich&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Inhaltsfeld:&#039;&#039;&#039; &amp;quot;Informatik, Mensch und Gesellschaft&amp;quot; (insbesondere der Schwerpunkt: [[Datenbewusstsein]]), &amp;quot;Daten und Information&amp;quot;, &amp;quot;Informatiksysteme&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Vorkenntnisse:&#039;&#039;&#039; Dieses Unterrichtsmodul setzt einige wenige Vorkenntnisse der Lernenden voraus. Das Internet sollte für die Schüler der Zielgruppe kein Neuland sein und die Google-Suche sollte für sie ein gebräuchliches Werkzeug sein. Wünschenswert wäre außerdem auch die Fähigkeit, die Google-Suche systematisch und strukturiert anwenden zu können. Außerdem muss vorausgesetzt werden, dass die Schüler ihren persönlichen Umgang mit der Google-Suche und mit ihren personenbezogenen Daten reflektieren und beurteilen können. Daher auch die Fokussierung auf die neunte bzw. zehnte Jahrgangsstufe. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Zeitlicher Umfang:&#039;&#039;&#039; 4 Unterrichtsstunden a 45 Minuten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Gegenstandsbereich (Fachinhalt) des Unterrichtsmoduls==&lt;br /&gt;
Datenbewusstsein ist ein wichtiger Aspekt, besonders im Rahmen von Suchmaschinen. Denn diese sammeln viele Daten der Nutzer zu verschiedenen Zwecken. Welche Daten Google sammelt und zu welchen Zwecken, ist wichtig zu verstehen, damit man sich im Internet bzw. beim Suchen im Internet bewusst damit auseinandersetzt. Da Google im Jahr 2004 an die Börse gegangen ist, ist das Unternehmen ein Gewinnorientiertes. Den Gewinn kann Google nicht durch das “stumpfe” Anzeigen von Ergebnissen zu Suchanfragen erzielen, sondern indem es Daten der Nutzer auswertet und weiterverwendet. Seien es Werbeanzeigen zu anderen Plattformen oder der Verkauf von Nutzerdaten an Dritte zur Gewinnerzielung. &lt;br /&gt;
In diesem Sinne ist es wichtig zu wissen, wie Google uns mit der Darstellung von Suchergebnissen beeinflussen kann. Google erhebt dafür explizit und implizit Daten. Explizit werden der eingegebene Suchbegriff und ggf. verlinkte Google-Konten erhoben. Dadurch können implizit viele weitere Daten gewonnen werden, zum Beispiel welche Interessen man hat oder welche Webseiten sehr beliebt bei den Nutzern sind. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese erhobenen Daten kann Google für verschiedene Zwecke nutzen. Primäre Zwecke sind hierbei, dass Google seine Funktionen weiter anbieten kann. Weiter möchte Google seine Funktionen verbessern und weitere einbinden, zum Beispiel das Wetter oder eine Karte mit weiteren Ergebnissen. Die primären Zwecke dienen also eher der Nutzerperspektive, um die Funktionen für die Nutzer zu verbessern. Sekundäre Zwecke sind bei der Datenerhebung durch Google wirtschaftlich und wissenschaftlich orientiert. Wirtschaftlich sind eben die Anzeige von personalisierter Werbung auf der Ergebnisseite und das Weiterverkaufen von Daten an Dritte. Wissenschaftlich geht es Google um die Analyse des Nutzerverhaltens. Die sekundären Zwecke sind also aus Anbieterperspektive formuliert. Wie man seine persönlichen Daten vor Zugriffen oder Analysen schützen kann, ist eine resultierende Fragestellung.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Überblick über den Verlauf des Unterrichtsmoduls==&lt;br /&gt;
Konkret werden die Begriffe der implizit und explizit erhobenen Daten, sowie primäre und sekundäre Zwecke behandelt. Zum Einstieg ins Anwendungsbeispiel Google Suche sollen die SuS in Gruppen am PC Begriffe eingeben und Beobachtungen aufschreiben. Die Ergebnisse werden für spätere Gruppenarbeiten gesichert. Dann lesen die SuS entsprechend aufbereitete Texte zur Datenerhebung und zu den Zwecken und besprechen sich jeweils in den Gruppen, um die Aspekte der Begriffe zusammenzutragen. Außerdem sollen die SuS die erlernten Definitionen und Beispiele auf Google-Suche und den zuvor gesammelten Ideen und Ergebnisse zu der Google-Suche am Anfang anwenden, indem sie die Definition mit dem, was Google nach der Eingabe der Suchbegriffe tut, abgleichen. Da Datenbewusstsein als eines der gesellschaftlichen Themen im Informatikunterricht nur unzureichend behandelt wird, bieten die Begriffe einen Einstieg in das Thema der Auswirkungen von großen Datenmengen. Durch die Anwendung der Begrifflichkeiten auf Google, das Finden von Beispielen der Datenerhebung und dessen Verwendung, können die SuS sich dann mehr diese Datenverarbeitung bewusst machen. Des Weiteren fällt es ihnen auch leichter, die Datenverarbeitung auf andere Bereiche bzw. datengetriebene digitale Artefakte zu übertragen, da die SuS in der letzten Phase Stellung zur Datenerhebung nehmen und sich über Vor- und Nachteile Gedanken machen. Als Zusatz werden noch Einstellungen zum eigenen Datenschutz im Browser erklärt, als Vorschlag der individuellen Anpassung im Alltag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ziele des Unterrichtsmoduls==&lt;br /&gt;
Die Lernziele und Kompetenzen des Unterrichtsmodul orientieren sich an dem Bildungsanliegen des UNESCO-Weltaktionsprogrammes: “Bildung für nachhaltige Entwicklung”. Bei diesem Bildungsanliegen wird das Ziel verfolgt, dass die SuS die Fähigkeit erlangen, die Auswirkungen des eigenen Handelns auf die Welt zu verstehen und verantwortungsvolle Entscheidungen zu treffen. Da die Auswirkungen des eigenen Handelns bei der Verwendung der Google-Suchmaschine oft unterschätzt werden, zeigt sich hier der Bedarf, die Kompetenz des verantwortungsvollen Handelns durch dieses Unterrichtsmodul anzustreben. Daraus folgen dann folgende Lernziele:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Hauptziel der Unterrichtsstunde ist, dass sich SuS bewusster im Internet verhalten. Dies meint grundlegend, dass sie gezielter in ihrem Alltag nach ihren Interessen im Internet suchen und dabei verstehen, welche Daten währenddessen von ihnen (als des Nutzers/ der Nutzerin) erhoben werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Des Weiteren sollten sie auch den Zweck der Erhebung verstehen bzw. Vermutungen diesbezüglich haben. Also warum Google oder allgemein kostenlose Apps Daten von NutzerInnen erheben und was sie dann mit den erhobenen Daten anfangen. Sie sollten also wissen, dass mit den Daten nicht nur Geld gemacht wird (bspw. durch Verkauf ihrer Daten), sondern auch ein Digitaler Doppelgänger von ihnen erstellt wird, um auf aktuelle Interessen einzugehen und dementsprechend Werbung zu schalten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da sie sich im Internet bzw. auf Google „bewegen“ und damit arbeiten, lernen sie das ddA in voller Funktion kennen. Durch die Analyse sollen sie erkennen, wie und warum Google den eingegebenen Suchbegriff so interpretiert und die entsprechenden Suchergebnisse anzeigt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem erlangten Wissen sollen die SuS diese Erhebungen und dessen Zwecke deuten und bewerten. Dadurch bilden sie sich nicht nur eine eigene Meinung, sondern lernen auch, ihre Meinung zu begründen und durch Argumentationen und Diskussionen durchzusetzen. Hierzu benötigen sie Wissen über Vor- und Nachteile, welche zuvor im Plenum aus Nutzer- und Anbieterperspektive zusammengetragen und erarbeitet werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um sich vor den Nachteilen der Nutzer-Perspektive zu schützen, sollen sie selbst am Computer im Google-Browser nach Möglichkeiten zur Datenschutzeinstellung suchen und den daraus resultierenden Schutz für den eigenen Nutzer notieren und den anderen vorführen. Dadurch werden nicht nur explizit Medienkompetenzen gefördert, sondern auch die Zuordnung des gelernten Wissens im eigenen Sprachgebrauch überdacht und eingebaut. Hinzu kommen weitere Argumentationsstrukturen und die Aneignung strukturierter und überzeugender Sprachkompetenzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Sachanalyse des Unterrichtsmoduls==&lt;br /&gt;
Viele fachwissenschaftliche Aspekte wurden im Abschnitt [[Unterricht zu der Google Suche|Gegenstandsbereich]] behandelt. Im Folgenden ist die Mindmap zur Dualitätsrekonstruktion dargestellt:&lt;br /&gt;
[[Datei:Dualitätskonstruktion zur Google-Suche.png|mini|1032x1032px|Dualitätskonstruktion zur Google-Suche]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Didaktische Begründung des Unterrichtsmoduls==&lt;br /&gt;
Das Unterrichtsmodul beinhaltet viele Phasen, in denen die SuS zusammenarbeiten sollen. Das fördert die Sozialkompetenz der SuS und hat das Ziel, dass sich die SuS über die Themen und Lösungen austauschen. Dabei können sie verschiedene Lösungsansätze austauschen und darüber nachdenken. Leistungsschwächere SuS können von den leistungsstärkeren in den Arbeitsphasen profitieren. Dadurch wird der Heterogenität der Klasse Rechnung getragen. Auch können die stärkeren SuS bei einigen Arbeitsaufträgen weitere Aufgaben bearbeiten, wenn die anderen SuS noch etwas Zeit fürdie primären Aufgaben benötigen. Zum Beispiel können sich die SuS, die schon die Zwecke der Datenverarbeitung von Google erarbeitet haben, Gedanken über Vor- und Nachteile der Datenerhebung durch Google machen und diese notieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Unterrichtsmodul wurde in die sechs Schritte nach Leisen (2017) unterteilt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Im ersten Schritt wird der Lernkontext zu den SuS gebracht, indem sich die SuS zum Einstieg Gedanken zu ihrer kürzlichen Internetrecherche machen. Die SuS können erste Ideen und Beobachtungen zur Google Suche machen, indem sie einige vorgegebene Begriffe eingeben und die Ergebnisseiten analysieren. Die Sicherung nach dieser Phase dient dazu, dass die SuS ihre Ergebnisse in den nächsten Phasen aufgreifen und verknüpfen können. &lt;br /&gt;
# Im nächsten Schritt wird den SuS Lernmaterial gegeben, das sie bearbeiten sollen. Hier wird den SuS erst theoretisches Wissen vermittelt, das sie für den weiteren Ablauf benötigen. Dazu gehört z. B. das Wissen um und die Unterscheidung in explizite und implizite Datenerhebung. Dabei sollen die SuS in Lerngruppen zusammenarbeiten. &lt;br /&gt;
# Im nächsten Schritt werden die neuen Lerninhalte zusammen im Plenum diskutiert. Dabei sollte eine Lehrkraft diese Phase moderieren, damit die SuS ihre neuen Vorstellungen im Diskurs weiter verknüpfen bzw. ggf. korrigieren können. &lt;br /&gt;
# Das theoretisch erlangte Wissen können sie dann auf den Kontext der Google Suche anwenden. Die Zwecke der Datenerhebung werden in einer zweiten Erarbeitungsphase erarbeitet. &lt;br /&gt;
# Im folgenden Schritt werden die Formen und Zwecke der Datenerhebung miteinander vernetzt und durch eine persönliche Reflektion über die Vor- und Nachteile dieser Datenerhebung gefestigt. &lt;br /&gt;
# Durch die Diskussion über verschiedene Maßnahmen des Datenschutzes wird das erarbeitete Wissen im letzten Schritt angewendet und verantwortungsvolles Handeln in diesem Bereich gefördert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Unterrichtsplanung wurden zudem die verschiedenen Aspekte des Curricular Spider Web (2013) berücksichtigt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Der Zeitpunkt des Unterrichts wurde berücksichtigt. An einem Freitag ist die Konzentrationsfähigkeit wahrscheinlich nicht mehr sehr hoch. &lt;br /&gt;
* Auch die lokale Gegebenheit, dass der Raum neu und unbekannt für die Schüler war, wurde berücksichtigt bspw. durch den “Eisbrecher” zu Beginn der Stunde. &lt;br /&gt;
* Da man ausgehen kann, dass sich die Schüler untereinander kennen, konnten verschiedentlich Gruppenarbeitsphasen eingeplant werden. &lt;br /&gt;
* Bezüglich der Lernmedien wurde darauf geachtet, sowohl digitale als auch analoge Elemente in den Unterricht miteinzubinden. &lt;br /&gt;
* Der zentralen Aspekt, warum die Schüler diese Kompetenzen erwerben sollen, wurde schon in den vorherigen Kapiteln betrachtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Zusammenfassender Überblick über das Unterrichtsmodul==&lt;br /&gt;
Das Unterrichtsmodul mit den zentralen Aktivitäten, Leitfragen und Fachinhalten in den drei Teilen wird in der nachfolgenden Grafik zur Übersicht und Orientierung zusammengefasst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Überblick über das Unterrichtsmodul&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Überblick über den Unterrichtsverlauf==&lt;br /&gt;
Im Folgenden wird ein Überblick über den Unterrichtsverlauf gegeben. Die Materialien, wie etwa Arbeitsblätter und ergänzende Informationen, der verschiedenen Phasen sind in der Tabelle verlinkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Des Weiteren steht eine &#039;&#039;&#039;Handreichung mit ergänzenden Hintergrundinformationen für Lehrkräfte&#039;&#039;&#039; zur Verfügung, in der ausgewählte Inhalte des Unterrichtsmodul, Materialien und Begrifflichkeiten näher erklärt werden: [[Images/1/10/Exploration Standortdaten - Ergaenzende Informationen.pdf|Ergänzende Informationen]].&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+&lt;br /&gt;
!&amp;lt;big&amp;gt;Phase&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
!&amp;lt;big&amp;gt;Inhalt&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
!&amp;lt;big&amp;gt;Ziele&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
!&amp;lt;big&amp;gt;Material&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;4&amp;quot; |&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;1a&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Einführung in den Interaktionskontext und Problematisierung:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Als Unterrichtsgespräch wird gemeinsam ein (Gedanken-) Experiment zum Herstellen einer Mobilfunkverbindung beim Telefonieren durchgeführt: (1) Von einem Handy wird ein zweites Handy angerufen – Was passiert dabei? (2) Was passiert nun, wenn ein Handy in einer Metallbox liegt? (3) Was passiert, wenn beide Handys in der Metallbox liegen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gemeinsam wird die Frage erarbeitet, wie das Mobilfunknetz aufgebaut ist und welche Schritte zum Herstellen einer Mobilfunkverbindung nötig sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Didaktischer Kommentar:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es werden eigene Erfahrungen der Lernenden zur Nutzung des Mobilfunknetzes aufgegriffen (aus Nutzerperspektive). Außerdem soll eine Neugierde an dem Aufbau und der genauen Funktionsweise des Mobilfunknetzes (aus Anbieterperspektive) geweckt werden. Daraus resultierend wird die Frage nach dem Aufbau und der Funktionsweise des Mobilfunknetzes aufgestellt.&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
*Aktivierung von Vorkenntnissen zum Mobilfunknetz (i.d.R. aus Nutzerperspektive)&lt;br /&gt;
*Wecken von Neugierde an dem Aufbau und der Funktionsweise des Mobilfunknetzes&lt;br /&gt;
|[[Images/7/78/Datenbewusstsein Standortdatenmodul Folien Gedankenexperiment Mobilfunknetz.pptx|Unterstützende Folien für das (Gedanken-) Experiment]] (alternativ auch zwei Handys und eine Metallbox)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;1b&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Erarbeitung des Aufbaus und der Funktionsweise des Mobilfunknetzes:&#039;&#039;&#039; Gemeinsam oder in Einzelarbeit wird ein Überblicksvideo zum Aufbau und der Funktionsweise des Mobilfunknetzes geschaut (ggf. mehrere Durchläufe). Die Lernenden notieren dabei Informationen zu Komponenten des Mobilfunknetzes (AB1). Danach werden die Begrifflichkeiten zum Mobilfunknetz (Basisstation, Funkzelle, Vermittlungsstelle) im Plenum besprochen und gesichert. Anschließend wird mit einem Puzzle der vereinfachte Aufbau des Mobilfunknetzes rekonstruiert sowie die Funktionsweise mit zwei Szenarien erarbeitet (AB2).&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|Lösung des Puzzles&lt;br /&gt;
Anhand der beiden Szenarien erarbeiten die Lernenden, welche (persönlichen) Daten bei der Nutzung des Mobilfunknetzes (am Beispiel des Telefonierens) erhoben werden können und auch müssen (AB3). Diese Ideen für die erhobenen Daten werden in einem Unterrichtsgespräch gesammelt. Dabei wird auf den Datenbegriff eingegangen, inwiefern in diesem Beispiel Informationen als Daten aufgefasst werden (z.B. der Standort als Zahlenpaar von Längen- und Breitengrad). Anschließend wird gemeinsam bewertet, welche Daten dafür besonders wichtig und notwendig sind, um eine Mobilfunkverbindung herstellen zu können (z.B. Kontaktdaten des Empfängers oder Standortdaten des Empfängers). Auf dem AB3 stellen die Lernenden vorbereitend für den Teil 2 des Moduls Vermutungen auf, wofür die Standortdaten sonst noch genutzt werden können (sekundäre Zwecke).&lt;br /&gt;
Didaktischer Kommentar:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Architektur und Relevanz (s. Glossar in den [[Images/1/10/Exploration Standortdaten - Ergaenzende Informationen.pdf|ergänzende Informationen]]) des Mobilfunknetzes wird in dieser Phase erarbeitet. Der gegebene Interaktionskontext wird dann hinsichtlich der explizit und implizit erhobenen Daten untersucht (zusätzliche Ideen für erhobene Daten können hinsichtlich der Notwendigkeit bewertet werden). Die Lernenden begründen zusätzlich die Verarbeitung der Standortdaten zum primären Zweck der Herstellung einer Mobilfunkverbindung. Sekundäre Zwecke werden in diesem Teil noch nicht aufgegriffen. In dem Teil 2 werden „echte“ Daten aus dem Mobilfunknetz eingeführt, welche dann mit den Ideen der Lernenden verglichen werden können. Das heißt, hier dürften auch noch Ungenauigkeiten bestehen, welche zu Beginn des zweiten Teils besprochen werden können.&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
*Verstehen der Architektur und Relevanz (s. Glossar) des Mobilfunknetzes (grob)&lt;br /&gt;
*ggf. Kennenlernen des Begriffs Daten exemplarisch an den hier erhobenen Daten; ansonsten Anwendung der Kenntnisse zum Datenbegriff (s. Glossar)&lt;br /&gt;
*Einführung der Begrifflichkeiten „explizit und implizit erhobene Daten“ und identifizieren von explizit und implizit erhobene Daten in diesem Beispiel&lt;br /&gt;
*Beschreiben des primären Zwecks der Verarbeitung und Verwendung der Standortdaten&lt;br /&gt;
|Erklärvideo (Alternative), [[Images/d/dd/Druckvorlage für 2 Puzzle.pdf|Puzzle]], [[Images/8/8d/AB1 - Video zum Aufbau Mobilfunknetz.docx|AB1]], [[Images/a/a5/AB2 - Niveau 1 - Aufbau und Funktionsweise.docx|AB2 - Niveau 1]], [[Images/8/87/AB2 - Niveau 2 - Aufbau und Funktionsweise.docx|AB2 - Niveau 2]], [[Images/2/27/AB2 - Sprinteraufgabe - Aufbau und Funktionsweise.docx|AB2 - Sprinteraufgabe]] (optional), [[Images/7/7d/AB3 - Datenerhebung.docx|AB3]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;4&amp;quot; |&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;2a&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Vorbereitung der Exploration der Standortdaten mithilfe der interaktiven Web-Anwendung:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Zunächst werden die Mobilfunkdaten von Malte Spitz eingeführt (s. Erklärungen unten), welche u.a. Zeitstempel, genutzte Dienste und Standortdaten enthalten. Dabei sollten keine Hinweise dazu gegeben werden, welche Person das ist. Lediglich sollte angemerkt werden, dass diese Daten in einem halben Jahr von einer Person erhoben wurden. Diese Einführung kann anhand der Datentabelle (beiliegende pdf) geschehen, welche dabei auch besprochen werden sollte (Bezug zu AB3 gut möglich).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anschließend wird zu folgender Leitfrage hingeleitet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Leitfrage:&#039;&#039; Was könnte man über eine Person herausfinden, wenn man diese Daten hätte?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bevor die Daten mithilfe einer Web-Anwendung exploriert werden, sollten die Lernenden zu dieser Leitfrage Vermutungen äußern, was man mit diesen Daten herausfinden könnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anschließend wird in die interaktive Web-Anwendung eingeführt, in der diese Standortdaten exploriert werden können (Beschreibung s.u.). Dazu könnten die Lernenden etwa zunächst die Anwendung selbst ausprobieren, bevor dann im Plenum anhand eines gemeinsamen Beispielfrage die Daten exploriert werden. An dem gemeinsamen Beispiel sollte das Vorgehen zum Explorieren vermittelt werden, welches die Lernenden in der nächsten Phase selbst durchführen: (1) Fragestellung entwickeln (z.B. Wo wohnt die Person vermutlich?), (2) Entscheiden für zu setzende Filter in der Web-Anwendung (z.B. Zeitraum von 3 bis 4 Uhr), (3) visualisieren und untersuchen der Standortdaten auf der Karte, (4) Interpretation der Daten und Beantwortung der Fragestellung (z.B. Die Person wohnt in Berlin in der Nähe der Zehdenicker Straße) (Beispiel wird unten näher erklärt). Das Vorgehen für eine Fragestellung kann ein „Ausprobieren“ verschiedener Filter umfassen.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Didaktischer Kommentar:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit den verfügbaren Mobilfunkdaten kann dafür exemplarisch sensibilisiert werden, wie viele Daten bei der Nutzung des Mobilfunknetzes erhoben und generiert werden. Bezüglich dieser Daten sollte stets darauf geachtet werden, dass diese die Standorte der Basisstationen und eben keine GPS-Daten o.ä. darstellen (s. Erklärung in den ergänzenden Informationen). Das Explorieren der Standortdaten zum Erstellen einer modellhaften Charakterisierung der Person (vgl. der Idee des digitalen Doppelgängers) stellt einen sekundären Zweck der Verwendung und Verarbeitung der Standortdaten dar. Dieser Zweck sollte nicht als reale Verwendung und Verarbeitung dargestellt werden, aber als mögliche, wenn diese Daten weitergegeben werden, was in Phase 2c vertieft diskutiert wird. In dieser Phase wird das Explorieren der Daten erstmal nur eingeführt, woraufhin die Lernenden in der nächsten Phase die Daten mit der Web-Anwendung selbstständig explorieren.&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
*Verbessern des Verständnisses (der Menge) der erhobenen Daten einer Person im Mobilfunknetz&lt;br /&gt;
*Umgang mit Datenbegriff und deren Repräsentation am Beispiel der Datentabelle und der Karte üben&lt;br /&gt;
*Vorgehen zur Exploration der Standortdaten mit der Web-Anwendung exemplarisch kennenlernen&lt;br /&gt;
*Verstehen der Charakterisierung der Person als einen sekundären Zweck der Verwendung und Verarbeitung der Standortdaten (fiktiv!)&lt;br /&gt;
|[[Images/e/ec/Tabelle der vorhandenen Standortdaten.pdf|Datentabelle zum zeigen]], Web-Anwendung (s.u.),  [[Images/b/bf/Hilfszettel - Interaktive Web Anwendung.docx|Hilfszettel zur Web-Anwendung]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;2b&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Exploration der Standortdaten mithilfe der interaktiven Web-Anwendung:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
In Gruppen explorieren die Lernenden eigenständig die Standortdaten mithilfe der Web-Anwendung. Dabei erstellen sie als Gruppe einen gemeinsamen Steckbrief als eine Charakterisierung der ihnen unbekannten Person, etwa mit Interpretationen zum Wohnort, dem Arbeitsort oder Freizeitaktivitäten (AB4). Dazu können sich die Lernenden innerhalb einer Gruppe arbeitsteilig mit verschiedenen Fragestellungen befassen, um gemeinsam eine umfassendere Charakterisierung vornehmen zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der anschließenden Auswertung der Gruppenergebnisse werden die verschiedenen Interpretationen diskutiert und zusammengeführt, wobei die Lernenden ihre Interpretationen begründen sollen. Dabei kann auch diskutiert werden, wie sicher sich die Lernenden mit einer bestimmten Interpretation sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der Explorationsphase in den Gruppen kann den Lernenden optional die Möglichkeit gegeben werden, weitere Kontextinformationen heranzuziehen, wie etwa was sich an einem bestimmten Ort befindet oder was ein bestimmtes Unternehmen macht – die Lernenden würden damit den Kontext explorieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Didaktischer Kommentar:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch das Filtern als [[Data Moves|Data Move]] beim Explorieren können bereits einige Informationen über die Person gefunden werden. Die Interpretationen bei der Charakterisierung durch die Lernenden beruhen auf individuellem Kontextwissen und sind somit subjektiv. Das führt zum Auftreten konträrer Interpretationen, welche gewinnbringend diskutiert werden können und müssen. Beachtet werden sollte auch, dass die Charakterisierungen bzw. Steckbriefe einen modellhaften Charakter haben, der durch die ausgewählten Merkmale in den verfügbaren Daten bestimmt wird.&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
*Subjektiver Charakter von Informationen durch die Interpretation verstehen (im Gegensatz zu Daten)&lt;br /&gt;
*Erkennen eines Umfangs an Informationen, die aus Standortdaten gewonnen werden können („relativ umfassende Charakterisierung ist möglich“)&lt;br /&gt;
*Charakterisierung (digitaler Doppelgänger) als modellhaft mit subjektiven Interpretationen verstehen (können auch Fehlinformationen enthalten)&lt;br /&gt;
*Üben des Vorgehens zur Exploration der Daten&lt;br /&gt;
|Web-Anwendung (s.u.), [[Images/f/fd/AB4 - Personensteckbrief.docx|AB4]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;2c&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Reflexion und Bewertung:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Die Erhebung und Verarbeitung persönlicher Daten bei der Nutzung des Mobilfunknetzes wird nun im Unterrichtsgespräch reflektiert und anschließend durch die Lernenden bewertet. An dieser Stelle sollte dringend darauf eingegangen werden, dass ein deutscher Mobilfunkanbieter die erhobenen Daten auf dieser Art und Weise zur Charakterisierung der Personen nicht ohne weitere nutzen darf. Mithilfe der Erfahrungen aus der Exploration kann diese Regulierung auch von den Lernenden exemplarisch nachvollzogen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Optional abhängig von Lerngruppe könnten die Lernenden in den Quellen zu den weiteren Beispielen (s.u.) reale Beispiele für die sekundären Zwecke der Verarbeitung und Verwendung der Standortdaten durch Mobilfunkanbieter im Rahmen einer Recherche untersuchen. Dazu könnten sich die Lernenden in Gruppen einem der beiden Beispiele widmen und sich diese als Gruppenpuzzle gegenseitig vorstellen. Anschließend könnten diese diskutiert und bewertet werden, zum Beispiel indem eine Abwägung von Kosten (Preisgabe vieler persönlicher Informationen) und Nutzen (Vorteile für den Betrieb des Mobilfunknetzes und für gesellschaftliche Belange) vorgenommen wird.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Didaktischer Kommentar:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es sollte zum einen darauf geachtet werden, dass nicht die Fehlvorstellung entwickelt wird, dass Mobilfunkanbieter die Standortdaten einer Einzelperson tatsächlich so auswertet. Zum anderen sollte deutlich sein, dass die Standortdaten hier sinnvollerweise erhoben werden und die Regulierung auch sinnvoll sein kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Die optionale Erarbeitung der Beispiele für reale sekundäre Zwecke der Verarbeitung und Verwendung von Standortdaten durch Mobilfunkanbieter kann den Lernenden einen differenzierten Blick geben, wofür diese Standortdaten tatsächlich genutzt werden.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
*Reflektieren der Erkenntnisse zur Erhebung und Verarbeitung der Daten (v.a. Standortdaten) im Beispiel des Mobilfunknetzes und bewerten dessen&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;2d&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Mögliche Hausaufgabe zur individuellen Reflexion:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Die Lernenden formulieren ein persönliches Fazit zur Erhebung und Verarbeitung der Daten im Mobilfunknetz und begründen dieses (z.B. als Essay). Dabei sollen sie eine persönliche Bewertung vornehmen, die z.B. auch Folgerungen für eigenes Handeln beinhalten kann. Die Aufgabe kann alternativ auch am Ende dieser Phase (dann auch allgemeiner zu allen thematisierten Kontexten) eingegliedert werden.&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
*Festhalten einer Bewertung (z.B. durch Abwägung) der Erhebung und Verarbeitung von Standortdaten im Mobilfunknetz (alternativ: in den thematisierten Kontexten)&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;4&amp;quot; |&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;3a&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Identifizieren weiterer Kontexte im Alltag der Lernenden:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Im Plenum werden weitere Interaktionskontexte aus dem Alltag der Lernenden gesammelt, in denen ebenfalls Standortdaten erhoben und verarbeitet werden. Dabei sollte beachtet werden, dass es auch andere Erhebungsarten von Standortdaten gibt (Mobilfunknetz: Standorte der Basisstationen; andere Kontexte: z.B. GPS-Daten; s. Erklärung in ergänzenden Informationen). In der nächsten Phase werden dann ausgewählte Beispiele näher untersucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Didaktischer Kommentar:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dieser Phase geht es nicht um die genaue Rekonstruktion verschiedener weiterer Kontexte hinsichtlich der Datenerhebung und -verarbeitung, dies passiert in der nachfolgenden Phase. Es geht zunächst erstmal darum, weitere Kontexte, in denen Standortdaten von Nutzenden erhoben werden, zu identifizieren und zu beschreiben. Dadurch sollen die Lernenden einen breiteren und differenzierteren Blick für die Rolle von Standortdaten im eigenen Alltag entwickeln und datengetriebene digitale Artefakte, die Standortdaten erheben, eher erkennen.&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
*Erkennen weiterer Interaktionskontexte aus dem eigenen Alltag, in denen Standortdaten erhoben und verarbeitet werden&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;3b&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Anwendung und Bewertung (Variante 1: Rollenspiel):&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Die Lernenden bearbeiten ein Rollenspiel zu der Erhebung und Verarbeitung von Standortdaten in verschiedenen weiteren Interaktionskontexten (AB5-A bis AB5-E). In dem Rollenspiel wird im Rahmen einer Talkshow über die Erhebung und Verarbeitung von Standortdaten in verschiedenen Kontexten diskutiert:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;Vorbereitungsphase:&#039;&#039; Die Lernenden arbeiten sich in eine gegebene Rolle ein und bereiten Argumente vor. Drei Rollen sind Vertretende von datengetriebenen digitalen Artefakten aus dem Alltag der Lernenden, bei deren Nutzung Standortdaten erhoben und verwendet werden. Zwei Rollen sind Bürger, die für oder gegen die Erhebung und Verarbeitung persönlicher Daten sind.&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;Spielphase:&#039;&#039; In einer Talkshow wird über die Erhebung und Verarbeitung von Standortdaten diskutiert. Die Vertreter von datengetriebenen digitalen Artefakten nutzen dies, um Werbung für ihre Anwendung zu machen und den Nutzen der Erhebung und Verarbeitung der Daten für die Nutzenden zu verdeutlichen (v.a. primäre Zwecke). Die Rollen der Bürger greifen hingegen kritischer und differenzierter auch die sekundären Zwecke auf.&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;Auswertungsphase:&#039;&#039; Die Positionen werden kommentiert und die Lernenden beziehen zu diesen eine eigene begründete Stellung. Die verschiedenen Perspektiven auf die Zwecke der Verwendung und Verarbeitung der Daten werden festgehalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Anwendung und Bewertung (Variante 2: Plakate zur Erhebung und Verarbeitung von Standortdaten erstellen):&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lernenden erstellen in Gruppen Plakate zu der Erhebung und Verarbeitung von Standortdaten in gegebenen Kontexten (AB5). Aus der Perspektiven von Anbietern einer Anwendung, die Standortdaten erhebt, erarbeiten die Lernenden, wie die Standortdaten erhoben werden und wozu diese genutzt werden (könnten).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Anschluss werden die Plakate durch die Gruppen vorgestellt. Danach kommentieren die Lernenden die Plakate sowie bewerten begründet die Erhebung und Verarbeitung der Daten in den jeweiligen Interaktionskontexten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Didaktischer Kommentar:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lernenden sollten in dieser Anwendungs- und Bewertungsphase (in beiden Varianten) einen breiteren Blick für die Erhebung und Verarbeitung von Standortdaten in ihrem Alltag entwickeln. Dabei sollten sie auch die Erhebung von Standortdaten in den verschiedenen Kontexten und verschiedene Zwecke der Verarbeitung und Verwendung beschreiben können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies soll durch den Perspektivwechsel von Nutzenden zu Anbietern von datengetriebenen digitalen Artefakten unterstützt werden. In beiden Varianten sollten die Lernenden eine persönliche (begründete) Bewertung der datengetriebenen digitalen Artefakte in den verschiedenen Interaktionskontexten vornehmen und sich selbst dazu positionieren.&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
*Wechsel der Perspektive eines Nutzenden zu einem Anbieter eines datengetriebenen digitalen Artefakts&lt;br /&gt;
*Bewertung der Erhebung und Verarbeitung von Standortdaten im Mobilfunknetz und weiteren Kontexten (v.a. individuell, lerngruppenabhängig auch auf einer gesellschaftlichen Ebene)&lt;br /&gt;
*Reflektieren der Erhebung und Verarbeitung von Standortdaten im eigenen Alltag&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Für Variante 1:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
[[Images/3/38/AB5-A - Rollenspiel.docx|AB5-A - Rollenspiel]], [[Images/4/47/AB5-B - Rollenspiel.docx|AB5-B - Rollenspiel]], [[Images/0/01/AB5-C - Rollenspiel.docx|AB5-C - Rollenspiel]], [[Images/4/4a/AB5-D - Rollenspiel.docx|AB5-D - Rollenspiel]], [[Images/2/2c/AB5-E - Rollenspiel.docx|AB5-E - Rollenspiel]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Für Variante 2:&#039;&#039;&#039; [[Images/9/9b/AB5 - Plakat.docx|AB5 - Plakat]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Beschreibungen ausgewählter Materialien==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Puzzle zum Aufbau und der Funktionsweise des Mobilfunknetzes===&lt;br /&gt;
Beispiellösung für das Puzzle in analoger Version&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Digitale Version des Puzzles zum kollaborativen Bearbeitung des Puzzles&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Puzzleteile:====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Personenplättchen:=====&lt;br /&gt;
Die drei Personenkärtchen stellen symbolisch die drei Personen mit ihren Handys bzw. mobilen Stationen dar. Diese spielen in den Simulationen der Funktionsweise des Mobilfunknetzes in der zweiten Aufgabe des Arbeitsblattes 2 eine große Rolle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Elemente des Mobilfunknetzes:=====&lt;br /&gt;
In dem Puzzle kommen stellvertretend für das reduzierte Mobilfunknetz neben den Personenplättchen vier Puzzleteile vor: 1) Antenne + Basisstation (viermal), 2) Vermittlungsstelle, 3) Datenspeicher, 4) Internet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine detaillierte Beschreibung des Mobilfunknetzes und der jeweiligen Elemente findet sich in dem zuvor verlinkten [[Images/1/10/Exploration Standortdaten - Ergaenzende Informationen.pdf|Dokument zu ergänzenden Hintergrundinformationen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachfolgend wird eine Lösung des Puzzles beschrieben. Die Puzzleteile sind, wie dort dargestellt, auf der Puzzlevorlage (s.u.) abzulegen, um das Mobilfunknetz adäquat darzustellen und die Funktionsweise daran zu simulieren. Die Schnittstelle zwischen Vermittlungsstelle und Datenbank wurde zur Reduktion der Komplexität durch eine direkt verbundene Anordnung ersetzt. Die Vermittlungsstelle und die Datenbank sind also als zwei verknüpfte Elemente zu verstehen. Das Puzzleteil Internet (4) steht in äußerst abstrakter Art und Weise stellvertretend für die Verbindung zwischen Vermittlungsstelle und „dem Internet“. Die Thematisierung des, wenn auch grundlegenden, Aufbaus des Internets in diesem Unterrichtsmodul würde im Sinne der Komplexität zu weit führen. (Denkbar wäre an dieser Stelle jedoch in Abhängigkeit der Lerngruppe ein sehr kurzer Exkurs zum Aufbau des Internets.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Puzzlevorlage:====&lt;br /&gt;
Die Puzzleteile und Personenplättchen werden in der ersten Aufgabe des Arbeitsblattes 2 im Sinne einer Rekonstruktion des Aufbaus des Mobilfunknetzes auf einer Puzzlevorlage abgelegt. Die Puzzlevorlage wird die Lernenden gemeinsam mit den Puzzleteilen und dem Arbeitsblatt 2 ausgehändigt. In durchgeführten Erprobungen des Unterrichtsmoduls hat sich gezeigt, dass es ratsam ist, die Materialien des Puzzles bereits zuvor ausgeschnitten in den Unterricht mitzubringen, um die effektive Lernzeit nicht wesentlich zu verkürzen, ein Ausschneiden im Unterricht durch die Schülerinnen und Schüler ist unter Umständen auch möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Lösung des Puzzles:====&lt;br /&gt;
Eine mögliche Lösung für das Puzzle in dem nebenstehendem Bild dargestellt. Variationen bestehen lediglich in der Wahl der Funkzellen, in denen sich die drei Personen aufhalten. Die Elemente des Mobilfunknetzes (graue Puzzleteile) sollten nicht anders gewählt werden. Die Pfeile werden in der zweiten Aufgabe des Arbeitsblattes 2 auf das Puzzle gelegt, um das Herstellen einer Verbindung im Mobilfunknetz nachzustellen. Dazu werden zwei Szenarien zum Telefonieren (Situation 1: orangene Pfeile, Situation 2: grüne Pfeile) aufgegriffen. Optional kann ein drittes Szenario zum &#039;&#039;Aufrufen einer Internetseite&#039;&#039; (blaue Pfeile) als „Sprinteraufgabe“ bearbeitet werden. Die Pfeilrichtung stellt vereinfacht das Senden von Datenpaketen bei der Anfrage der jeweiligen Mobilfunkverbindung dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Hinweise zu den explorierten Daten von Malte Spitz===&lt;br /&gt;
Die Standortdaten wurden während der Nutzung des Mobilfunknetzes von einem Mobilfunkanbieter erhoben. Die Datensätze wurden aus Gründen des Datenschutzes gefiltert, sodass nicht alle erhobenen Daten in der Tabelle aufgefasst werden und die Tabelle somit lediglich als Ausschnitt der erhobenen Daten bezeichnet werden sollte. Die Daten gehören zu einer Einzelperson – genauer zum Politiker Malte Spitz. Veröffentlicht wurden sie gemeinsam mit &#039;&#039;Zeit Online&#039;&#039; im Kontext des Diskurses um die Vorratsdatenspeicherung. Die inbegriffenen Daten umfassen einen Zeitraum zwischen September 2009 und Februar 2010. Bei der Interpretation der auf der Karte visualisierten Standortdaten sollte gegebenenfalls berücksichtigt werden, dass es sich um inzwischen ältere Daten auf einer aktuellen Karte handelt und somit die weiteren Hinweise auf der Karte (z.B. Cafe, Restaurant, Firmen) nicht unbedingt immer stimmen müssen. Dies hindert den Erkenntnisgewinn der Lernenden aus unserer Sicht jedoch nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Weiterführende Quellen zu den Daten:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;https://www.zeit.de/digital/datenschutz/2011-02/vorratsdaten-malte-spitz&amp;lt;/nowiki&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;https://www.zeit.de/datenschutz/malte-spitz-vorratsdaten&amp;lt;/nowiki&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Interaktive Web-Anwendung===&lt;br /&gt;
Ausschnitt der gestarteten interaktiven Web-Anwendung zu diesem Unterrichtsmodul (Stand: Mai 2021)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für das Unterrichtsmodul haben wir eine interaktive Webanwendung entwickelt. Diese ist unter folgendem Link erreichbar: go.upb.de/ExplorationStandortdaten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie basiert auf einem Jupyter Notebook und ist mit Python entwickelt worden. Von den Lernenden werden hingegen keine Kenntnisse im Umgang mit Jupyter Notebooks sowie keinerlei Programmierkenntnisse vorausgesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zunächst müssen die Standortdaten eingelesen werden, was über den Button &#039;&#039;Lade die Standortdaten&#039;&#039; geht. Prinzipiell ist es auch möglich eigene Standortdaten einzuladen bzw. die Anwendung, um diese zu erweitern, die an dieser Stelle ausgewählt werden könnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Laden der Standortdaten wird die Bedienoberfläche angezeigt (s. Bild).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie besteht im Wesentlichen aus drei Bereichen: 1) Eingabemaske zum Einstellen von Filtern (oben links), 2) Anzeige der verarbeiteten Filter und der Tabelle der aktuellen Standortdaten (oben rechts) und 3) Karte zur Visualisierung der Standortdaten mit mehreren Widgets zur Steuerung der Visualisierung (unten).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Eingabemaske (1) können drei Filter separat oder zusammen eingestellt werden. Erstens kann nach einer Zeitspanne gefiltert werden, dann werden alle Standortdaten außerhalb dieser Zeitspanne entfernt. Es können lediglich ganze Stunden eingegeben werden, etwa 16 für 16:00 Uhr. Zweitens kann nach einem Wochentag gefiltert werden, etwa „Montag“, der als Textform in das Textfeld eingegeben bzw. aus dem Dropdown-Menü ausgewählt werden kann. Alle Standortdaten von Tagen außer dem gewählten Wochentag werden entfernt. Drittens kann nach einem Monat gefiltert werden, der ebenfalls als Text eingegeben oder aus dem Dropdown-Menü ausgewählt werden kann. Alle Standortdaten aus anderen Monaten werden entfernt. Ein oder mehrere verwendete Filter werden durch Klicken auf den Button &#039;&#039;Wende Filter an und aktualisiere die Karte&#039;&#039; auf die aktuellen Standortdaten angewendet. Die Karte wird dann zurückgesetzt und kann zum Visualisieren der aktuellen Standortdaten verwendet werden. Durch Klicken auf den Button &#039;&#039;Setze alle Filter zurück&#039;&#039; werden die ursprünglichen Standortdaten wiederhergestellt, sodass neue Filter gesetzt werden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Anzeige (2) werden die zuletzt angewendeten Filter mit jeweils einem Satz beschrieben sowie die aktuellen Standortdaten in tabellarischer Form dargestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der Karte (3) werden die Standortdaten visualisiert. Dynamisch können diese mit dem Play-Widgets unten links nach und nach eingeblendet werden. Dadurch kann der Verlauf der Standortdaten gut nachvollzogen werden. Dieses Einzeichnen der Standorte kann mit dem Pause Button in diesem Widget pausiert und mit dem Stopp Button zurückgesetzt werden. Die Geschwindigkeit des Einzeichnens kann mit dem Schieberegler &#039;&#039;Speed&#039;&#039; unten rechts angepasst werden. Der Button &#039;&#039;Alle Standorte einzeichnen&#039;&#039; kann als Ersatz für die dynamische Visualisierung der Standortdaten verwendet werden, um alle Standorte auf einmal einzeichnen zu lassen. Aus Performancegründen ist dieser jedoch für wenige Standortdaten empfohlen und auch reguliert. Oben rechts auf der Karte wird in einem Textfeld der Zeitpunkt des zuletzt eingezeichneten Standortes angegeben. Mit den Buttons Plus und Minus oben links auf der Karte kann die Zoomstufe der Kartenanzeige verändert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Standorte werden als Marker dargestellt. Durch Halten der Maus über einen Marker wird ein Tooltip mit dem Zeitpunkt dieses Standortes eingeblendet. Wenn mehrere Marker nah beieinander liegen, werden diese zu einem Cluster (farbiger Kreis mit einer Zahl) zusammengefasst. Durch Anklicken des Kreises bzw. durch Hineinzoomen in die Karte werden die Cluster wieder (abhängig von der Zoomstufe) getrennt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kontaktieren Sie uns gerne bei Fragen, entdeckten Fehlern oder Verbesserungsideen. Wir sind stets daran interessiert, die Web-Anwendung weiterzuentwickeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Beispiel für die Interpretation der visualisierten Standortdaten===&lt;br /&gt;
In den Explorationsphasen des Unterrichtsmoduls mit der interaktiven Web-Anwendung filtern und interpretieren die Lernenden die visualisierten Standortdaten. Da die Interpretationen subjektiv sind, werden sich diese in der Lerngruppe durchaus widersprechen. So wird für den Beruf typischerweise eine breite Vielfalt angeboten, die durchaus plausibel sind. Für die Interpretationen muss es im Unterrichtsverlauf auch kein richtig oder falsch geben. Wichtig ist, dass für die eigenen Interpretationen mit Bezugnahme auf die Daten argumentiert werden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auswahl der Standorte für den Filter von 3 bis 4 Uhr&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Beispiel einer Interpretation:====&lt;br /&gt;
Die meisten Menschen schlafen nachts. In Deutschland würde das dann heißen, dass z.B. zwischen 3:00 bis 4:00 Uhr viele Menschen schlafen. Stellt man nun den Filter für die Zeitspanne auf 3 bis 4 Uhr ein, so stehen insgesamt 294 Standorte zur Verfügung. Nach Einzeichnen auf der Karte können 208 Standorte in Berlin lokalisiert werden. Schaut man diese nun genauer an, so befinden sich 189 von diesen in der Nähe der U-Bahn Haltestelle Rosenthaler Platz (s. Bild).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Weiteres Beispiel einer Interpretation:====&lt;br /&gt;
Die Lernenden können dazu neigen, sehr stark zu interpretieren. So etwa folgendes Beispiel aus einer Erprobung: Ich habe die Standortdaten gefiltert und bekomme heraus, dass er sich oft bei einer bestimmten Firma aufgehalten hat. Die Firma ist in einer bestimmten Branche tätig, was ich mit einer Suchmaschine herausgefunden habe. Deswegen arbeitet er nun also etwa in der Finanzbranche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Schüler erwiderte darauf in einer Unterrichtserprobung, dass der Aufenthaltsort tagsüber bei einer Firma lediglich die Interpretation ermöglichen würde, dass er vielleicht dort arbeiten würde, aber nicht welchen Beruf er dort nachgeht. Er könnte etwa auch einer Hausmeister-Tätigkeit nachgehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diskussionen dieser Art zeigen ein gutes Verständnis für die Gewinnung einer Information durch Interpretation von (Standort-) Daten und können sehr gewinnbringend für den Unterrichtsverlauf sein. Die Sicherheit der Interpretationen sollte also durchaus beachtet aber auch nicht unterschätzt werden. Die Auswertungsphase dieser Explorationen ist knapp bemessen. Zugunsten von Diskussionen dieser Art kann diese durchaus verlängert werden. Dabei kann dann auch aufgegriffen werden, dass bei solchen Datenauswertungen auch weitere Datenquellen hinzugenommen werden (s. optionale Ergänzung in Phase 2b), um genauere Interpretationen zu ermöglichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Beispiele für sekundäre Zwecke der Verwendung von Standortdaten aus dem Mobilfunknetz===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Beispiel 1: Analyse der Mobilität während der Coronapandemie====&lt;br /&gt;
Zur Eindämmung der Covid-19-Pandemie wurden verschiedene Maßnahmen (u.a. „Lockdown“) veranlasst. Die Wirkung der Maßnahmen kann anhand der Mobilität der Bevölkerung untersucht werden. Dazu wurden etwa Mobilfunkdaten des Mobilfunkanbieters Telefónica bereitgestellt, die zuvor anonymisiert und aggregiert wurden. Ein Bericht dazu findet sich bei destatis. Dort sind ebenfalls interessante Visualisierungen eingefügt, welche im Unterricht mit aufgegriffen werden könnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;https://www.destatis.de/DE/Service/EXDAT/Datensaetze/mobilitaetsindikatoren-mobilfunkdaten.html&amp;lt;/nowiki&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Beispiel 2: Analyse zur Optimierung des ÖPNV====&lt;br /&gt;
Mobilfunkanbieter nutzen erhobene Mobilfunkdaten (v.a. auch Standortdaten) für verschiedene Projekte im Kontext der Verkehrsoptimierung oder auch Optimierung des öffentlichen Personennahverkehrs. Telefónica berichtet dazu etwa von mehreren Projekten zum ÖPNV in Leipzig in München, der Verkehrsplanung in Deutschland oder zur Auswertung von Staus auf deutschen Straßen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;https://www.telefonica.de/analytics/anonymisierte-daten.html&amp;lt;/nowiki&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ähnlich berichtet auch der Mobilfunkanbieter Deutsche Telekom von einem Projekt mit Verkehrsbetrieben in Nürnberg, wo anonymisierte Standortdaten verwendet werden, um das Verkehrsangebot zu optimieren. Unter dem zweiten Link findet sich auch ein Video, welches dazu die sekundäre Verwendung der Standortdaten beschreibt und eventuell für den Unterricht genutzt werden könnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;https://www.telekom.com/de/medien/medieninformationen/detail/data-analytics-handy-schwarm-hilft-strassenbahn-349426&amp;lt;/nowiki&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;https://www.telekom.com/de/medien/mediencenter/medienmappen/medienmappen-2015/data-analytics&amp;lt;/nowiki&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Jwiens3</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://eduwiki.cs.upb.de/index.php?title=Datei:Dualit%C3%A4tskonstruktion_zur_Google-Suche.png&amp;diff=2811</id>
		<title>Datei:Dualitätskonstruktion zur Google-Suche.png</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://eduwiki.cs.upb.de/index.php?title=Datei:Dualit%C3%A4tskonstruktion_zur_Google-Suche.png&amp;diff=2811"/>
		<updated>2022-08-15T10:54:37Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Jwiens3: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Eine Dualtitätskonstruktion als Sachanalyse zur Google-Suche.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Jwiens3</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://eduwiki.cs.upb.de/index.php?title=Unterricht_zu_der_Google_Suche&amp;diff=2810</id>
		<title>Unterricht zu der Google Suche</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://eduwiki.cs.upb.de/index.php?title=Unterricht_zu_der_Google_Suche&amp;diff=2810"/>
		<updated>2022-08-15T09:41:14Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Jwiens3: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Auf der Suche nach Informationen verwenden Schülerinnen und Schüler fast täglich die Internet-Suchmaschine von Google. Dort findet man zu allen möglichen Themen die verschiedensten Informationen und auch viel Unterhaltsames. Dass dabei jedoch von Google viele personenbezogenen Daten erhoben und verarbeitet werden, ist vielen Schülern nicht bewusst. Die Google-Suchmaschine gehört zu den [[Datengetriebenes digitales Artefakt|datengetriebenen digitalen Artefakten]], die verschiedene Daten explizit und implizit erheben und anschließend zu primären und sekundären Zwecken verarbeiten. In diesem Unterrichtsmodul wird die Google Suchmaschine als Beispiel für ein solches [[datengetriebenes digitales Artefakt]] aufgegriffen. Anhand dieses Beispiels soll in diesem Unterrichtsmodul das [[Datenbewusstsein]] der Schülerinnen und Schüler gefördert werden, indem die Schüler interaktiv herausfinden, welche Daten sie einer Suchmaschine bei der Suche preisgeben und indem sie die Vor- und Nachteile der Datenerhebung und -verarbeitung diskutieren. Sie sollen zudem Möglichkeiten kennenlernen, wie bei Suchmachine von Google die eigenen Daten selbstbestimmt verwaltet werden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inhaltsverzeichnis ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Exploration von Standortdaten aus dem Mobilfunknetz - Klasse 5 und 6#Steckbrief%20des%20Unterrichtsmoduls|1 Steckbrief des Unterrichtsmoduls]]&lt;br /&gt;
* [[Exploration von Standortdaten aus dem Mobilfunknetz - Klasse 5 und 6#.C3.9Cberblick%20.C3.BCber%20den%20Verlauf%20des%20Unterrichtsmoduls|2 Überblick über den Verlauf des Unterrichtsmoduls]]&lt;br /&gt;
* [[Exploration von Standortdaten aus dem Mobilfunknetz - Klasse 5 und 6#Didaktische%20Kernidee:%20F.C3.B6rderung%20von%20Datenbewusstsein%20in%20diesem%20Unterrichtsmodul|3 Didaktische Kernidee: Förderung von Datenbewusstsein in diesem Unterrichtsmodul]]&lt;br /&gt;
* [[Exploration von Standortdaten aus dem Mobilfunknetz - Klasse 5 und 6#Ziele%20des%20Unterrichtsmoduls|4 Ziele des Unterrichtsmoduls]]&lt;br /&gt;
* [[Exploration von Standortdaten aus dem Mobilfunknetz - Klasse 5 und 6#Leitfragen%20im%20Unterrichtsmodul|5 Leitfragen im Unterrichtsmodul]]&lt;br /&gt;
* [[Exploration von Standortdaten aus dem Mobilfunknetz - Klasse 5 und 6#Zusammenfassender%20.C3.9Cberblick%20.C3.BCber%20das%20Unterrichtsmodul|6 Zusammenfassender Überblick über das Unterrichtsmodul]]&lt;br /&gt;
* [[Exploration von Standortdaten aus dem Mobilfunknetz - Klasse 5 und 6#.C3.9Cberblick%20.C3.BCber%20den%20Unterrichtsverlauf|7 Überblick über den Unterrichtsverlauf]]&lt;br /&gt;
* [[Exploration von Standortdaten aus dem Mobilfunknetz - Klasse 5 und 6#Beschreibungen%20ausgew.C3.A4hlter%20Materialien|8 Beschreibungen ausgewählter Materialien]]&lt;br /&gt;
** [[Exploration von Standortdaten aus dem Mobilfunknetz - Klasse 5 und 6#Puzzle%20zum%20Aufbau%20und%20der%20Funktionsweise%20des%20Mobilfunknetzes|8.1 Puzzle zum Aufbau und der Funktionsweise des Mobilfunknetzes]]&lt;br /&gt;
*** [[Exploration von Standortdaten aus dem Mobilfunknetz - Klasse 5 und 6#Puzzleteile:|8.1.1 Puzzleteile:]]&lt;br /&gt;
**** [[Exploration von Standortdaten aus dem Mobilfunknetz - Klasse 5 und 6#Personenpl.C3.A4ttchen:|8.1.1.1 Personenplättchen:]]&lt;br /&gt;
**** [[Exploration von Standortdaten aus dem Mobilfunknetz - Klasse 5 und 6#Elemente%20des%20Mobilfunknetzes:|8.1.1.2 Elemente des Mobilfunknetzes:]]&lt;br /&gt;
*** [[Exploration von Standortdaten aus dem Mobilfunknetz - Klasse 5 und 6#Puzzlevorlage:|8.1.2 Puzzlevorlage:]]&lt;br /&gt;
*** [[Exploration von Standortdaten aus dem Mobilfunknetz - Klasse 5 und 6#L.C3.B6sung%20des%20Puzzles:|8.1.3 Lösung des Puzzles:]]&lt;br /&gt;
** [[Exploration von Standortdaten aus dem Mobilfunknetz - Klasse 5 und 6#Hinweise%20zu%20den%20explorierten%20Daten%20von%20Malte%20Spitz|8.2 Hinweise zu den explorierten Daten von Malte Spitz]]&lt;br /&gt;
** [[Exploration von Standortdaten aus dem Mobilfunknetz - Klasse 5 und 6#Interaktive%20Web-Anwendung|8.3 Interaktive Web-Anwendung]]&lt;br /&gt;
** [[Exploration von Standortdaten aus dem Mobilfunknetz - Klasse 5 und 6#Beispiel%20f.C3.BCr%20die%20Interpretation%20der%20visualisierten%20Standortdaten|8.4 Beispiel für die Interpretation der visualisierten Standortdaten]]&lt;br /&gt;
*** [[Exploration von Standortdaten aus dem Mobilfunknetz - Klasse 5 und 6#Beispiel%20einer%20Interpretation:|8.4.1 Beispiel einer Interpretation:]]&lt;br /&gt;
*** [[Exploration von Standortdaten aus dem Mobilfunknetz - Klasse 5 und 6#Weiteres%20Beispiel%20einer%20Interpretation:|8.4.2 Weiteres Beispiel einer Interpretation:]]&lt;br /&gt;
** [[Exploration von Standortdaten aus dem Mobilfunknetz - Klasse 5 und 6#Beispiele%20f.C3.BCr%20sekund.C3.A4re%20Zwecke%20der%20Verwendung%20von%20Standortdaten%20aus%20dem%20Mobilfunknetz|8.5 Beispiele für sekundäre Zwecke der Verwendung von Standortdaten aus dem Mobilfunknetz]]&lt;br /&gt;
*** [[Exploration von Standortdaten aus dem Mobilfunknetz - Klasse 5 und 6#Beispiel%201:%20Analyse%20der%20Mobilit.C3.A4t%20w.C3.A4hrend%20der%20Coronapandemie|8.5.1 Beispiel 1: Analyse der Mobilität während der Coronapandemie]]&lt;br /&gt;
*** [[Exploration von Standortdaten aus dem Mobilfunknetz - Klasse 5 und 6#Beispiel%202:%20Analyse%20zur%20Optimierung%20des%20.C3.96PNV|8.5.2 Beispiel 2: Analyse zur Optimierung des ÖPNV]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Steckbrief des Unterrichtsmoduls ==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Titel:&#039;&#039;&#039; Wo, wie und wozu werden Daten gesammelt und verarbeitet? – Datenbewusstsein durch die Exploration von Standortdaten aus dem Mobilfunknetz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Stichworte:&#039;&#039;&#039; [[Datenbewusstsein]], [[Data Science]], Exploration von Standortdaten, Mobilfunknetz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Zielgruppe:&#039;&#039;&#039; Informatik in Klasse 5 und 6 (alle Schulformen) - Anknüpfungen an den Politik- und Philosophieunterricht möglich&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Inhaltsfeld:&#039;&#039;&#039; &amp;quot;Informatik, Mensch und Gesellschaft&amp;quot; (insbesondere der Schwerpunkt: [[Datenbewusstsein]]), &amp;quot;Daten und Information&amp;quot;, &amp;quot;Informatiksysteme&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Vorkenntnisse:&#039;&#039;&#039; Dieses Unterrichtsmodul setzt keine besonderen Vorkenntnisse der Lernenden voraus. Es sollte jedoch eine grundlegende Erfahrung im Umgang mit dem Computer bzw. mit Web-Anwendungen vorhanden sein. Außerdem sind grundlegende Vorstellungen des Datenbegriffs (insb. Daten vs Information – s. Inhaltsfeld „Information und Daten“) wünschenswert, entsprechende Erklärungen könnten aber auch in diesem Modul integriert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Zeitlicher Umfang:&#039;&#039;&#039; 4 bis 6 Unterrichtsstunden a 45 Minuten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Überblick über den Verlauf des Unterrichtsmoduls ==&lt;br /&gt;
Dieses Unterrichtsmodul vermittelt Datenbewusstsein: Die Kompetenz, in - auch selbstgenutzten - unterschiedlichen Anwendungen sich über die Rolle der dort verarbeiteten Daten bewusst zu werden, um einschätzen zu können, was die Nutzung bedeutet oder auch wie die Anwendung genutzt werden kann bzw. sollte. Das Modul setzt sich aus drei Teilen zusammen und thematisiert als Beispielanwendung die Erhebung und Verarbeitung von Standortdaten exemplarisch bei der Nutzung des Mobilfunknetzes und weiterführend in anderen Alltagskontexten der Lernenden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Im ersten Teil&#039;&#039;&#039; wird das Mobilfunknetz als Kontext eingeführt und der Aufbau und die Funktionsweise dessen am Beispiel des Telefonierens mit dem Handy erarbeitet. Dabei wird außerdem hergeleitet, welche persönlichen Daten dabei erhoben und wozu diese primär verwendet werden. Zum Beispiel ist das der Standort einer Basisstation im Mobilfunknetz, mit der Nutzende verbunden sind. Diese Standortdaten sind etwa dafür nötig, um ein effizientes Herstellen einer Mobilfunkverbindung zu gewährleisten (primärer Verwendungszweck der erhobenen Standortdaten).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Im zweiten Teil&#039;&#039;&#039; werden gegebene Daten aus dem Mobilfunknetz herangezogen. Diese echten Daten einer Person enthalten u.a. Standortdaten (umfassendere Erklärung der Daten s.u. und in den [[Images/1/10/Exploration Standortdaten - Ergaenzende Informationen.pdf|ergänzenden Informationen zum Unterrichtsmodul]]). Die Standortdaten werden für von den Lernenden für die Fragestellung, welche Informationen über eine Person aus Standortdaten gewonnen werden können, mittels einer bereitgestellten Anwendung analysiert. Dabei charakterisieren sie die ihnen unbekannte Person, indem sie einen Steckbrief erstellen. Es wird darauf eingegangen, warum ein solches Profiling nach deutschen Gesetzen verboten ist – mit strengen genehmigungspflichtigen Ausnahmen für spezielle Zwecke (z.B. Strafverfolgungszwecke). Die Lernenden verstehen diese Gründe besser, weil sie exemplarisch erfahren haben, was man aus solchen Daten schließen könnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Im dritten Teil&#039;&#039;&#039; werden die gemachten Erfahrungen auf weitere mögliche Anwendungen übertragen und so verallgemeinert, indem die Lernenden weitere Kontexte aus ihrem Alltag untersuchen, in denen Standortdaten erhoben werden, wie zum Beispiel bei bestimmten Apps auf ihrem Handy (u.a. auch auf der Basis von GPS-Daten). Im Rahmen einer Evaluation und Bewertung der Datenerhebung und -verarbeitung in den verschiedenen Beispielen können Vor- und Nachteile der Erhebung und Verarbeitung personenbezogener Standortdaten diskutiert werden, um so den Lernenden eine Grundlage für reflektierten Entscheidungen hinsichtlich der Freigabe ihrer personenbezogenen Daten zu vermitteln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Didaktische Kernidee: Förderung von Datenbewusstsein in diesem Unterrichtsmodul ==&lt;br /&gt;
Zur Umsetzung der Ziele und damit zum Fördern des Datenbewusstseins der Lernenden werden die Facetten von Datenbewusstsein in den drei Teilen des Unterrichtsmoduls umgesetzt. Das gewählte Beispiel im ersten Teil beschreibt ein Interaktionssystem bestehend aus Nutzendem und dem Mobilfunknetz als datengetriebenes digitales Artefakt sowie der Interaktion zwischen diesen. Durch die Erkundung des Aufbaus und der Funktionsweise des Mobilfunknetzes &#039;&#039;&#039;im ersten Teil&#039;&#039;&#039; können die Lernenden anhand einer enaktiven Simulation mit einem Puzzle die explizite und implizite Erhebung persönlicher Daten in diesem Beispiel untersuchen. Anschließend wird exemplarisch bei der Erhebung der Standortdaten der primäre Verwendungszweck untersucht. Die implizit erhobenen Standortdaten werden zum Herstellen einer Mobilfunkverbindung (z.B. beim Telefonieren) notwendigerweise verarbeitet (primärer Zweck). &#039;&#039;&#039;Im zweiten Teil&#039;&#039;&#039; explorieren die Lernenden gegebene Standortdaten aus dem Mobilfunknetz zu einem ausgedachten sekundären Zweck, indem sie eine Person anhand ihrer Standortdaten charakterisieren (Konstruktion eines digitalen Doppelgängers). Dazu explorieren sie die Standortdaten in einer gegebenen Web-Anwendung und erstellen einen Steckbrief. So wird der Frage nachgegangen, welche Informationen über eine Person anhand von Standortdaten gewonnen werden können. Diese exemplarische Datenauswertung ist für einen deutschen Mobilfunkanbieter stark reguliert, was im Anschluss daran aufgegriffen und reflektiert werden kann. Dabei können auch weitere Beispiel sekundärer Verwendungszwecke der im Mobilfunknetz erhobenen Daten aufgegriffen werden (s.u., weitere sekundäre Zwecke).  &#039;&#039;&#039;Im dritten Teil&#039;&#039;&#039; werden die erlernten Kenntnisse zum Datenbewusstsein auf weitere Beispiele aus ihrem eigenen Alltag angewandt: Interaktion mit einem datengetriebenen digitalen Artefakt; explizite und implizite Datenerhebung; primäre und sekundäre Zwecke der Verwendung und Verarbeitung sowie Konstruktion eines digitalen Doppelgängers. Diese Kontexte werden anschließend reflektiert und kriteriengeleitet bewertet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ziele des Unterrichtsmoduls ==&lt;br /&gt;
In den drei Teilen dieses Unterrichtsmodul werden im Wesentlichen folgende Ziele verfolgt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Teil 1: Aufbau und Funktionsweise des Mobilfunknetzes&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
** Die Lernenden erkennen den groben Aufbau und die grundlegende Funktionsweise eines Mobilfunknetzes, indem sie exemplarisch das Telefonieren im Mobilfunknetz anhand eines Puzzles simulieren und erklären.&lt;br /&gt;
** Die Lernenden unterscheiden die Begriffe der explizit und implizit erhobenen Daten und erkennen, welche Daten bei der Nutzung des Mobilfunknetzes explizit und implizit erhoben werden.&lt;br /&gt;
** Die Lernenden begründen exemplarisch für die implizite Erhebung von Standortdaten die Notwendigkeit der Verarbeitung dieser Daten (primärer Zweck).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Teil 2: Exploration gegebener Standortdaten&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
** Die Lernenden erklären das Vorgehen zur Exploration von Standortdaten mithilfe der gegebenen Standortdaten und können wesentliche Schritte beschreiben.&lt;br /&gt;
** Die Lernenden ermitteln persönliche Informationen über eine ihnen unbekannte Person, indem sie gegebene Standortdaten mit einer Web-Anwendung explorieren (sekundärer Zweck).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Teil 3: Weitere Kontexte mit der Erhebung und Verarbeitung von Standortdaten&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
** Die Lernenden wenden ihre gelernten Kenntnisse zum Datenbewusstsein auf ein weiteres Beispiel eines datengetriebenen digitalen Artefakts aus ihrem Alltag an, indem sie an diesem Beispiel die explizite und implizite Datenerhebung, deren Verwendung und Verarbeitung zu primären und exemplarischen sekundären Zwecken sowie die Konstruktion von digitalen Doppelgängern identifizieren und beschreiben.&lt;br /&gt;
** Die Lernenden nehmen eine begründete Bewertung der Erhebung und Verarbeitung von Standortdaten in den thematisierten Beispielen vor, indem sie zum Beispiel auf den Kompromiss zwischen einem datensparsamen Verhalten und das Nutzen von individuellen oder gesellschaftlichen Vorteilen eingehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leitfragen im Unterrichtsmodul ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Teil 1: Aufbau und Funktionsweise des Mobilfunknetzes&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
** Wie funktioniert das Mobilfunknetz und welche Daten werden bei der Nutzung  (z.B. beim Telefonieren) explizit und implizit erhoben?&lt;br /&gt;
** Warum ist die implizite Erhebung und schließlich die Verarbeitung der Standortdaten nötig?&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Teil 2: Exploration gegebener Standortdaten&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
** Welche Erkenntnisse können über eine Person durch die Auswertung ihrer Standortdaten gewonnen werden?  &lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Teil 3: Weitere Kontexte zur Erhebung und Verarbeitung von Standortdaten&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
** In welchen anderen Kontexten werden Standortdaten erhoben und wozu werden sie dort verwendet?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zusammenfassender Überblick über das Unterrichtsmodul ==&lt;br /&gt;
Das Unterrichtsmodul mit den zentralen Aktivitäten, Leitfragen und Fachinhalten in den drei Teilen wird in der nachfolgenden Grafik zur Übersicht und Orientierung zusammengefasst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Überblick über das Unterrichtsmodul&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Überblick über den Unterrichtsverlauf ==&lt;br /&gt;
Im Folgenden wird ein Überblick über den Unterrichtsverlauf gegeben. Die Materialien, wie etwa Arbeitsblätter und ergänzende Informationen, der verschiedenen Phasen sind in der Tabelle verlinkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Des Weiteren steht eine &#039;&#039;&#039;Handreichung mit ergänzenden Hintergrundinformationen für Lehrkräfte&#039;&#039;&#039; zur Verfügung, in der ausgewählte Inhalte des Unterrichtsmodul, Materialien und Begrifflichkeiten näher erklärt werden: [[Images/1/10/Exploration Standortdaten - Ergaenzende Informationen.pdf|Ergänzende Informationen]].&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+&lt;br /&gt;
!&amp;lt;big&amp;gt;Phase&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
!&amp;lt;big&amp;gt;Inhalt&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
!&amp;lt;big&amp;gt;Ziele&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
!&amp;lt;big&amp;gt;Material&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;4&amp;quot; |&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;1a&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Einführung in den Interaktionskontext und Problematisierung:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Als Unterrichtsgespräch wird gemeinsam ein (Gedanken-) Experiment zum Herstellen einer Mobilfunkverbindung beim Telefonieren durchgeführt: (1) Von einem Handy wird ein zweites Handy angerufen – Was passiert dabei? (2) Was passiert nun, wenn ein Handy in einer Metallbox liegt? (3) Was passiert, wenn beide Handys in der Metallbox liegen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gemeinsam wird die Frage erarbeitet, wie das Mobilfunknetz aufgebaut ist und welche Schritte zum Herstellen einer Mobilfunkverbindung nötig sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Didaktischer Kommentar:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es werden eigene Erfahrungen der Lernenden zur Nutzung des Mobilfunknetzes aufgegriffen (aus Nutzerperspektive). Außerdem soll eine Neugierde an dem Aufbau und der genauen Funktionsweise des Mobilfunknetzes (aus Anbieterperspektive) geweckt werden. Daraus resultierend wird die Frage nach dem Aufbau und der Funktionsweise des Mobilfunknetzes aufgestellt.&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
* Aktivierung von Vorkenntnissen zum Mobilfunknetz (i.d.R. aus Nutzerperspektive)&lt;br /&gt;
* Wecken von Neugierde an dem Aufbau und der Funktionsweise des Mobilfunknetzes&lt;br /&gt;
|[[Images/7/78/Datenbewusstsein Standortdatenmodul Folien Gedankenexperiment Mobilfunknetz.pptx|Unterstützende Folien für das (Gedanken-) Experiment]] (alternativ auch zwei Handys und eine Metallbox)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;1b&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Erarbeitung des Aufbaus und der Funktionsweise des Mobilfunknetzes:&#039;&#039;&#039; Gemeinsam oder in Einzelarbeit wird ein Überblicksvideo zum Aufbau und der Funktionsweise des Mobilfunknetzes geschaut (ggf. mehrere Durchläufe). Die Lernenden notieren dabei Informationen zu Komponenten des Mobilfunknetzes (AB1). Danach werden die Begrifflichkeiten zum Mobilfunknetz (Basisstation, Funkzelle, Vermittlungsstelle) im Plenum besprochen und gesichert. Anschließend wird mit einem Puzzle der vereinfachte Aufbau des Mobilfunknetzes rekonstruiert sowie die Funktionsweise mit zwei Szenarien erarbeitet (AB2).&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|Lösung des Puzzles&lt;br /&gt;
Anhand der beiden Szenarien erarbeiten die Lernenden, welche (persönlichen) Daten bei der Nutzung des Mobilfunknetzes (am Beispiel des Telefonierens) erhoben werden können und auch müssen (AB3). Diese Ideen für die erhobenen Daten werden in einem Unterrichtsgespräch gesammelt. Dabei wird auf den Datenbegriff eingegangen, inwiefern in diesem Beispiel Informationen als Daten aufgefasst werden (z.B. der Standort als Zahlenpaar von Längen- und Breitengrad). Anschließend wird gemeinsam bewertet, welche Daten dafür besonders wichtig und notwendig sind, um eine Mobilfunkverbindung herstellen zu können (z.B. Kontaktdaten des Empfängers oder Standortdaten des Empfängers). Auf dem AB3 stellen die Lernenden vorbereitend für den Teil 2 des Moduls Vermutungen auf, wofür die Standortdaten sonst noch genutzt werden können (sekundäre Zwecke).&lt;br /&gt;
Didaktischer Kommentar:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Architektur und Relevanz (s. Glossar in den [[Images/1/10/Exploration Standortdaten - Ergaenzende Informationen.pdf|ergänzende Informationen]]) des Mobilfunknetzes wird in dieser Phase erarbeitet. Der gegebene Interaktionskontext wird dann hinsichtlich der explizit und implizit erhobenen Daten untersucht (zusätzliche Ideen für erhobene Daten können hinsichtlich der Notwendigkeit bewertet werden). Die Lernenden begründen zusätzlich die Verarbeitung der Standortdaten zum primären Zweck der Herstellung einer Mobilfunkverbindung. Sekundäre Zwecke werden in diesem Teil noch nicht aufgegriffen. In dem Teil 2 werden „echte“ Daten aus dem Mobilfunknetz eingeführt, welche dann mit den Ideen der Lernenden verglichen werden können. Das heißt, hier dürften auch noch Ungenauigkeiten bestehen, welche zu Beginn des zweiten Teils besprochen werden können.&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
* Verstehen der Architektur und Relevanz (s. Glossar) des Mobilfunknetzes (grob)&lt;br /&gt;
* ggf. Kennenlernen des Begriffs Daten exemplarisch an den hier erhobenen Daten; ansonsten Anwendung der Kenntnisse zum Datenbegriff (s. Glossar)&lt;br /&gt;
* Einführung der Begrifflichkeiten „explizit und implizit erhobene Daten“ und identifizieren von explizit und implizit erhobene Daten in diesem Beispiel&lt;br /&gt;
* Beschreiben des primären Zwecks der Verarbeitung und Verwendung der Standortdaten&lt;br /&gt;
|Erklärvideo (Alternative), [[Images/d/dd/Druckvorlage für 2 Puzzle.pdf|Puzzle]], [[Images/8/8d/AB1 - Video zum Aufbau Mobilfunknetz.docx|AB1]], [[Images/a/a5/AB2 - Niveau 1 - Aufbau und Funktionsweise.docx|AB2 - Niveau 1]], [[Images/8/87/AB2 - Niveau 2 - Aufbau und Funktionsweise.docx|AB2 - Niveau 2]], [[Images/2/27/AB2 - Sprinteraufgabe - Aufbau und Funktionsweise.docx|AB2 - Sprinteraufgabe]] (optional), [[Images/7/7d/AB3 - Datenerhebung.docx|AB3]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;4&amp;quot; |&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;2a&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Vorbereitung der Exploration der Standortdaten mithilfe der interaktiven Web-Anwendung:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Zunächst werden die Mobilfunkdaten von Malte Spitz eingeführt (s. Erklärungen unten), welche u.a. Zeitstempel, genutzte Dienste und Standortdaten enthalten. Dabei sollten keine Hinweise dazu gegeben werden, welche Person das ist. Lediglich sollte angemerkt werden, dass diese Daten in einem halben Jahr von einer Person erhoben wurden. Diese Einführung kann anhand der Datentabelle (beiliegende pdf) geschehen, welche dabei auch besprochen werden sollte (Bezug zu AB3 gut möglich).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anschließend wird zu folgender Leitfrage hingeleitet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Leitfrage:&#039;&#039; Was könnte man über eine Person herausfinden, wenn man diese Daten hätte?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bevor die Daten mithilfe einer Web-Anwendung exploriert werden, sollten die Lernenden zu dieser Leitfrage Vermutungen äußern, was man mit diesen Daten herausfinden könnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anschließend wird in die interaktive Web-Anwendung eingeführt, in der diese Standortdaten exploriert werden können (Beschreibung s.u.). Dazu könnten die Lernenden etwa zunächst die Anwendung selbst ausprobieren, bevor dann im Plenum anhand eines gemeinsamen Beispielfrage die Daten exploriert werden. An dem gemeinsamen Beispiel sollte das Vorgehen zum Explorieren vermittelt werden, welches die Lernenden in der nächsten Phase selbst durchführen: (1) Fragestellung entwickeln (z.B. Wo wohnt die Person vermutlich?), (2) Entscheiden für zu setzende Filter in der Web-Anwendung (z.B. Zeitraum von 3 bis 4 Uhr), (3) visualisieren und untersuchen der Standortdaten auf der Karte, (4) Interpretation der Daten und Beantwortung der Fragestellung (z.B. Die Person wohnt in Berlin in der Nähe der Zehdenicker Straße) (Beispiel wird unten näher erklärt). Das Vorgehen für eine Fragestellung kann ein „Ausprobieren“ verschiedener Filter umfassen.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Didaktischer Kommentar:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit den verfügbaren Mobilfunkdaten kann dafür exemplarisch sensibilisiert werden, wie viele Daten bei der Nutzung des Mobilfunknetzes erhoben und generiert werden. Bezüglich dieser Daten sollte stets darauf geachtet werden, dass diese die Standorte der Basisstationen und eben keine GPS-Daten o.ä. darstellen (s. Erklärung in den ergänzenden Informationen). Das Explorieren der Standortdaten zum Erstellen einer modellhaften Charakterisierung der Person (vgl. der Idee des digitalen Doppelgängers) stellt einen sekundären Zweck der Verwendung und Verarbeitung der Standortdaten dar. Dieser Zweck sollte nicht als reale Verwendung und Verarbeitung dargestellt werden, aber als mögliche, wenn diese Daten weitergegeben werden, was in Phase 2c vertieft diskutiert wird. In dieser Phase wird das Explorieren der Daten erstmal nur eingeführt, woraufhin die Lernenden in der nächsten Phase die Daten mit der Web-Anwendung selbstständig explorieren.&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
* Verbessern des Verständnisses (der Menge) der erhobenen Daten einer Person im Mobilfunknetz&lt;br /&gt;
* Umgang mit Datenbegriff und deren Repräsentation am Beispiel der Datentabelle und der Karte üben&lt;br /&gt;
* Vorgehen zur Exploration der Standortdaten mit der Web-Anwendung exemplarisch kennenlernen&lt;br /&gt;
* Verstehen der Charakterisierung der Person als einen sekundären Zweck der Verwendung und Verarbeitung der Standortdaten (fiktiv!)&lt;br /&gt;
|[[Images/e/ec/Tabelle der vorhandenen Standortdaten.pdf|Datentabelle zum zeigen]], Web-Anwendung (s.u.),  [[Images/b/bf/Hilfszettel - Interaktive Web Anwendung.docx|Hilfszettel zur Web-Anwendung]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;2b&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Exploration der Standortdaten mithilfe der interaktiven Web-Anwendung:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
In Gruppen explorieren die Lernenden eigenständig die Standortdaten mithilfe der Web-Anwendung. Dabei erstellen sie als Gruppe einen gemeinsamen Steckbrief als eine Charakterisierung der ihnen unbekannten Person, etwa mit Interpretationen zum Wohnort, dem Arbeitsort oder Freizeitaktivitäten (AB4). Dazu können sich die Lernenden innerhalb einer Gruppe arbeitsteilig mit verschiedenen Fragestellungen befassen, um gemeinsam eine umfassendere Charakterisierung vornehmen zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der anschließenden Auswertung der Gruppenergebnisse werden die verschiedenen Interpretationen diskutiert und zusammengeführt, wobei die Lernenden ihre Interpretationen begründen sollen. Dabei kann auch diskutiert werden, wie sicher sich die Lernenden mit einer bestimmten Interpretation sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der Explorationsphase in den Gruppen kann den Lernenden optional die Möglichkeit gegeben werden, weitere Kontextinformationen heranzuziehen, wie etwa was sich an einem bestimmten Ort befindet oder was ein bestimmtes Unternehmen macht – die Lernenden würden damit den Kontext explorieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Didaktischer Kommentar:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch das Filtern als [[Data Moves|Data Move]] beim Explorieren können bereits einige Informationen über die Person gefunden werden. Die Interpretationen bei der Charakterisierung durch die Lernenden beruhen auf individuellem Kontextwissen und sind somit subjektiv. Das führt zum Auftreten konträrer Interpretationen, welche gewinnbringend diskutiert werden können und müssen. Beachtet werden sollte auch, dass die Charakterisierungen bzw. Steckbriefe einen modellhaften Charakter haben, der durch die ausgewählten Merkmale in den verfügbaren Daten bestimmt wird.&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
* Subjektiver Charakter von Informationen durch die Interpretation verstehen (im Gegensatz zu Daten)&lt;br /&gt;
* Erkennen eines Umfangs an Informationen, die aus Standortdaten gewonnen werden können („relativ umfassende Charakterisierung ist möglich“)&lt;br /&gt;
* Charakterisierung (digitaler Doppelgänger) als modellhaft mit subjektiven Interpretationen verstehen (können auch Fehlinformationen enthalten)&lt;br /&gt;
* Üben des Vorgehens zur Exploration der Daten&lt;br /&gt;
|Web-Anwendung (s.u.), [[Images/f/fd/AB4 - Personensteckbrief.docx|AB4]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;2c&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Reflexion und Bewertung:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Die Erhebung und Verarbeitung persönlicher Daten bei der Nutzung des Mobilfunknetzes wird nun im Unterrichtsgespräch reflektiert und anschließend durch die Lernenden bewertet. An dieser Stelle sollte dringend darauf eingegangen werden, dass ein deutscher Mobilfunkanbieter die erhobenen Daten auf dieser Art und Weise zur Charakterisierung der Personen nicht ohne weitere nutzen darf. Mithilfe der Erfahrungen aus der Exploration kann diese Regulierung auch von den Lernenden exemplarisch nachvollzogen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Optional abhängig von Lerngruppe könnten die Lernenden in den Quellen zu den weiteren Beispielen (s.u.) reale Beispiele für die sekundären Zwecke der Verarbeitung und Verwendung der Standortdaten durch Mobilfunkanbieter im Rahmen einer Recherche untersuchen. Dazu könnten sich die Lernenden in Gruppen einem der beiden Beispiele widmen und sich diese als Gruppenpuzzle gegenseitig vorstellen. Anschließend könnten diese diskutiert und bewertet werden, zum Beispiel indem eine Abwägung von Kosten (Preisgabe vieler persönlicher Informationen) und Nutzen (Vorteile für den Betrieb des Mobilfunknetzes und für gesellschaftliche Belange) vorgenommen wird.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Didaktischer Kommentar:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es sollte zum einen darauf geachtet werden, dass nicht die Fehlvorstellung entwickelt wird, dass Mobilfunkanbieter die Standortdaten einer Einzelperson tatsächlich so auswertet. Zum anderen sollte deutlich sein, dass die Standortdaten hier sinnvollerweise erhoben werden und die Regulierung auch sinnvoll sein kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Die optionale Erarbeitung der Beispiele für reale sekundäre Zwecke der Verarbeitung und Verwendung von Standortdaten durch Mobilfunkanbieter kann den Lernenden einen differenzierten Blick geben, wofür diese Standortdaten tatsächlich genutzt werden.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
* Reflektieren der Erkenntnisse zur Erhebung und Verarbeitung der Daten (v.a. Standortdaten) im Beispiel des Mobilfunknetzes und bewerten dessen&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;2d&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Mögliche Hausaufgabe zur individuellen Reflexion:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Die Lernenden formulieren ein persönliches Fazit zur Erhebung und Verarbeitung der Daten im Mobilfunknetz und begründen dieses (z.B. als Essay). Dabei sollen sie eine persönliche Bewertung vornehmen, die z.B. auch Folgerungen für eigenes Handeln beinhalten kann. Die Aufgabe kann alternativ auch am Ende dieser Phase (dann auch allgemeiner zu allen thematisierten Kontexten) eingegliedert werden.&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
* Festhalten einer Bewertung (z.B. durch Abwägung) der Erhebung und Verarbeitung von Standortdaten im Mobilfunknetz (alternativ: in den thematisierten Kontexten)&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;4&amp;quot; |&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;3a&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Identifizieren weiterer Kontexte im Alltag der Lernenden:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Im Plenum werden weitere Interaktionskontexte aus dem Alltag der Lernenden gesammelt, in denen ebenfalls Standortdaten erhoben und verarbeitet werden. Dabei sollte beachtet werden, dass es auch andere Erhebungsarten von Standortdaten gibt (Mobilfunknetz: Standorte der Basisstationen; andere Kontexte: z.B. GPS-Daten; s. Erklärung in ergänzenden Informationen). In der nächsten Phase werden dann ausgewählte Beispiele näher untersucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Didaktischer Kommentar:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dieser Phase geht es nicht um die genaue Rekonstruktion verschiedener weiterer Kontexte hinsichtlich der Datenerhebung und -verarbeitung, dies passiert in der nachfolgenden Phase. Es geht zunächst erstmal darum, weitere Kontexte, in denen Standortdaten von Nutzenden erhoben werden, zu identifizieren und zu beschreiben. Dadurch sollen die Lernenden einen breiteren und differenzierteren Blick für die Rolle von Standortdaten im eigenen Alltag entwickeln und datengetriebene digitale Artefakte, die Standortdaten erheben, eher erkennen.&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
* Erkennen weiterer Interaktionskontexte aus dem eigenen Alltag, in denen Standortdaten erhoben und verarbeitet werden&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;3b&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Anwendung und Bewertung (Variante 1: Rollenspiel):&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Die Lernenden bearbeiten ein Rollenspiel zu der Erhebung und Verarbeitung von Standortdaten in verschiedenen weiteren Interaktionskontexten (AB5-A bis AB5-E). In dem Rollenspiel wird im Rahmen einer Talkshow über die Erhebung und Verarbeitung von Standortdaten in verschiedenen Kontexten diskutiert:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Vorbereitungsphase:&#039;&#039; Die Lernenden arbeiten sich in eine gegebene Rolle ein und bereiten Argumente vor. Drei Rollen sind Vertretende von datengetriebenen digitalen Artefakten aus dem Alltag der Lernenden, bei deren Nutzung Standortdaten erhoben und verwendet werden. Zwei Rollen sind Bürger, die für oder gegen die Erhebung und Verarbeitung persönlicher Daten sind.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Spielphase:&#039;&#039; In einer Talkshow wird über die Erhebung und Verarbeitung von Standortdaten diskutiert. Die Vertreter von datengetriebenen digitalen Artefakten nutzen dies, um Werbung für ihre Anwendung zu machen und den Nutzen der Erhebung und Verarbeitung der Daten für die Nutzenden zu verdeutlichen (v.a. primäre Zwecke). Die Rollen der Bürger greifen hingegen kritischer und differenzierter auch die sekundären Zwecke auf.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Auswertungsphase:&#039;&#039; Die Positionen werden kommentiert und die Lernenden beziehen zu diesen eine eigene begründete Stellung. Die verschiedenen Perspektiven auf die Zwecke der Verwendung und Verarbeitung der Daten werden festgehalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Anwendung und Bewertung (Variante 2: Plakate zur Erhebung und Verarbeitung von Standortdaten erstellen):&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lernenden erstellen in Gruppen Plakate zu der Erhebung und Verarbeitung von Standortdaten in gegebenen Kontexten (AB5). Aus der Perspektiven von Anbietern einer Anwendung, die Standortdaten erhebt, erarbeiten die Lernenden, wie die Standortdaten erhoben werden und wozu diese genutzt werden (könnten).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Anschluss werden die Plakate durch die Gruppen vorgestellt. Danach kommentieren die Lernenden die Plakate sowie bewerten begründet die Erhebung und Verarbeitung der Daten in den jeweiligen Interaktionskontexten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Didaktischer Kommentar:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lernenden sollten in dieser Anwendungs- und Bewertungsphase (in beiden Varianten) einen breiteren Blick für die Erhebung und Verarbeitung von Standortdaten in ihrem Alltag entwickeln. Dabei sollten sie auch die Erhebung von Standortdaten in den verschiedenen Kontexten und verschiedene Zwecke der Verarbeitung und Verwendung beschreiben können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies soll durch den Perspektivwechsel von Nutzenden zu Anbietern von datengetriebenen digitalen Artefakten unterstützt werden. In beiden Varianten sollten die Lernenden eine persönliche (begründete) Bewertung der datengetriebenen digitalen Artefakte in den verschiedenen Interaktionskontexten vornehmen und sich selbst dazu positionieren.&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
* Wechsel der Perspektive eines Nutzenden zu einem Anbieter eines datengetriebenen digitalen Artefakts&lt;br /&gt;
* Bewertung der Erhebung und Verarbeitung von Standortdaten im Mobilfunknetz und weiteren Kontexten (v.a. individuell, lerngruppenabhängig auch auf einer gesellschaftlichen Ebene)&lt;br /&gt;
* Reflektieren der Erhebung und Verarbeitung von Standortdaten im eigenen Alltag&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Für Variante 1:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
[[Images/3/38/AB5-A - Rollenspiel.docx|AB5-A - Rollenspiel]], [[Images/4/47/AB5-B - Rollenspiel.docx|AB5-B - Rollenspiel]], [[Images/0/01/AB5-C - Rollenspiel.docx|AB5-C - Rollenspiel]], [[Images/4/4a/AB5-D - Rollenspiel.docx|AB5-D - Rollenspiel]], [[Images/2/2c/AB5-E - Rollenspiel.docx|AB5-E - Rollenspiel]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Für Variante 2:&#039;&#039;&#039; [[Images/9/9b/AB5 - Plakat.docx|AB5 - Plakat]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibungen ausgewählter Materialien ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Puzzle zum Aufbau und der Funktionsweise des Mobilfunknetzes ===&lt;br /&gt;
Beispiellösung für das Puzzle in analoger Version&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Digitale Version des Puzzles zum kollaborativen Bearbeitung des Puzzles&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Puzzleteile: ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Personenplättchen: =====&lt;br /&gt;
Die drei Personenkärtchen stellen symbolisch die drei Personen mit ihren Handys bzw. mobilen Stationen dar. Diese spielen in den Simulationen der Funktionsweise des Mobilfunknetzes in der zweiten Aufgabe des Arbeitsblattes 2 eine große Rolle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Elemente des Mobilfunknetzes: =====&lt;br /&gt;
In dem Puzzle kommen stellvertretend für das reduzierte Mobilfunknetz neben den Personenplättchen vier Puzzleteile vor: 1) Antenne + Basisstation (viermal), 2) Vermittlungsstelle, 3) Datenspeicher, 4) Internet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine detaillierte Beschreibung des Mobilfunknetzes und der jeweiligen Elemente findet sich in dem zuvor verlinkten [[Images/1/10/Exploration Standortdaten - Ergaenzende Informationen.pdf|Dokument zu ergänzenden Hintergrundinformationen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachfolgend wird eine Lösung des Puzzles beschrieben. Die Puzzleteile sind, wie dort dargestellt, auf der Puzzlevorlage (s.u.) abzulegen, um das Mobilfunknetz adäquat darzustellen und die Funktionsweise daran zu simulieren. Die Schnittstelle zwischen Vermittlungsstelle und Datenbank wurde zur Reduktion der Komplexität durch eine direkt verbundene Anordnung ersetzt. Die Vermittlungsstelle und die Datenbank sind also als zwei verknüpfte Elemente zu verstehen. Das Puzzleteil Internet (4) steht in äußerst abstrakter Art und Weise stellvertretend für die Verbindung zwischen Vermittlungsstelle und „dem Internet“. Die Thematisierung des, wenn auch grundlegenden, Aufbaus des Internets in diesem Unterrichtsmodul würde im Sinne der Komplexität zu weit führen. (Denkbar wäre an dieser Stelle jedoch in Abhängigkeit der Lerngruppe ein sehr kurzer Exkurs zum Aufbau des Internets.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Puzzlevorlage: ====&lt;br /&gt;
Die Puzzleteile und Personenplättchen werden in der ersten Aufgabe des Arbeitsblattes 2 im Sinne einer Rekonstruktion des Aufbaus des Mobilfunknetzes auf einer Puzzlevorlage abgelegt. Die Puzzlevorlage wird die Lernenden gemeinsam mit den Puzzleteilen und dem Arbeitsblatt 2 ausgehändigt. In durchgeführten Erprobungen des Unterrichtsmoduls hat sich gezeigt, dass es ratsam ist, die Materialien des Puzzles bereits zuvor ausgeschnitten in den Unterricht mitzubringen, um die effektive Lernzeit nicht wesentlich zu verkürzen, ein Ausschneiden im Unterricht durch die Schülerinnen und Schüler ist unter Umständen auch möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Lösung des Puzzles: ====&lt;br /&gt;
Eine mögliche Lösung für das Puzzle in dem nebenstehendem Bild dargestellt. Variationen bestehen lediglich in der Wahl der Funkzellen, in denen sich die drei Personen aufhalten. Die Elemente des Mobilfunknetzes (graue Puzzleteile) sollten nicht anders gewählt werden. Die Pfeile werden in der zweiten Aufgabe des Arbeitsblattes 2 auf das Puzzle gelegt, um das Herstellen einer Verbindung im Mobilfunknetz nachzustellen. Dazu werden zwei Szenarien zum Telefonieren (Situation 1: orangene Pfeile, Situation 2: grüne Pfeile) aufgegriffen. Optional kann ein drittes Szenario zum &#039;&#039;Aufrufen einer Internetseite&#039;&#039; (blaue Pfeile) als „Sprinteraufgabe“ bearbeitet werden. Die Pfeilrichtung stellt vereinfacht das Senden von Datenpaketen bei der Anfrage der jeweiligen Mobilfunkverbindung dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hinweise zu den explorierten Daten von Malte Spitz ===&lt;br /&gt;
Die Standortdaten wurden während der Nutzung des Mobilfunknetzes von einem Mobilfunkanbieter erhoben. Die Datensätze wurden aus Gründen des Datenschutzes gefiltert, sodass nicht alle erhobenen Daten in der Tabelle aufgefasst werden und die Tabelle somit lediglich als Ausschnitt der erhobenen Daten bezeichnet werden sollte. Die Daten gehören zu einer Einzelperson – genauer zum Politiker Malte Spitz. Veröffentlicht wurden sie gemeinsam mit &#039;&#039;Zeit Online&#039;&#039; im Kontext des Diskurses um die Vorratsdatenspeicherung. Die inbegriffenen Daten umfassen einen Zeitraum zwischen September 2009 und Februar 2010. Bei der Interpretation der auf der Karte visualisierten Standortdaten sollte gegebenenfalls berücksichtigt werden, dass es sich um inzwischen ältere Daten auf einer aktuellen Karte handelt und somit die weiteren Hinweise auf der Karte (z.B. Cafe, Restaurant, Firmen) nicht unbedingt immer stimmen müssen. Dies hindert den Erkenntnisgewinn der Lernenden aus unserer Sicht jedoch nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Weiterführende Quellen zu den Daten:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;https://www.zeit.de/digital/datenschutz/2011-02/vorratsdaten-malte-spitz&amp;lt;/nowiki&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;https://www.zeit.de/datenschutz/malte-spitz-vorratsdaten&amp;lt;/nowiki&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Interaktive Web-Anwendung ===&lt;br /&gt;
Ausschnitt der gestarteten interaktiven Web-Anwendung zu diesem Unterrichtsmodul (Stand: Mai 2021)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für das Unterrichtsmodul haben wir eine interaktive Webanwendung entwickelt. Diese ist unter folgendem Link erreichbar: go.upb.de/ExplorationStandortdaten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie basiert auf einem Jupyter Notebook und ist mit Python entwickelt worden. Von den Lernenden werden hingegen keine Kenntnisse im Umgang mit Jupyter Notebooks sowie keinerlei Programmierkenntnisse vorausgesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zunächst müssen die Standortdaten eingelesen werden, was über den Button &#039;&#039;Lade die Standortdaten&#039;&#039; geht. Prinzipiell ist es auch möglich eigene Standortdaten einzuladen bzw. die Anwendung, um diese zu erweitern, die an dieser Stelle ausgewählt werden könnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Laden der Standortdaten wird die Bedienoberfläche angezeigt (s. Bild).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie besteht im Wesentlichen aus drei Bereichen: 1) Eingabemaske zum Einstellen von Filtern (oben links), 2) Anzeige der verarbeiteten Filter und der Tabelle der aktuellen Standortdaten (oben rechts) und 3) Karte zur Visualisierung der Standortdaten mit mehreren Widgets zur Steuerung der Visualisierung (unten).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Eingabemaske (1) können drei Filter separat oder zusammen eingestellt werden. Erstens kann nach einer Zeitspanne gefiltert werden, dann werden alle Standortdaten außerhalb dieser Zeitspanne entfernt. Es können lediglich ganze Stunden eingegeben werden, etwa 16 für 16:00 Uhr. Zweitens kann nach einem Wochentag gefiltert werden, etwa „Montag“, der als Textform in das Textfeld eingegeben bzw. aus dem Dropdown-Menü ausgewählt werden kann. Alle Standortdaten von Tagen außer dem gewählten Wochentag werden entfernt. Drittens kann nach einem Monat gefiltert werden, der ebenfalls als Text eingegeben oder aus dem Dropdown-Menü ausgewählt werden kann. Alle Standortdaten aus anderen Monaten werden entfernt. Ein oder mehrere verwendete Filter werden durch Klicken auf den Button &#039;&#039;Wende Filter an und aktualisiere die Karte&#039;&#039; auf die aktuellen Standortdaten angewendet. Die Karte wird dann zurückgesetzt und kann zum Visualisieren der aktuellen Standortdaten verwendet werden. Durch Klicken auf den Button &#039;&#039;Setze alle Filter zurück&#039;&#039; werden die ursprünglichen Standortdaten wiederhergestellt, sodass neue Filter gesetzt werden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Anzeige (2) werden die zuletzt angewendeten Filter mit jeweils einem Satz beschrieben sowie die aktuellen Standortdaten in tabellarischer Form dargestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der Karte (3) werden die Standortdaten visualisiert. Dynamisch können diese mit dem Play-Widgets unten links nach und nach eingeblendet werden. Dadurch kann der Verlauf der Standortdaten gut nachvollzogen werden. Dieses Einzeichnen der Standorte kann mit dem Pause Button in diesem Widget pausiert und mit dem Stopp Button zurückgesetzt werden. Die Geschwindigkeit des Einzeichnens kann mit dem Schieberegler &#039;&#039;Speed&#039;&#039; unten rechts angepasst werden. Der Button &#039;&#039;Alle Standorte einzeichnen&#039;&#039; kann als Ersatz für die dynamische Visualisierung der Standortdaten verwendet werden, um alle Standorte auf einmal einzeichnen zu lassen. Aus Performancegründen ist dieser jedoch für wenige Standortdaten empfohlen und auch reguliert. Oben rechts auf der Karte wird in einem Textfeld der Zeitpunkt des zuletzt eingezeichneten Standortes angegeben. Mit den Buttons Plus und Minus oben links auf der Karte kann die Zoomstufe der Kartenanzeige verändert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Standorte werden als Marker dargestellt. Durch Halten der Maus über einen Marker wird ein Tooltip mit dem Zeitpunkt dieses Standortes eingeblendet. Wenn mehrere Marker nah beieinander liegen, werden diese zu einem Cluster (farbiger Kreis mit einer Zahl) zusammengefasst. Durch Anklicken des Kreises bzw. durch Hineinzoomen in die Karte werden die Cluster wieder (abhängig von der Zoomstufe) getrennt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kontaktieren Sie uns gerne bei Fragen, entdeckten Fehlern oder Verbesserungsideen. Wir sind stets daran interessiert, die Web-Anwendung weiterzuentwickeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Beispiel für die Interpretation der visualisierten Standortdaten ===&lt;br /&gt;
In den Explorationsphasen des Unterrichtsmoduls mit der interaktiven Web-Anwendung filtern und interpretieren die Lernenden die visualisierten Standortdaten. Da die Interpretationen subjektiv sind, werden sich diese in der Lerngruppe durchaus widersprechen. So wird für den Beruf typischerweise eine breite Vielfalt angeboten, die durchaus plausibel sind. Für die Interpretationen muss es im Unterrichtsverlauf auch kein richtig oder falsch geben. Wichtig ist, dass für die eigenen Interpretationen mit Bezugnahme auf die Daten argumentiert werden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auswahl der Standorte für den Filter von 3 bis 4 Uhr&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Beispiel einer Interpretation: ====&lt;br /&gt;
Die meisten Menschen schlafen nachts. In Deutschland würde das dann heißen, dass z.B. zwischen 3:00 bis 4:00 Uhr viele Menschen schlafen. Stellt man nun den Filter für die Zeitspanne auf 3 bis 4 Uhr ein, so stehen insgesamt 294 Standorte zur Verfügung. Nach Einzeichnen auf der Karte können 208 Standorte in Berlin lokalisiert werden. Schaut man diese nun genauer an, so befinden sich 189 von diesen in der Nähe der U-Bahn Haltestelle Rosenthaler Platz (s. Bild).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Weiteres Beispiel einer Interpretation: ====&lt;br /&gt;
Die Lernenden können dazu neigen, sehr stark zu interpretieren. So etwa folgendes Beispiel aus einer Erprobung: Ich habe die Standortdaten gefiltert und bekomme heraus, dass er sich oft bei einer bestimmten Firma aufgehalten hat. Die Firma ist in einer bestimmten Branche tätig, was ich mit einer Suchmaschine herausgefunden habe. Deswegen arbeitet er nun also etwa in der Finanzbranche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Schüler erwiderte darauf in einer Unterrichtserprobung, dass der Aufenthaltsort tagsüber bei einer Firma lediglich die Interpretation ermöglichen würde, dass er vielleicht dort arbeiten würde, aber nicht welchen Beruf er dort nachgeht. Er könnte etwa auch einer Hausmeister-Tätigkeit nachgehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diskussionen dieser Art zeigen ein gutes Verständnis für die Gewinnung einer Information durch Interpretation von (Standort-) Daten und können sehr gewinnbringend für den Unterrichtsverlauf sein. Die Sicherheit der Interpretationen sollte also durchaus beachtet aber auch nicht unterschätzt werden. Die Auswertungsphase dieser Explorationen ist knapp bemessen. Zugunsten von Diskussionen dieser Art kann diese durchaus verlängert werden. Dabei kann dann auch aufgegriffen werden, dass bei solchen Datenauswertungen auch weitere Datenquellen hinzugenommen werden (s. optionale Ergänzung in Phase 2b), um genauere Interpretationen zu ermöglichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Beispiele für sekundäre Zwecke der Verwendung von Standortdaten aus dem Mobilfunknetz ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Beispiel 1: Analyse der Mobilität während der Coronapandemie ====&lt;br /&gt;
Zur Eindämmung der Covid-19-Pandemie wurden verschiedene Maßnahmen (u.a. „Lockdown“) veranlasst. Die Wirkung der Maßnahmen kann anhand der Mobilität der Bevölkerung untersucht werden. Dazu wurden etwa Mobilfunkdaten des Mobilfunkanbieters Telefónica bereitgestellt, die zuvor anonymisiert und aggregiert wurden. Ein Bericht dazu findet sich bei destatis. Dort sind ebenfalls interessante Visualisierungen eingefügt, welche im Unterricht mit aufgegriffen werden könnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;https://www.destatis.de/DE/Service/EXDAT/Datensaetze/mobilitaetsindikatoren-mobilfunkdaten.html&amp;lt;/nowiki&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Beispiel 2: Analyse zur Optimierung des ÖPNV ====&lt;br /&gt;
Mobilfunkanbieter nutzen erhobene Mobilfunkdaten (v.a. auch Standortdaten) für verschiedene Projekte im Kontext der Verkehrsoptimierung oder auch Optimierung des öffentlichen Personennahverkehrs. Telefónica berichtet dazu etwa von mehreren Projekten zum ÖPNV in Leipzig in München, der Verkehrsplanung in Deutschland oder zur Auswertung von Staus auf deutschen Straßen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;https://www.telefonica.de/analytics/anonymisierte-daten.html&amp;lt;/nowiki&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ähnlich berichtet auch der Mobilfunkanbieter Deutsche Telekom von einem Projekt mit Verkehrsbetrieben in Nürnberg, wo anonymisierte Standortdaten verwendet werden, um das Verkehrsangebot zu optimieren. Unter dem zweiten Link findet sich auch ein Video, welches dazu die sekundäre Verwendung der Standortdaten beschreibt und eventuell für den Unterricht genutzt werden könnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;https://www.telekom.com/de/medien/medieninformationen/detail/data-analytics-handy-schwarm-hilft-strassenbahn-349426&amp;lt;/nowiki&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;https://www.telekom.com/de/medien/mediencenter/medienmappen/medienmappen-2015/data-analytics&amp;lt;/nowiki&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Jwiens3</name></author>
	</entry>
</feed>